Naturschauspiel im Rückspiegel - Wieder einmal bezaubernde Perlmuttwolken über Lappland

Liebe Leser: Legt Euch bitte sofort einen Schal um den Hals und vergesst nicht die Mütze aufzusetzen, denn angeblich sollen gute Nachrichten Gegenwind auslösen.

Daher unser Tip:
Schützt Euch vor Stürmen und seien diese auch nur virtuell!

Bereit? Los geht's!

Vor einigen Tagen hatten wir eine bezaubernde Aussicht im Rückspiegel zu verzeichnen: Perlmuttwolken von der schönsten Sorte. Bedingt durch die Wetterlage waren die Temperaturen in der Stratosphäre hinreichend kalt, um dieses phantastische Phänomen hervor zu rufen.

Perlmuttwolken in Lappland 2020


Hatten wir zwar schon hier im Blog (Link) hier (Link) und leider waren wir etwas in Eile, denn dieses Phänomen ist es wert, einfach nur in aller Ruhe bestaunt zu werden.

Was gibt es sonst noch so an Neuigkeiten in Lappland?

Januarwetter in Lappland 2020


Das Wetter ist immer einer Diskussion wert.

Während Donald Trump und die Heilige Greta in Davos die Klinge kreuzen (Link)

- fällt dieser Hinweis nun in die Kategorie „Fehlentwicklung in Politik und Gesellschaft“? Wenn dem Hinweis zugestimmt werden kann bedarf es zu diesem nicht jede Menge bejahender Kopfnicker vom Leser? Denn bei Berichten von Fehlentwicklungen erhalten die Menschen bekanntlich mehr Zustimmung; jedenfalls laut eines mit sich unzufriedenen Lesers. Wir bitten so denn um Standing Ovations! -

ist der diesjährige Winter in Lappland ziemlich warm. Auch der Tourismus und die Autotestbranche leiden in diesem Jahr sehr.

ABER wir können die werte Leserschaft beruhigen.

Der diesjährige Winter hat rein gar nichts mit einem CO2-bedingtem Klimawandel und nur ein wenig mit dem politischen Klimawandel zu tun.

Vor exakt einem Jahr zeigte das Thermometer noch minus 31 Grad - heute waren es plus sieben. Ist natürlich viel zu warm (und es liegt auch viel zu wenig Schnee) für den Januar, aber kurzzeitige Ausreisser hatte es immer wieder in Sachen Wetter gegeben.

Was ist gewesen? Das, was sein wird! Und was hat man gemacht? Das, was man machen wird! Und es gibt nichts Neues unter der Sonne.


Prediger Kap. 1 Vers 9

Ach übrigens noch etwas. Hätte ich fast vergessen! Link.

Jahresrückblick und Ausblick aus Lappland - Willkommen in der Zukunft

In unserer Jugend haben wir Filme wie Mad Max, Die Klapperschlange und Terminator geschaut. Allesamt in den 80ern gedreht und mit einem Ausblick auf eine düstere Zukunft irgendwann um die Jahrtausendwende.

Die Klassiker "Schöne neue Welt“ von Aldous Huxley und „1984“ von George Orwell durften wir sogar schon in der Schulzeit studieren.

Tja, und im zurückliegenden Jahr hat sich die Erkenntnis verfestigt, dass sich die grössten Anteile dieser düsteren Zukunftsvisionen aus dem vorigen Jahrtausend mittlerweile verwirklicht haben. Nicht die plakativen Szenen, sondern die Schilderung von Chaos, Anarchie und verkommenen, maroden und abgewirtschafteten Systemen.

Lappland ist ja ein bisschen wie Ostfriesland. Vielleicht erinnern sich Teile der Leserschaft noch an den alten Witz:

„Was würden Sie tun, wenn plötzlich die Welt untergehen würde?
Schnell nach Ostfriesland umziehen, denn da geschieht alles immer erst 50 Jahre später.“


Auch hier unterm Polarkreis haben wir manchmal diesen Eindruck. Die Kleidermode z. B. befindet sich gerade im Umbruch von den 70ern zu den 80ern Jahren. Gleiches gilt für die Technikgläubigkeit (im Sinne einer Abwendung vom Glauben), die Umweltzerstörung und die angewendeten Management-Methoden.

Hat ja auch seine gute Seiten, denn oft denken wir einfach nur „Aha“ und erinnern uns, wie wir das aus früheren Zeiten schon so kennen. Andererseits ist das gleichzeitig auch ziemlich bedrückend, denn wir wissen ja, wo es mit grösster Wahrscheinlichkeit hinführen wird. Ein anderer Auswanderer hat die Region Lappland neulich als ein „grosses lebendes Museum“ bezeichnet.

Aber die globalen Trends (siehe Einleitung) erstrecken sich auch bis nach Nordschweden. Durch den Abstand zur pulsierenden Gesellschaft in den südlicher gelegenen Ballungszentren, nehmen wir sie - wie systemfremde Beobachter - vielleicht einfach nur viel deutlicher wahr. In diesem Sinne ist der Rückblick auf das vergangene Jahr sehr von dem Eindruck „Willkommen in der - bereits bekannten - Zukunft geprägt“.

