Om främlingsvänlighet - Ett boktips för mina svenska läsare

Idag blir det en artkel på svenska med ett boktips för alla mina svenska läsare (som förmodligen inte förstår fullt ut när jag skriver på tyska).

Jag vill börja med en liten berättelse. Häromdagen har jag haft ett samtal med en svensk där jag möttes av så mycket främlingsfientlighet och okunskap om sin egen kultur att jag helt enkelt blev chockerad. Denna upplevelse gjorde mig väldigt fundersam. Visst är jag invandrare men att bli behandlad med respekt är nog ändå det minsta man får kräva när man prata med vuxna människor.

Hur ser det ut med invandrings- och integrationsfrågan i Sverige idag?

Ett bra svar kan man hitta i en bok som jag vill varmt rekommendera till alla mina läsare: "Garpar, gipskatter och svartskallar - Invandrarna som byggde Sverige" (Anders Johnsson, 2010). Boken är ett riktigt stalltips om man vill förstå hur det svenska samhället har vuxit fram och varför det ser ut som det ser ut idag.

Tänkte citera några meningar som blev en nyckel för mig.

"Det är framför allt fyra faktorer som har bidragit till invandrarnas betydelse:
Kompetens, kontakter, kapital och kreativitet".


"Människor som bryter upp från sitt hemland är genomsnittlig sett mer initiativkraftiga än de som hela livet bor kvar där de har fötts. Insikten, att internationella migranter representerar ett positivt urval av befolkningen vad gäller företagsamhet och initiativkraft, påverkade bland annat den politiska debatten om den omfattande svenska emigrationen till USA i slutet av 1800-talet."

"Det är också uppenbart att regioner där befolkningen har haft mycket låg inrikes och utrikes rörlighet ofta präglas av konservatism och inskränkthet som inte är gynnsam för ekonomisk, kulturell eller annan samhällsutveckling".

Boken kan verkligen bara rekommenderas till alla som vill utvidga sitt perspektiv och som vill lära sig någonting om hur integrationen fungerar.

Garpar, gipskatter och svartskallar - Invandrarna som byggde Sverige, Anders Johnsson, SNI Förlag 2010 (Länken går till Adlibris)

Garpar, gipskatter och svartskallar - Invandrarna som byggde Sverige


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Literarischer Nachttopf

Der literarische Nachttopf


Was kümmert es die stolze Eiche, wenn sich ein Borstenvieh dran wetzt?

Aus: Tadellöser & Wolff , Walter Kempowski, 1971

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Klara Nordin: Septemberschuld - Der nächste Lappland-Krimi ist erschienen

Klara Nordin: Septemberschuld - Der nächste Lappland-Krimi ist erschienen


Die langen und kalten Winternächte um den Polarkreis in Lappland sind die geeignete Zeit, um in aller Ruhe Bücher zu lesen. Denn was gibt es schöneres, als bei klirrenden minus 30 Grad vor dem knisternden Ofen auf dem kuscheligen Sofa zu liegen, Beine und Füsse in eine Decke eingehüllt, eine schnurrende Katze auf den Oberschenkeln zu haben, und in die Welt eines Buches einzutauchen?

Welche Lektüre kann ich heute empfehlen?

Nach Ihrem Erstlingswerk "Totenleuchten" hat Klara Nordin vor drei Monaten "Septemberschuld", das zweite Werk Ihrer Reihe von Lappland-Krimis veröffentlicht.

Diesmal taucht Sie tief in die Welt der samischen Ursprungsbevölkerung ein. Das Buch beginnt mit einer sehr blutigen Leiche, die unter sehr mysteriösen Umständen ums Leben gekommen zu sein scheint. Ihrem in Totenleuchten begonnenen Leitthema, dass die Tatausführung einen Bezug zur Schlachtung von Rentieren hat, führt Sie gekonnt weiter. Mehr sei nicht verraten.

Auch in Septemberschuld ist Klaras Gabe, ganz unterschiedliche Handlungsstränge gekonnt zu verflechten, faszinierend. Viele Charaktere sind uns dabei bereits aus Totenleuchten bekannt. Ihre Personenbeschreibungen zeichnen Psychogramme der Beteiligten (und Unbeteiligten), die wiederum geradezu erschreckend zutreffende, tiefe Einblicke in die (nord-)schwedische Seele zeigen. Und die Handlung ist, wie sie bei einem richtig guten Krimi sein soll. Am Anfang undurchsichtig. Dann gibt es verschiedene Spuren, denen der Leser gedanklich folgt, und im letzten Viertel des Buches entfaltet sich eine ungeheure Geschichte (die eine der "Heiligen Kühe" der Wirtschaft in Nordschweden berührt). Mehr sei auch dazu nicht verraten. Nur so viel: Die Spannung hält von der ersten bis zur letzten Seite.

Ihre Hausaufgaben hat Klara Nordin auch dieses Mal wieder gelungen gemacht. Die detailreichen Schilderungen der Locations sind besser als jeder Reiseführer.

Prädikat: Auch Septemberschuld ist Pflichtlektüre für Krimiliebhaber, die Ihr Herz an Nordschweden verloren haben. Und auch alle anderen Krimibegeisterten kommen voll auf ihre Kosten.

Septemberschuld ist erschienen bei Kiepenheuer & Witsch und hat 336 Seiten. Das Buch kostet 9,99 Euro und ist auch als Ebook erhältlich. Bei Audible gibt es Septemberschuld auch als Hörbuch.

-> Mehr Infos und eine Bestellmöglichkeit gibt es auf der Homepage der Autorin: www.klaranordin.de

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2015/2016 - Blick zurück nach vorn - Achtung: Philosophische Betrachtung!

Was ist gewesen? Das, was sein wird! Und was hat man gemacht? Das, was man machen wird! Und es gibt nichts Neues unter der Sonne.

Prediger Kap. 1 Vers 9



Polare Stratosphärenwolken
Apokalyptisch anmutendes Szenario: Polare Stratosphärenwolken


Apokalyptisch anmutende Szenerie


Umgangssprachlich wird die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr gerne als die Zeit „zwischen den Jahren“ bezeichnet. Eine Zeit der Rück- und Vorschau. Das apokalyptisch anmutende Schauspiel polarer Stratosphärenwolken (auch unter dem Namen „Irisierende Wolken“ oder „Perlmuttwolken“ bekannt) hat gestern die passende Umrahmung für diese Betrachtung geliefert. 
 


Wendezeit - Warten auf den sechsten Kondratjew 

Auch bei wohlwollender Sichtweise offenbart die Rückschau auf 2015, dass die globale (und an sehr vielen Stellen auf der Welt ebenso die lokale) Situation - bildlich gesprochen - „richtig im Dreck“ steckt. 

Betrachten wir als Beispiel die wirtschaftliche Lage: Nach den diversen Krisen des vergangenen Jahrzehnts schleppt sich die Konjunktur auf dem letzten Loch pfeifend dahin. Hunderte Milliarden werden heute hierhin und morgen dorthin gepumpt, ohne dass sich eine tiefgreifende und nachhaltige Erholung abzeichnet. Es wäre dringend an der Zeit für einen neuen Innovationsschub; eine neue Basisinnovation wäre vonnöten, um der Wirtschaft wieder Schwung zu geben. In der Wirtschaftswissenschaft gibt es dazu das Modell der „langen Wellen“.

Einer der bekanntesten Forscher auf diesem Gebiet war der sowjetischen Wirtschaftswissenschaftler Nikolai Kondratjew (manchmal findet sich auch die Schreibweise „Kondratieff“). Nach ihm ist auch eines der Wellenmodelle benannt: Die Kondratjew-Zyklen. Sie beschreiben eine Theorie zur zyklischen Wirtschaftsentwicklung, die Theorie der Langen Wellen.

Nach Kondratjews Theorie dauern die langen Wellen zwischen 40 und 60 Jahren und bestehen aus einer länger andauernden Aufstiegsphase und einer kürzeren Abstiegsphase. Im statistischen Mittel wird der Tiefpunkt durchschnittlich nach 52 Jahren durchschritten.

Die fünfte Langwelle (auch kurz als „fünfter Kondratjew“ bezeichnet) hat in den 70er Jahren begonnen und hat den Schwerpunkt „Infomations- und Kommunikationstechnik“ (mit dem Internet als technische Speerspitze der Entwicklung). Der Stosskraft dieser Welle ist mittlerweile aber die Puste ausgegangen. Echte grundlegende Innovation gibt es nicht mehr. Detailverbesserungen sind noch an der Tagesordnung, aber Entwicklungen mit revolutionärer Innovationskraft? Fehlanzeige!

Die Talsohle am Ende dieses fünften Kandratjews dürfte demnach das sein, was wir seit einigen Jahren in Form von Krisen, die Schwarmbeben gleich über die Welt laufen, erleben. Wir dürfen also des sechsten Kondratjews harren.

Kurz: Es scheint eine Wendezeit zu sein, in der wir gerade leben.



Wo man auch hinsieht: Exponentielle Entwicklungen

Was die Sache nicht besser macht ist, dass wir an vielen Stellen von Gesellschaft und Wirtschaft ein anderes Phänomen deutlich erkennen können, das auf den Namen „exponentielle Entwicklung“ hört. Worum es dabei geht, beschreibt am besten die folgende Legende (verkürzt zitiert nach Wikpedia):

Der indische Herrscher Shihram tyrannisierte seine Untertanen und stürzte sein Land in Not und Elend. Dieser gewährte dem weisen Brahmanen Sissa einen freien Wunsch. Dieser wünschte sich Weizenkörner: Auf das erste Feld eines Schachbretts wollte er ein Korn, auf das zweite Feld das doppelte, also zwei, auf das dritte wiederum die doppelte Menge, also vier und so weiter. Der König lachte und war gleichzeitig erbost über die vermeintliche Bescheidenheit des Brahmanen.

