Stopp!

Heute einfach mal ein Bild mit viel Symbolgehalt: „Sand im Getriebe“, hier in Form eines Hindernisses in der Turbinenschaufel.

Turbinenschaufel


En myra på jobbet / Eine Ameise bei der Arbeit

Geschäftiges Treiben in Lappland allerorten. Auch im Mikrokosmos. Bei einer Tasse Kaffee im Garten sind mir besonders die emsigen Ameisen ins Auge gestochen. Ständig unruhig und bei der Arbeit. Was für ein geheimnisvolles System steckt hinter einem Ameisenstaat. Hier eines der emsigen Tierchen.

Ameise in Lappland

Lapland Ultra Marathon 2009 / Lappland Ultra Marathon 2009

Ein besonderes Ereignis in Malå: Gestern nacht startete wieder der jährliche Lappland Ultra Extrem-Marathon 2009. Nicht einfach ein gewöhnlicher Marathon. Nein, ein Marathon, dessen „Königsklasse“ über eine Distanz von 100 Km führt. Start und Ziel sind in Adak.

Das Einzigartige an diesem Lauf ist, dass der gesamte Lauf mit Sonnenlicht gesegnet ist. Denn die Veranstaltung liegt nur einige Tage nach Midsommar.

Es gibt mehrere Laufklassen: Die vollen 100 Km („Königsklasse“) und mehrere Teilstrecken 38, marathon, 64 und 81 km.

Ich habe mich gestern nacht aufgemacht, um den Start und die ersten Kilometer des Rennens fotografisch zu begleiten. Eine interessante Stimmung und Atmosphäre. Diese Langstreckenläufer sind sehr interessante Menschen. Und ehrlich gesagt habe ich mich natürlich auch gefragt: Was motiviert einen Menschen, die halbe Nacht hindurch bei Tausenden von Stechmücken über 100 Km zu laufen? Vielleicht können Sie die Antwort erahnen, wenn Sie die Bilder betrachten.

-> Hier gehts zur Galerie: Lappland Ultra Marathon 2009

-> Klick här så kommer du till bildspelet: Lapland Ultra Marathon 2009







Übrigens: Das beste Buch zum Verständis der Faszination des Laufens, Alan Sillitoes Einsamkeit des Langstreckenläufers können Sie über den Link zu Amazon bestellen (damit unterstützen Sie auch diese Website - denn das alles hier mache ich in meiner Freizeit.)




Svamparna är redan på vägen / Die Pilze sind bereits auf dem Weg

Ich traute meinen Augen kaum: Die Pilze schiessen schon kräftig aus dem Boden. Die Pilzsaison in Lappland ist also bereits eröffnet.

Lappland ist übrigens in ein paar Wochen ein echtes Paradies für Pilzsammler.

Als kleiner Vorgeschmack hier ein frühes Prachtexemplar (vorgestern entdeckt):

Pilz in Lappland

Update: Vädret / Update: Das Wetter

Kein Witz / This is not a joke / Jag skojar inte:

Lappland geht den wärmsten Tagen des Jahres entgegen. Das SMHI hat mitgeteilt, dass es heute den bislang wämsten Tag des Jahres gibt. Auch im Norran wurde berichtet.

Gestern abend hat sich die Abendsonne auf die Thermometer verirrt und dort zu „Sahara-ähnlichen“ Werten geführt. Die Fotos sind echt. Keine Manipulation mit dem Feuerzeug. Als Beweis zwei unterschiedliche Thermometer.

Fast 50 Grad in der Sonne in Lappland
(Links: Innentemperatur, rechts: Aussentemperatur)
Thermometer: Fast 50 Grad in der Sonne in Lappland
(Aussenthermometer)

Im Norran findet sich übrigens auch ein interessanter Artikel über Sommergewitter und Blitzeinschläge in Norr- und Västerbotten (auf Schwedisch).

Update: Lapland catten / Update: Die Lappland-Katze

Aufgrund verschiedener Anfragen wieder einmal ein Update: Wie gehts der fotogenen Lappland-Katze?

O-Ton: „Stör mich bitte nicht, es ist einfach viel zu warm“. Noch fragen?

På grund av några förfrågor hur det egentligen är med Lapland catten kommenterar den so här: „Var så god och inte störa mig, det är bara för varmt“.

Lappland Katze Lapland catten

Ovanligt besök och ovanliga djur i Malå / Ungewöhnlicher Besuch und ungewöhnliche Tiere in Malå

Seltene Gäste und seltene Tiere in Lappland: Der Zirkus Victoria (Cirkus Wiktoria) hat heute Station in Malå gemacht. Also auf an die Kamera und einen kurzen Besuch dort abstatten.
Das Gelände auf dem Sportplatz sieht aus wie ein illustrer Basar, wie eine eigene Welt. Leider wird es nur eine Vorstellung - heute, Donnerstag, um 19 Uhr - geben. Hier einige Eindrücke:

Zeltkuppel Zirkus Viktoria in Lappland
Blick auf die Zeltkuppel
Zirkus Viktoria in Lappland
Ein Logo mit Krönchen
Kamel in Lappland
Eine recht seltene Spezies in Malå: Ein Kamel
- genau genommen waren es sogar zwei :) -
Kartenhäuschen Zirkus Viktoria in Lappland
Hier gibts die Eintrittskarten
Wagen Zirkus Viktoria in Lappland
Farbenfrohe Zirkuswagen
Zirkus Viktoria in Lappland
Die Königskrone darf niemals fehlen :)

Nu håller sommaren Lapland fast i handen / Der Sommer hat Lappland fest in der Hand

Der Sommer ist nun richtig in Lappland eingezogen: Mit 30 Grad in der strahlenden - oder sollte man besser sagen sengenden? - Sonne. Hier der Blick aus dem Fenster auf das Aussenthermometer von vorhin - 30 Grad.

Sommer 30 Grad in Lappland

NEUER SERVICE: Digitale Grusskarten - Grüssen Sie aus Malå - Lappland

Grüsse und Urlaubsgrüsse aus Malå - Lappland

Rechtzeitig zur sommerlichen Urlaubssaison haben wir uns einen besonderen Service für Sie einfallen lassen: Versenden Sie an Ihre Lieben kostenlos digitale Grusskarten mit Motiven aus Malå in Lappland!

Wir haben für den Start 7 Motive für Sie ausgesucht und werden diese in regelmässigen Abständen austauschen. Für jeden Geschmack dürfte so ein passendes Motiv dabei sein.

-> Hier gehts zum neuen digitalen Grusskartenservice: Grüsse aus Malå - Lappland

-> Klick to use our new service and send a digigal postcard (e-card) with greetings from Malå. Its free!

-> Klick här för att skicka gratis ett digitalt vykort med hälsningar från Malå

Kodachrome: Nachruf auf eine Legende

Eine fotografische Hommage: Seit 74 Jahren wurde er hergestellt und nun hat die Legende ein Ende gefunden.

Die Rede ist vom Kodachrome Farbfilm, dessen Produktion von Kodak jetzt eingestellt wurde. Eigentlich war der Kodachrome ein produktionstechnischer Schnellschuss, mit dem Kodak seinerzeit Agfa mit dem Farbfilm zuvor kommen wollte.

