Polaroid memories - Once upon a time

Ein zeitiger Frühjahrsputz. Ein- und Ausräumen. Kartons umräumen. Die in der Abstellkammer immer beiseite geschobenen Kisten. Umzugskartons, um genau zu sein. Kennen Sie auch, oder?
 
Jedenfalls, dieses Mal geht es den Pappmonstern an den Kragen. Löblich, oder? Der Einsatz wird belohnt, denn da findet sich eine ältere Schachtel mit Polaroids. Willkommener Anlass für eine Kaffeepause mit Bilderschau.

Ein Polaroid sticht heraus. Nach kurzer Gedankenakrobatik klärt sich, dass es sich um eine Aufnahme aus dem Jahr 1980 handeln muss. Sie zeigt - die damals schon sehr betagte - Grossmutter, die fasziniert ein Polaroid in der Hand hält. Dasselbige entwickelte sich gerade vor ihren Augen, und so etwas hatte sie weder zuvor gesehen, noch in ihren kühnsten Träumen erwartet. Das war der berühmte "Polaroid-Effekt" in der Praxis. Heute werden den nur noch wenige kennen. Damals war das der letzte Schrei. Auf der Rückseite ist das Polaroid übrigens beschriftet mit "Geknipst + schon fertig?".
 
Bei der zweiten Tasse Kaffee beginnen die Gedanken philosophisch umher zu streifen. Diese Polaroids. Als "schnelle Unikate" waren sie so unverschämt künstlerisch. Die Geschwindigkeit ist uns erhalten geblieben (siehe) aber die Tangibilität ist verloren gegangen.

Jammerschade, denn Papierbilder sind anfassbar und vermitteln dadurch ein Erlebnis und einen - künstlerischen und/oder monetären - Wert in sich. Das können Instagram & Co eben nicht. Erst recht nicht die "Likes" (wie immer sie auf den verschiedenen Plattformen auch heissen mögen).

Wäre übrigens noch eine Geschäftsidee: "Bestelle einen Abzug, auf dem alle deine Likes zu einem bestimmten Foto zu sehen sind. Das Format des Abzuges wird an die Anzahl der Likes angepasst. Wir drucken bis zu 13 x 30000 cm, was max. 1 Million Likes entspricht. Im Abo gibt es 15% Rabatt."
 
Setzen. Leichte Verbeugung genügt.
 
Ach Oma. Hättest Du gedacht, dass es einmal so weit kommen würde?

Polaroid memories - Once upon a time

 
 

Startschuss: "GO IGLOOTEL"

Unter grossem medialen Interesse und mit einer Vielzahl hochkarätiger Besucher aus Politik, Wirtschaft und Tourismus ist vor einigen Stunden das Iglootel offiziell eröffnet worden. Wir hatten bereits über die Bauphase und Fertigstellung berichtet.

Bei bestem lappländischen Wetter und unter sternklarem Himmel fand nun in Abborrträsk die offizielle Einweihung mit ca. 100 geladenen Gästen statt. Das Iglootel-Team hatte eine gelungene Eröffnungsfeier auf die Beine gestellt.
 
-> Zur Fotostrecke: Offizielle Einweihung Iglootel Lapland
 
-> Till bildspelet: Invigning Iglootel


Die Leitung des Iglootel nimmt Glückwünsche zur Einweihung entgegen
Die Leitung des Iglootel nimmt Glückwünsche zur Einweihung entgegen

Review: Photo Ninja von Picturecode - RAW Konvertierung der Spitzenklasse

Obwohl das Fotografieren in JPG - nicht zuletzt durch die immer besser werdenden kamerainternen Engines in den neuen m4/3 Kameras - wieder deutlich an Popularität gewonnen hat, ist RAW für alle qualitätskritischen Aufnahmen nach wie vor Pflicht. Der Haken an der Sache liegt freilich darin, dass die eigentliche Arbeit dann oft erst am Computer anfängt. RAW-Dateien wollen entwickelt, d.h. umgewandelt und bearbeitet werden. Ein leistungsfähiger RAW-Konverter, der sich gut in den eigenen Workflow einpasst, ist also gefragt. Auf dem Markt tummeln sich einige Kandidaten und kürzlich ist ein "neuer Stern am Himmel" verfügbar geworden: Photo Ninja von Picturecode.
 