Als sich der tyrannische Herrscher einige Tage später erkundigte, ob Sissa seine Belohnung in Empfang genommen habe, musste er hören, dass die Rechenmeister die Menge der Weizenkörner noch nicht berechnet hätten. Der Vorsteher der Kornkammer meldete nach mehreren Tagen ununterbrochener Arbeit, dass er diese Menge Getreidekörner im ganzen Reich nicht aufbringen könne. Auf allen Feldern eines Schachbretts zusammen wären es 2 hoch 64 oder 18.446.744.073.709.551.615 (≈ 18,45 Trillionen) Weizenkörner. Mehr Weizenkörner, als es auf der ganzen Welt gab und gibt...


Das tückische an exponentiellen Entwicklungen ist, dass sie am Anfang sehr einer linearen Entwicklung ähneln.

Die Entwicklungskurven sehen zunächst ganz ähnlich aus, bis die exponentielle Kurve - scheinbar plötzlich - abhebt und steil „gen Himmel geht“. Nach diesem Muster verlaufen fast alle schweren Krisen auf individueller (Beispiel: Vermehrung von Bakterien) wie auf globaler (Beispiel: Finanzkrisen) Ebene.

Die exponentiellen Krisenentwicklungen sind nun leider mit der Talsohle der Kondratjew-Zyklen untrennbar verbunden.


Zone Vier?

Professor Heijo Rieckmann hat einen weiteres Modell begründet, das zur Erklärung der derzeitigen Lage einen wichtigen Erklärungsansatz liefert.

Er versteht Veränderungen in der Dimension der beiden Begriffe Komplexität („complexity“) und Dynamik („dynamics“). Die beiden Faktoren hat er zu dem Begriff „Dynaxity“ verbunden, das die Kombination aus Dynamik und Komplexität beschreibt.

Rieckmann sieht vier Zonen der Dynaxity:  1. statisch, 2. dynamisch, 3. turbulent und 4. chaotisch. Von Zone zu Zone nimmt die Dynaxity, d.h. Komplexität der Umwelt und der für Entscheidungen massgeblichen Faktoren und die Dynamik, d.h. der Veränderungstakt in der Umwelt, zu. Zwischen Zone 3 und 4 hebt die Dynaxity exponentiell ab.

In der Zone 1 (statisch) herrschen weitgehend statischen Verhältnisse. Es gelten einfache Regeln und Strukturen. Menschen fühlen sich hier sehr wohl, denn alles hat seine feste Ordnung.

In der Zone 2 (dynamisch) herrschen beherrschbare Veränderungen, z. B. kontinuierliches Wachstum. Mit vielen Regeln und der Daten- und Faktenorientierung lässt sich diese Zone noch gut beherrschen. Die Umwelt wird aber bereits als störend empfunden. 

In der Zone 3 (turbulent) versagen die mechanistischen Ansätze, mit denen sich die beiden ersten Zonen noch beherrschen liessen. Das gesamte System erscheint plötzlich „lebendig“ und weist eine hohe Eigendynamik auf, die sich unter dem Druck externen Turbulenzen immer weiter verstärkt. Alles ist mit allem vernetzt. Rückkopplungsprozesse (die Lösung eines Problems erzeugt zahlreiche neue) kennzeichnen die Entscheidungsprozesse. 

In der Zone 4 (chaotisch) geht die Steuerbarkeit von Systemen schliesslich verloren. Jetzt herrschen extrem hohe Komplexität und Dynamik, die praktisch nicht mehr gesteuert werden können. Dieser Grad an Dynaxity findet sich z. B. bei Naturkatastrophen, Bürgerkriegen, aber auch psychotische Zustände von Menschen und Systemen.


Vorläufiges Fazit: Nimmt man das Wellenmodell (derzeitige Talsohle), die exponentielle Entwicklung (Kurve kurz vor dem Abheben) und einen Dynaxitygrad auf der Grenze zwischen drei und vier zusammen, dürfte das die derzeitige Situation der Welt recht gut beschreiben. 


Die Entschleunigung der Zeit

Worin kann die Lösung des scheinbar Unlösbaren liegen? Ich meine, sie kann nur auf der ganz individuellen Ebene gefunden werden. Entschleunigung ist angesagt. Nur so können wir uns die kleine Verschnaufpause schenken, deren Zeitgewinn vielleicht über Zukunft oder Nicht-Zukunft entscheidet.

Der österreichische Universitäts-Professor Peter Heintel hatte bereits 1990 eine charmante Idee, um dem Wahnsinn etwas entgegen zu setzen. Er gründete kurzerhand einen Verein zur Verzögerung der Zeit.

Nach der Satzung des Vereins verpflichten sich alle Mitglieder „innezuhalten und nachzudenken und zwar dort, wo blinder Aktionismus und partikuläre Interessen Scheinlösungen produzieren“.

Denn ein entscheidendes Problem der gegenwärtigen Zeit liegt in der Beschleunigung, d.h. dem Wunsch, möglichst viel in immer kürzerer Zeit immer schneller zu erreichen. Die Beschleunigung hat mittlerweile allerorten Einzug gehalten. Das ist nicht mehr menschlich, denn Lebewesen können nicht einfach gegen ihre Eigenzeit schneller funktionieren. Ein Blick in die Natur macht das anschaulich: Organische Wachtsumsprozesse brauchen ihre Zeit. Der Glaubenssatz des „schneller ist besser“ wurde aber erfolgreich in die Köpfe der Menschen implantiert.

Kurz: Nicht die Zeit, sondern das Tempo macht uns fertig.

Entschleunigung könnte der entscheidende Ansatz sein, der das Leben lebenswert erhält.

In diesem Sinne: Einen guten Start in das Jahr 2016!   

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Klara Nordin: Totenleuchten - Ein Lappland-Krimi

Einige Todesfälle, die zunächst und oberflächlich betrachtet in keinem Zusammenhang stehen, gipfeln in einem Mord der in seiner Ausführung einer traditionellen Rentierschlachtung ähnelt. Und das noch zur Zeit des Wintermarktes in Jokkmokk. Die örtliche Polizei steht vor einem grossen Rätsel. Trotz der eisigen Kälte, in welcher der jüngste Krimi von Klara Nordin spielt, entwickelt sich eine "heisse" Story.

Hauptkommissarin Linda Lundin, die sich selbst in einem recht turbulenten Lebensabschnitt befindet, muss mit allerlei Widrigkeiten kämpfen, bis sich die Lösung des Falles (und für die akuten Probleme ihres eigenen Lebens) auf den letzten Seiten des Buches vor ihr entfaltet.

Klara Nordin gelingt es, eine subtile Spannung aufzubauen, die faszinierend in ihren Bann zieht. Ein handwerklich äusserst gelungener Kriminalroman. Klara Nordin ist eine geübte und professionelle Autorin, die übrigens auch Kurse für angehende Autoren anbietet.

Aber das Buch geht über einen durch und durch gelungenen Krimi weit hinaus. Er ist nicht nur fesselnd, sondern zugleich ein brillantes Lehrstück der schwedischen Mentalität. Die Autorin hat sich tief in das Nordschwedische Wesen versenkt und gibt dem Leser wertvolle Einblicke in die Denkstrukturen der Norrländer. Eine beachtliche Leistung wenn man bedenkt, dass die Autorin selbst eine Einwandererin ist. Seien es die unterschwelligen Spannungen und Animositäten zwischen der schwedischen und der samischen Kultur und Lebensweise, oder die Einstellung zu Leben und Beruf: der Krimi ist ein wahres Lehrbuch über die nordschwedische Seele. Und in Kombination mit der spannenden Story wird all das beinahe unbewusst "mit vermittelt". 

Zudem ist es der Autorin gelungen, ein realistisches Abbild der gestreiften Region zu geben. Der ortskundige Leser kann sich manches Lächeln und Grinsen nicht verkneifen, wenn z. B. manche Details aus Jokkmokk geschildert werden.

Ich habe den Krimi am Stück verschlungen auf einem Flug von und nach Stockholm. Geschätzte Lesedauer für einen geübten Leser: ca. 3 bis 4 Stunden. Die Pointe am Schluss hat mich übrigens so laut auflachen lassen, dass sich viele verschlafene Passagiere der Abendmaschine von Stockholm nach Arvidsjaur befremdet zu mir umgedreht haben. Danke, Klara!

Prädikat: Äusserst empfehlenswert! Pflichtlektüre für alle Krimiliebhaber und selbstverständlich auch für alle, die tiefere Einblicke in die nordschwedische Denk- und Lebensweise haben sollen.

Totenleuchten ist erschienen bei Kiepenheuer & Witsch und hat 316 Seiten. Das Buch kostet 9,99 Euro und ist auch als Ebook erhältlich.

-> Mehr Infos und eine Bestellmöglichkeit gibt es auf der Homepage der Autorin: www.klaranordin.de


Klara Nordin: Totenleuchten - Ein Lappland-Krimi
Nach nur drei Stunden völlig „zerlesen“: Totenleuchten von Klara Nordin

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Review: Guy Kawasaki - APE How to Publish a Book

Guy Kawasaki vorzustellen gleicht nun wirklich dem Eulen nach Athen tragen. Ich verfolge seinen Werdegang seit seinen frühen Tagen bei Apple als seinerzeit erster offizieller „Mac Evangelist“. Im Laufe seiner Karriere hat er sich zu einem der weltweit führenden Experten und Berater in Sachen Unternehmensgründung und Unternehmensentwicklung entwickelt. Auch zu den neuen Medien hat er ein sehr aufgeschlossenes Verhältnis. Er ist u.a. einer der führenden Protagonisten von Google+ und sein Buch „What the Plus!“ war einer der ersten (und besten!) Wegweiser für die neue Plattform.

Heute soll es um Guys neuestes Buch „APE – How to Publish a Book“ gehen.