In der näheren Umwelt erleben wir Mittelkürzungen allerorten. Die Finanzierung der öffentlichen Hand ist nicht mehr ausreichend vorhanden und das was noch da ist, wird für die falschen Sachen ausgegeben. Die Kommunen legen einen Bereich nach dem anderen still. Das Gesundheitssystem befindet sich in einer Dauerkrise, die Zustände in Alten- und Pflegeheimen sind katastrophal. Und in diesem Jahr hat das „grosse Sparen“ auch bei den Schulen angefangen. Die Verwaltungen werden „durchdigitalisiert“, was a) nicht funktioniert und b) zur weiteren völligen zwischenmenschlichen Erkaltung führt.

Bodenschätze und Rohstoffe werden weiter und in zunehmendem Umfang weiter rücksichtslos ausgebeutet.

Für „Otto-Normalverbraucher“ wird es immer schwerer, einen - wenn auch kleinen - Raum der „Normalität“ zu bewahren, denn die Tentakel einer gefühlten und erlebten Krake dringen bereits in fast alle Lebensbereiche vor.

Kurz: Nach altbewährtem - und uns bekanntem (siehe oben) Schema - wird bei denen gespart, die sich nur am schwersten wehren können oder die bei der nächsten Wahl noch nicht oder nicht mehr werden mitwählen können. Die Solidarisierung in der Bevölkerung und der Gesellschaft werden verhindert, wie und wo es nur geht.

Tipp: Wer immer sich mit dem Gedanken ans Auswandern nach Nordschweden (oder irgendwo anders hin) trägt, möge bitte die rosarote Brille abnehmen und der Realität ins Auge sehen.

Beispiel gefällig?

Wenn du einen Hund oder Katze deinen Mitbewohner nennst und das Tier erkrankt, so konsultierst du einen Veterinär. Dieser "heilt" dein Tier und du weisst, schon beim Kauf des Tieres, dass solch eine Situation auf dich zukommen kann. Du hälst somit die finanziellen Mittel bereit. Zumindest teilweise.

Hier in Schweden wird der Tierarzt aufgesucht, wenn du kein Geld für die Therapie hast. Der Arzt ist nicht mehr der Helfer gegen die Krankheit des Tieres, damit Mensch und Tier noch weiterhin gemeinsam den Lebensweg beschreiten können, sondern wird zum "Erlöser" - für den Geldbeutel des Menschen.

Denn zu 99% ist eine Behandlung zwar machbar, aber der Tierbesitzer nicht einsichtig genug. Für ihn muss ein Tier gesund sein („funktionieren“). Erfüllt es diese Forderung nicht, wird es eingeschläfert. Für diesen Akt hat der Halter das Geld - für ein paar Tabletten oder Spritzen, die dem Tier wieder ins Leben helfen, nicht.

Funktionalität auf allen Ebenen ist gefordert! Na! Immer noch rosarot blickend?

Möglicherweise ist das alles aber nicht nur eine Zustandsbeschreibung Nordschwedens, sondern eine Zustandsbeschreibung der gesamten zivilisierten Welt.

Auf der persönlichen Seite gab es im abgelaufenen Jahr bei uns durchaus auch einige schöne und auferbauende Geschehnisse. Unsere Freunde wissen, wovon ich schreibe, und ich muss das hier gar nicht weiter ausbreiten.

Zusammenfassend war das Jahr 2019 eigentlich „wie zu erwarten“, wenngleich zum Jahresbeginn die Hoffnung bestanden hatte, die negativen Entwicklungen könnten teilweise sich wenden, oder sich zumindest verlangsamen.

Aber - wie heisst es so schön - die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, also hoffen und wünschen wir uns für 2020, dass sich die Entwicklungen teilweise wenden, oder zumindest verlangsamen.

Kommt alle gut in das neue Jahr!

Digitales Feuerwerk in Lappland zum Jahreswechsel 2019-2020
Bitte, bitte: Ein rein digitales Feuerwerk reicht völlig!
Lasst den Quatsch mit Raketen und Böllern: Denkt an die Tiere!
(Und wenn Euch das egal ist, dann denkt insoweit meinetwegen ans Klima...)
Aber lasst das Feuerwerk bleiben!

Familie Pinguin auf Reisen, oder: wie pädagogisch wertvoll sind heute Spielsachen?

Da ist uns über Weihnachten ein Übi-Ei (neudeutsch: Ü-Ei, sehr altdeutsch: Kinder Überraschungs Ei) in der Grösse XL ins Haus geflattert.

Die Schokolade, die ein aus Plastik bestehendes Spielsache umhüllt, ist vermutlich nicht ganz so gesund, doch sie würde nach Frau Lapplandblogs Aussage, wie früher schmecken.

Der Inhalt des Überraschungseis aber brachte uns ziemlich zum Staunen.