Die Softwareschmiede Picturecode dürfte als Hersteller der Noise Ninja Plugins weithin bekannt sein. Vor einiger Zeit hat man sich bei Picturecode entschieden, die reine Plugin-Entwicklung einzustellen und die vorhandene Technologie und das vorhandene Know-How stattdessen in die Entwicklung eines neuen "High-End" Raw-Konverters zu investieren.
 
An dieser Stelle sei ein kleiner persönlicher Exkurs gestattet: In Sachen RAW-Entwicklung habe ich die letzten Jahre auf Bibble gesetzt. Geschmeidiger Workflow und hervorragende Geschwindigkeit bei guter Qualität. Und das sowohl auf dem Mac, wie auf dem PC. Den Boliden Lightroom mochte ich nie richtig leiden und Aperture war ja auf den Mac beschränkt (was in unserer hybriden EDV nicht schön gewesen wäre).
 
Dann allerdings kam im Dezember 2011 überraschend die Nachricht, dass Bibble an Corel verkauft worden ist. Soweit so gut. Große Entwicklungspläne wurden kommuniziert und Hoffnungen geweckt. Heute, ein gutes Jahr später, dürfen die Anwender leider feststellen,
dass das Projekt, des auf den neuen Namen "Afer Shot Pro" getauften Bibble-Nachfolgers als gescheitert betrachtet werden kann.

Es gab keine Updates zu neuen Kameramodellen und die im ersten Release vorhandenen Bugs fristeten munter weiter ihr Dasein. Jammerschade. Wie aus dem entspr. Unterforum bei Corel zu entnehmen ist, migrieren immer mehr der früheren Bibble-Poweruser zu anderen Programmen.

Für "Brot & Butter" Sachen verwende ich After Shot Pro zwar noch immer wegen der Gewöhnung und der guten Geschwindigkeit (jedenfalls für Aufnahmen mit Kameras, die von der vorliegenden Version noch unterstützt werden), die Unzufriedenheit ist jedoch gewachsen. Seit einiger Zeit bereits war ich auf der intensiven Suche nach einem hervorragenden RAW-Konverter für ausgesuchte Bilder. Und hier kommt Photo Ninja ins Spiel. Ende des Exkurses.
 
Mit keinem geringeren Anspruch, als einer der besten RAW-Konvert auf dem Markt zu sein, ist Photo Ninja ins Rennen gegangen. Die Software ist - wie schon gesagt - noch recht jung und liegt derzeit in der Version 1.04 vor. Trotz der geringen Versionsnummer gibt es praktisch keine nennenswerten Kinderkrankheiten mehr (mir ist jedenfalls bislang nichts aufgefallen).
 
Was zeichnet Photo Ninja aus? In erster Linie eine äusserst gute Bildqualität, die durch einen faszinierend grossen Detailreichtum und eine für meine Begriffe nahezu perfekte Farbumsetzung geprägt ist. Aber der Reihe nach. Was bereits bei der Installation positiv auffällt ist, dass die Programmierer ihre Hausaufgaben sehr gut gemacht haben. Lediglich einige wenige MB landen auf der Festplatte - verglichen mit mehreren Hundert MB bei den eingeführten RAW-Boliden. Schlanker Programmcode lässt u.a. darauf schliessen, dass alles so effektiv wie möglich programmiert ist. Pluspunkte also gleich zu Beginn.
 

Die Oberfläche von Photo Ninja im Überblick
Die Oberfläche von Photo Ninja im Überblick


Die Programmoberfläche ist aufgeräumt und übersichtlich. Eine Laufleiste am unteren Bildschirmrand zeigt die zur Auswahl stehenden Bilder, die sich an der gewählten Quelle befinden. Links befindet sich eine Spalte mit den zur Verfügung stehenden Bearbeitungsmöglichkeiten. Oben in der Leiste findet sich an gewohnter Stelle das Histogramm. Hinter den einzelnen Punkten verbergen sich Untermenüs, die bei ihrer Auswahl aufklappen und jeweils eine Anzahl Bearbeitungsoptionen freigeben. Die einzelnen Bearbeitungsbereiche sind sehr durchdacht und gut gruppiert. Ganz nach dem Motto von Picturecode "Von Profis für Profis".
 
