Berufsbild Kameradisplaydesinfektor - Über Golgafrincham, Kameradisplays, Mobiltelefone und EHEC

Um die Displays von Digitalkameras ranken manche Mysterien. Ich spreche heute ausnahmsweise einmal nicht von der fotografischen Seite, sondern von den ausgehenden Gesundheitsrisiken. Mindestens zwei Risiken wären hier zu nennen:

- Der chronisch deformierte Nasenrücken. Er entsteht, wenn der Fotograf die Kamera zu fest an das Gesicht drückt. Die Nasenspitze wird dabei i.d.R. fest an das rückseitige LCD-Display gedrückt. Das hinterlässt nicht nur unschöne Spuren auf dem Display - dazu sogleich mehr - sondern setzt den Nasenrücken einem beständigen Druck aus. Mit der Zeit kann das zu einer chronischen Nasenspitzenverformung (Deformation) führen. Ist es erst einmal soweit gekommen, kann Abhilfe meist nur noch auf schönheitschirurgischem Wege gefunden werden. Dem Vernehmen nach laufen vor den Verwaltungsgerichten bereits erste Verfahren auf Anerkennung als Berufskrankheit. Aber dieses Phänomen betrachten wir in einem späteren Blogeintrag. 

- Heute geht es um die zweite, derzeit viel aktuellere Problematik: Die Keimansammlung und deren Übertragung. Ausser Frage, dass die ständig den Umwelteinflüssen ausgesetzte Nasenspitze ein Reservoir für Keime und Erreger aller Art ist. Von Keimen, die sich im Fotografen selbst vermehren und über das Ausatmen verbreitet werden (von Niesanfällen bei einem Schnupfen möchte ich hier gar nicht erst sprechen) einmal ganz abgesehen. Zwar haben sich einige Hersteller der Produktion von Kameradisplayschutzfolien verschrieben, um die Problematik des Nasenabdrucks auf dem Display zu umgehen. Letztlich ist das aber Kosmetik, denn weder wird der Nasenrücken-Deformations-Syndrom, noch der Keimreservoir-Problematik dadurch effektiv entgegen gewirkt. 
Ich sehe hier nicht unerhebliche Gesundheitsrisiken, die den Beruf des Fotografen über kurz oder lang in das Aus befördern können.

Wissenschaftliche Forschungen haben schon vor mehreren Jahren die Übertragungsproblematik durch Elektrogeräte untersucht. So berichtete der Spiegel bereits im August 2006 unter der Überschrift “Schmutzige Handys” über das Übertragungsrisiko durch Keimansammlungen auf Mobiltelefonen.

Die Onlinepublikation Technology Review hat das Thema im Februar 2007 aufgegriffen, Computertatstaturen unter die Lupe genommen und ist zu demselben alarmierenden Ergebnis gekommen. 

Originalzitat aus dem Artikel in der Technology Review: “Als der Mikrobiologe Dr. Charles Gerba von der Universität von Arizona vor zwei Jahren verschiedene Lebensbereiche untersuchte, zeigte sich, dass an Computerarbeitsplätzen im Schnitt 400 mal mehr Keime finden sind als auf einer Klobrille. Das schmutzigste Objekt auf einem Schreibtisch ist das Telefon mit knapp 4000 Mikroben pro Quadratzentimeter. Die Tastatur liegt bei etwas über 500 krabbelnden Keimen pro Quadratzentimeter (gefolgt von Maus, Faxgerät und Kopierer).”.

Telefoninterviews mit Infektionsschutzärzten bestätigten die Vermutung: Kameradispplays stehen im Verdacht eine erhebliche und ernstzunehmende Quelle für die Übertragung mitunter gefährlicher Krankheitserreger zu sein. Die Problematik wird besonders brisant durch den Umstand, dass Profi-Fotografen oft zu Assignments kreuz und quer durch die Welt jetten und damit die Verbreitung von Erregern begünstigen.

Auswege aus der sich anbahnenden Krise?

