Featured: Detroit Photographer Rosh Sillars

Heute eine Empfehlung für alle Leser, die sich auch im amerikanischen Raum tummeln. Vor einigen Tagen bin ich auf die Webseite und das Portfolio von Rosh Sillars aufmerksam geworden: Detroit Photographer - www.rosh.com.

Rosh ist als People-Fotograf in Detroit / Michigan beheimatet. Mit Detroit bin ich persönlich sehr verbunden, weil ich einige liebe Freunde und Bekannte dort habe. Als ich vergangene Woche für einen meiner Bekannten einen Fotografen vor Ort gesucht habe, bin ich auf Rosh gestossen.

Sein Portfolio hat mich spontan begeistert: Er versteht es, auf natürlich Weise Menschen in ihrer Umgebung zu fotografieren. Und ausserdem teilt er bereitwillig sein Wissen als Fotograf und Experte für Soziale Medien in Workshops, Vorträgen und Podcasts. Unbedingt mal dort vorbeischauen!

Taxi bitte! - Lappländische Familiengeschichten

Symbiose zwischen Hund und Frosch oder Kröte
„Taxi bitte! - Symbiose in der Natur“


Behind the scenes: Heute aus dem lapplädischen Familienleben.

Aber zuerst die Vorgeschichte. Wer bei schönem Wetter schon einmal den Landeanflug auf einen der Flugplätze im Inland von Västerbotten oder Norrbotten erlebt hat, weiss es aus eigener Anschauung: Die Oberfläche Lapplands besteht zu einem ziemlich grossen Teil aus Wasser. 

Das hat verschiedene Folgen. Eine davon ist die manchmal auftretende Schnakenplage im Sommer. Eine andere - weniger bekannte - sind Frösche und Kröten. In manchen Jahren quakt und hüpft es einfach überall. Der regenreiche Frühling und Vorsommer haben das in diesem Jahr zusätzlich begünstigt. Ab Juli schlüpfen die Kleinen Frösche und Kröten. Ein wahrer Augenschmaus.

An einem der letzten richtig heissen Tage (vor ca. 3 Wochen) waren wir  an einer entlegenen Stelle (sehr schöner Sandstrand) am Vindelälven unterwegs. Ein wahrer Traum, besonders auch für die Vierpfoter. Die Hunde haben mit Hingabe im Sand gebuddelt und sich gewälzt. Und hier hat sich die im Bild festgehaltene "Symbiose" ergeben. 

Wieder auf dem Rückweg ist Frau Lapplandblog das neu gegründete Taxiunternehmen ins Auge gefallen. Ein kleiner Frosch (oder eine Kröte?) hatte sich offensichtlich für eine Innovation bei der Fortbewegung entschieden. Statt selbst zu hüpfen (anstrengend!) thronte er (oder sie) auf dem Rücken unserer Hündin und liess sich den Fahrtwind um den Kopf wehen. Zufall oder gewollt? Schwer zu sagen. Auf jeden Fall ein interessantes und schönes Erlebnis. Und keine Sorge: Wir haben den kleinen Hüpfer an einer fechten Stelle wieder behutsam ins Gras gesetzt.

Naturreservat Storforsen in Norrbotten / Lappland

Naturreservat Storforsen in Norrbotten / Lappland
„Blick vom Storforsen - am Horizont das gleichnamige Hotel“


Heute wieder ein touristischer Geheimtipp für alle Lappland-Urlauber und Besucher. Ca. 40 Km nordwestlich von Älvsbyn (Norrbotten) befindet sich eine besondere Sehenswürdigkeit: Storforsen.

Was verbirgt sich hinter dem Namen? „Fors“ auf Schwedisch bedeutet „Stromschnellen“, „Stor“ bedeutet „Gross“. Über die „grossen Stromschnellen“ fliesst ein Nebenfluss des Piteälven (einer der Nationalflüsse Schwedens).

Storforsen ist der grösste naturbelassene Stromschnellenabschnitt Europas. Das gesamte Gebiet der Stromschnellen ist ein Naturreservat.

