Sonntagslinks 2010-10-24

Schon wieder Wochenende. Die Zeit vergeht schnell. Dann ist es auch schon wieder Zeit für einige Sonntagslinks rund um die Fotografie. Heute sind wieder einige besonders interessante Exemplare dabei.


> Ein Königreich für ein Bild - Zum Einstieg ein Artikel, der schon etwas älter ist. Dennoch aber hochinteressant: 29.000 Bilder in 9 Monaten für 90.000 Dollar. Worum geht es dabei? Richtig. Darum, wie Fotografen bei National Geographic arbeiten. Viele weitere spannende Details im Artikel „Ein Königreich für ein Bild“.

(Im Laufe der Woche entdeckt über Twitter - weiss leider nicht mehr bei wem)


> Herrliche Kommentare zu "minderwertigen" Fotos - Konstruktive Bildkritiken gefällig? Unfassbar, was es im WWW alles gibt. In diesem Artikel werden einige „Bildkritiken“ wieder gegeben, die im „wunderbaren“ WWW in irgendwelchen fotografischen Communities abgegeben wurden. Der Haken an der Sache: Bei den kommentierten Bildern handelt es sich um Meisterwerke anerkannter Meister der Fotografie. Die werden nun - mit exemplarischem Unverstand und Ignoranz - im WWW mit „richtig guten“ und „konstruktiven“ Ratschlägen eingeseift. Einerseits zum Wegschmeissen, andererseits zum Brüllen. Eine erschütternde Seelenschau.

(Entdeckt via Twitter bei Stefan Groenveld)


> Anonymer Fotograf “JR” gewinnt den TED-Prize 2011 - Wer hat nicht schon von TED gehört. Hinter dem Namen „TED“ („TED Ideas worth spreading“, „Ideen mit Verbreitungswert“) verbirgt sich eine alljährliche Konferenz in Monterey, Kalifornien. Auf der Konferenz tauscht eine exklusive Gruppe von rund 1.000 Fachleuten der unterschiedlichsten Gebiete ihre Ideen aus. Seit 2005 werden zudem weitere TED-Konferenzen weltweit abgehalten.

Ein Ergebnis der Konferenzen sind die teilweise spektakulären TED Talks, Mitschnitte von Vorträgen auf den TED Konferenzen (geballte Information, da die einzelnen Talks nicht länger als 20 Minuten sind). Darunter übrigens auch einige brilliante Vorträge rund um das Thema Fotografie.

Und seit 2005 wird der mit 100.000 US-Dolar dotierte TED Prize verliehen.

Der 2011er Preis geht nun an einen Fotografen. Einen anonymen französischen Fotografen. Er verbirgt sich hinter dem Pseudonym „JR“. Über ihn ist nur wenig bekannt. Er wurde 1983 in Paris geboren und wurde bekannt durch seine eindrucksvollen Fotografien von Einwohnern von Banlieues, die er als grossflächige Poster an Hochhäusern und Brücken in Paris und Cartagena anbringen liess. Sein neuestes Projekt ist der Film Women are Heroes, der auch bei den Internationale Filmfestspiele von Cannes als Wettbewerbsbeitrag gezeigt wurde. Anschauen lohnt sich unbedingt. JR hat einen ausgeprägten eigenen Stil.


> Proof of a Portfolio Vs. Promise of a Resume - Chase Jarvis hat wieder zugeschlagen. “Don’t create a resume, create a portfolio” ist seine Kernaussage in diesem sehr lesenswerten Blogbeitrag.


> Interview mit Phil Porter - Wer es noch nicht gelesen hat, sollte es jetzt lesen: Das Interview mit Phil Porter. Phil ist ein junger Künstler mit ausgeprägtem eigenem Stil in bester Tradition der Street Photography. Sein Fotoblog sollte unbedingt gebookmarkt und regelmässig besucht werden.


> Klotografie: “Stille Orte” - Zum Abschluss noch ein interessantes, weil unübliches Projekt. Hier geht es um Klotografie und darunter verbergen sich toiletceilings. Mal etwas ganz anderes.

(Entdeckt von der besten aller Ehefrauen)

Jetzt aber allen Leserinnen und Lesern einen wunderbaren Sonntag!