Making the Print, Bibble und AfterShot

Heute im Angebot: Gemischte Fotografika. Die vergangenen Tage haben sich zwei fotografische Nachrichten angesammelt, über die ich kurz berichten möchte.


-1- Neues Ebook von Craft & Vision: "Making the Print von Martin Bailey"


Making the Print von Martin Bailey


In der Masterclass-Serie ist bei Craft & Vision gerade das neue Ebook "Making the Print" von Martin Bailey erschienen. Es enthält eine sehr gute Einführung in die Grundlagen des Fine-Art-Printing für Digitalfotografen.

Auf 65 Seiten deckt das Buch die Bereiche Auswahl von Drucker und Papier, Farbmanagement und Farbprofile, Schärfen, Kalibrierung, Fine-Tuning und vieles mehr, ab. In bewährter Craft & Vision Methodik führt der Autor den Leser anhand zahlreicher Screenshots und Beispiele durch den Workflow des Fine-Art-Printing.

Für die Leser des Lapplandblogs gibt es wieder eine Sonderaktion zum Buch:

- Bis zum 21. Januar 2012, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen und beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: PRINT4

Und wenn Sie gleich mehrere PDF-Bücher aus der Reihe Craft & Vison kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes PRINT20 20% Rabatt auf Ihre Bestellung beim Kauf von 5 oder mehr Büchern.

-> Hier geht es zu Craft & Vision. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.






-2- "Panta rhei" ("Alles fliesst") ist der wohl bekannteste, dem griechischen Philosophen Heraklit zugeschriebene Ausspruch. Keine Sorge, es geht jetzt nicht um eine philosophische Diskussion der Flusslehre. Es geht mehr um ein aktuelles Beispiel.

Mit einer Träne im Knopfloch ist folgendes zu verkünden: Bibblelabs, die Softwareschmiede aus der das legendäre Bibble stammt, hat vor einigen Tagen der Verkauf der Technologie an Corel bekannt gegeben. Kurz zuvor war noch das letzte Wartungsupdate Bibble 5.2.3 veröffentlicht worden. Bibble wird nun nicht mehr weiter entwickelt.

Das Nachfolgerprodukt aus dem Hause Corel hört auf den Namen "AfterShot" und ist inhaltlich und vom Funktionsumfang praktisch ein Bibble 6. Registrierte Anwender von Bibble 5 können bis zum 31. Januar für einen symbolischen Preis upgraden/umsteigen.

Einerseits sehr erfreulich, dass die Technologie des schnellsten und besten RAW-Konverters auf dem Markt weiter lebt. Andererseits scheint es fraglich, ob Corel die bisherigen Linux und Mac-Versionen mit dem gleichen Einsatz und Elan weiter pflegen wird. Ist Corel doch klar und deutlich auf den Win-PC Markt ausgerichtet. AfterShot 1 liegt noch als Multi-Plattform-Software vor. Die Entwicklung bleibt abzuwarten.

Meine Praxistipps für alle Bibble-Anwender sind:

1. "Never touch a running system": Solange Sie nicht auf neue Importfilter für neue Kameramodelle angewiesen sind, bleiben Sie bei Bibble.

2. Nutzen Sie das Angebot zum nahezu kostenlosen Umstieg auf AfterShot (auch wenn Sie die neue Software einstweilen noch nicht einsetzen wollen). Achtung: Das Update zu Vorzugsbedingungen gibt es nur bis zum 31. Januar!

3. Wenn Sie Bibble 5 weiter nutzen (was ich - wie gesagt - im Zweifel empfehle), installieren Sie unbedingt das letzte Wartungsupdate (5.2.3). Es enthält einige neue Feautures, kleinere Bugfixes und (nochmals) einen erstaunlichen Geschwindigkeitsschub.

“View over Juktån” und “Gelatin”

Heute erst einmal wieder ein Geheimtipp für alle Besucher unserer Region in Lappland: Die Strecke von Sorsele nach Tärnaby. Geradezu ein muss für alle Naturliebhaber. Eine relativ gut ausgebaute Strecke, die - abgesehen vom “Wochenendverkehr ins Fjäll” an Freitagen und Sonntagen - wenig befahren ist. Die Route bietet jede Menge beeindruckende Aussichten und Elche, Füchse und anderes Getier sind beinahe garantiert (Bären kommen auch gelegentlich vor).

Gestern hatte es uns wieder in diese Gegend verschlagen und die Strecke ist einfach zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis. Wäre da nicht das Wetter gewesen. Um die null Grad und Wind in Sturmstärke. Resultat: Manchmal schiebt es das Auto bei offener und gerader Strecke wie von magischer Hand auf der spiegelblanken Strasse hin und her. Aufpassen war also angesagt. Besonders schön ist die Stelle, an der die Strasse den Juktån (manchmal auch als der “Yukon Lapplands” bezeichnet) passiert.

Obwohl es mich beinahe von der Brücke geweht hat, konnte ich mir ein paar Aufnahmen an dieser Stelle nicht verkneifen.

Fotografischer Teil: Das auch vor dem Hintergrund, dass ich ein paar Bilder zum experimentieren mit einem neuen Bibble-Plugin benötigt habe. Die Bibble-Plugin-Familie hat nämlich vor einigen Tagen schönen Nachwuchs bekommen: Gelatin.

Bereits jetzt waren die Schwarz-Weiss-Möglichkeiten im RAW-Developer Bibble dank der vorhandenen Plugins (u.a. Andrea, INDA und einiger anderer) beinahe ungeschlagen.

Nun hat der bekannte Plugin-Entwickler “Spoilerhead” ein neues Plugin für die schwarz/weiss Konvertierung vorgestellt, das auf den Namen “Gelatin” hört. Das Plugin ist noch im Entstehen, aber bereits die vorliegende Version läuft stabil wie ein Schweizer Uhrwerk (obwohl sie aus Österreich kommt :) und bietet mit einer einfachen, übersichtlichen und schlanken Benutzeroberfläche beeindruckende Effekte. Die jeweils aktuelle Version (für alle Systeplattformen) kann hier im Bibble-Supportforum geladen werden. Mein Rat an alle Bibble-Anwender: Unbedingt ausprobieren! Mein Rat an alle noch-nicht Bibble Anwender: Unbedingt umsteigen :)

Nach über 600 Km Autofahrt habe ich mich dann mit grosser Vorfreude und noch grösserer Nachfreude ans Experimentieren gemacht. Hier das Ergebnis mit Gelatin:

View over Juktån Sorsele kommun Lappland
„View over Juktån“ - License picture / Buy print




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Rezension: The Bibble Survival Guide von Andreas F.X. Siegert und Marco Frissen

Rezension: The Bibble Survival Guide von Andreas F.X. Siegert und Marco Frissen

Heute steht ein spannendes und sehr ergiebiges Buch zur Rezension. Ein Buch, das die Arbeit mit der RAW-Entwickler-Software Bibble an vielen Punkten noch mehr zum Vergnügen macht, als das ohnehin schon der Fall ist. Es geht um den “Bibble Survival Guide” von Andreas F.X. Siegert und Marco Frissen.

Rezension: The Bibble Survival Guide von Adreas F.X. Siegert und Marco Frissen


Vorab noch einige Worte zum Gegenstand des Buches: Es geht um Bibble.

