Rezension: Social Media für Fotografen

Heute steht ein Buch zur Rezension, bei dem es nicht unmittelbar ums Fotografieren geht, das aber ein für alle Fotografen (gleich ob Hobby oder Professionelle) interessant sein könnte.

Im mitp-Verlag ist gerade das Buch "Social Media für Fotografen" von Bela Beier erschienen. Auf 272 Seiten (Softcover, Format 17 x 24 cm, Euro 29,95) verspricht das Buch "Alles, was Sie über Facebook, Google+, Twitter, Blogs und Foto-Plattformen wissen sollten".
 
Schon auf den ersten Seiten fällt auf, dass sich Bela im richtigen "Fachjargon" bewegt. Er verwendet viele Beispiele aus der fotografischen Wirklichkeit. Ein Pluspunkt, denn einige vergleichbare Werke sind sehr allgemein gehalten und erschweren dem aus der Fotografie kommenden Neuling in Sachen Soziale Medien das Verständnis.
 
A propos Neuling: Das Buch richtet sich definitiv an Einsteiger. Es werden sehr viele Grundlagen erklärt. Das ist gut. Wer sich allerdings schon in Sozialen Medien bewegt und Erfahrungen gesammelt hat, dürfte nicht allzu viel Neues entdecken können. Alle Neueinsteiger, die sich bislang ausschliesslich mit klassischen Marketingmethoden beschäftigt haben, werden grossen Nutzen aus dem Werk ziehen können.
 
Positiv fallen zunächst das gut lesbare Layout und die übersichtliche Gliederung auf. Auch wenn die Gliederung dazu verführen mag, gezielt in einzelne Bereich zu springen, würde ich dem Einsteiger die Lektüre des ganzen Buches empfehlen. Denn Bela beginnt konsequent und mit der wichtigen Frage nach einer Strategie. Danach folgen drei Kapitel zur eigenen Homepage (schliesslich die Basis dessen, was später via Soziale Medien in Umlauf gebracht werden soll).
 
Anschliessend geht es in Kapitel 5 um die Grundlagen der SEO ("Search Engine Optimization").
 
Bis hierher schreibt Bela über das "Fundament", sprich die Grundlagen. Nun geht es an die Arbeit. Bela nimmmt den Leser an die Hand bei der Einrichtung einzelner Accounts. Im Detail geht es z.B. um Gmail, XING, die Fotocommunity und Facebook.
 
Fotocommunity? Ja, richtig gelesen: Fotocommunity. Das vermag ich nun nicht ganz nach zu vollziehen. Für professionelle Fotografen dürfte die Fotocommunity eher unattraktiv sein. Und neben XING hätte ich mir noch mehr Details zu LinkedIn gewünscht. Auch zu Google Reader, Google Analytice, Link Shortener und Flickr bietet Bela Input.
 
Sehr ausführlich widmet sich Bela dem Anlegen eines Facebookaccounts und dem Einrichten von WordPress für einen Blog oder eine Homepage. Hier findet der Anfänger viele Tipps und Hinweise. Allerdings dürfte die Halbwertszeit vieler Details begrenzt sein.  
 
Im letzten Kapitel rundet Bela das Buch mit einem Ausblick auf die mögliche Zukunft der Sozialen Medien ab.
 
Im umfangreichen Anhang präsentiert Bela einen "Social Media Atlas", in dem er die einschlägigen Netzwerke und Services übersichtlich darstellt.
 
Leseproben stehen beim Verlag zum Download bereit.
 
Fazit
 
Positiv: Social Media für Fotografen ist ein umfassendes Werk für alle Fotografen, die in die Nutzung von Sozialen Medien neu einsteigen wollen. Das Buch vermittelt einen guten Überblick und hilft mit vielen Details bei den ersten Schritten. Wer sich dann weiter vertiefen will, wird sich in weitere Netzwerke und Plattformen einarbeiten und seine eigenen Schwerpunkte setzen.
 
Negativ: Die Auswahl der Schwerpunkte (Gmail, XING, die Fotocommunity und Facebook) kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ich hätte mir Detailausführungen zu Google+ und z.B. 500px gewünscht.
 

 Social Media für Fotografen von Bela Baier