Lappland - Das liebe Wetter - Der liebe Winter

Heute wieder einmal - wegen der vielen Fragen, die uns dazu erreicht haben - ein Update zum Wetter. Wie sieht es aus dem Winteranfang in Lappland 2016?

Kurz gesagt: Es schneit und schneit. Im Langzeitvergleich ist der Winteranfang untypisch, denn es gibt viel zu viel Niederschlag (sprich: Schnee). Bislang gab es erst eine kurze richtige Kälteperiode (einige Tage bei minus 10 bis 20 Grad C). Ansonsten dümpeln die Temperaturen um den Gefrierpunkt herum, was die perfekte Voraussetzung für Schneefall von der übelsten Sorte ist: Richtig nasser und schwerer Schnee.

Das "Snöskottning" (schwedisch für Schneeräumen) wird dadurch zur echten Knochenarbeit. Die grossen Flächen lassen sich zwar mit der Schneefräse (Gott sei Dank für diese Erfindung!) räumen, der schwere Schnee macht aber auch das zur Schwerstarbeit. Und die kleinen Wege, die Ecken und die Kanten werden ohnehin - wie immer - von Hand geräumt.

Um es mit den Worten von Frau Lapplandbog zu sagen: Andere gehen ins Bodybuilding - wir räumen Schnee :)

Die Langzeit-Wetterprognosen (z. B. von The Weather Company) verheissen derzeit auch nichts Gutes. Dezember und Februar sollen kälter und schneereicher werden, als es dem statistischen Durchschnitt entspricht. Lediglich der Januar soll etwas wärmer als normal werden.

In Zentimetern gemessen liegen derzeit (Stand: 26.11.2016) im Inland von Västerbotten ca. 35-40 cm Schnee. Das ist ungefähr das Doppelte des Langzeit-Durschnitts.

Die ungewöhnlich starken Schneefälle haben bereits mehrfach zu erheblichen Infrastrukturproblemen (Verkehrschaos und Stromausfälle) geführt. Wir werden sehen, wie es weitergeht.

Tipp: Alle Norrlandurlauber seien ermahnt, gute Nerven und viel Zeit mitzubringen und auf Unvorhergesehenes vorbereitet zu sein.

Ich verweise auf unsere fünfteilige Beitragsserie zu den "Wintervorbereitungen in Lappland", die hier zu finden ist.


wetter_nov_2016_lappland
Lappland - Schön anzusehen, aber beschwerlich: Grosse Mengen Schnee

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1. März bis 15. Mai - Lappland in Bildern

Die fotografische Rückschau "Lappland in Bildern" umfasst heute den Zeitraum vom 1. März bis 15. Mai.

-> Zur Bilderstrecke „Vom 1. März bis 15. Mai in Lappland in Bildern“

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Der Februar 2016 in Lappland in Bildern

Die fotografische Rückschau auf den Monat Februar 2016 in Bildern.

-> Zur Bilderstrecke „Der Februar 2016 in Lappland in Bildern“

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Im Wandel der Zeit: Kundgebungen zum 1. Mai in Nordschweden

Disclaimer: Eigentlich sind Berichte über Politik hier im Blog ein Tabuthema. Ausnahmsweise breche ich heute aus aktuellem Anlass aber bewusst mit diesem Grundsatz.

Als ich im vergangenen Jahr für eine schwedische Tageszeitung unterwegs war, um die örtlichen Feiern zum 1. Mai zu fotografieren, ahnte ich nicht, dass dieses Bildmaterial einmal historisch werden würde. Die Zeitung hatte auf mehreren Doppelseiten eine Zusammenstellung aller Kundgebungen in fast ganz Västerbotten gedruckt, darunter auch mein Bericht und meine Bilder aus Malå.

Heute wirkt das wie aus einer längst vergangenen Zeit. Die schwedische "Arbeiterbewegung" scheint in den letzten Atemzügen zu liegen. Im Inland von Västerbotten wurden die Kundgebungen dieses Jahr im vorhinein eingestellt mangels Beteiligung, so z. B. in Malå, Dorotea und Åsele (Quelle 1, Quelle 2).

Warum die Menschen nicht mehr auf die Strasse gehen wollen, bleibt unklar. Vielleicht fühlen sich alle hinreichend wohl. Vielleicht ist es auch einfach nur die Bequemlichkeit. Um die schwedische Sozialdemokratie - die derzeit immerhin den Statsminister stellt - scheint es derzeit jedenfalls nicht gut bestellt. Die sozialdemokratischen Vorzeigepolitiker waren natürlich bei den Kundgebungen in den grösseren Städten vertreten. Im Inland zeichnet sich aber ein unguter Trend ab. So wurden in der Nacht zum 1. Mai z. B. in Norsjö neun Fahrzeuge durch Vandalismus beschädigt. In diesem Ausmass ist das hier in der Umgebung ein bislang unbekanntes Phänomen.

Es ist schwer in Worte zu fassen und ich enthalte mich bewusst jeglichen Kommentares, aber in Nordschweden liegt eine Veränderung der politischen Landschaft in der Luft. Wie das aussehen wird und - wichtiger - wohin das führen wird, wird sich zeigen.

Hier jedenfalls - aus den Tiefen des Archives und wie aus einer längst vergangenen Zeit - einige Bilder (Outtakes) aus der Reportage vom 1. Mai 2014 in Malå.

Symbolisch schon vor dem Beginn der Kundgebung:<br />Eine Böe wirft die roten Fahnen um...
Symbolisch schon vor dem Beginn der Kundgebung:
Eine Böe wirft die roten Fahnen um...


Starrednerin in Malå war 2014 Veronica Lindholm -<br />heute sitzt sie als Abgeordnete im Reichstag
Starrednerin in Malå war 2014 Veronica Lindholm -
heute sitzt sie als Abgeordnete im Reichstag



Aber weder Veronica noch Würstchen „für umme“ halfen...
Aber weder Veronica noch Würstchen „für umme“ halfen...


Die Schar der Versammelten war 2014 recht überschaubar...
...Die Schar der Versammelten war 2014 recht überschaubar...

Die Wurzel allen Übels?
Ungefähr zur gleichen Zeit entstanden: Die Wurzel allen Übels?

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Konsumtempel in Umeå

Konsumtempel


In Umeå wurde kürzlich ein neuer Konsumtempel, der auf den Namen "Utopia" hört, eröffnet.
Der beinahe sakrale Charakter wird durch die Sicherheitsverklebung der neu angelieferten Türen tiefsinnig pointiert - „Happy Shopping“...

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Sameviste Koppsele - ein Blick in die samische Kulturhistorie

Etwa 15 Kilometer hinter Malå steht an der Strasse in Richtung Sorsele ein unscheinbares Hinweisschild mit der Aufschrift „Koppsele“. Ein kleiner Weg führt etwa einen Kilometer in den Wald hinein. Am Ende des Weges befindet sich eine Wendeplatte. Von dort aus führt ein mit roten Markierungen versehener Pfad durch ein etwa 45 Hektar grosses Naturreservat zum Ziel. Etwa zwei Kilometer darf der Besucher durch die reizvolle, bewaldete Landschaft wandern, bis schliesslich die alte Sameviste erreicht ist.

Eine Sameviste (manchmal auch nur als Viste bezeichnet) ist eine vorübergehende Siedlung, die von der nativen Bevölkerung Lapplands, den Samen (sie werden oft auch Sami genannt) in früheren Zeiten genutzt wurde. Die Samen folgten ihren in Abhängigkeit von den Jahreszeiten wandernden Rentierherden. An bestimmten Plätzen verweilten die Herden über einen längeren Zeitraum. An diesen Weideplätzen wurden Visten gebaut. Etwas vereinfacht könnte man eine Sameviste als „Sommerdorf eines samischen Familienverbandes“ bezeichnen.

Die Sameviste Koppsele stammt im Ursprung aus dem 17. Jahrhundert. Durch regelmässige Umbauten und Erneuerungen ist die heute sichtbare Bausubstanz der dortigen Hütten etwas jünger. Die älteste sichtbare Datierung in Form einer alten Inschrift verweist auf das Jahr 1819.

Der Name Koppsele soll auf das schwedische Wort für Tasse „Kopp“ zurückgehen, denn die Siedlung liegt in einer tassenähnlichen Vertiefung.

Ein geschichtsträchtiger Platz also, der manche Schätze birgt. Die Sameförening in Malå hat deswegen in Zusammenarbeit mit der Malå Kommun und dem Landesmuseum von Västerbotten ein umfangreiches Projekt zur archäologischen Untersuchung des gesamten Areales und zum Wiederaufbau beschädigter und zerstörter Gebäude initiiert. Im Sommer wurde eine erste Ausgrabungsetappe durchgeführt, die zahlreiche Fundstücke zu Tage geführt hatte. Mit Hilfe der Ausgrabungsergebnisse lässt sich der Alltag in die zurückliegenden Jahrhunderte rekonstruieren.

Im Zuge des Projektes wurde auch der Pfad zur Viste neu markiert und eine Holzbrücke erneuert. Neue Informationstafeln informieren die Besucher über wissenswerte Fakten und Details.

Nur noch wenige Gebäude, darunter eine klassische Wohnkåta, sind erhalten. Bei diesem Projektes wurde in Koppsele nun eine weitere Härbre im alten Stil errichtet. Eine Härbre ist ein traditioneller frei stehender Speicher (eine kleines Lagerhaus für Feldfrüchte). Charakteristisch für eine Härbre ist der besondere Unterbau: Die Härbre steht erhöht auf Pfeilern, die auf grossen Steinen ruhen. Sinn der Konstruktion ist die bestmöglichste Lüftung, damit der eingelagerte Inhalt trocken und schimmelfrei bleibt. Die neue Härbre in Koppsele war in Malå in traditioneller Weise und Ausführung gebaut worden und wurde dann in Einzelteilen nach Koppsele transportiert, um dann am Samstag (12. Oktober) in einem Zug aufgebaut und eingeweiht zu werden.

Einige freiwillige Helfer und Besucher waren gekommen um mit anzupacken und bei dem historischen Ereignis mit dabei zu sein. Jörgen Stenberg, Vorsitzender der Sameförening in Malå erläuterte die Geschichte und die Bedeutung des Platzes. Eine Nachkommin der letzten bekannten Familie, die in Koppsele regelmässig gewohnt hatte, durfte feierlich als Erste den Neubau erklimmen. Ein Repräsentant der Kommune betonte die Wichtigkeit des Projektes und der noch sehr junge Baumeister durfte Glückwünsche für sein erstes Meisterwerk entgegen nehmen.

Wir waren mit dabei und haben den Tag für unsere Leserinnen und Leser in Film und Bild dokumentiert.

-> Hier geht’s zur Galerie „Sameviste Koppsele“

-> Und hier der Film aus Koppsele


 

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Holzwirtschaft am Polarkreis, Teil 2: Zu Besuch bei Setra

Kürzlich hatten wir über die grossflächige und langfristige Waldbewirtschaftung in Lappland berichtet.

Sind die unglaublich grossen Holzmassen einmal geerntet, wird ein grosser Teil zur industriellen Weiterverarbeitung in - meist ortsnahe - Sägewerke verfrachtet.

Vergangenen Samstag hatte das in Malå ortsansässige Sägewerk von Setra Tag der offenen Tür. Eine interessante Gelegenheit, einmal einen Blick hinter die Kulissen dort zu werfen. Normalerweise bietet sich Besuchern und vorbeifahrenden Touristen nur der Anblick von aussen, der allerdings auch schon das faszinierend grosse Holzlager preisgibt. Richtig spannend wird es aber erst hinter den Werkstoren (die dem Besucher aus Sicherheitsgründen normalerweise verschlossen sind).

Das Holz aus Norrland ist wegen seiner dichten Struktur und Festigkeit übrigens weltweit sehr nachgefragt. Die am Tag er offenen Tür produzierten Chargen wurden z. B. für Abnehmer in Japan verarbeitet.

Im Werk in Malå sind etwa 80 Angestellt damit beschäftigt ein jährliches Holzvolumen von ca. 163.000 Kubikmetern Holz zu verbeiten. Eine gewaltige Menge. Dahinter stecken eine sehr gute und effektive Organisation, und ein beeindruckender Maschinenpark. Verglichen mit den alten ländlichen Sägewerken, die mit Wasserkraft betrieben wurden, und meist nur über ein einziges, grosses Kreissägeblatt verfügten, mutet der moderne Sägewerkbetrieb teilweise geradezu futuristisch an.

Der Tag der offenen Tür war übrigens ein grosser Erfolg. Viele Besucher verschafften sich einen Einblick in die Abläufe des Werkes. Ein grosses Dankeschön an Setra und alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vor Ort für die freundliche Aufnahme der Besucher und die Unterstützung bei unserer Reportage.