Fotografen müssen gesetzlich verpflichtet werden, Ihre Kameradisplays in regelmässigen Abständen zu desinfizieren. Bei Landschaftsfotografen mindestens täglich, bei Portrait- und People-Fotografen zwingend nach jedem Shooting. Die ordnungsgemässe Durchführung der Desinfektionen ist durch ein Kameradisplaydesinfektionslogbuch nachzuweisen (dieses ist autorisierten Personen auf Verlangen zur Kontrolle vorzulegen). Eine Kontrollbehörde ist einzurichten. Ausserdem müsste gesetzlich eine Pflichtschulung “Grundregeln der Hygiene beim Umgang mit elektronischen Digitalkameras” zur Berufsausübungsvoraussetzung gemacht werden.

Das ist keineswegs so trist und düster, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag. Denn hier bahnt sich ein neues und zukunftsträchtiges Berufsbild an, nämlich das eines Kameradisplaydesinfektors. Künftig werden am Set nicht nur Assistenten, Stylisten und Visagisten, sondern auch Kameradisplaydesinfektoren zum gewohnten Bild gehören.

Am wichtigtsan aber bleibt “Don´t panic”! :)



Übrigens:  Der internationale Towel-Day hat sich gerade wieder einmal gejährt und das Motto des Tages - “Don´t panic” - scheint wieder einmal aktuell wie selten. 

Und der Kameradisplaydesinfektor ist selbstverständlich ein ehrenvoller Nachfahre des Telephondesinfizierers. Kleine Nachhilfestunde für die jüngeren Leser, die Douglas Adams wahrscheinlich nicht mehr gelesen haben (zu meiner Zeit war das allgemeinbildende Pflichtlektüre):

Der Telephondesinfizierer ist ein fiktiver Beruf aus Douglas Adams Film “Per Anhalter durch die Galaxis”.

Telephondesinfizierer desinfizieren Telefone und verhindern damit Seuchen, die durch Ohrmuscheln nicht desinfizierter Telefone übertragen werden.

Der Hintergrund der Geschichte ist folgender: Auf dem Planeten Golgafrincham wurde der Beruf des Telephondesinfizierers von der angeblichen Bevölkerungsgruppe der Idioten durchgeführt, die auf diesem Planeten angeblich ein Drittel der Bevölkerung ausgemacht haben soll. Die Telephondesinfizierer haben ausserdem gleichzeitig weitere unsinnige Berufe, wie z.B. des des Versicherungsvertreters, ausgeübt. Die Telephondesinfizierer des Planeten Golgafrincham wurden deswegen im Raumschiff Arche B ausgesetzt und strandeten dann vor Urzeiten auf der prähistorischen Erde .

Die Unsinnigkeit des Berufsfeldes des Telephondesinfizierers wird allerdings dadurch in Frage gestellt, dass die Einwohner von Golgafrincham an einer Seuche ausstarben, die durch ein nicht desinfiziertes Telefon verursacht worden sei. 

Have a nice day and „Don´t panic!“ :)

Das Handwerkszeug des Kameradisplaydesinfektors (natürlich mit Handtuch)
„Das Handwerkszeug des Kameradisplaydesinfektors (natürlich mit Handtuch)“



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Climate change - We have survived the winter, or: summer, soon...

Climate change - We have survived the winter, or: summer, soon...
„We have survived the winter“


Behind the scenes: Klimawandel, Vulkanausbrüche, Aschewolken, und vieles mehr füllt die Klimadiskussion rund um die Erderwärmung (Wiki-Svenska, Wiki-Deutsch). Ich bin kein Wissenschaftler, sondern nähere mich dem Problem pragmatisch-beobachtend. 

Aus dieser Perspektive war dieser Winter in Lappland ausgeprägt kalt. Und auch im Mai liegen die Temperaturen noch deutlich unter den Werten der beiden vergangenen Jahre. Im Wald und am Wegesrand finden sich noch immer einige kleine Schneenester.

Aber was ist schon ein Vergleichsmasstab von 2 Jahren im Kontext von globaler Erderwärmung? 2007 hatten wir Rekordwärme. Seitdem kühlt der Mikrozyklus in Lappland ab. Aber die Natur- und Tierwelt scheren sich anscheinend ohnehin nicht so viel um die kurzfristigen Rhythmen.

Ein Blick in die Tierwelt ist aufschlussreich. Dieses Jahr ist wieder ein Jahr der Nager und Kleintiere. Mäuse und Ratteninvasion auf den Feldern und um das Haus herum. Damit dürfte es nächstes Jahr wieder ein Jahr der Greifvögel werden. 

