Kleine Schwedische Kaffeekunde

Rein statistisch haben die Finnen den größten Kaffeekonsum der Welt, dicht gefolgt von den Norwegern und den Schweden (Quelle: Wikipedia).
 
Im Jahr 2011 entfielen auf jeden Schweden 6.329,2 Gramm Kaffee. Das gibt so etwa 3 Tassen pro Tag (Quelle: Euromonitor - PDF).
 
Zieht man Kinder, Jugendliche und ältere Menschen ab, dürfte die tatsächliche Zahl bei den "aktiven Kaffeetrinkern" deutlich höher liegen. Nach meinen eigenen Erfahrungen dürfte der Praxiswert bei ca. 6 Tassen liegen. Das hat auch mit der schwedischen Eigenart der Fikapausen zu tun.
 
Interessanterweise gibt es in der schwedischen Kaffeekultur einige Besonderheiten, die dem Tourist oder Einwanderer vielleicht nicht bekannt sind. Deswegen hier einige Erklärungen.
 
Die Verwirrung fängt bereits beim Einkauf an. In Schweden gibt es nämlich zwei unterschiedliche Kaffearten. Dem ungeübten Auge fällt das vielleicht nicht auf. Quillt dann aber später der Kaffee aus dem Filter der Kaffeemaschine sind Ärger und Verwirrung gross.

Schwedische Kaffeekunde: Bryggkaffee und Kokkaffee
Zum Verwechseln ähnlich: Bryggkaffee und Kokkaffee

 
Die unterschiedlichen Sorten hören auf den Namen "Brygg", bzw. "Kok".

Der Bryggkaffee ist für die aus Mitteleuropa bekannte Kaffeemaschine bestimmt.

Der Kokkaffee hingegen ist für die Zubereitung im Perkolator bestimmt. In Deutschland ist die Kaffeezubereitung durch Perkolation heutzutage nahezu völlig in Vergessenheit geraten. Bekannt ist es vielleicht durch die kleinen Espresso-Perkolatoren, die ein beliebtes Mitbringsel aus dem Urlaub in südeuropäische Länder sind.

Ein schwedischer Perkolator aktueller Bauart mit Zubehör
Ein schwedischer Perkolator aktueller Bauart mit Zubehör

Die in Schweden gebräuchlichen Perkolatoren arbeiten nach demselben Prinzip, sind aber einige Nummern grösser. Der "Kokkaffee" ist nun für die Zubereitung im Perkolator bestimmt. Der Geschmack des durch Perkolation hergestellten Kaffees ist speziell. Er ist sehr stark und enthält normalerweise viel "Kaffeesatz". Der gröbere Kokkaffe der beim Kontakt mit dem kochenden Wasser stark aufquillt kann auch in normalen Kaffeemaschinen verwendet werden, wenn die Dosierung auf etwa die Hälfte verringert wird.
 
Beim Einkauf deswegen bitte auf die Bezeichnung und die Symbole auf den Kaffeepaketen achten. Das Symbol mit der stilisierten Kanne steht für den Kokkaffe, das Symbol mit dem stilisierten Porzellanfilter für Bryggkaffee.

Und welche Kaffeesorte ist nun die Beste? Die Geschmäcker gehen auseinander. Ein schwedischer Klassiker ist der "Löfbergs Lila". Vom Geschmack her ist er allerdings nicht mit mitteleuropäischem Kaffee zu vergleichen. Und noch eine Besonderheit: Schweden trinken ihren Kaffee gerne stark. Was in Mitteleuropa am oberen Ende der Stärkeskala liegt, ist hier gerade einmal knapp unter dem Durchschnitt. Dafür werden die Tassen in Schweden normalerweise nur ungefähr halb- bis zweidrittelvoll gemacht. Und wer es perfekt machen möchte, serviert seinen Gästen Würfelzucker und keinen Streuzucker.

 Ein schwedischer Kaffee-Klassiker: „Löfbergs Lila“
Ein schwedischer Kaffee-Klassiker: „Löfbergs Lila“
Achten Sie auf die eingekreisten Symbole


Was uns zu der alten schwedischen Weisheit führt: Alles darf geschehen. Aber dass kein Kaffe im Haus ist, wenn ein Besucher vor der Tür steht, ist eine Katastrophe. In diesem Sinne.
 