Die Rückseite des „Beipackzettels“ aus dem Übi-Ei
Die Rückseite des „Beipackzettels“ aus dem Übi-Ei


Der Eisbär aus Plastik auf der Vorderseite des „Beipackzettels“
Der Eisbär aus Plastik auf der Vorderseite des „Beipackzettels“ aus dem Übi-Ei


Eine kleine Geschichte dazu:

Herr und Frau Pinguin aus den äquatornahen Galápagos-Inseln gönnen sich eine Reise welche sich Frau Pinguin zu Ihrem Geburtstag gewünscht hatte.

Der Gattins Wunschziel war der Nordpol, um die dort lebenden Eisbären besuchen zu können.

Ihr Gatte buchte so denn eine Last-Minute-Reise über Zwitscher mit Schwalben-Airline, und am nächsten Morgen landeten die beiden in der Arktis.

Das Igluhotel indem das Ehepaar untergebracht war, machte mächtig Eindruck auf Frau Pinguin, und nachdem sie das Zimmer für gut befand, watschelten die beiden Richtung Bärensee.

Die Sonne gab ihr Bestes, damit die Reisenden einen unvergesslichen Tag verbringen konnten. Daher mussten sich die kleinen Pinguinischen Sonnenhütchen stramm gegen die Strahlen von Frau Sonne entgegen stemmen.

Über Eisschollen, Kräuter, Moose und Flechten spazierten sie zum Bärensee. Herr Pinguin klärte seine Frau darüber auf, dass etwa fünf Prozent der Bodenfläche in der Polarwüste bewachsen sind und dass es in dieser Gegend Kältesteppen und wegen der Erdkrümmung nur wenig Sonneneinstrahlung gäbe. Interessiert hörte Frau Pinguin ihm zu.

Endlich am See angelangt bot sich ihnen ein wunderbarer Anblick!

Frau Eisbär spielte mit ihrem Sohn, der auf einem kleinen Igludach herum tollte. Vater Eisbär rutsche bäuchlings den Gletscher herunter und Opa gönnte sich im Liegestuhl einen Lachanfall. Er las nämlich soeben das aktuelle Feuilleton in dem "Blatt der kalten Wüste", das von dem neuen Jungautor Frido Frier bedient wird.

Oma Eisbär räkelte sich wie jeden Dienstag in der Wanne auf der Scholle und genoss die Sonne bei ihrem Bad.

Ende der Geschichte. Schwenk zur heutigen Realität.

Leider ist diese an die Zielgruppe Kinder gerichtete Szenerie in den aktuellen Überraschungseiern gänzlich aus Plastik gebaut.

Die Gebrauchsanleitung und Warnhinweise sind auf Hochglanzpapier gedruckt.

Plastikspielzeug verniedlicht eine wegen eben desselben aussterbende Spezies und einen im Verschwinden begriffenen Kontinent.


Wie pervers ist das eigentlich?

Die Verantwortlichkeit für die Umweltschädlichkeit dieses Plastikspielzeuges liegt bei der Industrie, die solchen Schrott herstellt. Die Industrie wäre gut beraten, ihren Kunden umweltfreundliche Alternativen anzubieten! Denn wenn es die Kunden und Verbraucher schnallen, was da eigentlich vor sich geht, werden sie sich dem Kauf entziehen.

Scheint ein richtiges „Gretanisches Übi-Ei“ (oder ein trojanisches?) zu sein, dass sich da als kleine Aufmerksamkeit zu uns verirrt hat.

Das wird den Herstellern nicht gefallen, denn das oberste Ziel des marktwirtschaftlichen Strebens ist doch ewiges Wachstum (was immer das heissen mag, denn sogar die Theologie hat so ihre Probleme mit der Begriffsklärung, was denn eine Ewigkeit eigentlich ist).

Sollte dieser Beitrag von einem Verantwortlichen aus dem Kreise der Hersteller gelesen werden, so sei dieser gebeten eine Mail mit der Erklärung von "Ewigkeit" (aus dem Motto der Industrie "ewiges Wachstum“) zu verfassen.

Dann würden wir auch gerne wissen, was denn die Industrie zu tun gedenkt, um den Widerspruch zwischen Plastikspielzeug, deren Bildergeschichten und der politischen Wirklichkeit des Klimawandels aufzulösen.

Scharen von Kindern und Jugendlichen glauben schliesslich an den politischen Klimawandel und die Aussage „Wir sterben alle am Klimawandel“. Der Inhalt des Übi-Eis kann also Kindern und Jugendlichen schwere psychologische Schäden zufügen.

Denn so manches Kind sitzt sogar beim Therapeuten, wenn es die Lüge der Erwachsenen aufdeckt, dass es keinen Weihnachtsmann gibt. Wie schlimm wird es dann erst werden, wenn sie wegen des Klimawandels beim Therapeuten sitzen (denn nicht jeder kann gleich Greta werden)?

Die Therapien wegen des Wahnvorstellung eines Sterbens aufgrund des politischen Klimawandels ist Utopie?

Naja.

Weil es so schön zum Thema passt: „Wir müssen anfangen Babies zu essen" - Klimakonferenz gerät ausser Kontrolle (englisch mit deutschen Untertitel).

