Auf den Elch gekommen?

Heute ein Gastbeitrag mit Text und Bildern von Frau Lapplandblog. Ihr eilt der Ruf voraus, ein begnadetes Händchen für Tiere zu haben. Und hätte ich die Situation nicht aus der Ferne selbst gesehen - ich würde sie nicht glauben.

Nein, nicht unbedingt! Doch was macht ein Mensch, wenn direkt vor ihm ein Herr Elch liegt?

Der moderne Mensch zückt sein fotografierendes mobiles Telefon.

Bitte lächeln, Herr Elch! Danke!


 „Liegender Elch“ - © 2019 by Frau Lapplandblog
„Liegender Elch“ - © 2019 by Frau Lapplandblog


Oh, Nummer zwei an einem Tag!?

Entschuldigen Sie bitte, Herr Elch Nummer zwei. Ich wollte Sie bei Ihrer Fikapause mitten in der Sandkuhle bestimmt nicht stören. Aber würden Sie bitte noch einen Moment stehen bleiben für ein Portrait...

Danke.


„Vollportrait Elch“ - © 2019 by Frau Lapplandblog
„Vollportrait Elch“ - © 2019 by Frau Lapplandblog

Aktueller Rückblick

Boeing

Mich beschlicht da ein Gedanke. Ein ganz übler.

Die den Berichten nach grob stümperhaft (oder: absichtlich?) fehlerhafte Software des Trimmsystems (sprich: des Maneuvering Characteristics Augmentation System (MCAS)) soll die Ursache für die dramatischen beiden Abstürze dieses Flugzeugtyps 2019 mit insgesamt 346 Todesopfern sein. Der Flugzeugtyp ist seit März 2019 weltweit mit Flugverbot belegt (371 Maschinen der Typen MAX 8 und MAX 9).

Der einschlägige Absatz im Wikipedia-Artikel dazu (Link) ist sehr aufschlussreich

Ist das vielleicht nur ein weiterer grossangelegter Fall von geplanter Obsoleszenz (Link)?


Kameraviren - Lösegeld für deine Bilder


Die allgegenwärtige Vernetzung fordert weitere Opfer und eigentlich war es nur eine Frage der Zeit. Heutige DSLRs sind hochcomputerisiert und mit Connectivity versehen. Die Betriebssystemsoftware dieser Technik-Boliden ist hochentwickelt und - siehe vorige Meldung - auch nicht immer richtig durchdacht und fehlerhaft.

So ist es jetzt gelungen die erste Ransomware für DSLRs zu entwickeln und diesen über WLAN in die Kamera einzuschleusen (war eine Canon EOS80D). Schon blöd wenn nach einem Hochzeitsshooting ein netter Hinweis auf dem Display erscheint, dass die Bilder auf der Speicherkarte jetzt verschlüsselt sind und erst gegen Zahlung einer höheren Summe wieder frei gegeben werden. Der Bitcoin sei Dank.

Meldung u.a. von heise.de (Link).

Hat da jemand „analog“ gesagt? ;-)


News von der Hl. Greta Thunberg

Nota bene: Hinweis an alle engagierten Nachrichtensprecher - im Nachnamen „Thunberg“ wird das „u“ ausnahmsweise wie ein deutsches „U“ und nicht - wie sonst - so wie ein deutsches „Ü“ ausgesprochen.

Zum Thema: Unsere Greta segelt da also derzeit angeblich (Blutdruck senken: ich schreibe „angeblich“, denn ich weiss es nicht aus eigener Wahrnehmung - du lieber Leser im Zweifel auch nicht) über den weiten weiten Atlantik. Angeblich CO2 neutral. Klingt gut. Hat nur leider mit der Realität mal wieder rein gar nichts zu tun. Wer es wissen will, der möge sich diesen Blogartikel durchlesen (Link) oder einfach selber mal googlen. Ich habe gerade keine Lust mir dafür die Fingerkuppen auf der Tastatur abzuwetzen.


Neues vom Klima

Auf YouTube findet sich ein interessanter Beitrag vom ARD (Link). Ich lasse den einfach mal unkommentiert so stehen und empfehle ihn der geneigten Leserschaft zum Training der grauen Zellen.


Einen hab ich noch: Energiewende und Digitalisierung

Über den digitalen Energiebedarf und die Energiewende: Pfilchtlektüre (Link).

Fazit: Die Digitalisierung führt direkt in die Energiekatastrophe. Noch Fragen?