Der Storforsen überwindet auf eine Länge von 5 Kilometern einen Höhenunterschied von 82 Metern. Besonders sehenswert ist der letzte Abschnitt, auf den auch der grösste Höhenunterschied (von ca. 60 Metern) entfällt. Das Wasservolumen ist beeindruckend: Bis zu 1024 Kubikmeter Wasser fliessen pro Sekunde über die Stromschnellen. Der Durchschnittswert im Jahresmittel liegt bei 162 Kubikmetern.

Für Besucher gibt es mehrere ausgebaute Pfade, die bis zum letzten Abschnitt hinauf führen. Besonders löblich ist, dass auch Rollstuhlfahrer viele Pfade nutzen können.

Am Fusse des Storforsen liegt das gleichnamige Hotel. Viele der Zimmer und Konferenzräume haben einen wunderbaren Ausblick auf die Stromschnellen. Besonders beliebt für Hochzeiten ist die Kapelle neben dem Hotel. Sie ist auf den Storforsen ausgerichtet. Hinter dem Altar befindet sich ein überdimensionales Fenster mit Blick auf die Stromschnellen, was eine sehr besondere Atmoshäre für Trauungen schafft.

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Im Test: NoiseControl für MacOS X von ThePlugin Site

Im Test: NoiseControl für MacOS X von ThePlugin Site

Einleitung

Vergangene Woche, genauer am 16., flatterte eine Pressemeldung von ThePlugin Site ins Haus. NoiseControl, das neueste Plugin aus der Serie „PhotoWiz“ liegt jetzt auch für MacOS X vor.

Regelmässige Blogleser wissen es bereits. Ich bin ein grosser Fan der unter dem Namen „PhotoWiz“ vertriebenen Photoshop-Plugins der kleinen deutschen Softwareschmiede ThePlugin Site aus Nürnberg. Und die Pressemeldung zu NoiseControl hat natürlich sofort mein Interesse erweckt.

B/W-Styler, Contrast Master und Color Washer aus der Serie „PhotoWiz“ haben wir früher bereits getestet.

Hinweis: Screenshots und illustrative Beispiele zum Test von NoiseControl finden sich in der Galerie zum Testbericht (neues Fenster).

Eine Demoversion des Plugins kann hier beim Hersteller angefordert werden.


Stichwort: Entrauschen digitaler Bilder

Das neue Plugin NoiseControl widmet sich - wie schon der Name verrät - der Noise Reduction, auf gut Deutsch: dem Entrauschen von digitalen Bildern.

Bevor es in den ausführlichen Test geht, einige Vorbemerkungen zum Verständnis.

Moderne DSLRs haben - verglichen mit früheren Digitalkameragenerationen - von Haus aus ein sehr gutes Rauschverhalten. Waren ISO 1600 bei der guten alten D1H (oder ISO 800 bei der D1X) eine wirklich grosse Herausforderung, sind heute ISO 6400 mit der D3 ganz gut zu hantieren.

Viele kostenbewusste Anwender, insbesondere jene, die ihr Geld mit Fotos verdienen und die nicht regelmässig und häufig auf hohe ISO-Werte zurückgreifen müssen, setzen aber ot noch ältere Kameras ein. Warum auch wechseln, wenn ein Kamerawechsel ausser Kosten keine Resultate einbringt?

Zum anderen gibt es - kommerziell wie nicht-kommerziell - aus verschiedenen Gründen immer wieder Aufnahmen, die mit kleinem Sensor gemacht werden. Dort schlägt das Rauschen bei höheren ISO-Werten dann in aller Regel richtig zu.

Schliesslich gibt es die Gruppe der „Pixel-Peeper“, bei denen immer alles in 100%-Ansicht perfekt sein muss. Mit den Jahren habe ich mich in dieser Hinsicht stark verändert. Am „pixel peeping“ habe ich keine Freude mehr. Pragmatismus lautet die Devise.

