Der Januar 2016 in Lappland in Bildern

Zum Monatswechsel eine Rückschau auf den Monat Januar 2016 in Bildern. Dieses Jahr verfolge ich ein Projekt unter dem Namen „One Phone - One App - One Year“, über das ich hier schon ausführlich geschrieben habe.

Und wer auf Instagram ist, kann dem Projekt tagesaktuell folgen.

Für alle Nicht-Instagrammer poste ich um jeden Monatswechsel herum eine Auswahl der Bilder, die mir aus dem vergangenen Monat am besten gefallen.

-> Zur Bilderstrecke „Der Januar 2016 in Lappland in Bildern“

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366 - One Phone - One App - One Year

366 - One Phone - One App - One Year


Vorgeschichte


Ich bin es leid, denn ich habe im vergangenen Jahr einfach viel zu viele „gestochen scharfe Bilder, die mit knackscharfen Optiken“ erstellt worden sind gesehen, die aber auch wirklich null Aussage und Inhalt hatten. Bilderschrott.

All die stinklangweiligen (aber „rasiermesserscharfen“) Bilder von Motiven, die es in derselben Form in 100 Jahren - vorausgesetzt es gibt unsere Welt dann noch und wir haben es in der Zwischenzeit nicht geschafft, sie völlig an die Wand zu fahren - noch genau so geben wird, wie es sie heute gibt. Warum um alles in der Welt muss man das einhunderttausendste Bild eines ausgelatschten Motives machen und dann auch noch zeigen? Ein Bild, das aussieht wie all die anderen Bilder desselben Motives, die es bereits gibt?

Kleiner Tipp am Rande: Gerade die vergänglichen Motive sind es, die den ideellen und künstlerischen Wert eines Bildes ausmachen. Aber zurück zum Thema.

Der technische Overkill sinnentleerter Fotografie hat mich im Laufe des Jahres immer mehr abgestossen inklusive der dazugehörigen Diskussionen über rein technische fotografische Details und Aspekte.

Wo wird denn darüber geredet und in den diversen Foren geschrieben was gute Bilder ausmacht und wie sich echte Bildaussagen verstärken lassen?

Es widert mich einfach nur noch an. 

Hinzu kommt: Die Hardwarehersteller bescheren uns im laufenden Takt neue Megapixelmonster mit der Suggestion, diese seien fotografisch (über-)lebensnotwendig (und würden zu besseren Bildern führen). 

Ich bin dessen einfach müde und kann und will es nicht mehr hören und lesen. Ich verstehe ja, dass die Wirtschaft in Schwung gehalten werden muss, aber bitte nicht zulasten der Bilder, um die es in der Fotografie doch schliesslich geht (oder habe ich da etwas falsch verstanden?).

Eigentlich geht es doch genau um das Gegenteil des Equipment-Overkills: Restriktionen und Beschränkungen sind der Freund der Kreativität.

Und das hat mich vor einigen Wochen auf eine Idee gebracht.


One Phone - One App - One Year

Zur Zeit sind „365er-Projekte“ ganz beliebt. Es geht darum, an jedem Tag des Jahres (mindestens) ein Bild zu machen und dieses dann zu veröffentlichen. Oft gibt es ein Oberthema der Serie. Ganz beliebt sind z. B. solche Fotoprojekte, die rein analog fotografiert werden, oder die mit nur einer Kamera und einem Objektiv erstellt werden. Die Beschränkungen, die zu mehr Kreativität führen, lassen grüssen.

Nach den überaus erfreulichen Erfahrungen mit der neuen iPhone-App „Argent Film Simulator“ habe ich mich entschieden, einen - bislang unüblichen - Weg zu beschreiten: Ein Jahr nur mit einem iPhone und einer einzigen App (und bei dieser hauptsächlich mit nur zwei Filmsimulationen). 

Ehrlich zugegeben bangt es mir etwas vor dem Aufwand und deswegen greife ich einen Gedanken auf, den der geschätzte Kollege Stefan Groenveld für sein Jahresprojekt aufgebracht hat. Ich werde jeden Tag mindestens ein Bild zur Serie machen. Da es manchmal zeitlich extrem eng ist, werde ich die Bilder nicht unbedingt jeden Tag posten, sondern mir vorbehalten, jeweils einen Schwung Bilder zu veröffentlichen. Das dürfte auch für die Leser und Betrachter beizeiten einfacher und angenehmer sein. 
 
Das ganze Projekt steht übrigens unter dem Titel „Wind Of Change“ (Hintergrüne dazu gibt es hier).

-> Auf Instagram könnt Ihr dem Projekt hier folgen.

Besonders prickelnd: Das neue Jahr 2016 ist bekanntlich ein Schaltjahr, was die Sache noch attraktiver und herausfordernder macht. Denn statt 365 gibt es sogar 366 Tage und folglich Bilder :)

Allen Leserinnen und Lesern einen guten Start in das neue Jahr!
  

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The city never sleeps - ein persönliches Projekt

Heute ein Beitrag der sich nicht unmittelbar den arktischen Regionen Schwedens, sondern der bezaubernden Hauptstadt Stockholm widmet. Meine ganz persönliche Hommage an diese liebenswerte Stadt.