Bibble ist eine (eigentlich nicht nur “eine”, sondern “die”) Software zur Entwicklung von RAW-Dateien. Unter den verschiedenen Softwarepaketen, die sich für diese Aufgabe einsetzen lassen, nimmt Bibble eine herausragende Stellung ein. Bibble ist zum einen speziell für den Workflow von Fotografen entwickelt. Zum anderen ist Bibble der wohl schnellste auf dem Markt befindliche Konverter. Ausserdem ist Bibble plattformübergreifend für Windows, Mac OS X und Linux erhältlich. Ein weiterer Pluspunkt, der mir persönlich sehr gut gefällt ist auch, dass Bibble auch auf der nicht allerneuesten Hardware seine Dienste verrichtet. Und seit einiger Zeit bietet das Programm auch die Möglichkeit zur Bilderverwaltung. Schliesslich verfügt Bibble über eine offene Schnittstelle für Drittanbieter für Plugins zu Erweiterung des Funktionsumfanges. Einige der Plugins - die meisten sind Free- oder günstige Shareware - sind geradezu spektakulär.

Bibble gibt es als Lite- oder als Pro-Version. Das Buch richtet sich an die Anwender beider Versionen. Die Unterschiede zwischen den beiden unterschiedlichen Versionen werden im Text jeweils gekennzeichnet.

Nun aber zur eigentlichen Rezension. Seit der Version 5, die 2009 vorgestellt wurde, hat Bibble nochmals kräftig an Funktionsumfang zugelegt. Zwar gibt es auf der Homepage des Herstellers einige sehr gute Lehrvideos und ein Manual. Wie das aber mit Programmhandbüchern manchmal so ist, decken diese zwar alle Funktionen technisch korrekt ab, sind aber nicht richtig am fotografischen Workflow und dem praktischen Einsatz ausgerichtet.

In genau diese Bresche springt nun der seit Januar 2011 erhältliche Bibble Survival Guide von Adreas F.X. Siegert und Marco Frissen. Auf 220 Seiten nehmen die Autoren, beide erfahrene Fotografen und IT-ler, den Leser an der Hand und leiten ihn in durchdachter und logischer Folge durch die Arbeit mit Bibble anhand des praktischen Workflows. 
Das Buch liegt als Ebook im PDF-Format vor, das sich bei Bedarf auch problemlos ausdrucken lässt. Eine praktische und umweltschonende Lösung.  Der Preis liegt bei 23 Euro. Das Buch kann über die Homepage zum Buch via Kagi online bestellt werden.

Nach der Aussage der Autoren, beide ausgewiesene Spezialisten, die auch in den Foren zu Bibble als geschätzte Kontributoren aktiv sind, richtet sich das Buch eher an fortgeschrittene Anwender. Nach der eingehenden Lektüre wurde ich das Buch auch vorbehaltslos allen Bibble-Einsteigern empfehlen. Schliesslich können bei der Lektüre einige Kapitel „für später“ aufgespart werden, sind dann aber zur Hand, wenn die Vertiefung gefragt ist. 
 
Das Buch, dessen ausführliches Inhaltsverzeichnis übrigens auch auf der Homepage zum Buch zu finden ist, beginnt bei den Grundlagen und Grundeinstellungen. Nebenbei eine witzige Geschichte: Spannend empfand ich auch die kurze geschichtliche Einführung zu Bibble. Denn dass der Name auf die Hauskatze des ursprünglichen Entwicklers zurück geht, war mir auch neu.

Zu den Grundlagen gehört z. B. ein Kapitel über Farbmanagement. Eine essentielle Materie, deren Nichtbeachtung in aller Regel zu Enttäuschungen und Problemen führt. Ich habe schon einige Darstellungen dieses Themas gelesen. Selten aber eine – trotz der eher „spröden“ Materie – so spannende und lebendige. Das beruht nicht zuletzt auf gut ausgewählten Beispielsbildern und Grafiken. Die Beispielsbilder können ihre Wirkung im PDF voll ausspielen, denn gedruckt kommen veranschaulichende Beispielsbilder meistens nicht so gut zur Geltung.
 
Das ist überhaupt eine der Stärken des Buches: Der Stil ist äusserst angenehm und umgänglich. Selbst wenn der Leser über das ausführliche und präzise Stichwortverzeichnis am Ende des Buches nur ein bestimmtes Thema gesucht und gelesen wird, zieht das Buch den Leser in den Bann und fordert zum Weiterlesen auf. Bemerkenswert.

Das Buch basiert auf der aktuellen Version Bibble 5.2. Der allergrösste Teil des Inhaltes lässt sich aber völlig problemlos auf die Versionen 5 und 5.1 anwenden (obwohl das Update auf 5.2 für alle User kostenlos ist und es folglich keinen Grund gibt, es nicht zu nutzen).

In den einzelnen Kapiteln finden sich viele Aussagen, die auf profunde Kenntnisse und Erfahrungen der Autoren schliessen lassen. So wird im Kapitel über den Weissabgleich z. B. kritisch der Mythos hinterfragt, dass sich in RAW ja alles nachträglich richten lasse. Auch bei den Details zur Belichtungskorrektur sind die Autoren wohltuend realistisch und geben klare Hinweise, was zu reparieren ist und was besser nicht.

Relativ ausführlich erklären die Autoren alle Abläufe um die seit Bibble 5 existierenden Ebenen und Regionen, ohne dabei allerdings in Schwärmerei zu verfallen. So weisen die Autoren bei den Heal & Clone Ebenen darauf hin, dass die reine Heal-Funktion oft kontraproduktiv übertreibt und raten stattdessen zum Einsatz des Clone-Tools.

Auch das Kapitel zum Thema Nachschärfen sucht in praxisrelevanter Ausführlichkeit und Präzision seinesgleichen. Ein umfangreiches Kapitel widmet sich später der in Bibble relativ jungen Bilderverwaltung. Und als besonders nützliche Abrundung findet sich gegen Ende des Buches ein sehr hilfreiches “How-To”-Kapitel. Das ausführliche Stichwortregister am Ende des Buches rundet das Werk ab und ermöglicht das schnelle Auffinden der relevanten Textpassagen.

Fazit: Dem Leser der Rezension wird es nicht entgangen sein. Das Buch hat mich begeistert. Eine Wohltat in der Mischung aus profundem Know-How und einer äusserst angenehm zu lesenden Darstellung. Von meiner Seite aus daher volle Punktzahl und eine klare Empfehlung!



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A closer look: Bibble 5.1 - Die RAW-(R)Evolution geht weiter

Bibble - der derzeit beste RAW-Konverter - hat wieder einen Evolutionssprung gemacht. Seit einigen Tagen liegt nun die Version 5.1 vor. Jetzt gibt es auch - wie früher unter Bibble 4 wieder zwei Versionen: Eine Lite-Version und eine Pro-Version.

Wir haben die 5.1 Pro-Version übers Wochenende bereits an den ca. 1.500 Aufnahmen des Wochenendes getestet und sind ganz angetan.

Einige neue und nützliche Funktionen sind hinzugekommen und die PlugIn-Verwaltung wurde deutlich vereinfacht. Wermutstropfen dabei ist allerdings, dass die PlugIn-Pakete jetzt in einem neuen Format vorliegen müssen. Noch nicht alle PlugIn-Programmierer haben ihre PlugIns im neuen Format bereit gestellt (für alle, die es ganz eilig haben, gibt es im Supportforum aber auch einen Workaround).

Einen Überblick über die wichtigsten Neurungen und Änderungen habe ich von der Seite des deutschen Vertriebes für Bibble (Application Systems in Heidelberg) hierher kopiert:

• NEU: Reparieren & Klonen - "Reparieren & Klonen" ist ein praktisches Retusche-Werkzeug zum Reparieren von Verschmutzungen inklusive Sensorflecken und für die gezielte Korrektur fehlerhafter Bildinhalte durch Klonen intakter Bildbereiche.