 

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Malå in Trauer (Aus aktuellem Anlass gibt es heute kein sonntägliches Foto-Futter)

Das ansonsten sehr beschauliche und ruhige Malå mit seinen ca. 2.000 Einwohner im Kernort (Västerbotten, Schwedisch-Lappland) ist zu trauriger Berühmheit gelangt:
 
Am Samstagabend ereignete sich ein dramatisches Unglück. Aus bislang ungeklärten Gründen kam ein PKW in der Ortsmitte von der Fahrbahn ab und raste in eine Fussgängergruppe auf dem Gehsteig. Sechs Personen - darunter fünf Kinder und Teenager - wurden schwer verletzt; einer der Verletzten, ein 13-jähriger Junge, ist später seinen Verletzungen erlegen. Die Rettungsdienste und die Polizei der Region waren an der Kapazitätsgrenze. Rettungshubschrauber aus Lycksele und Östersund waren vor Ort.
 
Malå trauert.

Unsere Gedanken sind bei allen Verletzten und allen Angehörigen. Viel Kraft in diesen schweren Stunden.

Malå in Trauer / Malå i sorg
Der Unfallort am Tag nach dem Geschehen:
Grosse Anteilnahme und Bestürzung

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Tipps zur mobilen Fotografie - Mit dem Smartphone durch den Winter

Heute soll jetzt es um Tipps für die Fotografie mit dem Smartphone im Winter gehen,

Allgemeine Tipps für das Fotografieren in der Kälte hatte ich Anfang des Jahres schon hier ausführlich beschrieben.
 
Und wer sich in der Kälte hier im Norden dem Fotografieren von Polarlichtern widmen möchte, wird hier fündig.
 
Nun aber zum Fotografieren mit dem Smartphone in der Kälte:

1. Da haben wir zunächst einmal das generelle Kälteproblem

Die meisten Smartphones lieben von Haus aus keine Kälte. Und insbesondere das unter vielen Fotografen heiss geliebte iPhone macht hier gar keine besonders gute Rolle.

Das Hauptproblem liegt in der Batterie (d.h. dem Akku). Die Elektronen in einer abkühlenden Batterie fliessen "langsamer" und der innere Widerstand im Akku nimmt zu. Deswegen liefert der Akku immer weniger Energie. Das Problem ist im Prinzip dasselbe, wie bei "richtigen" Digitalkameras. Nur sind die Akkus von DSLRs schlichtweg grösser dimensioniert. Deswegen dauert die Zeit bis zum "Coolout" dort länger.

Hinzu kommt, dass Fotoapps auf Smartphones in aller Regel ohnehin wahre Stromfresser sind, was auch bei zivilisierten Temperaturen zur schnellen Ermüdung der Akkus führt.
 
Geladene Reserveakkus in der Innentasche könnten eine Hilfe sein, wenn es sich
a. nicht um ein iPhone mit fest eingebautem Akku handelt, oder
b. der Austausch der Akkus allzu "friemelig" ist. Schon der Akkutausch bei der DSLR ist bei minus 30 Grad alles andere als angenehm. Ein filigranes Smartphone zu öffnen, um den Akku zu tauschen ist bei grosser Kälte rein praktisch beinahe unmöglich.
 
Wer alle Akkuleistung fürs Fotografieren braucht, sollte das Telefon in den Flugzeugmodus schalten. Durch den abgeschalteten Sende- und Empfangsteil sinkt der Stromverbrauch.

Der Extratipp lautet deswegen übrigens auch, die Akkus immer bei Zimmertemperatur zu laden und nicht per Autoladekabel im eiskalten Wagen.
 
Ich habe mit verschiedenen Smartphones vom iPhone bis zu "Billig-Smartphones" experimentiert und dabei festgestellt, dass die Billig-Handys von Haus aus oft viel weniger Strom verbrauchen als ihre luxuriöseren Geschwister. Einschlägigen Labortests zufolge schneiden Samsung Galaxy Androiden hier am besten ab (was sich mit meinen unwissenschaftlich ermittelten Ergebnissen deckt).
 
Die Abhilfe liegt darin, das Smartphone möglichst nahe am Körper, z. B. in warmen Innentaschen, zu tragen. Die Zeit in der Kälte ist auf ein Minimum zu reduzieren, was z. B. bedeutet, dass mit dem Upload mit Instagram bitte zugewartet wird, bis Mensch und Smartphone wieder im Warmen sind.
 