Der Aufbau des Kodachrome als dreischichtiger Schwarz-Weiss-Film mit Farbeinlagen hatte - neben der sehr guten Haltbarkeit - allerdings die unangenehme Nebenwirkung, dass ein spezieller Entwicklungsprozess (K14 statt des normalen E6 Prozesses) erforderlich war. Nicht zuletzt deshalb dürfte der Marktanteil eingebrochen sein.

Hinzu kam, dass viele Profis in den 80er und 90er Jahren auf andere Farbfilme (z. B. den legendären Fuji Velvia für die Landschaftsfotografie) umgestiegen sind.

Schliesslich hat Kodak nur noch so wenige Kodachromes verkauft, dass die Produktion nun zu Grabe getragen und eingestellt worden ist.

Im Test: B/W-Styler

Review und Test: B/W-Styler

BW Styler Demobild

Vorab: Den beinahe schon “Glaubenskrieg”, ob man denn seriöse Schwarz-Weiss-Fotografie überhaupt digital betreiben könne, will ich hier nicht führen. Und um allen Diskussionen gleich vorzubeugen: In meiner beruflich genutzten Mittelformatkamera und in der guten alten FM sind hauptsächlich Ilford FP4. Damit das vorab klargestellt ist :)

Aber seit geraumer Zeit beschäftigt mich das Thema Schwarz-Weiss und digital trotzdem sehr. Ist eben doch sehr praktisch, auch im Schwarz-Weiss-Bereich auf den digitalen Workflow mit all seinen Möglichkeiten zurück greifen zu können. Also ging ich auf die Suche nach einem Tool, das sich gut in den vorhandenen Workflow einbinden lässt. 

Natürlich lässt sich sehr viel unmittelbar direkt in Photoshop machen. Schöner ist es jedoch, ein Plug-In mit umfassenden Schwarz-Weiss Funktionalitäten zu haben. So eine Art “Dunkelkammer”-Plugin. Also ging ich auf die Suche. Und nachdem ich etliche Sachen durchprobiert hatte, bin ich schliesslich fündig geworden. B/W-Styler heisst das kleine Schwarz-Weiss-Wunderwerk, das ich Ihnen in diesem Testbericht vorstellen will. Nachdem ich den Blogeintrag nicht mit Bildern überfachten will, gibt es - wie gewohnt - eine separate Bildergalerie zum Testbericht hier. 


Verwendetes Testsystem

Mac PowerBook G4 1.5 GHz, 1.25 GB RAM, Mac OS X 10.5.7, Photoshop 7, Photoshop Elements 6, GraphicConverter 6.4


Installation und Kompatibilität

Die Installation ist völllig problemlos. Das PlugIn kommt in 3 verschiedenen Versionen - je nach verwendetem System und Host-Applikation. Mit dem hervorragenden Handbuch geschmeidig und problemlos.

Sehr erfreulich ist, dass das PlugIn mit einer Vielzahl von Host-Applikationen kompatibel ist. Unter Mac OS X sind das Adobe Photoshop (ab Version 7),  Adobe ImageReady (ab Version 7), Adobe Photoshop Elements (ab Version 2), Adobe Illustrator (ab Version 10), ACDSystems Canvas (ab Version X), CiEBV Photoline 32 (ab Version 11.52), Corel Painter (ab Version 9), LemkeSoft GraphicConverter (ab Version 5.7) und Macromedia Fireworks (ab Version 7 (MX 2004)).

Unter Windows ist die Liste der tauglichen Host-Applikationen derartig umfangreich, dass ich Ihnen die 50 (!) Applikationen lange Liste im Detail erspare.

Eine Demoversion lässt sich auf der Homepage des PlugIns herunterladen.


Überblick

B/W-Styler wird - wie andere PlugIns - auch über das “Filter” Menü aufgerufen. Dort findet sich nach der Installation ein Unterpunkt “Photo Wiz” unter dem sich B/W-Styler finden und aufrufen lässt.

B/W-Styler arbeitet mit Bildern im 8- oder 16-Bit Modus. Soll er auf Bilder mit einer anderen Farbtiefe (z. B. ein vorhandes Graustufenbild) angewendet werden, muss dieses zunächst in ein RGB mit 8- oder 16-Bit umgewandelt werden. Vom Hersteller wird empfohlen, grundsätzlich im 16-Bit odus zu arbeiten, weil so die besten Resultate erzielt werden können.


Die verschiedenen Modi

Bitte jetzt nicht erschrecken, denn B/W-Styler ist ein sehr mächtiges Tool.  Er bietet insgesamt 18 Anwendungsmodi, die in die Bereiche “Fotografiemodus”, “Schnellmodus” und “Expertenodus” unterteilt sind. Wie die Bezeichnungen ahnen lassen, eignet sich die Gestaltung des Fotografiemodus von den Einstellungsmöglichkeiten her am besten für Fotografen. Zusätzlich gibt es noch 15 “Schnellmodi” für ausgewählte Bearbeitungen.

Für meinen Geschmack fühle ich mich im Fotografiemodus am wohlsten, denn dort finden sich ganz übersichtlich alle gebrächlichen Einstellungen “am richtigen Platz”. 

Kleiner Tipp: Die Sprache lässt sich mit dem untersten Aufklappmenü ganz einfach und schnell von Englisch auf Deutsch umstellen. Leider merkt sich das der Filter nicht und muss nach jedem Neuaufruf frisch eingestellt werden. Eigentlich kein Problem, denn auch in Englisch bleibt das ganze verständlich.


Die Vorschau

Auf der linken Seite des PlugIn-Fensters findet sich die Vorschau. Dort lässt sich entweder das gesamte bearbeitete Bild oder nur eine Ausschnittsvergrösserung anzeigen. Gelungen ist das “Split View”, das die Vorschau so aufteilt, dass Original und bearbeitete Version nebeneinander liegen. Klickt man unten “Instant Preview” an, sieht man den jeweiligen Effekt unmittelbar in der Vorschau beim Navigieren durch die Menüs.


Der Fotografiemodus

Nun aber zu den eigentlichen Bearbeitungsmöglichkeiten. Im Fotografiemodus finden sich folgende Einstell- und Tuningmöglichkeiten: Film, Film Grain, B/W Filters, ND Filters, Diffusion Filters, Development, Lab Effects, Paper Grade, Color Tone und Frame.

Dahinter verbergen sich jeweils mächtige Werkzeuge. Der Reihe nach:

Film: Hier lässt sich aus einer Liste von 42 Presets der gewünsche “Film” auswählen. Die Liste ist in generelle Grundtypen, gängige Schwarz-Weiss Filme (z. B. die diversen Ilfords) und mehr exotische Filme (z. B. Polaroid 55) aufgeteilt. Hier steckt eine Menge Know-How im Filter, denn die Ergebnisse sind frappierend gut. Meine ansonsten verwendeten Ilford-Typen erkenne ich in den bearbeiteten Fotos spontan wieder. 

Film Grain: Die Körnung ist von 100 bis 3200 auswählbar. Selbstverständlich lässt sich auch “Keine Körnung” einstellen. Ein wichtiger Tipp in diesem Zusammenhang: Die Körnung sollte natürlich auf das Ausgabeformat abgestimmt werden. Wir das Bild nach der Bearbeitung verkleinert, “stimmt” der Korneindruck nicht mehr. Im Gegensatz zu anderen getesten Tools fällt mir auf, dass B/W-Styler sehr harmonisches und “echtes” Korn produziert. Andere Tools haben hier - im Gegensatz zu B/W-Styler - mehr mit hässlichen und unbestimmbaren “Pixelhaufen” gearbeitet.