Für mich ist mittlerweile der intendierte Verwendungszweck der Aufnahmen entscheidend. Bilder für den hochauflösenden Druck müssen selbstverständlich hochoptimiert sein. Schon für die Tageszeitung kann und darf der Nachbearbeitungsaufwand aber viel geringer sein. Trotzdem ist bei bestimmten Verwendungsarten das saubere Entrauschen Pflicht.


Entrauschen und der Workflow

Das Entrauschen hat auch viel mit dem Workflow zu tun. Wenn nicht gerade Zeitdruck herrscht, arbeite ich häufig mit RAW. Im RAW-Workflow verwende ich Bibble. Meiner Meinung nach der beste (und vor allem auch der schnellste) RAW-Konverter auf dem Markt. In Bibble ist standardmässig die Basisversion von Noise Ninja integriert. Für die normalen Fälle ist die Noise Reduction also bereits im RAW-Workflow angesiedelt. Noise Ninja hat aber seine Eigenheiten und kann mit manchen Rauschmustern aus bestimmten Kameras nicht umgehen.

Bei den Aufnahmen aus dem Sigmas ist die Entwicklung mit SPP angesagt. Hier gefällt die Sigma eigene Entrauschung eher selten.
Und ausserdem gibt es immer wieder einmal Situationen, bei denen ich mit out-of-the-cam JPGs arbeiten muss.

Aus verschiedenen Gründen ist also eine zusätzliche Lösung zum Entrauschen angesagt. Bislang habe ich dafür NeatImage unter Photoshop eingesetzt. Und hier kommt nun NoiseControl ins Spiel. Das neue Plugin muss gegen das altbewährte NeatImage (v4.7 Pro) antreten.


NoiseControl im Überblick

Dir Installation des Plugins ist völlig unkompliziert und geht rasch vonstatten. Der Installer prüft, welche Host-fähigen Applikationen sich auf der Festplatte befinden und fragt nach, für welches Programm das Plugin installiert werden soll. NoiseControl ist mit einer Vielzahl an Host-Applikationen kompatibel. Eine genaue Liste findet sich auf der Seite des Herstellers.

NoiseControl wird - wie die meisten andern Photoshop-Plugins auch - über das Filter-Menü aufgerufen. Dort findet sich nach der Installation ein Unterpunkt „Photo Wiz“ unter dem sich NoiseControl aufrufen lässt.

Das Plugin lässt sich in den Preferences auf Deutsch oder Englisch einstellen. Wird dort dann noch der Reiter „Hilfe“ ausgewählt, werden zu fast allen Einstellungsmöglichkeiten sehr gute und verständliche („kontextsensitive“) Hilfetexte angezeigt.

NoiseControl bietet zwei Modi: Einfachmodus und Hauptmodus. Für den Einstieg bietet sich der Einfachmodus an. Im Hauptmodus fühlt sich der Anwender möglicherweise erst einmal erschlagen von den vielen Optionen und Einstellmöglichkeiten. Wer schon mit anderen Plugins aus der PhotoWiz Serie gearbeitet hat, wird sich bei der Bedienung gleich heimisch fühlen.

Nähern wir uns dem Plugin also über den Einfachmodus. Auf der linken Fensterseite findet sich die Vorschau. Am besten bewährt sich dort Split-View bei 100% (wichtig!). Mir einem Klick auf Reset (oben rechts) werden alle evtl. vom vorherigen Einsatz gespeicherten Werte wieder auf Standard gesetzt.

Wie andere Plugins zum Entrauschen bietet NoiseControl eine Auto-Analyse. Die Auto-Analyse kann sowohl das gesamte Bild, wie auch nur bestimmte Bildbereiche in die Analyse einbeziehen.

Zusätzlich können die von der Auto-Analyss gefundenen Einstellungen manuell verfeinert werden. Im Einfachmodus ist die Anzahl der Optionen erfrischend und clever beschränkt, um den Anwender erst einmal nicht unnötig zu verwirren.

Sind die idealen Werte gefunden, können die Einstellungen als kameraspezifisches Preset für einen bestimmten ISO-Wert gespeichert werden. Einige allgemeine Presets werden zur Verdeutlichung des Funktionsumfanges ab Werk mitgeliefert. Sind einmal eigene Presets erstellt, können diese automatisch „passend“ zu den EXIF-Daten im Bild abgerufen und angewendet werden.