2. Das führt aber direkt zum nächsten Problem: Der Kondenswasserbildung.
 
Schnelle und starke Temperaturwechsel von Kälte zu Wärme führen dazu, dass die Luftfeuchtigkeit in der wärmeren Luft am und im kalten Smartphone kondensieren kann. Ist das an der äusseren Hülle vielleicht noch verschmerzbar (weil die Geräte hermetisch verschlossen, oder gar wassergeschützt sind), kann Kondenswasser im Inneren schnell zum elektronischen Tod führen.

Deswegen gilt hier dasselbe, wie für alle Digitalkameras. Beim Verbringen in die Wärme soll das Smartphone in einem geschlossenen Behälter sein (Plastiktüte genügt) und langsam "auftauen". Unter keinen Umständen schnell und mit Hilfsmitteln (Fön, oder auf der Heizung) erwärmen!
 
Unterwegs ist das aber leichter gesagt, als getan. Denn schon der Wechsel nach 5 Minuten bei minus 30 Grad ins gemütlich warme Auto kann ernste Probleme mit sich bringen. Das Smartphone immer in der Kälte zu belassen ist wegen des unter 1. angesprochenen Akkuproblemes auch keine Alternative.
 

3. Der Touchscreen.

In der Kälte gibt es ein weiteres Problem. Die Touchscreens reagieren immer behäbiger und versagen irgendwann ihren Dienst. Und ist das Telefon erst einmal richtig ausgekühlt kann ein unbedachter Atemhauch zur spontanen Eisbildung auf dem Screen führen.
 
Auch die Bedienung mit den Fingern kann zum selben Effekt führen und die blossen Finger kühlen ja selbst schnell aus.

Abhilfe schaffen können spezielle Handschuhe mit denen sich der kapazitive Touchscreen gut bedienen lässt. Ob Ihnen das die Investition von 30-50 Euro in spezielle Handschuhe wert ist, müssen Sie selbst entscheiden. Mir fehlt bei den bisher getesteten Handschuhen schlichtweg das Feingefühl.
 
Meine persönliche Alternative sind Handschuhe für die Jagd, auf die ich durch Zufall auf einem Flohmarkt gestossen bin: Eine Kombination aus Fäustling und Halbfingerhandschuh. Der Fäustling lässt sich nach oben klappen und legt die Finger frei. Im innenliegenden Fingerhandschuh gibt es keine Fingerkuppen. Für den Jäger gibt das den Weg zum Abzug frei und für mich den Weg zum Touchscreen :)

 
4. Von verschiedenen Seiten werden - gerade für den Wintereinsatz - Schutzhüllen empfohlen. Dem kann ich mich nicht anschliessen. Wer immer eine Schutzhülle verwendet, mag das auch im Winter tun. Spezielle Kälteschutzhüllen haben sich bei mir als wirkungslos erwiesen.

Viel Erfolg bei der Smartphone-Fotografie im Winter!
Wer noch weitere Tipps hinzufügen möchte, bitte in die Kommentare posten. Danke!


Minus 30 Grad
„Minus 30 Grad können sehr unangenehm sein - besonders für Smartphones“

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Wintervorbereitungen in Lappland (heute: Mobilität und Auto)

Das erste reale Schneetraining der Saison in Lappland haben wir in den letzten Tagen bereits absolviert. Regional lagen bereits bis zu 30 cm frischer Neuschnee.
 
Höchste Zeit, die letzten Wintervorbereitungen zu treffen. Einige Tipps für den Umgang mit der Kälte hatte ich vor einiger Zeit hier schon einmal gebloggt.
 
Und einge Tipps zum Autofahren und zu Reifen mit Spikes gibt es hier nach zu lesen.
 
Heute soll es um eine weitere wichtige Vorbereitungsmassnahmen gehen, an die Auswanderer und Touristen gleichermassen denken sollten.

Wir beginnen mit der Vorbereitung von Tür- und Zündschlössern.
 