Aber erst einmal die Frage: Warum überhaupt ein Review  zu einem Buch über das Schreiben und Publizieren von Büchern? Geht es hier im Blog nicht hauptsächlich um Lappland und Fotografie? Schon, aber in der Welt des und der Kreativen spielen Bücher – einerlei ob in Papierform oder als Ebook – nach wie vor eine sehr grosse und oft unterschätzte Rolle. Um eine „Botschaft“ oder ein kreatives Werk zu verbreiten, sind Bücher geradezu ein Muss.

Meistens läuft das so: Der Gedanke an ein Buch ist schnell gefasst und auch das passende Thema ist meist vorhanden. Die Tücke aber liegt darin, ein Buchprojekt mit allen seinen Phasen wirklich „durch zu ziehen“. Die harte Arbeit will getan werden und viele Klippen warten entlang des Weges.

Ich schreibe aus eigener Erfahrung. In meiner früheren juristischen Laufbahn habe ich mehrere Bücher zu verschiedenen Themen aus dem Arbeits- und Antidiskriminierungsrecht verfasst, die mich – im Verlauf der Produktionsprozesses -  jedesmal beinahe in die Verzweiflung getrieben haben. Ein guter Ratgeber auf dem Weg wäre Gold wert gewesen. Und genau in diese Lücke springt APE.

Hinzu kommt noch ein Weiteres: Die Welt der Bücherproduktion hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Die Macht der Verlage ist gebrochen. Jedermann kann seine eigenen Werke heutzutage selbst verlegen und vertreiben. Genau an diese Gruppe richtet sich APE mit dem Vorsatz, Licht in den Dschungel des Prozesses vom Schreiben bis zum Publizieren eines Buches zu bringen.

Damit wären wir auch gleich bei der Bedeutung des Titels APE angelangt. Das Akronym steht für Author, Publisher und Entrepreneur, jene drei Rollen, die der Selbstautor und Selbstpublizist inne haben wird.

Der Gliederung nach A, P und E folgt auch der Aufbau des Buches. Die Kapitel 1 bis 7 sind der Rolle als Autor gewidmet, die Kapitel 8 bis 21 der Rolle als Herausgeber und die Kapitel 22 bis 29 schliesslich der Rolle als Entrepreneur. Das Buch ist dabei kein Leichtgewicht: Es umfasst 324 Seiten.

Im ersten Abschnitt (Autor) geht es in erster Linie um die revolutionäre Entwicklung in den Bereichen Ebooks und Eigenverlag. Der Leser versteht, was dieser Paradigmenwechsel für Auswirkungen hat und wie dieser die schreibende Selbstverwirklichung gleich einem Inkubator fördern kann.  

Aus eigener Erfahrung als Fachautor kann ich die Ausführungen, Hinweise und vielen praktischen Tipps durchweg nur unterstreichen. Guy wirft nicht mit „Allgemeinplätzen“ um sich, sondern gibt in einem prägnanten und knappen Stil konkrete Ratschläge und „To-Do‘s“. Das ist wohltuend, weil echter „Know-How-Transfer“ in Reinform.
Sehr nüchtern – hier kommt Guys Hintergrund als Investor deutlich zum Vorschein – widmet er sich dabei auch dem Thema „Wie finanziere ich mein Buchprojekt“.  Auch hier konkrete Tipps und Fakten.  

Was mir im ersten Abschnitt passim besonders gut gefällt: Der durchgängige Gedanke des „Mach Deine Arbeit“. Der Wunsch ein Buch zu schreiben ist schnell gefasst. Es schreibt sich aber nicht von alleine. Ein Buch auf den Weg zu bringen, ist schlicht harte und kontinuierliche Arbeit (die eine intrinsische Motivation erfordert).

Im zweiten Abschnitt geht es um die Rolle als Herausgeber. Hier wird der Weg vom Manuskript zum fertigen Produkt Buch beschrieben. Das beinhaltet die Korrekturen, das Layout, das Cover und vieles mehr; auch die Frage in welcher Form (Papier oder Ebook) das Werk publiziert werden soll.  Besonders interessant – weil andernorts oft unbeachtet – ist die Frage der Preisfindung. Schliesslich widmet sich Guy auch der Zweitverwertung als Hörbuch und Übersetzungen in andere Sprachen.

Der dritte Abschnitt hat einen „beonderen Kick“.  Hier geht es darum, das Werk „an den Mann“ und „an die Frau“ zu bringen. Guy spielt souverän auf der Klaviatur seiner Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich Marketing, was die Lektüre zum echten Genuss macht (und viele Einsichten bietet). Vom „Personal Branding“ bis hin zu ganz praktischen Fragen, wie z. B. der Erstellung eines guten Social-Media-Profiles werden alle relevanten Bereiche abgedeckt.

Alles in allem ist das Buch ein äusserst gelungener Wurf. Besonderes Schmankerl sind übrigens auch zahlreichen (knapp über 400) weiterführenden Links zu ergänzenden Informationen, Artikeln und Checklisten.

Zusammenfassung: Ich  kann das Buch allen, die ein eigenes Buch schreiben, herausgeben und vermarkten wollen nur wärmstens ans Herz legen. Was hätte ich mir gewünscht einen solch kompetenten und umfassenden Ratgeber vor einigen Jahren bereits gelesen zu haben.  

Review: Guy Kawasaki - APE How to Publish a Book

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Gerade erschienen: Das neue Buch von Britta Stenberg

Eine erfreuliche Nachricht für alle Liebhaber guter schwedischer Literatur. Auf der Buchmesse in Umeå wurde am vergangenen Wochenende das neue Buch der bekannten nordschwedischen Autorin Britta Stenberg veröffentlicht. 

Der Roman "Som en krympfotad" schildert ineinander verwoben die Geschichte von Kråkan, einen jungen chaotischen Mann, der einfach keine Ordnung in sein Leben bekommt, und Eskil, einen Taxifahrer, dessen Lebensende plötzlich unerwartet nahe bevorsteht. Die beiden versuchen mit allen Möglichkeiten, ihre Leben zu ordnen. Bis unerwartete Wendungen eintreten. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten. Nur soviel: Für alle, die des Schwedischen mächtig sind, ist das Buch ein echter Geheimtipp und unbedingt lesenswert!

Was uns darüber hinaus persönlich sehr freut: Britta hatte uns gebeten, das Bild fürs Buchcover zu fotografieren. Das Bild sollte den Inhalt des Romanes symbolisieren. Nach ausführlichen Diskussionen zur Story haben wir den Rückspiegel ins Auge gefasst: Vergangenheit, Zukunft und ein Taxi.

Im Buchhandel ist das Buch noch nicht erhältlich, wer aber ganz schnell sein eigenes Exemplar haben möchte, kann sich bereits jetzt direkt an Britta wenden (bitte auf Schwedisch).

Britta Stenberg - Som en krympfotad

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Leben und Tod - Details einer Bebilderung

Vor zwei Wochen entwickelte sich aus einer guten Bekanntschaft in Lappland ein spannender Auftrag. Der Auftraggeber hat freundlicherweise seine Zustimmung gegeben, über die Sache - allerdings noch anonym - zu berichten, um einen Einblick in die Überlegungen bei der Produktion und Auswahl - sowohl fotografisch, wie auch schriftstellerisch-redaktionell - zu ermöglichen. 

Es geht um die Bebilderung eines Bändchens mit dem herausfordernden Titel “Leben und Tod”. In dem kleinen Bildband widmet sich der Verfasser dem Gang des Lebens anhand der Symbolik der Jahreszeiten. Die einzelnen Abschnitte bestehen aus Kurzgeschichten und Gedichten. 

Der Autor bat um die Teilbebilderung von “Herbst” und “Tod”, einmal zu einer Kurzgeschichte und einmal zu einem Gedicht. Das besonders Spannende daran ist, dass es sich um einen schwedischen Autor und eine schwedische Buchausgabe handelt, die sich an schwedische Leser richtet. Die kulturelle Einbettung der Symbolik ist also nicht ganz unwichtig. Die ausdrücklichen Wünsche des Autors waren Einfachheit und Naturbezogenheit. Gefragt war seitenfüllendes Hochformat für die Publikation im ca. A6-Format.

Herbst des Lebens - Leben und Tod - Details einer Bebilderung
„Herbst“


Für den Herbst fiel die Wahl auf ein ganz schlichtes Bild sterbender, herbstlicher Blätter. Hier spricht die Farbe ganz deutlich. Sehr ausdrucksstark und “spätsommerlich”. Nicht mehr in voller Blüte und Kraft. 

Unter den Blättern liegen bereits einige herabgefallene verwelkte Nadeln und kleine Äste. Der Bezug zur Ewigkeit; die Todesnähe. Die herbstliche Pflanze wächst aus einer Steinspalte. Aus der Tiefe und der Geborgenheit. Gut verwurzelt. Mit Fundament.

Kreis des Lebens - Leben und Tod - Details einer Bebilderung
„Kreis des Lebens“


Für den Winter sollte ein Bild “den Kreis” zwischen Tod und Leben schliessen. Im zu bebildernden Gedicht geht es um die Enkel und Urenkel des Verstorbenen. Neues Leben, das auf dem vergangenen Leben beruht. Hier fiel die Wahl auf ein Bild in dem aus einem halb-verwitterten Baumstumpf neues grünes Schilfgras spriesst. Im Hintergrund ein Stück der Uferlinie und einige Steine. Im Licht des frühen Abends fotografiert kommen die Farben harmonisch zur Geltung. Die Steine und die Uferlinie stehen für ewigen Kreislauf und Kontinuität. Der obere Bildrand ist absichtlich so knapp beschnitten. Das bringt zum Ausdruck, dass der Fortgang der Geschichte, die Zukunft, offen ist. Wohin die Reise der grünen Sprosse geht, ist noch unklar und ungewiss. 

Der Band wird voraussichtlich im Oktober erscheinen. Ich bin gespannt und freue mich darauf.