Das Ding mit den Weihnachtskarten

Zum Advent und zu Weihnachten noch eine Nachlese für alle, die sich mit dem Gedanken ans Auswandern beschäftigen (oder ihre alte Heimat erst vor kurzem verlassen haben).

Eine Binsenweisheit: Auswandern bedeutet weggehen und woanders ankommen. Der Kontakt zur Familie, zu alten Freunden und Bekannten dünnt sich im Laufe der Zeit aus. Das ist an und für sich ein ganz natürlicher Vorgang und gar nichts besonders Merkwürdiges.

Kurz nach einer Auswanderung wollen Dich noch viele Menschen (vornehmlich „lose“ Bekannte und „entfernte“ Verwandtschaft) besuchen, um sich einen netten Urlaub mit Vollversorgung zu erschleichen und ihre Neugierde zu befriedigen.

Deine Entscheidung, ob Du Dich darauf einlässt. Bedenke, was Du tust.

Der Flurschaden, den die Scharen von Besuchern oft hinterlassen, kann beträchtlich sein. Am besten ist es, wenn Du von vornherein klar stellt, dass es Taxis für die Abholung vom Flugplatz und ein nettes Hotel in angemessener Nähe gibt.

Natürlich gibt es auch die Handvoll Menschen, auf die man sich, bzw. auf deren Besuch man sich wirklich freut. Investiere in diese Beziehungen, damit Sie unter dem räumlichen Abstand nicht leiden.

Dann gibt es da so Dinge wie Geburtstags-, Weihnachts- und Neujahrswünsche. Und da möchten wir heute mal aus dem Nähkästchen plaudern.

Vorab: Die folgende Schilderung ist völlig ohne Wertung und ohne Emotionen. Es geht schlicht um Fakten.

Über die mittlerweile fast 15 Jahre hinweg waren wir immer fleissige Weihnachtskartenschreiber. Allen Portoerhöhungen und dem nicht unerheblichen Zeitaufwand zum Trotz, haben wir über all die Jahre jährlich ca. 40-50 private Weihnachtskarten in alle Welt versendet. Vornehmlich nach Deutschland.

Doch die Zahl der Rückläufer hat sich von Jahr zu Jahr verringert. Deswegen haben wir dieses Jahr den Entschluss gefasst, dass es keine Weihnachtskarten mehr gibt. Ganze zwei Weihnachtskarte sind bei uns dieses Jahr aufgeschlagen, eine von befreundeten Schweden und eine von einer anderen Auswandererfamilie. Dazu kommen noch zwei Emails und natürlich etliche Grüsse via Facebook (die aber wegen des nicht vorhandenen Zeit- und Energieeinsatzes hier nicht zählen).

Eingehende Weihnachts- und Neujahrswünsche? Also weitgehend Fehlanzeige.

Stattdessen erreichen uns und gerade zur Adventszeit viele Mails mit Hinweisen auf diverse Schlechtigkeiten in dieser Welt.

Ist es die Hilflosigkeit der Absender, weil sie nicht selbst aktiv werden wollen? Warum werden wir so gerne als psychischer Mülleimer benutzt?

Auf der einen Seite heisst es in den Medien, die Nutzung des Internets schade dem Klima, weil durch den immensen Energieverbrauch zu viel CO2 ausgestossen würde. Die fleissigen Mailschreiber scheint das aber nicht zu interessieren.

Andererseits schreibt anscheinend niemand mehr Postgrusskarten und verschickt sie, wahrscheinlich weil deren Transport angeblich auch das Klima schädigen würde.

Vielleicht ist dem Nicht-Absender der Kartenempfänger es nicht mehr "wert" weil das Schreiben einer Grusskarte dem Absender Arbeit und Mühe bereitet.

Postversand und Internetnutzung sollen Klimaschädlich sein.

Netter Widerspruch, schon einmal darüber nachgedacht?

Oh - eine andere Sache kommt auch noch hinzu. Sehr viele Grusskarten werden - wie auch viele andere Dinge des täglichen Gebrauchs - in China hergestellt.

Vor einigen Tagen ging es gerade durch die Medien (Link):

Weihnachtskarten der britischen Supermarktkette Tesco werden anscheinend von ausländischen Häftlingen in einem chinesischen Gefängnis hergestellt und verarbeitet: Ein sechsjähriges Mädchen hatte beim Schreiben einer Karte einen Hilferuf erhalten.

Die Briten zwingt das zum Blick hinter die Kulisse der Weihnachtsidylle.

Uns vielleicht auch?

Das Ding mit den Weihnachtskarten

Lappland „dressed in white“ und der längste Tag des Jahres

Die „Schneehöhennormalisierung“ in Lappland ist wieder hergestellt. Wie in jedem Jahr hatte auch dieser Winter wieder einen unnormalen Verlauf. Dieses Jahr gab es bislang viel zu wenig Schnee. Aber in den letzten Tagen hat der (meteorologische) Himmel seine Pforten weit geöffnet. Das Schneeniveau sich wieder normalisiert und die Schneehöhe hat sich nun der Langzeitstatistik angepasst. Weisse Weihnachten mit reichlich Schnee in Lappland also.