• NEU: Perfectly Clear® - Die 1-Klick-Optimierung "Perfectly Clear®" wurde von Athentech Imaging entwickelt und nutzt eine intelligente, dynamische Kombination verschiedener aufwendiger Korrekturfunktionen zur automatischen Bildoptimierung. Perfectly Clear macht in den meisten Fällen viele aufeinanderfolgende manuelle Bearbeitungsschritte überflüssig und erlaubt es so, mit nur einem Mausklick Bilder für Präsentation, Web-Export oder Ausdruck aufzubereiten.

• NEU: Web-Galerien - "Web-Galerien" generiert via Stapelverarbeitung Web-taugliche Fotogalerien aus den selektierten Bildern.

• NEU: Auto-Kontrast - Auto-Kontrast sorgt für eine automatische Korrektur von Spitzlichtern und Schatten.

• SDK und Schnittstelle für Drittanbieter-Plug-ins wurden wesentlich erweitert und verbessert und ermöglichen jetzt noch mehr und leistungsfähigere Zusatzfunktionen.

• NEU: Format-Support für weitere Konica Minolta-Kameras: ALPHA-5 DIGITAL, ALPHA SWEET DIGITAL, ALPHA-7 DIGITAL

• NEU: Format-Support für weitere Olympus-Kameras: E-450 und E-600

• NEU: Format-Support für weitere Panasonic-Kameras: Lumix DMC-G2 und Lumix DMC-G10

• NEU: Format-Support für weitere Sony-Kameras: a450, NEX-3 und NEX-5

• NEU: Linsenkorrektur für folgende Canon-Objektive: Canon EF-S 18-200mm f/3.5-5.6 IS, Canon EF-S 15-85mm f/3.5-5.6 IS USM (Rekalibrierung)

• NEU: Linsenkorrektur für folgendes Nikon-Objektiv: Nikkor 28-70mm f/2.8D IF-ED AF-S Zoom

• NEU: Linsenkorrektur für folgende Sigma-Objektive: Sigma 70-200mm f/2.8 EX APO IF HSM, Sigma 50mm f/1.4 EX DG HSM

• NEU: Linsenkorrektur für folgende Tamron-Objektive: Tamron SP AF 90mm f/2.8 Macro 1:1, Tamron SP AF 10-24mm f/3.5-4.5 Di II LD Aspherical (IF), Tamron SP AF 17-50mm f/2.8 XR Di II VC LD Aspherical (IF)

• NEU: Linsenkorrektur für folgendes Zeiss-Objektiv: Zeiss Vario-Sonnar T* DT 16-80mm f/3.5-4.5 ZA

• Weitere Optimierungen


Bibble 5: Auf die richtige Einstellung kommt es an

Bibble 5: Auf die richtige Einstellung kommt es an

Heute wieder mal ein Beitrag zum RAW-Workflow, d.h. zu Bibble. Je länger ich mit der nun etwa ein halbes Jahr vorliegenden 5-er Version von Bibble arbeite, desto mehr bin ich begeistert. Aktuell ist übrigens die Version 5.0.3.

Zwar nutze ich immer noch meine “althergebrachte” Form der Medienverwaltung, sprich das gute, alte iView Media Pro (schon einige Jahre alt aber m. E. immer noch unschlagbar). Der Rest des Workflows spielt sich aber zu 95% in Bibble ab. Photoshop ist für Auftragsarbeiten nur noch sehr selten im Einsatz.

Wie bei allen neuen Geräten und Programmen braucht aber auch Bibble ein paar Grundeinstellungen. Nicht anders als bei der Kamera. Mit den “Ab-Werk-Einstellungen” lassen sich nur selten richtig gute Ergebnisse erzielen :)

Und da mich in den vergangenen Wochen einige Mails zu diesem Fragenkreis errreicht haben, möchte ich diesen Beitrag den Grundeinstellungen in Bibble widmen. Natürlich spiegeln sich hier auch einige individuelle Aspekte des Sehens und des eigenen Geschmacks wider. In jedem Fall kann ich aber einen guten Ausgangspunkt anbieten.

Vorab: Bibble öffnen und eine RAW-Datei öffnen. Am besten eine, die noch nie zuvor mit Bibble geöffnet worden ist. Auf die Miniatur der Datei doppelklicken (grosse Anzeige) und dann legen wir los:


Arbeitsfarbraum und Ausgabefarbraum

Mit den Farbräumen herrscht immer wieder eine Menge Verwirrung. Die heutigen Digitalkameras haben in aller Regel einen Farbumfang, der über die gängigen (!) Farbräume, also Adobe-RGB und sRGB weit hinausgeht. Die Daten müssen also in die kleinen Farbräume “hineingequetscht” werden und dabei kommt es zu Verlusten.

Deswegen ist es wichtig, für die interne Verarbeitung einen möglichst grossen Farbraum zu wählen, damit die internen Berechnungen des Programmes eine möglichst grosse Datenbasis zur Verfügung haben. Dieser interne Farbraum wird als “Arbeitsfarbraum” bezeichnet. Wählt man hier einen kleinen Arbeitsfarbraum, geht - bildlich gesprochen - einiges an Möglichkeiten der internen Verarbeitung “verloren”. Bitte ggf. selbst ausprobieren: Man sieht den Unterschied deutlich!

Der optimalste Arbeitsfarbraum in Bibble ist derzeit Pro Photo RBG.

-> Einstellung über den Reiter “Farbe” rechts. Dann zum Tab “Farbmanagement” (ggf. aufklappen) und im zweiten Aufklappmenü dann “Pro Photo RGB” auswählen.

Screenshot Bibble 5


Die nächste Frage ist nun die nach dem passenden Ausgabefarbraum. Fürs Web wäre das sRGB, für Print i.d.R. Adobe RGB (1998). Bei Unklarheiten zum Ausgabefarbraum den Auftraggeber fragen, welchen Farbraum er bevorzugt! Der Ausgabefarbraum in Bibble wird in den Ausgabequeues eingestellt.

-> Dazu Menü links aufklappen (nach links zeigendes Dreieck ganz oben links) und auf die entsprechende Ausgabequeue (z.B. JPEG Full Size) klicken. Dann im Fenster mitte-links den Ausgabefarbraum wählen.

Screenshot Bibble 5


Warum ist der Ausgabefarbraum wichtig? Wird ein “zu grosser” Farbraum verwendet, verfälschen sich die Farben deutlich. Oft sehe ich Fotos im Web, die z. B. den Pro Photo Farbraum enthalten. Das sieht dann meistens ziemlich komisch aus :)

Tipp: Ctrl-Klick auf eine der Ausgabequeues öffnet ein Kontextmenü. Dort kann über “Duplizieren” oder “Neu” eine neue Ausgabeque erstellt werden. So kann eine Queue für jeden erforderlichen Ausgabefarbraum erstellt werden.

Übrigens ist der Ausgabefarmraum auch bei den Print-queues wichtig. Bitte ggf. drandenken. Spielt für mich aber keine Rolle, da ich die Print-queues aus Bibble heraus nicht benötige und nicht nutze.


Bildprofil

Die verschiedenen Bildprofile rendern das Bild unterschiedlich. Für den ersten Blick und die weitere Bearbeitung ist daher ein möglichst neutrales Profil sinnvoll. Das neutralste Profil hört auf den Namen “Portrait reduziert”.

