Im Betatest: Argent Film Simulator App für iOS

Vorbemerkung

Worauf der Charme von Bildern im Retro-Style, d.h. im Stil von klassischen Film- und Entwicklerkombinationen, oft veredelt mit Farbfiltern und getöntem Papier, beruht, wäre eine Frage an die Psychologen und Verhaltensforscher. Vielleicht gibt es eine Korrelation mit dem Alter der Fotografen und Betrachter? Oder vielleicht ist es einfach nur eine Alternative für alle, die der Dunkelkammer leid geworden sind? Ich weiss es nicht. Jedenfalls gehöre auch ich zur Gruppe der Retro-Fans und deswegen hat mich die Nachricht, die mich vor einigen Wochen erreichte, sehr neugierig gemacht: Die Entwicklung einer neuen und sehr vielversprechenden App für die Filmsimulation unter iOS geht in die Endphase.

Kritiker könnten argumentieren, dass es bereits hinreichend viele solche Apps gibt. Ja und Nein. Die neue App "Argent Film Simulator" hat das Zeug dazu, etwas Besonderes zu sein. Der Entwickler hinter der App ist Sean M Puckett, ein Urgestein in Sachen Filmsimulation. Er entwickelte bereits vor etlichen Jahren die legendären Plugins Andy (für V4) und Andrea (für V5) für den RAW-Konverter Bibble (den es bekanntlich seit 2011 leider nicht mehr gibt). Auch für den - wenig geglückten - Nachfolger von Bibble, AfterShot Pro, entwickelte Sean ein Plugin namens Nostalgia, den Nachfolger von Andy und Andrea. Viele Fotokünstler haben seinerzeit Bibble und AfterShot Pro gerade wegen der phänomenalen Plugins von Sean genutzt.


Die Neuigkeit

Vor einigen Wochen erfuhr ich, dass Sean an einer App (die auf den Namen "Argent Film Simulator" hört) arbeitet, die eine Weiterentwicklung seines klassischen Plugin-Konzeptes ist. Nach einem kurzen Mailaustausch habe ich die neue App seit geraumer Zeit als Betatester unter der Kur. Und um es für die eiligen Leserinnen und Leser kurz zu machen: Die App ist ein Volltreffer.


Das Konzept

Das Konzept der App ist pures WYSIWIG ("What You See Is What You Get", oder auf Deutsch: "Was du siehst, ist was du bekommst."). Alle Einstellungen und Änderungen werden direkt in der Preview dargestellt. Und die Preview ist charmanterweise immer als Hintergrundbild sichtbar. Die Einstellungen werden als Overlays dargestellt. Das ist unglaublich praktisch.

Sean hat sich dem Konzept "less is more" verschrieben und so sind die Bedienelemente und Menüs sehr aufgeräumt und übersichtlich.

Argent Film Simulator - Aufgeräumt und übersichtlich: Die Standardansicht
Aufgeräumt und übersichtlich: Die Standardansicht


Am unteren Bildschirmrand

Am unteren Bildschirmrand gibt es ein grosses Einstellrad für die Belichtungskorrektur (bei Autoexposure), bzw. die manuelle Einstellung der Belichtung. Nun zu den restlichen Bedienelementen an dieser Stelle.

Ganz links lässt sich die Vignette einstellen, daneben der Button, über den die Presets abgerufen werden (dazu später mehr). In der Mitte der grosse Auslöser, der durch die mittigen Halbkreise die Verschlussgeschwindigkeit und die Verwackelungsgefahr anzeigt (je mehr Halbkreise, desto längere Verschlusszeit). Rechts daneben der Button, der die Funktion des Autofokus festlegt und ganz rechts die Auswahl des Seitenverhältnisses (darunter auch einige eher unübliche Formate). Der Button für das Seitenverhältnisses gibt über Swipe zusätzlich den Zugriff auf verschiedene Hilfslinienmuster frei.

An Presets gibt es acht Bänke mit je sechs Presets. Das genügt auch einem weitgefächerten Bedürfnis nach individueller Auswahl.

Die Bedienerführung ist so einfach wie möglich. Die Buttons lassen sich durch klicken in ihrem Status weiterschalten. Einige können zusätzlich auch durch ein Swipe nach oben oder unten bedient werden.

Argent Film Simulator - Ein Klick auf das Symbol mit den drei Punkten gibt zusätzliche Bedienelemente frei
Ein Klick auf das Symbol mit den drei Punkten gibt zusätzliche Bedienelemente frei


Am oberen Bildschirmrand

Am oberen Bildschrimrand lassen sich durch einen Klick auf das Symbol mit den drei Punkten die Werkzeuge für den Belichtungsmodus (auto oder manuell), den Weissabgleich, die Fokusmethode, den Flip-Mode (180-Grad Rotation an oder aus), den Selbstauslöser und die Kameraauswahl (front oder rear) bedienen. Klingt viel komplizierter als es ist, und die meisten Einstellungen hier werden ohnehin eher selten benötigt (abgesehen vom Weissabgleich). Der Weissabgleich ermöglicht auch den Einsatz einer Graukarte, denn er lässt sich "locken". Für die schwarz/weissen Presets kann es sich empfehlen, den Weissabgleich fest auf Tageslicht einzustellen.

Argent Film Simulator - Bei der Auswahl eines Presets werden die Informationen dazu angezeigt
Bei der Auswahl eines Presets werden die Informationen dazu angezeigt


Zwischenstand

Nach drei Wochen mit der neuen App kann ich sagen, dass die Anordnung der Bedienelemente und die Bedienung selbst flüssig und organisch gut sind. Alles ist "an der richtigen Stelle" und die Bedienung geht nach sehr kurzer Eingewöhnung zügig von der Hand.

Argent Film Simulator - Mächtiges Werkzeug unter der Haube: Der Preset-Editor
Mächtiges Werkzeug unter der Haube: Der Preset-Editor


Verborgene Power: Der Preset-Editor

Bislang haben wir uns nur mit der Standardoberfläche befasst. Das Konzept hinter der App ist - wie schon gesagt - WYSIWYG. Alle Presets für die einzelnen Filmsimulationen - die bereits ab Werk mit geschmackvoller Auswahl belegt sind - lassen sich mit einem mächtigen Editor individuell bearbeiten. Nicht alle Standard-Presets mögen jedem Anwender gefallen und viele Anwender werden den Look einer speziellen Film- und Entwicklerkombination haben wollen. Hier kommt der mächtige Preset-Editor ins Spiel. Die einzelnen Filme sind aus Gründen des Copyright nicht immer exakt mit der Originalbezeichnung benannt (z. B. "Fuj Velvet 100"), aber der Kenner wird sofort erkennen, was jeweils gemeint ist.

Wer früher schon mit den Plugins von Sean gearbeitet hat, wird sich hier sofort heimisch fühlen. Für jeden Preset lässt sich eine individuelle Kombination aus Film, Papier (soweit nicht Slidefilm), Anpassungen und Tönung (bei s/w) festlegen. Zusätzlich lässt sich wählen, ob eine digitale, lineare Sättigungskurve oder eine filmtypische solche verwendet werden soll.

Im oberen Bereich des Editors findet sich die Auswahl einer Fülle von Filmen. Viele davon sind bekannte Klassiker, aber auch einige "Exoten" befinden sich darunter. Für jeden Geschmack dürften sich eine passende Auswahl finden.

Die blauen Symbole stehen für schwarz/weiss Filme, die grünen für Farbfilme. Die sich vom Look nahestehenden Filme sind durch hellere und dunklere Symbole hervorgehoben. Gefüllte Quadrate stehen für Sofortbildfilme, halbe Quadrate für Diafilme, gefüllte Kreise für Negativfilme und halbe Kreise für Positivfilme. Die gelbe Hervorhebung gibt an, welche Kombination gerade aktiv ist. Alle Änderungen werden stets sofort im Sucherbild im Hintergrund sichtbar. Sehr praktisch ist die Möglichkeit mit einem Finger langsam über die Auswahlbuttons zu streichen, und die Änderungen im Hintergrund live zu sehen.

Zusätzlich lassen sich noch Farbfilter und die Entwicklungszeit (Negativ und Papier) angeben. Ein nettes Feature aus den Desktop-Plugins findet sich auch hier: Alle Filme lassen sich erzwungenermassen als schwarz/weiss oder Farbfilm entwickeln, was in vielen Fällen interessante Effekte gibt.

Der Editor ist - wie schon gesagt - sehr mächtig. Die meisten User werden sich aber für Ihre "Favoriten" entscheiden. Die können dann in einer der Presetbänke gespeichert werden. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ich alte es simpel: Meine Favoriten sind in logischer Folge (erst die Farb- dann die schwarz/weiss-Presets) in der ersten Presetbank gespeichert, und dadurch jederzeit in Griffweite.

Wer sich einen visuellen Eindruck der Fähigkeiten verschaffen möchte, kann auf Instagram dem Hashtag #ArgentFilmSim folgen.

Die neue App setzt iOS 9 (und damit mindestens ein iPhone 4S) voraus.

Sean hat mir heute mitgeteilt, dass die App gerade für die Veröffentlichung im App-Store eingereicht wurde. Sie dürfte ein ein bis zwei Wochen verfügbar sein. Es wird eine Freeware-Version geben, bei der es nicht möglich ist, Änderungen in den Presets zu speichern. Eine überaus faire und anwenderfreundliche Lösung, die es ermöglicht, die App ausfürhlich zu testen, bevor man die volle Funktionalität über einen In-App-Kauf freischalten möchte.

Mein Fazit: Sie drei Wochen benutze ich ausschliesslich fast nur noch Argent Fil Simulator und bin von den Ergebnissen sehr begeistert. Ein echter Geheimtipp.


UPDATE 2015-12-24: Kurz vor Weihnachten ist Argent Fim Simulator 1.0 nun im Apple AppStore gelandet.

"Nicht im Test" - eine neue Bilddatenbanksoftware für Mac OS X

Eigentlich, ja eigentlich wollte ich hier einen ausführlichen Testbericht einer neuen Fotodatenbanksoftware posten. Den Namen verschweige ich einstweilen da ich nicht weiss, worauf genau die sogleich zu schildernden Probleme beruhen.

Bislang tut hier als Bilddatenbanksoftware immer noch das gute alte iView Media Pro 3 seinen Dienst. Das hat zwar schon etliche Jahre auf dem Buckel, läuft aber wie das sprichwörtliche Schweizer Uhrwerk. Der Haken an der Geschichte ist, dass die Software noch aus der PowerPC-Zeit stammt und die letzte OSX-Version unter der diese Softwarearchitektur noch - unter Rosetta emuliert - läuft, ist 10.6.8. Und das ist ja mittlerweile auch nicht mehr ganz taufrisch (10.6 - alias "Snow Leopard" wurde 2009 vorgestellt und 2011 von 10.7 abgelöst). Mit dem zunehmendem Alter der eingesetzten Maschinen läuft die Lebensuhr von iView Media Pro 3 also ab.

Eine neue Software muss also her. Die ins Auge gefasste neue Software fällt durch ihre ausgesprochene Schlankheit auf. Die Installation geht schnell vonstatten und die Software macht auch einen gut durchdachten Eindruck. Also an den Test: Import eines Teils aus dem Bildbestand, ungefähr 250.000 Dateien. Nachdem nach vier Tagen immer noch kein weiterer Fortschritt beim Import zu verzeichnen ist, breche ich den Vorgang ab. Auch der Versuch mit 70.000 Bildern führt zu demselben Ergebnis. Mein Zutrauen in den Testkandidaten verflüchtigt sich zusehends. Mit einigen wenigen Bildern (100-500 Stück) klappt der Import. Aber das kann ja so nicht gemeint sein, denn im digitalen Zeitalter sammeln sich schnell mehrere hunderttausend Bilder an. Der Test wird an dieser Stelle also abgebrochen. Der Hersteller ist informiert. Vielleicht klappt es ja nach einem Update...

Fototipp: Photo Ninja mit Unterstützung für Kameras von Fujifilm

Seit dem letzten Bericht über Photo Ninja - vor etwa einem Jahr - hat sich wieder viel getan. Die Versionsuhr steht mittlerweile auf 1.2.2 (mit einer 1.2.3 Beta, dazu sogleich mehr).

Was hat sich getan? 

- Eine Vielzahl neuer Kameras sind dazu gekommen. Darunter auch die aktuellen Modelle von Fujifilm. Und in der 1.2.3 Beta wird nun auch die Highlight Recovery für X-Trans Sensoren unterstützt. Da wir keine Fuji im Hause habe, können wir aus eigener Anschauung dazu nichts berichten. Das Feedback, das wir von Fuji-Anwendern bekommen, ist aber durchweg positiv. 

- "Unter der Haube" wurde viel optimiert, was vor allem auch der Geschwindigkeit zugute gekommen ist. Das Arbeiten geht - auf einem zeitgemässen Computer - jetzt richtig flüssig vonstatten. Probleme mit Abstürzen haben wir selbst nur einige Male auf dem PC (jedoch nicht auf dem Mac) erlebt. Hersteller Picturecode gibt jedenfalls an, das Programm sei noch stabiler geworden. Nachdem wir im Haus wieder auf eine reine Mac-Umgebung umgestiegen sind, haben wir aber keine Lust einen PC aus der Mottenkiste zu holen, um das zu testen. 

- Zahlreiche Detailverbesserungen.

Wer eine genaue Übersicht über die Evolution der Software haben möchte, sei auf das Change Log verwiesen.

Was ist unser Urteil nach eineinhalb Jahren Photo Ninja? 

Wir sind immer noch begeistert von der Bildqualität und dem "Look" (RAW-Converter sind ja immer auch eine Frage des persönlichen Geschmacks).

Wer einen RAW-Converter der Spitzenklasse sucht, dem sei Photo Ninja nochmals ausdrücklich ans Herz gelegt. 

Photo Ninja 1.2.2a

"The Visual Toolbox" von David DuChemin - Das perfekte fotografische Weihnachtsgeschenk

Was, liebe Leserin, lieber Leser, können Sie fotografiebegeisterten Menschen zu Weihnachten schenken?

Eine gute Frage. Mit den Fotografiebegeisterten ist das ja bekanntlich so eine Sache. Denn bei ihnen schlägt das berühmt-berüchtigte "Gear Acquisition Syndrome (GAS)" gerne, häufig und heftig zu. Besonders gerne zu Weihnachten. Die Begehrlichkeiten sind oft gross.

Sie, liebe Leserin, lieber Leser, sollten dem entschieden und energisch entgegen treten.  Schenken Sie statt - im Zweifel ohnehin unnötiger - Ausrüstung und Zubehör lieber fotografisches Know-How. Womit wir beim Thema wären.

In der fotografischen Know-How-Schmiede Craft & Vision ist kürzlich ein neues Buch von David DuChemin erschienen. 

"The Visual Toolbox" ist ein ausführlicher fotografischer Werkzeugkasten, bzw. Workshop, der aus 50 Lektionen besteht. Auf 200 Seiten führt David den wissbegierigen Leser von "Read Your Manual" über "Learn To Isolate" bis hin zu "Study The Masters". 

Der Clou ist nicht nur das profunde Wissen, sondern auch der wunderbar flüssige Stil von David. Seine Ausführungen sind prägnant auf den Punkt gebracht und wirken manchmal beinahe schlicht und pragmatisch. Aber sie haben es in sich. Das merkt der Leser spätestens bei den am Ende jeder Lektion enthaltenen Übungsaufgaben. 

Lektion 34 dreht sich zum Beispiel darum, abzuwarten. Das klingt einfach. Ebenso wie die zugehörige "Hausaufgabe". Eine ganz andere Sache ist es aber, sich eine landschaftlich reizvolle Stelle als Motiv zu suchen, lange und geduldig auf den passenden Vordergrund (z. B. ein Tier) zu warten und während dessen alle denkbaren und möglichen Gestaltungsoptionen zu durchdenken. 

Fazit: Wer das Buch Lektion für Lektion mit allen Übungsaufgaben tatsächlich durcharbeitet, wird einen grossen Gewinn aus ihm ziehen können.

Hinzu kommt: Arbeitet der mit dem Buch Beschenkte das Werk ernsthaft durch, hat er mehrere Monate Freude an seinem Weihnachtsgeschenk und einen gewaltigen Know-How-Zuwachs. Er (oder sie) wird ihnen dann dankbar sein.   

Der Preis von 20 USD für die PDF-Ausgabe ist günstig und der edle Schenker kann zudem einfach und bequem von zu Hause aus einkaufen.  

Mein Fazit: Ein perfektes Geschenk für alle Fotografiebegeisterten. Deutlich besser als einige weitere fotografische Staubfänger im fotografischen Equipment-Glasschrank. 

-> Hier geht es zu Craft & Vision. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.

Rezension: The Visual Toolbox von David DuChemin - Das perfekte fotogafische Weihnachtsgeschenk

Im Test „Perfectly Clear“ von Athentech – Schlussfolgerungen aus dem "JPEG-Modus"

Wie bereits erwähnt, sah unser fotografischer Sommer anders aus, als erwartet.

Diesen Sommer waren wir in der Hauptsache für – meist schwedische – Zeitungen unterwegs. Sehr spannend – und zugleich mitunter stressig. Die zeitlichen Vorgaben für die Ablieferung der Files waren i. d. R. sehr eng, was zum „JPEG-Modus“ („schneller Reportagemodus“) geführt hat. Und zu einer weiteren Frage: Wieviel Bildretusche ist erlaubt?

Von Zeitung zu Zeitung unterscheidet sich das zwar im Detail, aber wir folgen im Zweifel der Faustformal: Nur das ist erlaubt, was auch in der Dunkelkammer mit einfachen Mitteln hätte gemacht werden können. Das bedeutet:

- Keine Veränderungen von Details;
- Zulässig sind Veränderungen von Helligkeit, Kontrasten oder Farben;
- Zulässig ist massvolles Dodge und Burn.

Was darüber hinaus geht, muss im Einzelfall mit der jeweiligen Bildredaktion abgestimmt und als Montage oder Retusche gekennzeichnet werden (ob die Redaktion das bei der Veröffentlichung dann ebenfalls angibt, ist deren Problem).

Der Zeitdruck vor Ort führt manchmal dazu, dass Belichtung oder Weissabgleich nicht so perfekt sind, wie bei einem geplanten Fototermin im Tourismus. Und meistens gibt es eben auch nur „einen Take“.

Das zusammengenommen hat uns vor die Frage nach einem guten, einfachen und schnell einzusetzenden Tool für die reine JPEG-Nachbearbeitung geführt. Ein Photoshop-Plugin sollte es sein. Auf dem Markt tummeln sich verschiedene Lösungen. Nach einer Recherche sind wir auf Perfectly Clear von Athentech aufmerksam geworden.

Als frühere Bibble-Anwender waren uns das Produkt und die Technologie bekannt. Im alten Bibble 5 hatte die vereinfachte Version von Perfectly Clear bisweilen gute Dienste geleistet (und im Nachfolger AfterShot Pro ist es ebenfalls noch enthalten). Manchmal waren die Resultate aber auch weniger berauschend. Die Zeit von Bibble ist aber nun schon einige Jahre her, und Athentech hat das Plugin in der Zwischenzeit weiter entwickelt.

Gesagt, getan. Nachdem es von Perfectly Clear auch eine App fürs iPhone gibt, haben wir zunächst in diese investiert, um uns einen ersten Eindruck von der weiter entwickelten Technologie zu verschaffen. Der spontane Eindruck war recht positiv, also war der Test des Photoshop-Plugins die logische Schlussfolgerung.


Verkleinertes Originalbild „out of the cam (OOC)“

Das hier zur Veranschaulichung verwendete Bild ist zugegebenermassen extrem: Ein Foodfoto, aufgenommen unter grauenhaftem und dunklem Licht mit der guten alten Nikon D200 (die "Rausch- und Farbstichkönigin" war hier als Reservebody mit im Koffer) bei 1/60, f4, ISO 900. Das Bild stammt aus einer Reportage über ein neues Restaurant und sollte halbseitig in der Zeitung erscheinen. Out of the cam ist es - sagen wir es positiv - nur als "ausbaufähig" zu bezeichnen.


Perfectly Clear kommt aufgeräumt und übersichtlich daher

Die Korrektureinstellungen von Perfectly Clear sind übersichtlich und oft liefert bereits die Standardvorgabe schnell brauchbare Ergebnisse. Bei unserem Testbild allerdings hilft die Standardvorgabe nicht weiter. Wegen der extremen Farbabweichung haben wir die Voreinstellung "Farbstich entfernen" zur automatischen Korrektur des Weissabgleiches ausgewählt. Im Prinzip wäre das auch manuell über den Regler "Farbkorrektur" zu machen gewesen. Aber unter Zeitdruck ist die Vorgabe die erste und schnelle Auswahl. Ansonsten sind im ersten Schritt alle Einstellungen auf Vorgabe. Dem Finetuning sind allerdings keine Grenzen gesetzt.


Hier mit Korrektur am Weissabgleich und Rauschunterdrückung

Nun zeichnet sich der bewährte Kamera-Oldtimer aus dem Hause Nikon nach heutigen Massstäben durch heftiges Rauschen aus. Bei ISO 900 ist ein OOC Bild bereits deutlich über der kritischen Grenze (die bei der Verwendung für Zeitungs-Print - je nach Einsatzbereich - irgendwo zwischen 400 und 800 liegt).


100% Crop aus dem OOC

Deswegen haben wir im zweiten Take einfach die Rauschunterdrückung mit der Vorgabe "Night Scene" verwendet und das Ergebnis ist brauchbar.


100% Crop aus dem mit Perfectly Clear bearbeiteten Bild
Gesamtbearbeitungsdauer: 15 Sekunden!


Die im Schnellverfahren korrigierte Version wurde so auch gedruckt

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Der Blickwinkel dieser Besprechung ist die möglichst schnelle und geschmeidige Bearbeitung vieler Bilder mit brauchbaren Ergebnissen für die Publikation in Tageszeitungen. Es steht völlig ausser Frage, dass mit manueller Detailarbeit und einzelnen Spezialplugins viel bessere Ergebnisse erzielt werden können. Aber darum geht es hier nicht.

Fazit: Für den zeitkritischen „JPEG-Modus“ ist Perfectly Clear von Athentech unser neues Tool der Wahl. Und auch ausserhalb dieses Anwendungsbereiches ist das Plugin eine wertvolle Hilfe, um Bildern einen schnellen "Punch" zu geben.

Unser Tipp: Wer sich selbst einen Eindruck verschaffen möchte, kann beim Hersteller Athentech eine 30-Tage-Demoversion downloaden.

Review: Guy Kawasaki - APE How to Publish a Book

Guy Kawasaki vorzustellen gleicht nun wirklich dem Eulen nach Athen tragen. Ich verfolge seinen Werdegang seit seinen frühen Tagen bei Apple als seinerzeit erster offizieller „Mac Evangelist“. Im Laufe seiner Karriere hat er sich zu einem der weltweit führenden Experten und Berater in Sachen Unternehmensgründung und Unternehmensentwicklung entwickelt. Auch zu den neuen Medien hat er ein sehr aufgeschlossenes Verhältnis. Er ist u.a. einer der führenden Protagonisten von Google+ und sein Buch „What the Plus!“ war einer der ersten (und besten!) Wegweiser für die neue Plattform.

Heute soll es um Guys neuestes Buch „APE – How to Publish a Book“ gehen.

Aber erst einmal die Frage: Warum überhaupt ein Review  zu einem Buch über das Schreiben und Publizieren von Büchern? Geht es hier im Blog nicht hauptsächlich um Lappland und Fotografie? Schon, aber in der Welt des und der Kreativen spielen Bücher – einerlei ob in Papierform oder als Ebook – nach wie vor eine sehr grosse und oft unterschätzte Rolle. Um eine „Botschaft“ oder ein kreatives Werk zu verbreiten, sind Bücher geradezu ein Muss.

Meistens läuft das so: Der Gedanke an ein Buch ist schnell gefasst und auch das passende Thema ist meist vorhanden. Die Tücke aber liegt darin, ein Buchprojekt mit allen seinen Phasen wirklich „durch zu ziehen“. Die harte Arbeit will getan werden und viele Klippen warten entlang des Weges.

Ich schreibe aus eigener Erfahrung. In meiner früheren juristischen Laufbahn habe ich mehrere Bücher zu verschiedenen Themen aus dem Arbeits- und Antidiskriminierungsrecht verfasst, die mich – im Verlauf der Produktionsprozesses -  jedesmal beinahe in die Verzweiflung getrieben haben. Ein guter Ratgeber auf dem Weg wäre Gold wert gewesen. Und genau in diese Lücke springt APE.

Hinzu kommt noch ein Weiteres: Die Welt der Bücherproduktion hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Die Macht der Verlage ist gebrochen. Jedermann kann seine eigenen Werke heutzutage selbst verlegen und vertreiben. Genau an diese Gruppe richtet sich APE mit dem Vorsatz, Licht in den Dschungel des Prozesses vom Schreiben bis zum Publizieren eines Buches zu bringen.

Damit wären wir auch gleich bei der Bedeutung des Titels APE angelangt. Das Akronym steht für Author, Publisher und Entrepreneur, jene drei Rollen, die der Selbstautor und Selbstpublizist inne haben wird.

Der Gliederung nach A, P und E folgt auch der Aufbau des Buches. Die Kapitel 1 bis 7 sind der Rolle als Autor gewidmet, die Kapitel 8 bis 21 der Rolle als Herausgeber und die Kapitel 22 bis 29 schliesslich der Rolle als Entrepreneur. Das Buch ist dabei kein Leichtgewicht: Es umfasst 324 Seiten.

Im ersten Abschnitt (Autor) geht es in erster Linie um die revolutionäre Entwicklung in den Bereichen Ebooks und Eigenverlag. Der Leser versteht, was dieser Paradigmenwechsel für Auswirkungen hat und wie dieser die schreibende Selbstverwirklichung gleich einem Inkubator fördern kann.  

Aus eigener Erfahrung als Fachautor kann ich die Ausführungen, Hinweise und vielen praktischen Tipps durchweg nur unterstreichen. Guy wirft nicht mit „Allgemeinplätzen“ um sich, sondern gibt in einem prägnanten und knappen Stil konkrete Ratschläge und „To-Do‘s“. Das ist wohltuend, weil echter „Know-How-Transfer“ in Reinform.
Sehr nüchtern – hier kommt Guys Hintergrund als Investor deutlich zum Vorschein – widmet er sich dabei auch dem Thema „Wie finanziere ich mein Buchprojekt“.  Auch hier konkrete Tipps und Fakten.  

Was mir im ersten Abschnitt passim besonders gut gefällt: Der durchgängige Gedanke des „Mach Deine Arbeit“. Der Wunsch ein Buch zu schreiben ist schnell gefasst. Es schreibt sich aber nicht von alleine. Ein Buch auf den Weg zu bringen, ist schlicht harte und kontinuierliche Arbeit (die eine intrinsische Motivation erfordert).

Im zweiten Abschnitt geht es um die Rolle als Herausgeber. Hier wird der Weg vom Manuskript zum fertigen Produkt Buch beschrieben. Das beinhaltet die Korrekturen, das Layout, das Cover und vieles mehr; auch die Frage in welcher Form (Papier oder Ebook) das Werk publiziert werden soll.  Besonders interessant – weil andernorts oft unbeachtet – ist die Frage der Preisfindung. Schliesslich widmet sich Guy auch der Zweitverwertung als Hörbuch und Übersetzungen in andere Sprachen.

Der dritte Abschnitt hat einen „beonderen Kick“.  Hier geht es darum, das Werk „an den Mann“ und „an die Frau“ zu bringen. Guy spielt souverän auf der Klaviatur seiner Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich Marketing, was die Lektüre zum echten Genuss macht (und viele Einsichten bietet). Vom „Personal Branding“ bis hin zu ganz praktischen Fragen, wie z. B. der Erstellung eines guten Social-Media-Profiles werden alle relevanten Bereiche abgedeckt.

Alles in allem ist das Buch ein äusserst gelungener Wurf. Besonderes Schmankerl sind übrigens auch zahlreichen (knapp über 400) weiterführenden Links zu ergänzenden Informationen, Artikeln und Checklisten.

Zusammenfassung: Ich  kann das Buch allen, die ein eigenes Buch schreiben, herausgeben und vermarkten wollen nur wärmstens ans Herz legen. Was hätte ich mir gewünscht einen solch kompetenten und umfassenden Ratgeber vor einigen Jahren bereits gelesen zu haben.  

Review: Guy Kawasaki - APE How to Publish a Book

Update: Photo Ninja von Picturecode macht Evolutionssprung

Vor kurzem hatte ich Photo Ninja von Picturecode einem Test unterzogen. Seitdem ist Photo Ninja bei uns übrigens im Dauereinsatz. Was soll ich sagen? Kurz und gut: Wir sind begeistert. Die Bildqualität ist unglaublich gut und die vielen smarten und durchdachten Funktionen erleichtern den fotografischen Alltag ungemein.

Beim Initialtest hatte ich auf die fehlende Batch-Bearbeitung hingewiesen. Diese wurde nun mit dem Update auf die Version 1.05 ergänzt. Wiederum auf sehr smarte Art und Weise:
Sind alle Bilder bearbeitet (sichern nach der Bearbeitung jeweils nicht vergessen) werden die gewünschten Bilder - am besten in der übersichtlichen Browseranzeige - ausgewählt. Dann ein CTRL-Klick (Mac) oder ein Rechtsklick (PC) und im Menü „Batch render“ auswählen. Praktische, einfache und sehr gute Implementierung.

Wer weiter in die Zukunft von Photo-Ninja schauen möchte, kann sich die aktuellste Beta herunterladen, die Plugins für die gängigen Bildbearbeitungsprogramme (z. B. Photoshop) enthält. Ich bin noch dabei, die aktuellste Beta zu testen und werde dann ein weiteres Update posten.

Update: Photo Ninja von Picturecode macht Evolutionssprung
Neu: „Batch render“ mit Photo Ninja

Review: Photo Ninja von Picturecode - RAW Konvertierung der Spitzenklasse

Obwohl das Fotografieren in JPG - nicht zuletzt durch die immer besser werdenden kamerainternen Engines in den neuen m4/3 Kameras - wieder deutlich an Popularität gewonnen hat, ist RAW für alle qualitätskritischen Aufnahmen nach wie vor Pflicht. Der Haken an der Sache liegt freilich darin, dass die eigentliche Arbeit dann oft erst am Computer anfängt. RAW-Dateien wollen entwickelt, d.h. umgewandelt und bearbeitet werden. Ein leistungsfähiger RAW-Konverter, der sich gut in den eigenen Workflow einpasst, ist also gefragt. Auf dem Markt tummeln sich einige Kandidaten und kürzlich ist ein "neuer Stern am Himmel" verfügbar geworden: Photo Ninja von Picturecode.
 
Die Softwareschmiede Picturecode dürfte als Hersteller der Noise Ninja Plugins weithin bekannt sein. Vor einiger Zeit hat man sich bei Picturecode entschieden, die reine Plugin-Entwicklung einzustellen und die vorhandene Technologie und das vorhandene Know-How stattdessen in die Entwicklung eines neuen "High-End" Raw-Konverters zu investieren.
 
An dieser Stelle sei ein kleiner persönlicher Exkurs gestattet: In Sachen RAW-Entwicklung habe ich die letzten Jahre auf Bibble gesetzt. Geschmeidiger Workflow und hervorragende Geschwindigkeit bei guter Qualität. Und das sowohl auf dem Mac, wie auf dem PC. Den Boliden Lightroom mochte ich nie richtig leiden und Aperture war ja auf den Mac beschränkt (was in unserer hybriden EDV nicht schön gewesen wäre).
 
Dann allerdings kam im Dezember 2011 überraschend die Nachricht, dass Bibble an Corel verkauft worden ist. Soweit so gut. Große Entwicklungspläne wurden kommuniziert und Hoffnungen geweckt. Heute, ein gutes Jahr später, dürfen die Anwender leider feststellen,
dass das Projekt, des auf den neuen Namen "Afer Shot Pro" getauften Bibble-Nachfolgers als gescheitert betrachtet werden kann.

Es gab keine Updates zu neuen Kameramodellen und die im ersten Release vorhandenen Bugs fristeten munter weiter ihr Dasein. Jammerschade. Wie aus dem entspr. Unterforum bei Corel zu entnehmen ist, migrieren immer mehr der früheren Bibble-Poweruser zu anderen Programmen.

Für "Brot & Butter" Sachen verwende ich After Shot Pro zwar noch immer wegen der Gewöhnung und der guten Geschwindigkeit (jedenfalls für Aufnahmen mit Kameras, die von der vorliegenden Version noch unterstützt werden), die Unzufriedenheit ist jedoch gewachsen. Seit einiger Zeit bereits war ich auf der intensiven Suche nach einem hervorragenden RAW-Konverter für ausgesuchte Bilder. Und hier kommt Photo Ninja ins Spiel. Ende des Exkurses.
 
Mit keinem geringeren Anspruch, als einer der besten RAW-Konvert auf dem Markt zu sein, ist Photo Ninja ins Rennen gegangen. Die Software ist - wie schon gesagt - noch recht jung und liegt derzeit in der Version 1.04 vor. Trotz der geringen Versionsnummer gibt es praktisch keine nennenswerten Kinderkrankheiten mehr (mir ist jedenfalls bislang nichts aufgefallen).
 
Was zeichnet Photo Ninja aus? In erster Linie eine äusserst gute Bildqualität, die durch einen faszinierend grossen Detailreichtum und eine für meine Begriffe nahezu perfekte Farbumsetzung geprägt ist. Aber der Reihe nach. Was bereits bei der Installation positiv auffällt ist, dass die Programmierer ihre Hausaufgaben sehr gut gemacht haben. Lediglich einige wenige MB landen auf der Festplatte - verglichen mit mehreren Hundert MB bei den eingeführten RAW-Boliden. Schlanker Programmcode lässt u.a. darauf schliessen, dass alles so effektiv wie möglich programmiert ist. Pluspunkte also gleich zu Beginn.
 

