„Stugsista“ – Das Ende des Sommers in Lappland

Eine relativ neue Tradition in Schweden ist das sog. „Stugsista“. Das Wort ist zusammen gesetzt aus dem Wort „Stuga“ und „Sista“.

Das Wort Stuga (oft auch als Sommerstuga oder Fritidshus bezeichnet) steht für das bekannte Ferienhaus (Sommerhaus) der Schweden. Schweden lieben es, den Sommer über jede freie Minute in ihren Ferienhäusern zu verbringen. Nach Zahlen des Schwedischen Statistischen Zentralbüros (SCB) gab es im Jahr 2007 insgesamt 680.000 Sommarstugas. Die Statistik zeigt auch, dass 55% der schwedischen Bevölkerung eine Sommarstuga nutzen können und 20% der Bevölkerung selbst eine Sommarstuga ihr eigen nennen.

Faszinierend ist übrigens auch der Trend zur Einfachheit in den Sommerhäusern. Viele haben kein fliessendes Wasser und keinen Stromanschluss, sind dafür aber in äusserst malerischer Umgebung belegen. Die bevorzugten Lagen sind entweder an entlegenen Seen oder im Fjäll (so heissen die schwedischen Bergregionen).

Die Einstellung vieler Schweden zeigt sich auch im Preisniveau: Ein „normales“ wohntaugliches Haus auf dem Lande ist, i.d.R. voll eingerichtet, in unseren Regionen für wenig Geld (Grössenordnung umgerechnet 15.000-20.000 Euro) zu haben. In diesem Zusammenhang möchte ich dann  auch gleich nochmals an unsere Tipps zum Immobilienkauf in Nordschweden erinnern. Eine Fjällstuga kann demgegenüber gut und gerne das zehn- bis zwanzigfache kosten (Ausnahmen noch oben bestätigen nur die Regel). Und das ohne Wasser- und Stromanschluss!

Interessant ist auch der Umstand, dass die „normale“ (Winter-)Wohnung oft nur eine Mietwohnung in der Stadt ist (natürlich mit allen Segnungen der modernen Elektronik). Der Kontrast zwischen dem „Stugaliv“ (dem Leben in der Sommarstuga) und dem Alltag im Rest des Jahres ist beachtlich.

So sehr das einfache und naturverbundene Leben in den Stugas geliebt wird, irgendwann ist die Sommersaison vorüber. Und hier kommt das „Stugsista“ ins Spiel. Das „Sista“ steht nämlich für „Letzte“. Das Stugsista bezeichnet demnach das Ende des Sommers in der Stuga.

Die Tradition kam Anfang der 90er Jahre aus Finnland nach Schweden. In Nordschweden wird das Stugsista am letzten Augustwochenende begangen. Den finnischen Wurzeln der Tradition nach werden dann alle übrigen Vorräte verspeist, der Müll der Saison verbrannt und danach geht es schweren Herzens zurück in die normale (Winter-)Wohnung.

In grösseren Ferienhausgebieten wird das Stugsista auch als „Ljuskväll“, d.h. Lichterabend, gefeiert. Vor allen Stugas werden sog. „Marschaller“ (überdimensionale Teelichter) angezündet, was eine wehmütige „Sommersaisonabschlusstimmung“ ergibt. Das Stugsista auch als Lichterabend zu feiern, ist allerdings eher in Mittel- und Südschweden verbreitet.

So ist also der Zeiger an der Jahreszeitenuhr weiter gerückt. Das Wetter hat sich ja schon seit gut zwei Wochen wieder herbstlich gezeigt. Gestern hatten wir z. B. null Grad gegen Mitternacht und bis zum ersten Schneefall wird es nicht mehr allzu lange dauern.

Ein
Ein „Marschall“ wie er für die stimmungsvolle Beleuchtung verwendet wird.

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Infinity II

Infinity II
„Infinity II“ - Der Blick ins Wasser klärt die Gedanken


Wer sich in der Stimmung wieder findet: Das Bild gibt es übrigens auch als Print. Bei Interesse bitte Mail.


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Dann eben mit Popcorn – Regisseur Lars Persson - Reportagerückblick auf den Sommer, Teil 2

Teil zwei vom Sagabiografens Filmfestival in Adak (Teil 1 gab es hier).

Hintergrund: Heute geht es um die beiden Ehrengäste, die das diesjährige Filmfestival eingeweiht haben. Da war zunächst der junge Regisseur Lars Persson (23) aus der Filmmetropole Luleå. Er wird unter Kennern der skandinavischen Filmszene als echter Geheimtipp gehandelt. Der Tipp ist so heiss, dass Lars derzeit noch nicht einmal in der schwedischen Wikipedia zu finden ist. Durch seinen Kurzfilm „Renoveringen“ (Die Renovierung) hat er die Basis seiner Karriere gelegt.