Öffnet man ein Bild, führt das Programm standardmäßig eine Rettung der Highlights durch, deren Ergebnis sich dann in den Einstellungen im Bereich Exposure befindet. Ich habe mit einigen Extrembeispielen experimentiert und bin von den Resultaten recht angetan. Und bei Bildern, bei denen mit Intention ausgebrannte Stellen vorkommen sollen, lässt sich die Automatik in den Einstellungen im Bereich Exposure problemlos und geschmeidig wird zurück stellen.
 
Die Bildbearbeitung dürfte meistens im Bereich Exposure beginnen. Dort empfiehlt sich die - standardmässig bereits vorgewählte - Einstellung Smart Lightning. Diese kombiniert die Belichtung out of the cam mit einer Dosis Illumination (dazu sogleich mehr) und einer etwas aggressiveren Highlight Rettung.

Photo Ninja - Der Bereich Exposure
Der Bereich Exposure

 
A propos Illumination: Der Regler Illumination beinhaltet ein "adaptive lightning". Normalerweise würde man einfach mit der Belichtung hochgehen. Das gefährdet aber schnell die Highlights. Abhilfe schafft die Illumination, die den globalen Kontrast erhöht und gleichzeitig die Highlights komprimiert. Wer den Spezialkonverter RPP auf dem Mac kennt, dem kommt diese Funktion vielleicht bekannt vor. Die Ergebnisse sind verblüffend, insbesondere wenn der an die Belichtungskorrektur gekoppelte Modus (kleine Doppelpfeile) gewählt wird. Ich finde die Einstellung zur Illumination gigantisch praktisch, wenn kritische Highlights im Bild enthalten sind.
 
Natürlich gibt es im Bearbeitungsbereich Exposure einen sehr fein ansprechenden Regler für die Rettung der Highlights, der mit einem Regler zur Vermeidung unerwünschten Farbstichs in den geretteten Bereichen im Bereich Color Correction im Zusammenspiel steht.
 
Der Erwähnung wert ist auch der ebenfalls unter Exposure zu findende Regler Detail. Er erinnert stark an die Clarity bei Lightroom. Die Details heben feine Details und Strukturen hervor und eignen sich bei Anwendung im negativen Reglerbereich hervorragend, um Potraits mit sanfterer Haut zu versehen.
 
Übrigens: Alle einmal gewählten Einstellungen lassen sich selbstverständlich als eigene Presets speichern.
 

Photo Ninja - Als Noise Reduction kommt Noise Ninja 3 zum Einsatz
Als Noise Reduction kommt Noise Ninja 3 zum Einsatz


Für die Rauschunterdrückung gibt es unter dem Namen Noise Ninja 3 ein Modul, in dem eine weiterentwickelte Version des ohnehin schon hervorragenden Noise Ninjas mit feinen Einstellmöglichkeiten am Werk ist. Da gibt es nicht viel mehr zu sagen. Die Ergebnisse sind schlicht erster Güte.

Photo Ninja - Beinahe magisch - Der Bereich zur Korrektur von CAs
Beinahe magisch - Der Bereich zur Korrektur von CAs

 
Ein besonderes Hightligt ist der Bereich CAs. Was Photo Ninja hier - im Regelfalle mit automatischer Analyse - bewerkstelligt, ist schlicht phänomenal. Ich habe z.B. ein älteres f2.8er Sigma Tele, das ich aus persönlichen Gründen heiss und innig schätze. Leider ist der Oldtimer mit heftigen CAs gesegnet. In anderen RAW-Konvertern hat das immer zu einem fast unendlichen Getüftele mit manuellen Einstellungen geführt. Photo Ninja hat das Problem nun gelöst. Und das vollautomatisch. Die heftigen CAs sind einfach fast völlig verschwunden.

Photo Ninja - Die Vignetten-Korrektur
Die Vignetten-Korrektur

 
Schliesslich sind noch die intelligente Vignetten-Korrektur und das Modul zur Korrektur von Verzerrung und Perspektive löblich zu erwähnen. Die Vignetten-Korrektur hat einen guten Automatikmodus. Lediglich bei Verzerrung und Perspektive ist Handarbeit angesagt, wobei die gefundenen Resultate wiederum als Presets für später dienen können.