Die Oberfläche von Photo Ninja im Überblick
Die Oberfläche von Photo Ninja im Überblick


Die Programmoberfläche ist aufgeräumt und übersichtlich. Eine Laufleiste am unteren Bildschirmrand zeigt die zur Auswahl stehenden Bilder, die sich an der gewählten Quelle befinden. Links befindet sich eine Spalte mit den zur Verfügung stehenden Bearbeitungsmöglichkeiten. Oben in der Leiste findet sich an gewohnter Stelle das Histogramm. Hinter den einzelnen Punkten verbergen sich Untermenüs, die bei ihrer Auswahl aufklappen und jeweils eine Anzahl Bearbeitungsoptionen freigeben. Die einzelnen Bearbeitungsbereiche sind sehr durchdacht und gut gruppiert. Ganz nach dem Motto von Picturecode "Von Profis für Profis".
 
Öffnet man ein Bild, führt das Programm standardmäßig eine Rettung der Highlights durch, deren Ergebnis sich dann in den Einstellungen im Bereich Exposure befindet. Ich habe mit einigen Extrembeispielen experimentiert und bin von den Resultaten recht angetan. Und bei Bildern, bei denen mit Intention ausgebrannte Stellen vorkommen sollen, lässt sich die Automatik in den Einstellungen im Bereich Exposure problemlos und geschmeidig wird zurück stellen.
 
Die Bildbearbeitung dürfte meistens im Bereich Exposure beginnen. Dort empfiehlt sich die - standardmässig bereits vorgewählte - Einstellung Smart Lightning. Diese kombiniert die Belichtung out of the cam mit einer Dosis Illumination (dazu sogleich mehr) und einer etwas aggressiveren Highlight Rettung.

Photo Ninja - Der Bereich Exposure
Der Bereich Exposure

 
A propos Illumination: Der Regler Illumination beinhaltet ein "adaptive lightning". Normalerweise würde man einfach mit der Belichtung hochgehen. Das gefährdet aber schnell die Highlights. Abhilfe schafft die Illumination, die den globalen Kontrast erhöht und gleichzeitig die Highlights komprimiert. Wer den Spezialkonverter RPP auf dem Mac kennt, dem kommt diese Funktion vielleicht bekannt vor. Die Ergebnisse sind verblüffend, insbesondere wenn der an die Belichtungskorrektur gekoppelte Modus (kleine Doppelpfeile) gewählt wird. Ich finde die Einstellung zur Illumination gigantisch praktisch, wenn kritische Highlights im Bild enthalten sind.
 
Natürlich gibt es im Bearbeitungsbereich Exposure einen sehr fein ansprechenden Regler für die Rettung der Highlights, der mit einem Regler zur Vermeidung unerwünschten Farbstichs in den geretteten Bereichen im Bereich Color Correction im Zusammenspiel steht.
 
Der Erwähnung wert ist auch der ebenfalls unter Exposure zu findende Regler Detail. Er erinnert stark an die Clarity bei Lightroom. Die Details heben feine Details und Strukturen hervor und eignen sich bei Anwendung im negativen Reglerbereich hervorragend, um Potraits mit sanfterer Haut zu versehen.
 
Übrigens: Alle einmal gewählten Einstellungen lassen sich selbstverständlich als eigene Presets speichern.
 

Photo Ninja - Als Noise Reduction kommt Noise Ninja 3 zum Einsatz
Als Noise Reduction kommt Noise Ninja 3 zum Einsatz


Für die Rauschunterdrückung gibt es unter dem Namen Noise Ninja 3 ein Modul, in dem eine weiterentwickelte Version des ohnehin schon hervorragenden Noise Ninjas mit feinen Einstellmöglichkeiten am Werk ist. Da gibt es nicht viel mehr zu sagen. Die Ergebnisse sind schlicht erster Güte.

Photo Ninja - Beinahe magisch - Der Bereich zur Korrektur von CAs
Beinahe magisch - Der Bereich zur Korrektur von CAs

 
Ein besonderes Hightligt ist der Bereich CAs. Was Photo Ninja hier - im Regelfalle mit automatischer Analyse - bewerkstelligt, ist schlicht phänomenal. Ich habe z.B. ein älteres f2.8er Sigma Tele, das ich aus persönlichen Gründen heiss und innig schätze. Leider ist der Oldtimer mit heftigen CAs gesegnet. In anderen RAW-Konvertern hat das immer zu einem fast unendlichen Getüftele mit manuellen Einstellungen geführt. Photo Ninja hat das Problem nun gelöst. Und das vollautomatisch. Die heftigen CAs sind einfach fast völlig verschwunden.

Photo Ninja - Die Vignetten-Korrektur
Die Vignetten-Korrektur

 
Schliesslich sind noch die intelligente Vignetten-Korrektur und das Modul zur Korrektur von Verzerrung und Perspektive löblich zu erwähnen. Die Vignetten-Korrektur hat einen guten Automatikmodus. Lediglich bei Verzerrung und Perspektive ist Handarbeit angesagt, wobei die gefundenen Resultate wiederum als Presets für später dienen können.

Photo Ninja - Der Bereich für Entzerrung und Korrektur der Perspektive
Der Bereich für Entzerrung und Korrektur der Perspektive

 
Was bei allen Bearbeitungen möglicherweise negativ auffällt ist, dass jeweils "Apply" oder "Cancel" gewählt werden muss (obwohl die Regler natürlich eine Live Vorschau haben). Das mag altertümlich anmuten. Mich stört es nicht.

Photo Ninja - Die Optionen für die Bildausgabe als JPG oder TIFF
Die Optionen für die Bildausgabe als JPG oder TIFF

 
Ist ein Bild fertig bearbeitet, kann es als JPG oder TIFF gespeichert werden. Die Einstellungsmöglichkeiten - die als Presets gespeichert werden können - finden sich im Screenshot. Es findet sich dabei alles, was erforderlich ist.

Eine Batchbearbeitung gibt es im Moment (leider) noch nicht. Diese steht aber auf der To-Do-Liste der Entwickler.
 
Die derzeit unterstützten Kameras und RAW-Formate gibt es hier nachzulesen.
 
Ich habe mit RAWs aus verschiedenen Nikon und Olympus m4/3 Modellen getestet. Bei allen hat sich die überragende Qualität von Photo Ninja unter Beweis gestellt.
 
Die internen Berechnungen scheinen sehr rechenintensiv. Das ist - wie der Hersteller selbst erklärt - der hohen Qualität geschuldet. Ein zeitgemässer Rechner ist daher kein Fehler. Was nahtlos zum nächsten Punkt führt. Photo Ninja gibt es für Windows-PCs und Macs, wobei künftige Versionen nur für 64-Bit Systeme erscheinen werden. Technisch kann ich die Entscheidung nachvollziehen; sehr schade finde ich es trotzdem.
 
Was noch äusserst positiv auffällt, ist die unkomplizierte und schnelle Kommunikation mit Picturecode. Alle meine Anfragen und Anregungen wurden innerhalb kürzester Zeit beantwortet. Schlicht vorbildlich im Vergleich zu anderen Softwareherstellern.
 
Auf der Homepage des Herstellers finden sich instruktive Tutorials und die Möglichkeit zum Download einer Demoversion (für die ein zwei Wochen gültiger Code angefordert werden muss).
 
Dem geneigten Leser dürfte nicht entgehen, dass ich von Photo Ninja begeistert bin. Die Bearbeitung nimmt zwar mehr Zeit in Anspruch als bei gängigen Konkurrenten. Die zu erzielenden Ergebnisse und der "Look" der Bilder entschädigt aber bei weitem für den höheren Aufwand.
 
Ich überlade dieses Review nicht mit einer Masse an Screenshots von Vergleichsbildern sondern möchte alle interessierten Leser ermutigen, sich mit Hilfe der kostenlosen zwei-Wochen-Demo selbst ein Bild zu machen. Ich bin ziemlich sicher, dass viele Blut lecken werden...
 
Die Vollversion kostet USD 129 und beinhaltet kostenlose Updates für die Dauer von 12 Monaten. Wer bereits eine Noise Ninja Vollversion sein eigen nennt, kann die Vollversion für USD 79 erwerben.
 
Mein Fazit: Für mich der bislang der Qualitätsmässig beste RAW-Konverter. Klare Empfehlung - eigentlich sogar ein "must have".

Update: Die Version 1.05 unterstützt jetzt auch Batch-Processing
 

Rezension: PHOTOGRAPH - a quarterly magazine for creative photographers

Rezension: PHOTOGRAPH - a quarterly magazine for creative photographers
 
Dass ich ein Fan der fotografischen Publikationen von David DuChemins Verlag Craft & Vision bin, dürfte sich bereits herum gesprochen haben. Und meine Begeisterung ist nun nochmals gestiegen. Vergangene Woche hat nämlich das jüngste Baby aus der Know-How-Fotoschmiede das Licht erblickt. Und das hat es in sich.
 
Mit "PHOTOGRAPH" stellt Craft & Vision eine vierteljährlich erscheinende Zeitschrift vor, bei der sich alles ums Bild dreht. Die Erstausgabe hat satte 133 Seiten (A4) und liegt praktischerweise als PDF vor. Sowohl auf dem Screen, wie auch auf einer Leseplatte (z. B. einem iPad)kommen Layout und vor allem die zahlreichen Bilder für meinen Geschmack besser zur Geltung, als es in einer Printausgabe der Fall wäre.
 
A propos Print-Zeitschriften: Einerseits scheint der Printbereich - bis auf spezialisierte Nischenmedien - im endgültigen Abwärtstrend zu sein. Andererseits sieht es insbesondere gerade auf dem Markt der Fotozeitschriften recht düster und traurig aus. Ich nutze jede Chance auf Flughäfen die gut sortierten Zeitschriftenkioske nach Fotozeitschriften zu durchforsten. Die Resultate sind mehr und mehr ernüchternd. Das geht es vor allem und in erster Linie um Schnick-Schnack, will sagen: um Kameras, Objektive und allerlei Zubehör. Und was dann tatsächlich zur Fotografie geschrieben wird, ist meistens entweder absolut grundlegend (und in der Regel aus einem im gleichen Verlag erschienenen Anfängerbuch entnommen) oder es ist teiweise auch schlicht falsch. Das scheint David DuChemin genau so zu sehen, und deswegen dürfen wir uns jetzt über "PHOTOGRAPH" freuen.
 
Die Autorenliste der ersten Ausgabe flösst geradezu Ehrfurcht ein. Neben David DuChemin sind dort Namen wie Art Wolfe, Bruce Percy und Nate Parker zu lesen. Das bürgt für hohe Qualität.
 
Erklärter Schwerpunkt des neuen Magazines ist die Kombination aus der Präsentation von hervorragenden Künstlern und ihren Portfolios mit vielen thematischen Artikeln.
 
Zu jedem der präsentierten Fotografen gibt es im Anschluss an das Portfolio einen Frage & Antwort Teil in dem sich der Künstler vorstellt und Einblicke in seine Arbeitsweise gibt. In dieser Ausgabe hat es mir Bruce Percys Portfolio "Iceland" besonders angetan. Ich kann mich gar nicht daran satt sehen.
 
Neben den Fotografen-Präsentationen enthält die Erstausgabe weitere 11 Artikel. Wohltuend fundiert und anspruchsvoll. Da geht es um Komposition, Kreativität und vieles mehr. Alle Artikel sind von einer Sache durchzogen, welche das Magazin so wunderbar macht: Niveau.
 
Gibt es auch etwas, das mich stört? Ganze vier Seiten (von 133). Auf denen wird nützliches Fotozubehör vorgestellt. Das ist gut und richtig. Interessiert mich in diesem Magazin aber nicht. Vom prozentualen Anteil her (4/133) ist das verschmerzbar.
 
Summa summarum: Eine wohltuende und niveauvolle Fotozeitschrift, bei der es um das Wesentliche geht - die Fotografie.
 
Das Magazin ist als Einzelausgabe für USD 8 zu beziehen oder im Jahresabo für USD 24 zu abonnieren. Ein empfehlenswertes Schnäppchen.
 
-> Hier geht es zu Craft & Vision. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.


 Rezension: PHOTOGRAPH - a quarterly magazine for creative photographers

 

Rezension: Social Media für Fotografen

Heute steht ein Buch zur Rezension, bei dem es nicht unmittelbar ums Fotografieren geht, das aber ein für alle Fotografen (gleich ob Hobby oder Professionelle) interessant sein könnte.

Im mitp-Verlag ist gerade das Buch "Social Media für Fotografen" von Bela Beier erschienen. Auf 272 Seiten (Softcover, Format 17 x 24 cm, Euro 29,95) verspricht das Buch "Alles, was Sie über Facebook, Google+, Twitter, Blogs und Foto-Plattformen wissen sollten".
 
Schon auf den ersten Seiten fällt auf, dass sich Bela im richtigen "Fachjargon" bewegt. Er verwendet viele Beispiele aus der fotografischen Wirklichkeit. Ein Pluspunkt, denn einige vergleichbare Werke sind sehr allgemein gehalten und erschweren dem aus der Fotografie kommenden Neuling in Sachen Soziale Medien das Verständnis.
 
A propos Neuling: Das Buch richtet sich definitiv an Einsteiger. Es werden sehr viele Grundlagen erklärt. Das ist gut. Wer sich allerdings schon in Sozialen Medien bewegt und Erfahrungen gesammelt hat, dürfte nicht allzu viel Neues entdecken können. Alle Neueinsteiger, die sich bislang ausschliesslich mit klassischen Marketingmethoden beschäftigt haben, werden grossen Nutzen aus dem Werk ziehen können.
 
Positiv fallen zunächst das gut lesbare Layout und die übersichtliche Gliederung auf. Auch wenn die Gliederung dazu verführen mag, gezielt in einzelne Bereich zu springen, würde ich dem Einsteiger die Lektüre des ganzen Buches empfehlen. Denn Bela beginnt konsequent und mit der wichtigen Frage nach einer Strategie. Danach folgen drei Kapitel zur eigenen Homepage (schliesslich die Basis dessen, was später via Soziale Medien in Umlauf gebracht werden soll).
 
Anschliessend geht es in Kapitel 5 um die Grundlagen der SEO ("Search Engine Optimization").
 
Bis hierher schreibt Bela über das "Fundament", sprich die Grundlagen. Nun geht es an die Arbeit. Bela nimmmt den Leser an die Hand bei der Einrichtung einzelner Accounts. Im Detail geht es z.B. um Gmail, XING, die Fotocommunity und Facebook.
 
Fotocommunity? Ja, richtig gelesen: Fotocommunity. Das vermag ich nun nicht ganz nach zu vollziehen. Für professionelle Fotografen dürfte die Fotocommunity eher unattraktiv sein. Und neben XING hätte ich mir noch mehr Details zu LinkedIn gewünscht. Auch zu Google Reader, Google Analytice, Link Shortener und Flickr bietet Bela Input.
 
Sehr ausführlich widmet sich Bela dem Anlegen eines Facebookaccounts und dem Einrichten von WordPress für einen Blog oder eine Homepage. Hier findet der Anfänger viele Tipps und Hinweise. Allerdings dürfte die Halbwertszeit vieler Details begrenzt sein.  
 
Im letzten Kapitel rundet Bela das Buch mit einem Ausblick auf die mögliche Zukunft der Sozialen Medien ab.
 
Im umfangreichen Anhang präsentiert Bela einen "Social Media Atlas", in dem er die einschlägigen Netzwerke und Services übersichtlich darstellt.
 
Leseproben stehen beim Verlag zum Download bereit.
 
Fazit
 
Positiv: Social Media für Fotografen ist ein umfassendes Werk für alle Fotografen, die in die Nutzung von Sozialen Medien neu einsteigen wollen. Das Buch vermittelt einen guten Überblick und hilft mit vielen Details bei den ersten Schritten. Wer sich dann weiter vertiefen will, wird sich in weitere Netzwerke und Plattformen einarbeiten und seine eigenen Schwerpunkte setzen.
 
Negativ: Die Auswahl der Schwerpunkte (Gmail, XING, die Fotocommunity und Facebook) kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ich hätte mir Detailausführungen zu Google+ und z.B. 500px gewünscht.
 

 Social Media für Fotografen von Bela Baier

 
 

David DuChemin „Portraits of Earth“ - Kurzrezension

Die Craft & Vision Edition hat sich bekanntlich dem Ziel verpflichtet, fotografisches Know-How in Ebook-Form zu erschwinglichem (eigentlich besser: unschlagbarem) Preis anzubieten. Die Autoren sind renommiert und manchmal schreibt auch der „Chef“ David DuChemin selbst.

Vor einigen Tagen ist ein neues Ebook von David selbst erschienen „Potraits of Earth“, eine Einführung in die Landschaftsfotografie.

Für mich ist es nicht nur Inhalt, denn der muss selbstverständlich fundiert sein, sondern gerade auch der Schreibstil, der ein Buch wirklich interessant und lesenswert macht. Und ich bekenne gerne, dass mich Davids Stil sehr anspricht. Auf den Punkt, aber dennoch humorvoll und erfrischend.

„Portraits of Earth“ - Im jüngsten Craft & Vision Ebook geht es also um Landschaftsfotografie. Ich finde das interessant, ist David doch weithin als „Humanitarian Photographer“ und für seine ausdrucksstarken Portraits bekannt. David befindet sich auf einer fotografischen (und anscheinend auch philosophischen) Reise. Während Portraits den Sinn für die Vergänglichkeit des Seins wecken und schärfen, bringt die Landschaftsfotografie die Unvergänglichkeit zum Tragen. Die ausdrucksstarken Bilder im Buch untermalen das eindrucksvoll.

In bewährter Weise ist das Buch zugleich ein Arbeitsbuch mit vielen Tipps, Tricks und Aufgaben für den Leser.

Auf 64 Seiten (A4) beginnt David seinen Rundgang durch die Landschaftsfotografie mit den Themen: Ausrüstung / Gear, Licht, Komposition mit Linien und Linienführung. Das Kapitel über Ausrüstung ist erfrischend kurz und widmet sich Objektiven, Stativen und Filtern. Die Kapitel Licht und Komposition dürften selbsterklärend sein. Mit vielen Bildern erklärt David seine textlichen Ausführungen.

Danach finde ich die weitere Aufteilung des Ebooks besonders charmant: Er untergliedert nach den Elementen in Land, Wasser, Schnee und Detailaufnahmen. Jeweils mit einer Menge Tipps und Tricks, von denen einige schlicht und simpel wirken, aus Erfahrung aber essentiell (und manchmal sogar existentiell) sind.

Wer sich mit der Landschaftsfotografie beschäftigen möchte, für den ist das Buch ein idealer Ausgangs- und Startpunkt. Eine klare Empfehlung!

Das Ebook gibt es - wie bei Craft & Vision üblich - als PDF und als iPad-App. Meine Empfehlung ist die ausdruckbare PDF-Version, auf die es auch einen Einführungsrabatt gibt. Der Preis liegt mit USD 5 wie immer auf rekordverdächtig günstigem Niveau.

Und für die Leser des Lapplandblogs gibt es wieder eine Sonderaktion zum Buch:

- Bis zum 9. September 2012, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt (d.h. Einen Preis von USD 4), diesem Link zu Craft & Vision folgen und beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: EARTH4

Und wenn Sie gleich mehrere PDF-Bücher aus der Reihe Craft & Vison kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes EARTH20 ganze 20% Rabatt auf Ihre Bestellung beim Kauf von 5 oder mehr Büchern.

-> Hier geht es zu Craft & Vision. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.



Geplante Obsoleszenz - Kompaktkamera fails? Ein Erfahrungsbericht.

Entrümpelung im Kompaktkamera-Archiv bei einem verspäteten Frühjahrsputz (in Lappland sind die Jahreszeiten bekanntlich nach hinten verschoben). Da lagen also 13 Kompaktkameras aus den letzten fünf Jahren vor uns auf dem Tisch. Nummer 14 (eine Canon IXUS 950IS) fehlt, weil wir sie im vergangenen Jahr separat verschrottet haben.

Zuerst das Rätsel: Zwei davon funktionieren noch einwandfrei. Die Preisfrage ist, welche?

Kompaktkameras haben es bei uns im Haushalt zugegebenermassen nicht leicht. Sie begleiten uns immer und überall hin (auch wenn die grosse Ausrüstung im Einsatz ist). Oft geht es bei Wind, Wetter und tiefsten Temperaturen auf abenteuerliche Touren. Ein realistischer Dauertest sozusagen. 

Also liebe Kamerahersteller: Wenn Ihr unter harten realistischen Einsatzbedingungen testen wollt, nehmt bitte Kontakt mit uns auf!

Zurück zum Thema: Der traurige Befund ist nun, dass 12 von 14 in den vergangenen fünf Jahren von uns eingesetzten Kompaktkameras überhaupt nicht mehr, oder nur noch mangelhaft funktionieren.  

Die Ausfallrate und die Ausfallzeitpunkte sind allerdings manchmal sehr merkwürdig. Manche Kameras verabschieden sich nach relativ kurzer Zeit mit merkwürdigen Fehlermeldungen. In den kleinen Gehäusen steckt jede Menge Elektronik und Ausreisser kann es bekanntlich immer einmal geben. Deswegen habe ich alle Modelle mit den jeweiligen Fehlern auch gegoogelt und bin bei fast allen fündig geworden.  

Generalisiert würde ich sagen: Je neuer die Kamera, desto kürzer die Lebensdauer. Und das macht natürlich stutzig, denn eigentlich sollten Elektronik und Mechanik immer besser und zuverlässiger werden.

Mich beschleicht der Verdacht, dass bei manchen Produkten die sogenannte "geplante Obsoleszenz" im Spiel sein könnte. Um was geht es dabei? 

Wikipedia definiert das so: "Gemeint ist ... ein Teil einer Produktstrategie, bei der schon während des Herstellungsprozesses bewusst Schwachstellen in das betreffende Produkt eingebaut, Lösungen mit absehbarer Haltbarkeit und/oder Rohstoffe von minderer Qualität eingesetzt werden, die dazu führen, dass das Produkt schneller schad- oder fehlerhaft wird und nicht mehr in vollem Umfang genutzt werden kann."


So etwas scheint bei vielen Produkten - gerade in der Unterhaltungselektronik - heute üblich zu sein (und ist auch in verschiedenen Medien immer öfter nachzulesen), wie zum Beispiel hier.

Wer jetzt neugierig geworden ist, kann einfach zum Begriff "Geplante Obsoleszenz" sich im Netz auf die Suche machen und sich dann wundern. Allen, die tiefer in die Thematik einsteigen wollen, sei das Portal „MURKS? NEIN DANKE!“ empfohlen.

Wie sieht es konkret mit unseren Verschrottungskandidaten aus?

Eine Nikon L12 (gekauft 2007) hat das laut Suchergebnissen normale Stromversorgungsproblem. Neue Batterien oder Akkus? Beim Einschalten zeigt das Display "Akkukapazität erschöpft" und die Kamera schaltet sich wieder ab. Das gleiche Verhalten legt eine Pentax Optio WP an den Tag.

Eine Casio EX-V7 (die wir ansonsten sehr geschätzt haben) zeigt den laut Suchergebnissen sehr häufigen "Objektivfehler 2" und ist dadurch unbrauchbar.

Eine Sigma DP1 und eine Leica D-Lux 2 haben so grosse Staubpartikel im Objektiv, dass die Flecken praktisch nicht mehr zu retuschieren sind. Bereits beim Kauf waren jeweils mehrere winzige wie Sensorflecken aussehende Spots vorhanden. Mein Verdacht geht dahin, dass es sich um Abrieb aus der Objektivmechanik handelt.

Bei der Leica C-Lux 2 muss zur Ehrenrettung gesagt werden, dass sie einen schweren Sturz eingesteckt hat, bevor sich die äusseren Verschlusslamellen nicht mehr schlossen.

Relativ gut geschlagen haben sich die Canons: Die digitale Ur-IXUS (die immerhin 2,1 Megapixel liefert) funktioniert noch wie eh und je. Natürlich sind die Bilder im Prinzip für nichts mehr zu brauchen.

Eine Powershot A40 mochte nach einigen Jahren keine Energie mehr zu sich nehmen. Egal ob neue Akkus oder Batterien: Sie erwachte nicht mehr zum Leben.

Eine IXUS 950IS hat sich mit geschätzten 15.000 Auslösungen in drei Jahren tapfer geschlagen, bis die Objektivmechanik versagt hat.  

Viel schlechter hat eine IXUS 100IS abgeschnitten. Sie versagte bereits nach ca. 6 Monaten mit defekter Objektivmechanik.

Die Canon S95 funktioniert nach ca. 6 Monaten bislang noch einwandfrei.

Die beiden noch einwandfrei funktionierenden Modelle aus dem Konvolut kommen also beide aus dem Hause Canon.

Geplante Obsoleszenz - Kompaktkamera fails? Ein Erfahrungsbericht.

Geheimtipp: Den härtesten Belastungen sind die Kameras dann ausgesetzt, wenn sie in die Hände von Frau Lapplandblog geraten. Die Sterblichkeitsrate in diesem Falle ist statistisch deutlich erhöht. Frau Lapplandblog hat übrigens auch das schöne Kamera-Stilleben dekoriert. 





"One-Hour Photographer" von Rosh Sillars



Die fotoliterarische Woche neigt sich dem Ende zu und heute gibt es noch einen besonderen Leckerbissen: "One-Hour Photographer" von Rosh Sillars.

Das Ebook ist auf seine ganz eigene Art sehr speziell. Warum das? Langatmige und (zu) ausführliche Bücher zu schreiben ist einfach. So kompakt wie möglich "auf den Punkt zu kommen" ist indes eine Kunst. Dieser Kunst hat sich Rosh gewidmet.

Er hat sich das Ziel gesetzt, alle grundlegenden Informationen, die ein angehender Profifotograf haben sollte, zusammen zu fassen. Aber nicht nur irgendwie, sondern in einem Buch, das in einer Stunde gelesen werden kann.

Um spontanen Protesten sogleich entgegen zu wirken: Selbstredend geht es um einen Überblick und viele Denkanstösse für die To-Do-Liste. Auf 42 Seiten (A4, in der PDF-Version) ist die Detailtiefe aus der Natur der Sache heraus begrenzt. Den Ansatz finde ich aber sehr charmant. Ermöglicht er doch, sich schnell über Möglichkeiten, Risiken und Nebenwirkungen zu informieren.

Übrigens: Wer Rosh noch nicht kennt - Er ist als People-Fotograf in Detroit beheimatet und ist nebenbei noch ein "Social-Media-Guru" im Bereich kreativer Berufe.

In seinem neuesten Buch führt Rosh den Leser in 14 Kapiteln durch die wichtigsten Eckpunkte. Der Clou dabei: Er deckt dabei sowohl den fotografischen Teil (Kapitel 1 - 7), wie auch den geschäftlichen Teil (Kapitel 8 - 14) ab. Diesen Ansatz halte ich für sehr effektiv, denn leider wird bei der Überlegung in das Profilager einzusteigen, allzu oft nur an einen der beiden Teile (meistens den ersten) gedacht. Da Rosh ein Marketing-Spezialist ist, geht es im Business-Teil natürlich schwerpunktmässig um diesen Bereich (ohne allerdings den Rest zu vergessen).

Kurz gesagt: Wer sich als Fotograf in der modernen Welt selbstständig machen möchte, ist mit einem Blick in "One-Hour Photographer" als Einstieg sehr gut beraten. Das Buch hilft, eine realistische Einschätzung in Bezug auf die gewünschte Berufswahl treffen zu können. 

-> Auf der speziellen Homepage zum Buch gibt es einen Auszug als Download und den Link zu Amazon, wo das Buch für den Kindle für USD 7,85 erhältlich ist. Meiner Meinung nach eine lohnenswerte Investition, wenn der (vermeintliche) Traumberuf "Fotograf" ins Visier geraten ist.

"Der Hochzeitsfotograf" von Steffen Stilpirat Böttcher



Und weiter geht es mit der fotoliterarischen Woche im Lapplandblog. Heute steht ein Buch zur Besprechung, dem man die Leidenschaft mit der es geschrieben wurde, deutlich anmerkt: "Der Hochzeitsfotograf" von Steffen Böttcher.

Steffen Böttcher, alias Stilpirat, ist Hochzeitsfotograf. Nicht irgendeiner, sondern einer der "Top 10" in Deutschland. Vergangenes Jahr hat er unter dem Titel "Der Hochzeitsfotograf" ein Ebook heraus gegeben, in dem er seine Essenz dieses Genres auf den Punkt bringt. 

Hochzeitsfotografie ist ein eher unübliches Thema hier im Blog. Da ich aber in den letzten Monaten von Workshopteilnehmern häufiger auf das Thema angesprochen worden bin, möchte ich diese hochwertige Buchempfehlung nicht schuldig bleiben.

Das Buch richtet sich an alle ambitionierten Fotografen, die sich ernsthaft mit der Hochzeitsfotografie befassen wollen. Es ist teilweise sehr subjektiv geschrieben, aber das ist gut so. Steffen lässt seine Leser an vielen persönlichen Erlebnissen teilhaben und gewährt so Einblicke, die über rein theoretische Abhandlungen nur viel schlechter vermittelbar wären. Und er schildert auch "Beinahe Katastrophen" aus seiner Arbeit, was ihn sehr sympathisch macht. 

In den ersten Abschnitten seines Buches widmet sich Steffen dem Equipment und seinem Business-Konzept. Nicht ohne allerdings zuerst einige ernste Worte zu der Frage "Traumberuf Hochzeitsfotograf?" gesagt zu haben. Sein klares Statement zu Qualität in der Spitzengruppe gefällt mir gut, nicht nur aus künstlerischen, sondern gerade auch aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das "Abschreckungspotential" der Hochzeitsfotografie bei allen Lesern ankommt. Immerhin ist dieser Job mit sehr hoher Verantwortung beladen, denn Pannen lassen sich im Nachhinein in aller Regel nicht mehr ausbügeln.

Relativ ausführlich schreibt Steffen über das von ihm eingesetzte Equipment und er hält nicht hinter dem Berg, das aus seiner Sicht das Beste gerade gut genug ist. Sein Objektivpark mag nicht unbedingt erforderlich sein. Ein Gehäuse mit zeitgemässen High-ISO-Fähigkeiten ist jedenfalls wichtig und seine mehrfach wiederholte Mahnung zum (mehrfachen) Backup für alle (!) eingesetzten Equipmentteile (bis hin zum GPS für die Anfahrt) kommt einer Lebensversicherung gleich.

Den Hauptteil des Buches bilden die drei Säulen von Steffens Tätigkeit, Vorbeitung, Durchführung und Nachbearbeitung. Was auf den ersten Blick banal klingen mag, stellt sich im Detail als Sammlung wichtiger Einsichten und Tipps dar. Viele davon sind in anderen Büchern zum Thema nicht in der vorliegenden Vollständigkeit und Ehrlichkeit zu finden. Bei der Lektüre spüre ich Steffens Leidenschaft zwischen den Zeilen und freue mich darüber. Bei aller Leidenschaft kommt aber auch der professionell nüchtern-geschäftliche Teil nicht zu kurz. Etwa bei den angesprochenen Rechtsfragen (wobei ich als Jurist allerdings erhebliche Zweifel an der Wirksamkeit einer Gerichtsstandsvereinbarung gegenüber dem Brautpaar habe), oder bei den Marketingfragen. 

Im Abschnitt über die Durchführung (zweite Säule) finden sich jede Menge Praxistipps, die für sich genommen den Preis des Buches um ein Vielfaches aufwiegen. Und im - kürzeren - Abschnitt über die Nachbearbeitung findet sich der Vorschlag für eine sehr charmante Art der Präsentation der entstandenen Bilder (mehr verrate ich nicht, der Leser soll ja auch noch einige Aha-Erlebnisse haben). 

Und bevor ich es vergesse zu erwähnen: Das Buch ist durchgängig sehr ansprechend bebildert. Die Bilder aus Steffens Repertoire dienen einerseits als gute Beispiele und verdeutlichen andererseits die Wichtigkeit eines eigenen Stiles.

Sehr positiv sind schliesslich auch die zahlreichen im Buch enthaltenen Checklisten zu vielen verschiedenen Bereichen.

Fazit: Wer sich mit dem Gedanken trägt in die Hochzeitsfotografie einzusteigen, sollte sich Steffens Buch zu Gemüte führen. Auch wenn einige Aussagen sehr subjektiv sind gelingt es Steffen gekonnt, alle wichtigen Aspekte rund um die Hochzeitsfotografie abzudecken und dem Leser viele "goldene Perlen" zu servieren.

Von meiner Seite aus eine klare Empfehlung und der Preis ist rekordverdächtig knapp kalkuliert: Das Ebook mit 74 Seiten ist als PDF für 9 Euro zu haben.

-> Mehr Infos, das Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe zum Download gibt es hier direkt bei Steffen.

David DuChemin "Forget Mugshots" - 10 Steps To Better Portraits

- Ein Kurs in Buchform: In zehn Schritten zu besseren Potraits -

David DuChemin



In dieser Woche werde ich einige neue Bücher aus dem Gebiet der Fotografie vorstellen.

Allesamt persönliche Empfehlungen und bei allen geht es um Kompetenzerweiterung, will sagen: Es gibt etwas dazu zu lernen.

Den Anfang macht das kürzlich bei Craft & Vision erschienene "Forget Mugshots" von David Du Chemin. David hat - als World- und Humanitarian-Photographer - profunde Erfahrung mit der Portraitfotografie. Sein Portfolio spiegelt das auch beeindruckend wieder. Damit ist er prädestiniert, sein Wissen und seine Erfahrung dazu in Buchform zu teilen.

Er führt den Leser in 10 Schritten zu besseren Portraitaufnahmen und beginnt mit dem - meiner Meinung nach - wichtigsten Punkt: Eine Beziehung aufzubauen. Sicherlich gibt es viele spannende und wichtige Fragen rund um die Objektivwahl und das richtige Licht (denen sich David in späteren Kapiteln auch widmet). Aber in erster Linie geht es doch um den Menschen, der vor der Kamera steht. Ein gutes Portrait ist ein Blick in die Seele, ein Psychogramm.

Bei unserem spontanen und improvisierten Portrait-Shooting mit dem Künstler Jan Sundström im Künstlerparadies Ricklundgården in der vergangenen Woche musste sehr sehr an "Forget Mugshots" denken (das ich gerade einen Tag zuvor gelesen hatte).

Unsere Bedingungen waren denkbar schlecht:

- Technisch eingeengt (ungeplanter "Zufall", ich hatte nur eine Kamera um den Hals, kein Kunstlicht, Ausrüstung im Auto);

- Zeitlich eingeengt (Zeitvorgabe ca. drei Minuten).

Die einzige Chance war es also, in der Kürze der Zeit eine Beziehung zu Jan aufzubauen, um sein "wahres Ich" als Künstler empfinden und fotografieren zu können.