Im Film spielt übrigens auch die bekannte schwedische Serienschauspielerin Anki Larsson mit, die der zweite Einweihungsgast des Filmfestivals war.

Die Reportage: Die Redaktion hat uns selbstverständlich mitgegeben, Portraits von den Ehrengästen zu liefern. Authentisch sollten sie sein. Natürlich hätten wir auch ohne speziellen Auftrag Portraits für unser eigenes Bildarchiv gemacht. Soweit so gut.

Anki Larsson ist ein routinierter Profi und erwies sich als wahrer Publikumsmagnet. Sie ist erfahren und sehr geschmeidig im Umgang mit Medien und Presse. Alles völlig problemlos.

Lars Persson allerding ist ein „junger Wilder“. In einem langen, olivgrünen, legeren Regenmantel und mit einem Wollkäppi schlenderte er völlig entspannt durch die Menge. Etwas schlaksig wirkend, und niemals ernst ist er gerade dabei, sich ein eigenes Image aufzubauen.
 
Ihn an einen ruhigen Platz für ein Portrait mit „schönem“ Hintergrund zu bugsieren: unmöglich. Schliesslich konnten wir ihn am kalten Büffet unter einem grossen Partyzelt abpassen, während er am laufenden Meter eine Schüssel Popcorn leerte. Er genoss es sichtlich, seine „unernste“ Rolle auszuspielen. Und so fasste ich den Entschluss „Dann eben mit Popcorn“. Portraits von essenden Menschen sind immer eine sehr heikle Sache. Aber das gezeigte Bild ist „im Rahmen“ und überzeugte auch die Redaktion. Ich freue mich darauf, Lars einmal in einigen Jahren wieder vor der Linse zu haben. Dann vielleicht sogar ohne Popcorn ;)

 Regisseur Lars Persson Luleå
„Junger Wilder“: Der Nachwuchsregisseur Lars Persson

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Zeitreise im Kino - Reportagerückblick auf den Sommer, Teil 1

Der Hintergrund: Eine Attraktion mit spannender Geschichte steht irgendwo in einem kleinen Wald in der Nähe von Adak. Ein beschaulicher und ruhiger Ort in Nordschweden mit noch 180 Einwohnern, zwischen Malå und Slagnäs belegen.

Im Jahre 1921 wurde bei Wegarbeiten in der Umgebung des Ortes ein merkwürdig glänzender Stein gefunden. Die Analysen ergaben einen hohen Gehalt an Kupfer und Zink. Bereits einige Jahre später wurde mit dem Tagebau begonnen, und 1942 nahmen insgesamt vier Gruben den Betrieb auf.

Ein eigener Ort mit Schule, Bibliothek, Geschäften und sogar einer eigenen Feuerwehr entstand rund um das Abbaugebiet im Wald. Er hiess „Adakgruvan“. Menschenmassen wurden von den Arbeitsplätzen angezogen und der Ort erlebte seine Blüte.

Ein schlauer Kopf auf der Durchreise entdeckte, was dem Ort noch fehlte: Ein Kino. Und so wurde 1943 zwischen dem heutigen Adak und dem damaligen Adakgruvan ein Kino erbaut. Es wurde auch für Hochzeiten und Feiern genutzt. 1965 schlug dann der Zahn der Zeit zu: Das Fernsehen hatte seine Verbreitung gefunden. Damit ging es für die Kinos immer schlechter. Und so schloss der Kinobesitzer sprichwörtlich die Tür hinter sich zu. Das Gebäude mit aller seiner Einrichtung verfiel in einen Dornröschenschlaf. Auch der um die Grube entstandene Ort verschwand nach einem tragischen Grossbrand im Jahre 1978. Der Abbau wurde eingestellt. Heute sind dort nur noch Wald und Wiesen zu sehen. Nur noch wenige Spuren deuten heute auf die Geschichte hin.

Das verlassene Kino im Wald jedoch erwachte wieder zu neuem Leben, als es Anfang der 90er Jahre wieder entdeckt wurde. Ein Förderverein wurde gebildet, der sich der Renovierung verschrieb und 1993 wurde das Kino im Originalzustand unter dem Namen „Sagabiografen“ wieder eröffnet.  Seitdem findet dort jährlich ein sommerliches Filmfestival statt, das unter Kennern sehr beliebt ist. Ein echter Geheimtipp.

Die Reportage: Für eine schwedische Tageszeitung war die Berichterstattung vom 31. Sagabiografen Filmfestival angesagt. Vieles wurde über das Festival schon geschrieben, viele Bilder schon gemacht. Hausaufgaben machen war also angesagt, um eine gute Story zu finden.