Photo Ninja - Der Bereich für Entzerrung und Korrektur der Perspektive
Der Bereich für Entzerrung und Korrektur der Perspektive

 
Was bei allen Bearbeitungen möglicherweise negativ auffällt ist, dass jeweils "Apply" oder "Cancel" gewählt werden muss (obwohl die Regler natürlich eine Live Vorschau haben). Das mag altertümlich anmuten. Mich stört es nicht.

Photo Ninja - Die Optionen für die Bildausgabe als JPG oder TIFF
Die Optionen für die Bildausgabe als JPG oder TIFF

 
Ist ein Bild fertig bearbeitet, kann es als JPG oder TIFF gespeichert werden. Die Einstellungsmöglichkeiten - die als Presets gespeichert werden können - finden sich im Screenshot. Es findet sich dabei alles, was erforderlich ist.

Eine Batchbearbeitung gibt es im Moment (leider) noch nicht. Diese steht aber auf der To-Do-Liste der Entwickler.
 
Die derzeit unterstützten Kameras und RAW-Formate gibt es hier nachzulesen.
 
Ich habe mit RAWs aus verschiedenen Nikon und Olympus m4/3 Modellen getestet. Bei allen hat sich die überragende Qualität von Photo Ninja unter Beweis gestellt.
 
Die internen Berechnungen scheinen sehr rechenintensiv. Das ist - wie der Hersteller selbst erklärt - der hohen Qualität geschuldet. Ein zeitgemässer Rechner ist daher kein Fehler. Was nahtlos zum nächsten Punkt führt. Photo Ninja gibt es für Windows-PCs und Macs, wobei künftige Versionen nur für 64-Bit Systeme erscheinen werden. Technisch kann ich die Entscheidung nachvollziehen; sehr schade finde ich es trotzdem.
 
Was noch äusserst positiv auffällt, ist die unkomplizierte und schnelle Kommunikation mit Picturecode. Alle meine Anfragen und Anregungen wurden innerhalb kürzester Zeit beantwortet. Schlicht vorbildlich im Vergleich zu anderen Softwareherstellern.
 
Auf der Homepage des Herstellers finden sich instruktive Tutorials und die Möglichkeit zum Download einer Demoversion (für die ein zwei Wochen gültiger Code angefordert werden muss).
 
Dem geneigten Leser dürfte nicht entgehen, dass ich von Photo Ninja begeistert bin. Die Bearbeitung nimmt zwar mehr Zeit in Anspruch als bei gängigen Konkurrenten. Die zu erzielenden Ergebnisse und der "Look" der Bilder entschädigt aber bei weitem für den höheren Aufwand.
 
Ich überlade dieses Review nicht mit einer Masse an Screenshots von Vergleichsbildern sondern möchte alle interessierten Leser ermutigen, sich mit Hilfe der kostenlosen zwei-Wochen-Demo selbst ein Bild zu machen. Ich bin ziemlich sicher, dass viele Blut lecken werden...
 
Die Vollversion kostet USD 129 und beinhaltet kostenlose Updates für die Dauer von 12 Monaten. Wer bereits eine Noise Ninja Vollversion sein eigen nennt, kann die Vollversion für USD 79 erwerben.
 
Mein Fazit: Für mich der bislang der Qualitätsmässig beste RAW-Konverter. Klare Empfehlung - eigentlich sogar ein "must have".

Update: Die Version 1.05 unterstützt jetzt auch Batch-Processing
 

Android Apps für Fotografen - Meine Top Drei

Smartphone-Fotografie: Der Trend ist ungebremst. Ich möchte heute nicht über Gründe und Entwicklungen spekulieren. Nur soviel: Es macht Spass, mit dem Smartphone zu fotografieren. Es ist einfach "smart". Das Smartphone ersetzt mir z. B. mittlerweile oft die klassische "Hosentaschenknipse". Besonders für private Bilder und für "Behind the scenes". Und nebenbei fällt mir auf, dass diese Sorte Bilder auch immer häufiger in kommerziellen Produktionen zum Einsatz kommen.
 