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23. Februar: Zeit für die schwedischen Leseratten - Dags för årets stora bokrea

Heute wieder ein Beitrag aus der Rubrik Kultur. Es ist wieder an der Zeit für die Woche des “bokrea”. Hinter dem Begriff verbirgt sich die jährliche Bücherwoche, eine Art “Bücher-Ausverkauf”. Dieses Jahr startet der grosse Ausverkauf heute, d.h. am 23. Februar 2011.

Buchhandlungen im ganzen Land verkaufen ab dem heutigen Tag Bücher zu herabgesetzten Preisen. Von besonders beliebten Büchern werden sogar spezielle Auflagen für den jährlichen Ausverkauf gedruckt. In der Vergangenheit war der Bücherausverkauf für den Buchhandel sogar wichtiger als das Weihnachtsgeschäft. Das hat sich in den vergangenen Jahren aber ungefähr ausgeglichen.

In den grösseren Städten gibt es einen so grossen Zulauf am Starttag des Ausverkaufes, dass manche Buchhandlungen bereits um Mitternacht öffnen. 

Spezielle Verkaufskanäle für Bücher gibt es in Schweden nicht mehr. Früher durften Bücher nämlich nur exclusiv über Buchhandlungen verkauft werden. Heute nutzen auch viele Einzelhandelsgeschäfte und Warenhäuser die Gelegenheit und bieten zu dieser Woche verbilligte Bücher an.

Etwas Ordnung gibt es aber im System. So bestimmt die schwedische Buchhändlervereinigung (Svenska Bokhandlarföreningen (SBF)) z. B. jährlich das Startdatum für den Ausverkauf. Das von der SBF 2009 eingeführte Verbot, Bücher für Kunden auf den Ausverkauf vorzubestellen, wurde 2010 wieder aufgehoben.

Historisch gibt es den Bücherausverkauf in Schweden seit den 20er Jahren. Damals nutzten die Verlage die Gelegenheit, ihre Restbestände abzuverkaufen. Nachdem das Interesse am Bücherausvefrkauf in den 70ern stark gesunken war, erfreut er sich seit den 80ern wieder gesteigerter Beliebtheit und die Umsätze nehmen seitdem wieder Jahr für Jahr zu.

23. Februar: Zeit für die schwedischen Leseratten - Dags för årets stora bokrea
„Dags för årets stora bokrea - auch in Malå“




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Neues Ebook: Light & Land von Michael Frye

Neues Ebook: Light & Land von Michael Frye

Light & Land von Michael Frye


Es ist immer eine grosse Freunde, wenn in der Serie Craft & Vision ein neues Ebook erscheint. Denn an der eigenen fotografischen Vision und den Fähigkeiten zur Umsetzung derselben zu arbeiten ist für mich das Wichtigste. Es geht - und das sei auch in der Vorweihnachtszeit deutlich gesagt - nicht um kostspieliges neues technisches “Spielzeug”. Fünf Dollar (was nach heutigem Tageskurs 3,77 Euro entspricht) in ein Ebook zu inbestieren das Dir hilft, Deine fotografischen Fähigkeiten zu erweitern ist allemal besser und wertvoller, als 1.000 Euro in eine neue Linse zu stecken deren Fähigkeiten Du nicht ausnutzen kannst (weil Dir die Basics fehlen).

Ein grosses Danke geht wieder an David DuChemin und sein Craft & Vision Verlagshaus für das uns zur Verfügung gestellte Vorab-Rezensionsexemplar.

Das voraus geschickt ist es mir eine grosse Freude “Light & Land” von Michael Frye heute vorstellen zu dürfen. Michael ist ein begnadeter Landschaftsfotograf, der in der Schule von Ansel Adams steht und diese konsequent weiter entwickelt hat.

In “Light & Land” nimmer er den Leser auf 36 Doppelseiten (= 72 Seiten) an der Hand und führt uns durch seine Überlegungen zum Erschaffen richtig guter Landschaftsaufnahmen.

Von den Grundüberlegungen kommend geht er sehr detailliert auf seinen Workflow ein und gibt Einblick in die wichtigen Schritte der Nachbearbeitung von Landschaftsaufnahmen. Anhand von fünf Aufnahmen zeigt er ausführlich und detailliert („step-by-step“) seinen Workflow und alle Details der Nachbearbeitung auf. 

Die Darstellungen und Erklärungen erfolgen anhand von Lightroom. Die dargestellten und verwendeten Werkzeuge finden sich aber in allen einschlägigen Bildbearbeitungsprogrammen (z. B. Photoshop, Bibble, usw.).

Allen Fotografen, die an ernsthafter Landschaftsfotografie interessiert sind, kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hilft Dir dieses Buch um einiges mehr weiter, als eine neue Linse oder ein neues Kameragehäuse! 

Prädikat: Sehr empfehlenswert!


ZEITLICH BEGRENZTE SONDERAKTION ZUM NEUEN EBOOK

Für die Leser des Lapplandblogs gibt es auch wieder eine Sonderaktion zum Buch:

- Bis zum 19. November, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link Link zu Craft & Vision folgen beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: LAND4

Und wenn Sie gleich mehrere Bücher kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes LAND20 insgesamt 20% Rabatt beim Kauf von 5 oder mehr Ebooks als PDF.

-> Hier geht es zu Craft & Vison. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.

Light & Land von Michael Frye

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Neues Ebook: David DuChemin - The Vision Driven Photographer

Neues Ebook: David DuChemin - The Vision Driven Photographer

David DuChemin - The Vision Driven Photographer

David DuChemin - allseits bekannter Humanitarian- und Travel-Photographer aus Kanada - hat diese Woche sein neuestes Ebook unter dem Titel “The Vision Driven Photographer - Notes on Discovering & Refining Your Vision” vorgestellt.

Ein grosses Danke an David und sein Craft & Vision Verlagshaus für das uns zur Verfügung gestellte Vorab-Rezensionsexemplar.

Davids neuestes Buch greift - quasi zusammenfassend - das Thema Vision nochmals auf. Mit seinem Slogan “Gear is good - Vision is better” hatte David seinerzeit zum Kampf gegen die Technikverliebtheit und hin zum Ausdruck der eigenen fotografischen Vision aufgerufen. Das jetzt vorliegende Ebook rundet seine Philosophie zum Thema Vision ab.

Im ersten Teil des Buches hebt David anschaulich und mit vielen guten Beispielen und Bildern die Wichtigkeit der Bedeutung einer eigenen Vision als Basis für den eigenen Stil hervor. Spannend ist der Weg, den er einschlägt, denn nach der Vision kommt der letzte (und wichtigste) Schritt: Der Ausdruck (“expression”).

Im zweiten Teil zeigt er - verbunden mit einigen sehr guten “creative exercises” - den Weg auf, die eigene Vision zu entdecken und zu verfeinern.

Ein wirklich hilfreiches Buch, das den Fokus auf das Eigentliche in der Fotografie zurückwirft.

In Kurzform: “Sei Du selbst, finde Deine Vision, lerne sie umzusetzen und auszudrücken”.

Prädikat: Sehr empfehlenswert!

ZEITLICH BEGRENZTE SONDERAKTION ZUM NEUEN EBOOK:

Für die Leser des Lapplandblogs gibt es auch wieder eine Sonderaktion zum Buch

- Bis zum 28. November, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: DRIVEN4

Und wenn Sie gleich mehrere Bücher kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes DRIVEN20 insgesamt 20% Rabatt beim Kauf von 5 oder mehr Ebooks als PDF.

-> Hier geht es zu Craft & Vison. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.

 David DuChemin - The Vision Driven Photographer


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Rezension: Close To Home von Stuart Sipahigil

Rezension: Close To Home von Stuart Sipahigil

Vor der eigenen Haustür - Ein fotografisches Wahrnehmungstraining in der Form eines Workshop-in-a-Book. So kann der Inhalt des neuen Ebooks kurz und bündig zusammen gefasst werden.

Close To Home von Stuart Sipahigil

Wieder ist in der Serie Craft & Vision, die von dem bekannten kanadischen Fotografen David DuChemin heraus gegeben wird, ein neues Ebook erschienen.

Craft & Vision hat es sich bekanntlich zum Ziel gesetzt, die Leser bei der Entwicklung ihrer fotografischen Vision, ihrer Kenntnisse und Fertigkeiten zu unterstützen. Und das nicht durch den Kauf neuen fotografischen „Spielzeugs“ in Form von verlockenden Kameras und Objektiven, sondern in der Form von universellem Know-How.

Das neue Buch geht auf eine Frage zurück, die an David DuChemin vor nicht allzu langer Zeit in einem Kommentar auf seinem Blog gerichtet war:

“Dort wo ich lebe, ist alles so gewöhnlich verglichen mit anderen Teilen der Welt. Was kann ich tun, um etwas Eigenständiges, das das sich unterscheidet, zu schaffen?”

Eine sehr gute Frage, die vielleicht auch manchem Leser hier im Blog vertraut vorkommt. Das alte Motto “Das Gras auf der anderen Seite des Zaunes ist immer grüner, als auf meiner Seite” schlägt oft erbarmungslos zu.

Und genau hier setzt das neue Ebook an. Es ist ein Inspirationsbuch. 

Das fängt damit an, dass fast alle der im Buch gezeigten Bilder im Umkreis von 5 Meilen um den Wohnort des Autors im fotografisch vermeintlich so unattraktiven Indiana entstanden sind. 

Sehr positiv fällt auch auf, dass die im Buch enthaltenen Bilder mit allen möglichen Kameras - darunter auch einigen Point-and-Shoots - aufgenommen worden sind. Bekanntlich spielt die verwendete Kameratechnik eine sehr untergeordnete Rolle (auch wenn die “kleine Stimme” im Ohr uns immer wieder etwas anderes glauben machen will).

Um es - ohne alle inhaltlichen Details hier zu schildern - ganz offen zu sagen:  Das Werk wird seinem Anspruch mehr als gerecht und eröffnet auf 38 Seiten neue Sichtweisen auf das für einen selbst eigentlich “Gewöhnliche” und “Gewohnte”.