Einer mein Aufhänger für die Reportage war die im Winter erfolgte Installation moderner Digitaltechnik mit allen ihren Folgen. Im kleinen Vorführraum des Kinosaales – ungefähr so dunkel wie ein Kohlenkeller bei Nacht und nur durch mutiges Klettern über eine Aussentreppe aus Holz erreichbar – steht seit einem halben Jahr neben dem Originalprojektor aus dem Jahre 1934 eine digitale Vorführanlage.

Eine bizarre Zeitreise auf kleinstem Raum. Moderne Filme sind praktisch nur noch in digitalem Format vom Filmverleih zu beziehen. Deswegen war die technische Aufrüstung nur eine Frage der Zeit. Alte Filmrollen sind aber dennoch hin und wieder im Einsatz. Die Unterschiede sind beachtlich: Moderne Filme im Digitalformat haben ca. 200 GB und kommen auf portablen Festplatten daher. Im Gegensatz dazu bestehen klassische Kinofilme aus bis zu 8 grossen Filmrollen. Dass Filme bei der Vorführung reissen, kommt häufig vor.

Dann dürfen die Zuschauer eine ausserordentliche Pause geniessen, während der Vorführer im Technikraum den Film leimen darf. Keine leichte Aufgabe. Auch das nahtlose Wechseln zwischen den Rollen ist eine Kunst für sich. Es gibt in ganz Schweden nur noch eine Handvoll Spezialisten, die sich darauf verstehen. Gleich mehrere davon gibt es in Adak.

David Abramsson und die digitale Technik bei Sagabiografen in Adak
Der Aufmacher zur Story: David Abramsson und die technische Zeitreise


David Abramsson (20) ist einer der Vorführspezialisten, der in Adak im Ehrenamt das Festival mit ermöglicht. Er wirkt etwas menschenscheu und verlegen. Aber zwischen antikem Projektor und moderner Digitaltechnik blüht er sichtlich auf, und erzählt von den Höhen und Tiefen des Daseins in der „Dunkelkammer“ hinter dem Kino. Er ist angespannt vor der Premiere für die neue Technik. Filmvorführer sind spezielle Menschen.

Und dann gab es da noch die besonderen Einweihungsgäste. Aber das ist der Stoff für den nächsten Blogartikel.

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"Infinity" und ein Rückblick auf den Sommer in Lappland

Rückblick? Auf den Sommer? Ja. Wie im letzten Blogeintrag schon kurz erwähnt, hat der Herbst am Polarkreis Einzug gehalten. Blätterbüschel in schillernden Farben schmücken die Bäume und wirbeln durch die Luft. Der Wind hat sich vor einigen Tagen schlagartig verändert, ist jetzt durchdringend und kalt. Die Fleecejacke kommt wieder zum Einsatz. Diese abrupten Jahreszeitenwechsel sind ein Merkmal des polaren Klimas.  

Also Blick zurück auf den Sommer. Der Sommer ist regelmässig umtriebig und quirlig. Zum Sommeranfang erwachen binnen Tagen nicht nur die Pflanzen- und Tierwelt, sondern auch die Menschen um uns herum zu neuem Leben. Der „Sommermodus“ wird eingeschaltet. Denn Menschen, Tiere und Pflanzen wissen – bewusst oder unbewusst -, dass die Sommersaison nur kurz ist im Vergleich zum langen, kalten und dunklen polaren Winter.

Und so war auch unser Sommer mit verschiedenen Grossprojekten angefüllt. Auf der fotografischen Seite waren wir diesen Sommer fast ausschliesslich für die Presse unterwegs. Ungewöhnlich, aber bereichernd. Der Terminkalender war gut gefüllt, und Reportageeinsätze machen einfach unglaublich viel Spass. Sie haben nur eine systembedingte Nebenwirkung: den allgegenwärtigen Termindruck.

Ich nenne das scherzhaft den fotografischen „JPEG-Modus“. Für Kunden im Tourismusbereich wird mit weniger Zeitdruck gearbeitet. Das heisst dann Aufnahmen in RAW mit teilweise recht umfangreicher Nachbearbeitung. Ganz anders bei Aufträgen von Zeitungen. Die Deadline für die Einlieferung der Bilder liegt bei zwei bis drei Stunden. Lebenslanges Lernen und kontinuierliche Verbesserungen sind angesagt, und die vielen Reportageeinsätze haben unseren Workflow an einigen Punkten in Frage gestellt um dann zu Verbesserungen zu führen. Dazu demnächst ein eigener Blogartikel.

In den nächsten Tagen werde ich in einer kleinen Serie einige der Reportagebilder zeigen, die uns selbst am besten gefallen haben. Dazu gibt es jeweils Hintergrundinfos zum Event, bzw. der Veranstaltung.