Zur Bildstrecke: Industrielle Holzverarbeitung bei Setra in Malå


Holzwirtschaft am Polarkreis, Teil 2: Zu Besuch bei Setra
Blick hinter die Kulissen: Eines der Kontroll- und Steuerzentren im Sägewerk

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Die längste Schneemobilkarawane der Welt - Weltrekordversuch in Malå / Lappland

Weltrekorde sind eine feine Sache. Aber es gibt schon ziemlich viele. In Malå - einem "Mekka" für Schneemobile, Schneemobilfahrer und Schneemobilliebhaber in Lappland haben sich das Orga-Team des Winterfestivals und der Schneemobilclub am vergangenen Wochenende der Aufgabe gestellt, einen neuen Weltrekord aufzustellen: Die längste Schneemobilkarawane der Welt. Kein einfaches Unterfangen. Die Messlatte ist vermutlich - das ist noch nicht abschliessend geklärt - ein Weltrekord aus dem Jahre 2004. Am 21.02.2004 hatten sich in Roseau, Minnesota, USA insgesamt 820 Schneemobile zu einer "Parade" versammelt.
 
Im Inland von Västerbotten sind die Voraussetzungen diesen Rekord zu knacken eigentlich nicht schlecht. Hat Västerbotten doch die höchste Schneemobildichte pro Einwohner in ganz Schweden. Nach den Daten des schwedischen statistischen Zentralbüros kommen z. B. in Malå auf 100 Einwohner 26 Schneemobile. Den schwedenweiten Rekord hält übrigens das benachbarte Storuman mit 50 Schneemobilen pro 100 Einwohner.
 
Zurück zu Malå. Bei 3.160 Einwohnern in der Verwaltungskommune sollten eigentlich 821 Schneemobile vohanden sein. Mit einigen Schneemobilen aus den benachbarten Kommunen standen die Chancen nicht schlecht einen neuen Rekord aufzustellen. Zumal die Definition der "Karawane" im Zusammenhang mit dem bereits bei Guiness verzeichneten Rekord unklar zu sein scheint.
 
So wurde also ein grosser Aufruf über lokale Medien verbreitet und alle Skoterfahrer aus der Gegend wurden zur Teilnahme am Rekordversuch eingeladen. Ein grosses Spektakel, das auch jede Menge Schaulustige angelockt hat und zugleich eine schöne Schau von Oldtimern und High-Tech-Fahrzeugen. Die Route ging vom Startplatz an der Eishalle über den Skihang auf den Gipfel des Tjamstanberges und dann wieder den Hang hinunter. Am Fussende des Hanges hat sich die Schneemobilmeute dann im Pulk versammelt. Der Start war um 16 Uhr, verzögerte sich aber wegen vieler Nachkömmlinge etwas. Schliesslich mussten alle Teilnehmer und alle teilnehmenden Schneemobile ordnungsgemäss registriert werden.
 
Die schlussendliche Zahl lag bei 254 Schneemobilen. Ob das einen Weltrekord ergibt, wird sich noch zeigen müssen. Bei Guiness eingereicht sind die Daten jedenfalls und ein interessantes Spektakel war das Ereignis allemal.
 
Wir waren vor Ort und haben für Sie eine Galerie und einen Film erstellt. Viel Spass!
 
-> Zur Fotostrecke: Die längste Schneemobilkarawane der Welt - Weltrekordversuch in Malå
 
-> Till bildspelet: Världsrekordförsök i Malå - Världens längsta skoterkaravan



 



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Entkirchlichung in Schweden - Ein Zustandsbericht am Beispiel Kristineberg

Ein verhangener, grauer Wintertag. Irgendwie angemessen und passend zum heutigen "Highligt" des Tages. Es geht um den Abriss einer Kirche.
 
Kristineberg ist der Ort des Geschehens. Bloglesern dürfte der Name bekannt vorkommen. Beheimatet Kristineberg doch einen der touristischen Magneten in unserer Gegend: Die in einem Bergwerk in fast einhundert Metern Tiefe gelegene unterirdische Kirche.
 
Die "Untergrundkirche" geht auf eine Begebenheit zurück, die sich im Jahre 1946 ereignet hat. Nach einer Sprengung zeigte sich damals in einer Tiefe von 107 Metern eine über 2 Meter hohe Christusgestalt an einer der Grubenwände. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Kunde von dem Ereignis und Menschenmassen wagten den seinerzeit sehr beschwerlichen Abstieg, um das Bildnis sehen zu können. Unweit der damaligen Fundstelle wurde 1990 eine unterirdische ökumenische Kapelle in einem ehemaligen Werkstattraum des Bergwerkes eingerichtet. Die Kapelle kann noch heute besucht werden.
 
Doch damit nicht genug. Interessanterweise gibt es zu diesem Ereignis eine überlieferte lokale Prophezeiung in der es heisst, dass sich Christus in Kristineberg mehrere Male zeigen werde.
 
Das geschah u.a. 1968. In diesem Jahr wurde beim Umbau eines Geschäftslokales in Kristineberg eine Marmorplatte gefunden, auf der dieselbe Gestalt, wie sie seinerzeit in der Grube zu sehen war, deutlich zu erkennen ist. 
 
Alles in allem dürfte zu erwarten gewesen sein, dass die Gegend um Kristineberg von einer besonderen Frömmigkeit geprägt ist. In der Praxis hat nun aber ein landesweiter schwedischer Trend auf besonders drastische Weise gerade in Kristineberg seine Auswirkungen gezeigt. Nachdem die Bevölkerung (Stichwort: Urbanisierung) in Kristineberg von einst noch knapp eintausend Einwohnern im Jahre 1960 auf nur noch gut zweihundertfünfzig im Jahre 2010 zurück gegangen ist, ist der Kirchenbesuch im Gleichklang mit der negativen Bevölkerungsentwicklung eingebrochen. Die Kirche aber für eine blosse handvoll Gottesdienstbesucher zu heizen, war für die Kirchengemeinde wirtschaftlich schlicht nicht mehr tragbar.
 
Und so kam es zu einem in Västerbotten bislang einmaligen Beschluss: Nach 56 Dienstjahren wurde der Abriss der Kirche beschlossen. Vergangenen Dienstag war es schliesslich soweit und binnen eines Tages war, wo einst die Kirche stand, nur noch blanker Erdboden zu sehen. Lediglich der separat stehende kleine hölzerne Glockenturm steht - wie ein Mahnmal - noch an alter Stelle. Die Stimmung war gespenstisch. Zu Beginn der Abrissarbeiten hatte sich eine grössere Menge an schaulustigen Zuschauern versammelt. Am späteren Nachmittag war in düsterer und geradezu bedrohlicher Atmosphäre nur noch der Abrissbagger am Werk. Zu dieser Zeit entstand auch die gezeigte Aufnahme. Sie ist symbolisch. Symbolisch für einen Trend: Die Entkirchlichung der schwedischen Gesellschaft.
 

Abriss der Kirche in Kristineberg Västerbotten Lycksele kommun
13.02.2013 - Abriss der Kirche in Kristineberg

 

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Marathon-Faces: Lapland Ultra Marathon 2012

Im beschaulichen Adak (Malå Kommun) in Schwedisch-Lappland findet alljährlich um Midsommar ein Sportereignis von Weltklasse statt: Lapland Ultra. Dahinter verbirgt sich ein Ultra-Marathon mit einer Laufstrecke von 100 Km. Daneben gibt es auch die Möglichkeit, verschiedene kürzere Distanzen zu laufen. Der Lauf ist neuerdings sogar für die Schwedischen Meisterschaften anerkannt.

Vom Start und von der Strecke hatten wir bereits berichtet (z. B. 2009 hier und hier).

Dieses Jahr hat mich sehr die Frage beschäftigt, wie sich die Läufer und Läuferinnen fühlen beim Zieleinlauf. 100 km am Stück zu laufen (und das in nur ca. 7,5-9 Stunden) ist für mich eine unvorstellbare Herausforderung. So entstand der Gedanke eine Fotostrecke unter dem Titel "Marathon Faces" zu machen.

Also ging es um vier Uhr morgens gen Zieleinlauf. Mit den ersten Finalisten wurde gegen 5 Uhr gerechnet. Relativ wenige Medienvertreter haben sich zu so frühmorgendlicher Zeit blicken lassen. Wahrscheinlich ist der Medienrummel bei der Preisverleihung um 11 Uhr grösser. Mir ging es aber darum, die Läuferinnen und Läufer direkt beim und nach dem Zieleinlauf abzulichten.

Die Rahmenbedingungen für den Lauf waren dieses Jahr übrigens nahezu perfekt: Sehr kühl (beim Zieleinlauf um die 12 Grad) und verregnet. Das ist deutlich besser als 25 Grad, Sonnenschein und Stechmücken in unbegrenzter Anzahl. So wurden denn dieses Jahr auch neue Streckenrekorde aufgestellt. Nachteil an dem kühlen Wetter ist das potentielle Risiko für Läuferinnen und Läufer. Nach mehreren Stunden Höchstleistung ist eine schnelle Auskühlung eine ernste Gesundheitsgefahr. So hüllen sich denn viele Teilnehmer nach dem Zieleinlauf sofort in dicke Decken und Daunenmützen.

Wie ist es nun mit den Finalisten? Mich hat erstaunt, wie fit sie dennoch sind. Aber sehen Sie selbst:

-> Zur Galerie: Marathon-Faces: Lapland Ultra Marathon 2012

-> Till bildspelet: Marathon-Faces: Lapland Ultra Marathon 2012


Marathon-Faces: Lapland Ultra Marathon 2012
„Vier Uhr dreissig auf der Zielgeraden - Die Ruhe vor dem Sturm“

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Saxnäs, der Ricklundgården und das Marsfjäll

Zwischen den bekannten Skigebieten Borgafjäll und Kittelfjäll liegt das weniger bekannte, aber umso schönere Saxnäs am Marsfjäll. Auch hier sind die Wintersportmöglichkeiten nahezu unbegrenzt und der Publikumsandrang ist deutlich geringer.

Ich mag die Fotografie im Fjäll, auch wenn sie bisweilen grössere Herausforderungen beinhaltet. Was tun, wenn der Helikopter zum Gipfel wegen Sturmes nicht starten kann? Dann geht es mit der Schneeraupe ("Schneekatze", "Snowcat") nach oben. Gepäck und bis zu 15 Personen können problemlos transportiert werden. Die Fahrt ist - verglichen zum Flug mit dem Heli - sehr gemächlich und eröffnet die Möglichkeit, die wunderbare Fjällandschaft langsam zu geniessen (soweit es der Schneesturm zulässt). Und wenn sich dann - oben angekommen - der Sturm gelegt hat, herrschen die fotografisch denkbar besten Arbeitsbedingungen. Einfach traumhaft.

In Saxnäs liegt aber auch das Künstlerparadies Ricklundgården. Die Einrichtung wurde in den 40er-Jahren von dem Künstlerehepaar Emma und Folke Ricklund ins Leben gerufen und wird heute von der Emma Ricklund Stiftung betrieben. Der Ricklundgården gibt Künstlern die Möglichkeit, sich eine Auszeit der kreativen Entwicklung zu nehmen. Die Warteliste ist lang und die Gäste sind durchweg hochkarätig. Bei unserem Besuch haben wir den bekannten schwedischen Maler Jan Sundström kennen gelernt, der sich spontan zu einer improvisierten Potrait-Session bereit erklärt hat (mehr dazu und Bilder gibt es hier im englischsprachigen Blog).

Wir haben einige Eindrücke aus Saxnäs, vom Marsfjäll und aus dem Ricklundgården in einer Galerie zusammen gefasst:

-> Zur Galerie: Saxnäs, der Ricklundgården und das Marsfjäll

-> Klick här så kommer du till bildspelet: Saxnäs, Ricklundgården och Marsfjället

-> To the gallery: Saxnäs, the Ricklundgården and the Marsfjäll



Saxnäs, der Ricklundgården und das Marsfjäll
„Blick aufs Fjäll vom Ricklundgården aus“

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Gerade erschienen: Das neue Buch von Britta Stenberg

Eine erfreuliche Nachricht für alle Liebhaber guter schwedischer Literatur. Auf der Buchmesse in Umeå wurde am vergangenen Wochenende das neue Buch der bekannten nordschwedischen Autorin Britta Stenberg veröffentlicht. 

Der Roman "Som en krympfotad" schildert ineinander verwoben die Geschichte von Kråkan, einen jungen chaotischen Mann, der einfach keine Ordnung in sein Leben bekommt, und Eskil, einen Taxifahrer, dessen Lebensende plötzlich unerwartet nahe bevorsteht. Die beiden versuchen mit allen Möglichkeiten, ihre Leben zu ordnen. Bis unerwartete Wendungen eintreten. Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten. Nur soviel: Für alle, die des Schwedischen mächtig sind, ist das Buch ein echter Geheimtipp und unbedingt lesenswert!

Was uns darüber hinaus persönlich sehr freut: Britta hatte uns gebeten, das Bild fürs Buchcover zu fotografieren. Das Bild sollte den Inhalt des Romanes symbolisieren. Nach ausführlichen Diskussionen zur Story haben wir den Rückspiegel ins Auge gefasst: Vergangenheit, Zukunft und ein Taxi.

Im Buchhandel ist das Buch noch nicht erhältlich, wer aber ganz schnell sein eigenes Exemplar haben möchte, kann sich bereits jetzt direkt an Britta wenden (bitte auf Schwedisch).