Heavy Clouds over Lappland
Was für ein Bild würde sonst zu diesem düsteren Rückblick passen?


Anfängerkurs im positiven Denken ;-)

Positives Denken für Anfänger - Love Rain
Ohne Kommentar

Wollte ich? Ich wollte!

Ich wollte Milch und bekam eine Flasche,

ich wollte Eltern und bekam Spielzeug,

ich wollte lernen und bekam Zeugnisse,

ich wollte Liebe und bekam Moral,

ich wollte einen Beruf und bekam einen Job,

ich wollte einen Lebenssinn und bekam eine Karriere,

ich wollte Glück und bekam Geld,

ich wollte die Wahrheit und bekam Lügen,

ich wollte Hoffnung und bekam Angst,

ich wollte leben ... werde aber gelebt -

doch ich bin "Gott sei Dank" aufgewacht!

Wollte ich? Ich wollte!

Fotografie: Trendumkehr? Da ändert sich was!

Seit mittlerweile vielen Jahren ist der allgemeine Trend zur mobile Fotografie ein Faktum (siehe dazu bereits z.B. hier und hier).

Die Sachlage ist mittlerweile so zementiert, dass nicht einmal Google mehr eine zeitlich aktuelle Antwort auf die Frage ”how many pictures are taken with smartphones” geben kann.

Die letzten gelisteten Artikel dazu tragen ein Datum aus dem Jahr 2017 und berichten, dass 2017 ungefähr 1,2 Billionen (Erinnerung: eine Billion sind 1000 Milliarden und damit eine Zahl gefolgt von 12 Nullen) digitale Bilder aufgenommen worden sind. Das ergibt im Durchschnitt 160 Bilder pro Erdenbürger. Eigentlich unvorstellbar. Wobei, wenn ich mir Menschen beim Selfies machen beobachte, durchaus nachvollziehbar. Egal, zurück zum Thema.

Schreibt man den Trend der letzten Jahre (also den zur Fotografie, nicht den zu den Selfies) mal nur vorsichtig linear weiter, dürften wir dieses Jahr bei ca. 2 Trillionen (wahrscheinlich mehr) landen. Für 2017 sollen 85% davon mit Smartphones aufgenommen worden sein. Schreibt man auch diesen Trend weiter (Entwicklung deutlich über linear) liegen wir 2019 wahrscheinlich zwischen 95 und 98%.

Nochmal zur Erinnerung. Die vergangenen Jahre haben wir das Fotografieren mit dem Smartphone angepriesen, weil Smartphones ultrakompakt und deswegen immer dabei sind. Das Smartphone soll das unauffällige Fotografieren ermöglichen. Und da ja im Prinzip alle Menschen schon ein Smartphone besitzen, muss kein zusätzliches Geld für eine Kamera ausgeben werden.

Klang und klingt irgendwie alles plausibel. Mich hat der Gedanke der Unauffälligkeit immer fasziniert; einfach im Strom der Menschen mitschwimmen und die Umwelt mit dem Smartphone unauffällig ablichten. Das haben auch viele Fotografenkollegen aus der Street-Photoghraphy Ecke so bestätigt.

Allerdings: Der Trend hat sich gewandelt. Seit diesem Jahr nehme ich zunehmend war, dass sich Menschen nicht mehr so gerne mit Smartphones fotografieren lassen. Darüber hatten wir kürzlich auch schon einmal hier im Zusammenhang mit der Berichterstattung von einer Sportveranstaltung berichtet.

Der Lackmustest war einfach und tatsächlich: Mit einer ”klassischen” Kamera (also einer, die nach ”richtiger Kamera” aussieht) um den Hals oder in der Hand lassen sich Menschen mittlerweile viel bereitwilliger fotografieren.

Die spannende Frage wäre, woran das liegen könnte? Gesteigertes Bewusstsein für Datenschutz infolge des Inkrafttretens der GDPR / DSGVO? Individuell gefühlte grössere Bedeutung / Wichtigkeit, weil mich da jemand mit einer ”richtigen” Kamera ablichtet? Viele Gründe sind denkbar und ich habe bislang noch keine Diskussion zum Fragenkreis gefunden. Was sind Eure Gedanken dazu?