-> Rechter Reiter “Std”, Tab “Basiskorrekturen” (ggf. aufklappen), zweites Aufklappmenü und dort “Portrait reduziert” auswählen.

Screenshot Bibble 5



AutoKorrektur

An dieser Stelle bietet es sich an, auch gleich die AutoKorrektur abzuschalten. Diese “spreizt” das Histogramm so, dass der gesamte Bereich ausgenutzt wird. Das Bild wird subjektiv “heller” und verändert sich. Mit eingeschalteter AutoKorrektur lässt sich eine RAW-Datei schlecht beurteilen. Und wenn es denn dann “heller” werden soll, dann bitte mit Belichtungskorrektur (oder Füllicht).

-> Rechter Reiter “Std”, Tab “Basiskorrekturen” (ggf. aufklappen), das Häkchen bei AutoKorrektur abwählen.


IPTC-Metadaten

Ein guter Rat ist es, in jedes Bild einige elementare Metadaten einzubetten.

-> Rechter Reiter “Meta”, Tab “Metadaten” (ggf. aufklappen), im Aufklappmenü “Photgrapher” auswählen und die einzelnen Felder mit den eigenen Daten betanken.

Screenshot Bibble 5


U.U. ist es aber sinnvoll die Metadaten über mehrere Presets separat hinzu zu fügen. So z. B. wenn Bilder an Stock-Agenturen angeboten werden sollen, denn verschiedene Stock-Agenturen lassen z. B. Weblinks in den Metadaten nicht zu.


Weitere Einstellungen

Hier setzt der persönliche Geschmack ein. Ich empfinde oft einen kleinen Farbschub als hilfreich. Hier bietet sich der Vibrance-Regler an (da dieser die Hauttöne weniger stark beeinflusst). Meine persönliche Vorgabe liegt oft bei +5. Je nach Bildserie bietet sich auch eine spezielle Gradationskurke (z. B. S-Kurve oder ein spezielles “Filmimitat”) als Preset an. Dazu schreibe ich aber zu einem späteren Zeitpunkt einen ausführlicheren Artikel.


Wichtig - Alles als Voreinstellung festlegen

Nun folgt der letzte und wichtigste Schritt. Wir wollen nun alle festgelegten Einstellungen als Voreinstellung für künftige Bilder speichern.

Dazu machen wir das Bild jetzt wieder zur Miniatur.

-> Menüleiste oben mittig auf das Symbol für Miniaturen klicken. Dann einfacher Ctrl-Klick auf das soeben mit den Einstellungen versehene Miniaturbild. Im Kontextmenü jetzt “Einstellungen” wählen.

Screenshot Bibble 5


Nun bieten sich zwei Alternativen:

Entweder die soeben festgelegten Einstellungen als generelle, oder als kameraspezifische RAW-Vorgabe sichern. Ich verwende eine generelle RAW-Vorgabe. Je nach Wunsch den entsprechenden Menüeintrag wählen und im nächsten Bildschrim auf “OK” klicken. Voilà. Alle künftig (erstmals) mit Bibble geöffneten Bilder haben die entsprechenden Voreinstellungen!

Das war es für heute in Sachen Bibble. Fragen gerne einfach in die Kommentare posten.

Der nächste Artikel zu Bibble wird sich um die PlugIn-Essentials drehen: Welche der mittlerweile recht zahlreichen PlugIns sind ein “must have”.



Photography News 12/2010

Druckfrisch: Die Photography-News mit Neuigkeiten, Gehirn- und Lesefutter für die Woche.

- Nicht ganz Foto, aber Film: Dass niemand mehr baupte, es gebe keine guten Filmproduktionen aus Deutschland mehr. Summerhill-Lights, ein “kleiner” Independent-Filmproduzent beweist das Gegenteil. Das Schwesterblog hat gerade den ersten Teil einer Rezension zur Trilogie “Wissen über die vierte Macht”, “Revision” und “Schweigen ist feige” veröffentlicht. Im ersten Teil geht es um den Streifen “Wissen über die vierte Macht”. Eine sehr schöne Rezension, übrigens mit Film zum Film!

- Alle Knipser, die sich mit dem Gedanken tragen Hochzeitsfotografie zu betreiben, sollten sich dieses Video (Englisch) in aller Ruhe ansehen und dann nochmals in sich gehen, ob sie diesem Business wirklich gewachsen sind.

- Mehr Fotografie aus Schweden: Der in Malmö beheimatete Fotograf Johan Bävman hat 2009 beim internationalen Wettbewerb „UNICEF-Foto des Jahres“ mit einem Foto aus seiner Reportageserie “Albino - In the shadow of the sun” den ersten Preis gemacht. Das Siegerfoto zeigt zwei Schülerinnen im Klassenzimmer einer Schule im Norden Tansanias. Die hellhäutige Selina spielt mit ihrem besten Freund, dem sehbehinderten Mwanaidi. Selina leidet an Albinismus - eine Pigmentstörung, die Haut, Haare und Augen extrem hell und empfindlich macht. Die ganze Serie ist äusserst sehenswert. Auf Johans Homepage auf “Reportage” klicken.

- Zum bereits vor dem Verkaufsstart sagenumwobenen iPad ein interessanter Film zur Zukunft der Multimedialität. Gefunden bei Dominik Moser.

- Einen Blick Wert sind die Portfolios von Tim Kettering.

- Interessante Bilder von den Paralympics und anderen Sportereignissen für Athleten mit Behinderung aus den Jahren 2003-2010 gibt es auf http://www.talbronstein.net zu sehen. Die Seite ist auch ein interessantes Lehrstück in Sachen Business: Marktlücke, d.h. Nische, finden und ein Verkaufskonzept entwickeln.

- Puh. Nachdem der bekannte PlugIn-Programmierer “Sadman” nun sein neuestes PlugIn “Typewriter” vorgestellt hat, ist mein neuer Workflow in Bibble nun endlich komplett. Typewriter (derzeit noch offiziell “Beta”, die aber bereits wie ein Schweizer Uhrwerk läuft - mehr dazu hier) ist ein schlankes, kleines und feines Watermarking-Tool. Im Workflow entwickle ich jetzt erst die hochauflösenden Bilder für Kunden und Archiv und dann im zweiten Durchgang über zwei selbst erstellte Batchques die Web-Versionen (lange Kante 600, bzw. 400 -soweit benötigt). In den Ausgabebatches können bei Bibble einige sehr nützliche Einstellungen vorgenommen werden, z.B. eine spezielle Nachschärfung für die Darstellung im Web. Besonders faszinierend auch die hocheffektive Kompression. Im Qualitätsvergleich liefert Bibbe mir mit Abstand die schlankesten und besten Files. Das Einfügen der IPTC-Daten und das Watermarking mit Typewriter wird mit einem Preset erledigt. Endlich steht die “all-in-one”-Lösung :)

- Und wer schliesslich den Sonntag noch für einige mehr philosophisch angehauchte, aber sehr erschreckende, Gedankenspiele zur Zukunft der „Sozialen Medien“ verwenden möchte, dem sei wärmstens ein sehr provokativer und in ungewöhnlich harten und deutlichen Worten geschriebener Artikel von Markus Reiter in der Zeit-Online ans Herz gelegt: Dumm 3.0.

- In eigener Sache: Habe eine „Real-Raw“ Kiev 60 Mittelformatkamera, Volna 80mm f2.8 Objektiv (entspr. 50mm KB), Ledercase, Prismensucher mit Belichtungsmesser und Lichtschachtsucher, Blitzadapter, abzugeben. Bei Interesse bitte Gebot per Mail.