B/W Filter: Hier stehen die gängigen Farbfilter (12 an der Zahl) zur Auswahl. Über “Custom” lassen sich zusätzlich eigene Farbfilter definieren.

ND Filter: Hier finden sich die “Neutraldichtefilter” (wie es korrekterweise so schön heisst), darunter ganze und halbe Graufilter und Polarisationsfilter; jeweils in verschiedenen Intensitätsstufen. In der Anwendung einfach und im Effekt überzeugend. Wer sich eine nicht als Preset vorhandene Zwischenstufe wünscht, kann auch hier über die Auswahl von “Custom” selbst Hand anlegen.

Diffusion Filter: Über die Diffusionsfilter (3 Gruppen: Diffusor, Pastel, Mist) lassen sich “Glow-” und Diffusionseffekte einstellen. Die höheren Stufen gehen freilich sehr diffundierend ans Werk und kommen bei mir eher in Ausnahmefällen zum Einsatz. Auch hier können über die Auswahl von “Custom” eigene Effekte erzeugt werden. 

Development: In dieser Rubrik verbergen sich die eigentlichen “Dunkelkammereinstellungen”. Aufgeteilt in 4 Einstellungsblöcke lassen sich die Entwicklungszeit, der Kontrast, das Verhalten in "Lichter" und "Tiefen" und klassische Ergebnistypen (z. B. “High-Key”) einstellen. Auch hier gibt es wieder die “Custom-”Möglichkeit.

Lab Effects: Die Lab-Effects sind quasi eine Untergruppe mit Sondereffekten des Developments. Hier lassen sich Effekte, wie z. B. Solarisation auswählen.

Paper Grade: Wie der Name vermuten lässt, verbirgt sich dahinter die Härte des Papiers. In 5 Stufen von extra-weich bis extra-hart (wiederum mit “Custom”-Möglichkeit) sind diese für den Anwender zur Verfügung gestellt worden.

Color Tone: Hier finden sich schliesslich die Farbtöne, die aus der klassischen Schwarz-Weiss-Entwicklung bekannt sind. Darunter das bestens bekannte Sepia, aber auch einige andere extrem schöne und dezente Farbtöne. Mein persönlicher Favorit ist “Silver Gelatin”. Auch hier sind “Custom-”Möglichkeit vorhanden.

Frame: Als kleines Extra lassen sich die Fotos hier auch gleich noch mit einem Rahmen versehen. Dieser arbeitet leider nicht verlustfrei, sondern beschneidet das Bild eingreifend, wobei dieses bei Bedarf sehr praktisch sein kann.

Als Zusatz wäre allenfalls noch wünschenswert, wenn der Anwender noch sein eigenes “Watermark” mit einprägen könnte. Das wäre dann 110%-perfekt :)


Die Anwenderfreundlichkeit und die Einstellmöglichkeiten im untersten Feld

Das PlugIn reagiert auch auf dem nicht mehr ganz aktuellen 1.5 GHz G4 - im Gegensatz zu anderen getesteten Lösungen - sehr zügig. Wenn “Instant Preview” nicht aktiviert ist, wird die Änderung in der Vorschau im Prinzip unmittelbar nach der Auswahl in einem Menü sichtbar. 

Unter den Preferences lässt sich das Verhalten beim Start des PlugIns wählen. Die für mich bequemste Möglichkeit besteht darin, dass das PlugIn mit den zuletzt verwendeten Einstellungen startet. So lässt sich ein “Standard-Setup” nach dem persönlichen Geschmack als Standardvorgabe behalten. 

Im Menue "Preferences" kann eingestellt werden, was der “Reset-”Button ganz oben rechts bewirkt. So kann mit einem Reset immer wieder zu den eigenen persönlichen Standardvorgaben zurück kehrt werden. Sehr praktisch.

Die sehr gute kontextsensitive Hilfe zu allen Punkten ist eigentlich selbstverständlich und bedarf keiner besonderen Erwähnung. 

Unter dem Punkt “Histo” verbirgt sich - wie zu vermuten - ein Histogramm. Für meinen Geschmack in diesem Zusammenhang nicht so wichtig. Aber “nict to have”. Sehr schön ist indes die unter dem Punkt “Info” verborgene Möglichkeit (“Show Bown Highlights”) sich die augebrannten Lichter anzeigen zu lassen.

Fazit

Mit dem B/W-Styler ist dem Team der Plug In Site ein wirklich grosser Wurf gelungen.

Die Aufteilungen in den verschiedenen Menübereichen ist sehr gut durchdacht und ermöglicht den direkten Zugriff auf die gewünschten Veränderungen. Die Effekte selbst sind - sieht man von den für meinen Geschmack gleich sehr hart ans Werk gehenden - Diffusionsfiltern ab, nur als gelungen zu bezeichnen. Werden die Bilder in Schwarz-Weiss konvertiert, ist das Ergebnis schlicht überzeugend.

Und es ist - Hand aufs Herz - sehr vorteilhaft, etwas experimentieren zu können. Im Gegensatz zum echten Film, bei dem "entwickelt" eben "entwickelt" bedeutet, kann hier im Bezug auf das Original “verlustfrei” getüftelt werden.

Sehr positiv ist übrigens auch der Support des Herstellers / Vertriebs. Anfragen wurden - sogar am Wochenende - binnen weniger Stunden kompetent und erschöpfend beantwortet. Ein wertvolles zusätzliches Plus.

Für nur USD 49,95 Euro ist das PlugIn - gerade auch im Vergleich zu anderen Lösungen - ein echtes “Schnäppchen”. Der B/W-Styler ist mittlerweile zum “must have” für mich geworden.

-> Screenshots und illustrative Beispiele finden sich in der Galerie zum Testbericht. 


Meine zusammenfassende Bewertung

Jeweils auf Skala von 1 (sehr schlecht) bis 5 (sehr gut):

Funktionalität: 4,5
Anwenderfreundlichkeit: 5 
Geschwindigkeit: 5
Praktischer Nutzen: 5
Verfügbarkeit: 5
Preis-/Leistungsverhältnis: 5

Gesamtbewertung: 4,75

Mein Fazit: “Must have” in Sachen digitale Schwarz-Weiss Fotografie.


(Aufgrund diverser Email-Anfragen zu den Testnoten eine Anmerkung am Rande:

Mich erreichten einige Mails mit dem Tenor “Warum fallen die Bewertungen in den von Dir veröffentlichten Tests alle so gut aus?”.

Ganz einfach: Den “Murks”, den ich teste lasse ich einfach unerwähnt und veröffentliche dazu nichts. Denn meine Philosophie ist: Die guten Dinge und Tools bringen uns mit unserer Fotografie nach vorn. Meine Zeit ist mir zu schade, um Testberichte über schlechte Sachen und Dinge zu schreiben.)