Zum Bild: Ich liebe es, der Entfaltung der Farnpflanzen zu zusehen. Sie haben die grosse Kälte des Winters überlebt und entfalten sich der Sonne entgegen. Und irgendwie haben sie eine “kollektive Klimaintelligenz” entwickelt, denn Wikipedia lehrt uns:

“Im Erdzeitalter Karbon vor etwa 400 Millionen Jahren bildeten Farne (in grösserer Form als heute, meist Baumfarne genannt) zusammen mit Schachtelhalmen und Bärlapppflanzen riesige Wälder und schufen somit die Basis für die heutigen Steinkohle-Vorkommen. Die ältesten fossilen Funde stammen aus dem unteren Devon. Sie sind somit wahrscheinlich älter als die Samenpflanzen, die erstmals im oberen Devon auftraten.”

Was Klimaveränderungen angeht, scheinen uns diese einfachen, aber sehr bezaubernden Pflänzchen einiges voraus zu haben.


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Wohnungsnot?

Wohnungsnot?
„Wohnungsnot?“


Behind the scenes: Wohnungsnot?

Viele Inlandskommunen in Lappland befinden sich derzeit “auf dem absteigenden Ast” wie es so schön heisst.

Junge Menschen ziehen - spätestens zur Gymnasialausbildung - in die Städte. Und meistens bleiben Sie dann auch nach dem Abschluss der Ausbildung dort.

Die Bevölkerung hier altert. Häuser stehen zuerst leer und verfallen dann häufig (wenn sie denn nicht malerisch belegen sind und dann von den Familien als Sommerhäuser (“Sommarstuga”) weiter genutzt werden).

Der Wohnungsbau kommt vielerorts zu Erliegen. Warum sollen auch neue Wohnungen gebaut werden, wenn alle Statistiken darauf hindeuten, dass die Bevölkerung dramatisch schwindet.

Diese Fakten mögen bitte auch alle, die sich mit dem Gedanken ans Auswandern nach Lappland beschäftigen, auf dem Schirm behalten. Führt der Bevölkerungsschwund doch auch zum schleichenden Abbau der allgemeinen Grundversorgung in vielen Bereichen.

Im Rahmen eines Auftrages war ich in der vergangenen Woche in Vännäs und konnte mir dort ein Bild des Ernstes der Lage verschaffen.

Dennoch: Ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt. Eine schöne Symbolik im Bild and ich auf der Rückseite der Schule in Vännas. Hier gibt es offenbar ein Wohnungs-Überangebot. Allerdings nur für Vögel.


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Foto-Futter 21/2011 mit Input und Know-How rund um die Fotografie

Wieder druckfrisch: Das aktuelle Foto-Futter 21/2011 mit Input und Know-How rund um die Fotografie


• Herausfordernder Augenschmaus


Heute empfiehlt Frau Lapplandblog das Portfolio von Christy Wootens “Real Life Photography”.



• Fotofeinkost


- Fotojournalismus aktuell - “I was thinking as a photographer”: Im internationalen Blog der Nachrichtenagentur Reuters gibt es einen Bericht, der unter die Haut geht.

Es geht um eine Situation, die man die man vielleicht nicht unbedingt erleben muss. Ein regelmässig für Reuters tätiger Fotograf war mit seiner Familie auf Flugreise, als plötzlich eines der Triebwerke des Airbus in Flammen aufging und die Crew sofort eine Notlandung vorbereitete. An diesem Punkt bewies der Fotografenkollege geradezu unglaubliche Kaltblütigkeit und griff zur Kamera, um die Situation zu dokumentieren.


- Gerade für Fotojournalisten, aber auch generell im Rahmen vieler Fotoprojekte, ist Storytelling durch Bilder ein Muss. Bei Scott Bourne gibt es eine interessante Checkliste dazu.


- Bei Nachbelichtet gibt es einen sehr lesens- und bedenkenswerten Artikel mit dem Titel “Von der Kunst nicht zu fotografieren”.


- Um die möglichen juristischen Nebenwirkungen eines iPhone für Naturfotografen geht es in einem amüsanten Artikel bei Maclife.



• Aus dem Testlabor


- An erster Stelle möchte ich nochmals an unseren grossen Vergleichstest zu Portfolio-Tools für Mac OS X erinnern.