Einen schönen Nebeneffekt hat die weisse Pracht. Es herrscht eine deutlich hellere Grundstimmung. Die omnipräsenten Schneeflächen reflektieren jede Lichtquelle, was z. B. das Autofahren deutlich angenehmer und sicherer macht. Schliesslich war der heutige Sonnenaufgang bei uns erst um 10.01 und der Sonnenuntergang schon um 13.24. In Lappland ist es also derzeit im Wesentlichen dunkel. Und da wird jede Aufhellung dankbar angenommen.

A propos Licht: Noch vor einigen Jahren - wir hatten verschiedentlich im Blog berichtet und bebildert - waren in der Advents- und Weihnachtszeit an fest jedem Haus hier in Nordschweden noch viele bunte Lichterketten, geschmückte Christbäume und allerlei Weihnachtsdeko zu sehen. Die Alterspyramide und die kulturellen Veränderungen zeitigen leider auch hier ihre Auswirkungen. Der Lichterschmuck hat stark abgenommen und weihnachtliche Symbolik ist beinahe ganz verschwunden. Kein Wunder in Anbetracht der fast vollendeten Entchristianisierung Schwedens.

Dezember 2019 - Lappland „dressed in white“
Dezember 2019 - Lappland „dressed in white“

Mal wieder was fürs Herz: Winterliche Sonnenuntergangsstimmung

Winterlandschaft in Lappland Dezember 2019
Winterlandschaft in Lappland

Aufgepasst in Lappland: Svarthalka - die schwarze Glätte

Beinahe habe ich mich dabei ertappt „der schwarze Tod“ statt die „die schwarze Glätte“ zu tippen; denn heute es geht um ein ernstes und mitunter lebensbedrohliches Phänomen. In Jahren wie diesem, in denen der Schnee auf sich warten lässt und es vergleichsweise mild ist, gibt es ein tückisches Wetterphänomen. Tagsüber liegt die Temperatur im einstelligen Plusbereich und nächtens fällt das Thermometer auf einige Minusgrade. Wegen des fehlenden Schnees sagt Dir Deine innere Stimme beim Autofahren, dass Du Dich noch im Sommerbetrieb befindest. Und das wird mitunter tückisch. Der nächtliche und morgendliche Tau legt sich über Nacht auf die Strasse und die nächtlichen Minusgrade erledigen den Rest. Ergebnis: Der ansonsten eher graue Strassenbelag sieht tiefschwarz aus und es ist - unsichtbar - spiegelglatt. Daher auch der Name für das Phänomen: „Svarthalka“ heisst wörtlich übersetzt „Schwarzglätte“.

Zurück zum fiktiven Autofahrer: Das noch auf Sommerprogramm eingerichtete Unterbewusstsein des Autofahrers ahnt nichts böses und Du fährst zügig, eben wie im Sommerbetrieb. Und in der nächsten Kurve endet die Fahrt nach einer kurzen, nicht mehr kontrollierbaren Schlitterpartie (Drehungen inklusive) kopfüber im Strassengraben. Gar nicht auszumalen was geschieht, wenn plötzlich einige Rentiere oder ein Elch die Strasse kreuzen. Deswegen heute wieder zwei Praxistipps für Lappland:

- Im Spätherbst und Frühwinter in Lappland vor der Abfahrt immer das Gehirn einschalten und auf das Thermometer schauen. Erst denken, dann fahren.

- Auch wenn noch kein „richtiger“ Winter mit Schnee herrscht, so früh wie möglich auf Spikereifen umstellen.

Die Faustformel für die Spikereifen lautet: „Von O bis O“, d.h. von Oktober bis Ostern. Von Umweltaktivisten werden die Spikereifen zwar immer wieder wegen der Feinstaubbelastung kritisiert, aber Forschung und Studien sind an diesem Punkt ziemlich deutlich: Durch die Verwendung von Spikereifen in Nordschweden wird die Anzahl der Unfälle mit tödlichem Ausgang halbiert

spikes_svarthalka
.Lebensretter in Lappland: Spikereifen


1. März bis 15. Mai - Lappland in Bildern

Die fotografische Rückschau "Lappland in Bildern" umfasst heute den Zeitraum vom 1. März bis 15. Mai.

-> Zur Bilderstrecke „Vom 1. März bis 15. Mai in Lappland in Bildern“

Der Februar 2016 in Lappland in Bildern

Die fotografische Rückschau auf den Monat Februar 2016 in Bildern.

-> Zur Bilderstrecke „Der Februar 2016 in Lappland in Bildern“

Der Januar 2016 in Lappland in Bildern

Zum Monatswechsel eine Rückschau auf den Monat Januar 2016 in Bildern. Dieses Jahr verfolge ich ein Projekt unter dem Namen „One Phone - One App - One Year“, über das ich hier schon ausführlich geschrieben habe.

Und wer auf Instagram ist, kann dem Projekt tagesaktuell folgen.

