Ylva

Da hätten wir also den ersten grossen Schneesturm der Saison in Lappland überstanden. Nebenbei bemerkt: zwei Monate zu früh. Normalerweise entstehen diese Extremwetterlagen erst im Januar.

Wir läuft das ab? In der zurückliegenden Woche sind die Temperauren richtig tief gefallen (bis auf minus 22). Am ersten Tag des Unwetters herrscht dann eine beunruhigende Ruhe. Die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm. Die Temperaturen steigen dann plötzlich und über Nacht kommen die Winde auf, die sich dann bis auf Orkanstärke steigern. Der aktuelle Sturm hat vom schwedischen Wetterdienst übrigens den Namen "Ylva" erhalten.

Vorgestern waren es dann bis zum 80 Km/h in der Spitze. Dazu kam heftiger Schneefall. Das gibt bei den sich am Boden ständig drehenden Windrichtungen eine extrem dicht gepackte Schneedecke mit teils meterhohen Verwehungen. Der feine Schnee kriecht durch alle Ritzen und hinter Türen und Fenstern bilden sich kleinere Schneehäufchen.

Nach dem Sturm Ylva- Ausblick durch den Türspalt
Immerhin: Die Tür lässt sich noch einen Spalt öffnen.
Die Aussicht hingegen lässt nichts Gutes ahnen.



Sobald sich der Sturm zu legen beginnt, geht es ans Schneeschaufeln. Das dauert dann normalerweise einige Stunden. Die Temperaturen steigen weiter und der Schnee fühlt sich plötzlich wie Beton an. Die Räumaktion wird zunehmend schweisstreibender.

Lappland nach Ylva: 46 cm Neuschnee binnen 12 Stunden
Ylva hat uns 46 cm dicht gepackten Neuschnee
binnen 12 Stunden beschert...


Die Temperaturen steigen nun weiter auf bis plus ein Grad und der Schnefall verwandelt sich in Regen. Der auf den noch gefrorenen Boden fallende Regen bildet auf den Strassen eine geschlossene Eisdecke.

Den gesamten Schnee(matsch) zu beseitigen dauert einige Tage...

Tipp: Die schwedischen Medien warnen üblicherweise einen Tag bevor ein Unwetter hereinbricht. Und da gibt es nur eine gute Alternative: Zu Hause bleiben!