Stockholm, die Hauptstadt Schwedens, hat mich schon immer fasziniert. Einerseits eine pulsierende Weltstadt, andererseits ist da dieser besondere Charme, der Stockholm auszeichnet. Die schwedische "Lugn och ro" (lässt sich hier am besten mit "Ruhe und Beschaulichkeit" übersetzen) durchsäuern das ansonsten hektische Leben und geben der Stadt die besondere und liebenswerte Atmosphäre.

Über die vergangenen sechs Monate war ich immer wieder in Stockholm, um diese spezielle Stimmung der Stadt einzufangen. Und so ist im Rahmen dieses Projektes, das ich auf den Namen "The city never sleeps" getauft habe, eine Bilderserie in klassischem schwarz/weiss entstanden, die ich ich vor einigen Tagen veröffentlicht habe (Link).

Stockholm - “The city never sleeps“ - In the shadows
“The city never sleeps“ - In the shadows

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Limited edition print collection

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Now available: Limited edition print collection

Jetzt erhältlich: Limited edition print collection


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Projekt November Blues - Und was ich von den Bären lerne

Mitte Oktober begeben sich die Braunbären bei uns in Lappland zu ihren Überwinterungsplätzen, die sie den Sommer über ausgekundschaftet und ausgesucht haben. Die Bären, die ein Alter von bis zu 40 Jahren erreichen, sind sehr clever. Warum den kalten Winter hindurch umherstreifen, wenn es sich den Winter über gemütlich ruhen lässt? Den Winter über schöpfen die Bären so Kraft für die nächste Saison.
 
Die Wintersaison über werde ich hier im Blog etwas kürzer treten. Die Frequenz wird sinken. Wer auf dem Laufenden bleiben möchte, findet Bilder von den laufenden Projekten auf Instagram und den einschlägigen Sozialen Medien (siehe Menüleiste links).
 
Seit einigen Wochen habe ich mich bei meinen persönlichen Fotoprojekten absichtlich eingeschränkt. Ausserhalb von kommerziellen Aufträgen bleiben die "richtigen" Kameras im Schrank und nur ein Smartphone begleitet mich. Ganz privat ist das übrigens kein iPhone.
 
Die Beschränkung ist gut für die Kreativität und zwingt zur Beschränkung auf das Wesentliche. Die letzten drei Wochen ist so die Serie "November Blues" entstanden: Das Thermometer ist unter Null angekommen. Der Schnee verwandelt die Landschaft und gibt nur noch wenige Details frei. Wasser wird zu Eis. Die Nacht übernimmt den Tag. Wenige Stunden ist es nur noch hell. Und dennoch gibt es faszinierend Lichtblicke; Momentaufnahmen auf dem Weg zum Ruhepunkt des Winters: November Blues


-> Zur Galerie: November Blues

-> Till bildspelet: November Blues


Projekt November Blues - Und was ich von den Bären lerne
November Blues


PS: Die Serie ist - je nach Wunsch - ganz oder in Teilen als Print erhältlich. Anfragen bitte per Mail.

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Endstation Friedhof - Ein Hauch von Ewigkeit

Endstation Friedhof. Ein Einblick in ein persönliches Fotoprojekt.

Bei minus 25 Grad und auf einem tief verschneiten Friedhof, auf dem seit Wochen keine Besucher mehr waren, stellt sich eine sehr eigentümliche Atmosphäre ein. Aber der Reihe nach.

Ich gehöre vermutlich zur letzten Generation, bei der eine Kirche - will sagen: ein Kirchengebäude - zu den Eckpunkten des Lebens gehörte. Die meisten Angehörigen meiner Altersgruppe dürften im Säuglingsalter in einer Kirche getauft worden sein. Das andere Ende des irdischen Daseins wurde durch die Aussegnung oder Aufbahrung - ebenfalls in einem Kirchengebäude - markiert. Die letzte Station vor dem Friedhof. Womit wir beim Thema wären.

Was hat ein Kirchengebäude mit dem Friedhof zu tun? Da die formelle Trennung von Kirche und Staat im Schweden erst zum Jahreswechsel 1999/2000 vollzogen wurde, befinden sich die alten Friedhöfe in Schweden praktisch immer im direkten Anschluss an eine Kirche.

Im Rahmen eines persönlichen Projektes bin ich in letzter Zeit viel über eisige und tief verschneite Friedhöfe Lapplands gestapft, um das Spannungsfeld zwischen Endlichkeit und Ewigkeit einzufangen. Die Endauswahl der Bilder für die Ausstellung ist noch nicht defintiv. Ich möchte aber dennoch hier eine kleine Auswahl zeigen.

-> Zur Galerie "Endstation Friedhof - Ein Hauch von Ewigkeit"

-> To the gallery "Ultimate destination graveyard - A touch of Eternity"



Endstation Friedhof - Ein Hauch von Ewigkeit
„Endlichkeit und Ewigkeit - Endstation Friedhof“

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