Für alle Nicht-Instagrammer poste ich um jeden Monatswechsel herum eine Auswahl der Bilder, die mir aus dem vergangenen Monat am besten gefallen.

-> Zur Bilderstrecke „Der Januar 2016 in Lappland in Bildern“

Im Griff der Kälte - Der Winter wurde geliefert

Der Jahreszeitenschalter in Lappland wurde wieder umgeschaltet. Spät, aber dennoch. Über uns ist derzeit der sternklare Himmel und das Thermometer befindet sich im freien Fall. Binnen 2 Stunden ist die Quecksilbersäule jetzt um 10 Grad - auf nunmehr minus 18 C - gefallen und es dürfte weiter sinken.

Vor etwa einer Woche hat es begonnen, wintertypisch zu schneien. Zwar liegt bei weitem noch nicht so viel Schnee wie in den zurückliegenden Jahren, aber der Anfang des "richtigen" Norrlandwinters ist gesetzt.

Wir werden sehen, wie es nun wettermässig weiter geht. Viele Langzeitprognosen sprechen von einem ungewöhnlich kalten Winter, der uns in ganz Europa bevorstehen soll. Deswegen seien alle Leserinnen und Leser an den Blogbeitrag "Ein paar Tipps für den Umgang mit der Kälte" erinnert.

Der Winter am Polarkreis in Lappland ist eingetroffen
Der Winter am Polarkreis in Lappland ist eingetroffen

Regen bei null Grad

So ziemlich eines der unangenehmsten Klimaphänomene, das uns mindestens einmal jährlich - meistens im Spätherbst - in Lappland heimsucht: Regen bei Temperaturen um die null Grad.

Wie schon kürzlich hier berichtet, ist das Wetter um den Polarkreis in diesem Jahr etwas speziell. Noch immer liegt kein Schnee, wenngleich sich das in den kommenden Tagen ändern könnte. Dafür gibt es Regen. An und für sich nicht schlimm (Merke: "Es gibt nur unpassende Kleidung").

Anders sieht es aber aus, wenn es bei um die null Grad regnet und es die vergangenen Tage unter null Grad hatte. Binnen Minuten ist alles - einschliesslich der Strassenoberfläche - mit einer Eisschicht überzogen.

Genau so war es am gestrigen Morgen: Gleich mit dem ersten Schritt vor der Tür sind wir gediegen auf eine Rutschpartie gegangen. Also wieder rein, und die Spikes auf die Schuhe gezogen. Mit etwas Gefühl für die Balance ging dann es zu Fuss. Autofahren? Besser nicht, wenn es nicht unbedingt sein muss.

Auf der Strasse ist fast kein Verkehr, und wer sich doch mit dem Auto auf den Weg gemacht hatte (oder machen musste) schlich nur langsam vor sich hin. Mit den Schweden zulässigen und im Winter gebräuchlichen Spikereifen gibt es wenigstens etwas Halt und Grip auf der Fahrbahn; lebensgefährlich kann es doch schneller werden, als es einem lieb ist.

Passt also bitte gerade jetzt besonders auf liebe Urlauber und Besucher! Und denkt an die Wintervorbereitungen für PKW-Fahrten!

Eisregen - Regen bei null Grad
Trist und potentiell lebensgefährlich: Eisregen


Jahreszeitenwechsel - Schlag auf Schlag

Lappland ist für seine „scharfkantigen“ Übergänge zwischen den einzelnen Jahreszeiten bekannt. Noch vor zwei Wochen zeigte sich der - dieses Jahr ungewöhnlich lange und milde - Herbst von seiner besten Seite mit prächtigen Farben und herrlichem Wetter.

Die Auswahl des richtigen Parkplatzes war in Anbetracht der rieselnden Blätterpracht durchaus von Bedeutung. Ein symbolischer Vorgeschmack auf die bald wieder allfällige „Flockendecke“.

Herbstlaub auf Motorhaube Arvidsjaur


Setzt man den Winter der Einfachheit halber mit einer Schneedecke gleich, die Bestand hat - d.h. „liegen bleibt“ - so beginnt der Winter in unserer Region statistisch am 20. Oktober. Das ist zumindest der Schnitt aus den zurückliegenden Jahren.

Wetter und Klima verhalten sich aber nach wie vor seht atypisch in diesem Jahr. Bis zum heutigen Tage - 1. November - hat das Wetter uns zwar schon einige Male einige Flocken des feinen Norrland-Schnees beschert, die aber ebenso schnell wie sie gefallen waren, wieder verschwunden sind. Und auch der Wetterbericht sagt zumindest noch eine behagliche Woche mit Tageshöchsttemperaturen von 6 bis 8 Grad voraus.

In den Skigebieten laufen zwar seit einigen Tagen bereits die Schneekanonen, sie tun sich offensichtlich aber noch recht schwer. Auf dem Skihang in Arvidsjaur ist bislang lediglich ein verschwindend kleiner weiss schimmernder Fleck zu sehen.