Das Ur-Iphone
Wie es alles begann: Das Ur-Iphone

Klimawahn: Der Wahnsinn hat Methode - Frank Bsirske ruft zu Klimastreiks auf

Ich reibe mir gerade die Augen, wenn ich folgende Artikel im Internet lese:

https://www.focus.de/politik/deutschland/gewerkschaft-hat-2-millionen-mitglieder-verdi-chef-ruft-zu-teilnahme-an-fridays-for-future-demo-auf_id_10999819.html

https://rp-online.de/panorama/deutschland/fridays-for-future-begeistert-von-bsirske-aufruf-an-arbeitnehmer_aid-44808579

Der Chef der zweitgrössten Gewerkschaft Deutschlands ruft zum Klimastreik auf. Anscheinend war ihm da selbst nicht ganz wohl dabei und er ergänzte - quasi im Kleingedruckten - im sei klar dass „nicht jeder seine Arbeit unterbrechen“ könne und dass er natürlich nicht zu einem ordentlichen Streik aufrufe.

Sein Obersatz ist aber klar und deutlich: Er will die zwei Millionen Mitglieder der Gewerkschaft dazu aufrufen, sich am Klimastreik der Bewegung „Fridays for Future“ zu beteiligen.

Aha.

Also manchmal kommt einem die eigene Vergangenheit ja zu Gute. Vor unserem Neustart in Schweden war ich lange Jahre als Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht, hauptsächlich im Kollektivarbeitsrecht (also im Betriebsverfassungs- und Tarifvertragsrecht) tätig.

Da fallen mir zu Bsirskes Aufruf doch spontan einige arbeitsrechtliche Erwägungen ein:

Das deutsche Arbeitskampfrecht ist nicht spezialgesetzlich kodifiziert. Diese juristische Kartoffel war bislang allen Bundesregierungen „zu heiss“. Deswegen hat sich das Arbeitskampfrecht in der Praxis durch die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichtes und des Bundesverfassungsgerichtes anhand der Auslegung des Art. 9 Abs. 3 GG entwickelt.

Art. 9 Abs. 3 GG hat - soweit in diesem Zusammenhang von Interesse - den folgenden Wortlaut:

„Das Recht, zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen Vereinigungen zu bilden, ist für jedermann und für alle Berufe gewährleistet. Abreden, die dieses Recht einschränken oder zu behindern suchen, sind nichtig, hierauf gerichtete Maßnahmen sind rechtswidrig.“


Damit diese Vereinigungen - die sog. „Koalitionen“ - die ihnen vom GG zugewiesenen Rechte wahrnehmen können, müssen sie sich betätigen können. Daher spricht man von der „kollektiven positiven Koalitionsbetätigungsfreiheit“. Und aus dieser folgt auch das Recht, Arbeitskampfmassnahmen durchzuführen.

Nun geht es im Art. 9 Abs. 3 GG dem eindeutigen Wortlaut des Gesetzestextes nach um die „Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen“. Daraus wird nach der absolut herrschenden Meinung - und dass es eine solche gibt, ist selten in der Juristerei - gefolgert, dass Arbeitskampfmassnahmen - sprich: auch Streiks - nur Ziele verfolgen dürfen, die in einem Tarifvertrag geregelt werden können.

Was der Herr Bsirske da im Sinne hat, ist also ein offensichtlich rechtswidriger Streikaufruf. So rechtswidrig wie die Nacht schwarz ist. Und das obwohl der Herr Bsirske eher zur roten Fraktion gehört. Dazu aber sogleich noch mehr.

Ich stelle mir die Situation vor. Im zweiten juristischen Staatsexamen hatte ich einen vorsitzenden Richter am Bundesarbeitsgericht als Prüfer. Wenn ich dem die Aussage von Bsirske auf die Frage nach den zulässigen Arbeitskampfzielen gegeben hätte, wäre er entweder in schallendes Gelächter ausgebrochen, bleich vom Stuhl gefallen oder hätte mich schlicht rausgeworfen. Dafür hätte es null Punkte (= völlig ungenügend) gegeben.

Dem geneigten Leser sei übrigens unbedingt auch die Lektüre des Lebenslaufes von Frank Bsirske ans Herz gelegt. Da fällt es einem wie Schuppen aus den Haaren, wie man so schön sagt. Lesen und staunen!

PS: Die Überschrift ist übrigens teilweise ein „juristischer Insider“. Wer erinnert sich nicht noch an den legendären gleichnamigen Artikel von Dr. Jobst-Hubertus Bauer zum Zustimmungsersetzungsverfahren nach § 103 BetrVG? Müsste in der NZA 2004, 579 gewesen sein, wenn ich mich recht erinnere.

PPS: Übrigens, ein Streik ist etwas völlig anderes, als eine Demonstration.

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