- Im Testlabor befinden sich derzeit Focal Blade von The Plugin Site “Sharpening at its best” und iCalamus “Desktop Publishing für Mac OSX”. Die ausführlichen Tests kommen in nicht allzu ferner Zukunft.



• Know-How-Input


- Für kreative, fotografische Bastler ist die Seite Do It Yourself Photography immer wieder eine Fundgrube und einen Blick wert.


Das wars für heute. Und jetzt bitte alle zur Kamera greifen und Bilder machen gehen!


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Vergleichstest: Portfolio-Tools für Mac OS X im Vergleich

Der Vergleichstest: Portfolio-Tools für Mac OS X im Vergleich

Bilder wollen gezeigt werden. Einerlei, ob eine schöne Slideshow von den Urlaubsbildern für das private Blog oder eine Präsentation für einen Kunden erstellt werden soll. Und die Krönung ist natürlich die Erstellung von Portfolios zur Präsentation der eigenen Fotografie.

Mittlerweile gibt es dafür einige Tools auf dem Markt, die das Vorgehen sehr vereinfachen und ansehnliche Resultate liefern. Drei davon nehmen wir in diesem Vergleichstest unter die Lupe: Soundslides, Slideshow und FlippingBook.

Die Reihenfolge der Testkandidaten ist übrigens rein zufällig gewählt. Jedes der Programme hat seine Stärken und Schwächen. Neben den speziellen Tools gibt es natürlich auch die Möglichkeit, Galerien über eingebettete Viewer wie z. B. Slimbox o.ä. zu erstellen. Das beinhaltet aber oft eine nicht so geschmeidige Navigation und i.d.R. auch kein Autoplay.

Die vorgestellten Programme sind so unterschiedlich, dass es schwer fällt einen Testsieger zu küren. Jeder Anwender muss seine eigenen Kriterien aufstellen und dann entscheiden. Diese Auswahl zu erleichtern ist das Ziel dieses Vergleichstests. Zu jeder getesteten Software gibt es eine eigene Bildergalerie mit Screenshots und natürlich ein Musterportfolio.

Für den Test haben wir 9 Bilder im Format 600 x 450 herausgesucht, denen sich die einzelnen Programme stellen mussten. Die Grösse der 9 Files beträgt zusammen 868 KB.

Für den ganzen Test gilt: Testsystem waren jeweils zwei Macs (Macbook und Powerbook, jeweils unter Mac OS X 10.5.8).



Kandidat 1

Beginnen wir mit einem echten Klassiker: Soundslides


Soundslides (Link zur Homepage von Soundslides) ist ein Tool aus der Praxis für die Praxis. Entwickelt wurde die Software von Joe Weiss, der selbst als Fotojournalist tätig ist. Soundslides ist sehr verbreitet und bestimmt haben Sie schon etliche Portfolios gesehen, die mit der Software erstellt wurden. Soundslides ist an den Erfordernissen der journalistischen Praxis ausgerichtet: solide, durchdacht und sehr funktional. Die Standard-Version verlangt nach einem Soundfile im MP3 Format, die Pro-Version erstellt auch Slideshows ohne Soundtrack. Die Bilder müssen im JPG-Format vorliegen. Die Ton- (soweit erwünscht) und Bilddateien müssen mit externen Programmen vorbereitet werden. Bei den Bildern umfasst das insbesondere die Skalierung und Optimierung für die Bildschirmanzeige (Schärfen).

An dieser Stelle sei auf eine wichtige Grundüberlegung für die meisten Programme (teilweise Ausnahme: Flipping Book) hingewiesen. Die Entscheidung für Hochformat oder Querformat muss vor der Erstellung der Slideshow getroffen werden. Die Formate zu mischen ist zwar theoretisch möglich, sieht aber äusserst bescheiden aus. Optimalerweise sollten alle verwendeten Bilder auf die exakt gleichen Pixelmasse verkleinert und/oder beschnitten werden.

Zurück zu Soundslides. Für die Slideshow gibt es etliche sehr durchdachte Optionen, welche die Bedürfnisse aus der Praxis abdecken. Angenehme und zweckmässige Farbpaletten sind im Standardumfang enthalten. Eigene Presets können erstellt und gespeichert werden. Captions und Credits können zu jedem Bild standardmässig oder auf Klick dargestellt werden. Auch für die Übergänge stehen eine Vielzahl praxistauglicher Varianten zur Auswahl. Die Bildübergänge können auf Klick oder als Autoplay mit einstellbarer Länge erstellt werden.

