Arctic Summer 2014 - Ein fotografischer Streifzug durch den Rekordsommer in Lappland

Der diesjährige Sommer am Polarkreis hat viele Rekorde geschlagen. Mehrere Hitzewellen sind über Lappland gegangen und mancherorts gab es sogar zeitweilige Wasserrationierung. 

Kurz und gut, es war ein Jahrhundertsommer (auch wenn man in den Zeiten des Klimawandels zugegebenermassen mit diesem Wort sehr bedächtig umgehen sollte).

Der Sommer hatte freilich auch seine Schattenseiten. Die Tier- und Pflanzenwelt hat sehr gelitten. Die Versumpfung und Austrocknung von Wasserflächen ist weiter fortgeschritten.

Statt eines langen Textes mit einem Lob- und Klagelied auf den vergangenen Sommer gibt es heute eine lange Bildstrecke mit Eindrücken und Wahrnehmungen aus den zurückliegenden drei Monaten. Viele "Bilder fürs Herz" (allerdings kein Cat-Content!).

Viel Freude beim Betrachten!

--> Zur Bildstrecke "Arctic Summer 2014"

Arctic Summer 2014 - Ein fotografischer Streifzug durch den Rekordsommer in Lappland
Ein Streifzug durch den „Jahrhundertsommer“ 2014
mit vielen traumhaften Sonnenuntergängen

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Statement zum "Ice Bucket Challenge"

Auch auf die Gefahr hin, mich jetzt richtig unbeliebt zu machen und ihr darüber abkübeln müsst: das, was ich über den "Ice Bucket Challenge" denke, muss mal raus!

Durch das Internet und insbesondere durch die sozialen Medien verbreitet sich dieser "Ice Bucket Challenge" derzeit wie ein Virus.

Worum geht es?

Ich zitiere aus Wikipedia:

"Die ALS Ice Bucket Challenge (deutsch: Eiskübelherausforderung) ist eine Kampagne, die darin besteht, sich einen Eimer kaltes Wasser über den Kopf zu gießen und hiernach drei oder mehrere Personen zu nominieren, die dann 24 Stunden Zeit haben, es einem gleichzutun.

Will man dies nicht, soll man 100 US-Dollar, beziehungsweise 100 Euro, an die ALS Association spenden. Die Challenge soll auf die Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) aufmerksam machen und Spendengelder für deren Erforschung und Bekämpfung generieren."

Und jetzt mache ich mich - wie schon gesagt - richtig unbeliebt:

Bei dieser Aktion geht es um das Spendensammeln und nicht um egozentrische Selbstinszenierungen. Natürlich steht es den Mitmachern frei, ob sie spenden oder kübeln wollen - doch viele scheinen den Fun bei solch einer Aktion vorzuziehen. Ohne darüber nachzudenken, was der tiefere Sinn des Aufrufes war!

Den Küblern scheint die Krankheit, die übrigens jeden treffen kann, egal zu sein und hoffentlich seid Ihr irgendwann nicht selbst in der Lage, dass Ihr auf Unterstützung von anderen angewiesen seid.

Wenn Ihr also etwas Sinnvolles tun wollt, dann filmt, wie Ihr Schecks und Onlineüberweisungen ausfüllt und absendet.

Wer von den Teilnehmern hat denn tatsächlich an die ALSA gespendet, und wieviel?

Besucht die Internetseite der Organisation ALSA, sucht dort den "Donate" Button und spendet!

Und noch was: Der "Ice Bucket Challenge" verschwendet Wasser, während anderswo in der Welt Menschen verdursten.

Verdursten ist übrigens der Tod durch mangelnde Flüssigkeitsaufnahme! Daher finde das abscheulich, wie verschwenderisch für den Sekundenspass mit Wasser umgegangen wird.

Auch gab es schon Kritik von dem Schauspieler Steve-O, der kritisierte, dass viele der Prominenten zwar spendeten, selbst aber vergessen würden, auf die Krankheit aufmerksam zu machen und Fans ebenfalls um Spenden zu bitten. Das eigentliche Anliegen der Aktion würde somit verfehlt. Nur wenige Prominente u. a. Charlie Sheen, Bill Gates und Sabrina Mockenhaupt hätten in ihren Videos überhaupt auf die Krankheit aufmerksam gemacht (Quelle: Wikipedia).

