Umweltschutz in Lappland - Note: Ungenügend!

Ein leidiges Thema, das uns seit Jahren mehr oder minder beschäftigt: Die Sache mit dem Umwelt- und Naturschutz in Lappland. Wobei beides, Umwelt - und Naturschutz, mittlerweile europaweit im Laufe der letzten Jahre in einen Topf geworfen wurden und es für die breite Masse kaum noch erkennbare Unterschiede zwischen beiden Disziplinen gibt.

Um es nun politisch korrekt auszudrücken (denn der nationale Bezug bei den Einwohnerinnen und Einwohnern darf ja nicht mehr erwähnt werden):

Die ethnisch-native Bevölkerung (damit sind kurz und knapp „die Schweden“ gemeint) nimmt zum (aller-) grössten Teil schlichtweg keine Rücksicht auf ihre Natur und damit auch nicht auf die Umwelt.

Das können wir im Winter wie im Sommer beobachten. In beiden Jahreszeiten werden die Autos mit laufenden Motoren vor den Einkaufsläden geparkt, die Motoren der Quads wie die der Schneemobile werden bis auf den Anschlag hoch gejagt und dann ohne Rücksicht auf irgendetwas oder irgendwen ausgiebig gefahren.

Das ist aber nur die Spitze des Eisberges!

Das alles geschieht in Schweden, dem Land, dessen weltweiter Exportschlager derzeit die ”Heilige Greta Thunberg” mit ihrem Einsatz für „das Klima“ ist. Mal davon abgesehen, dass Greta immer wieder mit relativ vielen Kleidungsstücken aus Plastik (= Umweltkiller) zu sehen ist, scheint es da gewisse ”globale Verständnisprobleme” zu geben.

Greta, am Beginn ihrer „Karriere“ Vertreterin einer schwedischen Umweltorganisation, zieht – zugegebenermassen – eine sehr gute und mittlerweile dem Vernehmen nach auch sehr „einträgliche Show“ ab.

Hut ab.

Nur das mit den multikausalen Zusammenhängen zwischen der Natur, der Umwelt, dem Wetter und dem Klima und insbesondere den Unterschied zwischen Wetter und Klima hat sie nicht drauf. Na ja, sie ist halt auch gerade mal 16 Jahre jung und die Forschung ist sich da mittlerweile ziemlich einig, dass ein Gehirn eben erst mit gegen 30 Jahren voll entwickelt ist.

Kurz und gut: Macht alles nichts, denn auch Heilige dürfen ihre Defizite haben. Dumm halt nur, wenn die jeweiligen „Nachfolger und Jünger“ (sprich: Das zumeist auch unter 30 Jahre junge „Klickvieh“) – insbesondere die besonders stark Fanatisierten – das nicht merken (oder wegen des mittlerweile unterirdischen Bildungsstandes gar nicht mehr merken können?).

Warum eigentlich? Warum fokussiert man sich praktisch nur auf einen Punkt (eMobilität), während andere wichtige Umweltthemen, die in diesem Zusammenhang stehen, völlig ignoriert werden?

Aber was reg ich mich auf.

Gerade einem ethnisch Deutschen, der in Geschichte gut bewandert ist, sind solche Phänomene nicht neu. Hatten wir alles schon einmal. Es gibt nichts Neues unter der Sonne - alles wiederholt sich. Alles.

Eigentlich sollte es hier im Beitrag um ein aktuelles Beispiel zum Naturschutz in Lappland gehen. An der Landstrasse 95 liegt nämlich zwischen Arvidsjaur und Abborrträsk ein geschütztes Naturbiotop. Da steht seit Jahren sogar ein auffälliges Hinweisschild der zuständigen Behörde (Skogsstyrelsen) in dem darauf hingewiesen wird, das das, was dort wächst, krabbelt, fliegt, kreucht und fleucht schützenswert ist.

Warum sonst auch stellt eine staatliche Behörde ein Schild, das der Steuerzahler finanziert hat, auf?

Aus Spass? Aus Langeweile? Wegen der Touristenströme?
Nein, die Touristen klauen doch lieber Elch- und Rentierschilder.

Die Details zum Biotopschutz können hier nachgelesen werden.

Das immer noch dort befindliche Schild am fraglichen Ort sieht so aus:

lappland_hinweisschild_biotop


Soweit so gut.

Auch bei diesem Biotop scheint nun es gewisse „Verständnisprobleme“ gegeben zu haben. Das Biotop wurde nämlich vor Kurzem schlicht und ergreifend komplett abgeholzt. Äusserst schädlich für die geschützte Natur (denn die ist jetzt vollständig zerstört) und im „Gretasprech“ auch schädlich fürs Klima.

Denn Bäume und Grünzeug binden ja das „böse CO2“.

Da steht also ein deutliches Hinweisschild (und es gibt (besser: gab) Markierungen, die den geschützten Bereich abgegrenzt haben) - aber hey, wen kratzt schon ein amtliches Hinweisschild, wenn der Holzpreis gerade gut ist?

lappland_abgeholztes_biotop


Oder beruht das Verständigungsproblem darauf, dass es mit der Bildung... Nein. Das möchte ich mir jetzt gar nicht vorstellen.

Entscheidend ist in der Praxis nur noch, wo am meisten (Geld-) Wert extrahiert werden kann.

Umwelt und Natur? Sch...... wir drauf.

Die Bäume stehen nun bestimmt gelangweilt an der Börse und warten auf einen Zuschlag. So läuft das. Einfach!

PS 1:

Weil es gerade so schön passt. Und dann sind sie so dämlich und können keine richtige Müllentsorgunsanlage bauen, sondern wundern sich, dass ihnen ihre offene Müllhalde in Skellefteå Feuer gefangen hat.

Das auch noch im Hochsommer, der jedes Jahr Plusgrade vorbei schickt.

Ui, böse Welt.

Wieviel CO2 (und welche anderen hochgiftigen Gase zusätzlich - die Bevölkerung wurde aufgefordert, sich in geschlossene Räume zu begeben und alle Fenster und Türen zu schliessen (bei 35 Grad)) sind da wohl freigesetzt worden?

Gerade meldet die Zeitung, dass die Feuerwehr mit den Löscharbeiten überfordert sei, und es da noch einige Tage weiter brennen würde.

Und etliche Geschäfte und Restaurants in der Gegend sind übrigens geschlossen, um das Personal und die Gäste keinen schädlichen Auswirkungen auszusetzen.

Naja...

PS 2:

Was mich an der CO2 Debatte etwas verwundert:

Es wird ja in Europa gerade kräftig aufgerüstet. Hier in Nordschweden gibt es mittlerweile mehrere internationale Grossmanöver mit vollem Set der Waffengattungen in jedem Winter. Über die CO2-Bilanz der bei Politikern (und Industrie) sehr beliebten Kriegsspiele herrscht strenges Stillschweigen.

Dann frage ich einmal:

Wie viel CO2 stösst ein einzelner Kampfjet aus?
Wie viel Tonnen CO2 stösst ein einziger Panzer aus?
Und bei Manövern und im Krieg sind da einige mehr im Einsatz - da geht es um richtig viele Emissionen...

Denkt mal drüber nach, warum Sie Euch ein eAuto verkaufen wollen und nicht so konsequent sind, auch bei sich vor der eigenen Haustüre zu fegen.