Zurück zum Buch: David liegt meiner Meinung nach völlig richtig, wenn er den Beziehungsaufbau in der Portraitfotografie an die erste Stelle stellt.

Neben dem Aufbau einer Beziehung sind Geduld und Zeit wünschenswert (wenn es auch in der Praxis oft leider sehr schnell gehen muss). Und selbstverständlich sind die Augen und das im Zusammenhang mit den Augen stehende "richtige" Lächeln ("Duchenne-Lächeln") von grosser Bedeutung. David deckt alle diese Bereiche (und viele mehr) in seinem neuen Ebook ab.

Alle Kapitel werden mit "creative excercises" abgerundet, also kreativen Aufgaben und Übungen denen sich der Leser stellen sollte, um das Gelesene in der Praxis zu vertiefen.

Kurz und bündig: Wer sich ernsthafter mit der Portraitfotografie beschäftigen möchte, sollte auf jeden Fall einen Blick in Davids neuestes Buch werfen.

Das Ebook gibt es - wie bei Craft & Vision üblich - als PDF und als iPad-App. Meine Empfehlung ist die ausdruckbare PDF-Version.

"Forget Mugshots" hat 35 Seiten (A4) und kostet - wie bei Craft & Vision üblich - USD 5 (ca. EUR 3,80).

-> Hier geht es zu Craft & Vision. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.

Making the Print, Bibble und AfterShot

Heute im Angebot: Gemischte Fotografika. Die vergangenen Tage haben sich zwei fotografische Nachrichten angesammelt, über die ich kurz berichten möchte.


-1- Neues Ebook von Craft & Vision: "Making the Print von Martin Bailey"


Making the Print von Martin Bailey


In der Masterclass-Serie ist bei Craft & Vision gerade das neue Ebook "Making the Print" von Martin Bailey erschienen. Es enthält eine sehr gute Einführung in die Grundlagen des Fine-Art-Printing für Digitalfotografen.

Auf 65 Seiten deckt das Buch die Bereiche Auswahl von Drucker und Papier, Farbmanagement und Farbprofile, Schärfen, Kalibrierung, Fine-Tuning und vieles mehr, ab. In bewährter Craft & Vision Methodik führt der Autor den Leser anhand zahlreicher Screenshots und Beispiele durch den Workflow des Fine-Art-Printing.

Für die Leser des Lapplandblogs gibt es wieder eine Sonderaktion zum Buch:

- Bis zum 21. Januar 2012, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen und beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: PRINT4

Und wenn Sie gleich mehrere PDF-Bücher aus der Reihe Craft & Vison kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes PRINT20 20% Rabatt auf Ihre Bestellung beim Kauf von 5 oder mehr Büchern.

-> Hier geht es zu Craft & Vision. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.






-2- "Panta rhei" ("Alles fliesst") ist der wohl bekannteste, dem griechischen Philosophen Heraklit zugeschriebene Ausspruch. Keine Sorge, es geht jetzt nicht um eine philosophische Diskussion der Flusslehre. Es geht mehr um ein aktuelles Beispiel.

Mit einer Träne im Knopfloch ist folgendes zu verkünden: Bibblelabs, die Softwareschmiede aus der das legendäre Bibble stammt, hat vor einigen Tagen der Verkauf der Technologie an Corel bekannt gegeben. Kurz zuvor war noch das letzte Wartungsupdate Bibble 5.2.3 veröffentlicht worden. Bibble wird nun nicht mehr weiter entwickelt.

Das Nachfolgerprodukt aus dem Hause Corel hört auf den Namen "AfterShot" und ist inhaltlich und vom Funktionsumfang praktisch ein Bibble 6. Registrierte Anwender von Bibble 5 können bis zum 31. Januar für einen symbolischen Preis upgraden/umsteigen.

Einerseits sehr erfreulich, dass die Technologie des schnellsten und besten RAW-Konverters auf dem Markt weiter lebt. Andererseits scheint es fraglich, ob Corel die bisherigen Linux und Mac-Versionen mit dem gleichen Einsatz und Elan weiter pflegen wird. Ist Corel doch klar und deutlich auf den Win-PC Markt ausgerichtet. AfterShot 1 liegt noch als Multi-Plattform-Software vor. Die Entwicklung bleibt abzuwarten.

Meine Praxistipps für alle Bibble-Anwender sind:

1. "Never touch a running system": Solange Sie nicht auf neue Importfilter für neue Kameramodelle angewiesen sind, bleiben Sie bei Bibble.

2. Nutzen Sie das Angebot zum nahezu kostenlosen Umstieg auf AfterShot (auch wenn Sie die neue Software einstweilen noch nicht einsetzen wollen). Achtung: Das Update zu Vorzugsbedingungen gibt es nur bis zum 31. Januar!

3. Wenn Sie Bibble 5 weiter nutzen (was ich - wie gesagt - im Zweifel empfehle), installieren Sie unbedingt das letzte Wartungsupdate (5.2.3). Es enthält einige neue Feautures, kleinere Bugfixes und (nochmals) einen erstaunlichen Geschwindigkeitsschub.

Kostenlos: "11 Ways to Improve Your Photography", Hrsg. David DuChemin, von Craft & Vision

Kostenloses Ebook: "11 Ways to Improve Your Photography", Hrsg. David DuChemin, von Craft & Vision

Weihnachten für Fotografen naht. Warum? Bei Craft & Vision, der fotografischen Know-How-Schmiede, ist gerade wieder ein neues Ebook erschienen.

Das Beste (neben dem - wie immer hochwertigen Inhalt - Inhalt) aber ist der Preis: Der Download ist kostenlos!

Kostenlos:


Auf 69 Seiten (A4) finden sich 11 Artikel vom Craft & Vision-Autorenteam:

Piet van den Eynde - Make your images more dynamic
David DuChemin - Tame your digital exposures
Martin Bailey - The power of the print
Michael Frye - Learn to direct the eye
Alexandre Buisse - Understand the stages
Andrew S. Gibson - Create projects and collaborate
Nicole S. Young - Refine your composition
Eli Reinholdtsen - The power of the moment
Piet van den Eynde - Forget lens stereotypes
Stuart Sipahigil - Slow down and learn to see
David DuChemin - Make stronger portraits

Ein erfrischendes und beeindruckendes Buch. Erfrischend, weil es Lust macht zur Kamera zu greifen. Beeindruckend, weil die Artikel sehr animierend sind, sowohl in handwerklich-praktischer, als auch in fotografisch-philosophischer Richtung.

Kurz: Eine kostenlose Schatzgrube und eine Art "Best Of" Sammlung von Craft & Vision für Fotografen, die Laune auf mehr macht.

--> Für die Leser des Lapplandblogs geht es hier lang zum kostenlosen Download.

Das kostenlose Angebot gilt bis zum Jahresende.

Kostenlos:

Neuerscheinung: Ein Buch über Komposition in der Fotografie - Beyond Thirds von Andrew S. Gibson

Neuerscheinung: Ein Buch über Komposition in der Fotografie - Beyond Thirds von Andrew S. Gibson



Bei Craft & Vision ist gerade ein neues Ebook erschienen: Beyond Thirds von Andrew S. Gibson. Andrew ist ein erfahrener Fotograf und Autor, der bei Craft & Vision bereits mehrere Werke veröffentlicht hat.

David DuChemin, Herausgeber der Craft & Vision Reihe, hat uns wieder vorab ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Im jüngsten Ebook geht es um Komposition. Bekanntlich ein grundlegendes Thema in der Fotografie. Wie der Titel ("Beyond Thirds") schon verrät, geht es um mehr als die Komposition nach festen Regeln. Auf 38 Seiten (DIN A4) entfaltet Andrew anhand zahlreicher Beispiele die "Konstruktionsregeln" des Bildaufbaus jenseits der einfachen Formeln.

Wer sich ernsthafter mit Komposition und Bildaufbau beschäftigen möchte, sollte auf jeden Fall einen Blick in Andrews neuestes Buch werfen.

Das Ebook gibt es - wie bei Craft & Vision üblich - als PDF und als iPad-App. Meine Empfehlung ist die ausdruckbare PDF-Version, auf die es auch einen Einführungsrabatt gibt.

Der Preis liegt - USD 5 - wie immer auf äusserst günstigem Niveau.


Und für die Leser des Lapplandblogs gibt es wieder eine Sonderaktion zum Buch:

- Bis zum 19. November 2011, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen und beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: BT4

Und wenn Sie gleich mehrere PDF-Bücher aus der Reihe Craft & Vison kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes BT20 20% Rabatt auf Ihre Bestellung beim Kauf von 5 oder mehr Büchern.

-> Hier geht es zu Craft & Vision. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.




Im Test: RapidCart und RapidLink - Webshop und eCommerce mit Rapidweaver

Im Test: RapidCart und RapidLink - Webshop und ECommerce mit Rapidweaver

Kann eComerce Spass machen? Wir haben kürzlich die Erfahrung gemacht, dass das so sein kann. Deswegen heute ein Test, der insbesondere für alle Kreativen - nicht nur für Fotografen -  von Interesse sein dürfte. Wir testen eine sehr geschmeidige und einfach zu implementierende Webshop-Lösung, die es zugleich ermöglicht, digitale Downloads abzuwickeln.

Im Test: RapidCart und RapidLink - Webshop und eCommerce mit Rapidweaver


Ideal geeignet, um z. B. Prints, digitale Bilder oder Ebooks anzubieten und zu vertreiben. Auf die getesteten Module RapidCart und RapidLink von Omnidea sind wir gestossen, als wir kürzlich unseren Webshop für unsere Lappland-Edition mit Original-Kunstwerken aus Lappland in limitierter Auflage aufgelegt haben.    

Wer sich nach diesem Review einen persönlichen Eindruck der Lösung verschaffen will, schaut am besten einfach mal unseren Shop an.

Auch für Musiker, Bands und Filmemacher ist die Lösung sehr gut geeignet. Lässt sich doch im Zusammanspiel mit RapidCart der vollautomatisierte Vertrieb einschliesslich der "digitalen Auslieferung" einrichten. Es spielt für RapidLink keine Rolle, welche digitalen Daten ausgeliefert werden sollen. So können problemlos auch mp3 oder mp4-Dateien verwaltet werden. Und wer nur Seriennummern oder Codes vertreiben möchte, kann auch dies mir RapidLink tun.

-> Wie immer gibt es eine Bildergalerie mit Screenshots zum Test. Diese ist hier zu  finden.


Einleitung

RapidCart und RapidLink sind Zusatzmudule (Plugins) für die verbreitete Web-Publishing-Software Rapidweaver von Realmac.

Rapidweaver macht Web-Publishing auf dem Mac spielend einfach. Zahlreiche Zusatzmodule von Drittanbietern eröffnen - über den Lieferumfang hinaus - nahezu unbegrenzte Möglichkeiten in Sachen Layout und Funktionalität. Wer Rapidweaver bislang noch nicht kennt: einfach mal googeln. Am Rande: Sowohl das Lapplandblog, wie auch unsere Portfolio-Site sind mit Rapidweaver gestaltet. Und wir haben Rapidweaver auch schon für viele Projekte erfolgreich und zur grossen Zufriedenheit der Kunden eingesetzt.

Omindea ist eine italienische Softwareschmiede, die verschiedene Zusatzmodule für Rapidweaver anbietet. Brandneu ist z. B. gerade das neue RapidMaps 2 zur Einbindung von Google-Maps erschienen. 

Ausserdem bietet Omnidea auch die wohl am weitesten verbreitete Webshop und ECommerce-Lösung für Rapidweaver - bestehend aus RapidCart und RapidLink -  an. Und um dieses Duo soll es in diesem Review gehen.


Installation und Kompatibilität

Die beiden Zusatzmodule sind sowohl mit Rapidweaver 4, als auch mit der Version 5 kompatibel. Die Installation ist Mac-like: Einfach auf die von Omnidea gelieferte Datei doppelklicken. Das Plugin installiert sich automatisch und ist nach dem nächsten Start von Rapidweaver verfügbar.

Damit alle Funktionen von RapidCart voll nutzbar sind, muss auf dem Server PHP 5 verfügbar sein. RapidLink setzt PHP 5 zwingend voraus. 

Die Plugins sind mit allen gängigen Browsern kompatibel, wobei der "übliche Verdächige" in Form des alten Internet-Explorers 6 - wie immer - manchmal Zicken macht. Dieses Problem ist (leider) weit verbreitet, und betrifft nicht nur die hier getesteten Produkte.


Review RapidCart

Einmal installiert, stehen künftig beim Hinzufügen einer neuen Seite zu einem Rapidweaver-Projekt zwei neue Seitentypen zur Verfügung. Widmen wir uns zunächst RapidCart. 

Wer schon mit anderen Zusatzmodulen für Rapidweaver gearbeitet hat, fühlt sich gleich heimisch. Jede neue RapidCart-Seite bildet einen eigenen Shop. Der Clou ist, dass alle mit RapidCart in einem Projekt erstellten Seiten auf dieselben Daten zugreifen. Einfach ausgedrückt: Bestellungen lassen sich über mehrere Seiten hinweg erfassen und abwickeln.

Die Benutzerführung des Plugins ist in Englisch. Die Sprache "nach aussen", d.h. zum Kunden, lässt sich mit einer sehr smarten Lösung individualisieren. Dazu später mehr.
 
RapidCart ist in 3 Bereiche aufgeteilt: Produkte, Zusätzliche Kosten und Header/Footer.  Im letztgenannten Bereich lässt sich das Aussehen der Shopeinbindung - am oberen Bildschrimrand - individuell gestalten.

Im Bereich Produkte lassen sich Produkte mit Beschreibung und Produktdetails erfassen. Dazu gibt es vier Unterseiten (General, Desription, Pricing und Options), auf denen sich fast alle nur denkbaren Details erfassen lassen. 

Zu jedem Artikel lassen sich unterschiedliche Optionen mit verschiedenen Preiszuschlägen festlegen. 

Besonders clever sind die generellen Optionen zur Preisgestaltung. Hier hat Omnidea sogar an zeitbegrenzte Aktionspreise gedacht. Die Versandkosten lassen sich Artikelbezogen nach Stückzahl, Gewicht oder als Pauschalkosten definieren. Bei jedem Artikel lässt sich ein individueller Umsatzsteuersatz eingeben.

Wie in Rapidweaver üblich, lassen sich über die Seiteninformationen die generellen Einstellungen vornehmen. Darunter fallen die Währungsoptionen und die Auswahl der Abwicklungs- und Zahlungsweise. Soll die Zahlung unmittelbar im Zuge der Bestellung erfolgen, lassen sich PayPal, Google Checkout, E-junkie und SISOW / iDEAL dafür anwenden. Ausserdem besteht die Möglichkeit auf die Bestellung hin ohne unmittelbare Zahlung automatisiert eine Rechnung zu versenden. 

Wer von der Vielzahl der Optionen und Möglichkeiten verwirrt ist, kann beruhigt sein. Ist die Konzeption einmal durchdacht, ist die Einrichtung ein sprichwörtliches Kinderspiel. Die Einarbeitungszeit für neue Anwender liegt bei ca. 60 Minuten.


Review RapidLink

Besonders charmant wird RapidCart durch die Möglichkeit zur Einbindung von RapidLink. In Verbindung mit RapidLink kann RapidCart für den vollautomatisierten Vertrieb digitaler Produkte (z.B. eBooks, Bilddateien, mp3, mp4) verwendet werden.

Alles was dafür erforderlich ist, ist ein PayPal-Konto zur Zahlungsabwicklung. Denn PayPal bietet den Service, nach einem Zahlungsvorgang einen "Ping" zurück zu senden. Dieser löst dann den Liefervorgang aus und der Kunde erhält nach der Zahlung direkt eine personalisierte Mail mit einem individuellen Link - dessen Gültigkeitsdauer in Stunden eingestellt werden kann - zum Download der erworbenen Produkte. 

Wer nur digitale Produkte anbietet, hat es sogar besonders einfach. Per Mausklick lassen sich alle Produkte, die in RapidCart angelegt worden sind, mit RapidLink synchronisieren. Ansonsten arbeitet RapidLink auch mit allen anderen PayPal-basierten Shipsystemen zusammen. Dann müssen die Produkte in RapidLink erfasst werden, was im Prinzip wie in RapidCart funktioniert.

Ein dickes Lob an den Hersteller für die gut strukturierte und verständliche Dokumentation. Gerade bei RapidLink sind die Erklärungen zur PayPay-Anbindung schlicht vorbildlich.

Voilà - und fertig ist das vollautomatische Webshopsystem.  

Aus unserer Sicht und Erfahrung können wir das Duo RapidCart und RapidLink als Erweiterungen zu Rapidweaver nur empfehlen.

Making Light II - Das Ebook zum fortgeschrittenen entfesselten Blitzen von Piet van den Eynde

Making Light II - Das Ebook zum fortgeschrittenen entfesselten Blitzen von Piet van den Eynde


Kürzlich hatte ich Band 1 von Piet van den Eyndes "Making Light" vorgestellt, in dem es um alle Grundlagen des entfesselten Blitzens ging.

Nun ist als Ergänzung gerade der zweite Band erschienen, in dem sich Piet fortgeschritteneren Techniken widmet.

Auf 77 Seiten erklärt Piet die Arbeit mit mehreren Blitzen, Modifiern, und einiges mehr. Auch der zweite Band wird wieder abgerundet mit 10 hochinteressanten Fallstudien.

Für alle Leser des ersten Bandes, die sich weiter in das entfesselte Blitzen vertiefen wollen, ist der zweite Band geradezu ein "must have".

Wie üblich gibt es das Ebook bei Craft & Vision als PDF und als iPad-App. Meine Empfehlung ist die ausdruckbare PDF-Version.

Der Preis - USD 5 - liegt wie immer auf günstigem Niveau und für die Leser des Lapplandblogs gibt es wieder eine Sonderaktion zum Buch:

- Bis zum 24. Oktober 2011, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen und beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: MAKINGLIGHT4

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The Inspired Eye III von David DuChemin

The Inspired Eye III von David DuChemin
Ebook, erschienen bei Craft & Vision

The Inspired Eye III von David DuChemin


Eine Rezension

Gerade ist ein neues Ebook "The Inspired Eye III" von David DuChemin erschienen. Das Buch ist ein kreativer Kick für alle, die sich mit Fotografie befassen.


Keine Frage, ich schätze David und mag seinen Stil sehr. Mit diesem Buch hat er sich nun selbst übertroffen. Es geht um den kreativen Prozess. Und David gibt dem Leser einen kräftigen kreativen Kick. Um es etwas deutlicher zu sagen (man verzeihe mir bitte die Ausdrucksweise): Es geht um einen kräftigen Tritt in den Hintern. Das kann weh tun. Ist aber in diesem Falle sehr heilsam.

Wir alle kennen die Symptome: Wir reden gerne viel über Fotografie. Wir reden gerne über alle möglichen technischen Fragen, usw. Aber das reicht eben bei weitem nicht.
Wir blicken oft ehrfürchtig zu den "Grossen Meistern", die ja ach so viel Talent haben und denen alles so leicht fällt. Das stimmt nicht.  

David räumt in seinem neuesten Buch über den kreativen Prozess radikal mit diesen Mythen auf und kommt deutlich auf den Punkt. Der Inhalt des Buches ist das Destillat aus einem langen inneren Prozess. 

David schreibt darüber, wie der kreative Prozess am Laufen gehalten wird. Er stellt klar heraus, dass es in erster Linie um harte Arbeit geht. Nicht die Anzahl der "fluffig-künstlerischen" Ideen - über die wir oft so gerne philosophieren und tagträumen - ist entscheidend, sondern eine Idee anzupacken und bis zum Ende umzusetzen. Das zeichnet den erfolgreichen Künstler (und überhaupt die allermeisten erfolgreichen Menschen) aus. Viele schöne Ideen zu haben ist einfach. Eine Idee umzusetzen, ist Kunst. 

Letztlich ist es wir mit dem Sport: Es geht um hartes Training und harte, ausdauernde Arbeit. Aus Diskussionen, dem Zusehen und Lesen von Fachartikeln allein, wachsen keine Muskeln. Mit der Kreativität ist es nicht anders.

David ist schonungslos offen und kritisch in seiner Darstellung und verwendet sehr anschauliche Bilder und Vergleiche. Z. B. der Vergleich des Fotografen mit dem Schriftsteller. Der Schriftsteller muss anfangen zu schreiben, zu verwerfen, zu schreiben, zu verfeinern, usw. Dem Fotografen kommt die digitale Technik dabei sehr zustatten. Das Experimentieren und die Annäherung an "das" Bild ist heutzutage viel einfacher geworden. Plastisch nachvollziehbar stellt David das anhand einer Serie von 12 "Skizzenaufnahmen" vom ersten Scouting bis zum fertigen Bild dar. 

Mit aussagekräftigen Zitaten untermauert David den Gang durch den kreativen Prozess. Mein Tipp: Ausdrucken und als "Wakeup-Calls" an die Wand hängen.

Im Laufe der Lektüre wird es immer klarer und deutlicher: Es geht schlichtweg um harte und beständige Arbeit. Die Begriffe "Talent" und "Begabung" werden i.d.R. völlig überstrapaziert. Im Gegenteil: Der wirklich Talentierte muss nur umso härter arbeiten, um sein volles Potenzial ausschöpfen zu können.

Auch die psychologische Seite kommt nicht zu kurz. Ist es doch oft schlicht und ergreifend Angst, die uns von der kreativen Arbeit abhält. Denn was wäre, wenn niemand unsere Bilder mag? Die Lösung ist einfach: Meistens sollten wir das, wovor wir die meiste Angst haben, zuerst in Angriff nehmen. Just do it.

Kann ich dieses Buch empfehlen? Vorbehaltlos. Es ist extrem herausfordernd, wenn sich der Leser auf den Inhalt einlässt. Aber die Belohnung entschädigt reichlich.

Prädikat: Äusserst empfehlenswert - "must read".

Das Ebook gibt es - wie bei Craft & Vision üblich - als PDF und als iPad-App. Meine Empfehlung ist die ausdruckbare PDF-Version für die auch einen Einführungsrabatt gibt.
Der Preis - USD 5 - liegt wie immer auf günstigem Niveau.


Für die Leser des Lapplandblogs gibt es wieder eine Sonderaktion zum Buch:

- Bis zum 24. September 2011, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen und beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: EYETHREE4

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The Inspired Eye III von David DuChemin

Im Test: NoiseControl für MacOS X von ThePlugin Site

Im Test: NoiseControl für MacOS X von ThePlugin Site

Einleitung

Vergangene Woche, genauer am 16., flatterte eine Pressemeldung von ThePlugin Site ins Haus. NoiseControl, das neueste Plugin aus der Serie „PhotoWiz“ liegt jetzt auch für MacOS X vor.

Regelmässige Blogleser wissen es bereits. Ich bin ein grosser Fan der unter dem Namen „PhotoWiz“ vertriebenen Photoshop-Plugins der kleinen deutschen Softwareschmiede ThePlugin Site aus Nürnberg. Und die Pressemeldung zu NoiseControl hat natürlich sofort mein Interesse erweckt.

B/W-Styler, Contrast Master und Color Washer aus der Serie „PhotoWiz“ haben wir früher bereits getestet.

Hinweis: Screenshots und illustrative Beispiele zum Test von NoiseControl finden sich in der Galerie zum Testbericht (neues Fenster).

Eine Demoversion des Plugins kann hier beim Hersteller angefordert werden.


Stichwort: Entrauschen digitaler Bilder

Das neue Plugin NoiseControl widmet sich - wie schon der Name verrät - der Noise Reduction, auf gut Deutsch: dem Entrauschen von digitalen Bildern.

Bevor es in den ausführlichen Test geht, einige Vorbemerkungen zum Verständnis.

Moderne DSLRs haben - verglichen mit früheren Digitalkameragenerationen - von Haus aus ein sehr gutes Rauschverhalten. Waren ISO 1600 bei der guten alten D1H (oder ISO 800 bei der D1X) eine wirklich grosse Herausforderung, sind heute ISO 6400 mit der D3 ganz gut zu hantieren.

Viele kostenbewusste Anwender, insbesondere jene, die ihr Geld mit Fotos verdienen und die nicht regelmässig und häufig auf hohe ISO-Werte zurückgreifen müssen, setzen aber ot noch ältere Kameras ein. Warum auch wechseln, wenn ein Kamerawechsel ausser Kosten keine Resultate einbringt?

Zum anderen gibt es - kommerziell wie nicht-kommerziell - aus verschiedenen Gründen immer wieder Aufnahmen, die mit kleinem Sensor gemacht werden. Dort schlägt das Rauschen bei höheren ISO-Werten dann in aller Regel richtig zu.

Schliesslich gibt es die Gruppe der „Pixel-Peeper“, bei denen immer alles in 100%-Ansicht perfekt sein muss. Mit den Jahren habe ich mich in dieser Hinsicht stark verändert. Am „pixel peeping“ habe ich keine Freude mehr. Pragmatismus lautet die Devise.

Für mich ist mittlerweile der intendierte Verwendungszweck der Aufnahmen entscheidend. Bilder für den hochauflösenden Druck müssen selbstverständlich hochoptimiert sein. Schon für die Tageszeitung kann und darf der Nachbearbeitungsaufwand aber viel geringer sein. Trotzdem ist bei bestimmten Verwendungsarten das saubere Entrauschen Pflicht.


Entrauschen und der Workflow

Das Entrauschen hat auch viel mit dem Workflow zu tun. Wenn nicht gerade Zeitdruck herrscht, arbeite ich häufig mit RAW. Im RAW-Workflow verwende ich Bibble. Meiner Meinung nach der beste (und vor allem auch der schnellste) RAW-Konverter auf dem Markt. In Bibble ist standardmässig die Basisversion von Noise Ninja integriert. Für die normalen Fälle ist die Noise Reduction also bereits im RAW-Workflow angesiedelt. Noise Ninja hat aber seine Eigenheiten und kann mit manchen Rauschmustern aus bestimmten Kameras nicht umgehen.

Bei den Aufnahmen aus dem Sigmas ist die Entwicklung mit SPP angesagt. Hier gefällt die Sigma eigene Entrauschung eher selten.
Und ausserdem gibt es immer wieder einmal Situationen, bei denen ich mit out-of-the-cam JPGs arbeiten muss.

Aus verschiedenen Gründen ist also eine zusätzliche Lösung zum Entrauschen angesagt. Bislang habe ich dafür NeatImage unter Photoshop eingesetzt. Und hier kommt nun NoiseControl ins Spiel. Das neue Plugin muss gegen das altbewährte NeatImage (v4.7 Pro) antreten.


NoiseControl im Überblick

Dir Installation des Plugins ist völlig unkompliziert und geht rasch vonstatten. Der Installer prüft, welche Host-fähigen Applikationen sich auf der Festplatte befinden und fragt nach, für welches Programm das Plugin installiert werden soll. NoiseControl ist mit einer Vielzahl an Host-Applikationen kompatibel. Eine genaue Liste findet sich auf der Seite des Herstellers.

NoiseControl wird - wie die meisten andern Photoshop-Plugins auch - über das Filter-Menü aufgerufen. Dort findet sich nach der Installation ein Unterpunkt „Photo Wiz“ unter dem sich NoiseControl aufrufen lässt.

Das Plugin lässt sich in den Preferences auf Deutsch oder Englisch einstellen. Wird dort dann noch der Reiter „Hilfe“ ausgewählt, werden zu fast allen Einstellungsmöglichkeiten sehr gute und verständliche („kontextsensitive“) Hilfetexte angezeigt.

NoiseControl bietet zwei Modi: Einfachmodus und Hauptmodus. Für den Einstieg bietet sich der Einfachmodus an. Im Hauptmodus fühlt sich der Anwender möglicherweise erst einmal erschlagen von den vielen Optionen und Einstellmöglichkeiten. Wer schon mit anderen Plugins aus der PhotoWiz Serie gearbeitet hat, wird sich bei der Bedienung gleich heimisch fühlen.

Nähern wir uns dem Plugin also über den Einfachmodus. Auf der linken Fensterseite findet sich die Vorschau. Am besten bewährt sich dort Split-View bei 100% (wichtig!). Mir einem Klick auf Reset (oben rechts) werden alle evtl. vom vorherigen Einsatz gespeicherten Werte wieder auf Standard gesetzt.

Wie andere Plugins zum Entrauschen bietet NoiseControl eine Auto-Analyse. Die Auto-Analyse kann sowohl das gesamte Bild, wie auch nur bestimmte Bildbereiche in die Analyse einbeziehen.

Zusätzlich können die von der Auto-Analyss gefundenen Einstellungen manuell verfeinert werden. Im Einfachmodus ist die Anzahl der Optionen erfrischend und clever beschränkt, um den Anwender erst einmal nicht unnötig zu verwirren.

Sind die idealen Werte gefunden, können die Einstellungen als kameraspezifisches Preset für einen bestimmten ISO-Wert gespeichert werden. Einige allgemeine Presets werden zur Verdeutlichung des Funktionsumfanges ab Werk mitgeliefert. Sind einmal eigene Presets erstellt, können diese automatisch „passend“ zu den EXIF-Daten im Bild abgerufen und angewendet werden.

Wer tiefer einsteigen will, schaltet in den Hauptmodus um. Der Auto-Tab sieht dort zwar aus, wie im Einfachmodus. Unter den weiteren Tabs (Manuell, Ton, Farbe, Korrektur) finden sich dann allerdings jede Menge Möglichkeiten zum Finetuning. Die kontextsensitive Hilfe und die hervorragende Dokumentation sind dabei von grosser Hilfe. Die Arbeit im Hauptmodus verlangt dem Anwender einiges ab, führt aber zu den besten Resultaten. Und die können dann - wie bereits gesagt - als kamera- und ISO-spezifische Presets gespeichert werden.


Im praktischen Test

Für den Test habe ich meine „Rausch-Königin“ eingesetzt: eine ältere Leica D-Lux 2. Sie hat bereits in der niedrigsten ISO-Stufe (ISO 80) einiges an Rauschen anzubieten und steigert sich dann bis hin zum eigentlich Unerträglichen bei ISO 400. Ich habe mehrere out-of-the-cam JPGs mit verschiedenen ISO-Werten aufgenommen und sowohl mit NeatImage (dort mit den über die Jahre von mir verfeinerten Einstellungen), als auch mit NoiseControl (im Einfachmodus mit Anpassungen) nachbearbeitet. Die Resultate sind als 100%-Crops in der Bildergalerie zum Test zu sehen. Alle Bilder sind mit ISO-Wert und verwendeter Software gekennzeichnet.

Ich möchte darauf hinweisen, dass ich mit NoiseControl bei diesen Beispielen nicht im Hauptmodus experimentiert habe. Weiteres Finetuning ist hier also ohne weiteres noch möglich. Bei NeatImage ist zu berücksichtigen, dass das Plugin ab Werk mit einem Spezialprofil für die verwendete Kamera versehen ist und auf meine über 3 Jahren hinweg verfeinerten Individualeinstellungen zurück greift. Insofern sind die Testvoraussetzungen günstiger für NeatImage, was in der Bewertung zu berücksichtigen ist.

In Sachen Geschwindigkeit ist NoiseControl deutlich langsamer als NeatImage. Die Resultate sprechen aber für sich. Und sind die richtigen Einstellungen einmal gefunden, lassen sich Bilder in NoiseControl auch bequem als Batch bearbeiten.

NeatImage liefert im Vergleich mehr „plastikartige“ Ergebnisse. NoiseControl ist angenehmer und nicht so „glattgebügelt“. Die Kontraste bei NeatImage sind viel deutlicher ausgeprägt. Wohl auch eine Folge der harten Herangehensweise. Mir gefallen die Resultate von NoiseControl deutlich besser. Sie sehen viel „natürlicher“ aus.


Fazit

Auch mit NoiseControl ist Plugin Site wieder ein grosser Wurf gelungen.

Vom Anwender wird (zunächst einmal) mehr verlangt, als bei anderen Plugins. Der investierte Aufwand zahlt sich aber aus. Die Resultate sprechen für sich und bieten ein natürlich und organisch entrauschtes Bild ohne der Gefahr zu erliegen, die Entrauschung zugunsten eines „Plastik-Looks“ zu übertreiben.

Wer Noise Reduction benötigt, sollte in jedem Fall einen Blick auf NoiseControl werfen, um sich selbst überzeugen zu können.

Der vergleichsweise günstige Preis von USD 50 macht das Plugin zusätzlich attraktiv.

-> Screenshots und illustrative Beispiele finden sich in der Galerie zum Testbericht (neues Fenster).


Zusammenfassende Bewertung

Jeweils auf Skala von 1 (sehr schlecht) bis 5 (sehr gut):

Funktionalität: 5
Anwenderfreundlichkeit: 4,5
Geschwindigkeit: 4
Praktischer Nutzen: 5
Verfügbarkeit: 5
Preis-/Leistungsverhältnis: 5

Gesamtbewertung: 4,75

Unser Fazit: “Must have”

Making Light -Eine Einführung in das entfesselte Blitzen von Piet van den Eynde

Vorstellung und Kurzrezension: Making Light
Eine Einführung in das entfesselte Blitzen
von Piet van den Eynde


Making Light II - Das Ebook zum fortgeschrittenen entfesselten Blitzen von Piet van den Eynde


Grundsolide, sehr gut strukturiert und sehr anschaulich. Das sind die Charakteristika des neuen Ebooks in der Reihe Craft & Vision. David DuChemin, der Herausgeber, war wieder so freundlich, uns vorab ein Rezensionsexemplar zukommen zu lassen.

Das 63-seitige Buch (im A4 Querformat) ist in 9 Kapitel aufgeteilt. Von den Grundlagen (“Bitte den Blitz abnehmen”) über Fragen des erforderlichen Equipments, bis hin zu komplexen Anwendungssituationen deckt Piet eine grosse Bandbreite des entfesselten Blitzens ab.

Nach der Einführung in das Thema folgt etwas Theorie und dann sogleich ein Kapitel über viele Aspekte des entfellten Blitzens im fotografischen Alltag (inner- wie ausserhalb des Studios).

Der Stil des Buches ist sehr angenehm. Hier schreibt jemand, der das Thema verinnerlicht und durchdrungen hat. Knapp und präzise, aber zugleich sehr pädagogisch.

Kurz gesagt: Das Ebook beantwortet die meisten Fragen, die ich in Workshops zu diesem Thema regelmässig gestellt bekomme.