Allen Leserinnen und Lesern eine gute Woche!

Altes Rathaus Umeå / Gamla Rådhuset Umeå
- Nicht entzerrter Blick aus dem alten Rathaus in Umeå -


Photography News 10/2010

Eine geradezu philosophische Frage zum Beginn:

Dürfen “News” eigentlich zeitlos sein?

Ich denke schon. Deswegen stelle ich heute die Frage nach den empfehlenswertesten Büchern zum Thema Fotografie an den Anfang.

- Welche Bücher “muss” man als Fotograf/Fotografin gelesen und verinnerlicht haben?

In den vergangenen Tagen bin ich in Gesprächen und Diskussionen immer wieder über die Frage nach den besten (Lehr-)Büchern zum Thema Fotografie gestolpert. Um es kurz zu machen hier meine persönliche Hitliste. Kurz und prägnant, und direkt vom Regal über meinem Schreibtisch zitiert:

Mein Platz 1:

Andreas Feininger, Der Schlüssel zur Fotografie von Heute, Econ-Verlag, 1958.

Vor langen Jahren in einem Antiquariat für eine - damals noch - D-Mark erworben, hat mich dieses Buch richtungsweisend geprägt und geleitet. Ich habe seitdem in viele grundlegende Werke zum Thema Fotografie hinein geschaut, aber praktisch nichts gefunden, was nicht auch schon im Feininger stehen würde.

Bereits die grobe Gliederung des 382-Seiten starken Buches in die 5 Abschnitte
- Vom Wesen der Fotografie
- Das Objekt,
- Der Fotograf,
- Das Bild, und
- Die Bildserie
ist Programm.

Feininger verstand es “auf den Punkt zu kommen”, und das ganz ohne in technische Fragen abzurutschen. Die beiden Bilderteile sind zeitlos beeindruckend. Und seine sehr wenigen Zeilen über die Auswahlkriterien für fotografische Ausrüstung sind noch heute gültig.

Leider ist dieses Werk seit langen Jahren - wenn überhaupt - nur noch antiquarisch zu bekomen. Zwei Bücher von Feininger, die in derselben Liga spielen, sind aber derzeit noch recht günstig zu haben:

Andreas Feiningers grosse Fotolehre (auf Amazon: Andreas Feiningers große Fotolehre) als Taschenbuch für EUR 12,95 und
Die Hohe Schule der Fotografie (auf Amazon: Die Hohe Schule der Fotografie: Das berühmte Standardwerk) als Taschenbuch für EUR 8,95.

Mein Rat: Lesen und umsetzen!

(* Wer sich mit dem Gedanken trägt, sich die Bücher zuzulegen, kann die Links zu Amazon nutzen und damit auch diese Website unterstützen, die ich in meiner knappen Freizeit pflege).

Mein Platz 2:

Die Klassiker-Trilogie von Ansel Adams. Die drei Bücher “The Camera”, “The Negative” und “The Print” bedürfen wohl keiner weiteren Ausführungen. Ich hab sie mir als “Prachtausgabe” in den 90-er Jahren in den USA zugelegt und keinen Cent der Investion jemals bereut. Mehr muss ich zu diesen Werken eigentlich nicht schreiben, oder?

- Und sonst?

- Zur Lektüre unbedingt empfehlen möchte ich diese Woche Michael K. Trouts Blogartikel zur “Definition des Neofotografismus”. Ihm ist wieder einal nichts hinzu zu fügen :)

- Kostenlose-Goodies: Über Mike Schelhorn bin ich auf zwei sehr schöne, neue und kostenlose Goodies gestossen. Bei One Software gibt es derzeit 2 Freeware-Versionen zum kostenlosen Download (nur kostenlose und unverbindliche Registrierung erforderlich): Eine Freeware-Version der bekannten Photo-Tools und von PhotoFrame. Beide jeweils für PC und Mac.

- Für Bibble 5 - den RAW-Konverter für Fotografen - sind einige neue PlugIns zu vermelden:

.. MindSocket hat einen neues GradFilter-PlugIn (ND Grad Filter) vorgestellt, der sehr nützlich ist.

.. KBarni - ein alteingesessener PlugIn Programmierer für Bibble - hat Vigne released. Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich um einen Filter mit dem sich Vignettierungen aller Art herbeizaubern lassen.

.. Thomas Baruchel hat eine ganze Reihe von sehr interessanten PlugIns vorgestellt und erweitert das Angebot auch laufend. Seine PlugIns sind sehr kreativ und teilweise auch sehr experimentell. Es finden sich echte Schätze darunter. Einfach mal stöbern.


So und jetzt liebe Leserschaft:
Greift zur Kamera und geht Bilder machen. Wir lesen uns die Tage!


an angel waiting for the summer
- an angel waiting for the summer -

Photography-News KW 4/2010, and: Full moon over Lappland

Willkommen zu den Neuigkeiten aus der Welt der Fotografie. Vorab aber eine Anmerkung in eigener Sache: Bislang war als Kommentarsystem hier Haloscan im Einsatz. Dieser Dienst wird aber in einigen Tagen eingestellt. Wir sind deswegen auf ein anderes Kommentarsystem umgestiegen, das auch viele schöne neue Funktionen enthält. Im Moment habe ich mich für die Darstellung der Kommentare als schwebender Layer entschieden. Gerne würde ich die Meinung der Leserinnen und Leser zur neuen Kommentarfunktion lesen. Haut in die Tasten!


- Gastrezension auf Fotografr.de: Für Forografr.de - das Online Magazin für Fotografen - habe ich diese Woche eine Gastrezension zum Buch „Recht für Grafiker und Webdesigner (Koch, Otto, Rüdlin)“ aus dem Galileo Verlag verfasst. Hier ist mir meine frühere Tätigkeit als Rechtsanwalt sehr zustatten gekommen.

Was ich über das Buch zu sagen habe, ist hier bei Fotografr.de nachzulesen.


- Hasselblad Masters 2009 prämiert: Hasselblad - legendärer schwedischer Hersteller von Mittelformatkameras - vergibt seit einigen Jahren die Auszeichnung der Hasselblad Masters.

Die Auszeichnungen sind stets wegweisend und sozusagen der „Nobelpreis für Fotografen“. Nun stehen die Preisträger für 2009 fest. Eine Übersicht gibt es hier. Unbedingt ansehen - Inspirationsquelle und viele beeindruckende Bilder!

Persönlich haben es mir besonders die Bilder der Fotografin Nina Berman angetan.


- Das vermutlich grösste Foto der Welt ist eine 26 Gigapixel grosse Aussicht über Dresden. Mehr dazu hier auf der Homepage von Holger Schulze.


- Bibble: Das erste Update für Bibble (5.0.1) liegt vor. Ich zitiere:

„Das schnelle und komfortable RAW-Tool Bibble 5.0.1 Pro enthält jetzt das leistungsstarke "Andrea"-Plug-in zur Film- und Papiersimulation. Außerdem bringt das Update neue Farbprofile für diverse Kameramodelle und damit weiter gesteigerte Qualität in allen Funktionen von Farbkontrolle, über Farbkorrektur bis zur gezielten Farbmanipulation. Unterstützt werden ab sofort auch Canons 1D Mark IV sowie die brandneue Olympus Pen E-P2. Die in Bibble 5 Pro integrierte Funktion zur Linsenkorrektur wurde mit dem 5.0.1-Update um weitere Objektivprofile erweitert. Außerdem bietet das Programm jetzt Kontrolle über Referenzwerte für Grau und Schwarz zusätzlich zum Weißpunkt in den Farbkurven.“ Mehr Infos hier bei ASH.