Midsommarsolen / Midsommarsonne

Noch einige Eindrücke von Midsommar:

Ich habe mich am Midsommartag nach einem Blick aus dem Fenster gegen Mitternacht mit Kamera bewaffnet und bin zum Skellefte-Älv gefahren, um die Midsommarsonne „einzufangen“. Ein traumhaftes Farbenspiel. Hier einige Aufnahmen (out of the cam; deswegen bitte über den Horizont hinwegsehen). Und eine Entenfamilie habe ich auch beim Midsommarfeiern gestört (was mir leid getan hat...).

Midsommarsolen Midsommarsonne

Midsommarsolen Midsommarsonne

Midsommarsolen Midsommarsonne

Midsommarsolen Midsommarsonne

Midsommarsolen Midsommarsonne

Pusteblume :)

Pusteblume Löwenzahn

Reger Flugverkehr in Lappland: Insekten im Garten - Makro

Insekten in Lappland

Pünktlich zu Midsommar hat der Sommer Lappland jetzt wirklich: Seit ein paar Tagen scheint die Sonne. Und heute waren die ersten Massen an Bienen, Hummeln, usw. zu sehen. Also schnell das Micro-Nikkor auf die Kamera und ab in den Garten.

Die Pusteblumen (Gewöhnlicher Löwenzahn, Taraxacum officinale) scheinen besonders begehrt zu sein. Da herrschte regelrechtes Gedränge auf manchen Blüten.

Die Nachbarn haben mich bestimmt für völlig bekloppt gehalten falls sie gesehen haben, wie ich durch den Garten gerobbt bin. Ein völlig faszinierender Mikrokosmos. Wunderbare Tierwelt.

Für alle Natur- und Insektenfans habe ich eine kleine Galerie aufgelegt:

-> Hier gehts zur Galerie: Insekten im Garten

-> Klick här så kommer du till bildspelet: insekter i trädgården


Vid vattnet... / Am Wasser...

Was tut man nicht alles als Fotograf für ein schönes Motiv in Lappland:
Gigantisches Licht und traumhafte Atmosphäre. Ein kleiner See mit einem prachtvollen „Feld“ kleiner Seerosen. Eine gute Brise sorgt für die genau richtigen kleinen Wellen. Vom Moor aus taste ich mich langsam zum Wasserspiegel. Tja, und dann schaffe ich es gerade noch im richtigen Augenblick abzudrücken, bevor ich teilweise baden gegangen bin. Wie heisst es so schön: Leidenschaft heisst Leidenschaft, weil sie manchmal Leiden schafft...


Und im Detail sehen die kleinen Seerosen dann so aus. Einfach bezaubernd, oder?

(BW-Konversion wie immer mit dem sagenhaften BW-Styler.
Testbericht dazu morgen!)

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Morgen gibts leider keine Reportage vom Midsommarfest...

Morgen gibts leider keine Reportage vom Midsommarfest, weil etwas unvorstellbares in Malå geschehen ist. Am Mittwoch wurde die Midsommarfeier von der Malå hembygdsförening zum ersten Mal seit 30 Jahren abgesagt.

Wie dem allgemeinen Stadtgespräch und verschiedenen Medien - draunter z. B. diesem Artikel im Norran - zu entnehmen ist, hat der Heimatverein wegen der unvorteilhaften Wettervorhersagen für den morgigen Freitag „kalte Füsse“ bekommen, und die Feierlichkeiten abgesagt. Nach Angaben der hembygdsförening wäre das finanzielle Risiko einfach zu hoch, falls wegen schlechten Wetters zu wenig Besucher erscheinen würden. Die finanzielle Lage im Verein sei ohnehin nicht gut.

Habe heute mit etlichen Menschen in Malå gesprochen und die deutliche Mehrheit hat kein so grosses Verständnis über den Beschluss zur Absage geäussert.

Nebenbei: Mit dem Wetter ist das hier eben immer so eine Sache. Die aktuelle Prognose sieht übrigens gar nicht sooo schlecht aus.

Für meinen Teil bin ich natürlich auch nicht begeistert, da ich eine Reportage machen wollte. Nun wird aber am morgigen Tage der überfällige Testbericht von BW-Styler endlich fertig gestellt und gepostet :)

A propos Bären in Lappland: Wieder eine Spur... / Att prata om björnar i Lapland: igen ett spår...

Aktive Bären in Lappland: In der Umgegend von Malå scheinen dieses Jahr wirklich einige Bären sehr aktiv zu sein. Heute habe ich eine Spur an einer Stelle auf der anderen Seite des Skellefte-Älv (also jenseits der Grenze zu Norrbotten) entdeckt, wo ich bislang noch keine Spuren gesehen hatte.

Bärenspur björnspår Lappland
(Zum Grössenvergleich ist eine Ein-Kronen-Münze mit zu sehen.)
Bärenspur björnspår Lappland
(Und hier gleich ein Pärchen. Vielleicht Mutter nebst JungbärIn?)

En skiva / Eine Scheibe


(Converted with BW-Styler)

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Extremsportart: 2. Heidelberger Kellnerlauf!



Gerade habe ich die neue Website des 2. Heidelberger Kellnerlaufes fertig gestellt und gelauncht. Heidelberg liegt zwar nicht direkt in Schwedisch-Lappland, aber dieses Projekt läuft als pro bono Arbeit. Ich bin vom Projekt Kellnerlauf überzeugt und begeistert.

Ein paar mehr Details: Der 2. Heidelberger Kellnerlauf steigt am 10. Juli 2009. Beginn ist 13 Uhr 30 vor dem Rathaus.

Der Kellnerlauf ist eine Benefizveranstaltung. Dieses Jahr zugunsten der Heidelberg-Ice-Knights Sledge-Hockey. Richtig gelesen: „Schlittenhockey“ - Dort spielen gehbehinderte Menschen Eishockey und das muss unterstützt werden.

Wer also im Juli nicht gerade in Schwedisch-Lappland in Urlaub ist, muss am 10. Juli unbedingt nach Heidelberg kommen.

Alle weiteren Infos gibts auf der Homepage und im Blog des Kellnerlaufes.

Eine Facebook-Gruppe gibts zum Kellnerlauf übrigens auch. Schnell beitreten!

Knopen / Der Knoten

Seilknoten
(Converted with BW-Styler)

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Kända platser i Vindeln / Bekannte Plätze in Vindeln

Kronprinzessin Viktoria in Vindeln

Sveriges Radio International - Deutsch

Ein für Schwedenfans in Deutschland sehr interessanter Link für allgemeine Informationen aus Schweden dürfe die Seite „Nyheter på Tyska“ (Nachrichten auf Deutsch) von Sveriges Radio International (Deutsch) sein.

Vilda blommornas dagen / Der Tag der Wildblumen

Die Svenska Botoniska Föreningen (SBF, der schwedische Botanikverein) hat für den heutigen 14. Juni wieder den jährlichen „Tag der Wildblumen“ („Vilda blommornas dag“) ausgerufen.

2009 wird zudem des 100-jährigen Jubiläums der Umsorge für die Natur gedacht, die auf einen Beschluss des schwedischen Reichstages von 1909 zurück geht. Das ganze Jahr 2009 wird deshalb auch als „Jahr der Natur“ gefeiert. Mehr Informationen hier auf der Website der Svenska Botaniska Föreningen.