Kurz: Ein fotografisches Wahrnehmungstraining in der Form eines Workshop-in-a-Book zum Preis eines Cappucinos (5 USD entsprechen nach dem heutigen Wechselkurs gerade einmal 3,62 EUR).

Prädikat: Sehr empfehlenswert!

Für die Leser des Lapplandblogs gibt es wieder eine Sonderaktion zum Buch:

- Bis zum 1. November, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: HOME4

Und wenn Sie gleich mehrere Bücher kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes HOME20 insgesamt 20% Rabatt beim Kauf von 5 oder mehr Ebooks als PDF.

-> Hier geht es zu Craft & Vison. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.

Close To Home von Stuart Sipahigil

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„Journey Through Java“ von Mitchell Kanashkevich in der The Print & The Process Series erschienen

In der The Print & The Process Serie con Craft & Vision ist heute ein neues Ebook erschienen:

„Journey Through Java“ von Mitchell Kanashkevich.

David duChemin, der Verleger von Craft & Vision war wieder so freundlich, uns vor einer Woche vorab ein Rezensionsexemplar zukommen zu lassen.

„Journey Through Java“ von Mitchell Kanashkevich in der The Print & The Process Series erschienen


Das neue Buch setzt die The Print & The Process Serie fort. In diser Serie geht es darum, den fotografischen Entstehungsprozess von der Aufnahme bis zum Print darzustellen. Ein geniales Konzept, das einem Workshop durch den fotografischen Workflow sehr nahe steht. Mit einem grossen Vorteil allerdings: In den Ebooks der The Print & The Process Serie wird jeweils auf den gesamten Workflow eingegangen. Das ist in klassischen Präsenz-Workshops mitunter nicht ganz so einfach.

Der Autor des neuen Werkes, Mitchell Kanashkevich, ist als Travel-Photographer in der Welt unterwegs und hat sich verschwindenden Kulturen und Lebensbedingungen verschrieben. In “Journey through Java” geht es um eine fotografische Reise nach Java, Indonesien.

Das Buch folgt dem bewährten und durchdachten, dreigeteilten Konzept der The Print & The Process Serie.

- Im ersten Teil folgt - nach einer kurzen Einleitung - eine Präsentation traumhaft schöner und sehr inspirierender Fotos. Anhand dieser Aufnahmen gehts dann später in die Details der Entstehung und Weiterverarbeitung. Bei vielen Fotos fragt sich der Leser, wie sie wohl entstanden sein mögen.

- Im zweiten Teil folgt dann ein Abschnitt zu Fragen der Vorbereitung, Recherche, Planung und Fragen zum mitgenommenen und eingesetzten Equipment. Sehr charmant finde ich die Frage der Transportmittel gelöst. Mitchell, der gemeinsam mit seiner Frau gereist ist, hat ein Motorrad gemietet. Das hat ihm auch für seine fotografische Arbeit Vorteile geboten, andererseits eine grosse Beschränkung beim Equipment abverlangt. Sehr spannend.

- Im dritten Teil folgen dann Anmerkungen zu jedem der im ersten Teil gezeigten Aufnahmen. Hier geht Mitchell auf das Making, seine Überlegungen, Gedanken und technische Aspekte ein. Das ist der Clou bei den Büchern aus der The Print & The Process Serie!

Für mich ist auch dieses neue Buch in der Serie sehr gut und hilfreich. Deswegen gibt es von mir auch wieder eine ganz klare Empfehlung für alle Fotografinnen und Fotografen, die sowohl ihre fotografische Vision, wie auch ihre fotografisch-handwerklichen Fähigkeiten erweitern möchten.

Das eBook gibt es - wie bei Craft & Vision üblich - als PDF und als App für das iPad. Ich präferiere ürbigens die PDF-Version.

Für die Leser des Lapplandblogs gibt es auch wieder eine Sonderaktion zum Buch:

- Bis zum 3. Oktober, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: JAVA4

Und wenn Sie gleich mehrere Bücher kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes JAVA20 insgesamt 20% Rabatt beim Kauf von 5 oder mehr Ebooks als PDF.

-> Hier geht es zu Craft & Vison. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.


„Journey Through Java“ von Mitchell Kanashkevich in der The Print & The Process Series erschienen

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Rezension: "Iceland - A monograph" von David duChemin

Rezension: „Iceland - A monograph“ von David duChemin

Ganz aktuell: Heute erscheint das neue eBook von David duChemin in der Craft & Vision Serie. David war so freundlich, mir vor einer Woche vorab ein Rezensionsexemplar zukommen zu lassen. 

Rezension: Iceland - A monograph von David duChemin


Beginnen wir mit dem Autor: David duChemin. Als Fotograf reist David normalerweise als Humanitarian Photographer für viele Hilfsorganisationen durch die südlichen Gefilde der Welt. Er verbindet in seiner Person Werte und Integrität mit traumhafter Fotografie. Sein Thema lautet “Vision” und sein Motto “Craft is good - Vision is better”. Kurz gesagt: Es geht ihm um Fotos, die etwas ausdrücken (im Gegegnsatz zu rein technisch perfekten Fotos ohne jede Aussage). Diese Philosophie durchzieht seine Arbeit als Fotograf ebenso wie seine eBooks. 


Zu Davids neuem eBook: “Iceland - A monograph” handelt vom jüngsten fotografischen Reiseabenteuer Davids. Um seine Vision und seine handwerklichen Fähigkeiten zu erweitern, stellt er sich ein- bis zweimal im Jahr fotografischen Herausforderungen abseits seiner normalen Tätigkeit als Humanitarian Photographer (sog. “self assignment”; Aufträge für sich selbst als Auftraggeber). Etwas, das ich auch vorbehaltlos empfehle.

Im Buch geht es um fotografische Herausforderungen in Island. Und Island ist bekanntlich ein Landstrich, der mit dem hiesigen die polare Nähe (und viele daraus folgende Herausforderungen) teilt. 

Das im angenehmen Querfomat gehaltene Buch ist sehr umfangreich und besteht aus drei Teilen. 

- In einer längeren Einführung
geht David auf Fragen der Tourplanung und allgemeine Fragen zum Equipment auf solchen Touren ein. Keine unwichtigen Fragen, war David doch - fernab von Hotels und den “üblichen Plätzen” - 2 Wochen mit Geländewagen und Zelt “outdoor” in Island unterwegs. 

- Im zweiten Teil folgt eine erlesene Sammlung traumhaft schöner und sehr inspirierender Fotos. Und der geneigte Leser fragt sich hier bei sehr vielen Fotos, wie diese wohl entstanden sein mögen. Die allermeisten Aufnahmen würde ich ohne Zögern als Canvas an die heimischen Wände hängen.

- Der Clou folgt im dritten Teil. Hier geht David zu jedem einzelnen Foto auf seine Herangehensweise, Gedanken, Gefühle und technische Aspekte der Aufnahme ein. Ein “Workshop in a book”. Dabei geht es z.B. um Fragen zur Komposition und zum Bildaufbau. Ein andermal um ganz praktische Probleme, z.B. eine gute Position in einem Lavafeld zu finden und das Stativ stabil aufzustellen. Bei anderen Aufnahmen geht es um handwerklich-technische Fragen der Handhabung von Objektiven und Filtern, usw. Kurz gesagt: Eine Fülle von wertvollen Hintergrundinformationen und Einsichten. 

Ich empfinde das dreigeteilte Konzept als sehr gut und hilfreich. Und besonders die ausführlichen “behind the scnenes” Kommentare und Ausführungen zu jeder Aufnahme sind eine wahre Schatzgrube. 

Meine Bewertung: Von mir eine ganz klare Empfehlung für alle Fotografinnen und Fotografen, die sowohl ihre fotografische Vision, als auch ihre fotografisch-handwerklichen Fähigkeiten erweitern möchten.

Das eBook gibt es als PDF und als App für das iPad. Als haptischer Typ ziehe ich die PDF-Version vor, denn die lässt sich problemlos ausdrucken (obwohl die Fotos im Buch auf dem iPad natürlich besonders sagenhaft wirken).  

Für die Leser des Lapplandblogs gibt es auch wieder eine Sonderaktion zum Buch: 

- Bis zum 12. September, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: ICE4

Und wenn Sie gleich mehrere Bücher kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes ICE20 insgesamt 20% Rabatt beim Kauf von 5 oder mehr Ebooks als PDF.

-> Hier geht es zu Craft & Vison, wo es die Neuerscheinung exklusiv gibt 

Rezension: Iceland - A monograph von David duChemin


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Ich liebe Belegexemplare - "Sveriges 100 Märkligaste Sevärdheter"

Alle Phasen des fotografischen Schaffens haben ihre speziellen Highlights. Selbst nach der Beendigung eines Auftrages: Belegexemplare.

Am Freitag ist wieder ein ganz wunderbares Belegexemplar hier eingegangen:

Das Buch “Sveriges 100 Märkligaste Sevärdheter” von Fredrik Kullberg. Druckfrisch vom ICA Bokförlag.

Auf Deutsch: “Die 100 bemerkenswertesten Sehenswürdigkeiten in Schweden”.

Der Autor beschreibt in dem kleinen Bildband, der als Reiseführer der besonderen Art aufgemacht ist, auf 128 Seiten 100 besonders attraktive Plätze in ganz Schweden. Einige davon liegen auch in Väster- und Norrbotten.

Im vergangenen Jahr waren wir im Rahmen eines grossen Tourismusprojektes im Umkreis von etwa 500 Km unterwegs und haben eine Menge touristischer “Points of interest” (wie es so schön auf Neudeutsch heisst) fotografiert. Darunter auch einige, die im jetzt neu erschienenen Reiseführer der besonderen Art enthalten sind.