Bald fallen die Temperaturen in Lappland. Schnell sind es - gerade in den Nächten - minus 15 bis minus 20 Grad. Befindet sich dann auch nur ein wenig Feuchtigkeit im Türschloss, gibt es - gleich ob an der Hausür oder am Auto - kein Herein mehr. Von den "altbewährten" Methoden (z. B. Schlüssel mit dem Feuerzeug aufwärmen, usw.) können wir nur dringend abraten. Moderne Tür- und Zündschlösser enthalten nämlich oft Teile aus Plastik. Ein Auftauversuch mit den klassischen und brachialen Methoden führt schnell zur Zerstörung und zu teuren Reparaturen (und wenn es dumm läuft, auch zu einer Nacht im Freien bei tiefen Minusgraden).
 
Am besten ist es daher, vorzubeugen. Die Schlösser sollten spätestens jetzt mit speziellem Öl behandelt werden. Das Låsolja ("Schlossöl", "Lock oil") - zwei Beispiele sind links im Bild zu sehen -  kommt in einer handlichen Sprühflasche daher. Ein kurzer Sprühstoss in alle Schlösser spart jede Menge Ärger.
 
Und wenn es doch einmal geschehen sollte (z. B. weil Sie das rechtzeitige Ölen dennoch vergessen haben sollten), hilft Låsespay ("Enteiser", "Lock de-icer") - rechts im Bild. Das Auftauspray kommt in einer noch handlicheren Flasche (ist ja auch logisch, denn es gehört in die Jacken- oder Handtasche und nicht IN das Auto). Das Prinzip ist dasselbe: Ein kurzer Sprühstoss ins Schloss und nach wenigen Minuten ist dasselbige aufgetaut. Dann bitte nicht vergessen, anschliessend gleich noch das normale Schlossöl hinterher sprühen, damit Ihnen künftige Probleme in der Wintersaison erspart bleiben.
 
Wenn Sie ein ganz modernes Auto mit berührungslosem Tür- und Zündschloss via Sender haben sollten Sie daran denken, die Batterien im Sender zu prüfen und ggf. auszutauschen.
 
Für alle Autotypen gilt: Die Türgummis sind Ihnen dankbar, wenn Sie sanft mit Glycerin eingerieben werden. Das beugt dem Anfrieren vor.
 
Nicht zu vergessen sind dann noch: Neue Scheibenwischer, frischer Frostschutz für die Scheibenwaschanlage und ggf. eine Prüfung des Glykolgehaltes in der Kühlerflüssigkeit. Am besten legen Sie den Scheibenfrostschutz und den Frostschutz in der Kühlerflüssigkeit auf minus 40 Grad aus.
 
Wegen des Diesels müssen Sie sich keine Sorgen machen: Nordisches Winterdiesel ist für Temperaturen von minus 35 bis minus 40 Grad ausgelegt. Falls Sie eine lange Anreise im Winter haben, sollten Sie so schnell (und ggf. so oft) wie möglich in Schweden zutanken, um möglichst schnell vollständigen Temperaturschutz haben.

 Nützliches Trio: Schlossöl und Auftauspray
„Nützliches Trio: Schlossöl und Auftauspray“

 

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Rezension: Social Media für Fotografen

Heute steht ein Buch zur Rezension, bei dem es nicht unmittelbar ums Fotografieren geht, das aber ein für alle Fotografen (gleich ob Hobby oder Professionelle) interessant sein könnte.

Im mitp-Verlag ist gerade das Buch "Social Media für Fotografen" von Bela Beier erschienen. Auf 272 Seiten (Softcover, Format 17 x 24 cm, Euro 29,95) verspricht das Buch "Alles, was Sie über Facebook, Google+, Twitter, Blogs und Foto-Plattformen wissen sollten".
 
Schon auf den ersten Seiten fällt auf, dass sich Bela im richtigen "Fachjargon" bewegt. Er verwendet viele Beispiele aus der fotografischen Wirklichkeit. Ein Pluspunkt, denn einige vergleichbare Werke sind sehr allgemein gehalten und erschweren dem aus der Fotografie kommenden Neuling in Sachen Soziale Medien das Verständnis.
 
A propos Neuling: Das Buch richtet sich definitiv an Einsteiger. Es werden sehr viele Grundlagen erklärt. Das ist gut. Wer sich allerdings schon in Sozialen Medien bewegt und Erfahrungen gesammelt hat, dürfte nicht allzu viel Neues entdecken können. Alle Neueinsteiger, die sich bislang ausschliesslich mit klassischen Marketingmethoden beschäftigt haben, werden grossen Nutzen aus dem Werk ziehen können.
 