Die in vieler Munde befindliche „Work-Life-Balance“ ist gerade in der stressigeren Sommersaison wichtig. Deswegen planen wir uns immer auch feste Zeiten für persönliche Projekte ein. Aus einem dieser Projekte stammt auch das Bild unter dem Titel „Infinity“.

Wer sich in der Stimmung wieder findet: Das Bild gibt es übrigens auch als Print. Bei Interesse bitte Mail.


Infinity - Die Seele baumeln lassen
Die Seele baumeln lassen - Infinity am Polarkreis


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Dinosaurier am Wegesrand? - Arktischer Sommer in Lappland 2013

Für Überraschungen ist der Alltag hier immer wieder gut: Aus dem Augenwinkel beschlich mich das Gefühl, beim Vorbeifahren beobachtet worden zu sein. Rückwärtsgang. Tatsächlich. Gruselig, gespenstisch starrte ein Schädel auf die Strasse. Ein Dinosaurier? Nicht wirklich. Das Skelett eins verendeten Rentieres, das anderen Teilen der Tierwelt als Nahrung gedient hatte, lehnte so an einem Baum, dass diese skurrile Szene zustande kam.

Das ist übrigens der letzte Beitrag zur Serie „Arktischer Sommer in Lappland 2013“, denn der Herbst hat nun begonnen. Das Wetter hat sich in den letzten Tagen verändert, und heute ist der erste richtige Herbsttag. Nicht mehr lange bis zum ersten Schneefall...

Dinosaurier am Wegesrand? - Arktischer Sommer in Lappland 2013
Dinosaurier am Wegesrand?

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Tod am Strand - Arktischer Sommer in Lappland 2013

Einer jener richtigen Hochsommertage in Lappland. Die Luft steht. Schon gegen 9 Uhr zeigt das Thermometer im verglasten Vorbau satte 45 Grad. Und im Freien sind es knappe 30.

Was tun? Ein Ausflug an den Strand! Kürzlich hatte ich einen sehr abgelegenen Uferstreifen entdeckt, dem ich nochmals einen Besuch abstatten wollte. Der Weg dorthin führt zwei Stunden durch den etwas kühleren Wald. Wunderbar.

Angekommen reibe ich mir verwundert die Augen. Dieser unberührte Strand ist anscheinend bei Rentieren sehr beliebt. Mehrere Totenschädel und Skelette liegen in der malerischen Landschaft. Ich lasse das Rätsel auf sich beruhen und wandere weiter. Lappland ist immer wieder für eine Überraschung gut.

Tod am Strand - Arktischer Sommer in Lappland 2013
„Tod am Strand“, ein Rentier-Friedhof in malerischer Landschaft

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Der Tag, an dem das Festnetz verschwand - Arktischer Sommer in Lappland 2013

"Ist Anja zuhause?" - "Kann ich bitte Markus sprechen?". Ja, so war es in der guten alten Zeit. Jeder Haushalt hatte sein Telefon, das von der ganzen Familie genutzt und untereinander geteilt wurde. Wer erinnert sich nicht noch an die Telefonbelagerung durch haushaltsangehörige Teenager. Und das Familientelefon stand immer an einem zentralen Platz. Heimliche Telefonate waren fast unmöglich.
 
Doch damit ist jetzt Schluss. In weiten Teilen von Väster- und Norrbotten jedenfalls. Dort werden gerade die oberirdischen Telefonleitungen des guten alten Festnetzes abgebaut. Auf lange Sicht soll in den nächsten Jahren ganz Schweden von der Abrüstung betroffen sein. Insgesamt eine Million Telefonleitungsmasten sollen in den nächsten acht Jahren in ganz Schweden werden abgebaut.
 
Der Hintergrund liegt in einer deutlichen Veränderung. Nach der Statistik des schwedischen Post- und Telestyrelsens haben heutzutage 97% aller Schweden ein Mobiltelefon. Nur noch 76% der Haushalte haben einen Festnetzanschluss (Tendenz stark sinkend). In Haushalten, in denen nur Personen unter 25 Jahren leben, sind es sogar nur noch 65 Prozent. Ausserdem haben Umfragen ergeben, dass 31 Prozent der Befragten sich ein Leben ohne festen Telefonanschluss vorstellen.
 
So werden in naher Zukunft in einem ersten Schritt 50.000 Haushalte in 200 Kommunen ihr Festnetz verlieren. Heute zog sich der Abrisstrupp auch durch unser kleines Dorf. Gemischte Gefühle bei den Zuschauern. Schliesslich funktionieren Mobiltelefone nur, wenn das Stromnetz funktioniert. Das alte Festnetz hat auch bei Stromausfällen - die im Winter hier durchaus häufiger vorkommen - noch funktioniert. Viele Menschen sorgen sich, dass Notrufe in Zukunft nicht mehr möglich sind. Nutzer des SOS-Alarmsystemes - meist ältere oder behinderte Menschen - stehen vor noch grösseren Fragezeichen.