Das Projekt hatte unglaublich viel Spass gemacht und daher freuen wir uns über das Belegexemplar der Neuerscheinung ganz besonders. Umso mehr, als wir auch noch - quasi als “Leckerli” - ziemlich zentral auf dem Cover zu sehen sind :)

Das Buch sei allen, die die besonderen Seiten Schwedens kennen lernen wollen, warm ans Herz gelegt.

Mehr Infos zum Buch gibt es hier und hier.

Sveriges 100 Märkligaste Sevärdheter

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Gastbeitrag auf FOTOGRAFR.de - Buchrezension Dr. Endress Wanckel: Foto- und Bildrecht

Für FOTOGRAFR.de, das Magazin für Fotografie, habe ich einen Gastbeitrag verfasst, der nun online abrufbar ist. Eine Buchrezension zum „Foto- und Bildrecht“ von Dr. Endress Wanckel. Ein sehr gutes und sehr nützliches Buch. Mehr dazu in der ausführlichen Rezension.

-> Hier gehts zum Beitrag auf Fotografr.de

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Rezension: “Stockfotografie” von Robert Kneschke

Rezension: “Stockfotografie” von Robert Kneschke

Rezension: “Stockfotografie” von Robert Kneschke<br />
- this shot by petra fuelbert -


Intro

Zu diesem Buch kommt mir ein bedeutungsschwerer Satz in den Sinn:

Know-How ist wie Liebe: Es wächst und nimmt zu, wenn es weiter gegeben und geteilt wird.

Ich lasse die Katze gleich zu Beginn aus dem Sack: “Stockfotografie” von Robert Kneschke ist ein Buch, das mich begeistert. Und das aus einer ganzen Reihe von Gründen.

Und noch etwas möchte ich gleich am Anfang klarstellen: Ich ziehe ich meinen Hut, dass Robert in diesem Buch eine so unglaublich grosse Fülle an wertvollem und verwertbarem Know-How weitergibt. Alle Achtung und ein grosses Kompliment. Denn Robert ist einer der nicht allzu vielen Fotografen in Deutschland, die von reinem Stock ganz gut leben können. Er hätte also eigentlich gar keinen Grund, grosse Teile seines Know-Hows so offen zu teilen.

Die Rezension

Wie immer zuerst zu den “Äusserlichkeiten”: Das Buch kommt im Format etwas über DIN A5 daher (17x24 cm) und hat 416 Seiten. Das Druckbild ist sehr angenehm. Wichtige Hinweise und Anmerkungen sind praktisch und zugänglich in kleine graue Kästchen an den Layoutrand gerückt. Mich stört einzig, dass das Papier etwas zu sehr “glänzt”. Ich habe die Leselampe direkt über meinem Schreibtisch, was das Lesen teilweise erschwert hat. Keine grosses Problem allerdings, denn bei 40 Grad Neigung auf dem Leseständer sind die Reflektionen wieder verschwunden.

In anderen Rezensionen wurde bereits darauf hingewiesen, dass der Hauptteil des Buches in Schwarz/Weiss gehalten ist. Ab Seite 385 findet sich im Anhang B ein farbiger Bildteil. Ich finde diese Lösung sehr gut, denn dadurch werden Druckkosten gespart. Und das schlägt sich unmittelbar im Preis nieder: Mit 24,95 Euro ist das Buch ein echtes Schnäppchen.

Vergleichende Anmerkung dazu am Rande: Vor einigen Monaten hatte ich mir - mehr aus Neugier - ein anderes Buch zum Thema Stockfotografie bestellt, das mich masslos enttäuscht hatte. Dieses bot in knapp über 100 Seiten für 14,95 Euro nur äusserst spärlichen Inhalt (nichts verwertbares) und war schlicht ein Totalausfall. Schade um jeden Baum, der für das Buch gefällt werden musste. Ganz anders indes “der Kneschke”: Geballtes Know-How zum sensationsverdächtigen Preis-/Leistungsverhältnis!

Nun aber zum Inhalt. Autor und Lektor haben eine sehr gute Arbeit abgeliefert. Das Buch zeichnet sich durchgängig durch eine flüssige, gut lesbare und trotzdem der jeweiligen Problemtiefe angemessene Sprache aus. Das Lesen selbst längerer Textpassagen ist angenehm und nicht anstrengend.

Das Buch besteht aus zwei Hauptteilen. Im ersten Teil (Teil A, Seite 13-174, Kapitel 1-14) geht es ums “Fotos machen”. Im zweiten Teil (Teil B, Seite 175-362, Kapitel 15-30) gehts es dann ums “Fotos verkaufen”. Ergänzend kommen 2 Anhänge hinzu. Im bereits erwähnten Anhang B finden sich viele Farbfotografien. Im Anhang A finden sich ein gut gemachtes Glossar, Textmuster und jede Menge aktuelle Weblinks.

Der Verlagswerbung nach richtet sich das Buch “sowohl an Neulinge in dem Bereich der Stockfotografie, die mit ihrem Hobby ein paar Euro nebenbei verdienen wollen, als auch an Hobby-Fotografen, die schon seit Jahren Fotos verkaufen und nun den Sprung in die Profi-Liga schaffen wollen.” Eine grosse Herausforderung, diese unterschiedlichen Niveaus “unter einen Hut zu bringen”. Kann das Werk diesem Anspruch genügen? Meiner Ansicht nach ja, denn die sehr gute und detaillierte Gliederung gibt dem fortgeschrittenen Leser die Möglichkeit, sich zunächst gezielt seinen Wunschthemen zu widmen.

Kleiner Exkurs dazu: Angenommen ein potentieller Buchkäufer versteht sich bereits gut auf die technisch-fotografischen Aspekte und ist primär an der Funktionsweise des Stockfotografie-Marktes und an den Feinheiten der Verkaufsseite interessiert. Dieser Leser würde im ersten Teil des Buches auf 4 Kapitel verzichten können. Würde sich der Rest des Buches dann trotzdem noch lohnen? Absolut, denn immerhin blieben noch 26 Kapitel mit wichtigem Inhalt übrig. Ergo: Wer sich schon auf die Grundlagen der Fotografie versteht und sich speziell mit dem Fotoverkauf über Stock beschäftigen möchte, liegt mit dem Buch auch völlig richtig. Denn gerade in den Stock-spezifischen Kapiteln kann Robert sein Insiderwissen besonders gut ausspielen und an die Leserin und den Leser bringen.

Übrigens: Die bereits “fotokundigen” Leser sollten in jedem Fall der Versuchung widerstehen, lediglich den zweiten Teil des Buches zu lesen. Denn auch im ersten Teil stecken jede Menge spezifische Informationen zur Stockfotografie. Das fängt schon mit der - eigentlich ziemlich grundlegenden Frage - nach den geeigneten Motiven für Stock in den Kapiteln 5 und 6 an.

Zurück zur Gliederung: Gliederungen sind im Regelfall ein genereller Masstab dafür, wieviel sich ein Autor mit der Materie auseinander gesetzt, und diese durchdrungen hat. Und an dieser Stelle kann ich Robert nur ein dickes Lob aussprechen. Es ist ihm gelungen, das Thema umfassend abzudecken und übersichtlich und nachvollziehbar zu gliedern. Die einzelnen Kapitel (und grösstenteils auch Unterabschnitte) sind aus sich selbst heraus verständlich (d.h. sie sind „einzeln“ lesbar).

In diesen Zusammenhang gleich noch ein weiteres dickes Lob: Manche Punkte verraten, wie intensiv Robert in der Materie beheimatet ist. Wichtige Punkte, die allerdings nicht ohne weiteres offensichtlich sind. Als ein Beispiel seien die Ausführungen in Kapitel 20.5 genannt. Dort geht es um die Sensibilisierung für die Frage, was mit den bei Bildagenturen online gestellten Bildern beim Tod des Fotografs geschieht. Robert bietet natürlich keine erschöpfende erbrechtliche Aufarbeitung der Frage. Das ist selbstredend, denn dies ist Sache der Spezialisten und würde vom Umfang her an den Umfang von Roberts Buch heranreichen. Aber er sieht das Problem, greift es auf und gibt einige sehr gute Praxistipps, an was der Fotograf sinnvollerweise zu Lebzeiten denken sollte, um die Situation für seine Erben (bzw. einen Vermächtnisnehmer) handhabbar zu machen.

Das führt uns zu einem weiteren Einwand, der grundsätzlich allen Handbüchern und Kompendien gegenüber gebracht werden kann. Ist der Tiefgang bei allen behandelten Themen - und das sind ja nicht wenige - ausreichend? Die Antwort fällt geteilt aus. Wer ein fototechnisches Grundlagenbuch sucht, liegt hier vermutlich falsch, auch wenn Robert viele grundsätzliche Fragen in diesem Bereich mitbehandelt. Wer einen umfassenden Rechtsratgeber zum Fotorecht sucht, liegt auch falsch. Denn in diesem Buch geht es zunächst um Stockfotografie-spezifisches Know-How und die Verzahnung dessen mit verschiedenen anderen fotografischen und nichtfotografischen Themen. Und gerade diese Verzahnungen, z.B. mit dem Erbrecht, machen das Buch besonders wertvoll (ohne in den Randbereichen ein spezielles Fachbuch oder eine Beratung ersetzen zu können und vermutlich auch zu wollen).

Interessant finde ich übrigens auch, dass Robert seine Weitsicht und die Einsicht in die Dynamik der Materie beweist, indem er sich auch den Themen Stockaudio und Stockvideo annimmt.

Besonders spannend wird es dann natürlich im zweiten Teil des Buches. Hier legt Robert einen ersten Schwerpunkt auf die in der Praxis besonders wichtige und besonders oft vor Probleme stellende Verschlagwortung. Anschaulich und mit vielen Tipps - und wertvollen Links - erklärt und beschreibt er die verschiedenen Möglichkeiten.