Britta Stenberg - Som en krympfotad

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Vindelsälvsdraget 2012 - Eine Institution in Lappland wird 25 Jahre jung

Vindelsälvsdraget 2012 - Eine Institution in Lappland wird 25 Jahre jung

Vindelsälvsdraget 2012


-> Zur Galerie: Vindelälvsdraget 2012

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Filme (Produktion Petra Fuelbert):

Film 1 - Dramatischer Massenstart in Björksele



Film 2 - Am Wechsel in Enebacken


Das Vindelälvsdraget ist das längste Staffelhunderennen der Welt. Die Strecke führt in vier Tagen entlang des Vindelälven von Ammarnäs bis nach Vännäsby. Das "Draget", wie es von vielen Einheimischen genannt wird, entfacht in den Dörfern entlang der Strecke geradezu Volksfeststimmung. Insgesamt sind 400 Kilometer zurück zu legen. Der Vindelälven ist übrigens nicht nur im Winter sehenswert, ist er doch einer der letzten völlig naturbelassenen grossen Flüsse Schwedens. Im Sommer ist er ein Paradies für Angler, in dem es u.a. Lachse gibt.

Das Vindelälvsdraget ist mittlerweile eine Institution in diesen Breitengraden. Das erste Rennen wurde 1988 gefahren und in diesem Jahr wurde das grosse 25-jährige Jubiläum gefeiert. Hier fahren Weltmeister neben Amateuren und Schlittenhundegespanne neben Fahrern im nordischen Stil mit Einzelhund.
Gefahren wird in Teams, die jeweils aus mindestens 2 Gruppen bestehen müssen. Die Gruppen entscheiden selbst, wie sie die einzelnen Etappen aufteilen und wie oft sie auf diesen wechseln wollen.

Das Beste am Vindelälvsdraget ist die familiär-charmante Atmosphäre. Hier stehen noch Sportsgeist und Fairness im Vordergund und nicht das "Gewinnen um jeden Preis".

Wir waren für eine Zeitung und ein Fachmagazin mit dabei, wollen aber auch unseren Leserinnen und Lesern einige visuelle Eindrücke und Einblicke geben.

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Rädda ambulansen i Malå - Ein heisser Winteranfang

Rädda ambulansen i Malå
„Wir weigern uns, wenn die Ambulanz künftig eine Stunde braucht“


Wer in das Inland Lapplands zieht, weiss, dass ihn eigentlich Natur und Ruhe erwarten. Es gibt aber auch eine andere Seite der Medaille. Wären da nicht einige "Störfaktoren" mit im Spiel.

Einer davon hört auf den Namen "Windkraft" und es regt sich in der Region ein zunehmender Widerstand gegen weitere Windkraftetablierungen. Denn in etlichen Kommunen ist es mit Ruhe und Natur nicht mehr weit her. So regt sich nun auch in Malå eine Bürgerinitiative, die binnen Tagen 450 Protestunterschriften gegen die Erteilung weiterer Baugenehmigungen für Windkraftanlagen gesammelt hat. Die hiesigen Medien haben ausführlich darüber berichtet (z.B. hier in der Tageszeitung „Norran“ und hier im Regionalfernsehen).

Ein weiterer Störfaktor liegt in der Reaktion der zuständigen Landesverwaltung auf die Bevölkerungsentwicklung. Es ist ein offenes statistisches Geheimnis, dass die Bevölkerung im Inland immer älter wird und zudem deutlich schrumpft. Als Konsequenz daraus werden viele Gemeinwohldienste gekürzt. Jüngster Wurf der Planer ist das Vorhaben, den Krankentransport und Rettungsdienst zusammen zu streichen (Bericht in der Tageszeitung "Norran" hier und hier).

Und so landete auch Malå mit auf der Streichliste des Landstinges. Allerdings hatte man dort die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn in Malå ist nun der Protestgeist erwacht. Auch hier hat sich - unter der Federführung der Företagarna (Unternehmervereinigung) - spontan eine Initiative gegründet. Diese hatte am Samstag zur ersten Kundgebung und Demonstration auf dem Marktplatz eingeladen. Rund 500 Teilnehmer versammelten sich dort, um ihrem Unmut Luft zu machen. Ein sehr gutes Resultat bei knapp 3.500 Einwohnern in der Kommune. Die meisten der Teilnehmer unterzeichneten eine Protestpetition. Wir waren für Sie vor Ort und haben einige Eindrücke eingefangen.

-> Hier gehts zur Galerie „Rädda ambulansen i Malå - 22.10.2011“

-> Klick här så kommer du till bildspelet „Rädda ambulansen i Malå 22/10-2011“

-> To the gallery „Rädda ambulansen i Malå 2011-10-11“



Rädda ambulansen i Malå
„Radio Västerbotten im Einsatz bei der Kundgebung“

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Neu: Die Lappland-Edition

Immer wieder haben uns Anfragen erreicht. Nun ist es soweit:

Ab sofort gibt es die Lappland-Edition mit Original-Abzügen und Kunstdrucken von ausgesuchten Fotografien, die charakteristisch für Lappland sind.

Kurz: Original-Kunstwerken aus Lappland. Natürlich in limitierter Auflage und handsigniert.

An den Start gehen 4 Editionen mit hochwertigen Abzügen und Prints:

Landscape, Nature, Black/White und Simplicity.

Viel Freude beim Durchstöbern der Galerien.

Und bitte daran denken: Damit wir die Lieferung als Geschenk zu Weihnachten sicherstellen können, bitte bis Ende November bestellen!

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Schwedischer Pragmatismus: Elchjagd vom Sofa aus

Schwedischer Pragmatismus: Elchjagd vom Sofa aus
„Elchjagd vom Sofa aus“


Behind the scenes: Die Jagd steht in Nordschweden hoch im Kurs. Allerdings weniger um des Vergnügens willen, als viel mehr um die Tiefkühltruhe zu füllen. Wir haben für ein Fachportal die ungewöhnlich pragmatische und unspektakuläre Herangehensweise der schwedischen Jäger fotografiert. 

Im Laufe des letzten Monats sind so eine Reportage und eine Serie mit ungewohnten Perspektiven der Jagd in Nordschweden entstanden. Das hier gezeigte Bild bringt den ruhigen Pragmatismus für meinen Geschmack am besten auf den Punkt:

Statt eines Hochsitzes oder eines unbequemen Dreibeines hatte sich einer der Jäger einen komfortablen Sessel mitgebracht, um sich dort auf den Ansitz zu begeben. Das ist schwedischer Pragmatismus.

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Fjäll: Laisaliden - Tärnaby - Hemavan

Fjäll: Laisaliden - Tärnaby - Hemavan
„Fjäll Herbst 2011“


Die vergangenen Tage waren wieder einmal mit grösseren Reisen gefüllt. Eines der Highlights waren zwei Tage im Fjäll. Hinter dem schwedischen Wort Fjäll verbergen sich die Skandinavischen Gebirge.

Unter Schweden wird das Fjäll zu allen Jahreszeiten hoch geschätzt. Insbesondere das Gebirge rund um Tärnaby und Hemavan ist eine äusserst gut besuchte Gegend, und im Winter ist das Gebiet eines der beliebtesten Wintersportgebiete in Schweden. Aus Tärnaby stammen z. B. die weltbekannten Skiläufer Ingemar Stenmark, Stig Strand, Jens Byggmark und Anja Pärson; in Hemavan beginnt bzw. endet der bekannte Kungsleden, ein Fernwanderweg, der auf zwei Streckenabschnitten durch Lappland führt.

Mich hatte es nach Laisaliden verschlagen, was zwischen Tärnaby und Hemavan liegt.

Leider hat das Wetter sich nicht von der besten Seite gezeigt und die fotografische Arbeit wieder zu einer echten Herausforderung gemacht. Denn im Fjäll ist das Wetter einerseits sehr unbeständig und in concreto wechselten sich bei kräftigem Sturmwind Platzregen und einige wenige Sonnenstrahlen ab. Ständig wechselnde Lichtverhältnisse und Feuchtigkeit (besser: Wasser) überall.

Ein paar Aufnahmen vom Location-Scouting darf ich hier zeigen und allen Besuchern in Lappland kann ich die Gegend nur wärmstens ans Herz legen. Am besten ausserhalb der Hauptsaison.

-> Hier gehts zur Galerie „Laisaliden - Tärnaby - Hemavan“

-> Klick här så kommer du till bildspelet „Laisaliden - Tärnaby - Hemavan“

-> To the gallery „Laisaliden - Tärnaby - Hemavan“


Fjäll: Laisaliden - Tärnaby - Hemavan
„Fjäll Herbst 2011“

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Drakbåtstävling / Drachenboot-Rennen in Vindelgransele

Drakbåtstävling / Drachenboot-Rennen in Vindelgransele
„Drakbåtstävling / Drachenboot-Rennen in Vindelgransele“



-> Hier gehts zur Galerie „Drachenboot-Rennen in Vindelgransele 2011“

-> Klick här så kommer du till bildspelet „Drakbåtstävling Vindelgransele 2011“

-> To the gallery „Dragon boat race in Vindelgransele 2011“



Behind the scenes: Ein Stück China in Lappland. Aber der Reihe nach. Vindelgransele liegt am Vindelälven. Hier dreht sich vieles ums Wasser und der Ort ist für die hohe Qualität seiner Fischgründe bekannt. Über den Sommer kommen z. B. regelmässig viele Angler aus Italien hierher.

Aber Vindelgransele hat noch mehr zu bieten. Jährlich findet auf dem Vindelälven das “Drakbåtstävling”, ein Drachenboot-Rennen, statt. An derselben Stelle übrigens, an der sich im Winter einer der Checkpoints für das Schlittenhunderennen „Vindelälvsdraget“ befindet.

Drachenboote sind grosse, offene Paddelboote, die ursprünglich aus China stammen. Charakteristisch sind Bemalung, Schnitzarbeiten und ein dekorativer Drachenkopf- und Schwanz. Nach der chinesischen Tradition stilisiert das Boot einen Drachen.

Zurück nach Vindelgransele. Die einzelnen Mannschaften bestehen jeweils aus 12 Paddlern und einem Trommler. Die Teams müssen gemischt sein (jeweils mindestens drei Teilnehmer des Minderheitengeschlechts). Gefahren wird mit zwei Booten gegeneinander im “K.O.-System”. Damit ist sichergestellt, dass der Wettbewerb einige Zeit dauert. Die beiden Boote werden vom Versanstalter gestellt.

Umrahmt wurde der Wettbewerb von einem Spielepark für die Kinder, guter Verpflegung (erstklassige Hamburger!) und einer kleinen Gewerbeschau.

Wir waren dort ausnahmsweise mal ganz privat. Frau Lapplandblog (Bilder mit "M") mit der langen Linse und ich (Bilder mit "W") mit festen 28mm.

Drakbåtstävling / Drachenboot-Rennen in Vindelgransele
„Drakbåtstävling / Drachenboot-Rennen in Vindelgransele“

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Lycksele Motorveckan 2011 - Yankee Cars & Classics im Street-Style

Lycksele Motorveckan 2011 - Yankee Cars & Classics im Street-Style
„Lycksele Motorveckan 2011 -
Yankee Cars & Classics im Street-Style“

Behind the scenes: Einmal jährlich verwandelt sich Lycksele - eine beschauliche Stadt mit 8.513 Einwohnern im Inland Västerbottens - in ein Mekka der Automobilfreunde. Denn im Juli findet dort immer die „Motorveckan“ („Motorwoche“) statt.

Im vergangenen Jahr waren über 30.000 Besucher zu verzeichnen. Das Programm ist vielfältig, unterhaltsam und abwechslungsreich. Der Abschlusstag stand unter dem Motto „Yankee Cars & Classics“ und es gab jede Menge US-Oldtimer zu sehen; darunter viele absolute Raritäten.

Ich hatte am Samstag die Ehre, Frau Lapplandblog dorthin zu begleiten. Sie ist bekanntlich u.a. auf Automobil-Fotografie spezialisiert. Während Frau Lapplandblog die Speicherkarten mit genialen Bildern der automobilen Schätze füllte, assistierte ich und schlenderte einfach etwas umher. Ich hatte bewusst nur eine kleine digitale Leica mitgenommen, um die Stimmung im Street-Style einzufangen.

Eine Serie mit einer Auswahl von Frau Lapplandblog wird es demnächst bei ihr im Blog geben.

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M24 mal 120 Stück und ein Windhauch bitte

M24 mal 120 Stück und ein Windhauch bitte
„M24 mal 120 Stück und ein Windhauch bitte“


Behind the scenes:
Ein Königreich für einen Windhauch. Lappland stöhnt unter dem bislang wärmsten Tag des Jahres. Das Thermometer spielt in der 30-er Liga. Das mag für die Mitleser aus südlicheren Gefilden nicht spektakulär sein, für die Gegend um den Polarkreis ist es ganz ordentlich (und ungewohnt). 

Zurück zum Windhauch. Über die Etablierungen von Windkraftwerken hatten wir hier schon verschiedentlich geschrieben. Mitte Februar hatte ich eine Baustelle besucht auf der gerade 900 Tonnen Stahlbeton vergossen worden waren. Interessant am Rande: Die Lebensdauer eines solchen Fundamentes soll - wenn alle Vorschriften eingehalten werden - bei ca. 50 Jahren liegen. Beachtlich wenn man bedenkt, welchen ständigen Erschütterungen und Belastungen es ausgesetzt ist.