 
Noch gen Himmel zeigend, liegt es nun am Boden:
Das Festnetz im Inland von Västerbotten


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2013 ist ein Rekord-Beerenjahr in Lappland, und: Wenn sogar der Hund auf die Hjortron kommt

Die über Midsommar in Nordschweden (insbesondere in Lappland) gereiften Beeren geniessen weltweit einen hervorragenden Ruf und sind beliebt bei Feinschmeckern wie Sterneköchen. Viele Urlauber kommen eigens gezielt zur Beerensaison zu uns, um dann mit reichen Schätzen wieder nach Hause zu fahren.

Und sogar Gastarbeiter aus fernen Ländern werden eigens für die Ernte der begehrten Beeren eingeflogen: Dieses Jahr haben 6.061 Thailänder eine zeitlich befristete Arbeitserlaubnis für die Dauer der Beerensaison erhalten (im Vorjahr waren es 5.807).
 
Am begehrtesten ist die Hjortron (Moltebeere, Engl: Cloudberry), die den würdevollen Titel "Gold of Lapland" trägt. Das schlägt sich auch im Preis nieder. Dieser liegt in der Saison bei um die 10 Euro pro Kilo Rohware. Aber auch viele andere Beerensorten halten, was sie versprechen.
 
Wie sieht es aus mit den Beeren dieses Jahr? Geradezu unglaublich. Eine Rekordernte wird erwartet und bereits jetzt - sehr zeitig im Jahresvergleich - schwärmen Einheimische und Besucher in die Wälder aus, um abends schwerbeladen wieder nach Hause zu kommen. Wer auf Beeren aus Lappland aus ist, sollte sich also am besten sofort ins Flugzeug oder Auto setzen. Nicht zuletzt deswegen, weil die Hjortron-Saison sehr kurz ist; sie dauert nur drei bis vier Wochen.
 
Erstaunliche Feststellung: Die Beeren sind dieses Jahr so gut, dass sogar unsere Hunde gerne Moltebeeren zupfen und verspeisen.

2013 ist ein Rekord-Beerenjahr in Lappland, und: Wenn sogar der Hund auf die Hjortron kommt
Hjortron - Das „Gold of Lapland“ - wird sogar von Hunden geliebt!

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Der 15. Lapland Ultra Marathon - Arktischer Sommer in Lappland 2013

Ultra-Marathon ist eine spezielle Sache. Geht es doch um Distanzen, die länger als die "normalen" 42,195 Km sind. Der Veranstaltungen gibt es nicht so viele. Eine sticht heraus, und die ist - natürlich - in Lappland: Der Lapland Ultra Marathon in Adak.
 
Die Laufstrecke beträgt exakt 100 Km, mitten durch weitläufiges Gebiet unter der Mitternachtssonne. Dieses Jahr war es in der Nacht vom 28. auf den 29. Juni wieder einmal soweit. Der Startschuss fällt traditionell um 22 Uhr. Ein kleines, aber sehr erlesenes Starterfeld mit Läufern aus Schweden, Norwegen, Deutschland, Japan und den USA war am Start. Ich hatte das Event für die Presse fotografiert und kann jetzt einige Bilder auch hier zeigen.

Die Organisation hinter einem solchen Lauf ist beeindruckend komplex und es ist erstaunlich, dass sich jedes Jahr so viele ehrenamtliche Helfer bereitwillig engagieren.
 
Dieses Jahr war zudem ein Jubiläum angesagt: der 15. Lapland Ultra Marathon!
Die Läufer haben einiges zu berichten. Manch einer hat sogar schon einen Bären vor sich über die Strasse springen sehen. Und von beharrlichen Mückenschwärmen wurden sie alle geplagt. Dennoch fasziniert die Freude der über die Ziellinie Laufenden immer wieder.
 
Sieger in der Königsklasse wurde dieses Jahr übrigens der Schwede Johan Steene. Mit am Start war auch der bekannte Henry Wehder (Deutschland), der wegen Fussproblemen allerdings nur als Dritter ins Ziel kam.

-> Zur Bildstrecke: Der 15. Lapland-Ultra-Marathon

Der 15. Lapland Ultra Marathon
Johan Steene - Sieger beim 15. Lapland Ultra Marathon in der 100 Km-Klasse

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Stippvisite in Luleå III - E.T. und die Technik - Arktischer Sommer in Lappland 2013

Stippvisite in Luleå III - E.T. und die Technik - Arktischer Sommer in Lappland 2013


Behind the scenes: E.T. habe ich bei der kürzlichen Stippvisite in Luleå auch getroffen. Und das ist eigentlich auch nur logisch. Luleå ist schliesslich eine High-Tech-Hochburg.

