Auswandern als Filter

Einige klare, offene, aber hoffentlich heilsame Worte für alle Auswanderer und solche, die es werden wollen.

Ich erinnere mich gut. Vor etwa 25 Jahren habe ich – als damals noch aktiver Musiker - im Fachblatt Musik Magazin eines der sehr raren Interviews mit Jack Bruce gelesen. Dieses war abgelaufen wie immer. Nach einem „warming up“ ist der Interviewer auf Jacks Zeit mit „The Cream“ zu sprechen gekommen. Jack brach das Interview daraufhin (sinngemäss) mit den Worten ab: Cream war 1966 bis 1968. Das ist jetzt 20 Jahre her und damit Schnee von gestern. Du hast mich nicht nach meinen aktuellen Bands und Projekten gefragt, für die ich heute brenne.

Eine traurige Geschichte, die aber leider sehr gut zu Auswanderungserfahrungen passt.
Auswanderer sei Dir bewusst: Die Kontakte zu den Menschen, mit denen Du früher in Deinem „alten Wohnsitzland“ zu tun hattest, dünnen sich aus. Ab und an meldet sich manchmal jemand. Dann aber in aller Regel aus Neu-Gier und mit Anknüpfung an „die gute alte Zeit“.

Auswanderer, erwarte nicht, dass grosses Interesse an Dir als Mensch und daran, wie es Dir in Deinem neuen Leben und in Deiner neuen Heimat geht, besteht. Nein, leider ist es in aller Regel die Gier nach Spektakulärem und natürlich der Trieb der Anderen, etwas über sich selbst zu erzählen.

Auswanderer, sei beruhigt: Der räumliche Abstand und ein ganz anderes Leben erleichtern es Dir, die psychologischen Hintergründe und Mechanismen zu erkennen.  Du wirst immer ruhiger schlafen und immer öfter wird ein Lächeln über Dein Gesicht huschen…

So, das musste mal raus.

Wenn Du eine Auswanderung planst und zur Vorbereitung dafür gerne gecoacht werden willst, darfst Du gerne Kontakt mit uns aufnehmen.  

Das Sieb der „Freunde“ und Bekannten
Das Sieb der „Freunde“ und Bekannten - nur wenige „bleiben hängen“