Das besagte Fundament haben wir vor einigen Tagen nun wieder besucht, und dort ist jetzt alles bereit für neue Windräder. In Reih und Glied und millimetergenau eingepasst schauen die Befestigungsbolzen aus dem fertigen Fundament. Ich habe es nicht nachgemessen und nachgezählt, aber ich tippe auf ca. M24 und ca. 120 Stück. Die wird es dann auch brauchen, denn der Turm eines Windkraftwerkes wiegt 100-200 Tonnen und ein einzelnes Rotorblatt kann es - je nach Grösse - auf bis zu 10 Tonnen bringen. In einigen Wochen wird an dieser Stelle dann ein weiterer „ökologischer“ Energielieferant stehen, der - wie auch wir in der derzeit brütenden Sommerhitze - nur auf eines wartet: Einen Windhauch.


In eigener Sache: In der Seite hat sich gerade ein neuer Button eingenistet „Google+“. Wir würden uns sehr freuen, wenn Leserinnen und Leser mit einem Account bei Google ein „Like“ für und abgeben würden (einfach auf den Button klicken). Danke!


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Pausen-Street in Umeå


Pausen-Street in Umeå
„Eine Prozession auf dem Torget (Marktplatz) in Umeå?“




Behind the scenes:
Eine Prozession auf dem Torget (Marktplatz) in Umeå? 

Das Genre der Street Photography ist für mich immer wieder eine grosse Inspirationsquelle. Das Unerwartete, das die schnelle Auffassung und Reaktion erfordert, ist ein gutes fotografisches Betätigungsfeld. Und sehr häufig geht es mehr um das spontane Zeichnen von Psychogrammen, als um Fotografie. Wann immer sich in einer grösseren Stadt die Chance zu einem Rundgang im Getümmel ergibt (häufig während der Lunchzeit), ergreife ich diese zur persönlichen Horizonterweiterung sehr gerne. Kürzlich bot sich in Umeå wieder einmal die gute Gelegenheit, mit der Kamera durch die Stadt zu streifen. 

Umeå - die dem südlichen Lappland am nächsten gelegene Grosstadt - ist übrigens immer einen Besuch wert. Die Stadt bereitet sich gerade darauf vor, 2014 eine europäische Kulturhauptstadt zu werden.

Das durchzieht das Stadtbild und die Stimmung. Design und Kunst stehen hoch im Kurs. Eine sehr kreative Athmosphäre liegt in der Luft.

Trotzdem war ich ziemlich verwundert, als auf dem Markplatz zwischen allerlei Verkaufs- und Infoständen plötzlich eine grössere Gruppe jüngerer Menschen in kirchlicher Tracht auftauchte und umherzog. Ein - sagen wir mal - ziemlich ungewohntes Bild in diesen Breitengraden. Irgendeine Werbeaktion für ein Event. Aber sehr schön und Aufmerksamkeit auf sich ziehend inszeniert. Klick.


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Wohnungsnot?

Wohnungsnot?
„Wohnungsnot?“


Behind the scenes: Wohnungsnot?

Viele Inlandskommunen in Lappland befinden sich derzeit “auf dem absteigenden Ast” wie es so schön heisst.

Junge Menschen ziehen - spätestens zur Gymnasialausbildung - in die Städte. Und meistens bleiben Sie dann auch nach dem Abschluss der Ausbildung dort.

Die Bevölkerung hier altert. Häuser stehen zuerst leer und verfallen dann häufig (wenn sie denn nicht malerisch belegen sind und dann von den Familien als Sommerhäuser (“Sommarstuga”) weiter genutzt werden).

Der Wohnungsbau kommt vielerorts zu Erliegen. Warum sollen auch neue Wohnungen gebaut werden, wenn alle Statistiken darauf hindeuten, dass die Bevölkerung dramatisch schwindet.

Diese Fakten mögen bitte auch alle, die sich mit dem Gedanken ans Auswandern nach Lappland beschäftigen, auf dem Schirm behalten. Führt der Bevölkerungsschwund doch auch zum schleichenden Abbau der allgemeinen Grundversorgung in vielen Bereichen.

Im Rahmen eines Auftrages war ich in der vergangenen Woche in Vännäs und konnte mir dort ein Bild des Ernstes der Lage verschaffen.

Dennoch: Ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt. Eine schöne Symbolik im Bild and ich auf der Rückseite der Schule in Vännas. Hier gibt es offenbar ein Wohnungs-Überangebot. Allerdings nur für Vögel.


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“View over Juktån” und “Gelatin”

Heute erst einmal wieder ein Geheimtipp für alle Besucher unserer Region in Lappland: Die Strecke von Sorsele nach Tärnaby. Geradezu ein muss für alle Naturliebhaber. Eine relativ gut ausgebaute Strecke, die - abgesehen vom “Wochenendverkehr ins Fjäll” an Freitagen und Sonntagen - wenig befahren ist. Die Route bietet jede Menge beeindruckende Aussichten und Elche, Füchse und anderes Getier sind beinahe garantiert (Bären kommen auch gelegentlich vor).

Gestern hatte es uns wieder in diese Gegend verschlagen und die Strecke ist einfach zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis. Wäre da nicht das Wetter gewesen. Um die null Grad und Wind in Sturmstärke. Resultat: Manchmal schiebt es das Auto bei offener und gerader Strecke wie von magischer Hand auf der spiegelblanken Strasse hin und her. Aufpassen war also angesagt. Besonders schön ist die Stelle, an der die Strasse den Juktån (manchmal auch als der “Yukon Lapplands” bezeichnet) passiert.

Obwohl es mich beinahe von der Brücke geweht hat, konnte ich mir ein paar Aufnahmen an dieser Stelle nicht verkneifen.

Fotografischer Teil: Das auch vor dem Hintergrund, dass ich ein paar Bilder zum experimentieren mit einem neuen Bibble-Plugin benötigt habe. Die Bibble-Plugin-Familie hat nämlich vor einigen Tagen schönen Nachwuchs bekommen: Gelatin.

Bereits jetzt waren die Schwarz-Weiss-Möglichkeiten im RAW-Developer Bibble dank der vorhandenen Plugins (u.a. Andrea, INDA und einiger anderer) beinahe ungeschlagen.

Nun hat der bekannte Plugin-Entwickler “Spoilerhead” ein neues Plugin für die schwarz/weiss Konvertierung vorgestellt, das auf den Namen “Gelatin” hört. Das Plugin ist noch im Entstehen, aber bereits die vorliegende Version läuft stabil wie ein Schweizer Uhrwerk (obwohl sie aus Österreich kommt :) und bietet mit einer einfachen, übersichtlichen und schlanken Benutzeroberfläche beeindruckende Effekte. Die jeweils aktuelle Version (für alle Systeplattformen) kann hier im Bibble-Supportforum geladen werden. Mein Rat an alle Bibble-Anwender: Unbedingt ausprobieren! Mein Rat an alle noch-nicht Bibble Anwender: Unbedingt umsteigen :)

Nach über 600 Km Autofahrt habe ich mich dann mit grosser Vorfreude und noch grösserer Nachfreude ans Experimentieren gemacht. Hier das Ergebnis mit Gelatin:

View over Juktån Sorsele kommun Lappland
„View over Juktån“ - License picture / Buy print




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Underground in Skellefteå

Underground in Skellefteå
„Underground in Skellefteå“ - License picture / Buy print

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Wedding-Food-Photography: Zu Besuch beim Restaurant Skogshuset in Kristineberg / På besök hos Restaurang Skogshuset i Kristineberg

Wedding-Food-Fotografie ist immer eine besonders spannende Angelegenheit. Umso mehr, desto besser das Essen aussieht. Und ein ganz grosses Problem kann entstehen, wenn die Fotografen auch noch hungrig zum Shooting anreisen :)

Wedding-Food-Photography: Zu Besuch beim Restaurant Skogshuset in Kristineberg / På besök hos Restaurang Skogshuset i Kristineberg


So ist es uns vergangenen Freitag bei unserem Besuch im Restaurant Skogshuset in Kristineberg gegangen. Einfach lecker! Aber der Reihe nach.

Wie gehen wir an ein Food-Shooting “in der freien Wildbahn”, d.h. ausserhalb des Studios, heran? 

Grundregel: Aus der Perspektive des Gastes. Die Kunst ist, sich in einen Gast hinein zu versetzen. Mit dieser inneren Perspektive nähern wir uns dem Buffet und drehen erst einmal eine Runde, um alles auf uns wirken zu lassen. Die Stimmung will erfühlt werden. Hier ging es um eine Hochzeitstafel. Welche Emotionen und Stimmungen schwingen mit? Die innere Visualisierung - auch der emotionalen Situation - sollte “gespeichert” werden für die spätere RAW-Konvertierung und Nachbearbeitung der Aufnahmen. In diesem Fall ging es um warme Farben und eine festlich-harmonische Atmosphäre. Um dies einzufangen ist ungefähr die Hälfte der späteren Aufnahmen nur mit available light entstanden. (Natürlich wurden auch einige Aufnahmen mit der Graukarte im Bild gemacht, falls es im Nachhinein auf genaue Farbtreue ankommt).

Dann geht es in die Details. Hier gilt es, die besondere Kreation und Kreativität zu sehen. Was macht diese Tafel ganz besonders? Woran werden sich die Gäste gerne erinnern?

Und dann schliesslich wird fotografiert. Vom Allgemeinen zum Besonderen. Es gibt eine Art unausgesprochenen Food-Standard. Ist der im Kasten experimentieren wir grundsätzlich noch etwas (wenn es der Zeitplan zulässt). Das sind dann oft die fotografischen “Sahnehäubchen”.

Hier hatten wir ca. 30 Minuten für das Buffet. In dieser halben Stunde sind so um die 400 Aufnahmen (und einige Filmclips) entstanden.

Und anschliessend gab es auch noch eine kulinarische Kostprobe für die hungrigen Fotografen. Erste Klasse. Das Skogshuset in Kristineberg ist ein echter Tipp, den Sie sich vormerken sollten. Und ein richtig gutes und günstiges Tagesessen gibt es von Montag bis Freitag auch.

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Und hier der Filmklipp zum Skogshuset:



Wenn Sie mal im Skogshuset vorbeischauen wollen - was wir unbedingt empfehlen - finden Sie das Skogshuset im Skolvägen 5, in 92040 Kristineberg. Telefonisch erreichen Sie das Skogshuset (auf Schwedisch und Deutsch) unter 0953 20007.

Die Tagesmenüs finden Sie immer auf der Facebook-Seite des Skogshuset.

Wedding-Food-Photography: Zu Besuch beim Restaurant Skogshuset in Kristineberg / På besök hos Restaurang Skogshuset i Kristineberg


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Renovierungsbedürftig? - Tipps zum Immobilienkauf in Schweden / Lappland

Heute einige Worte und Tipps zu einem Thema, das mich seit längerer Zeit beschäftigt. In den zurückliegenden Jahren haben haben wir viele Auswanderer kennen gelernt, die sich in Schweden (insbesondere hier in Lappland) niedergelassen haben. Beinahe alle haben eine Immobilie hier erworben. Sehr viele haben dabei - aus verschiedenen Gründen - heftige Bauchlandungen erlebt. Gerade in der vergangenen Woche habe ich wieder eine so haarsträubende Geschichte gehört, dass ich nun ein paar Zeilen zum Thema schreibe (und mir damit bestimmt nicht nur Freunde mache - aber es muss gesagt und geschrieben werden). Weitere Infos und Tipps zum Auswandern mit Plan gibt es übrigens in unserem Anfang 2011 erscheinenden Buch „Auswandern mit Plan“.

Worauf sollten Sie also achten, beim Immobilienkauf in Schweden (insb. Norrland / Lappland):

1. Nehmen Sie sich Zeit. Treffen Sie NIEMALS impulsive Schnellentscheidungen! 

2. Recherchieren Sie ausführlich über Ihr Zielgebiet und tragen Sie so viele Informationen wie möglich zusammen. Im Web finden Sie eine beinahe unendliche Informationsfülle. 

Bewerten Sie alle Informationen nüchtern: Eine "bezaubernde Alleinlage im Wald" kann bei minus 25 Grad im tiefsten Winter zum Horrortrip werden, wenn Sie Ihren Weg dorthin selbst räumen müssen. Denken Sie an alle Aspekte und auch daran, dass Sie einmal älter werden könnten.

3. Planen Sie eine Reise in Ihr Zielgebiet und besichtigen Sie alle Objekte selbst. Setzen Sie sich niemals selbst unter Druck! Denken Sie bitte an die unterschiedlichen Jahreszeiten. Bei einer Schneehöhe von eineinhalb Metern sieht alles ganz anders aus, als im Sommer.

Soweit Sie der Sprache nicht hinreichend mächtig sind, nehmen Sie eine(n) einheimischen Sprachkundigen mit. Das sollte kein Beauftragter oder Mitarbeiter eines Maklerbüros sein. 