Sehr erfreulich ist, dass Piet technische Details und Fragen sowohl für die Canon, als auch für die Nikon-Welt behandelt. Besonders gelungen und von hohem praktischen Nutzen finde ich die checklistenartigen Schritt-für-Schritt Anleitungen für Canon, bzw. Nikon Anwender in den Kapiteln 6 und 7.

Wir üblich ist das Buch vollgepackt mit vielen anschaulichen Bildbeispielen und Abbildungen (jeweils mit Erläuterungen) .

Als “Schmankerl” gibt es im letzten Kapitel neun Fallstudien anhand von Bildern, bei denen Piet genau seine Vorgehensweise beschreibt.

Fazit: Ein hervorragendes Buch für den Einstieg in das entfesselte Blitzen. Grundsolide, sehr gut strukturiert und sehr anschaulich. Kurz: Sehr epfehlenswert!

Das Ebook gibt es - wie bei Craft & Vision üblich - als PDF und als iPad-App. Meine Empfehlung ist - wie immer - die ausdruckbare PDF-Version.

Der Preis - USD 5 - liegt wie immer auf günstigem Niveau und für die Leser des Lapplandblogs gibt es wieder eine Sonderaktion zum Buch:

- Bis zum 21. August 2011, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen und beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: LIGHT4

Und wenn Sie gleich mehrere PDF-Bücher kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes LIGHT20 insgesamt 5 Bücher zum Preis von 4 (=20% Rabatt).

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Making Light - Eine Einführung in das entfesselte Blitzen von Piet van den Eynde

“A Deeper Frame” von David DuChemin

Vorstellung und Kurzrezension: “A Deeper Frame” von David DuChemin

Vorstellung und Kurzrezension: “A Deeper Frame” von David DuChemin


Eine der häufigsten Fragen, die mir in Kursen und Workshops gestellt wird, lautet “Wie bekommt ich Tiefe und Räumlichkeit in meine Bilder?”. Eine oft sehr berechtigte, und dazu noch eine sehr gute Frage. Die Antwort ist oft nicht ganz trivial, denn es sind verschiedene Aspekte zu bedenken. Und ein wenig kunstgeschichtlicher Hintergrund ist im Regelfalle auch hilfreich. Jetzt gibt es hervorragende Antworten, Lösungsansätze und Übungsaufgaben in Buchform.

Denn genau um die Frage nach der Tiefe und Räumlichkeit geht es in der exzellenten Neuerscheinung “A Deeper Frame” von David DuChemin. David, der Herausgeber der Craft & Vision Serie war wieder so freundlich, uns vorab ein Rezensionsexemplar zukommen zu lassen.

Dieses Buch vorstellen zu dürfen ist übrigens eine besondere Freude. Aus verschiedenen Gründen. Zum einen grenzt es an ein Wunder, dass David nach seinem schweren Unfall in Italien überhaupt noch unter uns weilt und Bücher schreiben kann. Zum anderen ist es seit 6 Monaten das erste Buch in der Craft & Vision Serie, das David wieder selbst verfasst hat.

David widmet sich zunächst den Grundlagen “Was bedeutet eigentlich Tiefe?” und “Warum Tiefe?”, um sich dann dem Thema Perspektive zu zu wenden. In seiner bekannt anschaulichen Art zu schreiben, reduziert er die klassischen Regeln der Perspektive auf für den fotografischen Alltagseinsatz anwendbare Prinzipien. Unterlegt werden seine Ausführungen - wie gewohnt - mit vielen Bildern, die das Geschriebene anschaulich (und atemberaubend) erläutern.

Danach widmet er sich dem Bildaufbau mit “dreidimensionaler Stafflung”, um anschliessend auf die Bedeutung der verwendeten Brennweite einzugehen. Auch hier wendet David wieder die ihm eigene “Reduktionsweisheit” an, um physikalisch-technische Zusammenhänge mit für jedermann nachvollziehbaren Begriffen zu beschreiben.

Der nächste Bereich im Buch widmet sich der Schärfe als Gestaltungselement von räumlichem Eindruck, gefolgt von der Bedeutung von Farbe und Licht (Beleuchtung und Ausleuchtung). Das letzte Kapitel widmet sich schliesslich der emotionalen Tiefe.


Fazit: Alles in allem ein schlichtweg hervorragendes Buch zur Thematik, das alle relevanten fotografischen Bereiche des Themas abdeckt und den Leser mit Übungsaufgaben an die Hand nimmt und zur eigenen Weiterentwicklung einlädt.

Das Ebook gibt es - wie bei Craft & Vision üblich - als PDF und als iPad-App. Meine Empfehlung ist - wie immer - die ausdruckbare PDF-Version.
Der Preis - USD 5 - liegt wie immer auf günstigem Niveau und für die Leser des Lapplandblogs gibt es wieder eine Sonderaktion zum Buch:

- Bis zum 2. Juli 2011, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen und beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: DEEP4

Und wenn Sie gleich mehrere PDF-Bücher kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes DEEP20 insgesamt 5 Bücher zum Preis von 4 (=20% Rabatt).

Zum zwölften Ebook von David gibt es ausserdem noch ein Extrapaket: 12 Ebooks aus der Craft & Vision Serie für zusammen USD 40 (=34 % Rabatt). Dazu einfach den Promotion Code DEEPER12 beim Checkout im Warenkorb angeben.

-> Hier geht es zu Craft & Vision. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.

Vorstellung und Kurzrezension: “A Deeper Frame” von David DuChemin




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iWatermark Pro - Batch Watermarking im Test

iWatermark Pro - Batch Watermarking im Test

Einleitung

Der “Bilderklau” - gerade im Internet - nimmt immer dreistere Formen an, wie jüngste Beispiele aus der fotografischen Blogwelt deutlich illustrieren. Und wer selbst einmal die Zugriffsstatistiken seiner Homepage oder seines Blogs auf Detailniveau studiert, wird nahezu garantiert fündig. Teilweise werden Bilder einfach geklaut und als eigene Bilder des Diebes verkauft (ideell oder gar kommerziell), teilweise werden Bilder mit Deep-Links direkt anderswo eingebunden. Ersteres offenbart gesteigerte kriminelle Energie, zweiteres generiert kostenpflichtigen Traffic.

Wie schützen, lautet die gute Frage. Auf dem Markt streiten unsichtbare Wasserzeichen gegen sichtbare Wasserzeichen. Die Unsichtbaren, die mit spezieller Software direkt in die Bilddateien hinein geschrieben werden, geniessen nicht den besten Ruf. Zudem haben sie keine abschreckende Wirkung. Werden Bilder geklaut und skaliert und/oder komprimiert ist zudem fraglich, inwieweit sie erhalten bleiben. Die Spezialanbieter halten sich mit konkreten Angaben dazu meistens sehr bedeckt.

Aus diesen Gründen halte ich sichtbare Wasserzeichen für die bessere Alternative. Ein grösseres sichtbares Wasserzeichen zu entfernen ist in aller Regel mit so grossem Aufwand verbunden, dass von der Aktion Abstand genommen wird. Ausserdem können mit sichtbaren Wasserzeichen auch die für eine Kontaktaufnahme wichtigen Informationen (z.B. Name und/oder Webadresse) mit verbreitet werden. So kann ein Bilderklau möglicherweise sogar zum viralen Marketing mutieren.

Unter Fotografen ist das Thema Watermarking auch eine Philosophiefrage. Die meisten Fotografen stempeln ihre Bilder allerdings mittlerweile mit Watermarks. Manche Kolleginnen und Kollegen halten allerdings prinzipiell nichts davon. Andere machen es nur bei Bildern, die so gross sind, dass sie im Print verwendet werden könnten. Ich will hier keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen, sondern beschränke mich auf meine eigene Meinung. Und die lautet: „Ja“ zum Wasserzeichen.


iWatermark Pro

Womit wir beim eigentlichen Thema wären. Wie lassen sich Bilder einfach und zuverlässig, und im Batch mit flexiblen Wasserzeichen versehen? Seit mehreren Jahren setze ich dafür iWatermark ein. Die Software hat jetzt einen Versionssprung gemacht und aus iWatermark ist iWatermark Pro geworden. Dieses Review basiert auf der Version 0.96b2, d.h. auf einer sehr weit fortgeschrittenen Beta. Die Beta ist bereits käuflich erwerbbar und wer bislang bereits iWatermark eingesetzt hat, bekommt die neue Version übrigens zum Vorzugspreis.


Systemvoraussetzungen

Das neue iWatermark Pro gibt es zur Zeit ausschliesslich für den Mac. Es setzt mindestens MacOS 10.5 voraus und ist bereits für das kommende MacOS 10.7 optimiert. Sehr erfreulich ist, dass unter MacOS 10.5 auch noch die alte PowerPC Systemarchitektur unterstützt wird.

Neu ist, dass nun ebenfalls eine Version für iPhone und iPad existiert.

Windows Anwender (WinXP+) müssen sich derzeit noch mit der klassischen iWatermark Version 3.1.6 zufrieden geben.


Preis

Die Vollversion schlägt mit USD 30 zu Buche. Anwender, die vor Juni 2011 die klassische Version von iWatermark erworben haben, können bis zum 30.6. zum Vorzugspreis von USD 15 upgraden.


Was ist iWatermark Pro und was ist es nicht?

iWatermark Pro ist kein Ersatz für eine Bildbearbeitungssoftware (z.B. Photoshop), sondern ist auf die speziellen Bedürfnisse des Watermarking und alle damit im Zusammenhang stehenden Aufgaben ausgerichtet. iWatermark Pro ändert grundsätzlich nie etwas an den originalen Bilddateien. Der Workflow sieht so aus, dass dem Programm ein Ordner mit zu bearbeitenden Dateien vorgegeben wird und iWatermark Pro dann die veränderten Dateien in einen neuen, anderen Ordner speichert. Die Originale belieben stets erhalten. Dieser Workflow ist sicher und zweckmässig zugleich. So lassen sich z.B. die fertig bearbeiteten Bilder aus einem Kundenauftrag oder einem Shooting auf Knopfdruck und “in einem Rutsch” für eine Webgalerie verkleinern, und zugleich mit IPTC-Tags und Wasserzeichen versehen.


Aufbau und Funktionen

Vom Aufbau her werden sich Anwender der klassischen Version schnell zurecht finden. Die Oberfläche wurde allerdings “geliftet” und sieht jetzt moderner aus. Neu ist auch, dass der Ausgabebereich immer unteren Teil des Fensters zu sehen ist. Im unteren Teil des Fensters findet sich auch der Button “Start Processing” mit dem der Bearbeitungsdurchgang gestartet wird.

A propos Bearbeitungsdurchgang: Was mir spontan aufgefallen ist, ist dass die neue Pro-Version um ein Vielfaches schneller geworden ist.

Die einzelnen Funktionsbereiche der Software können über eine Menüleiste mit grafischen Tabs ganz oben im Programmfenster ausgewählt werden.

iWatermark Pro - Batch Watermarking im Test


Im Funktionsbereich “Main” - zugleich der Startbildschirm - wird der Eingabeordner ausgewählt. Ausserdem kann hier eingestellt werden, was das Programm eigentlich machen soll. Zur Auswahl stehen mehrere Optionen, die nebeneinander angewendet werden können:

- Watermarking
- Skalieren (ggf. mit Änderung der Auflösung)
- Erhalten der ursprünglichen Metadaten (EXIF und IPTC)
- Einbetten neuer IPTC oder XMP Metadaten
- Vorgabe für die Namen der veränderten Dateien
- Bildformat und ggf. Komprimierungsgrad (zur Auswahl stehen JPG, TIFF, PSD und PNG)

Im Funktionsbereich “Filtering” können - nach verschiedenen Kriterien - nur bestimmte Bilder aus dem Eingabeordner zur Bearbeitung ausgewählt werden.

Im Funktionsbereich “Resizing” kann ausgewählt werden, wie die Ausgabebilder skaliert werden sollen. Daneben kann eine alternative Auflösung ausgewählt werden (was die Bearbeitungszeit allerdings erhöht, denn dann werden die Bilder umgerechnet). Letzteres ist im Regelfalle nicht erforderlich.

Im Funktionsbereich “Renaming” wird festgelegt, wie die bearbeitenden Dateien umbenannt werden sollen. Ausserdem können das Ausgabeformat und der Komprimierungsgrad (bei JPG) der Ausgabedateien eingestellt werden.

Sollen für die Ausgabedateien Thumbnails erstellt werden, lässt sich das detailliert über den Funktionsbereich “Thumbnails” einstellen.

Sehr schön finde ich den Funktionsbereich “Metadata”. Hier können den Ausgabedateien IPTC bzw. XML Tags zugewiesen werden. Die zugewiesenen Sets können auch im- oder exportiert werden. So lassen sich z.B. einfach und komfortabel Kontaktdaten und Informationen zum Copyright und zur Lizenz einbinden.

Unter “Advanced” verbirgt sich z.B. die Möglichkeit, den Ausgabedateien Profile zu zu weisen.

Alles in allem ist die Programmoberfläche sehr funktional, übersichtlich und aufgeräumt.


Insbesondere: Funktionsbereich Watermarking

Den Kernbereich von iWatermark Pro bildet das eigentliche Watermarking. Dafür gibt es einen speziellen Watermark-Editor, der über den Button “Watermark Editor” auf der Hauptseite (Main) aufgerufen wird.

iWatermark Pro - Batch Watermarking im Test


Hier gleich ein praktischer Tipp: Um das Watermarking anschaulich zu gestalten sollte nach dem ersten Aufruf des Watermark Editors auf das Menü mit dem Zahnrad oben rechts geklickt und dann unter dem Menüpunkt “Backgrounds Preview” die Option “Input Photos” ausgewählt werden. Dann wird die Vorschau immer unmittelbar auf die im Eingabeordner befindlichen Bilder angewendet. Das verschafft einen viel besseren Eindruck der Wirkung, als die Vorschau auf einem eintönigen Hintergrund.
Im Watermark Editor stehen nun zahlreiche Optionen für die Erstellung von Wasserzeichen zur Verfügung: Editierbare Textobjekte, Grafische Wasserzeichen, Barcodes und QR-Codes.

Zuerst zu Text-Watermarks: Hier können neben freien Texten auch zahlreiche Tags aus den in den Bildern enthalten EXIF-Daten oder IPTC/XML-Daten verwendet werden. Eine sehr charmante und praktische Funktionalität.

Übrigens sind mehrere Watermarks gleichzeitig anwendbar (was auch die exotischsten Bedürfnisse befriedigen sollte).

Bei Grafik-Watermarks gibt es neben der Einbindung von eigenen Dateien auch verschiedene fertige Vorgaben, z.B. die bekannten Logos der Creative Common Lizenzen.

Sehr grosse Neugier hat die Funktion zur Generierung und Einbindung von Barcodes und QR-Codes geweckt. Leider funktionieren diese beiden Funktionen in der 0.96b2 noch nicht.

Die einmal erstellen Watermarks lassen sich dann über die Tabs im unteren Bereich des Watermark Editors auf vielerlei Art und Weise verändern:

- Skalierung
- Auswahl von Hintergrundfarbe und Rahmen
- Hinzufügen von Schatten
- Drehen
- Hinzufügen verschiedener Effekte (z.B. Dodging, Emboss, uvm.)
- Hinzufügen von Transparanz
- Genaue Feinpositionierung

Ich finde viele der Manipulationsmöglichkeiten äusserst begrüssenswert, erschweren sie doch das Entfernen der Wasserzeichen via Photoshop für potenzielle Bilderdiebe zusätzlich ganz erheblich.

Jedes Watermark (bzw. jedes Set von Watermarks) lässt sich als Preset für die spätere Verwendung abspeichern.

Die Bedienung ist einfach und intuitiv. Und sind die erforderlichen Sets erst einmal erstellt, können sie künftig ohne den Editor aufzurufen direkt über ein Menü auf dem Startbildschrim aufgerufen werden.


Fazit

iWatermark Pro ist ein wirklich gelungener Wurf. Praktisch, einfach in der Handhabung und zuverlässig im Betrieb, rechnet sich die Investition schnell wieder.

Keine andere mir bekannte Software für das Erstellen und Einbetten von Watermarks kann mit dem spezialisierten Funktionsumfang mithalten. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist sehr gut. iWatermark ist die Allround-Lösung für das Skalieren und Watermarken von Bildern und ein wertvoller Helfer für die Erstellung von Galerien.

Zudem kann der Hersteller der Software auf eine langjährige Erfahrung zurückblicken, die sich in der Software augenscheinlich nieder geschlagen hat. Die noch vorhandenen kleinen Mängel werden in der finalen Version 1.0 sicher behoben sein.

Mit dieser Massgabe bewerte ich iWatermark Pro mit dem Prädikat: Sehr empfehlenswert.


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Vergleichstest: Portfolio-Tools für Mac OS X im Vergleich

Der Vergleichstest: Portfolio-Tools für Mac OS X im Vergleich

Bilder wollen gezeigt werden. Einerlei, ob eine schöne Slideshow von den Urlaubsbildern für das private Blog oder eine Präsentation für einen Kunden erstellt werden soll. Und die Krönung ist natürlich die Erstellung von Portfolios zur Präsentation der eigenen Fotografie.

Mittlerweile gibt es dafür einige Tools auf dem Markt, die das Vorgehen sehr vereinfachen und ansehnliche Resultate liefern. Drei davon nehmen wir in diesem Vergleichstest unter die Lupe: Soundslides, Slideshow und FlippingBook.

Die Reihenfolge der Testkandidaten ist übrigens rein zufällig gewählt. Jedes der Programme hat seine Stärken und Schwächen. Neben den speziellen Tools gibt es natürlich auch die Möglichkeit, Galerien über eingebettete Viewer wie z. B. Slimbox o.ä. zu erstellen. Das beinhaltet aber oft eine nicht so geschmeidige Navigation und i.d.R. auch kein Autoplay.

Die vorgestellten Programme sind so unterschiedlich, dass es schwer fällt einen Testsieger zu küren. Jeder Anwender muss seine eigenen Kriterien aufstellen und dann entscheiden. Diese Auswahl zu erleichtern ist das Ziel dieses Vergleichstests. Zu jeder getesteten Software gibt es eine eigene Bildergalerie mit Screenshots und natürlich ein Musterportfolio.

Für den Test haben wir 9 Bilder im Format 600 x 450 herausgesucht, denen sich die einzelnen Programme stellen mussten. Die Grösse der 9 Files beträgt zusammen 868 KB.

Für den ganzen Test gilt: Testsystem waren jeweils zwei Macs (Macbook und Powerbook, jeweils unter Mac OS X 10.5.8).



Kandidat 1

Beginnen wir mit einem echten Klassiker: Soundslides


Soundslides (Link zur Homepage von Soundslides) ist ein Tool aus der Praxis für die Praxis. Entwickelt wurde die Software von Joe Weiss, der selbst als Fotojournalist tätig ist. Soundslides ist sehr verbreitet und bestimmt haben Sie schon etliche Portfolios gesehen, die mit der Software erstellt wurden. Soundslides ist an den Erfordernissen der journalistischen Praxis ausgerichtet: solide, durchdacht und sehr funktional. Die Standard-Version verlangt nach einem Soundfile im MP3 Format, die Pro-Version erstellt auch Slideshows ohne Soundtrack. Die Bilder müssen im JPG-Format vorliegen. Die Ton- (soweit erwünscht) und Bilddateien müssen mit externen Programmen vorbereitet werden. Bei den Bildern umfasst das insbesondere die Skalierung und Optimierung für die Bildschirmanzeige (Schärfen).

An dieser Stelle sei auf eine wichtige Grundüberlegung für die meisten Programme (teilweise Ausnahme: Flipping Book) hingewiesen. Die Entscheidung für Hochformat oder Querformat muss vor der Erstellung der Slideshow getroffen werden. Die Formate zu mischen ist zwar theoretisch möglich, sieht aber äusserst bescheiden aus. Optimalerweise sollten alle verwendeten Bilder auf die exakt gleichen Pixelmasse verkleinert und/oder beschnitten werden.

Zurück zu Soundslides. Für die Slideshow gibt es etliche sehr durchdachte Optionen, welche die Bedürfnisse aus der Praxis abdecken. Angenehme und zweckmässige Farbpaletten sind im Standardumfang enthalten. Eigene Presets können erstellt und gespeichert werden. Captions und Credits können zu jedem Bild standardmässig oder auf Klick dargestellt werden. Auch für die Übergänge stehen eine Vielzahl praxistauglicher Varianten zur Auswahl. Die Bildübergänge können auf Klick oder als Autoplay mit einstellbarer Länge erstellt werden.

Beim Exportieren der Slideshow gibt Soundslides einen Datei-Ordner mit einer Fülle an Dateien aus. Das eigentliche Portfolio wird dabei im Flash-Format generiert. Ein Export in einen Movie bietet Soundslides nicht an. Verschiedentlich wird das kritisiert. Ich halte diese Kritik für nicht berechtigt, denn das Ausgabeergebnis von Soundslides via Flash kann sich absolut sehen lassen. Für eine Präsentation auf CD oder DVD muss jeweils einfach nur auf den jeweiligen Ordner verlinkt werden. Jeder Ordner enthält eine eigene “index.html” Datei.
Für eine Veröffentlichung der Slideshow im Web muss der gesamte Ordner auf den Server geladen werden. Soll die Slideshow in eine Webseite eingebunden werden, muss dann mit einem Embed-Tool, das über eine Webseite des Herstellers erreichbar ist, der Embed-Code für die Flash Dateien erstellt werden. Dieser kann dann in eine Webseite eingebunden werden. Das ist der einzige Kritikpunkt, der mich stört. Denn wer garantiert die Verfügbarkeit dieses Online-Tools, das für den Embed-Code benötigt wird? Und in Content Management Systeme ist die Einbindung beschwerlich, weil immer ein händischer Zwischenschritt erforderlich ist. Das erschwert den Workflow.

Für die neueste Version von Soundslides (1.9.4) gibt es jetzt auch die Möglichkeit, die generierten Flash-Slideshow über einen Online-Konverter auf der Homepage des Herstellers in einen Movie (MP4) umzuwandeln. Leider unterstützt dieser derzeit noch nicht alle Übergänge.

Für den Fotografen “on the road” ist das Programm meiner Erfahrung nach aber ein Goldstück. Lassen sich doch fertige Slideshows auf dem Notebook erstellen und die fertigen Mediaordner an die Redaktion senden. Dort kann dann der Embed-Code für die Publizierung im Websystem der Zeitung gefixt werden.

Aus den 9 Bildern hat Soundslides einen Publishing-Ordner mit einer Grösse von 7,2 MB erstellt.

Anmerkung zum Testsystem: Soundslides ist anspruchslos und genügsam, was die Systemvoraussetzungen angeht. Es gibt auch eine Windows-Version.

-> Hier gehts zum mit Soundslides erstellten Portfolio (neues Fenster)

-> Hier gehts zu den Screenshots von Soundslides (neues Fenster)



Kandidat 2

Der nächste Kandidat ist ein Programm mit movieorientiertem Ansatz: Slideshow von Apimac
(Link zur Homepage von Slideshow).

Slideshow erstellt Filme, Flash-Videos (FLV), lauffähige Slideshows für Windows und Mac OS X, und erstellt auch via iDVD fertige Projekte auf DVD. Die Programmoberfläche ist sehr übersichtlich gehalten und leitet den Anwender in 4 Schritten vom Import zum Export. Auch für Slideshow gilt, dass die verwendeten Audiodateien und Bilder mit externer Software vorbereitet werden sollten. Auch hier sollten die Bilder im JPG-Format vorliegen und für die Bildschirmanzeige skaliert und optimiert sein.

Eine eventuell zu lange Audiodatei wird von Slideshow passend abgeschnitten. Schön sind die einblendbaren “Closed Captions”, die zwei Zeilen umfassen. Sie können auf bestimmte EXIF-Daten zurückgreifen oder einen freien Text enthalten, und sehen wie ansprechende Untertitel aus. In der Farbauswahl ist Slideshow einfacher als Soundslides gehalten. Insgesamt ist Slideshow einfach und unkompliziert. Bei den Ausgabeoptionen ist zusätzlich ein editierbarer “Abspann” auswählbar. Der mit Slideshow exportierte Film hat eine Grösse von 9,2 MB.

Wir haben uns übrigens für den MP4-Export entschieden. Slideshow exportiert hier als “.m4v”, auf den wir direkt verlinken. Ob alle Browser - insbesondere unter Windows - diesen Filetyp anzeigen können, ist für uns allerdings etwas zweifelhaft (Leser, die Windows verwenden können das einfach selbst prüfen).

Anmerkung zum Testsystem: Bis Version 9.6 läuft Slideshow unter PPC, ab Version 9.7 setzt die Software einen Intel-Prozessor voraus.

-> Hier gehts zum mit Slideshow erstellten Portfolio (Direktlink zum Film, neues Fenster)

-> Hier gehts zu den Screenshots von Slideshow (neues Fenster)



Kandidat 3

Der jüngste Kandidat im Test ist FlippingBook Photographer
(Link zur Homepage von FlippingBook).

Kurz nach Fertigstellung des Tests haben wir erfahren, dass FlippingBook Photographer vom Hersteller durch die neuere Software FlippingBook Photo Album ersetzt worden ist. FlippingBook verfolgt ein charmantes Konzept, indem es ein klassisches Portfolio-Buch mit Hilfe von Flash nachbildet. Mit Seiten zum Umblättern und dem passenden Sound dazu. Für die Erstellung des Buches wird der Anwender mit einem Assistent durch die erforderlichen Schritte geführt. Die Tücke liegt etwas in den Optionen, insbesondere der Grösse. Denn FlippingBook skaliert und schneidet die Inhalte automatisch passend für die ausgewählte Grösse. Das hat Vor- und Nachteile. Wer den Experimentieraufwand nicht scheut, wird mit interessanten und sehr ansehnlichen Ergebnissen belohnt, zumal die Software verschiedene Layout-Optionen für die Verteilung der Bilder auf die Seiten anbietet. Damit lassen sich Bilder im Hoch- und Querformat in einem Portfolio mischen. Für die farbliche Gestaltung stehen eine Vielzahl an Optionen zur Verfügung. Eine Untermalung mit Sound ist nicht vorgesehen.

Beim Export erstellt auch FlippingBook einen Ordner, der eine “index.html” Datei enthält. Der ganze Ordner muss auf den Server geladen werden. Ein Embed in Webseiten ist nicht vorgesehen. Es muss vielmehr auf die Index-Datei im Ordner verlinkt werden. FlippingBook hat aus den Bildern einen Ordner mit 4,4 MB erstellt.

Anmerkung zum Testsystem: FlippingBook setzt Mac OS 10.5 voraus und läuft mit PPC und Intel. Die Nachfolgersoftware Photo Album setzt Mac OS 10.6 voraus und läuft nur noch mit Intel Prozessor.

-> Hier gehts zum mit FlippingBook erstellten Portfolio (neues Fenster)

-> Hier gehts zu den Screenshots von FlippingBook (neues Fenster)


Wenn es Fragen zu einem der Programme (oder zu mehreren) gibt, bitte in die Kommentare posten!
Viel Freunde mit den eigenen Portfolios!


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Color Washer von The Plugin Site - Das Schweizer Taschenmesser für JPGs

Einleitung

Bei The Plugin Site aus Nürnberg gibt es ausgesuchte und exquisite Photoshop-Plugins. Besonders begeistert uns die Serie “PhotoWiz”, in welcher der Anbieter einige ausgesuchte Spezialplugins aus eigener Entwicklung anbietet. B/W-Styler und Contrast Master aus dieser Serie haben wir bereits getestet. Heute werfen wir einen Blick auf Color Washer.


Color Washer

Color Washer ist ein Schweizer Taschenmesser für JPGs.

Wie ist das zu verstehen?

Mit den DSLRs (und manchen Kompakten, z.B. der Leica D-Lux) gibt es die Möglichkeit in RAW zu fotografieren. Aber - Hand aufs Herz - wer hat immer die DSLR oder eine Luxuskompakte dabei? Oft reist eben nur eine kleine “Knipse” in der Jackentasche mit. Und da die verwendete Kamera in den allermeisten Fällen ohnehin so gut wie keine Rolle spielt, lassen sich auch damit richtig gute Motive einfangen. Nur sind die dann eben im JPG-Format.

Welche Rolle spielt das Aufnahmeformat?

Ziel des Fotografen ist es, das vor dem Betätigen des Auslösers visualisierte Bild zu schaffen. Das beinhaltet oft auch Nachbearbeitung. Wenn z.B. Schnee im Bild ist, was in den hiesigen Gefilden mindestens die Hälfte des Jahres regelmässig so ist, ist der Weissabgleich ein stetes Problem. Der Schnee ist gerne ziemlich blau. Das mag rein physikalisch sogar seine Richtigkeit haben. Im Bild aber stört es oft evident. Keine Problem mit RAW-Dateien. Hier lässt sich die Farbtemperatur komfortabel und praktisch ohne Qualitätsverlust korrigieren. Damit wird der Schnee dann weiss. Dasselbe gilt auch für Belichtungskorrektur und Detailbelichtungskorrektur.


Das Originalbild zur Demonstration: Schnappschuss im Vorbeifahren mit einer kleinen Kompaktkamera in aller Eile aufgenommen. Denkbar ungünstige Lichtsituation. Schneehügel von hinten mit direkter Sonne beleuchtet. Reflektionen im Schnee neben dem Hauptmotiv. Hauptmotiv voll im Schatten. Weissabgleich und Farbstich. Kurz: Schnee viel zu blau - Belichtung für den Schnee, also in den Schatten viel zu dunkel.

Mit den JPG-Dateien aus einer einfachen Kompaktkamera sind beide Operationen deutlich komplizierter. Zwar lassen sich evtl. Belichtungskorrekturen mit Photoshop durchführen. Wenn es an den Weissabgleich und die Beseitigung von Farbstichen geht, wird es mit den normalen Bordmitteln aber oft schon kompliziert. Und genau hier kommt der Color Washer ins Spiel.

Wie der Name schon verrät, “wäscht” der Color Washer die Farben und korrigiert einen fehlerhaften Weissabgleich und Farbstiche. Ausserdem bietet das Plugin mehrere praktische Funktionen für die - auch selektive - Belichtungskorrektur (eine Art “D-Lightning” um es in Nikon-Sprache zu sagen).

Das Plugin kommt aufgeräumt und übersichtlich daher. Bereits die Autodetect-Einstellung liefert zu 85% das gewünschte Ergebnis. Reicht das nicht aus, gibt es weitere Einstellungen und einen Expertenmodus, der eine Feinabstimmung ermöglicht. Dasselbe gilt übrigens für die Belichtungskorrektur.

Wir haben den Color Washer über die zurückliegenden Monate als “Schweizer Taschenmesser” für JPG-Dateien schätzen gelernt und sprechen eine klare Empfehlung aus.

Color Washer von The Plugin Site - Das Schweizer Taschenmesser für JPGs

Color-Washer: So sieht die aufgeräumte Oberfläche im „Easy Mode“ aus. Hier mit geteilter Vorschauansicht.


Installation und Kompatibilität

Die Installation ist völllig problemlos. Color Washer gibt es in zwei unterschiedlichen Versionen:

Eine Standalone-Version für Windows-Rechner (die sich auch als externer Editor für Lightroom nutzen lässt) und ein Photoshop-Plugin.
Und die Plugin-Version für Mac OS X und Windows, die wir aus Gründen des einfacheren Workflows empfehlen. Diese Version versteht sich mit einer Vielzahl von Photoshop-Plugin kompatiblen Host-Applikationen (genaue Liste gibt es auf der Herstellerseite).


Die Vorschau

Besonders wichtig bei Plugins ist eine komfortable und aussagekräftige Vorschau. Im Vorschaufenster des Color Washers lässt sich entweder das gesamte bearbeitete Bild oder nur eine Ausschnittsvergrösserung anzeigen. Natürlich gibt es auch eine “Split View” (mit verschiedenen Aufteilungsoptionen). Dait sind Original und bearbeitete Version gleichzeitig und nebeneinander zu sehen.


Hier mittels Autodetect für den Blaustich korrigiert. Die Korrektur trifft die Lichtverhältnisse ziemlich genau. Mit Feintuning könnte bei Bedarf noch etwas nachjustiert werden.



Und hier zusätzlich noch mit Belichtungskorrektur für die Aufhellung der Schatten.


Fazit

Unserer Meinung nach ein “must have” für alle, die es auch immer wieder mit JPGs aus der Kamera zu tun haben. Einfach, bequem und schnell lassen sich alle Probleme rund um einen fehlerhaften Weissabgleich und Farbstiche sowie die allermeisten Belichtungskorrekturen in den Griff bekommen.

Und der Support des Herstellers ist sagenhaft: Alle Anfragen wurden - sogar am Wochenende - binnen weniger Stunden kompetent und erschöpfend beantwortet. Ein wertvolles zusätzliches Plus.

Eine Demoversion kann hier beim Hersteller angefordert werden.

Der Preis liegt bei USD 49,95. Ein echtes Schnäppchen.


Zusammenfassende Bewertung

Jeweils auf Skala von 1 (sehr schlecht) bis 5 (sehr gut):

Funktionalität: 5
Anwenderfreundlichkeit: 5
Geschwindigkeit: 4,5
Praktischer Nutzen: 5
Verfügbarkeit: 5
Preis-/Leistungsverhältnis: 5

Gesamtbewertung: 4,75

Unser Fazit: “Must have” für JPG-Fotografen




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“The Power of Black & White in Lightroom, A Masterclass” von Piet Van den Eynde

Vorstellung und Kurzrezension: “The Power of Black & White in Lightroom, A Masterclass” von Piet Van den Eynde

In meiner Prognose zu den Fototrends für 2010 hatte ich im Dezember 2009 eine Renaissance der Schwarz/Weiss-Fotografie prognostiziert (“Motivbetont, Einfach, Künstlerisch, Gefühlsbetont”). Der Trend ist gelandet, wie Flickr und viele Blogs deutlich widerspiegeln. Und ich denke, dieser neue Trend steht erst an seinem Anfang und wird uns noch mindestens zwei bis drei Jahre begleiten.

Gerade deswegen freut es mich besonders, heute von der aktuellen Neuerscheinung in der Serie von Craft & Vison “The Power of Black & White in Lightroom, A Masterclass” von Piet Van den Eynde berichten zu dürfen.


