Autumn Blues in Lappland...

Seid gut 48 Stunden heftiger Dauerregen. Das Thermometer fällt und fällt. Während in Deutschland die Hitzewelle abebbt, kündigt uns die Prognose die ersten Frostnächte an. Gestern waren es nur noch „+2“. Richtiger Wetter-Blues.
 
Wer noch etwas über den wunderbaren - aber sehr kurzen - arktischen Sommer in Lappland lesen möchte, dem sei der Artikel "Lapland Polaroids - the beauty of the arctic summer" ans Herz gelegt.
 
Alle anderen dürfen in den Blues mit einstimmen. Musikempfehlung dazu: Gary Moore - Still Got The Blues.

Autumn Blues in Lappland...
„Autumn blues...“

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Colors of Sapmi – Ein persönliches Projekt über faszinierende Farben

Die wunderbaren Farben der samischen Trachten haben mich schon immer fasziniert. So ist über die vergangenen Monate ein Projekt entstanden.

-> Auf meinem englischsprachigen Blog gibt es die Details und eine Bildergalerie dazu.

Colors of Sapmi – Ein persönliches Projekt über faszinierende Farben
„Colors of Sapmi“

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Forgotten places and lost families: Ein persönliches Projekt über die Urbanisierung in Schweden

Auf meinem englischsprachigen Blog habe ich gerade ein persönliches Projekt vorgestellt, dass mich die letzten Monate sehr beschäftigt hat.

Es geht um die seit mehr als 100 Jahren fortschreitende Urbanisierung in Schweden (insbesondere Nordschweden, bzw. Lappland). 

Die Landflucht hat ihre Spuren hinterlassen: Massen verlassener Häuser und Gehöfte. Oft sehen diese so aus, als hätten die früheren Bewohner ihre alte Heimat "Hals über Kopf" verlassen (müssen?). Manchmal stehen die jahrzehntealten Marmeladengläser noch im Schrank, oder der Tisch ist noch gedeckt. Gespenstisch und zugleich unglaublich faszinierend. 

-> Mehr Details (auf Englisch) und eine Galerie mit einigen Bildern gibt es hier.

Die ganze Bilderserie wird demnächst als Teil einer Wanderausstellung unterwegs sein. Sobald ich die genauen Daten dazu habe, gibt es hier ein Update.

Forgotten places and lost families: Ein persönliches Projekt über die Urbanisierung in Schweden
„Forgotten places and lost families“


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2.500 KW und eine Steckdose - Augen auf: Windkraft in Lappland

Aktuelle Entwicklungen in Lappland: In vielen Kommunen in Västerbotten spriessen derzeit die Windkraftwerke wie Unkraut aus dem Boden. 

So ein Windkraftwerk ist einhundert Meter hoch und hat eine Flügellänge von 50 Metern. Die Leistung beträgt ca. 2.500 KW (= 2,5 MW) je Kraftwerk. Im Regelfall stehen um die 10 bis 25 in Reih und Glied (wobei es auch deutlich grössere Windparks gibt). 

Eine merkwürdige Sache ist mir aber bei der letzten Reportage ins Auge gestochen: 2.500 KW und eine Steckdose. Direkt neben dem riesigen Windkraftwerk steht eine Steckdose. Ein Anschluss für den Motorwärmer im Winter. Als ob das grosse Windrad gerade mal genug Leistung für diese eine Steckdose hätte.  

2.500 KW und eine Steckdose - Windkraft in Lappland
„2.500 KW und eine Steckdose“


Am Rande noch ein Tipp für Urlauber, Auswanderer und Hauskäufer: Wenn Sie Ruhe und Natur lieben, sollten Sie sich vor Ihrem Lapplandurlaub, bzw. Ihrem Immobilienerwerb einen Überblick über die Windkraftsituation im Zielgebiet verschaffen. Die Windräder produzieren nämlich nicht nur Strom, sondern auch jede Menge Krach...