Wer tiefer einsteigen will, schaltet in den Hauptmodus um. Der Auto-Tab sieht dort zwar aus, wie im Einfachmodus. Unter den weiteren Tabs (Manuell, Ton, Farbe, Korrektur) finden sich dann allerdings jede Menge Möglichkeiten zum Finetuning. Die kontextsensitive Hilfe und die hervorragende Dokumentation sind dabei von grosser Hilfe. Die Arbeit im Hauptmodus verlangt dem Anwender einiges ab, führt aber zu den besten Resultaten. Und die können dann - wie bereits gesagt - als kamera- und ISO-spezifische Presets gespeichert werden.


Im praktischen Test

Für den Test habe ich meine „Rausch-Königin“ eingesetzt: eine ältere Leica D-Lux 2. Sie hat bereits in der niedrigsten ISO-Stufe (ISO 80) einiges an Rauschen anzubieten und steigert sich dann bis hin zum eigentlich Unerträglichen bei ISO 400. Ich habe mehrere out-of-the-cam JPGs mit verschiedenen ISO-Werten aufgenommen und sowohl mit NeatImage (dort mit den über die Jahre von mir verfeinerten Einstellungen), als auch mit NoiseControl (im Einfachmodus mit Anpassungen) nachbearbeitet. Die Resultate sind als 100%-Crops in der Bildergalerie zum Test zu sehen. Alle Bilder sind mit ISO-Wert und verwendeter Software gekennzeichnet.

Ich möchte darauf hinweisen, dass ich mit NoiseControl bei diesen Beispielen nicht im Hauptmodus experimentiert habe. Weiteres Finetuning ist hier also ohne weiteres noch möglich. Bei NeatImage ist zu berücksichtigen, dass das Plugin ab Werk mit einem Spezialprofil für die verwendete Kamera versehen ist und auf meine über 3 Jahren hinweg verfeinerten Individualeinstellungen zurück greift. Insofern sind die Testvoraussetzungen günstiger für NeatImage, was in der Bewertung zu berücksichtigen ist.

In Sachen Geschwindigkeit ist NoiseControl deutlich langsamer als NeatImage. Die Resultate sprechen aber für sich. Und sind die richtigen Einstellungen einmal gefunden, lassen sich Bilder in NoiseControl auch bequem als Batch bearbeiten.

NeatImage liefert im Vergleich mehr „plastikartige“ Ergebnisse. NoiseControl ist angenehmer und nicht so „glattgebügelt“. Die Kontraste bei NeatImage sind viel deutlicher ausgeprägt. Wohl auch eine Folge der harten Herangehensweise. Mir gefallen die Resultate von NoiseControl deutlich besser. Sie sehen viel „natürlicher“ aus.


Fazit

Auch mit NoiseControl ist Plugin Site wieder ein grosser Wurf gelungen.

Vom Anwender wird (zunächst einmal) mehr verlangt, als bei anderen Plugins. Der investierte Aufwand zahlt sich aber aus. Die Resultate sprechen für sich und bieten ein natürlich und organisch entrauschtes Bild ohne der Gefahr zu erliegen, die Entrauschung zugunsten eines „Plastik-Looks“ zu übertreiben.

Wer Noise Reduction benötigt, sollte in jedem Fall einen Blick auf NoiseControl werfen, um sich selbst überzeugen zu können.

Der vergleichsweise günstige Preis von USD 50 macht das Plugin zusätzlich attraktiv.

-> Screenshots und illustrative Beispiele finden sich in der Galerie zum Testbericht (neues Fenster).