- Noch mehr Bibble: Hatte ich letzte Woche noch kritisiert, dass die PugIns von Barna Keresztes (kbarni) nicht als Mac-Version vorliegen, hat sich zwischenzeitlich geändert. Zumindest für Intel-Macs gibt es die PlugIns mittlerweile. Mehr dazu hier.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein wunderschönes Wochenende, viel gutes Licht und natürlich gute Motive!

PS: Es ist gut, immer irgend eine Kamera dabei zu haben. Hier ein Snap vom gestrigen Heimweg gegen 16 Uhr 30. Traumhaftes Licht und Vollmond. Speed photography bei minus 25 Grad. Denn die Finger werden schnell kühl und steif.



Photography-News KW 3/2010

Und hier sind sie wieder: Die aktuellen Photography-News. Was tut sich in der grossen Welt der Fotografie und wo gibt es gute Inspiration und gute Impulse für die fotografische Weiterentwicklung?

- Beginnen möchte ich heute mit einer Webseite, auf der Sie viel Zeit mit dem Betrachten beeindruckender Reportagen verbringen können.

Wer sich für unter die Haut gehende Reportagen interessiert, die echte Einblicke in die Realtität des Lebens geben und dazu noch rein fotografisch erste Sahne sind, muss unbedingt das burn magazine auf seinem Radar haben. Achtung: Die meisten Reportagen zeigen die Realität wie sie ist. Mitunter nichts für schwache Nerven!

- Im Blog von Silberstudios.tv bin ich auf ein sehr interessantes Interview mit dem Fotografen Teru Kuwayama gestossen. Teru ist hauptsächlich in Krisengebieten unterwegs, und bestimmt haben Sie schon einmal eines seiner Fotos in einem Magazin gesehen. Er hat ein sehr gutes Gespür und einen intuitiven Blick dafür, was sich in einem Gebiet wirklich abspielt. Für Reportagen gibt er zudem einen guten Tipp: „Dont overthink. Just listen to your emotions and shoot.“ Die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen.

- Auch Chase ist heute wieder mit von der Partie in den News. In seinem Blog gibt er gute Anregungen dazu, die eigenen besten inspirierenden und kreativen Momente zu finden.

- Auch in Sachen Bibble gibt es gute Neuigkeiten: Eines der Features von Bibble liegt in den externen PlugIns. Bereits für die Version 4 gab es viele Erweiterungen. Die Entwickler leisten gute Arbeit und nun liegen bereits die ersten PlugIns für die Version 5 des besten RAW-Konverters der Welt vor. Zwei Entwickler möchte ich Ihnen vorstellen:

Sean Puckett (Nexi) hat sein erstes PlugIn in der Version für Bibble 5 vorgestellt. Der Nachfolger des altbewährten Andy & AndyPRO PlugIns zur anspruchsvollen Filmsimulation (insbesondere für die Schwarz/Weiss-Umwandlung) hört nun auf den Namen Andrea und erledigt nun unter der Version 5 seine Dienste. Das Beste: Das Update ist für alle registrierten Anwender der alten Version kostenlos. Dickes Lob Sean!
Die PlugIns von Sean liegen übrigens für alle Versionen von Bibble (Mac, Windows und Linux) vor.

Auch Barna Keresztes (kbarni) ist eifrig am Programmieren und hat bereits mehrere PlugIns für Bibble 5 „auf Lager“. Leider liegen die PlugIns teilweise nicht für die Mac-Version vor, was sie für mich leider disqualifiziert.

- Als alter Schreiberling sitze ich gerade wieder mal an einer Rezension. Diesmal für das Online Magazin Fotografr.de. Es geht es um ein Buch, bei dem mir meine juristische Ausbildung und meine frühere Tätigkeit als Rechtsanwalt sehr zustatten kommen. Mehr dazu bald bei Fotografr.

- In Sachen Minox: Warum poste ich im Moment keine Bilder von der Minox DSC? Ganz einfach: Wir befinden uns hier am Polarkreis noch in der dunklen Jahreszeit. Und in Dämmerung und Dunkelheit kommt der Sensor der Minox an seine Grenzen. Um den 20. Februar geht es mit dem Tageslicht erfahrungsgemäss wieder steil nach oben. Und dann gibt es auch wieder mehr Monix-Bilder.

- Mit genug Lese- und Experimentierstoff entlasse ich alle Leserinnen und Leser nun ins schöne Wochenende. Danke fürs Lesen, ich freue mich auf Kommentare und Eure Meinung.

Gutes Licht und gutes Wetter Euch allen!

Und zum Abschluss noch ein Bild aus einer herbstlichen Serie aus dem vergangenen Jahr.



Announcing the Bibble 5 final!

Es ist soweit: Die Final von Bibble 5 liegt vor.

Das Wesentliche über Bibble 5 in Kurzform: Sie fotografieren RAW? Sie brauchen Bibble 5.

-> Hier gehts zum Vertrieb in Deutschland.

-> Internationale Kunden ausserhalb von Deutschland bitte hier lang.

Lebenszeichen aus dem Winterschlaf

Wenn ich ein Bär im Winterschlaf wäre, würde ich durchschlafen :) Das Wetter ist richtig klapperkalt und 3 Stunden Schneeschaufeln (von Hand) bei minus 26 Grad waren heute richtiges Extremtraining.

Trotzdem hier kurz die Highlights der letzten Tage:

- Richtiger Winter in Lappland. Traumhafte Farben. Klappernde Kälte.

- Ganz kurz vor Weihnachten ist der erste Release-Candidate von Bibble erschienen.

Das war eine besonders schöne Weihnachtsüberraschung! Mit der Final wird demnächst gerechnet. Alle Betatester sollten jetzt unbedingt updaten und alle, die erst bei der finalen Version umsteigen wollten, können das jetzt tun. Ich werde die Final in den nächsten Wochen genauer unter die Lupe nehmen.

Sobald die Final von Bibble erschienen ist, wird sie hier beim Deutschen Vertrieb (Application Systems in Heidelberg) zu haben sein. Vorbestellungen sind natürlich jetzt schon möglich.

- Das Fotofeinkostbuch von Dr. Martina Mettner ist noch vor Weihnachten eingetroffen und ich lese es gerade im Drittdurchgang. Ausführliche Rezension folgt. Soviel vorab: Sehr herausfordernd. Bin nicht mit allem zu 100% einverstanden, aber gute Impulse abseits des „Mainstream“. Besonders spannend die Ausführungen zur Zukunft der Fotografie.

- Nur selten nehme ich an Wettbewerben o.ä. teil. Nun habe ich es vor Weihnachten doch einmal getan und spontan ein LensBaby bei petapixel gewonnen. Ich werde berichten!

- Ach ja. Am Blog und an der Website habe ich die letzten Tage ein „Update 2010“ vorgenommen. Vieles wurde weiter vereinfacht und - hoffentlich - übersichtlicher. Bin gerne auf Feedback gespannt!

So. Nach einem Blick aufs Thermometer gehe ich jetzt wieder in die Winterruhe bis zum 3. Januar! Wünsche allseits einen guten Start in das Neue Jahr!