Besonders informativ und hilfreich sind auch die Tipps und Hinweise zur Auswahl der passenden Agentur nebst einer aktuellen Übersicht von 17 Agenturen, die derzeit “trendy” sind. Auch das Thema Statistik und Beurteilung derselben kommt nicht zu kurz. Schliesslich gilt es ja, die eigenen Portfolios immer weiter zu optimieren.

Hilfreich schliesslich auch die Hinweise im Kapitel 26 (Versicherungen und Vereine), insbsondere der Hinweis zur Berufsgenossenschaft Druck und Papier. Gerade weil die Pflichtmitgliedschaft in Berufsgenossenschaften für diverse Berufsgruppen ein lang veraltetes Markthindernis ist (das schön längst abgeschafft sein sollte), ist es z. B. besonders wichtig zu wissen, dass deren Damoklesschwert über praktisch allen Stockfotografen schwebt.

Das Kapitel zum Thema Steuern - leider oft ein abschreckendes Thema in vielen Büchern - wird dem Leser praxisnah vermittelt. Ich hätte vielleicht noch den Hinweis ergänzt, dass die Inanspruchnahme externer Hilfe dem Stockfotografen hier die Möglichkeit bietet, sich mehr auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren. Erstaunlich und unerwartet schliesslich ein - allerdings sehr kurzes - Kapitel zu möglichen Berufserkrankungen.

Wiederum sehr hilfreich - und zugleich auch sehr sympathisch - ist das Kapitel 29, in dem Robert nicht nur die Einnahmen verschiedener international bekannter Stockfotografen, sondern auch Teile seiner eigenen Zahlen zusammen getragen hat. Das hilft dem Leser, ein “Gefühl” für das Marktvolumen und die zu erzielende Grösse individueller “Kuchenstücke” zu gewinnen.


Fazit: Robert Kneschke zeigt in diesem umfangreichen, aktuellen und unterhaltsamen Buch auf, was ein gutes, d.h. gut verkäufliches, Stockfoto ausmacht und wie Sie Stockfotos bestmöglich verkaufen können. Er behandelt nicht nur die Kernbereiche der Thematik ausführlich, sondern widmet sich auch vielen verzahnten Themen, die im Zusammenhang mit der Stockfotografie stehen.

Von mir gibt es für das Buch eine klare Bestnote mit Empfehlung!

Hier gibt es Leseproben auf der Homepage des Verlages, auf der das Buch auch direkt bestellt werden kann.

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Rezension - Dr. Martina Mettner: "Wie man ein grossartiger Fotograf wird - Wegweiser in eine Fotopraxis mit Zukunft"

Rezension - Dr. Martina Mettner: „Wie man ein grossartiger Fotograf wird - Wegweiser in eine Fotopraxis mit Zukunft“
von Petra Fuelbert (Knipserfrau und auch sonst kreativ) und Henning Wüst (Knipser)

Prolog von Petra Fuelbert

“Oh, ein Päckchen! Ist das für mich?”

Er kam die Tür hinein. In seinen Arm schmiegte sich ein Päckchen. Die Hunde begrüssten ihn und er hatte seine Mühe bis an den Tisch zu gelangen. Sicherlich dachten auch sie, er hätte ihnen etwas mitgebracht.

“Kannst du öffnen, ist ein Buch drin. Für eine Rezension.”

Das “aha” dachte ich mir. Wieder keine Post für mich. Neben Papiergekruschel erzählte er mir von seinem Tag und hielt etwas Rötliches in der Hand und blätterte ein kleines Buch durch, dessen Seiten im Eiltempo Schatten an die Wand warfen. 

Da lag es nun. Auf seinem Arbeitstisch. Unter einem Briefkuvert.
Ein Tag. Zwei, drei Tage. Still lag es da und lugte rötlich in den Raum hervor.
Ich schielte tagsüber oft zu dem wartenden Büchlein hin. Nichts deutete auf den Inhalt hin. 
Meist verrät der Umschlag dir, was die innen beschriebenen Blätter beherbergen. Hier? Nichts. 
Da lag es nun. Das geheimnisvolle Rötliche. 

Mein Inneres überschlug sich beinahe und am vierten Abend platzte ich: “Um was handelt es sich denn?”
”Was?”
”Naja, dein neues Buch. Das da. Um was geht es da im Buch?”
”Um Fotografie.”

Um Fotografie. Klar. Nicht um Reisen, nicht ums Auswandern, keine Kochrezepte, nein. Natürlich, es geht ums Knipsen. Dieses Mal in rötlich. Unverständnis machte sich in mir breit. Ein Buch über Fotografie hat doch immer Bilder auf dem Umschlag oder wenigstens einen Apparat, da der Käufer von Beginn an mit dem Inhalt konfrontiert werden muss. Kaufanreize auslösen, las ich da mal irgendwo. Hatte etwas mit Kaufpsychologie zu tun.

Ich räumte den Tisch ab und meine Zeigefingerspitze berührte den rötlichen Umschlag. Ich stutzte und mein Hirn stolperte: “Fotografie?” Ein güldener Schriftzug bestätigte die Aussage. ”Wie man ein grossartiger Fotograf wird” stand da zu lesen. Tatsache. Es scheint sich um Fotografie zu handeln.

Ausgelöst durch die erste Berührung mit dem Umschlag umfasste meine Hand das Büchlein fast ehrfürchtig und hielt es in die Höhe. Geschmeidiger Umschlag, dezent, fast zärtlich legte
sich das Rötliche in meine Hand. 

Normal fasse ich nur selten Bücher an, doch ich ertappte mich dabei, wie ich es still durchgeblättert und mir die Bilder angeschaut habe. Kleine Textabschnitte und gut leserlicher Schrifttype. Die Überschriften klar gestaltet. 

“Das ist der Knüller! Absolut perfektes Geschenk für jemanden. Egal ob jung oder alt. Unauffällig, absolut ästhetisch.”
“Findest du?”
“Ja!”


- Behind the scenes - Bei der Lektüre zur Rezension -
- This shot by
Petra Fuelbert -


Epilog von Henning Wüst

Da liegt es vor mir. Bereits dreifach gelesen. Es fühlt sich gut an. “Das Buch ist ein dreidimensionaler Gegenstand” kommt mir in den Sinn. Ein Zitat, auf das ich vor etlichen Jahren in einer Ausgabe der Typographischen Monatsblätter erstmals gestossen bin. Und diesem Buch merkt man an, dass jemand am Werk war, der um dieses Zitat wusste. Bereits das reine Buch spricht alle Sinne an. Es fühlt sich gut an mit dem textilbelegten, flexiblen Einband und den kräftigen, hochwertigen Seiten. Rein optisch im echten Hasselblad-Feeling, denn das Werk ist beinahe quadratisch. Macht Lust und Laune.

Ich lasse mir den Titel  “Wie man ein grossartiger Fotograf wird - Wegweiser in eine Fotopraxis mit Zukunft” nochmals auf der Zunge zergehen bevor mich dann die Neugier in das Buch hinein treibt.

Das Vorwort verstärkt den Appetit auf den Inhalt noch weiter. Es macht aber zugleich auch deutlich, dass das Buch herausfordernd und wegweisend sein will. Es geht nicht um das “wie soll ich dies und jenes fotografieren”, sondern um den Weg zur “fotografischen Selbstverwirklichung” im wahrsten Sinne des Wortes. Und das setzt voraus, auch hier ist die Autorin sehr deutlich, dass es da ganz individuell überhaupt etwas zu verwirklichen gibt.

Vom Vorwort verwöhnt geht es nun zur Sache. Und da gefällt mir der Einstieg ins das erste Kapitel auf Anhieb nicht ganz so gut. Plötzlich tauchen da etliche Fachbegriffe auf, die den unbedarften Leser vielleicht abschrecken. Ich bin mir nicht sicher, ob der Anfang des ersten Kapitels gleichsam einen “Filter” darstellen soll. Vielleicht soll auch nur die leider allgegenwärtige Technikorientierung pointiert werden. Beides wäre indes ein lobenswert guter Ansatz. Im zweiten Kapitel verdeutlicht die Autorin dies auch sogleich nochmals: Wer sich für Technik begeistert und auch gerne in diese verliebt ist, möge Kameratechniker - also Handwerker - werden, aber nicht Fotograf - also Künstler.

Über den Mythos der Kommerzialisierung und den Einfluss der Neuen Medien gelangt die Autorin dann zu einer unerwarteten Grenzziehung. Die Zeit der uns bekannten und vertrauten Fotografie des 20. Jahrhunderts ist vorüber. Ein neuer Gesamtansatz ist gefragt. Sie verdeutlicht das plausibel. Einfach gesagt: Es ist eigentlich bereits (beinahe) alles fotografiert. Das schönste Einzelmotiv wird heutzutage kaum mehr weltbewegende Begeisterungsstürme hervorrufen. Zudem ist der klassische Fotojournalismus verbraucht und die Zeiten der echten Street-Photography sind bereits aus rein rechtlichen Gründen passé, usw. 

Überhaupt und generell findet die Autorin oft recht deutliche Worte um Misstände, sie sich aus ihrer Sicht eingeschlichen haben, beim Namen zu nennen. Gut möglich, dass die Leser das Buch gelegentlich getroffen aus der Hand legen. Aber so ist das nun einmal mit herausfordernden Werken. Und das ist gut so. Gibt es doch auch willkommene Gelegenheit und Zeit zur Eigenreflektion.  

Dr. Mettner beleuchtet ihren wegweisenden Gesamtansatz im Folgenden vertiefend in verschiedenen Exkursen, die - parallel laufend - zur fotografischen Projektorientierung hin weisen. Das Zauberwort der Zukunft wird nach Ansicht der Autorin “Fotoprojekt” heissen. Weg vom Einzelbild - so pittoresk das Motiv auch sein mag - hin zum Zusammenhang, der etwas aussagt und damit das eigentlich Fotografische entfaltet. In Neudeutsch geht das in die Richtung des “Storytelling” mit Bildern. Dazu ermutigt die Autorin im zweiten Teil des Buches mit verschiedenen eigenen Beispielsprojekten, die sie ausführlich vorstellt. 