Positiv fallen zunächst das gut lesbare Layout und die übersichtliche Gliederung auf. Auch wenn die Gliederung dazu verführen mag, gezielt in einzelne Bereich zu springen, würde ich dem Einsteiger die Lektüre des ganzen Buches empfehlen. Denn Bela beginnt konsequent und mit der wichtigen Frage nach einer Strategie. Danach folgen drei Kapitel zur eigenen Homepage (schliesslich die Basis dessen, was später via Soziale Medien in Umlauf gebracht werden soll).
 
Anschliessend geht es in Kapitel 5 um die Grundlagen der SEO ("Search Engine Optimization").
 
Bis hierher schreibt Bela über das "Fundament", sprich die Grundlagen. Nun geht es an die Arbeit. Bela nimmmt den Leser an die Hand bei der Einrichtung einzelner Accounts. Im Detail geht es z.B. um Gmail, XING, die Fotocommunity und Facebook.
 
Fotocommunity? Ja, richtig gelesen: Fotocommunity. Das vermag ich nun nicht ganz nach zu vollziehen. Für professionelle Fotografen dürfte die Fotocommunity eher unattraktiv sein. Und neben XING hätte ich mir noch mehr Details zu LinkedIn gewünscht. Auch zu Google Reader, Google Analytice, Link Shortener und Flickr bietet Bela Input.
 
Sehr ausführlich widmet sich Bela dem Anlegen eines Facebookaccounts und dem Einrichten von WordPress für einen Blog oder eine Homepage. Hier findet der Anfänger viele Tipps und Hinweise. Allerdings dürfte die Halbwertszeit vieler Details begrenzt sein.  
 
Im letzten Kapitel rundet Bela das Buch mit einem Ausblick auf die mögliche Zukunft der Sozialen Medien ab.
 
Im umfangreichen Anhang präsentiert Bela einen "Social Media Atlas", in dem er die einschlägigen Netzwerke und Services übersichtlich darstellt.
 
Leseproben stehen beim Verlag zum Download bereit.
 
Fazit
 
Positiv: Social Media für Fotografen ist ein umfassendes Werk für alle Fotografen, die in die Nutzung von Sozialen Medien neu einsteigen wollen. Das Buch vermittelt einen guten Überblick und hilft mit vielen Details bei den ersten Schritten. Wer sich dann weiter vertiefen will, wird sich in weitere Netzwerke und Plattformen einarbeiten und seine eigenen Schwerpunkte setzen.
 
Negativ: Die Auswahl der Schwerpunkte (Gmail, XING, die Fotocommunity und Facebook) kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ich hätte mir Detailausführungen zu Google+ und z.B. 500px gewünscht.
 

 Social Media für Fotografen von Bela Baier

 
 

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Foto-Futter 41/2012

- Das Blogsterben geht weiter
 
Jüngster Kandidat in der Reihe der des Bloggens müde Gewordenen ist Leichtscharf. Einige Gedanken zur derzeitigen Blogmüdigkeit und zum Blogsterbern gibt es hier und hier.
 
Von verschiedenen Seiten wird verlautbart, dass es sich nicht nur um Fotoblogs handelt, sondern dass eine nicht ganz rational erklärbare Entwicklung auf breiter Front vor sich geht.
 

- Jetzt aber eine erfreuliche Nachricht


Bei Craft & Vision waren die monatlichen Podcasts (u.a. mit David DuChemin) bislang den Premium-Abonnenten vorbehalten. Das hat sich vor einigen Tagen geändert und ich kann die Podcasts einfach nur empfehlen. Hier gehts zur Liste und zum Download.
 


- Vernachlässigt Nikon das DX-Segment - eine seiner "Cashcows" - sträflich?


Thom Hogan ist überzeugt, dass dem so ist und hat den DX-Monat ausgefrufen.

 
- Soziale Medien

Ich lese gerade Social Media für Fotografen und darf ein Review im Laufe der Woche ankündigen.

 
- A propos Socziale Medien

Ich bin übrigens als architectofvision auch auf Instagram zu finden.
 
 
- Was kann ein Like auf Facebook alles bedeuten?