Zusammenfassende Bewertung

Jeweils auf Skala von 1 (sehr schlecht) bis 5 (sehr gut):

Funktionalität: 5
Anwenderfreundlichkeit: 4,5
Geschwindigkeit: 4
Praktischer Nutzen: 5
Verfügbarkeit: 5
Preis-/Leistungsverhältnis: 5

Gesamtbewertung: 4,75

Unser Fazit: “Must have”

Making Light -Eine Einführung in das entfesselte Blitzen von Piet van den Eynde

Vorstellung und Kurzrezension: Making Light
Eine Einführung in das entfesselte Blitzen
von Piet van den Eynde


Making Light II - Das Ebook zum fortgeschrittenen entfesselten Blitzen von Piet van den Eynde


Grundsolide, sehr gut strukturiert und sehr anschaulich. Das sind die Charakteristika des neuen Ebooks in der Reihe Craft & Vision. David DuChemin, der Herausgeber, war wieder so freundlich, uns vorab ein Rezensionsexemplar zukommen zu lassen.

Das 63-seitige Buch (im A4 Querformat) ist in 9 Kapitel aufgeteilt. Von den Grundlagen (“Bitte den Blitz abnehmen”) über Fragen des erforderlichen Equipments, bis hin zu komplexen Anwendungssituationen deckt Piet eine grosse Bandbreite des entfesselten Blitzens ab.

Nach der Einführung in das Thema folgt etwas Theorie und dann sogleich ein Kapitel über viele Aspekte des entfellten Blitzens im fotografischen Alltag (inner- wie ausserhalb des Studios).

Der Stil des Buches ist sehr angenehm. Hier schreibt jemand, der das Thema verinnerlicht und durchdrungen hat. Knapp und präzise, aber zugleich sehr pädagogisch.

Kurz gesagt: Das Ebook beantwortet die meisten Fragen, die ich in Workshops zu diesem Thema regelmässig gestellt bekomme.

Sehr erfreulich ist, dass Piet technische Details und Fragen sowohl für die Canon, als auch für die Nikon-Welt behandelt. Besonders gelungen und von hohem praktischen Nutzen finde ich die checklistenartigen Schritt-für-Schritt Anleitungen für Canon, bzw. Nikon Anwender in den Kapiteln 6 und 7.

Wir üblich ist das Buch vollgepackt mit vielen anschaulichen Bildbeispielen und Abbildungen (jeweils mit Erläuterungen) .

Als “Schmankerl” gibt es im letzten Kapitel neun Fallstudien anhand von Bildern, bei denen Piet genau seine Vorgehensweise beschreibt.

Fazit: Ein hervorragendes Buch für den Einstieg in das entfesselte Blitzen. Grundsolide, sehr gut strukturiert und sehr anschaulich. Kurz: Sehr epfehlenswert!

Das Ebook gibt es - wie bei Craft & Vision üblich - als PDF und als iPad-App. Meine Empfehlung ist - wie immer - die ausdruckbare PDF-Version.

Der Preis - USD 5 - liegt wie immer auf günstigem Niveau und für die Leser des Lapplandblogs gibt es wieder eine Sonderaktion zum Buch:

- Bis zum 21. August 2011, 23 Uhr 59 (Ortszeit Vancouver) gibt es auf die PDF-Version des neuen Buches 20% Einführungsrabatt, wenn Sie diesem Link zu Craft & Vision folgen und beim Checkout im Warenkorb folgenden Promotion Code angeben: LIGHT4

Und wenn Sie gleich mehrere PDF-Bücher kaufen wollen, erhalten Sie bei der Eingabe des Promotion Codes LIGHT20 insgesamt 5 Bücher zum Preis von 4 (=20% Rabatt).

-> Hier geht es zu Craft & Vision. Dort ist die Neuerscheinung exklusiv erhältlich.

Making Light - Eine Einführung in das entfesselte Blitzen von Piet van den Eynde

Drakbåtstävling / Drachenboot-Rennen in Vindelgransele

Drakbåtstävling / Drachenboot-Rennen in Vindelgransele
„Drakbåtstävling / Drachenboot-Rennen in Vindelgransele“



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Behind the scenes: Ein Stück China in Lappland. Aber der Reihe nach. Vindelgransele liegt am Vindelälven. Hier dreht sich vieles ums Wasser und der Ort ist für die hohe Qualität seiner Fischgründe bekannt. Über den Sommer kommen z. B. regelmässig viele Angler aus Italien hierher.