“The Power of Black & White in Lightroom, A Masterclass” von Piet Van den Eynde


Das imposante Buch von Piet Van den Eynde ist das bislang umfangreichste bei Craft & Vision erschienene Ebook und umfasst 200 Seiten. Der Preis liegt trotzdem noch - wie bereits bisher - bei 5 USD. Nach wie vor also nicht mehr als ein guter Kaffee in einem guten Kaffeehaus. Beeindruckend.

David DuChemin, der Herausgeber der Craft & Vision Serie war wieder so freundlich, uns vorab ein Rezensionsexemplar zukommen zu lassen.

Das neue Werk richtet sich gezielt an alle Lightroom-Anwender und führt durch fast alle Aspekte der digitalen schwarz/weiss-Umwandlung mit Hilfe von Lightroom. Ich verhehle hier nicht, dass ich persönlich zwar Bibble bevorzuge. Aber es dürte klar sein, dass Lightroom eine sehr grosse Anwenderschaft und grosse Verbreitung hat.

In 10 Kapiteln führt Piet den Leser von den Grundlagen (“Do’s and Dont’s”) bis in alle Feinheiten der schwarz/weiss-Konversion mit Lightroom. Das geht von den Bordwerkzeugen über Prests bis hin zu Plugins von Drittanbietern. Eingerahmt werden die einzelnen Erklärungen mit jeder Menge beeindruckender Fotos.

Wie von Craft & Vision gewohnt, werden die sehr gut nachvollziehbaren Erläuterungen zu den einzelnen Methoden und Werkzeugen von “Case Studies” abgerundet.


Fazit: Wieder ein klar empfehlenswertes Ebook. Piet ist es gelungen, praktische alle Aspekte digitaler schwarz/weiss-Fotos mit Hilfe von Lightroom abzudecken. Für alle an der digitalen schwarz/weiss-Fotografie interessierten Anwender von Lightroom geradezu ein “muss”.

Das Ebook gibt es - wie bei Craft & Vision üblich - als PDF und als iPad-App. Meine Empfehlung ist - wie immer - die ausdruckbare PDF-Version. Da dieses Ebook so umfangreich ist, besteht der Download übrigens aus 4 einzelnen Teilen, um die Downloadzeiten möglichst kurz zu halten.

Für die Leser des Lapplandblogs gibt es wieder eine Sonderaktion zum Buch:

- Bis zum 16. April 2011, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: BWLIGHT4

Und wenn Sie gleich mehrere Bücher kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes BWLIGHT20 insgesamt 20% Rabatt beim Kauf von 5 oder mehr Ebooks als PDF.

-> Hier geht es zu Craft & Vison. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.

“The Power of Black & White in Lightroom, A Masterclass” von Piet Van den Eynde




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Rezension: The Bibble Survival Guide von Andreas F.X. Siegert und Marco Frissen

Rezension: The Bibble Survival Guide von Andreas F.X. Siegert und Marco Frissen

Heute steht ein spannendes und sehr ergiebiges Buch zur Rezension. Ein Buch, das die Arbeit mit der RAW-Entwickler-Software Bibble an vielen Punkten noch mehr zum Vergnügen macht, als das ohnehin schon der Fall ist. Es geht um den “Bibble Survival Guide” von Andreas F.X. Siegert und Marco Frissen.

Rezension: The Bibble Survival Guide von Adreas F.X. Siegert und Marco Frissen


Vorab noch einige Worte zum Gegenstand des Buches: Es geht um Bibble.

Bibble ist eine (eigentlich nicht nur “eine”, sondern “die”) Software zur Entwicklung von RAW-Dateien. Unter den verschiedenen Softwarepaketen, die sich für diese Aufgabe einsetzen lassen, nimmt Bibble eine herausragende Stellung ein. Bibble ist zum einen speziell für den Workflow von Fotografen entwickelt. Zum anderen ist Bibble der wohl schnellste auf dem Markt befindliche Konverter. Ausserdem ist Bibble plattformübergreifend für Windows, Mac OS X und Linux erhältlich. Ein weiterer Pluspunkt, der mir persönlich sehr gut gefällt ist auch, dass Bibble auch auf der nicht allerneuesten Hardware seine Dienste verrichtet. Und seit einiger Zeit bietet das Programm auch die Möglichkeit zur Bilderverwaltung. Schliesslich verfügt Bibble über eine offene Schnittstelle für Drittanbieter für Plugins zu Erweiterung des Funktionsumfanges. Einige der Plugins - die meisten sind Free- oder günstige Shareware - sind geradezu spektakulär.

Bibble gibt es als Lite- oder als Pro-Version. Das Buch richtet sich an die Anwender beider Versionen. Die Unterschiede zwischen den beiden unterschiedlichen Versionen werden im Text jeweils gekennzeichnet.

Nun aber zur eigentlichen Rezension. Seit der Version 5, die 2009 vorgestellt wurde, hat Bibble nochmals kräftig an Funktionsumfang zugelegt. Zwar gibt es auf der Homepage des Herstellers einige sehr gute Lehrvideos und ein Manual. Wie das aber mit Programmhandbüchern manchmal so ist, decken diese zwar alle Funktionen technisch korrekt ab, sind aber nicht richtig am fotografischen Workflow und dem praktischen Einsatz ausgerichtet.

In genau diese Bresche springt nun der seit Januar 2011 erhältliche Bibble Survival Guide von Adreas F.X. Siegert und Marco Frissen. Auf 220 Seiten nehmen die Autoren, beide erfahrene Fotografen und IT-ler, den Leser an der Hand und leiten ihn in durchdachter und logischer Folge durch die Arbeit mit Bibble anhand des praktischen Workflows. 
Das Buch liegt als Ebook im PDF-Format vor, das sich bei Bedarf auch problemlos ausdrucken lässt. Eine praktische und umweltschonende Lösung.  Der Preis liegt bei 23 Euro. Das Buch kann über die Homepage zum Buch via Kagi online bestellt werden.

Nach der Aussage der Autoren, beide ausgewiesene Spezialisten, die auch in den Foren zu Bibble als geschätzte Kontributoren aktiv sind, richtet sich das Buch eher an fortgeschrittene Anwender. Nach der eingehenden Lektüre wurde ich das Buch auch vorbehaltslos allen Bibble-Einsteigern empfehlen. Schliesslich können bei der Lektüre einige Kapitel „für später“ aufgespart werden, sind dann aber zur Hand, wenn die Vertiefung gefragt ist. 
 
Das Buch, dessen ausführliches Inhaltsverzeichnis übrigens auch auf der Homepage zum Buch zu finden ist, beginnt bei den Grundlagen und Grundeinstellungen. Nebenbei eine witzige Geschichte: Spannend empfand ich auch die kurze geschichtliche Einführung zu Bibble. Denn dass der Name auf die Hauskatze des ursprünglichen Entwicklers zurück geht, war mir auch neu.

Zu den Grundlagen gehört z. B. ein Kapitel über Farbmanagement. Eine essentielle Materie, deren Nichtbeachtung in aller Regel zu Enttäuschungen und Problemen führt. Ich habe schon einige Darstellungen dieses Themas gelesen. Selten aber eine – trotz der eher „spröden“ Materie – so spannende und lebendige. Das beruht nicht zuletzt auf gut ausgewählten Beispielsbildern und Grafiken. Die Beispielsbilder können ihre Wirkung im PDF voll ausspielen, denn gedruckt kommen veranschaulichende Beispielsbilder meistens nicht so gut zur Geltung.
 
Das ist überhaupt eine der Stärken des Buches: Der Stil ist äusserst angenehm und umgänglich. Selbst wenn der Leser über das ausführliche und präzise Stichwortverzeichnis am Ende des Buches nur ein bestimmtes Thema gesucht und gelesen wird, zieht das Buch den Leser in den Bann und fordert zum Weiterlesen auf. Bemerkenswert.

Das Buch basiert auf der aktuellen Version Bibble 5.2. Der allergrösste Teil des Inhaltes lässt sich aber völlig problemlos auf die Versionen 5 und 5.1 anwenden (obwohl das Update auf 5.2 für alle User kostenlos ist und es folglich keinen Grund gibt, es nicht zu nutzen).

In den einzelnen Kapiteln finden sich viele Aussagen, die auf profunde Kenntnisse und Erfahrungen der Autoren schliessen lassen. So wird im Kapitel über den Weissabgleich z. B. kritisch der Mythos hinterfragt, dass sich in RAW ja alles nachträglich richten lasse. Auch bei den Details zur Belichtungskorrektur sind die Autoren wohltuend realistisch und geben klare Hinweise, was zu reparieren ist und was besser nicht.

Relativ ausführlich erklären die Autoren alle Abläufe um die seit Bibble 5 existierenden Ebenen und Regionen, ohne dabei allerdings in Schwärmerei zu verfallen. So weisen die Autoren bei den Heal & Clone Ebenen darauf hin, dass die reine Heal-Funktion oft kontraproduktiv übertreibt und raten stattdessen zum Einsatz des Clone-Tools.

Auch das Kapitel zum Thema Nachschärfen sucht in praxisrelevanter Ausführlichkeit und Präzision seinesgleichen. Ein umfangreiches Kapitel widmet sich später der in Bibble relativ jungen Bilderverwaltung. Und als besonders nützliche Abrundung findet sich gegen Ende des Buches ein sehr hilfreiches “How-To”-Kapitel. Das ausführliche Stichwortregister am Ende des Buches rundet das Werk ab und ermöglicht das schnelle Auffinden der relevanten Textpassagen.

Fazit: Dem Leser der Rezension wird es nicht entgangen sein. Das Buch hat mich begeistert. Eine Wohltat in der Mischung aus profundem Know-How und einer äusserst angenehm zu lesenden Darstellung. Von meiner Seite aus daher volle Punktzahl und eine klare Empfehlung!



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“The Evocative Image” (“Das bewegende Bild”) von Andrew S. Gibson

Und schon geht es weiter mit der Woche des Buches. Bei Craft & Vision ist wieder ein neues Ebook erschienen:

“The Evocative Image” (“Das bewegende Bild”) von Andrew S. Gibson. 

“The Evocative Image” (“Das bewegende Bild”) von Andrew S. Gibson


Wieder zuerst ein grosses Dankeschön an David DuChemin, den Herausgeber der Craft & Vision Serie. Er war wieder so freundlich, uns vorab ein Rezensionsexemplar zukommen zu lassen.

Der Autor des neuen Ebooks, Andrew S. Gibson, ist uns bereits aufgrund seiner - ebenfalls bei Craft & Vision erschienenen - Trilogie “The Magic Of Black & White” bekannt. Andrew ist als Fotograf und Autor bekannt. Er schreibt u.a. für das EOS magazine und Phototuts+. Fotografisch ist er auf Fine Art spezialisiert.

Im neuen Ebook “The Evocative Image” wendet er sich nun ausführlich einem Thema zu, das fast alle Fotografen bewegen dürfte: Wie kann ich meine Fähigkeiten verbessern, meine Gefühle in meinen Bildern zum Ausdruck zu bringen. Er erklärt Wege, Stimung und Atmosphäre (besser) zum Asudruck zu bringen.

Anhand vieler Beispiele nimmt Andrew den Leser auf 63 Seiten an die Hand und geht dann Schritt für Schritt durch viele Variationen des fotografischen Ausdruckes (“Expression”). Das geht von der Interpretation eines Motives, Lichtstimmungen (“Golden Hour”, “Blue Hour”) über Low-Light, extreme Blendenwerte und Teleobjektive bis hin zu sehr unüblichen und inspirierenden Gedanken und Ansätzen.

Sehr positiv empfinde ich es, dass Andrew viele praktische Übungen (“Creative Exercise”) in das Buch einfliessen lässt. Sie ermöglichen es dem interessierten Leser, das Erlernte auch gleich praktisch umzusetzen. 

Fazit: Klare Empfehlung. Andrew zeigt auf kreative und sehr angenehm zu lesende Weise den Weg vom einfachen “Bilder aufnehmen” zum “Bilder machen” im Sinne von aktivem Gestalten auf.  

Nebenbei: Wer das im Buch Erlernte dann auch in der Praxis umsetzen und vertiefen möchte, darf sich gerne bei uns für einen Workshop melden. Es gibt noch freie Plätze für den Sommer.

Das eBook gibt es - wie bei Craft & Vision üblich - als PDF und als iPad-App. Meine Empfehlung ist die ausdruckbare PDF-Version.

Das besonders charmante an den Craft & Vision Ebooks ist übrigens nicht nur der hochwertige Inhalt sondern das fast unschlagbare Preis-/Leistungsverhältnis. Das Ebook kostet wiederum nur 5 USD pro Stück (nach heutigem Tageskurs etwa 3,64 Euro - weniger als ein guter Kaffee oder Espresso im Bistro). 

Für die Leser des Lapplandblogs gibt es wieder eine Sonderaktion zum Buch:

- Bis zum 28. Februar 2011, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: EVOCATIVE4

Und wenn Sie gleich mehrere Bücher kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes EVOCATIVE20 insgesamt 20% Rabatt beim Kauf von 5 oder mehr Ebooks als PDF.

-> Hier geht es zu Craft & Vison. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.

“The Evocative Image” (“Das bewegende Bild”) von Andrew S. Gibson




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„Winter in the Canadian Rockies“ von Darwin Wiggett - Kurzrezension

In der The Print & The Process Serie con Craft & Vision ist wieder ein neues Ebook erschienen:

„Winter in the Canadian Rockies“ von Darwin Wiggett .

„Winter in the Canadian Rockies“ von Darwin Wiggett - Kurzrezension

David DuChemin, der Herausgeber von Craft & Vision war wieder so freundlich, uns vorab ein Rezensionsexemplar zukommen zu lassen.

Darwin Wiggett ist ein weltweit bekannter und anerkannter Natur- und Landschaftsfotograf aus Canada. Seine grosse fotografische Liebe gilt den kanadischen Rockies. Und das ganz besonders in der Wintersaison. Und in diese Landschaft und Jahreszeit nimmt Darwin den Leser mit auf die fotografische Workshopreise. Ein fotografischer Winterzauber.

Das neue Buch setzt die The Print & The Process Serie fort. Die Serie folgt einem brillianten Konzept: Ausgehend von 50 Aufnahmen wird der fotografische Entstehungsprozess von der Aufnahme bis zum Print dargestellt. Ein Workshop in Buchform, der auf 69 Seiten durch den fotografischen Workflow führt. Der Preis des Buches beträgt USD 5.

- Im ersten Teil des Buches - “The Premise” - finden sich - nach einer kurzen Einleitung - 50 ausgesucht inspirierende Aufnahmen von grösstenteils überwältigender Schönheit. Zu diesen Aufnahmen folgen im dritten Abschnitt dann die Details der Entstehung und Bearbeitung. Vielen Aufnahmen ist anzusehen, dass sie mit grossem Einsatz und unter grossen Mühen entstanden sein müssen.

- Im zweiten Teil - “The Process” - geht Darwin auf grundlegende und wichtige Fragen der Outdoorfotografie im Winter ein. Die Stichworte lauten: Innere Einstellung; Vorbereitung (Winterkleidung, Nichtfotografisches Equipment, Fotografisches Equpiment, Kältespezifische Fotoprobleme); Die Stimmung des Lichtes im Winter; Abstraktion und Winter; Spezielle Techniken.

Das Wetter in den hiesigen Breitengraden in Lappland ist mit dem Wetter in den kanadischen Rockies sehr gut vergleichbar und aus der Lappland-Perspektive kann ich Darwins Ausführungen nur voll und ganz zustimmen. In Sachen Vorbereitung und Equipment (fotografisch wie nicht-fotografisch) zeigt Darwin, dass er auf profunde Erfahrung zurückgreifen kann und dass er sich bei seinen Extremtouren stets auf der sicheren Seite bewegt. Das finde ich sehr gut. Und nur selten habe ich so gute Zeilen gerade auch zu den Auswirkungen der Winterlandschaft auf die Bildgestaltung gelesen. Wer sich ernsthaft für das Fotografieren im Winter interessiert, wird aus Darwins Texten einen grossen Nutzen ziehen können.

- Im dritten Teil folgen dann Anmerkungen zu jedem der im ersten Teil gezeigten 50 Aufnahmen. Darwin nennt Details zur Entstehung, Komposition, Bildgestaltung und technische Details. Ein Konzept, das mich in dieser Form immer wieder begeistert, weil es einem Workshop nahe kommt.

Fazit: Alle Fotografinnen und Fotografen, die sich ernsthaft für die Fotografie im Winter - mit allen ihren Besonderheiten und Beschwernissen - interessieren, werden aus dem Buch grossen Nutzen ziehen können. Das Buch bekommt von mir auch wieder eine klare Empfehlung. Und wer das im Buch Erlernte dann auch in der Praxis umsetzen und vertiefen möchte, darf sich gerne bei uns für einen Winter-Workshop melden.


Das eBook gibt es - wie bei Craft & Vision üblich - als PDF und als App für das iPad. Ich präferiere und empfehle die ausdruckbare PDF-Version.

Für die Leser des Lapplandblogs gibt es wieder eine Sonderaktion zum Buch:

- Bis zum 22. Januar 2011, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: ROCKIES4

Und wenn Sie gleich mehrere Bücher kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes ROCKIES20 insgesamt 20% Rabatt beim Kauf von 5 oder mehr Ebooks als PDF.

-> Hier geht es zu Craft & Vison. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.

„Winter in the Canadian Rockies“ von Darwin Wiggett - Kurzrezension

Foto-Futter 1/2011 - Input und Know-How rund um die Fotografie

Und in das neue Jahr steigen wir gleich mit einer Menge Input und Know-How für alle Fotografen und Fotografie-Fans ein. Für alle Stammleser, die sich über den Titel wundern: Die bisherigen Sonntagslinks hören ab den neuen Jahr auf den Namen “Foto-Futter”.

 
• An erster Stelle ein Praxistipp: Der Kamera- und Equipment-TÜV zum Jahresbeginn

Nicht nur Autos sollten regelmässig zur Kontrolle. Das gilt auch für die Fotoausrüstung. Ich empfehle das für den Jahresanfang. Das ist ein guter und fester Zeitpunkt. Was sollte kontrolliert werden?

- Trageriemen und Handschlaufen: Ist irgend etwas ausgefranst oder durchgescheuert? Sitzen alle Klemm- und Klettverschlüsse noch fest? Nichts ist ärgerlicher, als eine zu Boden gehende Kamera mit Linse.
 
- Akkus: Haben alle Akkus noch eine gute Kapazität? Falls nein: Rechtzeitig austauschen. Wer über ebay, o.ä. einkauft bekommt bei vielen Verkäufern Mangenrabatt oder Kombipreise.
 
- Speicherkarten: Ich rate ja grundsätzlich, eine Speicherkarte nach jedem Überspielen der Fotos auf den Computer neu zu formtieren. Wer das nicht tut, sollte es jetzt tun. Natürlich bitte vorher die noch nicht gesicherten Aufnahmen auf den Rechner überspielen.

- Objektive / Linsen: Alle kritisch prüfen und durchchecken. Gegebenenfalls reinigen (Tipp dazu z.B. hier). 

- Kamerataschen: Zubehör in allen Kamerataschen kontrollieren und gegebenenfalls nachfüllen. Oft verschwinden im Laufe des Jahres die seltener genutzten Dinge, wie z. B. Graukarten.


• Finger weg von Stockfotos! 

Zack Arias hat in seinem Blog einen sehr lesenswerten und nachdenklich machenden Beitrag veröffentlicht. Er beschreibt treffend und sehr nüchtern die Marktmechanismen rund um die Stockfotografie. Und ich finde, seine Argumentationen treffen genau ins Schwarze. Stock ist nämlich i. d. R. für Fotografen und Kunden schlecht.

Denn: Stock ist im Regelfalle nicht billiger und darüber hinaus oft schädlich für den Anwender. Oder wollten Sie Ihre Werbung mit Fotos schmücken, die etliche andere auch lizenziert haben und die damit ein sehr fragliches Licht auf Sie werfen könnten? Das deckt sich übrigens auch exakt mit den Erkenntnissen aus der Nielsen-Studie “Photos as Web Content”, über die ich neulich hier berichtet hatte.

Jakob Nielsen war in seiner Studie zu dem folgenden Schluss gelangt: “Webseiten-Besucher achten sehr auf Fotos und andere Bilder, die relevante Information enthalten. Sie ignorieren aber nichtssagende Bilder, die eine Seite nur als Füller “aufpeppen” sollen.”  Im Klartext: Finger weg von Stock-Fotos, denn diese sind meistens nur reine “Füller”. Solche Füller sollten unbedingt weg gelassen werden. Stattdessen lieber in reale Fotos investieren. Es zahlt sich aus. 


• Zehn Dinge, die vermutlich bald aussterben werden!

Unter diesem charmenten Titel hat die Welt-Online einen äusserst lesenswerten Artikel veröffentlicht, der in einigen Punkten die Fotografie streift. Es geht nämlich u.a. um Postkarten und Papierbilder.

Einer der Schlüsselsätze lautet z.B.: “Etwa seit Mitte der Nullerjahre sind viele Reisen und private Ereignisse nur noch auf Chipkarten und in Computern gespeichert. Wehe den Babys, die 2010 geboren wurden – ist ihre Kindheit nach einem PC-Absturz komplett ausgelöscht?”

Fotografinnen und Fotografen: Zieht die Schlüsse aus diesen Überlegungen und handelt dementsprechend!


• 6 Predictions for Social Networks in 2011

Auf Mashable gibt es einen interessanten Beitrag mit “6 Predictions for Social Networks in 2011”. Aus fotografischer Sicht ist besonders die Nummer 6 “The Social Networking Trend of 2011: Mobile Photos” interessant. Bitte lesen, denn hier ändern sich die Rahmenbedingungen gerade im Rekordtempo tiefgreifend!


• Schatzgrube für Street-Photography

Schliesslich noch ein Schmankerl für alle Liebhaber der Street-Photography: Die Website von Eric Kim. Eine Fundgrube. Das Verweilen auf der Seite lohnt sich. Schätze sind zu bergen!


Wünsche allerseits einen guten Start in die neue, erste Woche des Jahres 2011!




„Winter shapes“




Neues Ebook: Light & Land von Michael Frye

Neues Ebook: Light & Land von Michael Frye

Light & Land von Michael Frye


Es ist immer eine grosse Freunde, wenn in der Serie Craft & Vision ein neues Ebook erscheint. Denn an der eigenen fotografischen Vision und den Fähigkeiten zur Umsetzung derselben zu arbeiten ist für mich das Wichtigste. Es geht - und das sei auch in der Vorweihnachtszeit deutlich gesagt - nicht um kostspieliges neues technisches “Spielzeug”. Fünf Dollar (was nach heutigem Tageskurs 3,77 Euro entspricht) in ein Ebook zu inbestieren das Dir hilft, Deine fotografischen Fähigkeiten zu erweitern ist allemal besser und wertvoller, als 1.000 Euro in eine neue Linse zu stecken deren Fähigkeiten Du nicht ausnutzen kannst (weil Dir die Basics fehlen).

Ein grosses Danke geht wieder an David DuChemin und sein Craft & Vision Verlagshaus für das uns zur Verfügung gestellte Vorab-Rezensionsexemplar.

Das voraus geschickt ist es mir eine grosse Freude “Light & Land” von Michael Frye heute vorstellen zu dürfen. Michael ist ein begnadeter Landschaftsfotograf, der in der Schule von Ansel Adams steht und diese konsequent weiter entwickelt hat.

In “Light & Land” nimmer er den Leser auf 36 Doppelseiten (= 72 Seiten) an der Hand und führt uns durch seine Überlegungen zum Erschaffen richtig guter Landschaftsaufnahmen.

Von den Grundüberlegungen kommend geht er sehr detailliert auf seinen Workflow ein und gibt Einblick in die wichtigen Schritte der Nachbearbeitung von Landschaftsaufnahmen. Anhand von fünf Aufnahmen zeigt er ausführlich und detailliert („step-by-step“) seinen Workflow und alle Details der Nachbearbeitung auf. 

Die Darstellungen und Erklärungen erfolgen anhand von Lightroom. Die dargestellten und verwendeten Werkzeuge finden sich aber in allen einschlägigen Bildbearbeitungsprogrammen (z. B. Photoshop, Bibble, usw.).

Allen Fotografen, die an ernsthafter Landschaftsfotografie interessiert sind, kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hilft Dir dieses Buch um einiges mehr weiter, als eine neue Linse oder ein neues Kameragehäuse! 

Prädikat: Sehr empfehlenswert!


ZEITLICH BEGRENZTE SONDERAKTION ZUM NEUEN EBOOK

Für die Leser des Lapplandblogs gibt es auch wieder eine Sonderaktion zum Buch:

- Bis zum 19. November, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link Link zu Craft & Vision folgen beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: LAND4

Und wenn Sie gleich mehrere Bücher kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes LAND20 insgesamt 20% Rabatt beim Kauf von 5 oder mehr Ebooks als PDF.

-> Hier geht es zu Craft & Vison. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.

Light & Land von Michael Frye

Im Test: Contrast Master von The Plugin Site

Im Test: Contrast Master von The Plugin Site


Der Hersteller: The Plugin Site

Die kleine deutsche Softwareschmiede The Plugin Site ist eine Oase für ausgesuchte und exquisite Photoshop-Plugins (genau genommen nicht nur für Photoshop - aber dazu später mehr). In der Serie “PhotoWiz” hat der Anbieter einige ausgesuchte Spezialplugins aus eigener Entwicklung im Angebot, die es in sich haben. Vor einiger Zeit hatten wir bereits den B/W-Styler aus dieser Serie mit grosser Begeisterung getestet.


Contrast Master im Überblick

Diesmal nehmen wir “Contrast Master” genauer unter die Lupe. Bereits der Name lässt vermuten, dass es hier um den Kontrast geht. Das stimmt. Contrast Master kann aber noch viel mehr.

Das Plugin ist sehr mächtig und umfangreich. Sich in die Bedienung der verschiedenen Modi (je nach Zählung mindestens 4) einzuarbeiten, erfordert einige Zeit. Der erste und wichtigste Tipp für alle Anwender ist daher: Geduld und Experimentierfreude sind gefragt. Und vorab das sehr gute und ausführliche Handbuch zumindest einmal gründlich zu überfliegen, ist ratsam.

Eine Demoversion von Contrast Master kann übrigens bei The Plugin Site hier angefordert werden.

Um diesen Blogeintrag nicht mit Bildern zu überfachten, gibt es - wie gewohnt - eine separate Bildergalerie zum Testbericht.


Installation und Kompatibilität

Die Installation ist völllig problemlos. Contrast Master kommt - jeweils für Mac OS X und Windows - in unterschiedlichen Versionen daher: Es gibt eine Standalone-Version, und auch Plugins für Lightroom und Photoshop. Die Lightroom-Version läuft ab Lightroom Version 1.

Die Photoshop-Version versteht sich mit einer Vielzahl von Host-Applikationen (und ich war selbst sehr verwundert über die lange Liste, in der sich Programme finden, die mir bislang noch nicht über den Weg gelaufen sind):

Mac OS X:

Adobe Photoshop (Version 7 or higher)
Adobe ImageReady (Version 7 or higher)
Adobe Photoshop Elements (Version 2 or higher)
Adobe Illustrator (Version 10 or higher)
ACDSystems Canvas (Version X or higher)
Computerinsel Photoline 32 (Version 11.52 or higher)
Corel Painter (Version 9 or higher)
LemkeSoft GraphicConverter (Version 5.7 or higher)
Macromedia Fireworks (Version 7 (MX 2004) or higher)

Windows 64-bit:

Adobe Photoshop 64-bit (Version CS4 or higher)
Computerinsel Photoline 64 (Version 16 or higher)

Windows 32-bit:

Adobe Photoshop (Version 3 or higher)
Adobe Photoshop Elements
Adobe PhotoDeluxe
Adobe After Effects (Version 4.1, 5.0 and 5.5, but not animatable)
Adobe Illustrator (Version 7 or higher)
Adobe ImageReady (Version 2 or higher)
ACD Photo Canvas (Version 2 or higher) (Delivered with some editions of ACDSee)
ACD Photo Editor (Version 3 or higher) (Delivered with some editions of ACDSee)
ACD Canvas X
albelli photo book creator (Freeware from http://www.albelli.co.uk/)
Arcadia PhotoPerfect (Version 2.9 or higher)
Aurora Borealis Mandala Painter (Version 3 or higher)
CADlink SignLab (Version 5 or higher)
CDH Image Explorer Pro (Version 4 or higher)
Computerinsel Photoline 32 (Version 5 or higher)
Corel Draw (Version 9 or higher)
Corel Paint Shop Pro (Version 10 or higher)
Corel PhotoPaint (Version 9 or higher)
Corel Bryce (Version 4 or higher)
Corel/Metacreations Painter (Version 6 or higher)
Deneba Canvas (Version 6 or higher)
Discreet Combustion (Version 2 or higher, but not animatable and preview is blueish)
Equilibrium DeBabelizer Pro (Version 4.5 or higher)
GIMP (Version 1.2.4 or higher with the PSPI plugin) (Preview doesn't work correctly and may crash if you scroll it too often)
Helicon Filter (Version 4.2 or higher)
Image Analyzer (with the 8bf Interface plugin) (Freeware from http://meesoft.logicnet.dk/)
imageN (Freeware from www.pixoid.com)
IrfanView (Version 3.85 or higher, Freeware from www.irfanview.com)
Jasc Paint Shop Pro (Version 4.12 or higher)
KnowledgeAdventure HyperStudio (Version 4.2 or higher)
Macromedia Freehand (Version 7 or higher)
Macromedia Fireworks (Version 2 or higher, but transparency isn't correctly displayed in the preview)
Magix Xtreme Photo Designer (Version 6 or higher, but applying the plugin to a selection or object causes problems and sometimes random crashes occur, Freeware from http://www.magix.com/us/free-downloads/free-software/xtreme-photo-designer/)
Mediachance PhotoBrush
Megalux Ultimate Paint (Version 2 or higher)
Megalux Ultimate FX (Freeware that is not developed anymore)
Microfrontier Digital Darkroom (Version 1.2 or higher)
Micrografx Picture Publisher (Version 8 or higher, but the preview zoom won't work)
Microsoft Image Composer (Version 1.5 or higher, but dragging the preview isn't possible)
Microsoft PhotoDraw 2000
Microsoft Picture It! Digital Image Pro (Version 7 or higher, but a 100% zoom may not work correctly and Cancel sometimes produces a crash)
Newave Chaos Fx: Twilight'76 (Version 1.2 or higher)
New World Focus PhotoEditor (Version 4 or higher)
19th Parallel Sagelight (Version 3 or higher)
Photobie Design Studio (Version 1.8 or higher) (Freeware from www.photobie.com)
Picmaster (Version 1.25 or higher)
Plugin Commander Pro (Version 1.5 or higher)
PluginMaster
PhotoFiltre Studio (Version 7 or higher)
RealWorld Paint.com (Version 2008.1 or higher) (Freeware from www.rw-designer.com)
QFX / QFX LE (Version 7 or higher)
Right Hemisphere Deep Paint
Satori PhotoXL (Version 2.29 or higher)
Serif PhotoPlus (Version 6 or higher) (Freeware from www.zdnet.com)
SigmaPi Pixopedia 24 (Version 1.0.5 or higher)
SigmaPi NiGulp (Version 1.5 or higher) (Freeware from http://www.sigmapi-design.com/freeware.htm)
Stoik PictureMan Pro (Version 5 or higher)
ThinkTank Ameri-Imager (Version 2 or higher)
Ulead Gif Animator (Version 4 or higher)
Ulead PhotoImpact (Version 4 or higher)
VCW Vicman's Photo Editor (Version 6.9 or higher, but preview dragging causes crash) (Freeware from www.photo-editor.net)
WebSuperGoo Achroma
Xara X
XnView (Version 1.70 or higher) (Freeware from www.xnview.com)
Zoner Photo Studio (Version 9 or higher)


Verwendete Testsysteme

G4 Mac und G5 Mac, Mac OS X 10.5.8, Photoshop Elements 8, Photoshop CS 3


Details

Contrast Master wird - wie die meisten andern Photoshop-PlugIns auch - über das “Filter” Menü aufgerufen. Dort findet sich nach der Installation ein Unterpunkt “Photo Wiz” unter dem sich Contrast Master aufrufen lässt. Contrast Master arbeitet übrigens ausschliesslich mit Bildern im RGB Farbmodus.

Das Plugin lässt sich in den Preferences auf Deutsch oder Englisch einstellen. Wird dort der Reiter “Hilfe” ausgewählt, werden zu fast allen Einstellungsmöglichkeiten sehr gute und verständliche (“kontextsensitive”) Hilfetexte angezeigt.

Contrast Master kann - aufgrund der vielen vorhandenen Optionen - für eine Fülle von Bildbearbeitungen eingesetzt werden, z. B.

- Alle Arten von Kontrastveränderungen
- Lichter-/Schattenveränderungen
- Schärfen
- HDR-ähnliche Effekte
- Schwarz/weiss-Umwandlung (Desaturation)
- Surreale Manipulationen


Kontrast-Tools

Für die klassischen Kontrastveränderungen bietet Contrast Master 3 verschiedene Filter an (Dynamisch, Adaptiv und Lokal). Jeder Filter bietet eine Fülle unterschiedlicher Parameter. Die Filter lassen sich auch untereinander beliebig kombinieren. Das führt zu beinahe unbegrenzten Möglichkeiten, aber eben auch zu einer ganz erheblichen Einarbeitungszeit.

Der adaptive Filter ist übrigens ein Novum auf dem Markt. Der dahinter liegende Algorithmus ist eine komplexe Neuentwicklung. Der adaptive Filter benötigt mehr Zeit bei der Anwendung auf grössere Bilder, führt aber zu sehr reizvollen Ergebnissen.

Der dynamische Filter kann sehr gut eingesetzt werden, um HDR-ähnliche Effekte zu erzielen. Klassiker dafür sind Szenen mit bewölktem Himmel. Ein einfaches Beispiel ist z. B. hier zu finden.


Wie vorgehen?

Für den Einstieg bietet sich der Anfängermodus an. Hier wird zu den verschiedenen Filterarten jeweils nur die Intensität angegeben. Im Anfängermodus können keine weiteren Parameter eingestellt werden. Das hilft, für die unterschiedlichen Filter Verständnis zu entwickeln.