Eine ganze Menge! Bei Rosh Sillars gibt es einen guten Artikel dazu "17 Types of Facebook Likes".
 
 
Das wars für heute. Gutes Licht und einen guten Start in die Woche!
 
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Epidemie?

Moment - erst einmal den Mundschutz überstreifen. Könnte ja gefährlich werden. Wer weiss?
 
Wikipedia belehrt uns:
 

Aus epidemiologischer Sichtweise wird von einer Epidemie gesprochen, wenn in einem bestimmten Zeitraum die Inzidenz (als Anzahl der neuen Erkrankungsfälle) zunimmt.


 
Der Begriff „Erkrankungsfälle“ trifft die heutige Thematik vielleicht nicht zu 100%. Aber ganz im Ernst.

Unter den deutschsprachigen Fotoblogs tritt gerade ein merkwürdiges Phänomen auf: Blogmüdigkeit, die bis zum Blogtod reicht.
 
Damit mir bitte niemand etwas unterstellt, das ich so nicht geschrieben und/oder gemeint habe: Ich kritisiere keinen der geschätzten Bloggerkolleginnen und Kollegen. Es fällt mir einfach nur schmerzlich auf.
 
Innerhalb kurzer Zeit sind einige bekannte und beliebte Fotoblogs vom Netz gegangen (teilweise ist der komplette Content verschwunden). Andere Blogger sind der Trolle ermüdet, und haben die Kommentarfunktionen stillgelegt. Wieder andere sind in die faktische Totenstarre übergegangen, indem die Blogfrequenz zum Erliegen gekommen ist. Und eine letzte Gruppe schreibt ganz offen über derzeitige Überlegungen zur aktiven blogtechnischen Sterbehilfe.
 
Jetzt frage ich mich:
 
1. Wo liegen die Ursachen?
2. Ist das ansteckend?
 
Die Ursachenforschung ist interessant. Die ersten Symptome sind leicht zu übersehen. Ein Burnout im Blog ist schnell erreicht. Insbesondere, wenn sich ein innerer Leistungsdruck aufbaut. Wer die eigene Blogger-Seelenhygiene gut im Griff hat, reagiert wahrscheinlich mit der Senkung der Blogfrequenz. Andere Charaktäre drücken auf den Exit-Knopf beim sprichwörtlichen letzten Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.
 
Was ich aber nicht verstehe (es will mir einfach nicht in den Kopf) ist, warum im Prinzip alle Kandidaten noch auf diversen sozialen Medien vertreten sind (und dort mitunter viel und fleissig schreiben und diskutieren). Auch hier gilt wieder "Keine Kritik". Aber ich wäre für Input und Meinungen zu diesem - aus meiner Sicht - Widerspruch sehr dankbar.
 
Was dann zur Frage nach der Ansteckungsgefahr führt. Was wird als Schutz derzeit empfohlen? Den Computer zuklappen, zur Kamera greifen und fotografieren (gerne ausserhalb des Büros oder Wohnzimmers).

Epidemie oder Blogsterben?
„Epidemie / Blogsterben ?!“

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Menüführung und Markentreue

Igitt. Verwirrung. Das habe ich nun davon, dass der Kamerapark bisweilen mit neuen Modellen erweitert wird.

Wer denkt sich denn nur so etwas aus? Die Rede ist von den Menüs und der Menüführung. Seitenlang, unübersichtlich und dazu noch schlecht durchdacht.

Um keine Entrüstungsstürme los zu treten verkneife ich es mir, hier einen Screenshot vom fraglichen Kameradisplay zu posten. Meine Erkenntnis gibts aber trotzdem:
 
1. Ich verstehe die Schlichtheit und den Charme einer M immer besser...
 
2. Das neumodische Menügedöns erhöht - quasi als Marketinginstrument - die Markentreue. Bei den bewährten Arbeitstieren aus dem Hause Nikon werden die Menüs von Modellgeneration zu Modellgeneration zwar umfangreicher, die Systematik bleibt aber dem Grunde nach erhalten. Um mir die Gedankenakrobatik zu ersparen, bleibe ich Nikon eher treu.
 
3. Vielleicht hilft die Gehirnakrobatik ja auch gegen das Einrosten der Hirnwindungen.
 
Weitere Ideen?
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