Im Tourismus beginnen einige Unternehmer bereits leichte Anzeichen von Nervosität zu zeigen, und auch aus Autotesterkreisen werden die missmutigen Stimmen langsam hörbar. Denn bereits die vergangenen drei Winter waren alles andere als zufriedenstellend für diesen Wirtschaftszweig. Wir haben sogar Gerüchte gehört, dass die Suche nach neuen Standorten bereits im Gange sei.

Aber es gibt noch keinen Grund zur Beunruhigung. Winter und Schnee werden kommen. Und schenkt man den Langzeitprognosen Glauben, dann steht uns sogar ein sehr intensiver Winter bevor. Wir geniessen die noch behaglichen spätherbstlichen Tage, sehen sie aber mehr als eine Erholungspause im Sinne der „Ruhe vor dem Sturm“.

Kleiner Hinweis und dringende Bitte: Die Strassenverhältnisse sind zur Zeit bereits sehr tückisch. Überfrierende Nässe auf dem blanken Teer ist extrem gefährlich - weil während der Fahrt praktisch nicht erkennbar - und wird von vielen Besuchern der Region völlig unterschätzt. Daher die dringende Bitte, am Polarkreis gerade jetzt den Fuss vom Gas zu nehmen und besondere Vorsicht walten zu lassen. Denn bereits ein plötzlich aus dem Wald auf die Strasse springendes Rentier kann zur Katastrophe führen.

scharfkantige_jahreszeiten_1015


Ein Sinnbild der abrupten Übergänge: Im Schatten ist das Gras grau und von Frost bedeckt; auf der Sonnenseite schimmert es (noch) gülden.

Böse Überraschung - Schneelast und Dachlawinen in Lappland

Heute wieder ein Artikel aus der Reihe "live aus dem Alltag".

Die Geschichte beginnt - wie i. d. Rd. - mit einem verzweifelten Anruf. In der Nachschau eine wirklich erschütternde Geschichte.

Eine deutsche Familie hatte sich im vergangenen Jahr ein kleines Häuschen in durchaus reizvoller Lage hier in der Gegend gekauft. Gedacht war, das Haus als Ferienhaus für die Familie zu nutzen. Den Rest des Jahres sollte das Haus leer stehen und sich selbst überlassen bleiben. Soweit so gut.

In einem solchen Fall gibt es zunächst das Einbruchsrisiko in der unbewohnten Zeit. Wer keine werthaltigen Gegenstände - und darunter fallen hier auch z. B. ein Rasenmäher oder eine Schneefräse - im Haus oder den Nebengebäuden verwahrt, muss sich keine allzu grossen Sorgen machen (abgesehen von einer aufgebrochenen Tür und durchwühlten Schränken). Überaus ärgerlich ist ein Einbruch natürlich schon, aber das finanzielle Risiko hält sich in überschaubaren Grenzen.

Ein viel grösseres Risiko lauert aber in der kalten Jahreszeit.

"Schneelast" heisst das Stichwort. Die zulässige Schneelast gibt an, wie viel Schnee ein Hausdach aushalten wird. Die Winter sind hier lange und Schnee gibt es reichlich. Da kann sich eine ganze Menge von der weissen Pracht auf dem Dach ansammeln.

Wieviel das in Tonnen gemessen sein kann, lässt sich relativ einfach berechnen. Schweden ist - wie andere Länder auch - in Schneezonen aufgeteilt. Eine solche Schneezonenkarte kann z. B. hier betrachtet werden.

In Lappland reichen die Werte von 2,5 bis 5,5. Der Grossteil der Fläche ist als drei klassifiziert. Was verbirgt sich hinter diesem Wert? Er gibt an, wieviel Schneelast pro Quadratmeter, mit einer Wahrscheinlichkeit von 98% nicht überschritten wird. In der Schneezone 3,5 ist also mit 350 Kg Schneelast pro Quadratmeter zu rechnen. Hier geht es zunächst einmal nur um reinen Schnee.

Die tatsächliche Schneelast kann sich aber im Verlauf des Winters ändern. Bleibt der Schnee auf dem Dach die Wintersaison über liegen, verdichtet er sich. Irgendwann kommt die Tauphase. Es regnet auf den Schnee, der zunehmend vereist. Wenn Schneefanggitter jetzt verhindern, dass der Schnee als Lawine vom Dach fällt, kann die Schneelast auf bis zu 900 Kg pro Quadratmeter (im Extremfall auch noch mehr) steigen. Nun überschlagen Sie einfach einmal, wieviele Quadratmeter Fläche Ihr Dach hat. Und schnell kommen Sie zu der Einsicht, dass sich am Winterende gut und gerne ein ganzer Tankwagen an Gewicht auf dem Dach lastet.