Ahmt lieber Charlie Sheen oder Conchita nach, anstatt sinnlos wertvolles Wasser zu verschwenden:

Charlie Sheen entleerte statt des erwarteten Eiswassers mehrere Geldscheine im angeblichen Wert von 10.000 US-$ über seinen Kopf und gab an, dass er diese spenden wolle. Er forderte die von ihm Nominierten auf, das gleiche zu tun, da das Geld mehr helfe als Eis. Conchita Wurst spendete unter dem Motto "Donate twice instead of ice" den doppelten Betrag, anstatt sich das Eiswasser überzuschütten.

Denn im Grunde geht es darum: Amyotrophe Lateralsklerose.

Ein weiteres positive Beispiel zum Abschluss:

Sir Patrick Steward ist - soweit mir bekannt - bislang der Einzige, der es "richtig" gemacht hat. Und Humor hat er auch noch.


Und nun könnt Ihr gerne über meinen Beitrag so richtig abkübeln oder Ihr kopiert und verteilt mein Statement und vor allem: spendet!

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Der "Kölapp" - des Schwedens liebster Zettel

Üblicherweise wird den Briten die beinahe unendliche Geduld nachgesagt. Nach einigen Jahren in Schweden bin ich allerdings davon überzeugt, dass das nicht stimmt. In Wahrheit übertreffen die Schweden die Briten bei weitem.

Provokativ formuliert: Schweden warten gerne. Und wie so vieles in Schweden ist auch das Warten sehr strukturiert und gut durchorganisiert.

Ich erinnere mich gut an eine Begebenheit vor etlichen Jahren. Erst einige Wochen in Schweden, ging ich als Kunde in ein Elektronikfachgeschäft. Artig erzogen stellte ich mich an der Schlange an, und nach einer Viertelstunde war ich an der Reihe. Die freundliche Verkäuferin blickte auf meine leeren Hände und fragte mich vorwurfsvoll nach meiner Nummer. Die Fragezeichen waren mir offenbar ins Gesicht geschrieben und sie nahm sich die Zeit, mich in das schwedische System des "Kölapp", des "Wartezettels" einzuweisen.

Und das funktioniert so: An viel frequentierten Orten, d.h. Geschäften oder Behörden mit grösserem Besucher- oder Kundenandrang gibt es in der Nähe des Eingangs einen Kasten mit einem grossen Knopf darauf. Heutzutage sind das meistens Thermodrucker. Auf Knopfdruck spuckt der Kasten einen kleinen Zettel aus, auf dem in grossen Lettern eine Zahl steht. Der Zettel enthält die eigene Nummer in der Warteschlange. Irgendwo über den Schaltern oder der Theke hängt dann eine Anzeigetafel (meistens mit roten LEDs), auf denen eine Nummer angezeigt wird. Nach jedem abgefertigten Kunden wird eine neue Nummer auf der Anzeigetafel sichtbar. So weiss man, wann man an der Reihe ist.

Das System hat verschiedene Vorteile: 

- Das Warten wird deutlich entspannter. Zwar bilden sich mancherorts noch Schlangen, aber in der Regel können die Kunden "frei" warten und dabei im Geschäft umhergehen. Das dürfte gut für den Umsatz sein, denn - je länger die Wartezeit - desto mehr Spontankäufe.

- Das System vermittelt dem Wartenden Sicherheit, denn der Kunde muss "seinen" Platz in der Warteschlange nicht hüten und verteidigen. Alles geht geruhsamer und entspannter zu. 

Natürlich macht die moderne Technik auch vor dem altbewährten Kölapp nicht Halt. Mittlerweile gibt es auch digitale "Warteschlangenlösungen". 

SMS-System: Das bereits zu Anfang des neuen Jahrtausends erprobte SMS-System beruht auf dem SMS-Dienst. Der Kunde schickt eine SMS an eine spezielle Nummer des Geschäftes oder der Behörde, die er besuchen möchte. Dann erhält er eine SMS mit seiner Wartenummer und der aktuellen Nummer in der Schlange zurück. Damit lässt sich bereits "auf Distanz" die Wartezeit abschätzen. Oft sind die digitalen Systeme auch so eingerichtet, dass eine weitere Erinnerungs-SMS gesendet wird, wenn nur noch fünf oder zehn Nummern vor der eigenen Nummer sind. 

Apps und cloudbasierte Lösungen: Mittlerweile gibt es aber auch ganz moderne Systeme (z. B. q-channel), die eigene Apps und Clouddienste nutzen. Das bietet für den Kunden den Vorteil, dass er die Warteschlange und den Fortschritt in Echtzeit verfolgen kann. Sehr modern, sehr charmant, aber für mich geht nichts über den kleinen Zettel mit der Nummer darauf.

Der
Ein klassischer Kölapp - hier ein Beispiel aus der Apotheke

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