Beim Exportieren der Slideshow gibt Soundslides einen Datei-Ordner mit einer Fülle an Dateien aus. Das eigentliche Portfolio wird dabei im Flash-Format generiert. Ein Export in einen Movie bietet Soundslides nicht an. Verschiedentlich wird das kritisiert. Ich halte diese Kritik für nicht berechtigt, denn das Ausgabeergebnis von Soundslides via Flash kann sich absolut sehen lassen. Für eine Präsentation auf CD oder DVD muss jeweils einfach nur auf den jeweiligen Ordner verlinkt werden. Jeder Ordner enthält eine eigene “index.html” Datei.
Für eine Veröffentlichung der Slideshow im Web muss der gesamte Ordner auf den Server geladen werden. Soll die Slideshow in eine Webseite eingebunden werden, muss dann mit einem Embed-Tool, das über eine Webseite des Herstellers erreichbar ist, der Embed-Code für die Flash Dateien erstellt werden. Dieser kann dann in eine Webseite eingebunden werden. Das ist der einzige Kritikpunkt, der mich stört. Denn wer garantiert die Verfügbarkeit dieses Online-Tools, das für den Embed-Code benötigt wird? Und in Content Management Systeme ist die Einbindung beschwerlich, weil immer ein händischer Zwischenschritt erforderlich ist. Das erschwert den Workflow.

Für die neueste Version von Soundslides (1.9.4) gibt es jetzt auch die Möglichkeit, die generierten Flash-Slideshow über einen Online-Konverter auf der Homepage des Herstellers in einen Movie (MP4) umzuwandeln. Leider unterstützt dieser derzeit noch nicht alle Übergänge.

Für den Fotografen “on the road” ist das Programm meiner Erfahrung nach aber ein Goldstück. Lassen sich doch fertige Slideshows auf dem Notebook erstellen und die fertigen Mediaordner an die Redaktion senden. Dort kann dann der Embed-Code für die Publizierung im Websystem der Zeitung gefixt werden.

Aus den 9 Bildern hat Soundslides einen Publishing-Ordner mit einer Grösse von 7,2 MB erstellt.

Anmerkung zum Testsystem: Soundslides ist anspruchslos und genügsam, was die Systemvoraussetzungen angeht. Es gibt auch eine Windows-Version.

-> Hier gehts zum mit Soundslides erstellten Portfolio (neues Fenster)

-> Hier gehts zu den Screenshots von Soundslides (neues Fenster)



Kandidat 2

Der nächste Kandidat ist ein Programm mit movieorientiertem Ansatz: Slideshow von Apimac
(Link zur Homepage von Slideshow).

Slideshow erstellt Filme, Flash-Videos (FLV), lauffähige Slideshows für Windows und Mac OS X, und erstellt auch via iDVD fertige Projekte auf DVD. Die Programmoberfläche ist sehr übersichtlich gehalten und leitet den Anwender in 4 Schritten vom Import zum Export. Auch für Slideshow gilt, dass die verwendeten Audiodateien und Bilder mit externer Software vorbereitet werden sollten. Auch hier sollten die Bilder im JPG-Format vorliegen und für die Bildschirmanzeige skaliert und optimiert sein.

Eine eventuell zu lange Audiodatei wird von Slideshow passend abgeschnitten. Schön sind die einblendbaren “Closed Captions”, die zwei Zeilen umfassen. Sie können auf bestimmte EXIF-Daten zurückgreifen oder einen freien Text enthalten, und sehen wie ansprechende Untertitel aus. In der Farbauswahl ist Slideshow einfacher als Soundslides gehalten. Insgesamt ist Slideshow einfach und unkompliziert. Bei den Ausgabeoptionen ist zusätzlich ein editierbarer “Abspann” auswählbar. Der mit Slideshow exportierte Film hat eine Grösse von 9,2 MB.

Wir haben uns übrigens für den MP4-Export entschieden. Slideshow exportiert hier als “.m4v”, auf den wir direkt verlinken. Ob alle Browser - insbesondere unter Windows - diesen Filetyp anzeigen können, ist für uns allerdings etwas zweifelhaft (Leser, die Windows verwenden können das einfach selbst prüfen).