Aber Vindelgransele hat noch mehr zu bieten. Jährlich findet auf dem Vindelälven das “Drakbåtstävling”, ein Drachenboot-Rennen, statt. An derselben Stelle übrigens, an der sich im Winter einer der Checkpoints für das Schlittenhunderennen „Vindelälvsdraget“ befindet.

Drachenboote sind grosse, offene Paddelboote, die ursprünglich aus China stammen. Charakteristisch sind Bemalung, Schnitzarbeiten und ein dekorativer Drachenkopf- und Schwanz. Nach der chinesischen Tradition stilisiert das Boot einen Drachen.

Zurück nach Vindelgransele. Die einzelnen Mannschaften bestehen jeweils aus 12 Paddlern und einem Trommler. Die Teams müssen gemischt sein (jeweils mindestens drei Teilnehmer des Minderheitengeschlechts). Gefahren wird mit zwei Booten gegeneinander im “K.O.-System”. Damit ist sichergestellt, dass der Wettbewerb einige Zeit dauert. Die beiden Boote werden vom Versanstalter gestellt.

Umrahmt wurde der Wettbewerb von einem Spielepark für die Kinder, guter Verpflegung (erstklassige Hamburger!) und einer kleinen Gewerbeschau.

Wir waren dort ausnahmsweise mal ganz privat. Frau Lapplandblog (Bilder mit "M") mit der langen Linse und ich (Bilder mit "W") mit festen 28mm.

Drakbåtstävling / Drachenboot-Rennen in Vindelgransele
„Drakbåtstävling / Drachenboot-Rennen in Vindelgransele“

Herzschmerz in Farbe - Abgesang auf den Sommer in Lappland

Abgesang auf den Sommer in Lappland
„Abgesang auf den Sommer in Lappland“


Behind the scenes:
Abendliche Exkursion zu einem meiner Lieblingsplätze. Der Weg dorthin ist nicht einfach und führt durch ein Sumpfgebiet. Angekommen, erlebe ich ein Feuerwerk am Himmel. Gülden und honigfarben leuchten die vorüberziehenden Wolken. Steine schweben scheinbar über dem Wasser. Die Wärme verfliegt. Es wird kühl und kühler. Ein Kranichpärchen zieht seine Kreise, trainiert für die grosse Reise und singt mit lauter Stimme den Abgesang auf den Sommer in Lappland.

Gastbeitrag bei Phil Porter: Pushing the limits - Getting into the flow

Wichtige Durchsage: Wer gerne etwas zu Kreativität und Flow in der Fotografie lesen möchte, ist herzlich eingeladen bei Phil Porter im Blog vorbei zu schauen.

-> Dort ist gerade mein Gastbeitrag „Pushing the Limits - Getting into the flow“ veröffentlicht worden.

Loppis und Auktion in Schweden

Loppis und Auktion in Schweden
„Auktionator im vollen Einsatz“

Behind the scenes: Urlaubern und Touristen in Schweden haben bestimmt schon das Schild “Loppis” am Strassenrand gesehen. Das ist die Kurzform von “Loppmarknad”, was übersetzt “Flohmarkt” bedeutet. Ab Juni schiessen die “Loppisar”, d.h. die Flohmärkte geradezu aus dem Boden. Hinter einem Loppis kann sich vieles verbergen. Vom kleinen Tapeziertisch mit einigen Sachen bis hin zu ganzen Lagerhallen mit unüberschaubarem Angebot. Reinschauen lohnt sich oft, denn oft gibt es wahre Schätze für beinahe umsonst.

Der Tipp lautet, sich VORHER zu überlegen, was man denn eigentlich braucht. Sonst endet ein Loppisbesuch gerne mit einem vollen Kofferraum :)

Als besondere Formen werden der „Garageloppis“ und der „Flyttloppis“ unterschieden. Ersterer ist ein kleiner privater Garagenflohmarkt, zweitererdient dazu vor einem Umzug all das anzubieten, was nicht mehr benötigt wird. Im ländlichen Raum gibt es aussderdem den „Bondloppis“, d.h. den Flohmarkt auf dem Bauernhof (meist in einer alten Scheune oder einem alten Stall).