Fragen Sie dann vor Ort intensiv bei ortsansässigen Organisationen und Einheimischen nach. Ansprechpartner können z.B. sein: Die Gemeindeverwaltung (kommune) und ortsansässige Handwerker. Auch die ortsansässigen Banken sind wichtige Ansprechpartner und haben meist sehr gute Informationen und eine gute Übersicht über den lokalen Immobilienmarkt. Vergessen Sie nicht, die (potentiellen neuen) Nachbarn zu fragen. Die wissen nämlich in aller Regel interessante Details. Vergessen Sie auch nicht, sich nach der grossflächigen Planung zu erkundigen (z.B. die Frage, ob in der Nachbarschaft ein Windpark entstehen soll, oder ob Mineralrechte vergeben wurden (Grubenausbau), usw.).

Und bitte vergessen Sie - besonders, wenn Sie von Nicht-Schweden kaufen - nicht zu fragen, warum das Objekt verkauft wird.

4. Lassen Sie Ihr Traumhaus von einem ortsansässigen Fachmann begutachten. Gerade im Inland sind die Häuser völlig anders als in Kerneuropa gebaut. Oft stammen die Häuser aus einer Zeit, in der es noch keine richtigen Bauvorschriften gab. Es handelt sich in der Regel um Holzhäuser. Diese sind mit häufig von Problemen geplagt und mit Mängeln behaftet, die in Kerneuropa in dieser Form unbekannt sind (z.B. häufig ausgeprägte Schimmelprobleme ("Mögel"), die zu Gesundheitsgefährdungen und erheblichem Beseitigungsaufwand führen). Über ortsansässige Bausachverständige kann Ihnen meistens das Bauamt auf der jeweiligen Gemeinde einen Tipp geben. Auch Banken sind hier wieder gute Informationsquellen. Beachten Sie das nicht, kann der Traum sehr schnell zum Albtraum werden. 

5. Vergleichen Sie die Preise mit denen auf dem innerschwedischen Markt. Makler, die auf Auswanderer spezialisiert sind, vermitteln oft Objekte zu völlig überhöhten Preisen. Mehrfach habe ich von 5 bis 10-fach überhöhten Preisen gehört.

Für Ihre Marktrecherchen bieten sich die innerschwedischen Plattformen an. Die wichtigsten Links zur Immobiliensuche auf dem schwedischen Markt sind:

www.blocket.se und www.hemnet.se

6. Der Immobilienkauf geht einfach und schlicht vonstatten. Es gibt keine zwingende notarielle Beurkundung. Es genügt eine Vereinbarung auf dem sprichwörtlichen "Butterbrotpapier". Seien Sie bitte auch hier sehr zurückhaltend und vorsichtig. Wenn Sie sprachlich nicht verstehen, was Sie unterschreiben, dann unterschreiben Sie bitte nicht. Holen Sie Expertenrat ein. Auch hier sind die ortsansässigen Banken oft eine wertvolle Hilfe. Über die Bank bekommen Sie z.B. schnell und unkompliziert Grundbuchauskünfte und Hinweise zu eventuellen Belastungen.

7. Zu guter Letzt: Wir wünschen Ihnen für Ihr Auswanderungs- oder Immobilienprojekt von Herzen alles Gute. Planen Sie, denken Sie und handeln Sie bitte wohlüberlegt!

Nachtrag: Einen weiteren Tipp zu Schneelast und Dachlawinen finden Sie hier.

Renovierungsbedürftig / In need of some repair
- Renovierungsbedürftig? / In need of some repair? - 

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Bald gehts richtig rund in Lappland

Nicht nur die Pilze schiessen in diesem Herbst in Lappland inflatorisch aus dem Boden. Auch die Windkraftwerke. Denn die alternative Energiegewinnung in Form von Windkraftwerken ist derzeit voll im Trend. Allerdings gibt es in diesem Zusammenhang durchaus geteilte Ansichten (und Aussichten im sprichwörtlichen Sinne), denn sichtbar oder unsichtbar hängt von Standort und Abstand ab.

In Piteå ist derzeit z. B. ein Windpark mit über 1.000 Windkraftwerken in Planung. Hier im Inland beschränken sich die Parks i.d.R. auf "kleinere Ansammlungen" von 5-50 Stück.

Windkraft in Lappland - bald gehts rund


Dieses Exemplar hat jedenfalls gerade auf "möglichst wenig sichtbare Parkstellung" umgeschaltet, wohl um sich besser in die natürliche Umgebung einzufügen.

Es bleibt abzuwarten, welche Effekte die zahlreichen Neubauten auf Umwelt und Tourismus haben werden.



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Happy birthday Västerbottensost - Eine Käse-Spezialität aus Västerbotten feiert Geburtstag

Västerbottensost


In diesen Tagen feiert eine Spezialität aus Västerbotten Geburtstag. Der “Västerbottensost” (wörtlich “Västerbottenkäse”, sinngemäss “Käse aus Västerbotten”) wird seit1872 als lokale Spezialität in Burträsk hergestellt.

Seine Entstehung ist genau genommen einem schlichten Fehler zu verdanken. Die Molkereimitarbeiterin Ulrika Eleonora Lindström war eines schönen Tages im Jahre 1872 alleine Dienst in der Molkerei in Burträsk. Dadurch, dass sie an diesem Tag viele Aufgaben alleine bewältigen musste, konnte sie sich nicht “richtig” um die Käsezubereitung kümmern. In der Folge wurde die Käse-Rohmasse wurde viel zu oft erhitzt und wieder abgekühlt. Das Ergebnis wurde anders als erwartet. Trotzdem fand die Charge des “verunglückten” Käses reissenden Absatz. Der Rest ist Geschichte.

Heutzutage ist der Västerbottensost weltberühmt wegen seines besonderen, intensiven Geschmacks. Die genaue Zubereitung und Verarbeitung sind beinahe eine Wissenschaft und ein Teil des Verfahrens ist bis zum heutigen Tage geheim.
Der Käse reift mindestens 12 Monate in verschiedenen Stufen und bei unterschiedlichen Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten, bevor er in den Handel kommt.

Das Zentrum des Västerbottensost ist auch heute noch Burträsk. Dort gibt es das Ostens Hus (“Haus des Käses”), eine Ausstellung rund um den Käse, die eine touristische Empfehlung ist. Nur wenige Kilometer entfernt, in Ånäset, befindet sich das Ostens Lager (“Käselager”), in dem unvorstallbare Mengen Käse unter beständiger Kontrolle zur Reifung lagern.

Im Jahre 1910 wurde die Bezeichnung “Västerbottensost” keim schwedischen Patent- und Markenamt registriert und ist seitdem geschützt. Und diesen 100.ten Geburtstag feiert Västerbotten in diesen Tagen.

Das Jubiläum passt übrigens sehr gut zu einer nationalen schwedischen Strategie. Im Jahre 2008 hatte die schwedische Regierung beschlossen, Schweden zu einem kulinarischen Mittelpunkt in Europa zu machen und dafür eigens ein umfangreiches Programm vorgestellt. Im Rahmen der Strategie wurden für alle Landesteile “Kulinarische Botschafter” (“Matambassadörer”) ernannt, um die regionalen Spezialitäten besser zu bewerben.

Mit einer Foto-Reportage aus Burträsk und Ånäset geben wir Ihnen einen Einblick in die Welt des Västerbottenosts im Jahre 2010.

-> Zur Foto-Reportage Västerbottensost 2010 in Burträsk und Ånäset

-> To the reportage Västerbottensost 2010 (pictures from Burträsk and Ånäset)

-> Till foto-reportaget Västerbottensost 2010 (bilder från Burträsk och Ånäset)



Weiterführende Links:

-> Homepage des Västerbottensost (English-Version)

-> Ostens Hus in Burträsk

-> Ostens Lager in Ånäset

-> Offizielle Regierungsseite zur schwedischen kulinarischen Europastrategie



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Gesucht - Gefunden: Die besten Lappland-Links

Gesucht und gefunden! Was ich noch gar nicht hier erwähnt habe:

Eine der besten Linklisten zu Lappland haben Jan und Dorthie erstellt. Eine richtige „Schatzkiste“. Bei Zwedenstart gibt es beinahe alle guten Links zum Thema, die es überhaupt gibt.

-> Zwedenstart Lappland-Linkliste


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Ich liebe Belegexemplare - "Sveriges 100 Märkligaste Sevärdheter"

Alle Phasen des fotografischen Schaffens haben ihre speziellen Highlights. Selbst nach der Beendigung eines Auftrages: Belegexemplare.

Am Freitag ist wieder ein ganz wunderbares Belegexemplar hier eingegangen:

Das Buch “Sveriges 100 Märkligaste Sevärdheter” von Fredrik Kullberg. Druckfrisch vom ICA Bokförlag.

Auf Deutsch: “Die 100 bemerkenswertesten Sehenswürdigkeiten in Schweden”.

Der Autor beschreibt in dem kleinen Bildband, der als Reiseführer der besonderen Art aufgemacht ist, auf 128 Seiten 100 besonders attraktive Plätze in ganz Schweden. Einige davon liegen auch in Väster- und Norrbotten.

Im vergangenen Jahr waren wir im Rahmen eines grossen Tourismusprojektes im Umkreis von etwa 500 Km unterwegs und haben eine Menge touristischer “Points of interest” (wie es so schön auf Neudeutsch heisst) fotografiert. Darunter auch einige, die im jetzt neu erschienenen Reiseführer der besonderen Art enthalten sind.

Das Projekt hatte unglaublich viel Spass gemacht und daher freuen wir uns über das Belegexemplar der Neuerscheinung ganz besonders. Umso mehr, als wir auch noch - quasi als “Leckerli” - ziemlich zentral auf dem Cover zu sehen sind :)

Das Buch sei allen, die die besonderen Seiten Schwedens kennen lernen wollen, warm ans Herz gelegt.

Mehr Infos zum Buch gibt es hier und hier.

Sveriges 100 Märkligaste Sevärdheter

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Skyline in Umeå / Umeå - en Norrlandspärla

Umeå - Hauptstadt des zweitnördlichsten Bundeslandes Västerbotten - ist eine Stadt mit einem besonderen Flair. Mit 75.000 Einwohnern in der Stadt und 114.000 Einwohnern in der Umeå kommun gehört die Stadt zu den grössten Städten Schwedens und ist - neben Luleå - eine der beiden Metropolen in Norrland.

Umeå ist übrigens neben Luleå zugleich auch Schwedens nördlichste Universitätsstadt und wichtiger wichtiger Verkehrsknotenpunkt (u.a. E4 und E12).

Das kulturelle Leben der Stadt hat mit dazu geführt, dass Umeå als Europäische Kulturhauptstadt 2014 ausgewählt wurde. Die Vorbereitungen laufen bereits jetzt auf Hochtouren und sind an vielen Stellen sichtbar.

Allen Schwedenreisenden sei Umeå als ein Punkt ihrer Reise unbedingt ans Herz gelegt. Am frühen Abend durch die Innenstadt zu promenieren ist ein Erlebnis, bei dem die Stadt ihren vollen Charme ausspielen kann. Es bietet sich an, die Promenade z. B. mit dem Besuch einer Vorstellung in der weltbekannten Norrlands Opera oder einem Konzertbesuch abzuschliessen.

Weitere Informationen über Umeå finden Sie hier.

Selbstverständlich dürfen Sie uns auch gerne eine Mail mit Ihren Fragen senden.

Skyline in Umeå / Umeå - en Norrlandspärla
- Skyline Umeå -

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Im Sog der Tiefe? / Folkets Hus i Umeå

Ein weiteres Schmankerl in Umeå ist das Folkets Hus mit seiner herausragenden Architektur.

Was ist eigentlich ein “Folkets Hus”. Der Begriff lässt sich schlecht eins zu eins übersetzen. Am besten passt die Übersetzung als “Gemeinschaftshaus”. Kurz: Eine Einrichtung, die in fast allen Städten und Dörfern vorhanden ist, und die Räumlichkeiten für Aktivitäten und kulturelle Veranstaltungen bietet.

Mit dem Folkets Hus wird den Einwohnern die Möglichkeit gegeben, Versammlungen, Vereinstreffen, Konferenzen und nicht zuletzt auch kulturelle Veranstaltungen durchzuführen. Die Räume werden in der Regel zum beinahe Selbstkostenpreis angeboten und bieten meist auch Bewirtungsmöglichkeiten. Für Konferenzen aller Art ist das Folkets Hus in Umeå übrigens geradezu ein Geheimtipp.

Mehr Infos zum Folkets Hus in Umeå finden Sie hier.

Trappan Folkets Hus i Umeå
- Eine der architektonisch reizvollen Treppen im Folkets Hus in Umeå -

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Neues Portal für Malå: naltaeljest.com

Es gibt immer einen guten Grund, nach Malå zu reisen. Über den Sommar locken verschiedene Arrangements für Jung und Alt. Diese sind nun in einem neuen, dreisprachigen Portal zu finden:

NaltaEljest.com

“Nalta eljest” ist übrigens ein Ausdruck aus dem hiesigen Bonska-Dialekt. Er bedeutet “etwas anders”. Und genau das wollen wir in Malå sein.

Herzlich Willkommen!