Ist die grundsätzliche Wirkungsweise der einzelnen Filter einmal verstanden, kann dann für die Detailarbeit in die Spezialmodi gewechselt werden. Für jeden Filter gibt es zusätzlich einen eigenen Spezialmodus mit einer Unzahl an Parametern. Schliesslich gibt es darüber hinaus noch einen Expertenmodus, in dem die Einstellungen aus den Spezial-Einzelmodi “gemischt” werden können.

Wir haben Contrast Master über einen Zeitraum von ungefähr 4 Monaten im Einsatz getestet und sind selbst immer wieder überrascht worden, welche Effekte sich “zaubern” lassen. Sind einmal gefällige Einstellungen gefunden, können diese als Preset abgespeichert werden. Es sei aber nochmals betont, dass Contrast Master eine lange Einarbeitungszeit benötigt (was sich dann aber vielfach rechnet).


Die Vorschau

Die Vorschau ist durchdacht und smart. Auf der linken Seite des PlugIn-Fensters findet sich die Vorschau. Dort lässt sich entweder das gesamte bearbeitete Bild oder nur eine Ausschnittsvergrösserung anzeigen. Gelungen ist das “Split View” (mit verschiedenen Optionen), das die Vorschau so aufteilt, dass Original und bearbeitete Version gleichzeitig zu sehen sind.

Um den Überblick bei den vielen Optionen und Möglichkeiten nicht zu verlieren, bietet Contrast Master gleichzeitig 3 unabhängige Vorschauen, zwischen denen gewechselt werden kann. Damit lassen sich verschiedene Einstellungen gleichzeitig und parallel optimieren und miteinander vergleichen.


Fazit

Mit dem Contrast Master ist dem Team der Plug In Site ein wirklich grosser Wurf gelungen.

Nach der Einarbeitungsphase lassen sich mit dem Plugin eine Vielzahl an Effekten erzielen, die weit über den eigentlichen Kernbereich des Plugins hinausgehen. Und im reinen Kontrastbereich bietet Contrast Master selbstverständlich alles, was das Herz begehrt.

Überzeugt hat uns auch der Support des Herstellers. Alle Anfragen wurden - sogar am Wochenende - binnen weniger Stunden kompetent und erschöpfend beantwortet. Ein wertvolles zusätzliches Plus.

Mit einem Preis von USD 69,95 ist das PlugIn - im Vergleich zu anderen Lösungen - zudem sehr günstig.

-> Screenshots und illustrative Beispiele finden sich in der Galerie zum Testbericht.


Zusammenfassende Bewertung

Jeweils auf Skala von 1 (sehr schlecht) bis 5 (sehr gut):

Funktionalität: 5
Anwenderfreundlichkeit: 4
Geschwindigkeit: 4,5
Praktischer Nutzen: 5
Verfügbarkeit: 5
Preis-/Leistungsverhältnis: 5

Gesamtbewertung: 4,75

Unser Fazit: “Must have”


Neues Ebook: David DuChemin - The Vision Driven Photographer

Neues Ebook: David DuChemin - The Vision Driven Photographer

David DuChemin - The Vision Driven Photographer

David DuChemin - allseits bekannter Humanitarian- und Travel-Photographer aus Kanada - hat diese Woche sein neuestes Ebook unter dem Titel “The Vision Driven Photographer - Notes on Discovering & Refining Your Vision” vorgestellt.

Ein grosses Danke an David und sein Craft & Vision Verlagshaus für das uns zur Verfügung gestellte Vorab-Rezensionsexemplar.

Davids neuestes Buch greift - quasi zusammenfassend - das Thema Vision nochmals auf. Mit seinem Slogan “Gear is good - Vision is better” hatte David seinerzeit zum Kampf gegen die Technikverliebtheit und hin zum Ausdruck der eigenen fotografischen Vision aufgerufen. Das jetzt vorliegende Ebook rundet seine Philosophie zum Thema Vision ab.

Im ersten Teil des Buches hebt David anschaulich und mit vielen guten Beispielen und Bildern die Wichtigkeit der Bedeutung einer eigenen Vision als Basis für den eigenen Stil hervor. Spannend ist der Weg, den er einschlägt, denn nach der Vision kommt der letzte (und wichtigste) Schritt: Der Ausdruck (“expression”).

Im zweiten Teil zeigt er - verbunden mit einigen sehr guten “creative exercises” - den Weg auf, die eigene Vision zu entdecken und zu verfeinern.

Ein wirklich hilfreiches Buch, das den Fokus auf das Eigentliche in der Fotografie zurückwirft.

In Kurzform: “Sei Du selbst, finde Deine Vision, lerne sie umzusetzen und auszudrücken”.

Prädikat: Sehr empfehlenswert!

ZEITLICH BEGRENZTE SONDERAKTION ZUM NEUEN EBOOK:

Für die Leser des Lapplandblogs gibt es auch wieder eine Sonderaktion zum Buch

- Bis zum 28. November, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: DRIVEN4

Und wenn Sie gleich mehrere Bücher kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes DRIVEN20 insgesamt 20% Rabatt beim Kauf von 5 oder mehr Ebooks als PDF.

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 David DuChemin - The Vision Driven Photographer


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Rezension: Close To Home von Stuart Sipahigil

Rezension: Close To Home von Stuart Sipahigil

Vor der eigenen Haustür - Ein fotografisches Wahrnehmungstraining in der Form eines Workshop-in-a-Book. So kann der Inhalt des neuen Ebooks kurz und bündig zusammen gefasst werden.

Close To Home von Stuart Sipahigil

Wieder ist in der Serie Craft & Vision, die von dem bekannten kanadischen Fotografen David DuChemin heraus gegeben wird, ein neues Ebook erschienen.

Craft & Vision hat es sich bekanntlich zum Ziel gesetzt, die Leser bei der Entwicklung ihrer fotografischen Vision, ihrer Kenntnisse und Fertigkeiten zu unterstützen. Und das nicht durch den Kauf neuen fotografischen „Spielzeugs“ in Form von verlockenden Kameras und Objektiven, sondern in der Form von universellem Know-How.

Das neue Buch geht auf eine Frage zurück, die an David DuChemin vor nicht allzu langer Zeit in einem Kommentar auf seinem Blog gerichtet war:

“Dort wo ich lebe, ist alles so gewöhnlich verglichen mit anderen Teilen der Welt. Was kann ich tun, um etwas Eigenständiges, das das sich unterscheidet, zu schaffen?”

Eine sehr gute Frage, die vielleicht auch manchem Leser hier im Blog vertraut vorkommt. Das alte Motto “Das Gras auf der anderen Seite des Zaunes ist immer grüner, als auf meiner Seite” schlägt oft erbarmungslos zu.

Und genau hier setzt das neue Ebook an. Es ist ein Inspirationsbuch. 

Das fängt damit an, dass fast alle der im Buch gezeigten Bilder im Umkreis von 5 Meilen um den Wohnort des Autors im fotografisch vermeintlich so unattraktiven Indiana entstanden sind. 

Sehr positiv fällt auch auf, dass die im Buch enthaltenen Bilder mit allen möglichen Kameras - darunter auch einigen Point-and-Shoots - aufgenommen worden sind. Bekanntlich spielt die verwendete Kameratechnik eine sehr untergeordnete Rolle (auch wenn die “kleine Stimme” im Ohr uns immer wieder etwas anderes glauben machen will).

Um es - ohne alle inhaltlichen Details hier zu schildern - ganz offen zu sagen:  Das Werk wird seinem Anspruch mehr als gerecht und eröffnet auf 38 Seiten neue Sichtweisen auf das für einen selbst eigentlich “Gewöhnliche” und “Gewohnte”.

Kurz: Ein fotografisches Wahrnehmungstraining in der Form eines Workshop-in-a-Book zum Preis eines Cappucinos (5 USD entsprechen nach dem heutigen Wechselkurs gerade einmal 3,62 EUR).

Prädikat: Sehr empfehlenswert!

Für die Leser des Lapplandblogs gibt es wieder eine Sonderaktion zum Buch:

- Bis zum 1. November, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: HOME4

Und wenn Sie gleich mehrere Bücher kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes HOME20 insgesamt 20% Rabatt beim Kauf von 5 oder mehr Ebooks als PDF.

-> Hier geht es zu Craft & Vison. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.

Close To Home von Stuart Sipahigil

„Journey Through Java“ von Mitchell Kanashkevich in der The Print & The Process Series erschienen

In der The Print & The Process Serie con Craft & Vision ist heute ein neues Ebook erschienen:

„Journey Through Java“ von Mitchell Kanashkevich.

David duChemin, der Verleger von Craft & Vision war wieder so freundlich, uns vor einer Woche vorab ein Rezensionsexemplar zukommen zu lassen.

„Journey Through Java“ von Mitchell Kanashkevich in der The Print & The Process Series erschienen


Das neue Buch setzt die The Print & The Process Serie fort. In diser Serie geht es darum, den fotografischen Entstehungsprozess von der Aufnahme bis zum Print darzustellen. Ein geniales Konzept, das einem Workshop durch den fotografischen Workflow sehr nahe steht. Mit einem grossen Vorteil allerdings: In den Ebooks der The Print & The Process Serie wird jeweils auf den gesamten Workflow eingegangen. Das ist in klassischen Präsenz-Workshops mitunter nicht ganz so einfach.

Der Autor des neuen Werkes, Mitchell Kanashkevich, ist als Travel-Photographer in der Welt unterwegs und hat sich verschwindenden Kulturen und Lebensbedingungen verschrieben. In “Journey through Java” geht es um eine fotografische Reise nach Java, Indonesien.

Das Buch folgt dem bewährten und durchdachten, dreigeteilten Konzept der The Print & The Process Serie.

- Im ersten Teil folgt - nach einer kurzen Einleitung - eine Präsentation traumhaft schöner und sehr inspirierender Fotos. Anhand dieser Aufnahmen gehts dann später in die Details der Entstehung und Weiterverarbeitung. Bei vielen Fotos fragt sich der Leser, wie sie wohl entstanden sein mögen.

- Im zweiten Teil folgt dann ein Abschnitt zu Fragen der Vorbereitung, Recherche, Planung und Fragen zum mitgenommenen und eingesetzten Equipment. Sehr charmant finde ich die Frage der Transportmittel gelöst. Mitchell, der gemeinsam mit seiner Frau gereist ist, hat ein Motorrad gemietet. Das hat ihm auch für seine fotografische Arbeit Vorteile geboten, andererseits eine grosse Beschränkung beim Equipment abverlangt. Sehr spannend.

- Im dritten Teil folgen dann Anmerkungen zu jedem der im ersten Teil gezeigten Aufnahmen. Hier geht Mitchell auf das Making, seine Überlegungen, Gedanken und technische Aspekte ein. Das ist der Clou bei den Büchern aus der The Print & The Process Serie!

Für mich ist auch dieses neue Buch in der Serie sehr gut und hilfreich. Deswegen gibt es von mir auch wieder eine ganz klare Empfehlung für alle Fotografinnen und Fotografen, die sowohl ihre fotografische Vision, wie auch ihre fotografisch-handwerklichen Fähigkeiten erweitern möchten.

Das eBook gibt es - wie bei Craft & Vision üblich - als PDF und als App für das iPad. Ich präferiere ürbigens die PDF-Version.

Für die Leser des Lapplandblogs gibt es auch wieder eine Sonderaktion zum Buch:

- Bis zum 3. Oktober, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: JAVA4

Und wenn Sie gleich mehrere Bücher kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes JAVA20 insgesamt 20% Rabatt beim Kauf von 5 oder mehr Ebooks als PDF.

-> Hier geht es zu Craft & Vison. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.


„Journey Through Java“ von Mitchell Kanashkevich in der The Print & The Process Series erschienen

Rezension: "Iceland - A monograph" von David duChemin

Rezension: „Iceland - A monograph“ von David duChemin

Ganz aktuell: Heute erscheint das neue eBook von David duChemin in der Craft & Vision Serie. David war so freundlich, mir vor einer Woche vorab ein Rezensionsexemplar zukommen zu lassen. 

Rezension: Iceland - A monograph von David duChemin


Beginnen wir mit dem Autor: David duChemin. Als Fotograf reist David normalerweise als Humanitarian Photographer für viele Hilfsorganisationen durch die südlichen Gefilde der Welt. Er verbindet in seiner Person Werte und Integrität mit traumhafter Fotografie. Sein Thema lautet “Vision” und sein Motto “Craft is good - Vision is better”. Kurz gesagt: Es geht ihm um Fotos, die etwas ausdrücken (im Gegegnsatz zu rein technisch perfekten Fotos ohne jede Aussage). Diese Philosophie durchzieht seine Arbeit als Fotograf ebenso wie seine eBooks. 


Zu Davids neuem eBook: “Iceland - A monograph” handelt vom jüngsten fotografischen Reiseabenteuer Davids. Um seine Vision und seine handwerklichen Fähigkeiten zu erweitern, stellt er sich ein- bis zweimal im Jahr fotografischen Herausforderungen abseits seiner normalen Tätigkeit als Humanitarian Photographer (sog. “self assignment”; Aufträge für sich selbst als Auftraggeber). Etwas, das ich auch vorbehaltlos empfehle.

Im Buch geht es um fotografische Herausforderungen in Island. Und Island ist bekanntlich ein Landstrich, der mit dem hiesigen die polare Nähe (und viele daraus folgende Herausforderungen) teilt. 

Das im angenehmen Querfomat gehaltene Buch ist sehr umfangreich und besteht aus drei Teilen. 

- In einer längeren Einführung
geht David auf Fragen der Tourplanung und allgemeine Fragen zum Equipment auf solchen Touren ein. Keine unwichtigen Fragen, war David doch - fernab von Hotels und den “üblichen Plätzen” - 2 Wochen mit Geländewagen und Zelt “outdoor” in Island unterwegs. 

- Im zweiten Teil folgt eine erlesene Sammlung traumhaft schöner und sehr inspirierender Fotos. Und der geneigte Leser fragt sich hier bei sehr vielen Fotos, wie diese wohl entstanden sein mögen. Die allermeisten Aufnahmen würde ich ohne Zögern als Canvas an die heimischen Wände hängen.

- Der Clou folgt im dritten Teil. Hier geht David zu jedem einzelnen Foto auf seine Herangehensweise, Gedanken, Gefühle und technische Aspekte der Aufnahme ein. Ein “Workshop in a book”. Dabei geht es z.B. um Fragen zur Komposition und zum Bildaufbau. Ein andermal um ganz praktische Probleme, z.B. eine gute Position in einem Lavafeld zu finden und das Stativ stabil aufzustellen. Bei anderen Aufnahmen geht es um handwerklich-technische Fragen der Handhabung von Objektiven und Filtern, usw. Kurz gesagt: Eine Fülle von wertvollen Hintergrundinformationen und Einsichten. 

Ich empfinde das dreigeteilte Konzept als sehr gut und hilfreich. Und besonders die ausführlichen “behind the scnenes” Kommentare und Ausführungen zu jeder Aufnahme sind eine wahre Schatzgrube. 

Meine Bewertung: Von mir eine ganz klare Empfehlung für alle Fotografinnen und Fotografen, die sowohl ihre fotografische Vision, als auch ihre fotografisch-handwerklichen Fähigkeiten erweitern möchten.

Das eBook gibt es als PDF und als App für das iPad. Als haptischer Typ ziehe ich die PDF-Version vor, denn die lässt sich problemlos ausdrucken (obwohl die Fotos im Buch auf dem iPad natürlich besonders sagenhaft wirken).  

Für die Leser des Lapplandblogs gibt es auch wieder eine Sonderaktion zum Buch: 

- Bis zum 12. September, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: ICE4

Und wenn Sie gleich mehrere Bücher kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes ICE20 insgesamt 20% Rabatt beim Kauf von 5 oder mehr Ebooks als PDF.

-> Hier geht es zu Craft & Vison, wo es die Neuerscheinung exklusiv gibt 

Rezension: Iceland - A monograph von David duChemin


Kurzrezension & Tipp - The Magic of Black & White III

Verschiedentlich habe ich schon auf den kanadischen Fotografen David Du Chemin hingewiesen, der mich durch seine Philosophie immer wieder beeindruckt.

Sein berühmter Satz “Gear is good - Vision ist better” ist mittlerweile weithin bekannt und zudem Programm. Sein Ansatzpunkt ist - insofern gegen einen oft mehr technikverliebten Mainstream -, dass alle techischen Dinge zwar wichtig sind. Sind sie doch das Handwerkszeug, bildlich gesprochen die Pinsel, die Farben und die Farbpalette des Fotografen. All das dient aber nur der Umsetzung des visualisierten Bildes. Und das entsteht durch die Kreativität im Kopf des Fotografen. Und dieser Teil des Prozesses ist am wichtigsten. Der Rest ist die handwerkliche Umsetzung.

David hat seinen fotografischen Ansatz in mittlerweile 3 Print-Büchern zum Ausdruck gebracht und steht auch als Herausgeber hinter einer Reihe von Ebooks, die auf dem Portal Craft & Vision zu finden sind. Das charmante an diesen Ebooks ist nicht nur der hochwertige Inhalt sondern auch das unschlagbare Preis-/Leistungsverhältnis. Kosten die Ebooks doch nur 5 USD pro Stück (nach heutigem Tageskurs etwa 3,93 Euro - weniger als ein Kaffee oder Espresso im Bistro). Beim Kauf mehrerer Bücher gibt es zudem noch Rabatt. Der Inhalt ist meiner Meinung nach ein Vielfaches davon wert.

Gerade ist in der Ebook-Edition der dritte Teil von The Magic of Black & White von Andrew S. Gibson erschienen, den ich heute gelesen habe. Im diesem dritten Teil der Serie zum Thema Schwarzweiss geht es um die Umsetzung in beeindruckende schwarzweiss Aufnahmen mit Hilfe von Photoshop (sowohl mit CS5, wie auch mit Elements!). Für alle Fotografen, die sich für schwarzweiss Fotos begeistern können, eine echte Schatzgrube.

Tipp und zwei Schmankerl am Rande: Bis zum 22. August, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf das neue Buch 20% Einführungsrabatt, wenn Sie beim Checkout folgenden Promotion Code angeben: WHITE4

Und wenn Sie gleich mehrere Bücher kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes WHITE20 insgesamt 20% Rabatt beim Kauf von 5 oder mehr Ebooks!

-> Hier geht es direkt zu Craft & Vision

Rezension & Tipp - The Magic of Black & White III

Cooles Tool: Elements+ von Andrei Doubrovski

Mächtig was unter Haube. So, oder so ähnlich ist es mit den “abgespeckten” Photoshop Versionen von Adobe. Denn in Wahrheit haben die auf den Namen “Photoshop Elements” hörenden Versionen mehr unter der Haube, als der Hersteller Adobe offiziell angibt.

Hintergrund für diesen Beitrag ist eine Diskussion über die verschiedenen Photoshop-Versionen, die ich in der vergangenen Woche geführt habe. Warum fehlen den vergleichsweise günstigen Elements-Versionen einige wirklich wichtige Funktionen? Gute Frage. Aber es gibt sogar eine noch bessere Antwort. Sie hört auf den Namen “Elements+”.

Andrei Doubrovski, findiger Photoshop-Spezialist und Programmierer hat herausgefunden, dass die Scripting Funktionen der grossen Photoshop-Versionen auch in den Elements-Versionen implementiert sind. Sichtbar für den Anwender sind sie nicht, vorhanden sind sie trotzdem. Diesen Ansatzpunkt hat er sich dann zunutze gemacht, um Photoshop-Elements mehr Power “einzuhauchen”.

In den Bereichen Farbe und Ton, Auswahlbefehle, Ebenen, Smart-Objects, Maskierungsfunktionen, Smartfilter, Pfade, Arbeiten mit Test und Skripte erweitert das kleine Tool von Andrei Doubrovski die Funktionalität. In vielen Bereichen kann Elements damit mit den grossen Brüdern gleichziehen. So bekommt Photoshop-Elements z. B. einen richtigen Kanalmixer und kann mit editierbaren Gradationskurven umgehen.

Das von Andrei Doubrovski entwickelte Tool ist genau genommen eine Sammlung von Skripten, die über die Effekte-Palette aufgerufen werden und zu den verborgenen Funktionen führen. Elements+ ist für alle Photoshop-Elements Versionen von der 1.0 bis zur aktuellen 8.0 erhältlich. Für die neueren Photoshop-Elements-Versionen 6.0 und 8.0 ist der Turboschub besonders ausgeprägt, weil Adobe hier eine vollständigere Skriptimplementierung vorgesehen hat.

Eine Übersicht über alle neuen Funktionen sowie eine Demoversion sind auf der Homepage von Elements+ zu finden.

Die Preisgestaltung ist mehr als anständig. Gerade mal 12 US-Dollar kostet der geniale kleine Helfer.

Ein echter Geheimtipp!

Filmrezension - Shooting Beauty - everyone deserves a shot - Ein Film über Authentizität und Fotografie

Shooting Beauty - everyone deserves a shot - Ein Film über Authentizität und Fotografie

Eine Rezension von Petra Fülbert und Henning Wüst


Heute wieder eine Rezension. Es geht um den von Courtney Brent und George Kachadorian produzierten Film “Shooting Beauty - everyone deserves a shot”. Ein “Independent-Movie” über Authentizität und Fotografie, der leider im europäischen Raum noch nahezu unbekannt ist.



Du denkst, Dir fehlen die Voraussetzungen, um gute Bilder zu machen? 

Du machst Dir Sorgen über die von Dir eingesetzte Technik und meinst, Du brauchst unbedingt noch diese oder jene Kamera oder dieses oder jenes Obketiv, um gute Bilder machen zu können? 

Du hast vielleicht Sorgen. Aber: Dir kann geholfen werden!

Bekanntlich gibt es keine Zufälle. Trotzdem sind wir vor etwas 3 Monaten durch einen “glücklichen Zufall” auf den Film “Shooting Beauty - everyone deserves a shot” gestossen. Der Film, der unserer Meinung das Wesen und den Spirit der Fotografie am Besten auf den Punkt bringt. Ein echtes Juwel. Mannigfaltige Horizonterweiterung in verschiedener zusätzlicher Hinsicht gibt es gleich noch mit dazu.  Shooting Beauty ist übrigens kein Film nach Drehbuch, sondern schildert über mehrere Jahre hinweg den Verlauf eines tatsächlichen Projektes. 

Courtney Brent ist als Fotografin in Bosten tätig und stammt aus einer Familie, in der sich alles ums Mode-Business dreht. Sie fotografiert Mode und “schöne Menschen” in allen modischen Lebenslagen. Bei einem Shooting wird sie auf “diese Menschen in ihren Rollstühlen” aufmerksam. Sie geht diesen Menschen nach und stösst auf ein Zentrum für Menschen cerebral bedingten Behinderungen und wird eingeladen, auch dort zu fotografieren. Sie überwindet sich und sagt zu. Was sie dort sieht und erlebt, lässt sie dann nicht mehr los. Die Bilder verfolgen sie und sie wird mit ihren eigenen, dort gemachten Aufnahmen tief unzufrieden. Plötzlich kommt ihr dann der Gedanke, die Rollen zu tauschen. Diese Menschen sollen selbst in die Rolle des Fotografen schlüpfen, und die Kamera “in die Hand nehmen”. Sie stösst auf Zustimmung. 

Courtney kauft also eine Menge Kameras ein - alles analoge Kameras übrigens - und beginnt, die Kameras handicapgerecht für jeden ihrer neuen Kolleginnen und Kollegen umzubauen. Das Projekt wird gleich zum Beginn recht kompliziert. Abenteuerliche Umbauten enstehen, z. B. für Tony, der nur mit seiner Zungenspitze den Auslöser betätigen kann. Das Interesse, ja die Begeisterung der neuen Fotografinnen und Fotografen ist beeindruckend.  Sie “fangen Feuer” für die neue Herausforderung und das Abenteuer Fotografie. Und so werden die Zuschauer mit in die ungewohnte Normalität von Menschen mit Handicaps hereingenommen. Der Gedanke, ihre Welt fotografisch festzuhalten und sich dadurch auszudrücken, greift wie ein Virus um sich. Courtney erhält immer mehr Anfragen nach Kameras.

Der Film schildert über 4 Jahre hinweg die Reise Courtneys in und mit einem Projekt, dessen Ende sie sich sicher nicht im vorhinein hat vorstellen können. Sie lernt eine neue “Normalität” und ungeahnte künstlerische Begabungen kennen und schätzen. 

Nachdem die langen technischen Vorbereitungen und Anpassungen abgeschlossen sind, und alle den Umgang mit ihrer individuellen fotografischen Lösung kennen und beherrschen, folgt schliesslich die fotografische Aufgabe:

“Tell me about your life in one roll of film. Give me a day in your life”.

Die Kamera folgt den einzelnen Fotografinnen und Fotografen auf deren “Höhenniveau” auf Rollstuhlebene. Beeindruckende Einblicke. Insbesondere die Reaktionen der vermeintlich “normalen” Menschen darauf, dass ihnen ein mehrfachbehinderter Mensch im Elektrorollstuhl mit Kamera über den Weg fährt und sie fotograiert, sind schlicht unglaublich. 

Der Film ist dabei erfrischend ehrlich. Courtney berichtet auch von ihren Zweifeln. Würde dieses Projekt jemals etwas werden können? Gleichzeitig werden die kleinen und grossen Probleme des Alltags authentisch geschildert. Die Palette reicht vom versehentlich geöffneten Kamera-Back (analog!), bis hin zum tiefsten Liebeskummer.

Der Film nimmt uns anhand verschiedener Einzelcharaktere an die Hand und führt uns durch den Projektverlauf. Da ist Tony, der bei seiner Geburt einen schweren Sauerstoffmangel erlitt. Tony ist deswegen gelähmt, aber ein hochintelligenter Kopf.

E.J. muss seine Kamera wegen seiner Mehrfachbehinderung mit dem Mund auslösen. Gleichzeitig ist er aber mit seinem Elektrorollstuhl geradzu ein Kamikaze-Fahrer, der sich wagemutig in den fliessenden Strassenverkehr einreiht, weil die Fortbewegung auf den Bürgersteigen für ihn zu beschwerlich und zu langsam ist.

Cheryl ist eine junge Frau, die nicht sprechen kann. Ihre Umgebung glaubte deswegen lange Zeit, dass sie gehörlos sei. Aber in Cheryl verbergen sich ein sehr aufgeweckter Kopf mit brillianten Gedanken und eine Seele mit tiefsten Emotionen. 

Eine Truppe verkannter Genies! Im Umgang mit ihnen erkennt Courtney - eigentlich der Fotoprofi - ihre eigenen Begrenzungen. Sie ist kein Psychologe, keine Ärztin. Nein, sie ist Fotografin und wird im Laufe der Zeit zur Freundin.

Die erste grosse Runde wird gezeigt, in der die bisher enstandenen Aufnahmen kritisiert und bewertet werden sollen. Mit beeindruckender Geduld, Empathie und einer grossen Schachtel mit Abzügen geht Courtney durch die Runde. Die Einhelligkeit der Bewertungen ist frappierend. Die Fotos sprechen Bände. Ungewohnte und faszinierende Perspektiven. Viele davon sind auf den ersten Blick als Kunst auszumachen.

Tony schildert uns, wie er mit einer seiner Aufnahmen die Reaktion der Gesellschaft auf einen Menschen mit Handicaps im Rollstuhl erzählt. Das ist ihm mit Bravour gelungen. Das Spektrum der Aufnahmen ist weit gestreut. Einige der Fotografinnen und Fotografen fotografieren die Menschen in ihrer Umgebung. Andere haben sich auf Selbstportraits spezialisiert, wieder andere auf Stilleben.

Die Geschichte von Tom ist eine besondere. Eine, die unter die Haut geht. Er ist zunächst völlig ablehnend. Ihm eine Kamera zu geben sei reine Filmverschwendung, sagt er. Tom, der u.a. eine extreme Wirbelsäulenverkrümmung hat, infolge derer er nur auf dem Bauch liegen kann, wurde von seiner Geburt bis zu seinem 18. Lebensjahr von seinen Eltern im Obergeschoss des Hauses quasi eingesperrt. Erst mit 18 Jahren kam er das erste Mal ins Freie und dann gleich in eine Pflegefamilie. Er ist ein Einzelgänger, der mit seinem Spezialrollstuhl in dem er auf dem Bauch liegend fahren kann, unterwegs ist.

Als er sich dann schliesslich doch fürs Fotografieren interessiert, beginnt er zu lächeln. Das erste Mal in seinem Leben. Er wurde von einem Menschen mit einem Handicap zu einem Menschen mit einer Kamera. Die Kamera gab ihm einen Wert. Er engagiert sich nun voll. Der Film zeigt ihn in der Dunkelkammer beim Erstellen von Abzügen. 

Courtney geht das Wagnis ein und begibt sich auf die Suche nach einer Galerie die bereit ist, die Fotografien auszustellen. Zunächst erntet sie nur Absagen mit dem Standardkommentar “wer wolle sich denn das schon ansehen”. Trotzdem kämpft sie weiter.

Ein Schwenk zu Chris und Kerri, die am Anfang einer sich anbahnenden Beziehung stehen. Völlig andere Werte als in der vermeintlich “normalen Welt” werden sichtbar . Trotzdem gehen sie wieder auseinander. Höhen und Tiefen des Lebens. Authentisch, hautnah und in den Kontext des Fotoprojektes eingebettet. 

Courtneys Ringen um eine Galerie geht weiter und der Jubel ist riesig, als sie schliesslich die Zusage einer renommierten Galerie, des Cambridge Multicultural Art Centers erhält. Nun geht es an die Ausstellungsvorbereitungen, bei denen Courtney tatkräftig von ihren College-Studentinnen unterstützt wird. Die Medien beginnen sich für das Projekt zu interessieren. Beiträge im TV und in Zeitungen erscheinen.

Mitten in die Vorbereitungen zur Ausstellung hinein ein Anruf. Tom wurde mit einer schweren Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert. Er ist bewusstlos und wird beatmet. Nach 2 Monaten stirbt er, ohne das Bewusstsein wieder erlangt zu haben. Höhen und Tiefen des Lebens. Der Film zeigt die authentischste Beerdigungsfeier, die ich je gesehen habe. 

Tom hat uns gezeigt, was man aus seinem Leben machen kann. Unabhängig von allen  Umständen und Voraussetzungen.

Schliesslich naht der grosse Tag der Ausstellungseröffnung. Vier Jahre sind seit dem Beginn des Projektes verstrichen. Die Ausstellung ist Tom gewidmet. 

Adrenalin. Letzte Vorbereitungen. Tony wird vor der Eröffnung interviewt. Sein Statement: “The biggest thing is to start the conversation”. 

Es ist Showtime. 18 Uhr, Eröffnung. Doch gähnende Leere. Keine Besucher. Die Zweifel beginnen an Courtney zu nagen. Vielleicht interessiert sich ja doch niemand dafür? Aber nach einer langen und bangen Stunde des Wartens füllen sich die Ausstellungsräume, bis sie schliesslich überfüllt sind. Presse, Funk und Fernsehen sind präsent. Die Besucher sind bewegt und begeistert von den Aufnahmen und deren Präsentation. Und selbstverständlich sind auch die Fotografinnen und Fotografen anwesend. 

Der Tenor lautet: “We did it!”

Der Streifen hat übrigens über dem Ozean mittlerweile schon jede Menge Preise erhalten. Ein kleiner Auszug:

AUDIENCE AWARD- Best Film of the Festival- Woods Hole Film Fest
AUDIENCE AWARD- Best Documentary- IFFBoston
AUDIENCE AWARD- Best Feature Film- Phoenix Film Festival
AUDIENCE AWARD- Top Rated Documentary- Maine Int'l Film Festival
AUDIENCE AWARD- Newburyport Documentary Film Festival 2009
AUDIENCE AWARD- Top Documentary 2009 Moondance Film Festival
BEST DOCUMENTARY- New Hampshire Film Festival 2009
BEST of the FEST- Encore Screening- Rhode Island Film Festival 2009
ENCORE SCREENING- Sidewalk Film Festival 2009
MOST INSPIRATIONAL DOCUMENTARY- Atlanta DocuFest 2009
WORLD PREMIERE- Full Frame Film Festival April 2009

Im Abspann schildert der Film schliesslich auch noch die nächsten 2 Jahre. Eines der Pärchen hat geheiratet und wurde wieder geschieden. Courtney hat Nachwuchs bekommen. Und Tony ist Profi geworden und tourt mit Ausstellungen seiner Werke durch die Lande. 

Fazit: Anschauen! Wir haben mit gelacht. Wir haben mit geweint. Wir haben mit getrauert. Wir haben mit gebangt. Wir haben mit gefiebert. Dieser Film stellt alles, was wir bislang über Fotografie gesehen haben, absolut in den Schatten. Fotografie ist grenzenlos. 
   

Mehr Infos gibt es hier:

-> Offizielle Homepage zum Film

-> Trailer zum Film

-> Gruppe auf Facebook zum Film

Rezension: “Stockfotografie” von Robert Kneschke

Rezension: “Stockfotografie” von Robert Kneschke

Rezension: “Stockfotografie” von Robert Kneschke<br />
- this shot by petra fuelbert -


Intro

Zu diesem Buch kommt mir ein bedeutungsschwerer Satz in den Sinn:

Know-How ist wie Liebe: Es wächst und nimmt zu, wenn es weiter gegeben und geteilt wird.

Ich lasse die Katze gleich zu Beginn aus dem Sack: “Stockfotografie” von Robert Kneschke ist ein Buch, das mich begeistert. Und das aus einer ganzen Reihe von Gründen.

Und noch etwas möchte ich gleich am Anfang klarstellen: Ich ziehe ich meinen Hut, dass Robert in diesem Buch eine so unglaublich grosse Fülle an wertvollem und verwertbarem Know-How weitergibt. Alle Achtung und ein grosses Kompliment. Denn Robert ist einer der nicht allzu vielen Fotografen in Deutschland, die von reinem Stock ganz gut leben können. Er hätte also eigentlich gar keinen Grund, grosse Teile seines Know-Hows so offen zu teilen.

Die Rezension

Wie immer zuerst zu den “Äusserlichkeiten”: Das Buch kommt im Format etwas über DIN A5 daher (17x24 cm) und hat 416 Seiten. Das Druckbild ist sehr angenehm. Wichtige Hinweise und Anmerkungen sind praktisch und zugänglich in kleine graue Kästchen an den Layoutrand gerückt. Mich stört einzig, dass das Papier etwas zu sehr “glänzt”. Ich habe die Leselampe direkt über meinem Schreibtisch, was das Lesen teilweise erschwert hat. Keine grosses Problem allerdings, denn bei 40 Grad Neigung auf dem Leseständer sind die Reflektionen wieder verschwunden.