Wildblumen in Lappland

Teil 2: Richtiges Verhalten in Bärengebieten

Braunbär Bär in Lappland
(Seltener Moment: Braunbär in Lappland)

Hier in Lappland gibt es Bären. Für alle Besucher, Urlauber und Touristen daher hier die wichtigsten Grundregeln zu den Fragen:

- Wie kann ich Begegnungen vorbeugen?
- Wie verhalte ich mich richtig, wenn ich einem Bären begegne?

Vorbeugung

• Im unbekannten Risikogebiet (z.B. in bewaldetem Gelände, beim Pilz- oder Beerensammeln): Geräusche machen. Singen Sie oder unterhalten Sie sich. Ein Bär wird so auf Sie aufreksam und wird sich im Regelfall selbst entfernen.

• Die bei vielen Outdooranbietern erhältlichen “Bärenglocken” sind zwar hübsch und sehr beruhigend für die Psyche des Menschen, aber für Lappland nicht unbedingt geeignet. Manche Rentiere tragen auch Glocken. Das kann dazu führen, dass der Bär angelockt wird, statt ferngehalten.

Unterwegs mit Hund / Hunden

• Hunde nie frei laufen lassen, sondern immer angeleint. Ein freilaufender Hund kehrt bei Gefahr normalerweise zum Mensch zurück und lenkt den Bären damit auf den Menschen. Der angeleinte Hund kann den Menschen durch sein verhalten auf eine Gefahrennähe aufmerksam machen (vorausgesetzt man hat sich mit dem Verhalten und der Sprache seines Hundes hinreichend beschäftigt).

Besondere Vorbeugung für Trekker / Camper / Wohnmobilisten

• Vorsicht im Umgang mit Nahrungsmitteln. Verwahren Sie Nahrungsmittel sicher.

• Lassen Sie niemals Nahrungsmittelreste oder Abfall in der Natur zurück. Ein Bär kann die Düfte verknüpfen und verbindet den Geruch des Menschen mit Nahrung und kann dadurch zur akuten Gefahr werden.

• Niemals (never ever!) Bären anfüttern!

Bärensichtung auf Distanz

• Bleiben Sie zunächst ruhig stehen und sondieren Sie die Lage. Geniessen Sie den Anblick.

• Achten Sie darauf, ob es sich um eine Bärin mit Jungen handelt. Ist das der Fall sofort ruhig den Rückzug antreten.

• Befindet sich der Bär beim Fressen oder an einer Beute sofort ruhig den Rückzug antreten.

• Nähern Sie sich niemals einem Bär (auch nicht um ihn besser beobachten oder fotografieren zu können)!

• Ist der Bär auf grosser Distanz können Sie ihn “im Bogen” umlaufen. Ansonsten umkehren und langsam (!) auf demselben Weg, auf dem Sie gekommen sind, zurückgehen. Bedenken Sie dabei die Windrichtung. Bären riechen extrem gut.

• Denken Sie daran Geräusche zu machen, die Sie als Mensch ausweisen.

Begegnung mit Bären

• Verhalten Sie sich so ruhig wie möglich. Unter keinen Umständen wegrennen. Sobald Sie wegrennen fallen Sie ins Beuteschema!

• Unter keinen Umständen weiter auf den Bär zugehen. Keine schnellen oder ruckartigen Bewegungen.

• Machen Sie auf jeden Fall mit menschliche Geräusche.

• Keine Panik wenn sich der Bär auf die Hinterbeine stellt. So verschafft sich der Bär einen duft- und sichtmässigen Überblick. Das ist also nicht per se aggressives Verhalten. Nutzen Sie diesen Moment, um mit ruhigen aber deutlichen menschlichen Lauten auf sich aufmerksamm zu machen.

• Begegnung auf Nahdistanz (unter ein paar Metern) kann der Bär als Angriff auffassen.

Bärenangriff

• Vorab: Sehr, sehr selten.

• Meist nur eine “Abwehrende Scheinattacke”: Bär brummt und rennt auf den Menschen zu, um kurz vor dem Menschen anzuhalten und abzudrehen. Stehenbleiben. Wenn sich der Bär abwendet ruhig (!) zurück gehen.

• Echter Angriff: Flach auf den Bauch legen. Hände im Nacken verschränken. Regungslos liegen bleiben. Beten. Im Regelfall schnuppert der Bär den Menschen ab um festzustellen, dass der Mensch nicht in sein Beuteschema fällt. Hat sich der Bär wieder entfernt, langsam aufstehen und langsam entfernen. Bleiben Sie mindestens einige Minuten liegen.

• Jede Gegenwehr bei Bärenangriffen ist völlig zwecklos und steigert nur die Aggressivität des Bären.

• Nochmals: Niemals Wegrennen oder versuchen, auf einen Baum zu klettern. Wer wegläuft fällt ins Beuteschema und Bären laufen auf Kurzstrecke 50-60 km/h schnell. Und auf Bäume (bis zu ca. 15 meter) klettern Bären auch atemberaubend schnell.

Teil 1: Richtiges Verhalten in Bärengebieten

Lappland ist eines der wenigen Gebiete weltweit, in denen es eine relativ stabile Population an Braunbären gibt. Derzeit wird der Bestand auf ca. 300 Bären geschätzt. Die meisten davon leben hier im Inland, nur sehr wenige an der Küste oder im Fjäll. Den neuesten Statistiken nach vergrössert sich der Bestand um ca. 5% jährlich.

Im Klartext: Es besteht hier in Lappland die reelle Möglichkeit, auf Bären zu treffen. Ich schreibe diesen Eintrag, weil ich in einem der Gebiete, in denen ich oft wandernd unterwegs bin, in den letzten 3 Wochen insgesamt viermal einen Bären auf Distanz gesichtet habe. Zudem wimmelt es dort geradezu von Spuren.

Es ist also - auch für alle Touristen - kein Fehler, sich mit einigen Fakten und den Grundregeln für eine eventuelle Nah-Begegnung mit Bären vertraut zu machen. Aber keine Panik: Menschen sind nicht im Beuteschema von Bären und eventuelle Begegnungen verlaufen im Regelfall gut, wenn man weiss, wie man sich verhalten muss.

Länsstyrelsen in Västerbotten (= die Landesregierung / Landesverwaltung) hat dazu eine informative Website und einen erstklassigen Informationsfilm bereit gestellt. Der Film ist in schwedischer Sprache, aber in jedem Fall unbedingt sehenswert. Auch ohne hinreichende Sprachkenntnis werden Sie verstehen, wie Sie sich verhalten sollten.

-> Hier gehts zur Seite mit dem Informationsfilm: „Björnens rätta ansikte“ (Das wahre Gesicht des Bären).

-> Und hier findet sich die Seite mit allgemeinen Informationen rund um Bären in Västerbotten.

Siehe auch den folgenden Weblogeintrag mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Verhaltensregeln in Bärengebieten und bei Bärenbegegnungen.

Joy-Park-Festival Malå 2009

Heute fand im Sjöpark (= Seepark) in Malå wieder das jährliche Joy-Park-Festival statt. Am Wochenende nach dem Schulabschluss (= Beginn der Sommerferien) organisieren mehrere Kirchengemeinden aus der Stadt immer ein gemeinsames Fest für Jung und Alt.



-> Zur Bildergalerie gehts hier lang.