Der Schwede denkt beim Thema Loppis sehr praktisch und kauft häufig tatsächlich benötigte Alltagsgegenstände. Das geht vom Vogelkäfig bis zum Rasenmäher. Daneben gibt es aber sehr häufig auch altes Geschirr, Möbel und allerlei Zierrat. Mitunter findet man alte Grammophone, Schmuckstücke, usw. Für Liebhaber von Antiquitäten ist der Loppis Pflichtprogramm. Auf dem Loppis darf übrigens normalerweise über den Preis gefeilscht werden.

Neben dem Loppis gibt es aber noch eine weitere Verkaufsplattform, die es zu besuchen lohnt: Die Auktion. Auktionen finden oft statt, wenn Häuser nach Todesfällen (oder Umzug ins Altenheim) geräumt werden. Dann soll alles “auf einen Rutsch” verkauft werden (was beim Loppis so nicht zu realisieren ist). 

Der Hausrat - und oft auch Maschinen und Geräte - wird zusammen gestellt und dann versteigert. Die Auktionen werden in lokalen Nachrichtenblättern oder an den Schwarzen Brettern (“Anslagstavla”) bekannt gegeben. 

Das führt i.d.R. zu richtigen Volksfesten. Manchmal kommen wahre Volksmassen. Denn die Auktion ist meistens mit einer gehörigen Portion Unterhaltung verbunden. Ein guter Auktionator versteht es, mit Humor durch die Versteigerung zu führen. 
Normalerweise besteht die Möglichkeit alle Waren vor dem Beginn der Auktion zu besichtigen, und sich die eigenen Wünsche zu speichern. Das ist auch wichtig, denn während der eigentlichen Auktion geht es dann immer sehr schnell zu.

Ein besonders beliebter Auktionsgegenstand ist die “Fyndlåda” (“Fundkiste”). Hier werden in Kartons viele thematisch passende Dinge gepackt und als Paket versteigert. Da es sich meistens um sehr viele Kartons handelt, kann das zu mancher Überraschung führen. In Anbetracht eines durchschnittlichen Preises von ca. 1 bis 5 Euro pro Karton bei Haushaltswaren ist das eine spannende und oft sehr lohnenswerte Angelegenheit. 

Auch spezielle Waren werden derart gebündelt, z.B. Elektrogeräte, Handwerkszubehör, usw. Diese Pakete können dann - je nach Inhalt - zu regelrechten Bieterschlachten führen. 

Der Auktionator bestimmt - je nach dem Gang und Verlauf der Auktion - fexibel selbst, welche Stücke er einzeln aufruft und welche Stücke er als Pakete anbietet. 

Der Tipp zur Auktion lautet, brauchbare Sprachkenntnisse mitzubringen und sich erst einmal eine Auktion und die dortigen Gepflogenheiten in Ruhe anzusehen. Denn sonst kann eine hastige Handbewegung des unbedachten Auktionsteilnehmers schnell dazu führen, dass man plötzlich irgend etwas ersteigert hat (was man im Regelfall gar nicht unbedingt haben will). 

Loppis und Auktion in Schweden
„Grosses Publikum auf der Auktion - trotz Regens“

"Ernst aber nicht hoffnungslos" contra "Hoffnungslos aber (noch) nicht ernst"?


„Ernst aber nicht hoffnungslos“
contra
„Hoffnungslos aber (noch) nicht ernst“

Behind the scenes: Einen ausführlichen Nachrichten-Podcast auf dem MP3-Player lauschend durchquerte ich irgendwo in Lappland eine stillgelegte Kiesgrube in der allerlei Schrott herumlag.  An den Börsen sieht es unüberschaubar aus, höre ich. Plötzlich zieht es mich zu einem Motiv, das ich - zunächst mehr unterbewusst - identifiziere. Eine Kurve. Das potentielle Gegenstück dazu hatte ich vor knapp einem Jahr in Göteborg fotografiert. Nur zeigte dieses (noch) in die andere Richtung.