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Borgafjäll

Borgafjäll ist ein sehr bekannter und beliebter Wintersportort in Südlappland. Aber Borgafjäll hat nicht nur ein breites Angebot für alle Wintersportler (Ski, Heliski, Laglauf, Skoter, usw.), sondern ist auch landschaftlich äusserst reizvoll. “Fjäll” ist übrigens die Bezeichnung für skandinavische Gebirge.

Hatte gerade das Vergnügen einige Tage dort sein zu können. Das Wetter hat leider nicht ganz so mitgespielt und die aus den Medien bekannte vorbeiziehende Vulkanwolke aus Island hat ein übriges dazu getan. Hat zu einigen fotografischen Herausforderungen geführt. Aber wie pflege ich immer zu sagen: Es gibt keine Probleme, nur Lösungen :)

Auch die Fahrt nach Borgafjäll ist ein echtes Erlebnis, führt doch der “Konstvägen Sju Älvar” (Kunstweg entlang der sieben Flüsse Vindelälven, Ume älv, Öreälven, Lögdeälven, Gideälven, Ångermanälven und Saxälven) nach Borgafjäll. Die gesamte Route führt über 334 Km von Holmsund nach Borgafjäll und ist ein Gesamtkunstwerk in Form einer Ausstellung von derzeit 12 Einzelkunstwerken. Das derzeit jüngste Kunstwerk wurde 2005 von Schülern in Bjurholm neben einer Brücke über den Öreälv errichtet und ist ein zehn Meter langer Bootshaken.

In Borgafjäll selbst ist das gleichnamige Hotel ein echter Geheimtipp. Es ist sowohl architektonisch herausragend (geplant vom legendären Architekt Ralph Erskine), als auch für seine mit Sternen ausgezeichnete Küche unter Insidern weithin bekannt.

Einige Eindrücke:







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Fettisdagen und Semlor - Fastnachtsdienstag und schwedische Fastensemmeln (mit Rezept)

Heute geht es um die Semmel. Genauer gesagt um die schwedische Fastensemmel. Was hat es damit auf sich?


Der Fettisdagen (Fastnachtsdienstag) ist der letzte Tag vor dem Beginn der österlichen Busszeit am Aschermittwoch. Zwar ist in Schweden Fastnacht (Fasching) unbekannt, der Faschingsdienstag wird aber trotzdem traditionell gefeiert. Der Tradition gemäss werden an diesem Tag die “Semlor” (auch “fettisdagsbulle” genannt, “Fastensemmeln”) verzehrt. Wer es ganz traditionall mag, verspeist sie als Nachtisch zu Bohneneintopf.

Die Semla (Plural: “Semlor”) ist ein kalorienreiches Hefeteiggebäck mit Mandel- und Sahnefüllung. Wir haben auch heute wieder keine Mühen gescheut und einige Exemplare für ein Fotoshooting produziert. Deswegen gibt es heute hier beides: Fotos und das Rezept für alle Schwedenfans.


Rezept für 8 Semlor

Zutaten für den Teig:

25 Gramm Frischhefe
50 Gramm Butter (ungesalzen)
150 ml Milch
40 Gramm Zucker
Eine Priese Salz
300 Gramm Mehl
1 Ei
Puderzucker für die Garnierung

Zutaten für die Füllung:

175 Gramm Mandelmasse
150 Gramm Schlagsahne

Zubereitung:

Butter schmelzen und Milch einrühren. Hefe aufbröseln und zugeben. Zucker und Salzpriese zugeben. Mehl zugeben und so lange kneten, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist. In einer Schüssel bei Zimmertemperatur abgedeckt gehen lassen (ca. 30-60 Minuten).

Dann Teig nochmals gründlich durchkneten und kleine Stücke abteilen. Aus diesen kleine Kugeln formen (ungefähr halb so gross, wie die Semlor nachher werden sollen). Diese auf Backpapier legen und nochmals ca. 30 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen.

In der Zwischenzeit Backofen auf ca. 225 Grad vorheizen.

Ei aufschlagen und die Teigkugeln mit dem aufgeschlagenen Ei bepinseln. Dann in den Ofen (mittlere Schiene) und ca. 10 Minuten backen (exakte Zeit sehr schwer zu bestimmen: beobachten!). Den Ofen während des Backvorganges nicht öffnen!

Dann die Backlinge aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Nach dem Abkühlen oberes Viertel abschneiden (mit einiger Übung im klassischen Dreicksschnitt) und im unteren Teil ein Loch aushöhlen (am einfachsten mit einem Teelöffel). Die entnommene Masse nun mit der leicht vorgewärmten Mandelmasse mischen (verkneten). Jeden Backling nun mit 2-3 Esslöffeln der Masse füllen. Dann die Sahne aufschlagen und oben draufgeben (am schönsten mit Spritzbeutel und grober Sterntülle). Dann die abgeschnittenen Deckel wieder auflegen und leicht mit Puderzucker bestäuben. Und fertig sind die Semlor. Und jetzt bei einer guten Tasse Kaffee geniessen und von Schweden träumen :)

Und so sollten sie dann aussehen (wobei unsere ersten Versuche zugegebenermassen bei weitem nicht so ästhetisch waren - auch hier gilt “Übung macht den Meister”).

Rezept und Backanleitung by Petra Fuelbert.


“Semlor - one for you and one for me”


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Lappland-News KW 4/2010

- Skotercross VM 2010 (Scootercross Worldcup / Skidoo Schneescooter Weltmeisterschaft WM)

Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Am 27. März findet in Malå nun zum dritten Mal die Skotercross VM statt. Und es wird dieses Jahr nochmals spannender, denn der internationale Motorsport-Weltverband hat das Reglement geändert.

Bislang wurde in Malå die letzte Teilausscheidung der Weltmeisterschaft gefahren. Dieses Jahr wird in Malå nicht nur die letzte Teilausscheidung, sondern das alleinentscheidende Rennen gefahren. Der Termin wurde eigens so gelegt, dass Fahrer aus allen Ländern der Welt teilnehmen können.

Die Änderungen schlagen sich auch in den erwarteten Zuschauerzahlen nieder: Waren es 2009 insgesamt 6.300 Besucher am Wettkampftag, rechnen die Organisatoren in diesem Jahr mit über 10.000 Besuchern. Zum Vergleich: Die Malå kommun hat etwa 3.500 Einwohner.

Also liebe Motorsportfreunde: Unbedingt den 27. März vormerken!

Übrigens: Für Journalisten, Fotografen oder Filmleute können wir auch in diesem Jahr wieder eine Ferienwohnung anbieten. Und wie immer gilt auch dieses Jahr: Wer zuerst kommt, erhält den Zuschlag. Also schnell mailen oder durchklingeln.

Weblinks:

Die offizielle Homepage der Skotercross VM 2010

Aktueller Bericht in Norran


- Jojk soll in die Liste des UNSECO Weltkulturerbes aufgenommen werden

Der Jojk, ein faszinierend-wohlklingender lautmalerischer Gesang der Sami (native Ursprungsbevölkerung), wurde für die Aufnahme in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes vorgeschlagen. Das berichtet der Norran heute aktuell.

Wer sich in die Welt des Jojk einmal hinein hören möchte, wird u.a. hier bei YouTube fündig.


- Sehr viele Wildunfälle derzeit in Västerbotten

Aufgrund des untypisch warmen Winterwetters sind viele Wildtiere derzeit „überaktiv“. Erhöhte Aufmerksamkeit auf Lapplands Strassen ist daher unbedingt angesagt (Quelle).

Und auch heute zum Abschluss wieder ein Bild aus der Herbstserie vom vergangenen Jahr.


- Sunset -

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Lappland-News KW 3/2010

Und hier sind sie, die Neuigkeiten aus Lappland für die KW 3/2010:

- Eine schöne Neuigkeit ist aus dem Tierpark in Lycksele zu vermelden:

Dort gibt es jetzt Webcams mit einem Live-Stream aus dem Bären- und Wolfsgehege. Insbesondere die Webcam aus dem Wolfsgehege ist derzeit zur Tageslichtzeit eine meiner Lieblingswebadressen. Schöner als jeder Bildschirmschoner. Und eine einmalige Gelegenheit, das Sozialverhalten eines Wolfsrudels zu studieren.

Gefunden im Folkblad hier.

-> Hier der Link zur Webcam aus dem Wolfsgehege.

-> Hier der Link zur Webcam aus dem Bärengehege.


- Ist die Zukunft des legendären Sürströmming in Gefahr?

Blogleser haben schon öfter über eine besondere schwedische Delikatesse gelesen: Das Sürströmming. Doch diese Fischspezialität geht einer ungewissen Zukunft entgegen. Warum ist das so?

Von Seiten der EU gibt es ein Verbot für den Verkauf von dioxinhaltigen Fisch. Das Umweltgift Dioxin lagert sich insbesondere in fetthaltigem Fisch ab. Das betrifft leider häufig auch den Ostseehering, der die Basis für die vergorenen Sürströmmingsfische bildet. Noch bis 2012 gibt es für die Ostseeheringe eine Ausnahmeregelung der EU. Wie der Norran berichtet ist es aber sehr fraglich, ob diese Ausnahmeregelung verlängert wird. Sollte das nicht der Fall sein, würde das auch das Ende der Sürströmmingstradition bedeuten.

Unser Tipp: Nutzen Sie die Chance und besuchen Sie Lappland zum Sürströmmingsessen solange das noch möglich ist.


- Künftig noch mehr Direktflüge nach Umeå?

Air Baltics will demnächst weitere Direktflüge von Vasa und Riga (Lettland) nach Umeå anbieten. Die Handelskammer unterstützt das Vorhaben berichtet das Folkblad.


- Lappland: Reizvoll im Winter -

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Lappland-News KW 2/2010

Die wichtigste Neuigkeit aus Lappland: Das Wetter schlägt seine Kapriolen.

Kurz nach Weihnachten sind die Temperaturen abgesackt und wir hatten zwei Wochen richtig gut kühl mit einigen Tagen um die minus 30 Grad. Seit nun „Daisy“ in Deutschland eingefallen ist, ist es hier plötzlich richtig warm. Einigermassen untypisch für die Jahreszeit in diesem Breitengraden. Seit zwei Tagen herrschen nun Temperaturen um die 0 Grad und heute ist das Thermometer kurzzeitig sogar über die 0 geklettert. Das führt zu Problemen, die normalerweise erst im April auftreten:

Extrem hohes Risiko für gefährliche Dachlawinen. Durch die zu hohen Temperaturen wird der Schnee richtig schön zusammen gebacken und eisig. Dachlawinen werden plötzlich zur potentiell tödlichen Gefahr.
Auch Norran hat heute für die Problematik sensibilisiert und gewarnt.

Was gibt es sonst noch an Neuigkeiten? Das Strassenbild verändert sich.
Der Transportstyrelsen (die zentrale Strassenverkehrsbehörde) hat über eine Änderung informiert. Die „Kontrollmärken“, d.h. die kleinen bunten Klebeschildchen auf de Nummernschildern sind zum 1. Januar abgeschafft worden. Bislang gab es ein neues Klebemärkchen jeweils dann, wenn die allfällige KfZ-Steuer bezahlt war. Das ist nun nicht mehr so, und das letzte Märkchen bleibt nun kleben. Frei nach dem Motto: Alles hat seine Zeit.


Ein Foto von heute passend zur Jahreszeit: Menü mit Getränk :)

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Julmarknad och Luciafirandet i Rökå / Weihnachtsmarkt und Luciafeier in Rökå

Weihnachten naht mit Riesenschritten. Zeit für Weihnachtsmärkte. So auch in Malå.

In der Malå kommun gibt es 4 sog. “småorter”; einer davon ist Rökå. Ein småort ist eine “Siedlung mit zwischen 50 und 199 Einwohnern bei weniger als 150 Metern durchschnittlichem Hausabstand”.

Zurück zu Rökå. Dort gibt es eine sehr aktive Byaförening (Gemeinschaft der Dorfbewohner), die sich entschlossen hat, dieses Jahr zusätzlich zur Vågamässa auch einen Weihnachtsmarkt (mit kleiner Luciafeier) zu veranstalten. Ort war das Folkets Hus (die ehemalige Schule).

Dort haben wir uns etwas umgesehen und für unsere Leserinnen und Leser einen Film gedreht und eine Foto-Reportage gemacht. Die Stimmung in Rökå war sehr gut und wir haben viele sehr angenehme Menschen getroffen. Über 40 Aussteller waren mit ihren Ständen vertreten - was sehr beachtlich ist - und die Byaförening hat in der alten Sporthalle Kaffe und Essen serviert. Alles in allem ein runder Tag.

Um 14 Uhr 30 startete dann ein kleiner Luciazug durch das Folkets Hus.

Eigentlich wird das Luciafest am 13. Dezember begangen (und nicht schon am 12.). Die Kombination mit dem Weihnachtsmarkt hat sich aber geradezu aufgedränt.

Zu den geschichtlichen Hintergründen des Luciafestes hatte ich hier vor einiger Zeit schon etwas geschrieben.