-> Klick här så kommer du till bildspelet.



Zugabe: Tillägg: Makro im Garten / Makro i trädgården

Hinweis: Die Galerie „Makro im Garten / Makro i trädgården“ wurde um einige Aufnahmen vom gestrigen Tage erweitert. Gerne dort nochmals vorbeischauen.

Extrem kühler Sommeranfang in Lappland / Extremt kylig start på sommaren i Lapland

Der bisherige Sommeranfang lässt vom eigentlichen Sommer wenig erahnen. Bislang gab es nur zwei „richtig sommerliche“ Tage und das ist nun auch schon wieder zwei Wochen her.

Unser Nachbar meinte dazu vorhin ganz ironisch: „Mensch, in einer Woche ist Midsommar. Dann werden die Tage wieder kürzer und der Winter kommt. Wenigstens das ist sicher.“

Das SMHI (Sveriges Meteorologiska och Hydrologiska Institut, zu deutsch und vereinfacht: Der amtliche Wetterdienst) hat jetzt in einer Pressemitteilung mitgeteilt, dass der diesjährige Sommeranfang zu den kühlsten in den letzten 50 Jahren gehört. Allerdings bedeute das - rein statistisch - nicht, dass der gesamte Sommer „unterkühlt“ bleiben müsse. Das SMHI verweist dabei auf den Sommer 1955, in dem es am 8. Juni in Skåne noch ergiebig geschneit hatte. Trotzdem gehörte der anschliessende Sommer zu den schönsten Sommern der letzten 50 Jahre.

Tipp für Urlauber: Kontrollieren Sie vor Ihrer Abfahrt / Abreise hierher nochmals die 10-Tages-Voraussagen. Rechts in der Menüleiste finden Sie Links zu verschiedenen Wetterdiensten.

Schwimmreifen
(Fällt das Baden dieses Jahr ins Wasser?)

TransEurope-FootRace - 51. Etappe von Sorsele nach Arvidsjaur

Heute eine Reportage mit einigen Eindrücken von der 51. Etappe (Sorsele - Arvidsjaur) des TransEurope-FootRace.

Als ich vor einigen Wochen zum ersten Mal von diesem transeuropäischen Marathon gehört und gelesen habe, musste ich spontan an Alan Sillitoes Buch “Die Einsamkeit des Langstreckenläufers” denken.

TransEurope-FootRace 2009 - 51. Etappe von Sorsele nach Arvidsjaur

Aber zuerst einige Fakten über das Sportevent: Beim TransEurope-FootRace laufen die Teilnehmer von Bari bis zum Nordkap. Der Lauf geht in 64 Etappen von Italien über Österreich, Deutschland, Schweden, Finnland zum Ziel in Norwegen.

Die dabei zurück zu legende Gesamtdistanz beträgt 4.485,6 km. Richtig gelesen. Die 68 gemeldeten Läufer (von denen heute noch 49 im Rennen waren) laufen eine Distanz von beinahe 4.500 Km. Die Etappenlängen liegen zwischen 44 und 95 Km. Läufer aus insgesamt 12 Nationen nehmen am Lauf teil.

Während ich mich intensiv frage, warum jemand diese unvorstellbaren Strapazen auf sich nimmt, muss ich wieder an Sillitoes “Einsamkeit des Langstreckenläufers” denken. Die Essenz aus dem Buch war, dass Colin - so die Hauptfigur im Buch - sich durch das Laufen einen Zugang zu seiner eigenen Identität erschlossen hat und begann, sich wirklich frei zu fühlen. So muss es wohl sein.

Einer der Teambetreuer mit denen wir heute gesprochen haben, hat die Frage, warum sich Menschen das eigentlich zumuten sehr clever und sympathisch mit der Gegenfrage “und warum fotografieren Sie?” beantwortet. Aha. Verstanden. Da geht es eben um eine Leidenschaft (und die schafft bekanntlich bisweilen Leiden, sonst würde sie ja nicht so heissen).

Zurück zum TransEurope-FootRace: Wir haben die 51. Etappe von Sorsele nach Arvidsjaur unterwegs, an Checkpoints und am Ziel in Arvidsjaur begleitet. Das Gefühl der Einsamkeit und eisernen Willens umgibt diesen Megalauf. Beeindruckend mit welcher Selbstdisziplin sich die Läufer Kilometer für Kilometer vorwärts kämpfen, um am Ziel - so sah es zumindest für uns aus - völlig erschöpft anzukommen. Trotzdem waren einige Läufer noch zum einem kurzen Interview bereit. Beeindruckend.

Überhaupt haben wir heute nur freundliche und positive Menschen getroffen:

Engagierte Betreuer, die bereitwillig und gerne über Ihre Erfahrungen und Eindrücke gesprochen haben. Unglaublich positive Streckenposten an den Checkpoints, die geradzu Energie verspüht haben. Und vor allem: Passionierte und trotzdem freundliche und aufgeschlossene Läuferinnen und Läufer.

Auch die Organisation dieses Laufes ist ein Meisterwerk. Ein Fahrzeutross mit viel Equipment muss organisiert werden. Täglich muss die Route markiert werden. Schliesslich wäre nichts ärgerlicher, als irgendwo mitten in Lappland als Läufer “falsch abzubiegen”.

Die eigenwillige Bilderauswahl in der Galerie soll dem besonderen Flair Rechnung tragen und eine Hommage und ein grosses “Danke schön” an die Läuferinnen und Läufer sowie die Organisatoren und alle Helferinnen und Helfer sein.

-> Hier gehts zur Bidergalerie vom TransEurope-FootRace, 51. Etappe, Sorsele-Arvidsjaur (41 Bilder).

Und noch ein paar ergänzende Links für alle, die sich mehr mit dem Lauf beschäftigen wollen:

Hier die offizielle Homepage des Laufes.

Und hier wird der Knipserkollege Helmut Dietz, der selbst aus dem Marathonsport kommt, über die letzten Etappen bis zum Nordkap bloggen und berichten. Viel Freude und Erfolg Helmut!

TransEurope-FootRace 2009 - 51. Etappe von Sorsele nach Arvidsjaur


Übrigens: Das im Artikel erwähnte Buch zum Verständis der Faszination des Laufens, Alan Sillitoes Einsamkeit des Langstreckenläufers können Sie über den Link zu Amazon bestellen (damit unterstützen Sie auch diese Website - denn das alles hier mache ich in meiner Freizeit.)




Mårdseleforsen

Allen Norrlandreisenden, die etwas von der wunderbaren Natur in Lappland sehen und erleben wollen, empfehle ich die Seitenwege anstatt der grösseren Strassen.

Heute soll es um die Route von Umeå ins Inland gehen. Viele Durchreisende und Urlauber nehmen die E 45 nach Lycksele. Eine durchaus sehr gut ausgebaute Strecke.

Viel schöner und beschaulicher ist indes die am Vindelälven entlang verlaufende 363. Diese Strecke ist zwar nicht so gut ausgebaut und kurvenreicher, bietet aber viele Kleinode und Kostbarkeiten.

Am Vindelälven befinden sich z. B. viele „forsar“ (pl., sing.: fors). Das sind Stromschnellen mit Wasserfällen, die bei höherem Wasserstand beeindruckende Naturschauspiele bieten. Einige davon sind auch mit Wegen und Grillplätzen erschlossen und laden so zu einer Rast ein.