Anmerkung zum Testsystem: Bis Version 9.6 läuft Slideshow unter PPC, ab Version 9.7 setzt die Software einen Intel-Prozessor voraus.

-> Hier gehts zum mit Slideshow erstellten Portfolio (Direktlink zum Film, neues Fenster)

-> Hier gehts zu den Screenshots von Slideshow (neues Fenster)



Kandidat 3

Der jüngste Kandidat im Test ist FlippingBook Photographer
(Link zur Homepage von FlippingBook).

Kurz nach Fertigstellung des Tests haben wir erfahren, dass FlippingBook Photographer vom Hersteller durch die neuere Software FlippingBook Photo Album ersetzt worden ist. FlippingBook verfolgt ein charmantes Konzept, indem es ein klassisches Portfolio-Buch mit Hilfe von Flash nachbildet. Mit Seiten zum Umblättern und dem passenden Sound dazu. Für die Erstellung des Buches wird der Anwender mit einem Assistent durch die erforderlichen Schritte geführt. Die Tücke liegt etwas in den Optionen, insbesondere der Grösse. Denn FlippingBook skaliert und schneidet die Inhalte automatisch passend für die ausgewählte Grösse. Das hat Vor- und Nachteile. Wer den Experimentieraufwand nicht scheut, wird mit interessanten und sehr ansehnlichen Ergebnissen belohnt, zumal die Software verschiedene Layout-Optionen für die Verteilung der Bilder auf die Seiten anbietet. Damit lassen sich Bilder im Hoch- und Querformat in einem Portfolio mischen. Für die farbliche Gestaltung stehen eine Vielzahl an Optionen zur Verfügung. Eine Untermalung mit Sound ist nicht vorgesehen.

Beim Export erstellt auch FlippingBook einen Ordner, der eine “index.html” Datei enthält. Der ganze Ordner muss auf den Server geladen werden. Ein Embed in Webseiten ist nicht vorgesehen. Es muss vielmehr auf die Index-Datei im Ordner verlinkt werden. FlippingBook hat aus den Bildern einen Ordner mit 4,4 MB erstellt.

Anmerkung zum Testsystem: FlippingBook setzt Mac OS 10.5 voraus und läuft mit PPC und Intel. Die Nachfolgersoftware Photo Album setzt Mac OS 10.6 voraus und läuft nur noch mit Intel Prozessor.

-> Hier gehts zum mit FlippingBook erstellten Portfolio (neues Fenster)

-> Hier gehts zu den Screenshots von FlippingBook (neues Fenster)


Wenn es Fragen zu einem der Programme (oder zu mehreren) gibt, bitte in die Kommentare posten!
Viel Freunde mit den eigenen Portfolios!


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Sommarkänsla / Sommerliche Gefühle

Sommarkänsla / Sommerliche Gefühle
„Sommarkänsla / Sommerliche Gefühle“


Behind the scenes: An den Stränden in Lappland fühlt es sich mittlerweile auch schon richtig sommerlich an.

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En promenade

Kranich - En promenade in Lappland
„En promenade“


Behind the scenes: Viele Kraniche (wirklich drollige Wesen, wenn man sie eine Weile beobachtet - laufen wie Flugsaurier) tummeln sich derzeit in Lappland. Hier ein eher seltener Anblick: Ein einsamer Kranich. Normalerweise sind sie immer als Pärchen unterwegs. Ob Nummer zwei etwas schon brütet?


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Foto-Futter 20/2011 mit Input und Know-How rund um die Fotografie

Und hier kommt wieder druckfrisch das aktuelle Foto-Futter 20/2011 mit Input und Know-How rund um die Fotografie


• Das heutige Fotografenportrait
ist ein richtiger Geheimtipp und wird Ihnen wieder redaktionell von Frau Lapplandblog präsentiert. Es eröffnet völlig neue Perspektiven und es es geht um eine Herausforderung:

Loren Worthington zeigt eine ungewohnte Welt aus einer ungewohnten Perspektive. Seit seinem 21. Lebensjahr ist Loren querschnittsgelähmt und an den Rollstuhl gebunden. Er fotografiert die Rollstuhlsportszene in Arizona. Seine Fotos sind nicht nur oft aus ungewohnter Perspektive, sondern allesamt auch richtig gut.