Die Luleå Tekniska Universitet (Technische Universität Luleå, Infos auf Deutsch hier) ist in etlichen Bereichen weltweit führend. Und in Kooperation mit dem Esrange Weltraumbahnhof in der Nähe von Kiruna kann man in Luleå sogar Raumfahrttechnik studieren. Nebenbei ist die LTU auch die nördlichste Technische Universität in den skandinavischen Ländern.
 
Neben der LTU ist das Cluster an Produktionsfirmen aus dem Bereich Video-, Film- und Fernsehproduktionen ein wichtiges technisches Standbein.
 
Ach ja, und dass Facebook kürzlich sein grosses Europa-Rechenzentrum in Luleå aufgebaut hat, dürfte sich mittlerweile auch herum gesprochen haben. Grund dafür war übrigens das Klima. Die Kälte hilft Kühlkosten sparen und das scheint sich ganz gut zu rechnen.

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Malå in Lappland - einst ein Mekka für Naturliebhaber und Ornithologen - Arktischer Sommer in Lappland 2013

Malå ist eine kleine, beschauliche Kommune in Västerbotten. Bei 3.203 Einwohnern auf 1.599 Quadratkilometern ist das auch kein Wunder. Ja und Malå hat auch beachtliche Vogelbestände  und ist ein Mekka für Ornithologen. Oh. Entschuldigung. War ein Mekka für Ornithologen. Oder noch genauer: Ist ein Mekka für Ornithologen gewesen.

Warum das? Vor drei Jahren kamen vermeintlich schlaue Köpfe auf die Idee, in Malå in grossem Umfang Windkraftwerke anzusiedeln. Völlig umweltfreundlich. Natürlich. Schneisen wurden in unberührte Wälder geschlagen. Felsen wurden gesprengt. Neue Hochspannungsleitungen gezogen. Und vieles mehr. Nun stehen jede Menge Windkraftwerke in dem, was einst unberührte Natur war. So hat es Malå auch auf die Top-20 Liste der Windkraftkommunen in Schweden geschafft.

Der lokalen Bevölkerung wurden die Wohltaten der Windkraft angepriesen. Die Nachteile wurden geflissentlich verschwiegen. Womit wir beim Thema wären. Dass Windkraftwerke systematisch Vögel schreddern ist nicht neu. In Malå war es anscheinend völlig unbekannt. Und das in einer Kommune, über deren ornithologische Artenvielfalt sogar ein eigenes Buch verfasst wurde: „Fåglar i Malå“ von Leif Bildström, Ingemar Olofsson, 2005, 273 Seiten, ISBN 91-631-7125-2.

Am vergangenen Wochenende haben Frau Lapplandblog und ich zu Studienzwecken einen Spaziergang in einem der Windparks unternommen. Und das Fundstück des Tages war alles andere als erfreulich (s.u.). Wer das Thema Windkraft in Lappland eingehend studieren möchte, dem sei die – mitunter schockierende - Serie von Frau Lapplandblog  ans Herz gelegt. Dort gibt es hier auch die weiteren Details zum traurigen Fund.
 
Nach Auskunft von Experten ist das übrigens erst der Anfang. Wenn die Zugsaison im Herbst beginnt, wird mich massenhaft getöteten Vögeln gerechnet…

Naturtouristen und insbesondere Ornithologen können jetzt also Malå getrost von der Liste streichen.

Von Windkraft geschredderter Vogel in Malå Lappland

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Kitsch oder Klischee? Egal! Was fürs Herz! - Arktischer Sommer in Lappland 2013

Kitsch oder Klischee? Egal! Was fürs Herz! - Arktischer Sommer in Lappland 2013

Behind the scenes: Kitsch oder Klischee? Oder beides? Oder einfach nur was fürs Herz? Jedenfalls ein bezaubernder, völlig abgelegener und unberührter Strand irgendwo in Lappland...


Ein Klischee ist eine überkommene Vorstellung oder ein eingefahrenes Denkschema, eine abgedroschene Redensart oder vorgeprägte Ausdrucksweise, ein überbeanspruchtes Bild (Stilmittel), das sich auf eine entweder regelhaft wiedererkennbare oder äquivalent dazu häufig zugeschriebene gemeinsame Eigenschaft einer Menge von Personen, Objekten etc. (konkret einer Menge von Individualbegriffen) bezieht und auf welche das Klischee demnach angewendet werden kann. Das Klischee existiert als etwas geistig bzw. sprachlich Schablonenhaftes. Es ist dabei charakteristisch, dass die Eigenschaft, welche das Klischee bedeutet, nicht eine der Eigenschaften ist, welche die gleichartigen Einzelelemente zu einer benennbaren Klasse werden lässt, sondern vielmehr eine zusätzliche, davon unabhängige Eigenschaft ist. Quelle: Wikipedia „Klischee“

 

 

Kitsch steht zumeist abwertend gemeinsprachlich für einen aus Sicht des Betrachters minderwertigen, sehnsuchtartigen Gefühlsausdruck. In Gegensatz gebracht zu einer künstlerischen Bemühung um das Wahre oder das Schöne, werten Kritiker einen zu einfachen Weg, Gefühle auszudrücken, als sentimental, trivial oder kitschig. Quelle: Wikipedia „Kitsch“


 

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Green - Arktischer Sommer in Lappland 2013

Green - Arktischer Sommer in Lappland 2013

Behind the scenes: Alles im grünen Bereich?