In anderen Rezensionen wurde bereits darauf hingewiesen, dass der Hauptteil des Buches in Schwarz/Weiss gehalten ist. Ab Seite 385 findet sich im Anhang B ein farbiger Bildteil. Ich finde diese Lösung sehr gut, denn dadurch werden Druckkosten gespart. Und das schlägt sich unmittelbar im Preis nieder: Mit 24,95 Euro ist das Buch ein echtes Schnäppchen.

Vergleichende Anmerkung dazu am Rande: Vor einigen Monaten hatte ich mir - mehr aus Neugier - ein anderes Buch zum Thema Stockfotografie bestellt, das mich masslos enttäuscht hatte. Dieses bot in knapp über 100 Seiten für 14,95 Euro nur äusserst spärlichen Inhalt (nichts verwertbares) und war schlicht ein Totalausfall. Schade um jeden Baum, der für das Buch gefällt werden musste. Ganz anders indes “der Kneschke”: Geballtes Know-How zum sensationsverdächtigen Preis-/Leistungsverhältnis!

Nun aber zum Inhalt. Autor und Lektor haben eine sehr gute Arbeit abgeliefert. Das Buch zeichnet sich durchgängig durch eine flüssige, gut lesbare und trotzdem der jeweiligen Problemtiefe angemessene Sprache aus. Das Lesen selbst längerer Textpassagen ist angenehm und nicht anstrengend.

Das Buch besteht aus zwei Hauptteilen. Im ersten Teil (Teil A, Seite 13-174, Kapitel 1-14) geht es ums “Fotos machen”. Im zweiten Teil (Teil B, Seite 175-362, Kapitel 15-30) gehts es dann ums “Fotos verkaufen”. Ergänzend kommen 2 Anhänge hinzu. Im bereits erwähnten Anhang B finden sich viele Farbfotografien. Im Anhang A finden sich ein gut gemachtes Glossar, Textmuster und jede Menge aktuelle Weblinks.

Der Verlagswerbung nach richtet sich das Buch “sowohl an Neulinge in dem Bereich der Stockfotografie, die mit ihrem Hobby ein paar Euro nebenbei verdienen wollen, als auch an Hobby-Fotografen, die schon seit Jahren Fotos verkaufen und nun den Sprung in die Profi-Liga schaffen wollen.” Eine grosse Herausforderung, diese unterschiedlichen Niveaus “unter einen Hut zu bringen”. Kann das Werk diesem Anspruch genügen? Meiner Ansicht nach ja, denn die sehr gute und detaillierte Gliederung gibt dem fortgeschrittenen Leser die Möglichkeit, sich zunächst gezielt seinen Wunschthemen zu widmen.

Kleiner Exkurs dazu: Angenommen ein potentieller Buchkäufer versteht sich bereits gut auf die technisch-fotografischen Aspekte und ist primär an der Funktionsweise des Stockfotografie-Marktes und an den Feinheiten der Verkaufsseite interessiert. Dieser Leser würde im ersten Teil des Buches auf 4 Kapitel verzichten können. Würde sich der Rest des Buches dann trotzdem noch lohnen? Absolut, denn immerhin blieben noch 26 Kapitel mit wichtigem Inhalt übrig. Ergo: Wer sich schon auf die Grundlagen der Fotografie versteht und sich speziell mit dem Fotoverkauf über Stock beschäftigen möchte, liegt mit dem Buch auch völlig richtig. Denn gerade in den Stock-spezifischen Kapiteln kann Robert sein Insiderwissen besonders gut ausspielen und an die Leserin und den Leser bringen.

Übrigens: Die bereits “fotokundigen” Leser sollten in jedem Fall der Versuchung widerstehen, lediglich den zweiten Teil des Buches zu lesen. Denn auch im ersten Teil stecken jede Menge spezifische Informationen zur Stockfotografie. Das fängt schon mit der - eigentlich ziemlich grundlegenden Frage - nach den geeigneten Motiven für Stock in den Kapiteln 5 und 6 an.

Zurück zur Gliederung: Gliederungen sind im Regelfall ein genereller Masstab dafür, wieviel sich ein Autor mit der Materie auseinander gesetzt, und diese durchdrungen hat. Und an dieser Stelle kann ich Robert nur ein dickes Lob aussprechen. Es ist ihm gelungen, das Thema umfassend abzudecken und übersichtlich und nachvollziehbar zu gliedern. Die einzelnen Kapitel (und grösstenteils auch Unterabschnitte) sind aus sich selbst heraus verständlich (d.h. sie sind „einzeln“ lesbar).

In diesen Zusammenhang gleich noch ein weiteres dickes Lob: Manche Punkte verraten, wie intensiv Robert in der Materie beheimatet ist. Wichtige Punkte, die allerdings nicht ohne weiteres offensichtlich sind. Als ein Beispiel seien die Ausführungen in Kapitel 20.5 genannt. Dort geht es um die Sensibilisierung für die Frage, was mit den bei Bildagenturen online gestellten Bildern beim Tod des Fotografs geschieht. Robert bietet natürlich keine erschöpfende erbrechtliche Aufarbeitung der Frage. Das ist selbstredend, denn dies ist Sache der Spezialisten und würde vom Umfang her an den Umfang von Roberts Buch heranreichen. Aber er sieht das Problem, greift es auf und gibt einige sehr gute Praxistipps, an was der Fotograf sinnvollerweise zu Lebzeiten denken sollte, um die Situation für seine Erben (bzw. einen Vermächtnisnehmer) handhabbar zu machen.

Das führt uns zu einem weiteren Einwand, der grundsätzlich allen Handbüchern und Kompendien gegenüber gebracht werden kann. Ist der Tiefgang bei allen behandelten Themen - und das sind ja nicht wenige - ausreichend? Die Antwort fällt geteilt aus. Wer ein fototechnisches Grundlagenbuch sucht, liegt hier vermutlich falsch, auch wenn Robert viele grundsätzliche Fragen in diesem Bereich mitbehandelt. Wer einen umfassenden Rechtsratgeber zum Fotorecht sucht, liegt auch falsch. Denn in diesem Buch geht es zunächst um Stockfotografie-spezifisches Know-How und die Verzahnung dessen mit verschiedenen anderen fotografischen und nichtfotografischen Themen. Und gerade diese Verzahnungen, z.B. mit dem Erbrecht, machen das Buch besonders wertvoll (ohne in den Randbereichen ein spezielles Fachbuch oder eine Beratung ersetzen zu können und vermutlich auch zu wollen).

Interessant finde ich übrigens auch, dass Robert seine Weitsicht und die Einsicht in die Dynamik der Materie beweist, indem er sich auch den Themen Stockaudio und Stockvideo annimmt.

Besonders spannend wird es dann natürlich im zweiten Teil des Buches. Hier legt Robert einen ersten Schwerpunkt auf die in der Praxis besonders wichtige und besonders oft vor Probleme stellende Verschlagwortung. Anschaulich und mit vielen Tipps - und wertvollen Links - erklärt und beschreibt er die verschiedenen Möglichkeiten.

Besonders informativ und hilfreich sind auch die Tipps und Hinweise zur Auswahl der passenden Agentur nebst einer aktuellen Übersicht von 17 Agenturen, die derzeit “trendy” sind. Auch das Thema Statistik und Beurteilung derselben kommt nicht zu kurz. Schliesslich gilt es ja, die eigenen Portfolios immer weiter zu optimieren.

Hilfreich schliesslich auch die Hinweise im Kapitel 26 (Versicherungen und Vereine), insbsondere der Hinweis zur Berufsgenossenschaft Druck und Papier. Gerade weil die Pflichtmitgliedschaft in Berufsgenossenschaften für diverse Berufsgruppen ein lang veraltetes Markthindernis ist (das schön längst abgeschafft sein sollte), ist es z. B. besonders wichtig zu wissen, dass deren Damoklesschwert über praktisch allen Stockfotografen schwebt.

Das Kapitel zum Thema Steuern - leider oft ein abschreckendes Thema in vielen Büchern - wird dem Leser praxisnah vermittelt. Ich hätte vielleicht noch den Hinweis ergänzt, dass die Inanspruchnahme externer Hilfe dem Stockfotografen hier die Möglichkeit bietet, sich mehr auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren. Erstaunlich und unerwartet schliesslich ein - allerdings sehr kurzes - Kapitel zu möglichen Berufserkrankungen.

Wiederum sehr hilfreich - und zugleich auch sehr sympathisch - ist das Kapitel 29, in dem Robert nicht nur die Einnahmen verschiedener international bekannter Stockfotografen, sondern auch Teile seiner eigenen Zahlen zusammen getragen hat. Das hilft dem Leser, ein “Gefühl” für das Marktvolumen und die zu erzielende Grösse individueller “Kuchenstücke” zu gewinnen.


Fazit: Robert Kneschke zeigt in diesem umfangreichen, aktuellen und unterhaltsamen Buch auf, was ein gutes, d.h. gut verkäufliches, Stockfoto ausmacht und wie Sie Stockfotos bestmöglich verkaufen können. Er behandelt nicht nur die Kernbereiche der Thematik ausführlich, sondern widmet sich auch vielen verzahnten Themen, die im Zusammenhang mit der Stockfotografie stehen.

Von mir gibt es für das Buch eine klare Bestnote mit Empfehlung!

Hier gibt es Leseproben auf der Homepage des Verlages, auf der das Buch auch direkt bestellt werden kann.

Minox DSC im Test als Filmkamera - "Der nördlichste Agent?"

Das mehr dem kreativen und künstlerischen Film zugewandte Schwesterblog hat sich die Minox DSC als Filmkamera unter die Lupe genommen und ist zu erstaunlichen Resultaten gelangt.

Wer sich für die kultige „Kleine“ interessiert, sollte sich das unbedingt mal ansehen. Und einen Demofilm gibt es auch. Wer darüber hinaus originale Out-of-the-Cam Dateien haben möchte, darf sich - wie immer in Sachen Minox - gerne melden.

Wir meinen, dass „die Kleine“ eigentlich einen Kultstatus verdient. Für alle Kreativen deutlich cooler als jedes iPhone.

-> Hier gehts zum Testbericht „Minox DSC im Filmeinsatz“

Rezension - Dr. Martina Mettner: "Wie man ein grossartiger Fotograf wird - Wegweiser in eine Fotopraxis mit Zukunft"

Rezension - Dr. Martina Mettner: „Wie man ein grossartiger Fotograf wird - Wegweiser in eine Fotopraxis mit Zukunft“
von Petra Fuelbert (Knipserfrau und auch sonst kreativ) und Henning Wüst (Knipser)

Prolog von Petra Fuelbert

“Oh, ein Päckchen! Ist das für mich?”

Er kam die Tür hinein. In seinen Arm schmiegte sich ein Päckchen. Die Hunde begrüssten ihn und er hatte seine Mühe bis an den Tisch zu gelangen. Sicherlich dachten auch sie, er hätte ihnen etwas mitgebracht.

“Kannst du öffnen, ist ein Buch drin. Für eine Rezension.”

Das “aha” dachte ich mir. Wieder keine Post für mich. Neben Papiergekruschel erzählte er mir von seinem Tag und hielt etwas Rötliches in der Hand und blätterte ein kleines Buch durch, dessen Seiten im Eiltempo Schatten an die Wand warfen. 

Da lag es nun. Auf seinem Arbeitstisch. Unter einem Briefkuvert.
Ein Tag. Zwei, drei Tage. Still lag es da und lugte rötlich in den Raum hervor.
Ich schielte tagsüber oft zu dem wartenden Büchlein hin. Nichts deutete auf den Inhalt hin. 
Meist verrät der Umschlag dir, was die innen beschriebenen Blätter beherbergen. Hier? Nichts. 
Da lag es nun. Das geheimnisvolle Rötliche. 

Mein Inneres überschlug sich beinahe und am vierten Abend platzte ich: “Um was handelt es sich denn?”
”Was?”
”Naja, dein neues Buch. Das da. Um was geht es da im Buch?”
”Um Fotografie.”

Um Fotografie. Klar. Nicht um Reisen, nicht ums Auswandern, keine Kochrezepte, nein. Natürlich, es geht ums Knipsen. Dieses Mal in rötlich. Unverständnis machte sich in mir breit. Ein Buch über Fotografie hat doch immer Bilder auf dem Umschlag oder wenigstens einen Apparat, da der Käufer von Beginn an mit dem Inhalt konfrontiert werden muss. Kaufanreize auslösen, las ich da mal irgendwo. Hatte etwas mit Kaufpsychologie zu tun.

Ich räumte den Tisch ab und meine Zeigefingerspitze berührte den rötlichen Umschlag. Ich stutzte und mein Hirn stolperte: “Fotografie?” Ein güldener Schriftzug bestätigte die Aussage. ”Wie man ein grossartiger Fotograf wird” stand da zu lesen. Tatsache. Es scheint sich um Fotografie zu handeln.

Ausgelöst durch die erste Berührung mit dem Umschlag umfasste meine Hand das Büchlein fast ehrfürchtig und hielt es in die Höhe. Geschmeidiger Umschlag, dezent, fast zärtlich legte
sich das Rötliche in meine Hand. 

Normal fasse ich nur selten Bücher an, doch ich ertappte mich dabei, wie ich es still durchgeblättert und mir die Bilder angeschaut habe. Kleine Textabschnitte und gut leserlicher Schrifttype. Die Überschriften klar gestaltet. 

“Das ist der Knüller! Absolut perfektes Geschenk für jemanden. Egal ob jung oder alt. Unauffällig, absolut ästhetisch.”
“Findest du?”
“Ja!”


- Behind the scenes - Bei der Lektüre zur Rezension -
- This shot by
Petra Fuelbert -


Epilog von Henning Wüst

Da liegt es vor mir. Bereits dreifach gelesen. Es fühlt sich gut an. “Das Buch ist ein dreidimensionaler Gegenstand” kommt mir in den Sinn. Ein Zitat, auf das ich vor etlichen Jahren in einer Ausgabe der Typographischen Monatsblätter erstmals gestossen bin. Und diesem Buch merkt man an, dass jemand am Werk war, der um dieses Zitat wusste. Bereits das reine Buch spricht alle Sinne an. Es fühlt sich gut an mit dem textilbelegten, flexiblen Einband und den kräftigen, hochwertigen Seiten. Rein optisch im echten Hasselblad-Feeling, denn das Werk ist beinahe quadratisch. Macht Lust und Laune.

Ich lasse mir den Titel  “Wie man ein grossartiger Fotograf wird - Wegweiser in eine Fotopraxis mit Zukunft” nochmals auf der Zunge zergehen bevor mich dann die Neugier in das Buch hinein treibt.

Das Vorwort verstärkt den Appetit auf den Inhalt noch weiter. Es macht aber zugleich auch deutlich, dass das Buch herausfordernd und wegweisend sein will. Es geht nicht um das “wie soll ich dies und jenes fotografieren”, sondern um den Weg zur “fotografischen Selbstverwirklichung” im wahrsten Sinne des Wortes. Und das setzt voraus, auch hier ist die Autorin sehr deutlich, dass es da ganz individuell überhaupt etwas zu verwirklichen gibt.

Vom Vorwort verwöhnt geht es nun zur Sache. Und da gefällt mir der Einstieg ins das erste Kapitel auf Anhieb nicht ganz so gut. Plötzlich tauchen da etliche Fachbegriffe auf, die den unbedarften Leser vielleicht abschrecken. Ich bin mir nicht sicher, ob der Anfang des ersten Kapitels gleichsam einen “Filter” darstellen soll. Vielleicht soll auch nur die leider allgegenwärtige Technikorientierung pointiert werden. Beides wäre indes ein lobenswert guter Ansatz. Im zweiten Kapitel verdeutlicht die Autorin dies auch sogleich nochmals: Wer sich für Technik begeistert und auch gerne in diese verliebt ist, möge Kameratechniker - also Handwerker - werden, aber nicht Fotograf - also Künstler.

Über den Mythos der Kommerzialisierung und den Einfluss der Neuen Medien gelangt die Autorin dann zu einer unerwarteten Grenzziehung. Die Zeit der uns bekannten und vertrauten Fotografie des 20. Jahrhunderts ist vorüber. Ein neuer Gesamtansatz ist gefragt. Sie verdeutlicht das plausibel. Einfach gesagt: Es ist eigentlich bereits (beinahe) alles fotografiert. Das schönste Einzelmotiv wird heutzutage kaum mehr weltbewegende Begeisterungsstürme hervorrufen. Zudem ist der klassische Fotojournalismus verbraucht und die Zeiten der echten Street-Photography sind bereits aus rein rechtlichen Gründen passé, usw. 

Überhaupt und generell findet die Autorin oft recht deutliche Worte um Misstände, sie sich aus ihrer Sicht eingeschlichen haben, beim Namen zu nennen. Gut möglich, dass die Leser das Buch gelegentlich getroffen aus der Hand legen. Aber so ist das nun einmal mit herausfordernden Werken. Und das ist gut so. Gibt es doch auch willkommene Gelegenheit und Zeit zur Eigenreflektion.  

Dr. Mettner beleuchtet ihren wegweisenden Gesamtansatz im Folgenden vertiefend in verschiedenen Exkursen, die - parallel laufend - zur fotografischen Projektorientierung hin weisen. Das Zauberwort der Zukunft wird nach Ansicht der Autorin “Fotoprojekt” heissen. Weg vom Einzelbild - so pittoresk das Motiv auch sein mag - hin zum Zusammenhang, der etwas aussagt und damit das eigentlich Fotografische entfaltet. In Neudeutsch geht das in die Richtung des “Storytelling” mit Bildern. Dazu ermutigt die Autorin im zweiten Teil des Buches mit verschiedenen eigenen Beispielsprojekten, die sie ausführlich vorstellt. 

Der Ansatz ist gut, wenn nicht gar bestechend. Note bene am Rande: Auch die “Ausstellungstauglichkeit” fotografischer Werke ist heutzutage praktisch nur noch über den Projektansatz realisierbar. Der schöne Nebeneffekt liegt darin, dass sich hier die natürlich Neugier, die Interessen und Neigungen des Künstlers, sprich Fotografen, mit seiner Fotografie verbinden lassen. So können Gesamtkunstwerke “aus einem Guss” entstehen, die etwas aussagen und den Betrachter ansprechen können. Ein solches Projekt kann einen kleineren zeitlichen und inhaltlichen Rahmen abdecken oder auch einen mehrmonatigen oder gar mehrjährigen Zeitraum mit einem korrespondierend umfassenderen Thema umfassen.

Mir gefallen der Ansatz und der Weg, den Frau Dr. Mettner aufzeigt. Ich habe mich ab dem zweiten Kapitel wie der “Fisch im Wasser” in der Materie gefühlt. Wahrscheinlich liegt das darin, dass ich selbst meistens in den Kategorien von projektorientierten Reportagen denke und arbeite.

Allen fotografisch interessierten Menschen, die weg von den technischen Aspekten und hin zum “Spirit” in der Fotografie vordringen wollen, kann ich das Buch als “must read” nur wärmstens empfehlen und ans Herz legen.  

-> Mehr Infos zum Buch und Bestellmöglichkeit hier auf der Homepage der Autorin


Minox DSC erklärt / Minox DSC explained

Anfang der Woche hatte ich über meine neue Minox DSC berichtet. Manche schiessen die ausdrucksstarken Momente des Alltags mit einem iPhone, andere eben mit einer Minox :)

Nun ist es an der Zeit, die Kleine etwas näher vorzustellen. Wie schon erwähnt, kommt der Name Minox vom „minimalistisch“. Und das trifft den Nagel auf den Kopf. Kein störendes Display. Keine Belichtungskorrektur, kein Weissabgleich. Fotografie minimalistisch. Wie bei den alten 8x11-Film Minox. Nur mit dem Unterschied, dass die Filmkosten hier entfallen :)

Die Spannung ist aber dieselbe wie in der alten Zeit, denn im Gehäuse der DSC ist ja kein Display enthalten. Ja, im ansteckbaren Blitz ist ein Display integriert, nur dann ist die Kombination nicht mehr minimalistisch.

A propos minimalistisch: Die letzten Tage hat mich die Minox in der Brusttasche begleitet. Und dabei ist sie so leicht und unauffällig, dass sie beinahe mit in die Waschmaschine gewandert wäre. Also bitte aufpassen!

Wie auf dem Foto zu sehen ist, habe ich die Kette durch eine kleine Handschlaufe aus dem Bestand ersetzt. Das ist einfach so Gewohnheit. Zudem ist die Handschlaufe für mich persönlich im Handling besser und sie ist „knautschbarer“ als die im Lieferumfang befindliche Metallkette.
Minox DSC
Nun zu den wichtigen Knöpfen und Funktionen. Wir fangen oben rechts an und gehen dann im Uhrzeigersinn an den Pfeilen entlang. Oben rechts ist der Ein-/Ausschalter. Er muss einen Augenblick gedrückt werden, um versehentliches Einschalten zu verhindern. Beim Einschalten leuchtet eine rote Diode im Sucher und sobald die Kamera eingeschaltet ist, leuchtet die Diode neben dem Ein-/Ausschalter blau. Zum Ausschalten genügt ein kurzer Klick.

Der nächste Pfeil zeigt auf den optischen Sucher (der das gleiche gute Gefühl wie bei den 8x11 Minox vermittelt).

Die nächste Position ist das Objektiv. Die Brennweite entspricht ca. 42mm bezogen auf Kleinbild. Da die DSC nicht ausziehbar ist (es muss schliesslich kein Film transportiert werden, was bei den 8x11ern der Auszug bewerkstelligt hat), liegt das Objektiv immer offen. Allerdings ist die Vorderlinse einige mm nach hinten ins Gehäuse hinein versetzt. Auch wenn man auf diese Stelle mit einem Finger gerät, ist noch genug „Luft“ bis zur Vorderlinse. Eine pragmatische Lösung.

Der nächste Pfeil zeigt auf den Auslöser und der letzte Pfeil schliesslich auf den Moduswahlschalter. Hier kann zwischen Fotoaufnahme, Videoaufnahme und Wiedergabe (bei Verwendung des Displays im mitgelieferten Ansteckblitz) gewählt werden. Das war fürs Erste alles.

Wie sieht das nun in der Praxis aus? Minox aus der Hemdtasche ziehen, einschalten, abdrücken. Das wars. Wie die Aufnahmen geworden sind, weiss der Fotograf erst später. Für mich beinahe ein richtig schönes Analoggefühl und auf alle Fälle weitaus stilvoller, als mit einem High-Tech-Mobiltelefon.

Ab dem Wochenende gibt es dann Bilder aus der neuen Kleinen - und einen mehrteiligen stilechten Minox-Krimi. Also: Stay tuned!

Wer sich mit dem Gedanken trägt, sich auch das kleine Technikwunder zuzulegen, kann den Link zu Amazon nutzen (damit unterstützen Sie auch diese Website, die ich in meiner knappen Freizeit pflege).




Im Test: B/W-Styler

Review und Test: B/W-Styler

BW Styler Demobild

Vorab: Den beinahe schon “Glaubenskrieg”, ob man denn seriöse Schwarz-Weiss-Fotografie überhaupt digital betreiben könne, will ich hier nicht führen. Und um allen Diskussionen gleich vorzubeugen: In meiner beruflich genutzten Mittelformatkamera und in der guten alten FM sind hauptsächlich Ilford FP4. Damit das vorab klargestellt ist :)

Aber seit geraumer Zeit beschäftigt mich das Thema Schwarz-Weiss und digital trotzdem sehr. Ist eben doch sehr praktisch, auch im Schwarz-Weiss-Bereich auf den digitalen Workflow mit all seinen Möglichkeiten zurück greifen zu können. Also ging ich auf die Suche nach einem Tool, das sich gut in den vorhandenen Workflow einbinden lässt. 

Natürlich lässt sich sehr viel unmittelbar direkt in Photoshop machen. Schöner ist es jedoch, ein Plug-In mit umfassenden Schwarz-Weiss Funktionalitäten zu haben. So eine Art “Dunkelkammer”-Plugin. Also ging ich auf die Suche. Und nachdem ich etliche Sachen durchprobiert hatte, bin ich schliesslich fündig geworden. B/W-Styler heisst das kleine Schwarz-Weiss-Wunderwerk, das ich Ihnen in diesem Testbericht vorstellen will. Nachdem ich den Blogeintrag nicht mit Bildern überfachten will, gibt es - wie gewohnt - eine separate Bildergalerie zum Testbericht hier. 


Verwendetes Testsystem

Mac PowerBook G4 1.5 GHz, 1.25 GB RAM, Mac OS X 10.5.7, Photoshop 7, Photoshop Elements 6, GraphicConverter 6.4


Installation und Kompatibilität

Die Installation ist völllig problemlos. Das PlugIn kommt in 3 verschiedenen Versionen - je nach verwendetem System und Host-Applikation. Mit dem hervorragenden Handbuch geschmeidig und problemlos.

Sehr erfreulich ist, dass das PlugIn mit einer Vielzahl von Host-Applikationen kompatibel ist. Unter Mac OS X sind das Adobe Photoshop (ab Version 7),  Adobe ImageReady (ab Version 7), Adobe Photoshop Elements (ab Version 2), Adobe Illustrator (ab Version 10), ACDSystems Canvas (ab Version X), CiEBV Photoline 32 (ab Version 11.52), Corel Painter (ab Version 9), LemkeSoft GraphicConverter (ab Version 5.7) und Macromedia Fireworks (ab Version 7 (MX 2004)).

Unter Windows ist die Liste der tauglichen Host-Applikationen derartig umfangreich, dass ich Ihnen die 50 (!) Applikationen lange Liste im Detail erspare.

Eine Demoversion lässt sich auf der Homepage des PlugIns herunterladen.


Überblick

B/W-Styler wird - wie andere PlugIns - auch über das “Filter” Menü aufgerufen. Dort findet sich nach der Installation ein Unterpunkt “Photo Wiz” unter dem sich B/W-Styler finden und aufrufen lässt.

B/W-Styler arbeitet mit Bildern im 8- oder 16-Bit Modus. Soll er auf Bilder mit einer anderen Farbtiefe (z. B. ein vorhandes Graustufenbild) angewendet werden, muss dieses zunächst in ein RGB mit 8- oder 16-Bit umgewandelt werden. Vom Hersteller wird empfohlen, grundsätzlich im 16-Bit odus zu arbeiten, weil so die besten Resultate erzielt werden können.


Die verschiedenen Modi

Bitte jetzt nicht erschrecken, denn B/W-Styler ist ein sehr mächtiges Tool.  Er bietet insgesamt 18 Anwendungsmodi, die in die Bereiche “Fotografiemodus”, “Schnellmodus” und “Expertenodus” unterteilt sind. Wie die Bezeichnungen ahnen lassen, eignet sich die Gestaltung des Fotografiemodus von den Einstellungsmöglichkeiten her am besten für Fotografen. Zusätzlich gibt es noch 15 “Schnellmodi” für ausgewählte Bearbeitungen.

Für meinen Geschmack fühle ich mich im Fotografiemodus am wohlsten, denn dort finden sich ganz übersichtlich alle gebrächlichen Einstellungen “am richtigen Platz”. 

Kleiner Tipp: Die Sprache lässt sich mit dem untersten Aufklappmenü ganz einfach und schnell von Englisch auf Deutsch umstellen. Leider merkt sich das der Filter nicht und muss nach jedem Neuaufruf frisch eingestellt werden. Eigentlich kein Problem, denn auch in Englisch bleibt das ganze verständlich.


Die Vorschau

Auf der linken Seite des PlugIn-Fensters findet sich die Vorschau. Dort lässt sich entweder das gesamte bearbeitete Bild oder nur eine Ausschnittsvergrösserung anzeigen. Gelungen ist das “Split View”, das die Vorschau so aufteilt, dass Original und bearbeitete Version nebeneinander liegen. Klickt man unten “Instant Preview” an, sieht man den jeweiligen Effekt unmittelbar in der Vorschau beim Navigieren durch die Menüs.


Der Fotografiemodus

Nun aber zu den eigentlichen Bearbeitungsmöglichkeiten. Im Fotografiemodus finden sich folgende Einstell- und Tuningmöglichkeiten: Film, Film Grain, B/W Filters, ND Filters, Diffusion Filters, Development, Lab Effects, Paper Grade, Color Tone und Frame.

Dahinter verbergen sich jeweils mächtige Werkzeuge. Der Reihe nach:

Film: Hier lässt sich aus einer Liste von 42 Presets der gewünsche “Film” auswählen. Die Liste ist in generelle Grundtypen, gängige Schwarz-Weiss Filme (z. B. die diversen Ilfords) und mehr exotische Filme (z. B. Polaroid 55) aufgeteilt. Hier steckt eine Menge Know-How im Filter, denn die Ergebnisse sind frappierend gut. Meine ansonsten verwendeten Ilford-Typen erkenne ich in den bearbeiteten Fotos spontan wieder. 

Film Grain: Die Körnung ist von 100 bis 3200 auswählbar. Selbstverständlich lässt sich auch “Keine Körnung” einstellen. Ein wichtiger Tipp in diesem Zusammenhang: Die Körnung sollte natürlich auf das Ausgabeformat abgestimmt werden. Wir das Bild nach der Bearbeitung verkleinert, “stimmt” der Korneindruck nicht mehr. Im Gegensatz zu anderen getesten Tools fällt mir auf, dass B/W-Styler sehr harmonisches und “echtes” Korn produziert. Andere Tools haben hier - im Gegensatz zu B/W-Styler - mehr mit hässlichen und unbestimmbaren “Pixelhaufen” gearbeitet.

B/W Filter: Hier stehen die gängigen Farbfilter (12 an der Zahl) zur Auswahl. Über “Custom” lassen sich zusätzlich eigene Farbfilter definieren.

ND Filter: Hier finden sich die “Neutraldichtefilter” (wie es korrekterweise so schön heisst), darunter ganze und halbe Graufilter und Polarisationsfilter; jeweils in verschiedenen Intensitätsstufen. In der Anwendung einfach und im Effekt überzeugend. Wer sich eine nicht als Preset vorhandene Zwischenstufe wünscht, kann auch hier über die Auswahl von “Custom” selbst Hand anlegen.

Diffusion Filter: Über die Diffusionsfilter (3 Gruppen: Diffusor, Pastel, Mist) lassen sich “Glow-” und Diffusionseffekte einstellen. Die höheren Stufen gehen freilich sehr diffundierend ans Werk und kommen bei mir eher in Ausnahmefällen zum Einsatz. Auch hier können über die Auswahl von “Custom” eigene Effekte erzeugt werden. 

Development: In dieser Rubrik verbergen sich die eigentlichen “Dunkelkammereinstellungen”. Aufgeteilt in 4 Einstellungsblöcke lassen sich die Entwicklungszeit, der Kontrast, das Verhalten in "Lichter" und "Tiefen" und klassische Ergebnistypen (z. B. “High-Key”) einstellen. Auch hier gibt es wieder die “Custom-”Möglichkeit.

Lab Effects: Die Lab-Effects sind quasi eine Untergruppe mit Sondereffekten des Developments. Hier lassen sich Effekte, wie z. B. Solarisation auswählen.

Paper Grade: Wie der Name vermuten lässt, verbirgt sich dahinter die Härte des Papiers. In 5 Stufen von extra-weich bis extra-hart (wiederum mit “Custom”-Möglichkeit) sind diese für den Anwender zur Verfügung gestellt worden.

Color Tone: Hier finden sich schliesslich die Farbtöne, die aus der klassischen Schwarz-Weiss-Entwicklung bekannt sind. Darunter das bestens bekannte Sepia, aber auch einige andere extrem schöne und dezente Farbtöne. Mein persönlicher Favorit ist “Silver Gelatin”. Auch hier sind “Custom-”Möglichkeit vorhanden.

Frame: Als kleines Extra lassen sich die Fotos hier auch gleich noch mit einem Rahmen versehen. Dieser arbeitet leider nicht verlustfrei, sondern beschneidet das Bild eingreifend, wobei dieses bei Bedarf sehr praktisch sein kann.

Als Zusatz wäre allenfalls noch wünschenswert, wenn der Anwender noch sein eigenes “Watermark” mit einprägen könnte. Das wäre dann 110%-perfekt :)


Die Anwenderfreundlichkeit und die Einstellmöglichkeiten im untersten Feld

Das PlugIn reagiert auch auf dem nicht mehr ganz aktuellen 1.5 GHz G4 - im Gegensatz zu anderen getesteten Lösungen - sehr zügig. Wenn “Instant Preview” nicht aktiviert ist, wird die Änderung in der Vorschau im Prinzip unmittelbar nach der Auswahl in einem Menü sichtbar. 

Unter den Preferences lässt sich das Verhalten beim Start des PlugIns wählen. Die für mich bequemste Möglichkeit besteht darin, dass das PlugIn mit den zuletzt verwendeten Einstellungen startet. So lässt sich ein “Standard-Setup” nach dem persönlichen Geschmack als Standardvorgabe behalten. 

Im Menue "Preferences" kann eingestellt werden, was der “Reset-”Button ganz oben rechts bewirkt. So kann mit einem Reset immer wieder zu den eigenen persönlichen Standardvorgaben zurück kehrt werden. Sehr praktisch.

Die sehr gute kontextsensitive Hilfe zu allen Punkten ist eigentlich selbstverständlich und bedarf keiner besonderen Erwähnung. 

Unter dem Punkt “Histo” verbirgt sich - wie zu vermuten - ein Histogramm. Für meinen Geschmack in diesem Zusammenhang nicht so wichtig. Aber “nict to have”. Sehr schön ist indes die unter dem Punkt “Info” verborgene Möglichkeit (“Show Bown Highlights”) sich die augebrannten Lichter anzeigen zu lassen.

Fazit

Mit dem B/W-Styler ist dem Team der Plug In Site ein wirklich grosser Wurf gelungen.

Die Aufteilungen in den verschiedenen Menübereichen ist sehr gut durchdacht und ermöglicht den direkten Zugriff auf die gewünschten Veränderungen. Die Effekte selbst sind - sieht man von den für meinen Geschmack gleich sehr hart ans Werk gehenden - Diffusionsfiltern ab, nur als gelungen zu bezeichnen. Werden die Bilder in Schwarz-Weiss konvertiert, ist das Ergebnis schlicht überzeugend.