Nach längerer Testphase habe ich mich im vergangenen Jahr für einen Androiden entschieden. Keine "Glaubensfragen" (IPhone contra Androiden) an dieser Stelle. Dafür aber meine Top Drei Android Apps, die auf das Fotografen-Smartphone gehören.
 

1. Bilder machen
 
Foto-Apps gibt es wie Sand am Meer. Ich habe viele durchprobiert. Da gibt es alle möglichen Effekte und Verschnörkelungen. Nur wenige Apps sind auf das Wesentliche reduziert. Kurz und gut: Wer aus der Fotografen-Ecke kommt, der braucht Vignette für Android.
 
Schlank und unverschnörkelt. Filter und Effekte, die im fotografischen Workflow vertraut sind. Schnell und pragmatisch. Regelmässige Updates. Und das zu einem äusserst günstigen Preis.
 

2. Bilder sichern
 
Nach der Beinahe-Katastrophe von Instagram (statt aller nur ein Link und ein Hinweis auf meine eigenen Gedanken dazu) gilt jetzt erst Recht: Keine Bilder mehr in den Umlauf ohne deutliches Wasserzeichen!
 
Warum? Hand aufs Herz: abgesehen von Plattformen die meinen, sich plötzlich Rechte an den Inhalten sichern zu wollen (und unabhängig davon, ob das juristisch zulässig oder nicht zulässig ist), gilt: Was im Web auftaucht und sichtbar wird, kann in Umlauf geraten. Egal, wie das Urheberrecht aussieht, denn Hemmschwellen gibt es in der digitalen Welt fast nicht mehr. Eine Alternative wäre lediglich, gar keine Bilder mehr in die wunderbare digitale Welt zu setzen. 
 
Watermarking Apps gibt es nicht so fürchterlich viele. Mein Tipp ist Add Watermark. Die App ist komfortabel und bietet viele sinnvolle Optionen, darunter: Text- und Grafikwatermarks (die frei platziert werden können - mit PNGs auch transparent), Resizing und eine komfortable Sharing-Funktion, mit der die Bilder auf Wunsch auch gleich auf Instagram, Facebook, Twitter usw. verbreitet werden können.
 
Es gibt eine Freeware und eine - sehr günstige - Bezahlversion. Ich empfehle die Letztere, denn bei der Freeware ist das Skalieren auf eine feste Grösse begrenzt.
 

3. Energie!
 
Der neuralgische Punkt der allermeisten Smartphones liegt in den Elektronen. Zu schnell ist der Akku leer, wenn viel gearbeitet wird. Da es und ja vornehmlich ums Fotografieren geht, kann an anderen Stellen Energie gespart werden. Nichts ist ärgerlicher, als wenn der Akku gerade dann schlapp macht, wenn das Traummotiv vor das Smartphone kommt, oder?
 
Das ultimative Werkzeug zum Energiesparen hört auf den Namen Juice Defender. Eine kleine App, die dem Smartphone bei Nichtbenutzung den Datenverkehr ausdünnt, und dadurch jede Menge Energie spart. In der Standardeinstellung kommen eingehende Anrufe und SMSe immer durch. Lediglich der energiefressende Datenverkehr wird eingeschränkt. Klingt viel komplizierter als es in der Praxis ist. Mit Juice Defender lässt sich die Akkulaufzeit gut und gerne um mindestens die Hälfte verlängern.
 
Für die allermeisten Anwender genügt übrigens die Freeware, die mit vordefinierten Presets kommt.
 
Am Rande und auch zum Thema Energie: Speziell für den Winter habe ich neulich bereits einige Tipps für die Smartphone-Fotografie zusammen gestellt.
 

Meine Entscheidung im Fotografr-Foto-Dreikampf Runde 3: "Mein bester Foto-Tipp"

Michael "Omori" Kirchner, Herausgeber von "Fotografr", hatte mich gefragt, ob ich auch in der dritten Runde des Foto-Dreikampfes als Juror zur Verfügung stehe. So kam ich nun nochmals zu der grossen Ehre, Mitglied der Jury sein zu dürfen.
 
In der dritten Runde des Foto-Dreikampfes ging es um die Aufgabe, den besten Foto-Tipp zu geben. Die Thematik war ansonsten recht frei gehalten. Lediglich ein Zusammenhang mit der Fotografie im weitesten Sinne war gefordert.
 
