[Update] Die "Minus-40-Grad-Woche" mit Galerie und Mathematik

Zugegeben, es kostet Überwindung. Aber es lohnt sich. Wirklich.

Worum geht es? Die bislang kälteste Woche des Jahres in Lappland liegt hinter uns. Die sibirisch-arktische Kältewelle hat uns Temperaturen bis zu minus 40 Grad beschert. Das ist auch für hiesige Breitengrade recht kühl und frisch. Bei diesen Temperaturen kommt das Leben zum Erliegen. Nur wer unbedingt muss, verlässt noch das Haus.

Die Kälte bringt auch eine lebensfeindliche Stille mit sich. Es ist totenstill draussen, ja die ganze Natur ist wie tot.

Es hat Überwindung gekostet, trotzdem jeden Tag mindestens eine Stunde mit der Kamera raus zu gehen. Dick eingehüllt in mehrere Schichten Kleidung und mit fetter Pelzmütze. Aber es hat sich gelohnt. Das Licht war einfach absolut traumhaft und die Stille extrem inspirierend.

Minus 40 Grad sind aus einem weiteren Grund faszinierend: Bei exakt dieser Temperatur entspricht der Temperaturwert in Celsius genau dem Wert in Fahrenheit.

Bekanntlich lautet die Umrechnung F=Cx1.8+32 und C=(F-32)÷ 1.8, wobei 0 Grad C = +32 Grad °F sind. Das führt dazu, dass minus 40 Grad Celsius exakt minus 40 Grad Fahrenheit entsprechen.

Ich habe eine Galerie mit einigen Bildern - teils persönliche Bilder, teils Musterstücke aus Auftragsproduktionen - zusammen gestellt [Update 17.02. - neue Bilder ergänzt]:

-> Zur Galerie „Die minus 40 Grad Woche“

-> To the gallery „The week with 40 dergrees below zero“


Traumhaftes Licht bei minus 40 Grad C/F in Lappland
„Traumhaftes Licht bei minus 40 Grad C/F in Lappland“

Foto-Futter: Knut Skjærven

Heute etwas Foto-Futter als „Tiefkühlkost“, hatten wir doch die bislang kälteste Nacht des Jahres am Polarkreis in Lappland. Das Thermometer hat sich bedenklich nahe an minus 40 Grad genähert. Freunde und Bekannte in der Nähe hatten sogar Temperaturen unter minus 40 zu verzeichnen. Immerhin ist jetzt - gegen 9 Uhr -  strahlender Sonnenschein bei "nur noch" minus 34 Grad. Trotzdem ist es im Moment nicht besonders einladend, das Haus ohne akute Notwendigkeit zu verlassen.

Was tun bei dieser Kälte? Die Katze schmiegt sich an den knisternden Kaminofen. Die Hunde haben sich unter der Bettdecke verkrochen.Mensch nutzt die Zeit, um sich - in der Nähe des Ofens - durch Mails, Bücher und Broschüren zu lesen, die sich angesammelt haben.  

Für alle, die das Haus heute auch nicht unbedingt ungezwungen verlassen wollen, habe ich eine fotografische Delikatesse anzubieten:

Den in Kopenhagen lebende norwegische Fotograf Knut Skjærven. Seine Bilder im Street-Style sind beeindruckend. Unglaublich gute Kompositionen - in bester Art des "Decisive Moments" nach HCB -, die zum Verweilen einladen. Doch nicht nur das. Knut bringt einen profunden philosophischen Hintergrund mit, was in seinen Bildern deutliche Spuren hinterlässt. 

Zu sehen gibt es Knut u.a. in seinem Blog

PHENOMENOLOGY AND PHOTOGRAPHY

und seinem Blog 

Berlin Black And White.

Auf Facebook ist er unter 

Knut Skjærven - Street Photography

zu finden.

Mit diesem Augenschmaus wünschen wir vom Polarkreis aus ein schönes Wochenende!