Bibble 5 PV 3.3 - Sehr interessante Neuerungen

Ich bin immer wieder beeindruckt, mit welcher Energie und welchem Einsatz das Team der Bibblelabs an der 5-er Version von Bibble arbeitet. Hab eich vor einigen Tagen erst die PV 3.2 vermelden können, ist es heute bereits die PV 3.3. Und die bringt einige sehr interessante Neuerungen mit. Ich quote mal aus der Ankündigung im Bibblelabs-Forum:

„Perhaps the most noticeable change here is the addition of additional Look Profiles and a new Default Look Profile: Product Reduced. This renders most images a LOT better than Product - if you have customized your defaults, you won't see this option as you new default, but its well worth checking out. Many Olympus, Canon and Nikon cameras have been re-profiled to produce truer colors.“

Es sind einige neue Profile hinzugekommen und die neuen Profile haben es wirklich in sich. Und auch bei den neuen Feinabstimmungen auf einige Kameramodelle hat Bibblelabs ganze Arbeit geleistet. Tests mit mehreren Nikons, die ich heute gemacht habe, haben „runderes“ und „angenehmeres“ Farbrendering zu Tage geführt. Der Eindruck ist schlecht zu testen, deswegen selber ausprobieren. Zum Download gehts hier lang.

Bibble 5 PV 3.2 - Mit Riesenschritten voran

Die Geschwindigkeit mit der das Team von Bibblelabs an Bibble 5, dem meiner Meinung nach derzeit besten und schnellsten RAW-Konverter arbeitet, ist beeindruckend.

Heute wurde die PV 3.2 vorgestellt, die wieder jede Menge an Veränderungen und Bugfixes enthält.

Weitere Informationen zur PV 3.2 hier.

Direkt zum Download gehts hier lang.

Bibble ist einfach ein „must have“ für alle, die in RAW fotografieren!

PV 3.1 - Bibble rockt munter weiter

Wieder ein wichtiges Update für alle Fotografinnen und Fotografen:

Bibble 5 - der meiner Einschätzung und Erfahrung nach beste und schnellste verfügbare RAW-Konverter - liegt jetzt in der PV 3.1 vor.

Kurz: Ein „must have“. Und wer Bibble tatsächlich noch nicht im Einsatz hat (oder es gar noch nicht einmal kennt) bitte hier lang.

Die PV3 ist da - Bibble 5 rockt weiter

Geheimtipp und „must have“ für alle RAW-Fotografen:

Bibble 5, der meiner Meinung nach derzeit weltbeste RAW-Konverter, rockt mächtig weiter.

Eben gerade wurde die neue PV3 veröffentlicht, in der sich jede Menge Korrekturen und einige neue Funktionen finden. Die Geschwindigkeit ist - dank einer neuen Engine - noch atemberaubender geworden.

Hinzu gekommen ist in Bibble 5 ausserdem die Unterstützung für etliche neue Kameramodelle, darunter u.a. Canon 7D, G1 und S90, Nikon D3s und D300s , sowie Sony a850.

Viele weitere Details zur PV3 und den Link zum Download gibts hier in der Pressemitteilung von Bibblelabs.

Weekly Update: Fotografie-News

Was hat sich diese Woche in Sachen Fotografie getan?

- Obwohl die derzeitige Preview schon voll einsatzfähig ist, wird Bibble 5 - der meiner Meinung nach beste RAW-Konverter - natürlich immer schön weiter entwickelt. Wer immer „up to date“ sein will, dem sei angeraten, Bibble auf Twitter zu verfolgen. Dort gibt es immer die aktuellsten Neuigkeiten zu lesen:

http://twitter.com/bibblelabs

- Für Mac OS X hat ein neues HDR-Tool das Licht der Welt erblickt: Am 30.9. wurde die Version 1.0 von HDRist veröffentlicht. Eine leicht und intuitiv zu bedienende Software, die Lust auf das Experimentieren mit HDRs macht. Das Tool ist übrigens kostenlos. Mehr Infos und Download gibts hier:

http://www.ohanaware.com/hdrtist/

- Ich bin nach wie vor vom AFS DX 35mm f1.8 als neues „Immerdrauf“ an der D40 begeistert. Ein „dream team“ für die Freizeitfotografie. Dazu experimentiere ich gerade mit verschiedenen Handschlaufen. Dazu mehr - und vielleicht einen kleinen Vergleichstest - in den nächsten Tagen.

- Und an das Wort zur Woche erinnere ich an dieser Stelle auch gerne noch einmal:

Woran erkennt man gute Originale?

Daran, dass sie kopiert werden!

Sollten Sie auch entdeckt haben, dass Sie irgendwo künstlerisch kopiert wurden (oder werden), versuchen Sie dem auch einen positiven Effekt abzugewinnen. Kopiert werden eben die guten Originale (was Sie ja dann ggf. am Gang zum Anwalt nicht unbedingt hindern muss :).

RAW-Workflow: Bibble 5 rockt!

Heute wieder ein Einblick in meinen Workflow. Mit den DSLRs schiesse ich praktisch ausschliesslich RAW. Ganz selten auch mal JPEG+RAW wenn es wirklich schnell gehen muss.

Die RAWs landen dann auf der Festplatte in einem Eingangsordner, der nach Datum und Bezeichnung geordnet ist. Von dort wird gleich eine Sicherungskopie auf eine externe Platte gemacht. Erst dann wird die Speicherkarte zur Neuverwendung neu formatiert.

Die RAWs werden dann mit Bibble geöffnet, betrachtet, sortiert, aussortiert und die dann übrig bleibenden schliesslich - soweit erforderlich - nachbearbeitet und in JPGs (high, 95%) konvertiert.

Ich habe es die letzten Wochen ja schön öfter erwähnt: Mittlerweile liegt die Bibble 5 Preview 2.2 (Build c) vor.

Und seitdem „rockt“ Bibble ganz gewaltig. Fühlt sich an wie eine normale Beta und ist dauerbetriebstauglich.

Habe die Woche nun den Härtetest gemacht und der Preview die Bilder eines ganzen Tagesshootings (so um die 1000 Stück) anvertraut.

Ergebnis: Völlig reibungslos. Kein Absturz. Und der Geschwindigkeitszuwachs ist einfach beachtlich. Ich sach doch: „Bibble rockt“!

Bibble 5 und die Lupe

Wer kennt nicht das Problem mit den Ansichten: Mal braucht man das ganze Bild auf dem Schirm, dann wieder die 100%-Ansicht. Das ewige Hin- und Hergeschalte führt gerne mal zur inneren Zerknirschung (und nervt ungeheuer).

Für dieses Problem haben sich die Entwickler von Bibble 5 eine sehr gute Funktion einfallen lassen: Die Lupe.

Drückt man „`“ (ohne die Anführungszeichen) auf der Tastatur, wird eine runde Lupe sichtbar, deren Ausschnitt einfach durch den Cursor bewegt werden kann. Die gewünschte Vergrösserung lässt sich einstellen. Erneuter Druck aufs „`“ blendet die Lupe wieder aus. Eine geniale Funktion, die das ewige Umschalten zwischen den verschiedenen Ansichtsvergrösserungen überflüssig macht. Dickes Lob!

Lupe in Bibble 5

Bibble 5: Lust auf Ebenen?

Gestern hatte ich schon erwähnt, wie sehr mich die Ebenen- und Bereichsfunktionen in Bibble 5 begeistern. Kurz und bündig - wie es ein Kommentator hier im Blog ausgedrückt hat - Bibble 5 „ist meiner Meinung nach das einzige ernst zunehmende Tool, welches mit Lightroom und ähnlichen Tools vergleichbar“ ist. Volle Zustimmung. Punkt.