Die Kriterien für die Bewertung waren:
 
- Wie originell ist der Beitrag?
- Ist der Text verständlich und unterhaltsam?
- Ist der Betrag inhaltlich korrekt?
- Wie informativ ist der Inhalt?
 
Die dritte Runde war mit knapp 120 Einsendungen sehr spannend und ich muss zugeben, dass die Auswahl wieder alles andere als einfach war (und ich eigentlich gerne 5 Sieger gekürt hätte :).
 
Mit in der Jury waren die geschätzten Kollegen Stefan Groenveld, Torsten Mühlbacher, Hendrik Roggemann, Ralf Nöhmer, Manuel Mauer, Sven Wickenkamp, Manfred "Zoomyboy" Huszar, und Stefan Neuweger.
 
Nun zu meiner Auswahl. Oft sind es die einfachen Tipps, die am besten sind (und das sind zugleich oft die am schwersten zu befolgenden...).

Voran stellen möchte ich aber eine Honourable Mention. Patrick Opierzynski hat in den Beiträgen zum Wettbewerb eine Geschichte berichtet, die "ans Herz geht". Kein Tipp im engeren Sinne - ausser vielleicht der, dass man immer eine geladene Sofortbildkamera dabei haben sollte. Die Geschichte ist aber so eindrücklich, dass ich sie an den Anfang stellen möchte (und ich hoffe, dass Patrick gegen das lange Zitat seines Beitrages keine Einwendungen hat - falls ja bitte kurze Rückmeldung):
 
"Was ist mein bester Foto-Tipp? Ich glaube diese Frage lässt sich nicht wirklich einfach beantworten, da die Fotografie an sich so unglaublich vielschichtig und abwechslungsreich ist, dass es nicht möglich ist, für eine ganz bestimmte Situation einen ganz bestimmten Tipp zu geben. Da sich jede Foto-Situation von einer anderen unterscheidet.
 
Trotzdem möchte ich eine kleine Geschichte erzählen, die sich im weitesten Sinne um die Entstehung
dieses Fotos rankt:
 
Im Rahmen meines „Radio Nowhere“-Projektes war ich mal wieder mit meinem alten Grundig Radio und meiner Digitalkamera unterwegs. Als „Location“ hatte ich mir den Dattel-Hamm-Kanal ausgesucht. Neben meiner DSLR trug ich auch noch eine alte Polaroid-Kamera in meiner Tasche herum ... So lief ich also mit meinen zwei Kameras und einem alten Radio durch die Gegend, als mir ein älterer Herr auf dem Fahrrad entgegen kam. Wir grüßten uns, er fuhr weiter und ich ging ebenso meines Wegs. Als es plötzlich hinter mir klingelte sah ich, dass der Herr umgedreht hatte und wieder auf mich zukam.
 
„Sind Sie Fotograf?“, fragte er mich interessiert und ich antwortete, dass die Fotografie mein Hobby sei und ich momentan dabei wäre einige Ideen um zu setzten. Während wir ein wenig plauderten zeigte er plötzlich auf die drei große Kühltürme, die unweit von uns aus der grünen Landschaft ragten und erzählte mir, dass er dort über 50 Jahre beschäftigt gewesen sei. „Bis vor einem Jahr, da kam dann die Rente“. Da er so viele Erinnerungen mit diesem Platz verbinde, würde er mindestens einmal die Woche mit dem Fahrrad an seiner ehemaligen Arbeitsstätten vorbeifahren. Es sei ihm unheimlich schwer gefallen, sich von all dem zu trennen.
 