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Sonntägliche Weite - Arktischer Sommer in Lappland 2013



Sonntägliche Weite in Älvsbyn - Arktischer Sommer in Lappland 2013


Behind the scenes: Sonntägliche Weite. Wunder der Schöpfung. Solche Momente machen mich sprachlos. In der Nähe von Älvsbyn, Norrbotten, Lappland.

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Stippvisite in Luleå II - Arktischer Sommer in Lappland 2013

Stippvisite in Luleå II - Arktischer Sommer in Lappland 2013

Behind the scenes:  Teil zwei der Stippvisite in Luleå.

Seehäfen haben etwas bezauberndes. Das Flair der grossen weiten Welt. Weltenreisende. Alles verbunden mit dem Charme von Schrott und Unrat. Dazu robuste Technik. Im Hafen von Luleå gibt es ein Monument, das für mich all das auf den Punkt bringt: Den alten Hafenkran, mit dem das Hafenbecken regelmässig ausgebaggert wird. Wie bei einer regelmässigen Kur zur Erneuerung.

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Stippvisite in Luleå - Arktischer Sommer in Lappland 2013

Stippvisite in Luleå - Arktischer Sommer in Lappland 2013

Behind the scenes: Gestern war ich auf geschäftlicher Stippvisite in Luleå, Regionhauptstadt von Norrbotten, des nördlichsten Bundeslandes Schwedens. Hier ein Ausblick auf den Hafen. Im Hintergrund die berühmte Eisbrecherflotte, die derzeit gerade ihren Sommerschlaf hält.
 
Luleå ist übrigens eine traumhaft schöne Stadt, die idyllisch am Meer gelegen ist, und über die eine stetige Brise weht. Der salzige Wind des Meeres verzaubert die Stadt im Sommer mit einem südländischen Flair. Allen Norrland-Urlaubern sei ein Abstecher sehr ans Herz gelegt. 

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Schweden ist, wenn sogar der Wald Nationalfarben trägt - Arktischer Sommer in Lappland 2013

Schweden ist, wenn sogar der Wald Nationalfarben trägt - Arktischer Sommer in Lappland 2013

Behind the scenes: Zugegeben, der Titel ist etwas reisserisch. Lässt er doch vermuten, der schwedische Wald sei latent nationalistisch eingestellt. Ist er nicht.

Die Bändchen in den Nationalfarben deuten vielmehr das baldige Ende dieses Waldes an. Mit solchen Platiskbändern werden die Aussenkanten eines Abrodungsgebietes gekennzeichnet. Die Farben stehen für die Gesellschaft, welche die Abholzung betreibt. Um welche Dimensionen es sich dabei handelt und wie es nach dem Abholzen weitergeht, ist in unserer Serie über die Wald- und Holzwirtschaft in Lappland nachzulesen.

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Wunder der Natur - Wilde Orchideen in Lappland - Arktischer Sommer in Lappland 2013

Wunder der Natur - Wilde Orchideen in Lappland

Behind the scenes: Entspannen und die Seele baumeln lassen. Nach einem ziemlich anstrengenden 12-Stunden Reportageeinsatz - die ganze Nacht hindurch und das für vier Fachredaktionen gleichzeitig mit jeweils eigenen Vorgaben für Thema und Aufmachung der Bilder - habe ich mir einen besonders langen Ausflug in die Natur gegönnt, um abzuschalten.

Es hat sich wieder einmal gelohnt, denn ein ganzes Feld wilder Orchideen wollte entdeckt werden. Die wilden Orchideen in Lappland sind einfach traumhaft. Ich könnte stundenlang dasitzen und sie einfach nur betrachten. Nun bin ich kein Pflanzenkundler. Aber ein solcher, der uns vergangenes Jahr besuchte, bezeichnete diese Art als Dactylorhiza fuchsii (engl. Common spotted orchid, deutsch: Fuchs' Knabenkraut).

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Flower Power - Arktischer Sommer in Lappland 2013

Flower Power - Arktischer Sommer in Lappland 2013

Behind the scenes: Was wäre der Sommer in Lappland ohne „Flower Power“? Dadurch, dass es rund um die Uhr Sonnenschein gibt, ist es hier im Moment wie in einem gigantischen Treibhaus.