Mårdseleforsen
Reissende Naturgewalten. Ein beeindruckendes Schauspiel.


Ein besonders schöner Platz ist z. B. Mårdseleforsen. Ungefähr 16 Km flussaufwärts nach Åmsele in Richtung Rusksele belegen bietet der Mårdselefors einen Rundpfad und einige sehr schöne Grillstellen. Auf mehreren Hängebrücken kann man über die Wassermassen schreiten und das Naturschauspiel geniessen. Gerade bei Sonnenschein und Hitze kühlen das Wasser und die Gischt die Temperaturen erträglich und erfrischend herunter.

Mårdseleforsen

Eine Hängebrücke über den Mårdselefors. Auf dem Schild an der Brücke steht (übersetzt): „Max. 2 Personen gleichzeitig, Gesamtlast 150 Kg, Abstand zwischen den Personen mindestens 1,5 Meter“ (und ich ergänze: Keinesfalls schaukeln, denn der Wind schaukelt hier schon genug! Und Sie sollten schwindelfrei sein.)
Mårdseleforsen
Eine der sehr schönen Grillstellen. Hier gilt: Bitte hinterlassen Sie den Platz sauber und ordentlich. Nehmen Sie alle Abfälle mit. Gerne dürfen Sie Feuerholz für die nächsten Gäste zurücklassen.

Mårdseleforsen
Der grosse Steg. Nicht schaukeln!
Mårdseleforsen
Und noch ein Blick in die Fluten.

6:e juni - Nationaldagen - Svenska flaggans dag / 6. Juni - Nationaltag - Tag der Schwedischen Flagge

Schweden begeht am heutigen 6. Juni wieder seinen Nationaltag (auch: Tag der Schwedischen Flagge genannt). Der 6. Juni ist seit 2005 ein allgemeinener Feiertag in Schweden.

Das Grundsymbol der Schwedischen Flagge ist das gelbe oder goldene Kreuz. Über dieses sagt eine Anweisung des Königs Johan III aus dem Jahre 1569: “das güldene oder gelbe Kreuz wurde seit Alters her im Schwedischen Reichswappen gebraucht”. Deswegen soll es “für alle Zeit in Fahnen, Flaggen und Wimpeln geführt werden”. Im Zeichen des Kreuzes solle das Land regiert werden und erblühen und das Kreuz in der Schwedischen Nationalflagge solle etwas darüber aussagen, wer wir sind, sowohl historisch als auch heute.

Zur Feier des Tages habe ich heute eine künstlerische Abstraktion aus den Farben der Flagge gewagt: Das Originalbild war ein mit zwei blauen Luftballons geschmückter Kinderroller, den ich bei den Feierlichkeiten in Malå heute entdeckt habe.

6. Juni - Nationaltag - Tag der Schwedischen Flagge


Fjädrar / Federn

Wieder ein gespenstischer Ort. Weit draussen. Hier musste sich ein Birkhuhn gegen irgend einen Gegner verteidigen und hat verloren. Die Federn sind geblieben. Irgendwie gleichnishaft.

Birkhuhnfedern Vogelfedern

Für Urlauber: Strassenlage in Lappland

Heute wieder ein besonderer Service für alle Urlauber und Norrlandfreunde. In den letzten Tagen haben mich relativ viele Mails mit konkreten Fragen zum Strassenzustand, zu Baustellen, usw. erreicht. Gerade wenn man mit Wohnmobil oder Wohnwagen unterwegs ist, sind das ja sehr wichtige Informationen.

Das Vägverket hat dazu eine spezielle Webseite „Läget på vägarna“.

Hier der allgemeine Link zu dieser Seite.

Es dort insbesondere auch eine Übersichtskarte, in der alle Strassenstörungen verzeichnet sind.

Anleitung zur Nutzung dieser Karte:

Wählen Sie im Auswahlmenü rechts neben der Karte zunächst oben „Vägarbete“ (d.h. Strassenbauarbeiten, Baustellen) aus.

Unten auf der rechten Seite können Sie dann den gewünschten Landesteil (z. B. „Norra Norrland“ für hier ganz oben) auswählen. Und Voilà - da ist die gewünschte Übersicht.

Die Legende zu den verwendeten Zeichen (findet sich auch ganz rechts auf der Seite des Vägverkets):

- Gelbes Dreieck: Aktive Wegarbeiten / Baustelle;
- Rotes Dreieck: Geplante Wegarbeiten / Baustelle;
- „Duchfahrt-verboten-Schild“ in gelb: Aktuelle Sperrung wegen Bauarbeiten;
- „Durchfahrt-verboten-Schild“ in rot/grau: Geplante Sperrung wegen Bauarbeiten.

Hinweis: Die Karte lässt sich über den Button „Skriv ut“ auch bequem ausdrucken.

Und wer es ganz genau wissen will und sich auch für die kleineren Strassen interessiert, findet hier eine detaillierte Karte. Die ist allerdings etwas komplizierter in der Anwendung. Ich empfehle daher immer die einfache Version (die völlig ausreichend ist).

Gute Fahrt und vielleicht sehen und treffen wir den einen oder anderen Urlauber ja persönlich hier!

Übrigens: Keine Sorge - In „Norra Norrland“ gibt so gut wie keine Verkehrsstaus :D

Växter / Gewächse

Die Natur- und Pflanzenwelt ist einfach so faszinierend: Hier einige Kleinstpflanzen auf einem Baumstumpf. Ich bin im wahrsten Sinne des Wortes auf diese Winzlinge „gestossen“, weil ich auf einem Stein ausgerutscht bin und dann plötzlich „mittendrin“ war in diesem wunderbaren Mikrokosmos. (Tipp: Geht übrigens auch ganz gut ohne auf die Nase zu fallen - einfach bücken :D).

Baumflechte Baumflechten in Lappland

Cyklar / Fahrräder, und: Fahrradurlaub in Lappland

Ein schönes und natürliches Stilleben: Old meets new. Auf der linken Seite ein High-Tech-Mountainbike und zur rechten Seite ein Fahrrad im alten „Postboten“-Stil. Friedlich stehen sie da nebeneinander und vermutlich sind sie auch beide noch im Einsatz. Mehr Richtung Küste - wo es „ebener“ ist - sieht man viel mehr Fahrradfahrer, als hier im lappländischen Inland. Obwohl es in der Küstenregion mitunter häufig deutlich windiger ist, als hier.

A propos: Das Inland in Lappland ist in Sachen Fahrradfahren und Fahrradtouren übrigens ein echtes „Paradies“. Entlegene Strassen laden zu ruhigen und beschaulichen Touren durch die Natur ein. Von der Tages- bis zur Monatstour - und bei Bedarf auch darüber hinaus :) - lässt sich alles planen und organisieren.

Für die Mountainbiker unter uns bietet es sich an, die Strecken zu nutzen, die im Winter als Skotertrails genutzt werden.

Bevor ich jetzt aber ins Schwärmen gerate mache ich mal Schluss. Wollte nur sagen, dass Lappland jede Menge Möglichkeiten bietet, die einem spontan vielleicht nicht so in den Sinn kommen :)

Wenn Sie sich fürs Biken in Lappland interessieren, dürfen Sie uns gerne eine Mail senden und wir vermitteln Ihnen ein paar Kontakte.