Bevor ich in die Details zu Ebenen (Layer) und Bereichen gehe, einfach mal ein simples Beispiel.

Das hier war das Original. Schöne Einstellung, aber der Himmel ist zu hell. Die Farben sind zu kalt. Das Wasser verträgt etwas mehr Tiefe. Aber: Das geht nur, wenn man Bearbeitungsfunktionen auf verschiedene Bereiche anwenden kann.

Bibble 5 RAW Konverter im Einsatz

Kein Problem mit Bibble 5. Zwei Ebenen (Layer) führen zum gewünschten Effekt:

Bibble 5 Layer Ebenen

(Ich habe hier etwas übertrieben mit den angewendeten Effekten, um das Prinzip aufzuzeigen). Photoshop ist also für diese Fälle künftig im Ruhestand :)

Mehr dazu, wie das geht und was dabei zu beachten ist folgt :)

Bibble 5 - Bilddaten schnell einblenden

Es gibt wieder Neuigkeiten in Sachen Bibble. Seit 2 Tagen steht eine neue Preview zum Download bereit, die Version 2.2. Diese enthält zahlreiche kleine Bugfixes, z.B. im JPG-Export auf PowerPCs. Am erfreulichsten ist aber ein unglaublicher Geschwindigkeitszuwachs beim Arbeiten mit Ebenen (Layer) und Regionen. Dahinter verbirgt sich in Bibble 5 das, was Bibble bislang noch fehlte: Die selektive Anwendung einzelner Parameter und Einstellungen auf Bildbereiche. Ich habe gestern abend sehr lange damit experimentiert und bin begeistert. Dazu schreibe ich die nächsten Tage mehr.

Heute ein kleiner, aber sehr wichtiger Shortcut für die Arbeit mit Bibble 5: Das schnelle Anzeigen der Bilddaten. So sieht der Desktop in der Fullscreen-Anzeige eines Bildes aus. Nun möchte ich schnell wissen mit welcher Cam, welcher Linse und welchen Einstellungen die Aufnahme entstanden ist. Kein Problem: Drücken Sie einfach die Taste „E“.


Und schon erscheint eine kleine schwebende Palette - die sich frei auf dem Desktop verschieben lässt - und zeigt Ihnen die wichtigsten Parameter der Aufnahme an. Drücken Sie wieder die Taste „E“ verschwindet die Palette wieder. Eine charmante und praktische Lösung. (Um Missverständnissen und Nachfragen zuvor zu kommen: Natürlich lassen sich die EXIF-Daten auch in der gewohnten Art und Weise anzeigen. Das nimmt aber Platz in der Seitenleiste. Die schwebende Palette ist für den „schnellen Blick“ viel praktischer.)


Hier finden Sie schnelle Infos über die wichtigsten Bilddaten. Für mich ist z.B. die Information über die ISO beim Nachbearbeiten von Indoor-Shots sehr wichtig, um sofort die richtigen Einstellungen für den Noise-Ninya zu wissen.

Bibble 5 - Lens Correction Tool

Heute eine kleine Demonstration zum „Lens Correction Tool“ von Bibble 5. Eine super bequeme Funktion, um - brennweitenabhängig (!) - die durch ein Objektiv hervor gerufenen Verzerrungen zu korrigieren. Bei vielen Objektiven - gerade bei Zooms besonders ausgeprägt - gibt es Verzerrungen und Verzeichnungen.

Einfach ausgedrückt: Gerade Linien, die nicht durch die Bildmitte laufen, werden gekrümmt abgebildet. Bei vielen Aufnahmen ist das völlig unproblematisch, weil es keine Objekte gibt, an denen die Verzeichnung erkennbar ist.

Bei manchen Motiven ist das aber deutlich erkennbar und dann oft ärgerlich und störend. Die klassische Möglichkeit so etwas zu korrigieren ist die Lens Correction in Photoshop. Das ist dann aber nach der RAW-Konvertierung ein zusätzlicher Arbeitsschritt. Optimalerweise sollte daher ein guter RAW-Konverter alle Bearbeitungsfunktionen mitbringen, die im täglichen Einsatz benötigt werden. Und genau das tut Bibble.

Hier ein sehr deutliches Beispiel. Die Aufnahme eines Scheunentores mit dem 18-200er von Nikon („Suppenzoom“ - hier fällt die Verzeichnung besonders deutlich auf). In diesem Bild gibt es viele - eigentlich - gerade Linien und die Kissenverzerrung fällt deutlich auf. Was tun?

Die Linsenkorrektur in Bibble 5 aufrufen. Die allermeisten Linsen erkennt Bibble 5 nun automatisch aus den EXIF-Daten. Dann einfach die Korrektur aktivieren.

Bibble 5 - Lens Correction Tool Linsenkorrektur
- Vorher: Die kissenförmige Verzeichnung ist deutlich erkennbar -

Hier nun mit aktivierter Linsenkorrektur. Sinnvollerweise wird auch gleich „Bildgrösse ändern“ mit ausgewählt. Warum? Bei der Korrektur, d.h. Umrechnung des Bildes, gehen einige Pixel „verloren“. Die Pixel am Rand, die benötigt werden, um das Bild „gerade auszurichten“. Wählt man „Bildgrösse ändern“ wird das korrigierte Bild gleich wieder rahmenfüllend skaliert. Die nun fehlenden Pixel (einige wenige) sind am oberen Rand gut erkennbar.

Bibble 5 - Lens Correction Tool Linsenkorrektur
- Nachher: Nun sind die Linien im Bild gerade! -

Bibble 5

Mit den DSLRs fotografiere ich ja zu ca. 95% in RAW. Nur wenn es wirklich ganz schnell gehen muss - z.B. für die Zeitung - kommen ausnahmsweise JPGs auf die Speicherkarte (und dann meistens auch als JPG+RAW). Viele Leser haben angefragt, was ich denn für die RAW-Konvertierung verwende.

Mein persönlicher Favorit und Geheimtipp lautet Bibble. Es gibt ja mittlerweile - auch für den Mac - eine ganze Menge RAW-Konverter. Warum gerade Bibble?

Bibble ist - meiner Meinung nach - das einzige Programm auf dem Markt, das vom Layout her 100% auf Fotografen abgestimmt ist. Schlank, übersichtlich und - vor allem! - schnell. Insbesondere letzterer Punkt ist ein entscheidender Vorteil. Dazu später noch mehr. Bibble liegt für Mac OS X, Windows und Linux (!) vor.

Mit Bibble geht die Arbeit flugs von der Hand. Und mit Bibble 5, das mittlerweile als Preview 2.1c vorliegt, ist Bibble noch einmal um Längen schneller geworden. Ich frage mich wirklich, was für eine Geheimformel die Entwickler da gefunden haben.

Wer sich Bibble 5 einmal ansehen will, kann sich hier beim deutschen Vertrieb (Application Systems aus Heidelberg) die Preview herunterladen und auch Seriennummer zum kostenlosen 2-Wochen-Test anfordern. Alle registrierten Kunden der 4er Version bekommen die 5er Version nach Erscheinen übrigens gratis! Ein gutes Argument, sich jetzt auch schon die 4er Version zuzulegen.

In der neuen Blogrubrik „Bibble“ werde ich künftig einzelne Bereiche der Software, die mich besonders begeistern, im Detail vorstellen.

Bibble 5 Desktop
- So sieht der Bibble 5 Desktop aus: aufgeräumt und übersichtlich -