Summary: Hint - If you want to spend your holidays in Lapland or if you're thinking about buying a dacha or a house then please keep your eyes open for windmills. You should also observe the local planning, because windmills do not only produce electricity but also a lot of noise...

Sammanfattning: Stalltips - Om du vill tillbringa din semester i Lappland skulle du vara uppmärksamt om det finns vindkraftverk i det området du siktar pa. Det gäller självklart också när du vill köpa en sommarstuga eller ett hus. För vindkraftverken producerar inte bara elektricitet utan att riktigt mycket ljud...  

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Über US622, DEET und Plastik

Der Peak in der Sommersaison scheint vorüber zu sein. In diesem Sommer war ungewöhnlich viel los: Wir waren auf dem Rücken von Pferden und auf Trainingswägen unterwegs, haben Anglergruppen begleitet und lagen bei Autorennen auf dem Teer. Natürlich fehlten auch einsame, verträumte Seen und Strände nicht. Tourismus-Fotografie - noch dazu in Lappland - ist eben eine spannende Sache. 

Einen Wermutstropfen gab es dieses Jahr: Die Insektenplage war extraordinär (und ist es immer noch). So viele Mücken, "Knotts" (die besonders unangenehmen und aggressiven Kriebelmücken), Bremsen und allerlei andere stechende und beissende Flugsaurier gab es seit Jahren nicht mehr. Die allgemeine Hoffnung zum Beginn der Saison war, dass die Fluggetierplage sich dieses Jahr wegen des sehr kühlen Sommeranfangs in Grenzen halten würde. Dem war aber leider nicht so. Im Gegenteil.

Stechmücke beim Angriff
„Das Grauen Lapplands: Flugsaurier beim Angriff“
Danke an
© Petra Fuelbert 2012 für das Bild (bei dem ich Modell stehen durfte...:)


Ich hatte schon einige Male über MyggA unsere "Allzweckwaffe" gegen unerwünschte, stechende Fluginsekten geschrieben.

Beim Fotografieren ist aber Vorsicht abgesagt, denn der Hauptinhaltsstoff von MyggA (und den meisten anderen Insektiziden zum Auftragen) ist DEET. Das hat einen unangenehmen Nebeneffekt: Es greift Kunststoffe an. Beim Kontakt mit DEET kommt es zur Materialauflösung. Viele Uhrenarmbänder, Handys und Sonnenbrillen sind dem schon zum Opfer gefallen.

ACHTUNG: Leider gilt das auch für die Kamerabelederung (bzw. Kameragehäuse aus Kunststoff) und anderes fotografisches Zubehör.

Häufiges Händewaschen hilft zwar, den meistens kommt die Chemie via Hände ans Plastik. Das ist aber mitten in einem Fotoshooting völlig unpraktikabel.

Hier kommt US622 ins Spiel. Genauer gesagt, die "US622 Myggspiraler". Ich war gegen diese Räucherteile zum Abbrennen bislang immer recht skeptisch. In der diesjährigen Verzweiflung habe ich ihnen aber eine Chance gegeben. Und siehe da: Die Wirkung ist zwar nicht so gut wie bei direkt aufgetragenem MyggA, aber dennoch ganz ordentlich. Für alle (Arbeits-)Situationen sind die Spiralen zwar nicht einsetzbar. In statischen Situationen und bei Windstille oder in halbgeschlossenen Räumen ist die Anzahl der Flugsaurier in einem Umkreis von ca. drei Metern um die glimmende Spirale deutlich gemindert. Die Brenndauer beträgt ca. zwei bis drei Stunden. Bei zwei in einem Abstand von ca. drei bis fünf Metern aufgestellten Spiralen lässt es sich arbeiten. Einziger Haken: Manchmal ist etwas Qualm zu sehen, der natürlich nicht ungeplant ins Bild geraten darf :)

US622 Myggspiral
„Hilfe in der Not: US622 Myggspiral - ohne DEET“

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