Die moderne Luciatradition wurde in Schweden 1927 wieder belebt. Damals hatte eine Tageszeitung in Stockholm die Lucia des Jahres gewählt und im Blatt präsentiert. Die Lokalpresse hatte sich dann landesweit an die Aktion angehängt und an fast allen Orten wurden die Lucias des Jahres gewählt. Dies hat sich seitdem so erhalten.

Übrigens gibt es auch an fast jeder schwedischen Schule eine Lucia und in vielen Büros und in der Verwaltung wird am Luciatag (bzw. am letzten Werktag vor dem Luciatag) eine morgendliche Pause für die Luciafeier eingelegt.

Der Film / filmen (eine by mahlemiuts.com Produktion)

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Die Foto-Reportage / foto reportaget

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Julmarknad och Luciafirandet i Rökå / Weihnachtsmarkt und Luciafeier in Rökå

Anmerkung für alle Fotointeressierten: Alle Bilder mit dem Nikkor 35mm AFS DX und nur mit available light. Processing natürlich mit Bibble 5 (PV 3.2) - mit was sonst?

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Flying Snowballs in Umeå :)

In Umeå wimmelt es derzeit überall von fliegenden Schneebällen. Die Weihnachtsdeko in der ganzen Innenstadt erinnert an eine riesige Schneeballschlacht. Kurzer Snap aus dem laufenden Match hier.

Flying Snowballs in Umeå :)

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Reportage: Mit Laptop und GPS - neue Wege in der Rentierhaltung



Kürzlich hatten wir im Rahmen eines Fotoauftrages die Möglichkeit, den Rentierhalter Jan Rannerud auf einer grösseren Tour durch Wald und Flur zu begleiten. Es ging um den Einsatz moderner Technik bei der Rentierhaltung. Aus der Fülle der entstandenen Aufnahmen haben wir einige ausgewählt, die nicht in der Printausgabe des Norran zu sehen waren, und einen eigenen Text dazu verfasst. Der Text gibt auch ein paar Einblicke „behind the scenes“.

-> Hier gehts zur Reportage: Mit Laptop und GPS - neue Wege in der Rentierhaltung

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Wissenswertes über Västerbotten

Wussten Sie schon:

- dass Västerbotten ein Achtel der Fläche Schwedens ausmacht, aber nur 2,8 der schwedischen Bevölkerung in Västerbotten wohnen und leben?

- dass sich die kleinste Kommune Schwedens - Bjurholm - in Västerbotten befindet undam 31.12.2008 nur 2.516 Einwohner auf 1.316 Quadratkilometern hatte?

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Der grösste Käsehobel der Welt / The worlds biggest cheese slicer / Världens störrsta osthyvel

Zum Sonntag wieder eine der Attraktionen Norrlands: Der grösste Käsehobel der Welt.

Dieser steht an der E4 in Ånäset. Sieben Meter hoch und eine ganze Tonne schwer, symbolisiert er den Beginn des “Ostriket”, des “Käsereiches”.

Dieses “Reich des Käses” geht auf Eleonora Lindström zurück, die etwa 1870 in Burträsk den heutzutage nicht mehr weg zu denkenden Västerbottensost kreiert hat.

Der Västerbottensost (“Västerbottenkäse”) ist eine kulinarische Köstlichkeit, die mittlerweile weltweit bekannt und beliebt ist. Die Herstellung geschieht nach nach alten Rezepten und Verfahren nach wie vor in der Gegend um Burträsk.

Im Ostriket haben sich die Erzeugerbetriebe und die beteiligten Kommunen zusammengeschlossen, um Besuchern einen Einblick in die Welt des Västerbottenkäses zu geben. Dazu gehören z.B. das Ostens-Hus (“Haus des Käses”) in Burträsk, das Ostens-Lager (“Käselager”) in Ånäset und viele weitere interessante Besuchs- und Ausflugsziele, die eine Reise wert sind. Weitere Informationen dazu auf der Homepage des Ostriket: www.ostriket.net.

Der grösste Käsehobel der Welt / The worlds biggest cheese slicer /  Världens störrsta osthyvel

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Umedalen Skulpturpark

Gestern habe ich geschäftlich eine Führung durch den Skulpturpark in Umeå (Umedalen Skulptur) genossen. Guide war eine der dort ausstellenden Künstlerinnen, was die Sache noch spannender gemacht ha. Unglaublich inspirierend.

Seit 1994 werden dort auf dem Gelände des Umedalspark von der
Galerie Andersson Sandström jährlich weltbekannte Künstler eingeladen, um ihre Werke zu präsentieren. Einige Werke bleiben dauerhaft.

Das Projekt hat sich mittlerweile zu einem Projekt mit Weltruhm entwickelt. Das Schöne an der Präsentation der Objekte ist, dass die Sinne geschärft und der Horizont erweitert werden. Kleiner Tipp an alle Besucher der Ausstellung: In alle Richtungen und auch nach oben und unten schauen :)

Der Skulpturpark ist unbedingt einen Besuch wert und ich werde hoffentlich bald mit grosser Kameraausrüstung zurück kommen, um dort einen Tag zu verbringen.

Einen kleinen kreativen Eindruck mag dieses Bild vermitteln. Der Künstler Mikael Richter hat z.B. 10 kreative Verkehrsschilder auf dem Gelände verteilt, die auch einiges über seine Vorlieben aussagen. Er scheint z.B. keinen Sport zu mögen.

Umedalen Skulpturpark

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Reportage: Kungligt besök i Ratan / Königlicher Besuch in Ratan

Gedenkfeierlichkeiten in Ratan

Wieder ein sehr besondereres Ereignis in Västerbotten: Im Rahmen des Märkesåret 1809 (Gedenkjahr 1809) feiert Schweden in diesem Jahr 200 Jahre Frieden auf schwedischen Grund. Ein besonderer Anlass zum Gedenken und Feiern.

Am gestrigen Tage fand im Rahmen des Märkesåret 1809 eine feierliche Gedenkveranstaltung in Ratan (Robertsfors kommun) statt. An dieser Stelle gab es im sog. Finnischen Krieg vor 200 Jahren die letzten Kampfhandlungen auf schwedischem Hoheitsgebiet.

Zur Gedenkfeier waren auch die Königliche Familie (König Karl XVI Gustaf, Königin Silvia und Kronprinzessin Victoria) zugegen.

Eine sehr schöne Gelegenheit, denn die Königliche Familie ist nicht so häufig hier in Västerbotten zu Besuch. Wir waren also natürlich vor Ort und wollen unseren Lesern einen Eindruck über die Festveranstaltung (nebst einiger Nahaufnahmen der Königlichen Familie) geben.

Einer der besonderen Höhepunkte war die Einweihung einer taktilen Karte des Gedenkplatzes in Ratan durch Königin Silvia. Diese über 400 kg schwere Karte aus gegossenem Material, ermöglicht es auch sehgeschädigten Menschen, sich einen Eindruck des Gedenkplatzes zu verschaffen. Die Königin erinnerte in ihrer Ansprache an das Braille-Jahr 2009.

Das Medieninteresse war gross und auf den für Presse und Fotografen reservierten Gebieten herrschte sehr grosser Andrang. Wir haben uns deswegen aufgeteilt und verschiedene Themenbereiche abgedeckt. Morgen folgt zusätzlich eine sehr interessante Reportage, die Einblicke in die Arbeit von Pressefotografen, Filmern und Journalisten gibt.

Seine königliche Hoheit König Carl Gustaf von Schweden in Ratan


-> Hier gehts zur Galerie: Kungligt besök i Ratan / Königlicher Besuch in Ratan 18.9.2009

-> Klick här så kommer du till bildspelet: Kungligt besök i Ratan / Königlicher Besuch in Ratan 18.9.2009

Ihre königliche Hoheit Königin Silvia von Schweden und Kronprinzessin Victoria in Ratan

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Kända platser i Vindeln / Bekannte Plätze in Vindeln

Kronprinzessin Viktoria in Vindeln

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TransEurope-FootRace - 51. Etappe von Sorsele nach Arvidsjaur

Heute eine Reportage mit einigen Eindrücken von der 51. Etappe (Sorsele - Arvidsjaur) des TransEurope-FootRace.

Als ich vor einigen Wochen zum ersten Mal von diesem transeuropäischen Marathon gehört und gelesen habe, musste ich spontan an Alan Sillitoes Buch “Die Einsamkeit des Langstreckenläufers” denken.

TransEurope-FootRace 2009 - 51. Etappe von Sorsele nach Arvidsjaur

Aber zuerst einige Fakten über das Sportevent: Beim TransEurope-FootRace laufen die Teilnehmer von Bari bis zum Nordkap. Der Lauf geht in 64 Etappen von Italien über Österreich, Deutschland, Schweden, Finnland zum Ziel in Norwegen.

Die dabei zurück zu legende Gesamtdistanz beträgt 4.485,6 km. Richtig gelesen. Die 68 gemeldeten Läufer (von denen heute noch 49 im Rennen waren) laufen eine Distanz von beinahe 4.500 Km. Die Etappenlängen liegen zwischen 44 und 95 Km. Läufer aus insgesamt 12 Nationen nehmen am Lauf teil.

Während ich mich intensiv frage, warum jemand diese unvorstellbaren Strapazen auf sich nimmt, muss ich wieder an Sillitoes “Einsamkeit des Langstreckenläufers” denken. Die Essenz aus dem Buch war, dass Colin - so die Hauptfigur im Buch - sich durch das Laufen einen Zugang zu seiner eigenen Identität erschlossen hat und begann, sich wirklich frei zu fühlen. So muss es wohl sein.

Einer der Teambetreuer mit denen wir heute gesprochen haben, hat die Frage, warum sich Menschen das eigentlich zumuten sehr clever und sympathisch mit der Gegenfrage “und warum fotografieren Sie?” beantwortet. Aha. Verstanden. Da geht es eben um eine Leidenschaft (und die schafft bekanntlich bisweilen Leiden, sonst würde sie ja nicht so heissen).

Zurück zum TransEurope-FootRace: Wir haben die 51. Etappe von Sorsele nach Arvidsjaur unterwegs, an Checkpoints und am Ziel in Arvidsjaur begleitet. Das Gefühl der Einsamkeit und eisernen Willens umgibt diesen Megalauf. Beeindruckend mit welcher Selbstdisziplin sich die Läufer Kilometer für Kilometer vorwärts kämpfen, um am Ziel - so sah es zumindest für uns aus - völlig erschöpft anzukommen. Trotzdem waren einige Läufer noch zum einem kurzen Interview bereit. Beeindruckend.

Überhaupt haben wir heute nur freundliche und positive Menschen getroffen:

Engagierte Betreuer, die bereitwillig und gerne über Ihre Erfahrungen und Eindrücke gesprochen haben. Unglaublich positive Streckenposten an den Checkpoints, die geradzu Energie verspüht haben. Und vor allem: Passionierte und trotzdem freundliche und aufgeschlossene Läuferinnen und Läufer.

Auch die Organisation dieses Laufes ist ein Meisterwerk. Ein Fahrzeutross mit viel Equipment muss organisiert werden. Täglich muss die Route markiert werden. Schliesslich wäre nichts ärgerlicher, als irgendwo mitten in Lappland als Läufer “falsch abzubiegen”.

Die eigenwillige Bilderauswahl in der Galerie soll dem besonderen Flair Rechnung tragen und eine Hommage und ein grosses “Danke schön” an die Läuferinnen und Läufer sowie die Organisatoren und alle Helferinnen und Helfer sein.

-> Hier gehts zur Bidergalerie vom TransEurope-FootRace, 51. Etappe, Sorsele-Arvidsjaur (41 Bilder).

Und noch ein paar ergänzende Links für alle, die sich mehr mit dem Lauf beschäftigen wollen:

Hier die offizielle Homepage des Laufes.

Und hier wird der Knipserkollege Helmut Dietz, der selbst aus dem Marathonsport kommt, über die letzten Etappen bis zum Nordkap bloggen und berichten. Viel Freude und Erfolg Helmut!

TransEurope-FootRace 2009 - 51. Etappe von Sorsele nach Arvidsjaur


Übrigens: Das im Artikel erwähnte Buch zum Verständis der Faszination des Laufens, Alan Sillitoes Einsamkeit des Langstreckenläufers können Sie über den Link zu Amazon bestellen (damit unterstützen Sie auch diese Website - denn das alles hier mache ich in meiner Freizeit.)




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Mårdseleforsen

Allen Norrlandreisenden, die etwas von der wunderbaren Natur in Lappland sehen und erleben wollen, empfehle ich die Seitenwege anstatt der grösseren Strassen.

Heute soll es um die Route von Umeå ins Inland gehen. Viele Durchreisende und Urlauber nehmen die E 45 nach Lycksele. Eine durchaus sehr gut ausgebaute Strecke.

Viel schöner und beschaulicher ist indes die am Vindelälven entlang verlaufende 363. Diese Strecke ist zwar nicht so gut ausgebaut und kurvenreicher, bietet aber viele Kleinode und Kostbarkeiten.

Am Vindelälven befinden sich z. B. viele „forsar“ (pl., sing.: fors). Das sind Stromschnellen mit Wasserfällen, die bei höherem Wasserstand beeindruckende Naturschauspiele bieten. Einige davon sind auch mit Wegen und Grillplätzen erschlossen und laden so zu einer Rast ein.