Für alle Neueinsteiger: Den Sommer über poste ich dieses Jahr Eindrücke vom Arktischen Sommer am Polarkreis in Lappland. Keine strikte Serie, sondern „Spotlights“, die den Alltag und das Leben beleuchten.

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Vorgartenidylle - Arktischer Sommer in Lappland 2013

Vorgartenidylle - Arktischer Sommer in Lappland 2013

Behind the scenes: Nein, das ist kein deutscher Vorgarten. Auch wenn alles dafür spricht. Es ist tatsächlich ein schwedischer Vorgarten, irgendwo in Lappland. Klarer Befund: Schweden und Deutsche scheinen - zumindest teilweise - auf ein gemeinsames „Kulturerbe“ zurück zu blicken. Hat-Tip an Petra Fuelbert für das Entdecken des Motives!

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Sunset - Arktischer Sommer in Lappland 2013

Sunset - Arktischer Sommer in Lappland 2013

Behind the scenes: Am Ufer. Es ist spät. Gegen 23 Uhr 30. Die Sonne geht unter in Lappland. Soweit sie eben sinkt am Polarkreis zu dieser Jahreszeit. Farbenspiel im Wasser. Meine Träume und Gedanken gehen auf die Reise...

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After the rain - Arktischer Sommer in Lappland 2013

After the rain - Arktischer Sommer in Lappland 2013

Behind the scenes: Die letzten Tropfen des kurzen, aber heftigen Schauers gleiten an mir herunter. Die Erde atmet. Nebelschwaden steigen aus dem getränkten Boden zu mir auf. Die Pflanzen wirken dankbar für die Erfrischung. Das Grün um mich herum scheint gleichsam zu explodieren. Die Schwalben ziehen wieder ihre Kreise über dem Fluss. Ich setze meine Wanderung fort. Noch nicht wissend, wohin mich der Weg heute führen wird.

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Road Closed - Location Scouting - Arktischer Sommer in Lapland 2013

Road closed - arctic summer 2013

Behind the scenes: Manchmal ist das Location Scouting spannender als das spätere Fotografieren. Und immer wieder erlebe ich dabei unerwartete Überraschungen. Vergangene Woche wollte ich einige neue Forgotten Places für den Arctic Summer Fotoworkshop besuchen, um die GPS Daten zu erfassen. Doch der Weg dorthin hatte sich verändert. Die alte und baufällige Brücke war anscheinend ins Visier der zuständigen Behörde geraten. Mit verschweissten Traversen gesichert gab es mit dem Auto hier kein Durchkommen mehr. Aber getreu der alten Weisheit „Der Weg ist das Ziel“ habe ich einen schönen Umweg aufgestöbert, der neue Schätze zutage gefördert hat...

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Midsommar - Arktischer Sommer in Lapland 2013

Midsommar am Polarkreis

Behind the scenes: Zu Midsommar das obligatorische Bild mit einer gelben Blüte. Ab Midsommar ist Schweden für einige Wochen gespenstisch. Das sehr populäre Fest – wahrscheinlich der „höchste“ schwedische Feiertag – kündigt sich durch lange Karawanen von Wohnmobilen und PKWs mit Wohnanhängern an. Vor einigen Tagen haben die langen Sommerferien begonnen und spätestens jetzt zieht Schweden kollektiv  in die Sommerstugas und auf Campingplätze.  Während ich diese Zeilen schreibe, herrscht draussen bereits unheimliche Totenstille. Über Midsommar wird - meist in der Natur - kräftig gefeiert und ab jetzt kommt Schweden urlaubsbedingt in weiten Teilen zum Erliegen. Büros und Geschäfte sind verwaist und wehe, es wird jetzt ein Handwerker benötigt oder ein eiliger Behördengang steht an.

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Arktischer Sommer in Lapland 2013 - Moonrise on a foggy day

Arktischer Sommer Lapland 2013 - Moonrise on a foggy day

Behind the scenes: Mondaufgang im Nebel. Der Tag vor „Midsommar“ war in Lappland durchgängig verregnet. Am Abend ziehen dichte Nebelschwaden am Boden entlang bei einer gefühlten Luftfeuchtigkeit von 100%. Der Mond bahnt sich seinen Weg am beinahe taghellen Abendhimmel.

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Arctic Summer Lapland 2013 - Out in the nature I

Arctic Summer Lappland 2013 - Out in the nature I

Behind the scenes: Heute der Beginn der Bilderserie „Out in the nature“ über den arktischen Sommer 2013 in Lappland. Diese Aufnahme stammt von einem Ort, an dem ich kürzlich Aufnahmen für ein Reisemagazin gemacht habe. Ein sehr idyllischer Platz - wären da nicht ungefähr eine Million Stechmücken unterwegs gewesen.

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