• Fotofeinkost

- Bei Craft & Vision ist wieder ein neues Ebook erschienen: Extreme Perspectives von Alexandre Buisse. Alexandre gibt in der bewährten Craft & Vision Methodik eine Einführung in die Fotografie im Gebirge und führt den Leser in einige der entlegensten Gebiete der Welt. Wie immer geballtes Know-How für Landschaftsfotografen zum charmenten Preis.

- Bei Mike Johnston gibt es einen wunderbaren Artikel unter der Überschrift “The Three Biggest Mistakes Amateur Photographers Make”. Unbedingt lesenswert.

- Wer sich für Luftaufnahmen interessiert und gerne einmal aus dem Heli knipsen möchte, dürfte sich für den Artikel “Aerial Photography” von Jason Hawkes interessieren.


• Zwei Weisheiten

Schliesslich möchte ich auf zwei bemerkenswerte TED-Talks verweisen, die ein “must see” sind:

Ric Elias spricht über “3 things I learned while my plane crashed”

und Eli Pariser spricht über “Beware online filter bubbles”.


Das war es mal wieder für heute.
Aus Lappland wünschen wir einen wunderbaren und guten Start in die Woche!



PS: Der abschliessende fotografische Gedanke stammt heute von Ansel Adams:

You don’t take a photograph, you make it.




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Lugn och ro! / Ruhe und Gelassenheit!

Lugn och ro! / Ruhe und Gelassenheit!
„Lugn och ro! Ruhe und Gelassenheit!“


Behind the scenes: Urlaubsreif? Gestresst? Willkommen!


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Last chance: Lapland "on the rocks" II

Last chance: Lapland
„Last chance: Lapland on the rocks II“


Behind the scenes: Nur noch wenige Tage bis zur Eröffnung der Badesaison in Lappland! Schnee und Eis sind weiter auf dem Rückzug. Und die ersten Mückenschwärme kreisen auch bereits. Hier eine Ansicht aus der Nähe eines der schönsten „Campingplätze“ in der Region.


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Last chance: Lapland "on the rocks" I

 Lapland
„Last chance: Lapland on the rocks I“


Behind the scenes: Schnee und Eis sind beinahe verschwunden. Nur am schattigen Rande der Flüsse und Seen halten sich noch einige Eisreste. Die Aufnahme ist von heute und spricht für sich selbst. Wer also jetzt noch Schnee und Eis in dieser Region in Lappland sehen will, muss sich beeilen :)



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When cultures meet - "Interkulturelle Begegnung in der Pfanne"

Rentier und Wok
„When cultures meet“


Behind the scenes: Heute ein schnelles und sehr leckeres Rezept für den Sonntag. Eine interkulturelle Begegnung in der Pfanne: Rentier trifft auf Wok.

Zubereitung und Rezept sind ganz einfach: Rentierfleisch ca. 40 Minuten kochen. Dann in der Küchenmaschine leicht zerkleinern. Achtung: Vorsichtig zerkleinern, denn Rentier ist gerne sehr faserig, wird also schnell viel zu fein.

In der Pfanne kleingehackte Zwiebeln mit etwas Öl erhitzen und anbräunen. Dann Fleisch dazu geben. Ca. 5 Minuten anbraten.

Schliesslich tiefgefrorenes Wok-Gemüse dazu. Unter ständigem Wenden ca. weitere 5-7 Minuten anbraten.

Voilà: Fertig ist die interkulturelle Delikatesse. Guten Appetit!



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Waschen, Schneiden, Fönen

Waschen, Schneiden, Fönen
„Waschen, Schneiden, Fönen“ - License picture / Buy print


Behind the scenes: Eine Anmerkung zum Wetter: Die Aufnahme stammt vom Montag (2.5.). Das auf dem Bild sichtbare Eis auf dem Skellefte-Älven zwischen Rönnliden und Mörttjärn ist mittlerweile um die Hälfte zurück gegangen.



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Colors and shapes VI

Colors and shapes VI
„Colors and shapes VI“ - License picture / Buy print





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Cracked

Cracked
„Cracked“ - License picture / Buy print





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Leftovers of the winter

Leftovers of the winter in Lappland
„Leftovers of the winter“ - License picture / Buy print





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Foto-Futter 18/2011 mit Input und Know-How rund um die Fotografie

• Der heutige fotografische Augenschmaus wurde redaktionell von Frau Lapplandblog zusammen gestellt:

- Es geht unter Wasser. Bezaubernde Welten in den Tiefen des Meeres gibt es bei Michele Davino aus Italien zu sehen.