Und es ist - Hand aufs Herz - sehr vorteilhaft, etwas experimentieren zu können. Im Gegensatz zum echten Film, bei dem "entwickelt" eben "entwickelt" bedeutet, kann hier im Bezug auf das Original “verlustfrei” getüftelt werden.

Sehr positiv ist übrigens auch der Support des Herstellers / Vertriebs. Anfragen wurden - sogar am Wochenende - binnen weniger Stunden kompetent und erschöpfend beantwortet. Ein wertvolles zusätzliches Plus.

Für nur USD 49,95 Euro ist das PlugIn - gerade auch im Vergleich zu anderen Lösungen - ein echtes “Schnäppchen”. Der B/W-Styler ist mittlerweile zum “must have” für mich geworden.

-> Screenshots und illustrative Beispiele finden sich in der Galerie zum Testbericht. 


Meine zusammenfassende Bewertung

Jeweils auf Skala von 1 (sehr schlecht) bis 5 (sehr gut):

Funktionalität: 4,5
Anwenderfreundlichkeit: 5 
Geschwindigkeit: 5
Praktischer Nutzen: 5
Verfügbarkeit: 5
Preis-/Leistungsverhältnis: 5

Gesamtbewertung: 4,75

Mein Fazit: “Must have” in Sachen digitale Schwarz-Weiss Fotografie.


(Aufgrund diverser Email-Anfragen zu den Testnoten eine Anmerkung am Rande:

Mich erreichten einige Mails mit dem Tenor “Warum fallen die Bewertungen in den von Dir veröffentlichten Tests alle so gut aus?”.

Ganz einfach: Den “Murks”, den ich teste lasse ich einfach unerwähnt und veröffentliche dazu nichts. Denn meine Philosophie ist: Die guten Dinge und Tools bringen uns mit unserer Fotografie nach vorn. Meine Zeit ist mir zu schade, um Testberichte über schlechte Sachen und Dinge zu schreiben.)

Think Tank Speed Demon: Fündig geworden - Endlich die Lösung des Taschenproblemes!

Fündig geworden! Think Tank Speed Demon

Think Tank Speed Demon

Die Einleitung

In diesem Test- und Erfahrungsbericht möchte ich Ihnen die aus meiner Sicht optimale Fototasche vorstellen: Die Think Tank Speed Demon. Begleitend zum Testbericht gibt es auch eine Fotogalerie, in der Sie die Details der Tasche betrachten können.

Das Problem

Fotografen und alle Fotobegeisterten kennen das Problem: Wie die Fotoausrüstung “beim Einsatz” transportieren? Da sammeln sich im Laufe der Zeit verschiedene Taschen an. Ich habe vor einigen Wochen mal nachgezählt und bin auf gute 10 Stück gekommen.

Ich schreibe hier nicht vom reinen Transport des Equipments. Hier finden sich Lösungen, z. B. mit Hilfe von in Eigenregie umgebauten Trolleys o.ä. (Erst wenn es um die Handgepäcktauglichkeit grösserer Mengen von Equipment geht, wird das Problem etwas anspruchsvoller. Darum soll es hier aber nicht gehen.)

In diesem Testbericht geht es um die Lösung der alltäglich auftauchenden Frage:

Wie transportiere ich das mit mir, was ich zum laufenden Fotografieren brauche?

Anders formuliert: Was für eine Tasche soll mich nur auf einer Tour oder bei einem Einsatz begleiten, wenn ich so flexibel wie möglich bleiben will. Mein persönlicher Stil bei Reportagen beinhaltet i. d. R. viel Mobilität.

Für mich muss eine solche Fototasche also:

- die Inhalte sicher und gut schützen und verwahren,
- mir die Mobilität und Flexibilität bewahren und vor allem
- einen schnellen Zugriff auf die Inhalte ermöglichen.

Welches Equipment muss mit?

Stellt sich die Frage, was denn an Equipment üblicherweise mit muss. Das ist natürlich individuell verschieden. Zuwenig kann fatal sein, zuviel macht keinen Spass.

Für meine Zwecke gibt es i.d.R. 3 ungefähre “Ausbaustufen” an Equipment:

- Stufe 1 - “Immer dabei und so einfach wie möglich”: Eine D40 mit dem 18-200. Das stellt keine besonderen Anforderungen. Vielleicht noch ein SB-400 dazu. Dafür habe ich eine kleine und - vor allem - unauffällige Schultertasche. Also kein Problem.

- Stufe 2 - “Normale Auftragsfotografie”: Eine D200 mit 3 Objektiven (20-40 f2.8, 55 Micro, 24-70 f2.8, 70-300 f5.6, jeweils alle mit Gelis (bis auf das 55er)). Das ist mein Standard-Allround-Set, das sich im Laufe der Zeit heraus gebildet und bewährt hat.

- Stufe 3 - “Besondere Auftragsfotografie”. Wie Stufe 2 aber mit dem 70-210er f2.8 auf dem Zweitgehäuse. Bei Stufe 3 geht es meistens um Sportveranstaltungen.

Bei 2 und 3 kommt dann noch der ganze “Kleinkruscht” mit dazu: Mind. 2 Reserveakkus für die Cam, Ggf. Reservebatterien oder Akkus für den Blitz, Speicherkarten, Lens-Pen, Brillenputztücher, Taschenlampe, Stift, Kalender, Notizblock, Kleine Graukarte, usw.
Statt des 55er - oder zusätzlich - reisen gelegentlich auch ein 50er f1.4 und/oder ein TC mit.

Grundsätzliche Überlegungen

Das alles muss also so verstaut sein, dass es schnell im Zugriff und (diebstahl-)sicher verstaut ist. Schneller Zugriff bedeutet, dass ein Objektivwechsel ohne grosses Gefumel und Gekruschtel im freien Feld möglich sein muss.

Von Fotorucksäcken halte ich deswegen nichts, da ich schnellen Zugriff auf meine Ausrüstung haben möchte. Ein Rucksack ist da viel zu unpraktisch, vom Diebstahlrisiko - hinten hat Mensch keine Augen - mal ganz abgesehen.

Lange Zeit - und bis vor ein paar Wochen - habe ich Schultertaschen eingesetzt. Das war und ist allerdings nicht das Optimum. Schultertaschen sind zwar um Längen besser als ein Rucksack. Wenn man sie sicher tragen will, muss man den Tragegurt “über den Kopf streifen” und das mach den Zugriff wieder schwierig. Schultertaschen werden dann gerne “auf den Rücken” geschoben und bieten dann wieder das Diebstahlrisiko eines Rucksacks. Zudem sind die allermeisten Schultertaschen entweder in sich nicht formstabil oder - wenn formstabil - dann sperrig, wenn man auf den Inhalt zugreifen möchte.

Das führt zum Ergebnis, dass Gürteltaschen (Bauchtaschen) das Optimum darstellen. Allerdings hatte ich bis vor ein paar Wochen noch keine wirklich brauchbare Gürteltasche gesehen.

Die Think Tank Speed Demon

Vor einigen Wochen habe ich bei einem Kollegen in Stockholm zum ersten Mal eine Think Tank Gürteltasche gesehen, die mich spontan begeistert hat. Ein durchdachtes und stabiles Design, vollgepackt mit jeder Menge nützlicher Details. Think Tank baut Gürteltaschen in verschiedenen Grössen. In die grossen Versionen passen z. B. auch die 70-200er Klasse f2.8er Zooms oder D1/D2/D3-Gehäuse (bzw. kleinere Gehäuse mit Batteriegriff) hinein.

Der Hersteller Think Tank ist in Santa Rosa, Kalifornien, beheimatet. Das mit dem charmanten Slogan „Be Ready „Before The Moment““ werbende Unternehmen, wurde vor einigen Jahren von einer Gruppe Profi-Fotografen gegründet. Und das merkt man der Tasche auch in allen Details an.

Von der Form her erinnert die Tasche an die in den 80er Jahren beliebten “Hüfttaschen” (Waist-Packs), nur in grösserer und viel stabilerer und durchdachterer Ausführung. Das Design und die Farbgebung sind unauffällig und “nicht störend”.

Begleitend zur folgenden Detailbeschreibung schauen Sie sich am besten die Bildergalerie an. Dort finden Sie alle beschriebenen Details auch im Bild.

Die Tasche bietet ein grosses Hauptfach mit variabler Aufteilung - viele Raumteiler mit stabilen Klettverschlüssen werden mitgeliefert - und nimmt bequem 3 Objektive auf. Auch ein Gehäuse in der Grösse D40, D50, D70, D80, D90, D200, D300 mit einem Objektiv lässt sich verstauen. Für zumindest ein weiteres Objektiv bleibt dann noch Platz. Ich bevorzuge es aber, die Kamera mit einem Objektiv immer um den Hals oder in der Hand zu haben und in der Tasche nur die anderen Objektive und alles andere Zubehör zu verstauen.

In meiner Praxis heisst das z.B., dass auf der Kamera das 24-70er ist und im Hauptfach der Tasche das 20-40, 70-300 und das 55er.

Übrigens: Wer mehr - oder grössere Linsen - verstauen möchte, kann auch auf die grösseren Ausführungen der Tasche zurück greifen.

Das Hauptfach ist mit einem Reissverschluss mit zwei Zippern - also von rechts oder links zu öffnen - verschliessbar.

Im Deckel des Hauptfaches befindet sich eine länglichere Reissverschlusstasche aus durchsichtigem Kunststoff.

Am dem Fotografen abgewandten Ende des Hauptfaches befindet sich oben ein stabiler Handtragegriff. Dieser ist sehr praktisch - und gut ausbalanciert - um die Tasche zu tragen, wenn sie gerade nicht um den Bauch getragen wird (z. B. auf dem Weg zum Auto beim Einladen).

Zusätzlich gibt es auf der Oberseite des Hauptfaches einen Reissverschluss, der einen direkten Eingriff in das Hauptfach von oben ermöglicht. Zunächst war mir der Sinn nicht ganz klar. Nützlich ist das aber, um z. B. schnell einmal einen Objektivdeckel in die Tasche zu legen.

A propos Reissverschlüsse: Alles Reissverschlüsse sind Markenreissverschlüsse von YKK in einer speziellen, sehr robusten Ausführung. Die Zipperösen sind alle clever “gebändelt”.

Im Hauptfach gibt es zusätzlich ein grosses Fach, in dem u.a. - sehr praktisch - zwei abgeteilte Fächer für Speicherkarten enthalten sind. Dazu eine Öse, an welcher z. B. der Regenschutz befestigt werden kann. Dazu später mehr.

Die geräumige Vordertasche mit vielen Fächern bietet ausreichend Platz und genügend Abteilungen für all die kleinen Dinge, wie z. B. Ersatzakkus, Lens-Pen, Brillenputztücher, usw.

Die Vordertasche ist sehr clever konstruiert, klappt sie doch nach dem Öffnen leicht auf und gibt direkten Zugriff auf den Inhalt. Auf der Vordertasche befindet sich noch eine weitere Reissverschlusstasche. Ich habe hier z. B. eine Graukarte und ein Bündel Visitenkarten verstaut.

An der Seite befinden sich links und rechts zwei Netzgittertaschen mit robustem Bändelzug. Sehr gut geeignet, um dort z. B. die Ersatzbatterien (bzw. Akkus) für den Blitz und eine kleine Taschenlampe zu verstauen.

Auf der Rückseite der Tasche befindet sich eine weitere Tasche. Diese ist oben offen, weil ein Reissverschluss hier unangenehm “drücken” würde.

Der fest angebrachte Bauchgurt ist sehr breit und gibt damit die nötige Stabilität. Am Bauchgurt sind Befestigungslaschen für das patentierte Think Tank System enthalten, um z. B. weitere Objektivtaschen anbringen zu können.

An dieser Stelle einige Worte zur generellen Verarbeitung: Wie auf den Detailbildern zu sehen ist, ist die Verarbeitung grundsolide. Doppelte Nähte und - auch bei wirklich kritischer Untersuchung - keinerlei Verarbeitungsmängel.

Sehr positiv fällt die Verstellung und Einstellung des Bauchgurtes auf. Einmal eingestellt, behält der Gurt auch wirklich seine Länge ohne ständig “weiter zu werden”.

Der Bauchgurt ist von seiner Länge her zudem sehr grosszügig bemessen und dürfte auch “umfangreicheren” Menschen keine Probleme bereiten.

Das Gurtschloss aus Plastik wurde in anderen Testberichten bemängelt. Ich sehe hier keine eigentliche Schwachstelle. Ein Plastikschloss kann eben irgendwann einmal einen Materialermüdungsbruch erleiden. Dagegen ist aber eine ganz einfache Sicherung möglich. Der Tasche liegt nämlich auch ein äusserst stabiler Schultergurt mit Metallkarabinerhaken bei, der fast jeder Notebooktasche Ehre machen würde. Wer auf Nummer 100%-sicher gehen will, kann diesen als “zusätzliche” Sicherung tragen. Ich tue das nicht, nutze aber eine der stabilen Befestigungslaschen für den Schultergurt um die Tasche mit einem kleinen Karabinerhaken und einem Stück Reepschnur am normalen Hosengürtel zu befestigen. Sollte das Gurtschloss dann tatsächlich einmal brechen - was ich für nicht sehr wahrscheinlich halte - würde die Tasche am Hosengürtel baumeln und nicht zu Boden gehen.

Im Lieferumfang befinden sich noch zwei äusserst nützliche Zugaben:

Zunächst ist das die Regenhaube. An der Regenhaube befindet sich ein Band mit Karabiner. Ab Werk ist die Regenhaube in der Seitentasche des Hauptfaches zusammengelegt verstaut. Bei einsetzendem Regen kann sie schnell heraus und über die Tasche gezogen werden, die damit dann wetterfest wird. Wirklich clever!

Zum anderen die Pixel Pocket Rocket, eine kleine Tasche zur Aufbewahrung von Speicherkarten. Diese fasst bis zu 10 CF-Karten (nebst Plastikhüllen) und lässt sich zusammenfalten. Ein Klettverschluss verschliesst das Ganze. Auch an der Pixel Pocket Rocket ist ein Band mit Karabinerhaken, das sich an einer der Schlaufen in der Tasche einhängen lässt. Ein wertvolles Zubehörstück, muss man doch für eine solche Speicherkarten-Aufbewahrungstasche allein bereits etliche Euro auf den Tisch legen.

Der Preis ist heiss

Der Verkaufspreis der Tasche liegt derzeit bei etwa 95 Euro. Im Vergleich mit den Taschen anderer Hersteller eigentlich kaum zu glauben. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist schlicht sehr gut.

Die Bezugsadressen für Deutschland, Schweden und den Rest der Welt :) können hier beim Hersteller nachgeschlagen werden.

Zusammenfassung

Man merkt der Tasche mit allen ihren cleveren Details an, dass sie von einer Firma stammt, die von Berufsfotografen gegründet wurde. Der Hersteller Think Tank weiss, worauf es ankommt. Punkt.

Die einzige Sache, die mir nicht gefällt, ist der Name. Punkt.

In 8 Wochen harten Einsatzes haben sich keinerlei Mängel oder Beanstandungen ergeben. Im Gegenteil: Ich freue mich jedes Mal wieder, dieses Wunderwerk umzuschnallen und zu benutzen. Punkt.

Meine zusammenfassende Bewertung

Jeweils auf Skala von 1 (sehr schlecht) bis 5 (sehr gut):

Verarbeitung: 5
Verwendete Materialien: 5
Ergonomie: 5
Praktischer Nutzen: 5
Verfügbarkeit: 5
Preis-/Leistungsverhältnis: 5

Gesamtbewertung: 5

(Entgegen meiner grundsätzlich kritischen Einstellung gibt es hier die klare Bestnote.)

Mein Fazit: Endlich fündig geworden!

Und hier nochmals der Link zur Bildergalerie an. Dort finden Sie alle beschriebenen Details auch im Bild.

Im Test: Timbuk2 Commute XL Notebooktasche für Fotografen

Im Test: Timbuk2 Commute XL Notebooktasche für Fotografen

Timbuk2 Commute XL


Vorab und Einleitung

Fotografen haben mitunter Transportprobleme. Deswegen sammeln sich im Laufe der Zeit jede Menge Taschen und Koffer an.

Mein Trend geht - wenn immer möglich - ganz klar zum “weniger ist mehr”. Trotzdem gibt es aber ein Mindestequipment, das in der Regel einfach mit muss.

In den vergangenen 3 Monaten habe ich deswegen mein gesamtes Equipment und alle Taschen und Koffer einer kritischen Würdigung und Prüfung unterzogen, kräftig aussortiert und dabei auch meine Transportprobleme gelöst.

Das Ergebnis meiner Recherchen und Tests stelle ich Ihnen hier in Form von mehreren Testberichten vor. Zu jedem Testbericht gibt es auch eine Bildergalerie mit allen Details. Die Bildergalerie zum Timbuk2 Commute Test gibts hier.

Transportprobleme und Digitalfotografie

Den Anfang bildet ein spezifisches Problem der “digitalen Fotografen”. Hier gilt es nicht nur Kameras, Objektive und Fotozubehör zu transportieren. Nein, im digitalen Zeitalter gehört zum Equipment meistens auch ein Notebook (bisweilen auch zwei).

Das hat mehrere Gründe. Fotos können in Pausen oder beim Gehäusewechsel vom Assistenten gleich überspielt und gesichert werden. Oft will der Kunde auch „schnell mal“ einen Blick auf die Rohdaten werfen, oder wir können gleich vor Ort prüfen, ob ein bestimmter Effekt zu realisieren ist. Eigentlich mag ich diese “vor Ort Arbeit” nicht, weil ja auch viel Liebe und Zeit in der Nachbearbeitung stecken, aber das ist eine andere Sache. Zum Notebook gehören dann noch Netzteile (mit Anschluss für den Zigarettenanzünder und Anschluss für normale Netzspannung) und alle möglichen Adapter.

Bei mehrtätifgen Reisen ist das Notebook ohnehin unverzichtbar wegen der Kommunikation. Alse müssen auch alle Adapter mit, die für die “Verbindung zur Aussenwelt” erforderlich sind, was da z. B. wären: USB-3G-Dongle, Modemkabel, ISDN-Adapter.

Reden wir über eine Tasche fürs Notebook kommen da auch die allfälligen Untrerlagen zum Auftrag und (ganz wichtig) der Kalender rein. Dann noch der ganze “Kruscht”, wie z. B. Halstabletten, das Ladegerät fürs Mobiltelefon, Schreibzeugs, Klebeband, usw.

Welche Tasche denn nun?

Alle Anforderungen in einer Tasche “unter einen Hut zu bringen” war eine ziemliche Herausforderung. Denn zu gross, schwer oder unhandlich darf die Lösung ja auch nicht werden.

Wichtig sind ein robustes Material und eine solide Verarbeitung. Ein Schutz gegen Wind und Wetter ist wünschenswert. Und die Ergonomie spielt auch eine Rolle.

Aus prinzipiellen Gründen lehne ich Rucksäcke ab. Zum einen sind Rucksäcke einfach unpraktisch. Zum Öffnen oder Entnehmen von Inhalten muss man sie abnehmen. Das ist umständlich und kostet Zeit. Zum anderen weiss ich nicht, was sich hinter meinem Rücken abspielt. Spätestens seit mir vor einigen Jahren in der Stadt aus einem Rucksack ein Netzteil gestohlen wurde, sind Rucksäcke für mich ad acta gelegt.

Die Timbuk2 Commute XL

Beim Rucksack-Center bin ich schliesslich auf die Produkte von Timbuk2 aufmerksam geworden. Timbuk2 ist ein gerade 20 Jahre junger Hersteller mit Sitz in San Francisco. Die Taschen gehen in Ausstattung, Material und Verarbeitung auf Fahrradkuriertaschen zurück. Wer weiss, welche Anforderungen an Fahrradkuriertaschen gestellt werden, weiss, welche Qualität er hier bekommt. Der Grossteil der Taschen werden übrigens auch heute noch in San Francisco produziert. Mehr Infos zum Hersteller gibts hier.

Beim Rucksack-Center hatte es mir gleich die Commute XL angetan: Rekordverdächtige 19.5 Liter Volumen und grosszügige Innenmasse mit jeder Menge Stauraum. Farbe in dezentem Schwarz. Gesagt, getan, bestellt. Der Verkaufspreis liegt zwischen 105 und 115 Euro.

Die Lieferung vom bayerischen Thalmässing an den Polarkreis in Schwedisch-Lappland ging ultraschnell und die Verpackung war grosszügig und sehr stabil. Ich muss immer noch schmunzeln wenn ich an die Worte der Postbotin denke, als diese mir das Paket übergab: “Du, da muss Dir jemand Luft aus Deutschland geschickt haben”.

Der erste Eindruck bereits sehr gut. Das abriebfestes Ballistic Nylon aus dem die Tasche gefertigt ist, fühlt sich hochwertig an.

Die “technischen Daten” zur Timbuk2 Commute XL

- Material abriebfestes Ballistic Nylon.
- Verschiedene Farben. Im Test: Schwarz.
- Notebookgrössen: Bis 17-Zoll-MacBook Pro, bzw. max. 35cm x 26cm x 3,3 cm.
- Sehr gut gepolsterte Rückseite.
- Angenehmer innengepolsterter Handgriff.
- Kunstlederartig gummierter, gepolsteter Boden.
- Separates Notebookfach mit zusätzlicher dicker Cordpolsterung.
- Sehr stabile und verstärkte Mehrfachnähte.
- Viele Fächer und Taschen, darunter Organizer-Fach, MP3- und Handy-Fächer, etc.
- Qualitäts-Reissverschlüsse von YKK.

Nach 3 Monaten im Einsatz

Das gute Stück hat sich in den letzten 3 Monaten sehr gut bewährt.

Als ich einem entgegenkommenden Fahrradfahrer schnell ausweichen musste, ist mir die Tasche nebst Inhalt beim Ausweichmanöver von der Schulter und aus ca. einem Meter mit dem Boden voran auf den geschotterten Weg gestürzt. Das iBook G4 in der Tasche hat den Sturz - ebenso wie der übrige Inhalt nebst iPod und Mobiltelefon - unbeschadet überstanden. Und das Beste: Obwohl die Tasche auf den Schotter gesegelt ist, sind auf dem Boden fast keine Kratzer zu sehen.

A propos Schutz: Ich bin einige Male mit der Tasche am Set mehrere Minuten durch “normalen Regen”. Vielleicht fragen Sie sich nun, was “normaler Regen” ist. Ganz einfach. Bei einem Platzregen mit Gewitter bleibe ich einfach drin. Alles unterhalb dieser Schwelle ist für mich dann “normaler Regen”. Die Sorte Regen, bei der man als Fussgänger ohne gute Regenjacke eben richtig nass wird. Und hier hat die Timbuk2 “dicht gehalten”.

Als sehr praktisch hat sich der Verschluss der Tasche herausgestellt: Zwei breite Klettverschlüsse und zwei Spanngurte sind vorhanden. On the Set lässt sich die Tasche durch einfaches Zuklappen mit den Klattverschlüssen verschliessen. Für längere Strecken dienen dann die Spanngurte. Die Enden der Spanngurte sind zudem mit Reflexmaterial besetzt. Die Tasche ist gut ausbalanciert: Selbst bei umgehängter Tasche lässt sich gut auf den Inhalt zugreifen.

Probleme haben mir zunächst die vielen kleinen Fächer bereitet und es hat einige Tage gedauert, hier ein System zu entwickeln. Nun möchte ich die vielen kleinen und grösseren Fächer aber nicht mehr missen. Die ganzen Monitoradapter, Adapter und Kabel sind in der inneren Reissverschlusstasche. Daneben die Kugelschreiber, Filzstifte und Bleistifte. Aussen unter grossen Klappe befinden sich iPod, Kalender und Mobiltelefon. So habe ich schnell mein ganz persönliches Stausystem heraus gefunden. In der grossen hinteren Tasche sind die Unterlagen und Spiralblöcke für Reportagen. In der Bilderstrecke zur Tasche können Sie dazu viele Details sehen.

Nach harten 3 Monaten im Einsatz ist von der Verarbeitung her nichts zu beanstanden. Keine Naht hat sich gelöst, kein Reissverschluss “hakelt”, alle Klettverschlüsse haben noch die volle Spannkraft.

Besonders hat es mir ein kleines Detail angetan: Die Längenverstellung des grossen Umhängegurtes. Diese ist mit einem Schnellverschluss ausgestattet. Umklappen und einstellen. Kein “Gefummele” wie es bei solchen Längenverstellungen üblicherweise der Fall ist.

Ein Wort zu den Fittings: In anderen Tests habe ich mittlerweile Kritik an der Plastikausführung der Karabiner und Ösen gelesen. Ich gestehe, dass ich hier zunächst auch etwas kritisch war. Trotz intensiven Einsatzes konnte ich hier aber bislang keine Verschleisserscheinungen entdecken. Rein der Vorsicht halber werde ich die Drehlagerung der Karabiner aber einmal im Monat inspizieren.

Zum Lieferumfang gehört übrigens noch ein zweiter Gurt, mit dem sich die Tasche zusätzlich um den Bauch fixieren lässt. Ich nutze das aber nicht, weil es das Tragen für mich umständlicher macht.

Der einzige Schwachpunkt, der mir aufgefallen ist liegt beim Tragegurt: Der Umhängegurt ist zwar 5cm breit aber nicht gepolstert. Eigentlich bin ich auch kein Fan dicker verschiebbarer Polster, aber eine aufgenähte Auflage o.ä. würde das Tragen noch etwas bequemer machen. Das ist allerdings der einzige Kritikpunkt. Dafür gibt es von mir 0,5 Punkte Abzug bei der Verarbeitung.

Timbuk2 Commute XL


Meine zusammenfassende Bewertung

Jeweils auf Skala von 1 (sehr schlecht) bis 5 (sehr gut):

Verarbeitung: 4,5
Verwendete Materialien: 5
Ergonomie: 5
Praktischer Nutzen: 5
Verfügbarkeit: 5
Preis-/Leistungsverhältnis: 4,5

Gesamtbewertung: 4,5

Mein Fazit: Ich möchte sie nicht mehr missen!

Equipment: An die Taschen!

Vor einigen Tagen hatte ich die neue Rubrik „Equipment“ vorgestellt. Hier gehts nun los :)

Das Transportproblem und die Lösung: Tasche, Rucksack, Gürteltasche, Umhängetasche, usw, usw.

Für meine Bedürfnisse sind das 1. zum einen eine Reisetasche / Rucksack für Kurzreisen (1-3 Tage) und 2. natürlich Taschen fürs Fotoequipment.

1. Oft bin ich für ein paar Tage in Schweden unterwegs. Für die Kurzreisen muss nicht so fürchterlich viel Gepäck mit. Und die Tasche / Koffer / Rucksack muss/müssen kompakt sein. Da es oft auch um kurze Flugreisen geht, ist die Stabilität besonders wichtig. Haben Sie schon mal beobachtet, wie das Gepäck auf dem Flugplatz verladen wird? Dann wissen Sie, was ich meine.

Beim Rucksack-Center bin ich auf die Produkte von Deuter aufmerksam geworden. Durchdachte Produkte, robust und mit dem „gewissen Etwas“. Mein Favorit ist übrigens der Traverse 60.

Das Team vom Rucksack-Center antwortet sehr schnell auf Anfragen und Andreas, der Inhaber, ist ein sehr sympathischer Mensch. Für den übersichtlichen Shop und die Kommunikation gibt es von mir die Bestnote.

2. Fürs Fotoequipment bei schönem Wetter setze ich bislang die Domke-Bags ein. Durchdacht und funktionell. Aber für schlechtes Wetter, Eis und Schnee leider nur sehr eingeschränkt zu gebrauchen.

Auch dafür bin ich im Rucksack-Center fündig geworden bei den Messenger-Taschen (oft auch als „Fahhradkuriertaschen“ bezeichnet, was schon alles über die Robustheit und Wettertauglichkeit aussagt). Ein ausführlicher Test zu meiner bevorzugten Lieblingstasche folgt in Kürze!

Neue Rubrik: Equipment

Es gibt eine neue Rubrik, die auf den Namen „Equipment“ hört. Was hat mich zu dieser neuen Rubrik bewegt?

Wir alle kennen das: Im Alltag gibt es Dinge, die sich einfach bewähren. Gute Dinge eben. Dinge, die ich gerne weiter empfehlen möchte. Dinge, die sich im Alltag Lapplands und im Alltag als Fotograf in Lappland bewähren.

Unser Alltag hier besteht aus teilweise extrem herausfordernden klimatischen Bedingungen. Oft sind wir lange „draussen“ in Eis und Schnee, bei Wind und Wetter und heftigen Minusgraden. Aber auch der Sommer stellt das Material vor manche Herausforderungen. Vom (freilich) kurzen Frühjahr ganz abgesehen. Da ist es immer noch kühl und - wegen der Schneeschmelze - „matschig“. Eine besondere Herausforderung für sich selbst.

Kurz und gut: Ich teste gerne Produkte auf ihre „Norrlandtauglichkeit“ und gebe auch gerne viele der kleinen „Tipps und Tricks“ weiter, die das Leben in diesen Breitengraden sehr erleichtern.

Davon dürfen Sie ab jetzt profitieren, insbesondere wenn Sie in ähnlichen Breitengraden (oder vergleichbaren klimatischen Verhältnissen) leben oder eine Reise oder einen Urlaub als Besucher und/oder Tourist planen.

Im Gegensatz zu üblichen „Tests“ erspare ich Ihnen die Dinge und Produkte, die sich nicht bewährt haben. Hier gilt „positiv zählt“. Ich empfehle Ihnen nur, was wir hier selbst für gut befunden haben („polarkreistauglich“). Das macht das Lesen und das Leben viel einfacher :)

Fototasche(n): Der Domke-Test hat begonnen...

Auf der Suche nach ultimativen Fototasche teste ich seit einer Woche nun 2 Modelle aus dem Hause Domke.

Die Geschmäcker und Anforderungen an eine Fototasche sind sehr individuell und unterschiedlich. Allgemeingültige Empfehlungen für jedermann (und jedefrau) wird es wohl nicht geben. Aber vielleicht haben Sie ja zufällig die gleichen Anforderungen wie ich, dann können Ihnen diese Zeilen vielleicht helfen.

Für mich muss eine Fototasche:
- die Ihnalte sicher und gut schützen und verwahren
und vor allem
- einen schnellen Zugriff auf die Inhalte
ermöglichen.

Bei der Frage des Schutzes unterscheide ich, ob ich eine Tasche habe, mit der ich meine Aufrüstung als Gepäck aufgeben kann (was ich natürlich niemals machen würde), oder ob die Tasche mich nur auf einer Tour begleiten soll. Im praktischen Fall geht es um letzteres.

Für den schnellen täglichen Einsatz hänge ich mir oft einfach nur die kompakte D40 mit dem 18-250 um den Hals. Oft ist das alles, was ich brauche. Wenn ich allerdings zu offizielleren Terminen muss kommt es häufig nicht so gut mit der um den Hals baumelnden Kamera zu erscheinen :) Manchmal müssen auch einfach noch ein Zweitgehäuse, ein Blitz und 2 oder 3 andere Objektive mit. Dann stellt sich die Frage der richtigen Tasche.

Alle möglichen Formen an Fototaschen werden angeboten:

Von Fotorucksäcken halte ich nichts, da ich schnellen Zugriff auf meine Ausrüstung haben möchte. Ein Rucksack ist da viel zu unpraktisch, vom Diebstahlrisiko mal ganz zu schweigen.

Gürteltaschen fände ich eigentlich optimal, wäre das nicht das Grössen- und Handlingproblem: Bei der Grösse, die eine Gürteltasche haben muss, um das benötigte Equipment aufzunehmen fühle ich mich durch die Gürteltasche zu sehr eingeengt.

Also habe ich mich entschlossen, zwei Schultertaschen in zwei unterschiedlichen Grössen einem Test zu unterziehen. Einmal das handliche Format für eine Kamera mit Objektiv und dem "Grundzubehör" (Blitz, Speicherkarten, Ersatzakkus, Reinigungszeugs, Kleiner Schreibblock, Stifte), zum anderen ein grösseres Format, das zwei Gehäuse und mehrere Objektive (und das oben aufgezählte Zubehör) aufnehmen kann. Nach mehreren Gesprächen mit Bekannten und Freunden und einer Internetrecherche habe ich mich für den Hersteller Domke entschieden. Ausserhalb der USA sind diese Taschen leider nur sehr schwer zu bekommen, daher ist eine Direktbestellung bei einem US-Versender der einfachste Einkaufsweg.

Die Domke-Serie geht auf den Fotojournalisten Jim Domke zurück, der sich in den 70er Jahren selbst sehr darüber geärgert hat, dass er keine praktische Kameratasche für die Bedürfnisse eines Fotoreporters auf dem Markt gefunden hat. Eine Tasche, die guten Schutz für den Inhalt bietet, aber inm erster Linie den superschnellen Zugriff auf den gesamten Inhalt bietet. Also hat er überlegt, und den ersten Prototypen selbst geschneidert und genäht. Kurze Zeit später zählte "die Domke" zu den beliebtesten Fototaschen im Profibereich. Die Produktlinie umfasst mittlerweile Taschen für fast alle fotografischen Bedürfnisse, die aber alle die Grundkonzeption Jim Domkes teilen. Alle Taschen sind qualitativ äusserst hochwertig und "made in the USA". Weitere Informationen zu Domke gibt es hier und für den Einkauf empfehle ich B&H. Soweit in aller Kürze.

Ein weiteres Argument für Domke-Fototaschen ist übrigens deren "ziviles Aussehen". Man sieht nicht so schnell, dass es sich um eine Fototasche handelt, was das Diebstahlrisiko minimiert. Wer ganz vorsichtig sein will, entfernt das Markenschild und hat damit noch ein paar Prozent Sicherheit gewonnen.

Die Woche über war ich nun jeden Tag beruflich mit Kamera unterwegs und habe die zwei eingetroffenen Domke Exemplare begonnen zu testen. Ausführlichere Details folgen später, ich kann aber schon sagen, dass mich beide Taschen wirklich zu 100% begeistern. Kein Vergleich zu den Lowepro-Taschen, die ich bislang im Einsatz hatte. Die dürfen jetzt in den Ruhestand!

Ausführlicher Testbericht mit Bildern folgt in einigen Tagen.