Stilleben Fahrräder
(Irgendwo zwischen Burträsk und Skellefteå)

Sky!

sky Himmel in Lappland
Eigentlich mag ich Regen nicht so sonderlich,
aber die Wolken, ja die haben was :)

Frischlinge eingetroffen :)

Selbstverständlich heissen die noch sehr kleinen Rentierkälbchen nicht Frischlinge (diese Bezeichnung ist wohl den Wildschweinen vorbehalten). Aber eingetroffen sind sie mittlerweile.

Rentierkälbchen Junges Rentier

Vorhin bin ich auf der Fahrt auf eine Herde von ca. 30 Rentieren mit ca. 10 Kälbchen gestossen. Ein schöner Anblick diese Kleinen. Noch ganz staksig auf den Beinen.

Weiterführende Informationen:

Das Rentier (auch Nordhirsch, Rangifer tarandus, Eurasisches Tundraren oder einfach Ren genannt) hat seine Brunftzeit typischerweise im September / Oktober. Die Tragezeit liegt bei ca. 230 Tagen. Eine Rentierkuh bringt dann typischerweise im Mai / Juni ein bis zwei - manchmal auch bis zu 4 Kälber - zur Welt.

Die Kleinen sind sofort nach der Geburt relativ kräftig und beginnen bereits einige Minuten nach der Geburt Milch von der Mutter zu saugen. Bereits nach etwa einer Stunde stehen die Kälbchen schon auf “eigenen Beinen” und folgen ihrer Mutter. Das ist erforderlich wegen der hier vorhandenen Raubtiere. Für Bären ist es ein Leichtes, die neugeborenen Rentiere zu vertilgen.

Im Alter von etwa einem Monat beginnen die Jungen dann auch damit Gras und anderes „Grünzeug“ zu fressen und mit etwa 6 Monaten werden sie entwöhnt.

Es ist geschehen: Versehentlich formatierte Speicherkarte. Was tun?

Ein Alptraum für jeden Digitalfotografen: Versehentlich auf der Speicherkarte gelöschte Aufnahmen, oder - noch schlimmer - eine versehentlich formatierte Speicherkarte. Was tun? Eine Anleitung zur Lösung des Problems in Form eines Berichtes:

Eigentlich bin ich ja der Sicherheitsfanatiker und hier  habe ich auch selbst ausführlich beschrieben, wie man mit Speicherkarten unter Datensicherheitsaspekten umgehen sollte. Und bei den Aufnahmen mit den DSLRs mache ich das ja auch konsequent :)

Oft reist in der Jacken- oder Hosentasche aber auch eine kleine Point-and-Shoot-Kamera (Digiknipse) mit. Und so kam es vor einigen Tagen zur "Beinahe-Katastrophe". Was war geschehen? Die grosse Kameraausrüstung war im Auto einige Meter entfernt. Sehr spontan hat sich das unglaubliche Motiv schlechthin ergeben. Ich zog also - wissend, dass die Zeit für einen Sprint zum Auto nicht reichen würde - die Digiknipse aus der Tasche und drückte einmal ab. Es war eine dieser Aufnahmen bei denen man weiss: "die ist es". Dann folgten den Tag über noch viele, viele Aufnahmen mit den DSRLs. Abends dann waren der innerliche Akku und die Konzentration schon recht durchwachsen. Ich nahm routinemässig die Akkus aus der Digiknipse, um sie aufzuladen. Etwa eine Stunde später wanderten die - jetzt wieder geladenen - Akkus zurück in die Kamera und - ohne gross nachzudenken - formatierte ich routinemässig die Speicherkarte und legte die Kamera wieder auf den Schreibtisch.

Am nächsten Morgen dann kam das grosse Erwachen. "Oh nein, gerade auf dieser Speicherkarte war die eine bestimmte Aufnahme". Was tun?

Google leitete mich zu verschiedenen Programmen. Ich habe einige probiert, aber nur eines davon hat mich überzeugt und seinen Job perfekt gemacht: PhotoRec von Christophe Grenier. 

Ein kleines Kommandozeilentool, das für fast alle gängigen Betriebssysteme erhältlich ist (DOS/Win9x, Windows NT 4/2000/XP/2003/Vista, Linux, FreeBSD, NetBSD, OpenBSD, Sun Solaris und Mac OS X) . Das unglaubliche kleine Tool macht seine Arbeit perfekt und ist - man höre und staune - Donationware (ja, ich habe dann auch gleich gespendet).

PhotoRec ist hier -zu finden und zur Downloadseite geht es hier lang.

Ganz wichtig übrigens: Falls Sie versehentlich Bilder auf der Speicherkarte gelöscht oder die Speicherkarte frisch formatiert haben dürfen Sie vor der Datenrettung mit dieser Speicherkarte keinesfalls mehr weiter fotografieren. Sie könnten sonst die noch rettbaren Bilder überschreiben. Dann wäre es mit der Rettung vorbei...

Der Link zu PhotoRec ist selbstverständlich auch auf der Seite mit den Foto-Tool-Links zu finden.

Splash!

splash Tannenzapfen am Strand

Motive jagen und fangen:

Dieses Bild bietet einen guten Einblick in die Jagd und das Erlegen von Motiven :) Am Wochenende waren wir mit Freunden aus Mitteleuropa, die gerade zur Besuch sind in der Gegend unterwegs, um ihnen die Schönheit Lapplands im Sommer zu zeigen.

Auch ein Sandstrand stand mit auf dem Programm. Kleidungsmässig waren wir zwar nicht im "besten Tuch" aber "gut" angezogen. Ich hatte nur eine Point-and-Shoot dabei. Plötzlich sehe ich diesen kleinen angespülten Tannenzapfen im Vorbeigehen. Vor meinem geistigen Auge visualisiert sich dieser kleine hüpfende und tanzende Tannenzapfen zu einem wunderbaren Motiv.
Aber: Perspektive und Umsetzung müssen stimmen. Ausserdem sind wir ja mit Freunden unterwegs, es sollte also auch schnell gehen können. Zudem könnte der kleine Zapfen mit einer der nächsten Wellen weggespült werden.

Die Herangehensweise war dann folgende: Knipse auf Makro-Modus (um eine schöne Schäfeebene beim Zapfen hinzubekommen). Flach auf den Sand und so nah wie möglich an die Grenze der auslaufenden Wellen. Belichtungskorrektur auf minus 0,7. Dann 3 Fotos und gut. 

Resultat der Geschichte: Sehr verwunderte Gesichter. Ich sah aus wie ein paniertes Schnitzel, denn der Sand war deutlich feuchter als gedacht, und klebte wie angebacken an der Jeans und dem Hemd. Glücklicherweise haben es alle Beteiligten mit einem herzhaften Lachen goutiert.

Die Nachbearbeitung am heimischen Laptop dann mit BW-Styler (Einstellungen: Ilford HP5 Plus, ISO 400, Skyblue Filter, High-Key und Normales Papier). Voilà.

Was lernen wir daraus? Immer mit offenen Augen durch die Welt gehen. Immer irgendeine Kamera dabei haben. Sich nicht scheuen, auch mal auf die Schnelle im Sand herum zu robben :)

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