- Empfehlung Nummer zwei sind die fotografischen Wunderwelten von Mike Levy.



• Gute Fotofeinkost: Heute möchte ich zwei meiner “all-time-high” Links vorstellen, die in den Bookmarks ganz oben stehen:

- The Online Photographer von Mike Johnston. Ein oft sehr tiefsinniges Blog, das es zudem schon sehr lange gibt und das Fotografie mit vielen anderen Bereichen des Lebens in Verbindung stellt. Mike schreibt auf bewegende Weise und oft sehr persönlich. Lesenswert.

- The Luminous Landscape ist einer der Klassiker schlechthin. In den Archiven finden sich Tonnen von hochinteressantem fotografischen Lesefutter.



• Zu Risiken und Nebenwirkungen photogeshoppter Stockfotos fragen Sie Ihre Kunden..., oder: Was man wirklich nicht tun sollte!

Wer erinnert sich nicht noch an die Werbung für die Gelben Seiten; die mit dem Statement “Hätten Sie mal besser jemanden gefragt, der sich damit auskennt!”? An genau diese Werbung musste ich denken, als ich diesen Artikel im Blog bei Rob Haggart gelesen habe.

Worum ging es? Eines der führenden Magazine für vegetarische Ernährung (VegNews Magazine) hatte ein Gericht mit Bild gedruckt. Vegetarische “Spare Ribs” wurden da vorgestellt. Dumm nur, dass es sich um ein Bild echter - und alles andere als vegetarischer - Spare Ribs gehandelt hat. Die Agentur hatte das Bild für ein paar Cent bei iStockphoto eingekauft. Die Knöchelchen wurden flugs mit Photoshop entfernt und fertig war das kulinarisch-vegetarische Essvergnügen. Allerdings wurde die Rechnung ohne die Leser gemacht, denn kurz nach der Veröffentlichung tauchte ein Bildvergleich auf dem Blog eines einem Hardcore-Vegetariers auf.

Ein Fall, der in die Kategorie „Marketing-Supergau“ einzusortieren ist. Nachhaltiger kann der gute Ruf wohl kaum verbrannt werden. Das Magazin schob eine Entschuldigung nach in der darauf abgestellt wurde, das fotogeshoppte Stockfoto sei “aus Kostengründen” verwendet worden. Man kann eben auch am falschen Ende sparen. Und besonders vertrauenserweckend ist es nun auch nicht, wenn vorgestellte Gerichte nur auf Basis von auf Vorrat produzierten Fotos “virtuell” erschaffen werden.

Kurz und gut - Die Lehre aus dem Fall: Finger weg von Stock und Photoshop. Lieber in echte (!) und individuelle Fotos investieren. Es lohnt sich.



• Weil es thematisch (“PR-Supergau”) so schön zum vorangehenden Artikel passt. Kai Müller - alias Stylespion - ist eine Grösse in der Blogwelt. Und gute Fotos macht er noch dazu. Und schreiben kann er auch. Was geschieht, wenn Kai irgendwo in Berlin aus einem Plattenladen fliegt, ist hier nachzulesen.

Merke: Die Welt ist ein Dorf geworden. Und alles spricht sich rum. Manche Katastrophe kann so schnell zum Super-Gau werden.



Sehr bewegend ist es, was David DuChemin vor einigen Tagen widerfahren ist. Wir bin sehr dankbar, dass es ihm den Umständen entsprechend sehr gut geht. David, wir denken an Dich und wünschen Dir gute und schnelle Genesung!

Übrigens: Auch Davids Text direkt nach der Schilderung des Unfalles ist sehr lesens- und bedenkenswert!



• Schliesslich möchte ich nochmals hinweisen auf unseren Test von Color Washer, dem Schweizer Taschenmesser für JPG-Fotografen in Sachen Weissabgleich und Belichtungskorrektur.



Das wars für heute.
Aus Lappland wünschen wir einen wunderbaren und guten Start in die Woche!





PS: Der abschliessende fotografische Gedanke:


„Trying to be prepared for everything makes you prepared for nothing.“

Therefore: Carry Less!





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