Viele Häuser in Lappland sind so gebaut, dass Sie eine hohe Dachneigung (relativ spitzer Winkel) haben. Dadurch fällt der Schnee ab einer angemessenen und ungefährlichen Schneehöhe als Lawine herunter. Das macht zwar viel Arbeit am Boden, rettet aber das Dach. Häuser mit Giebeln oder Winkeln im Dach sind problematischer. Durch die Schneestürme im Winter bilden sich an diesen Stellen Schneeverwehungen mit möglicherweise gefährlichen Schneehöhen, die zu extremer Punktbelastung führen können. Ein gutes Indiz in einem Holzhaus (und die allermeisten Häuser hier sind Holzhäuser) sind Fenster und Türen. Wenn diese anfangen zu "knarzen" und sich nicht mehr geschmeidig öffnen und schliessen lassen, dann ist äusserste Vorsicht angesagt.

Besonders gefährdet sind Flachdächer. Auf vielen Industriehallen ist deshalb im Winter permanent eine Schneefräse geparkt, mit der das Dach regelmässig gefräst wird.

Ein Dach vom Schnee zu räumen ist übrigens echte Knochenarbeit (wenn man nicht gerade ein Flachdach mit Schneefräse darauf hat). Bei geneigten Dächern kommt noch ein weiteres erhebliches Risiko hinzu. Dachräumer sind in Schweden hochbezahlte und i. d. R. gut trainierte Spezialisten.

Ein kleiner Exratipp noch zu Häusern mit grosser Dachneigung:

Die Lawinen schonen das Dach. Wenn Sie aber einen Kamin haben, geht eine Leiter auf dem Dach zu diesem. Und gerade diese Leiter hat die unangenehme Eigenschaft, mit der Lawine gerne herunter gerissen zu werden. Regelmässige (am besten jährliche) Kontrolle ist wichtig. Und bitte lassen Sie das einen Profi machen (besonders wenn Sie nicht schwindelfrei und höhenerprobt sind).

Zurück zum Anruf, mit dem unsere Geschichte begann. Was war also geschehen?

Die deutsche Familie wollte alles "ordentlich" haben, und hatte sich im vergangenen Herbst von einem deutschen Handwerker, der seinen Urlaub in Lappland verbracht hatte, überall rund um das Haus Schneefanggitter anbringen lassen. Richtig stabil und in "deutscher Gründlichkeit".

Dachlawinen gab es also keine. Fein.

Das hatte aber die vorhersehbare und verheerende Nebenwirkung, dass sich auf dem Dach eine viel zu grosse Menge Schnee ansammelte, für welche die alte Dachkonstruktion schlichtweg nicht berechnet war. Und vermutlich gegen Mitte April gab es dann einen lauten Knall und das hübsche Häuschen hat sich in ein überdimensionales Mikado verwandelt. Das hat die Familie vor einigen Tagen durch den Anruf entfernter Nachbarn erfahren. Schadensbegrenzung ist nicht mehr möglich und der Traum vom eigenen Ferienhaus hat sich in einen Trümmerhaufen verwandelt.

Unser Tipp: Denken Sie vorher an die zu erwartende Schneelast und treffen Sie Vorbereitungen und Gegenmassnahmen, oder - viel einfacher und bequemer - mieten Sie einfach ein Ferienhaus in Lappland.

Schneelast und Dachlawinen in Lappland - Einst ein Haus - jetzt ein grosses Mikado
Einst ein Haus - jetzt ein grosses Mikado

Der arktische Winter 2014/2015 - ein Rückblick mit Bildstrecke

Wer sich für Reisen nach Nordschweden interessiert, weiss es schon: Lappland ist ein Paradies für alle Winterfans und Wintersportler.

In unseren Breiten unter dem Polarkreis beginnt der richtige Winter schliesslich bereits im November. Genau genommen sind es nur vier Monate, die in Schwedisch-Lappland nicht vom Winter geprägt und in der Regel schneefrei sind (Juni-September).

Die Himmelstore öffnen sich in den Monaten November und Dezember und sorgen für reichlich Schnee. Mit "richtigen" Minusgraden ist von Januar bis März zu rechnen. Das Thermometer sinkt dann schon einmal auf die "Minus 40 Grad Marke".

Alle, die sich für Eisangeln, Schneemobile und Skifahren begeistern, finden bei uns ihr Paradies. Und von den Polarlichtern will ich erst gar nicht anfangen zu schwärmen.

Wie war nun die Wintersaison 2014/2015? Der Winter war schneereich (wenn auch nicht ausserordentlich) und relativ warm. Wochenlange Tiefsttemperaturen sind uns in dieser Saison erspart geblieben. Der Schnee hat sich allerdings lange gehalten. Wir schreiben heute den 17. Mai und an schattigen Stellen liegt noch immer Schnee. Anfang April gab es mehrere Wochen ein eher lästiges Schneematschwetter mit Tagestemperaturen um die Null Grad.

Die in dieser Gegend im Geheimen sehr aktiven Autotester bekannter Grosskonzerne waren - dem Vernehmen nach - von dieser Saison nicht sehr begeistert. "Zu warm" lautete einheitlich das von verschiedenen Quellen kolportierte Verdikt.

Impressionen aus diesem Winter haben wir für Sie in einer Serie mit Bildern in schwarz/weiss zusammengestellt.

-> Zur Galerie "Der arktische Winter 2014/2015 - ein Rückblick"

Der arktische Winter 2014/2015 - ein Rückblick