„Über 40 Jahre dort drüben“, er zeigte auf die drei Türme, „und ich hab kein Foto mit diesen drei Riesen drauf. Aber mit diesen komischen digitalen Dingern ist datt ja immer so ’ne Sache“, er deutete auf meine DSLR, “ da bringt mir datt Foto ja nüscht, wenn ich keinen Computer hab‘.“
 
Der Groschen war in diesem Moment noch nicht bei mir gefallen – erst als er sich verabschiedete, mir einen schönen Tag und alles Gute wünschte, schoss mir durch den Kopf, dass ich in meiner Kameratasche noch die alte Polaroid-Kamera versteckt hatte. Ich rief den Mann zurück und bat ihn, sich und sein Fahrrad mit den drei Türmen im Hintergrund zu positionieren, in Richtung Kamera zu schauen und einmal „CHEEEESE“ zu sagen. Ein wenig verwundert leistete er meinem Wunsch Folge und grinste umso breiter, als er erkannte, dass ich eine Sofort-Bild-Kamera in den Händen hielt und deren Auslöser drückte.
„Datt ist ja doll – Die gibt’s auch noch?!“, sagte er als wir nebeneinanderstanden und ich mit dem Polaroid wedelte. Langsam erschienen der Mann und sein Fahrrad – vor seinem ehemaligen Arbeitsplatz.
 
Ich gab ihm sein Foto, wünschte ihm einen schönen Tag und alles Gute. „Danke, danke, vielen Dank“, sagte er und eine Träne kullerte ihm über seine Wange. „Danke, danke“, rief er mir hinterher.
 
Ein kleines Foto, aus einer uralten Kamera – fernab von Megapixeln, Zoom und hochvergüteten Linsen – aber ein Bild, das einen Menschen unheimlich glücklich gemacht hat. Für mich ein wunderbarer Moment…
 
Und ob dies nun ein wirklich Tipp war weiß ich nicht – Doch vielleicht sagt es etwas Allgemeines darüber aus, was Fotografie in uns auslösen kann, auch wenn es sich nur um ein kleines Bild aus einer Sofort-Bild-Kamera handelt. Und genau das ist es, was einem bewusst werden sollte, wenn man durch den Sucher in die Welt hinaus schaut – Fotos sind Emotionen. Und mit dieser Erkenntnis, lassen sich wunderbarste Fotos machen."

Text im kursiven Zitat von Patrick Opierzynski
 
Nun meine drei Tipp-Favoriten, wobei die Reihenfolge der Nennung keine Wertung darstellt:
 

Nummer 1: „Rechenschaft ablegen - mit dem fotografischen Jahrbuch“ von Christian Ahrens
 

Nummer 2: Habt keine angst euch dreckig zu machen! von Marco Bergner
 
Marco schreibt: "Habt keine angst euch dreckig zu machen! Für ein gutes Foto lohnt es sich auch durch den Dreck zu kriechen..."
 

Nummer 3: „Kameraeinstellungen überprüfen“ von Conny Hilker
 

Iglootel Lapland - Arctic Snow Experience, Teil II

Im ersten Teil unserer Reportage über das neueste touristische Highlight in Schwedisch-Lappland hatten wir über die Bauphase des Iglootel berichtet.

Theke Iglootel Lapland - Arctic Snow Experience
Theke - Iglootel Lapland

 
Mittlerweile ist die Anlage fertig gestellt und hat den Betrieb aufgenommen. Von aussen sieht das Bauwerk recht unscheinbar aus. Von innen allerdings offenbart sich die Iglusiedlung als eine faszinierende eigene Welt. Mit den labyrinthartigen Gängen und einem ausgeklügelten Beleuchtungssystem entsteht eine Atmosphäre, die schwer in Worte zu fassen ist. Futuristisch - beinahe mit einem Touch von "Raumschiff Enterprise".
 
Für die Gäste stehen zehn Schlafiglus zur Verfügung, die eine beruhigende Schlichtheit und zugleich eine grosse Geborgenheit ausstrahlen. Ein 360-Grad-Panorama aus einem Schlafiglus gibt es hier zu bestaunen.
 
A propos Klima: Auch wenn ausserhalb der Siedlung minus 30 Grad herrschen und gerade ein Schneesturm über die Anlage pfeift, ist es innen behaglich.
 
Eine eigens aus Deutschland angereiste Gruppe von Künstlern hat die Innenwände der Anlage mit aus Schnee und Eis modellierten Kunstwerken in samischem Stil versehen.
 
-> Zur Fotostrecke: Iglootel Lapland - Arctic Snow Experience, Teil II
 
-> Till bildspelet: Iglootel, del II

 

Schlafiglu Iglootel Lapland - Arctic Snow Experience
Schlafiglu - Iglootel Lapland