Foto-Futter 18/2011 mit Input und Know-How rund um die Fotografie

• Der heutige fotografische Augenschmaus wurde redaktionell von Frau Lapplandblog zusammen gestellt:

- Es geht unter Wasser. Bezaubernde Welten in den Tiefen des Meeres gibt es bei Michele Davino aus Italien zu sehen.

- Empfehlung Nummer zwei sind die fotografischen Wunderwelten von Mike Levy.



• Gute Fotofeinkost: Heute möchte ich zwei meiner “all-time-high” Links vorstellen, die in den Bookmarks ganz oben stehen:

- The Online Photographer von Mike Johnston. Ein oft sehr tiefsinniges Blog, das es zudem schon sehr lange gibt und das Fotografie mit vielen anderen Bereichen des Lebens in Verbindung stellt. Mike schreibt auf bewegende Weise und oft sehr persönlich. Lesenswert.

- The Luminous Landscape ist einer der Klassiker schlechthin. In den Archiven finden sich Tonnen von hochinteressantem fotografischen Lesefutter.



• Zu Risiken und Nebenwirkungen photogeshoppter Stockfotos fragen Sie Ihre Kunden..., oder: Was man wirklich nicht tun sollte!

Wer erinnert sich nicht noch an die Werbung für die Gelben Seiten; die mit dem Statement “Hätten Sie mal besser jemanden gefragt, der sich damit auskennt!”? An genau diese Werbung musste ich denken, als ich diesen Artikel im Blog bei Rob Haggart gelesen habe.

Worum ging es? Eines der führenden Magazine für vegetarische Ernährung (VegNews Magazine) hatte ein Gericht mit Bild gedruckt. Vegetarische “Spare Ribs” wurden da vorgestellt. Dumm nur, dass es sich um ein Bild echter - und alles andere als vegetarischer - Spare Ribs gehandelt hat. Die Agentur hatte das Bild für ein paar Cent bei iStockphoto eingekauft. Die Knöchelchen wurden flugs mit Photoshop entfernt und fertig war das kulinarisch-vegetarische Essvergnügen. Allerdings wurde die Rechnung ohne die Leser gemacht, denn kurz nach der Veröffentlichung tauchte ein Bildvergleich auf dem Blog eines einem Hardcore-Vegetariers auf.

Ein Fall, der in die Kategorie „Marketing-Supergau“ einzusortieren ist. Nachhaltiger kann der gute Ruf wohl kaum verbrannt werden. Das Magazin schob eine Entschuldigung nach in der darauf abgestellt wurde, das fotogeshoppte Stockfoto sei “aus Kostengründen” verwendet worden. Man kann eben auch am falschen Ende sparen. Und besonders vertrauenserweckend ist es nun auch nicht, wenn vorgestellte Gerichte nur auf Basis von auf Vorrat produzierten Fotos “virtuell” erschaffen werden.

Kurz und gut - Die Lehre aus dem Fall: Finger weg von Stock und Photoshop. Lieber in echte (!) und individuelle Fotos investieren. Es lohnt sich.



• Weil es thematisch (“PR-Supergau”) so schön zum vorangehenden Artikel passt. Kai Müller - alias Stylespion - ist eine Grösse in der Blogwelt. Und gute Fotos macht er noch dazu. Und schreiben kann er auch. Was geschieht, wenn Kai irgendwo in Berlin aus einem Plattenladen fliegt, ist hier nachzulesen.

Merke: Die Welt ist ein Dorf geworden. Und alles spricht sich rum. Manche Katastrophe kann so schnell zum Super-Gau werden.



Sehr bewegend ist es, was David DuChemin vor einigen Tagen widerfahren ist. Wir bin sehr dankbar, dass es ihm den Umständen entsprechend sehr gut geht. David, wir denken an Dich und wünschen Dir gute und schnelle Genesung!

Übrigens: Auch Davids Text direkt nach der Schilderung des Unfalles ist sehr lesens- und bedenkenswert!



• Schliesslich möchte ich nochmals hinweisen auf unseren Test von Color Washer, dem Schweizer Taschenmesser für JPG-Fotografen in Sachen Weissabgleich und Belichtungskorrektur.



Das wars für heute.
Aus Lappland wünschen wir einen wunderbaren und guten Start in die Woche!





PS: Der abschliessende fotografische Gedanke:


„Trying to be prepared for everything makes you prepared for nothing.“

Therefore: Carry Less!





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