Der Ansatz ist gut, wenn nicht gar bestechend. Note bene am Rande: Auch die “Ausstellungstauglichkeit” fotografischer Werke ist heutzutage praktisch nur noch über den Projektansatz realisierbar. Der schöne Nebeneffekt liegt darin, dass sich hier die natürlich Neugier, die Interessen und Neigungen des Künstlers, sprich Fotografen, mit seiner Fotografie verbinden lassen. So können Gesamtkunstwerke “aus einem Guss” entstehen, die etwas aussagen und den Betrachter ansprechen können. Ein solches Projekt kann einen kleineren zeitlichen und inhaltlichen Rahmen abdecken oder auch einen mehrmonatigen oder gar mehrjährigen Zeitraum mit einem korrespondierend umfassenderen Thema umfassen.

Mir gefallen der Ansatz und der Weg, den Frau Dr. Mettner aufzeigt. Ich habe mich ab dem zweiten Kapitel wie der “Fisch im Wasser” in der Materie gefühlt. Wahrscheinlich liegt das darin, dass ich selbst meistens in den Kategorien von projektorientierten Reportagen denke und arbeite.

Allen fotografisch interessierten Menschen, die weg von den technischen Aspekten und hin zum “Spirit” in der Fotografie vordringen wollen, kann ich das Buch als “must read” nur wärmstens empfehlen und ans Herz legen.  

-> Mehr Infos zum Buch und Bestellmöglichkeit hier auf der Homepage der Autorin


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TIPP - Neuerscheinung: Alltag in Schweden - Auswandern, Leben und Arbeiten

-> UPDATE JUNI 2010: MITTLERWEILE LIEGT DIE ZWEITE AUFLAGE VOR. MEHR DAZU HIER.

Vor ein paar Tagen ist mir eine sehr interessante Neuerscheinung auf den Schreibtisch geflattert: Das neue Buch „Alltag in Schweden - Auswandern, Leben und Arbeiten“ von Delia Kübeck, erschienen im Conbook-Verlag.

Das Werk verspricht, ein praktischer Ratgeber für alle Neuankömmlinge zu sein. Und das ausführliche Inhaltsverzeichnis macht wirklich Laune. In 33 Kapiteln findet sich so ziemlich alles, wonach üblicherweise gefragt wird.

Mir scheint das Werk nicht erst für die Neuankömmlinge, sondern generell für alle ernsthaft am Thema Auswanderung Interessierten ein echter Geheimtipp zu sein.

Wer gleich noch mehr wissen will findet auf der Homepage des Conbook Verlages hier mehrere Leseproben als PDFs.

Das Buch wandert jetzt auf meinen Nachttisch und ich freue mich sehr auf die Lektüre. Eine umfassende Rezension folgt nach der detaillierteren Lektüre :)

Am einfachsten können Sie das Buch direkt hier bei Amazon bestellen:



(Affiliate link - Sie zahlen keinen Cent mehr und unterstützen damit trotzdem unsere Website)






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Rezension: Hiltrud Baier - Schwedenträume - Neubeginn im hohen Norden



Kürzlich habe ich berichtet, dass mit ein Rezensionsexemplar des neuen Werkes von Hiltrud Baier auf den Schreibtisch geflattert ist.

„Schwedenträume - Neubeginn im hohen Norden“ heisst das neue Werk, das gerade im Books on Demand Verlag erschienen ist.

Es ist ein Buch über die Liebe und über das Auswandern. Wobei ich mich frage, ob es in Europa nicht vielleicht in Zukunft nur noch “umziehen” statt “auswandern” heissen müsste. Aber das ist eine andere Frage.

Hiltrud nimmt uns mit auf Ihre ganz persönliche Reise und die beginnt mit der Liebe. Noch in Deutschland lernt Sie Tom, Ihren neuen Partner kennen, der Ihr nach kurzer Zeit eröffnet, dass er demnächst nach Schweden auswandern wird. Zunächst ist Sie wie erschlagen, doch die Liebe siegt. Zunächst die Liebe zum Tom, dann die Liebe zu Schweden.

So nimmt uns Hiltrud in Ihrem Buch mit auf Ihre oft nicht ganz problemlose Reise. Das Buch ist dabei sehr ansprechend nach Monaten gegliedert (ein Jahr von April bis März).

Mit gefällt die Beschreibung Ihres “Loslösungsprozesses” sehr gut. Wer das persönlich auch schon erlebt hat wird wissen, was ich damit meine.

Faszinierend ist, wie Hiltrud in Ihre ganz persönliche Geschichte jede Menge wertvoller Informationen über Schweden, die hiesige Mentalität, das Alltagsleben mit den Alltagssorgen und auch spezielle Themen, wie z. B. Behördenkontakte, integriert.

Das macht das Werk zur hochaktuellen Informationsquelle für alle, die sich auch mit dem Gedanken ans „Umziehen“ nach Schweden befassen. Ein Beispiel: Hiltrud schildert sehr schön - und nach eigenen Erfahrungen absolut zutreffend - wie man sich in Schweden richtig bewirbt.

Auch die von Ihr geschilderten Probleme mit dem Erlernen der Sprache sind plastisch und hilfreich aufbereitet. Sie schildert Ihren Alltag ganz ehrlich und authentisch.

Mein einziges Minus ist typographischer Natur: Der Satzspiegel mit sehr sparsamen Trennungen und einem für mein Auge sehr unruhigen “Flatterrand” ist unschön. Aber das lässt sich in der nächsten Auflage bestimmt noch perfektionieren.

Fazit: Die Autorin nimmt uns mit auf eine spannende, lehrreiche und unterhaltsame Reise. Ein gut und angenehm lesbares Werk, das ich allen über Auswanderung nach Schweden nachdenkenden Menschen sehr empfehlen möchte. Ein echter Lesetipp!

Und dem Schluss des Buches nach zu schliessen, wird es bald auch noch einen Band 2 mit weiteren Einsichten und Informationen geben.

Mehr zum Werk und zur Autorin finden Sie auf dieser Website.

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Schwedenträume - Neubeginn im hohen Norden

Gerade flattert mir das neueste Buch von Hiltrud Baier „Schwedenträume - Neubeginn im hohen Norden“ als Rezensionsexemplar auf den Schreibtisch. Hiltrud berichtet übers Auswandern und die unglaubliche Schönheit Lapplands - da kann ich nur zustimmen.

Weitere Infos gibt es auf Hiltruds Homepage www.norrbooks.com. Das Buch ist bereits als Abendlektüre für die nächste Woche gebucht und eine ausführliche Rezension folgt.

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Britta Stenberg: Kristus i berget

Nun gut, die Bezeichnung Winterliteratur passt nicht. Aber das Buch ist so gut, dass ich es auch im Sommer unbedingt empfehle. Aber zur Sache:

Britta Stenberg, eine in Malå lebende schwedische Schriftstellerin, hat gerade ihr neuestes Buch vorgestellt.
"Kristus i berget" ("Kristus im Berg") greift die tatsächlichen Geschehnisse des Wallfahrtsortes Kristineberg auf, und entwickelt von ihnen ausgehend eine spannende Geschichte.

Die Autorin hat - ausgehend von den geschichtlichen Fakten - eine fiktive Erzählung aufgebaut. Faszinierend finde ich insbesondere die vielen guten Gedanken und Fragen rund um das Geschehen in Kristineberg, die den Leser zum eigenen Nachdenken und Meditieren einladen.

Bislang gibt es das Werk nur in schwedischer Sprache. Trotzdem ein unbedingter Lesetipp!

Britta Stenberg
Die Verfasserin, Britta Stenberg.
Kristus i berget Britta Stenberg
Ein Blick auf das Cover des neuen Werkes.

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Literaturtipp 1: "Der Alchimist" von Paulo Coelho

Besucher unserer Webcam wissen, dass es hier mittlerweile sehr früh (so gg. 15 Uhr 30) finster wird. Was tun mit den langen Abenden und Nächten? Das hat mich auf den Gedanken gebracht, hier immer wieder einmal Bücher vorzustellen und zu empfehlen, die mich persönlich fasziniert und ein Stück auf meinem Weg weiter gebracht haben.
Heute also der Anfang. Ein echter Geheimtipp ist "Der Alchimist" von Paulo Coelho. Obwohl bereits 1988 erstmalig erschienen, ist das Werk im deutschsprachigen Raum (leider!) ziemlich unbekannt. Damit meine Inhaltsangabe nicht parteiisch wird,
zitiere ich diese gekürzt und leicht abgewandelt aus der Wikipedia:
"Der junge Andalusier Santiago möchte reisen. Um seinen Traum zu verwirklichen, widersetzt er sich dem Wunsch seines Vaters, Priester zu werden. Er wird Schafhirte. Als Santiago mehrfach von einem Schatz bei den Pyramiden träumt, beschließt er, seine Herde zu verkaufen und sich auf den Weg nach Ägypten zu machen. Auf seiner Reise geht es auf und ab: Er lernt einen König, einen Kristallwarenhändler und einen jungen Engländer kennen, der davon träumt, Blei in Gold zu verwandeln. Er wird seiner ganzen Habe beraubt, es übermannen ihn Triumphgefühle und tiefe Zweifel, bis er, von verschiedenen Zeichen geleitet, in einer Oase seiner großen Liebe und einem weisen Alchimisten begegnet, der ihn das letzte Stück zu seinem Schatz führt. Als er schließlich die Pyramiden erreicht, schliesst sich der Kreis seines Lebens."
Ein Buch, das mir kürzlich ein besonders lieber Freund geschenkt hat (Danke Y!) und das mich geradezu "umgehauen" hat. Und ich verspreche Dir, lieber Leser: Du kommst auch drin vor!
 Unbedingt lesen!

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