Mårdseleforsen
Reissende Naturgewalten. Ein beeindruckendes Schauspiel.


Ein besonders schöner Platz ist z. B. Mårdseleforsen. Ungefähr 16 Km flussaufwärts nach Åmsele in Richtung Rusksele belegen bietet der Mårdselefors einen Rundpfad und einige sehr schöne Grillstellen. Auf mehreren Hängebrücken kann man über die Wassermassen schreiten und das Naturschauspiel geniessen. Gerade bei Sonnenschein und Hitze kühlen das Wasser und die Gischt die Temperaturen erträglich und erfrischend herunter.

Mårdseleforsen

Eine Hängebrücke über den Mårdselefors. Auf dem Schild an der Brücke steht (übersetzt): „Max. 2 Personen gleichzeitig, Gesamtlast 150 Kg, Abstand zwischen den Personen mindestens 1,5 Meter“ (und ich ergänze: Keinesfalls schaukeln, denn der Wind schaukelt hier schon genug! Und Sie sollten schwindelfrei sein.)
Mårdseleforsen
Eine der sehr schönen Grillstellen. Hier gilt: Bitte hinterlassen Sie den Platz sauber und ordentlich. Nehmen Sie alle Abfälle mit. Gerne dürfen Sie Feuerholz für die nächsten Gäste zurücklassen.

Mårdseleforsen
Der grosse Steg. Nicht schaukeln!
Mårdseleforsen
Und noch ein Blick in die Fluten.

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Kyrkan i Burträsk / Die Kirche in Burträsk


Kirche Kyrkan Burträsk

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Molnigt väder i Burträsk / Bewölktes Wetter in Burträsk

Anfang der Woche ein längeres Shooting in der Gegend von Burträsk. In der Mittagspause diese bezaubernden Wolken. Wie grosse Wattebäusche am Himmel :)


Wolken in Burträsk

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Vorsicht Kunst - Street photography in Umeå

Zum offiziellen Frühlingsanfang in Umeå (22.4. in diesem Jahr) einige Eindrücke. Mit einfachsten technischen Mitteln. Natürlich im Quadrat. Natürlich schwarz/weiss. Achtung Kunst!

Hier gehts zur Galerie

Våren har börjat i Umeå. Några intryck. OBS konst!

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Vid 363:an mellan Rusksele och Sikselberg / An der 363 zwischen Rusksele und Sikselberg

An der 363 in Lappland

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SM i pimpelfiske i Norsjö 5.4.2009 / Schwedische Meisterschaft im Eisfischen in Norsjö 5.4.2009



Heute eine kleine Fotoreportage von der Schwedischen Meisterschaft im Eisfischen in Norsjö am heutigen Tage.

Zuerst aber einige Infos zum Eisfischen:

Das in Mitteleuropa relativ unbekannte Eisfischen (auf Schwedisch „Pimpelfiske“) ist hier Nationalsport. Beim Eisfischen werden die Fische von zugefrorenen Seen oder Flüssen aus durch ein Eisloch gefischt. Diese Art zu Fischen kann sehr ertragreich sein. Im Laufe eines Tages können mehrere Kilo gefischt werden.

Der Eisfischer benötigt für seinen Sport einige spezielle Ausrüstungsgegenstände (die Sie auch in der Fotoreportage wieder finden werden):

Eine Eisangelrute („Pimpelrute“). Verglichen mit einer normalen Angelrute mutet die Pimpelrute geradezu winzig an. Sie misst ca. 20-30 cm. Die Eisangelrute kommt ohne „Hi-Tech“ aus und hat nur eine einfache Rolle für die Aufbewahrung der Schnur. Damit sind Eisangelruten auch sehr günstig: Umgerechnet etwas zwischen 5 und 10 Euro.

Der Eisbohrer darf natürlich auch nicht fehlen. Er ist unverzichtbar um ein Loch in das Eis zu bohren. Auf Wettbewerben werden Handbohrer verwendet. Für den normalen Gebrauch gibt es auch motorgetriebene Eisbohrer.

Zum Eisbohrer gehört die Eiskelle. Sie wird verwendet, um Eisstücke aus dem gebohrten Loch zu entfernen.

Eine „Lebensversicherung“ für den Eisfischer sind die „Isdubbs“. Dazu lesen Sie in den nächsten Tagen hier einen separaten Artikel.

Hier gehts zur Bildergalerie mit 47 Fotos von Petra Fuelbert und Henning Wüst.

Klick här, så kommer du till bildspelet (47 foton) med foton av Petra Fuelbert och Henning Wüst.




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Knallbunte Farben in Skellefteå

Reklame in der Abendsonne: Knallbunte Farben heute in Skellefteå. Um Missverständnissen vorzubeugen: Nein, das ist keine bewusste Werbung, sondern einfach ein farbenfrohes Schild :)

Reklameschild Korvgubben in Skellefteå

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Have a good time :)

Standuhr mit smiley in Skellefteå
(Skellefteå: Klockan på kiosken vid busstationen)

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Schattenkäfig :)

Schattenkäfig
(Upptäckt i Åmsele)

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Fint ljus i Umeå / Feines Licht in Umeå


(Umeå - bron över Ume Älven)

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Konst i Umeå / Kunst in Umeå

Kunst in Umeå Järnvägstorget

Kunst in Umeå Järnvägstorget
(Umeå på Järnvägstorget)


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På vägen till Umeå II / Auf dem Weg nach Umeå II

Litet ovanligt: Renar just utanför Tavelsjö. Mycket för söderut egentligen.
Etwas ungewöhnlich: Rentiere vor Tavelsjö. Eigentlich zu südlich.

Rentiere in Tavelsjö
(Upptäckt just utanför Tavelsjö)

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Isbjörnen i Umeå / Der Eisbär in Umeå

Eisbär in Umeå
(Upptäckt i Umeå på Järnvägstorget)

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Umeå: Modern konst / Moderne Kunst

Im Park in Umeå bin ich heute auf diese Lampenschirme gestossen. Genau hinsehen lohnt sich: Die Lampenschirme sind ausschliesslich aus Resten von Lebensmittelverpackungen (auf Neudeutsch: Recyclingstoffen) gefertigt, die eigentlich in die „grüne Tonne“ gehören. Interessant!

Moderne Kunst in Umeå Lampenschirme aus Recyclingwaren

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På vägen mellan Tavelsjö och Umeå / Auf der Strasse zwischen Tavelsjö und Umeå

Auf der Strasse zwischen Tavelsjö und Umeå
(Mellan Tavalsjö och Umeå)

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Solen på Vindelälven i Åmsele / Sonne über dem Vindelälven in Åmsele

Sonne über dem Vindelälven in Åmsele
(Upptäckt i Åmsele)

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Umeå-Art


(Umeå Strömpilsplatsen)

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På vägen till Umeå / Auf dem Weg nach Umeå



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Gedanken an den Winter: Åmsele und das Vindelälvsdraget

Bei der gestrigen Fahrt nach Umeå sind wir die 363 am Vindelälven entlang gefahren. Ein echter Geheimtipp und um Längen schöner als der Weg über Lycksele (E12). Die 363 führt auch durch Åmsele und dort ist mit das unten sichtbare - leider schon etwas verwitterte - Schild ins Auge gestochen und meine Gedanken schweiften in den tiefen Winter zum Vindelälvsdraget. Aber der nächste Winter und das nächste Vindelälvsdraget kommen ja bestimmt.

Åmsele Vindelälvsdraget

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En dag i Umeå / Ein Tag in Umeå

Gestern war traumhaftes Wetter um eine geschäftliche Fahrt mit einem wunderbaren Ausflug nach Umeå zu verbinden. Umeå ist immer wieder eine faszinierende Stadt. Wir haben die mittägliche Promenade mit der Familie am Ufer des Ume Älven im strahlenden Sonnenschein sehr genossen. Umeå ist ein echter Ausflugstipp in Västerbotten!

Brücke über den Ume Älv in Umeå
Ufer des Ume Älv in Umeå

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Industri / Industrie


(Entdeckt in Norsjö /
upptäckt i Norsjo)

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Vindelälvsdraget 2008


Vindelälvsdraget är världens största draghundsstafett. Idag har vi varit dit (växel Vindelgransele och mål Björksele). Fascinerade och fantastisk och mycket familjärt. Tack!

Jag har tagit ca. 1000 foton idag. Deltagare är välkomna att får foton av de och deras team (om det finns foton av de). Skicka gärna en emalj (wuest [at] lapplandblog.eu).

Klick här, så kommer du till bildspel (52 foton)

Das Vindelälvsdraget ist das weltweit längste Staffelrennen für Hunde. Heute waren wir dort (Staffel-Wechselpunkt Vindelgransele und Tagesziel Björksele). Faszinierend und fantastisch und sehr familiär! Danke!

Teilnehmer dürfen sich gerne melden. Ich habe heute ca. 1000 Fotos gemacht. Wenn ein paar schöne Aufnahmen von Ihnen und Ihrem Team dabei sind, sende ich Ihnen diese gerne per Mail zu. Fragen Sie einfach an (wuest [at] lapplandblog.eu).

Hier gehts zur Fotogalerie (52 Fotos)



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EM i Draghundskörning Skellefteå 2008 / Schlittenhunde EM 2008 in Skellefteå

Das B-Team von lapplandblog.eu hatte heute der Schlittenhunde EM in Skellefteå einen Besuch abgestattet. Es ging u.a. darum neue Perspektiven und Motive zu entdecken. Hier einige Eindrücke. Auf die üblichen Fotos vom Trail hat das B-Team verzichtet :)


Auf den Einsatz der Schneekanone konnte dank unfassbarer Schneemassen verzichtet werden.


Dieser Hund (ich tippe mal auf Hound) hat eine ziemlich lange Schnuffel :)


Der gigantisch grosse Schöpflöffel hat die Fotografin fasziniert. Der Hunger ist gross.


Hier hat ein Musher die Ösen zum Anbinden der Hunde kurzerhand an die Autokarosserie geschweisst. Was der TÜV wohl dazu sagt?

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Dagen i Lycksele / Der Tag in Lycksele

Gestern war ich beruflich einen Tag in Lycksele unterwegs. Traumhaftes Wetter.
Derzeitiges Wahrzeichen Nummer 1 der Stadt: Der überdimensionale Schneemann.


Wahrzeichen Nummer 2: Die gefrorene Fontäne am Ume Älv.


(Wegen regem Freitagnachmittagsverkehr auch hier beide Fotos aus dem fahrenden Auto.)
Zum Beschluss noch ein schöner Blick auf den Ume Älv.



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Utsikt på frusen Skellefte Älv / Aussicht auf den gefrorenen Skellefte Älv



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En dag i Storumans område / Ein Tag in der Gegend von Storuman

Idag har vi varit i Storumans område. Några foton. Heute waren wir rund um Storuman unterwegs. Hier einige Impressionen.








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Dagen i Källan-Hotellet / Ein Tag im Hotel Källan

Idad vill jag berätta lite om dagen i Källan Hotellet. Det ligger mycket trevligt i Åmliden utanför Norsjö. Hotellet ligger nära Västerbottens högsta berg, Åmlidenberget (551m.ö.h). Hotellet är ett ställe var man kan åka i grupp eller ensam för att samla krafter, hinna i kapp sig själv, återvinna balans och utvecklas som människa.

Mera Information finns det här på Källan Hotellets Hemsidan.

Nicht weit von Malå antfernt gibt es im Åmliden das Hotel Källan. Es ist sehr malerisch in der Nähe des höchsten Berges in Västerbotten, des Åmlidenberg (551 ü. M.), belegen. Das Hotel eignet sich hervorragend, um einzeln oder in der Gruppe Kräfte zu sammeln und/oder sich strategisch neu auszurichten. Auch für Konferenzen und Tagungen ein echter Geheimtipp!

Mehr Informationen hier auf der Homepage des Hotels.




Aussenansicht / Framför Källan-Hotellet



Fotografisch reizvolle Fassade / Trevligt att fotografera



Wellness-Bereich / Innan Hotellet



Blick nach aussen (mit Selbstportrait) / Utsikt på utåt

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Påminnelse: Gratis kalender för året 2008

Nu finns det vår kalender för året 2008 med snygg foton från Lappland. Download här (PDF, 2,5 MB).

Unser kostenloser Kalender für das Jahr 2008 mit schönen Lappland-Fotos liegt für Sie zum Download bereit (PDF, 2,5 MB).


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Abenteuerliche Fahrt nach Skellefteå

Heute war eine Fahrt nach Skellefteå zum Einkaufen geplant. Der morgendliche Blick aus dem Fenster verhiess aber nichts gutes: Viel zu warm und Niederschlagsgefahr. Ich bin trotzdem gefahren. Bei um die 0 Grad hat es dann kräftig geregnet. Ergebnis: Spiegelglatte Strassen. Wieder einmal eine interessante Erfahrung. Fotografisch hat sich die Fahrt aber gelohnt.



Baumgruppe im verregneten Nebel in der Nähe von Boliden.



Ein Blick über den Skellefte-Älv mit Blick auf einen der alten Träger der längsten Seilbahn der Welt. Aber dazu schreibe ich demnächst mal etwas ausführlicher.

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