Android Apps für Fotografen - Meine Top Drei

Smartphone-Fotografie: Der Trend ist ungebremst. Ich möchte heute nicht über Gründe und Entwicklungen spekulieren. Nur soviel: Es macht Spass, mit dem Smartphone zu fotografieren. Es ist einfach "smart". Das Smartphone ersetzt mir z. B. mittlerweile oft die klassische "Hosentaschenknipse". Besonders für private Bilder und für "Behind the scenes". Und nebenbei fällt mir auf, dass diese Sorte Bilder auch immer häufiger in kommerziellen Produktionen zum Einsatz kommen.
 
Nach längerer Testphase habe ich mich im vergangenen Jahr für einen Androiden entschieden. Keine "Glaubensfragen" (IPhone contra Androiden) an dieser Stelle. Dafür aber meine Top Drei Android Apps, die auf das Fotografen-Smartphone gehören.
 

1. Bilder machen
 
Foto-Apps gibt es wie Sand am Meer. Ich habe viele durchprobiert. Da gibt es alle möglichen Effekte und Verschnörkelungen. Nur wenige Apps sind auf das Wesentliche reduziert. Kurz und gut: Wer aus der Fotografen-Ecke kommt, der braucht Vignette für Android.
 
Schlank und unverschnörkelt. Filter und Effekte, die im fotografischen Workflow vertraut sind. Schnell und pragmatisch. Regelmässige Updates. Und das zu einem äusserst günstigen Preis.
 

2. Bilder sichern
 
Nach der Beinahe-Katastrophe von Instagram (statt aller nur ein Link und ein Hinweis auf meine eigenen Gedanken dazu) gilt jetzt erst Recht: Keine Bilder mehr in den Umlauf ohne deutliches Wasserzeichen!
 
Warum? Hand aufs Herz: abgesehen von Plattformen die meinen, sich plötzlich Rechte an den Inhalten sichern zu wollen (und unabhängig davon, ob das juristisch zulässig oder nicht zulässig ist), gilt: Was im Web auftaucht und sichtbar wird, kann in Umlauf geraten. Egal, wie das Urheberrecht aussieht, denn Hemmschwellen gibt es in der digitalen Welt fast nicht mehr. Eine Alternative wäre lediglich, gar keine Bilder mehr in die wunderbare digitale Welt zu setzen. 
 
Watermarking Apps gibt es nicht so fürchterlich viele. Mein Tipp ist Add Watermark. Die App ist komfortabel und bietet viele sinnvolle Optionen, darunter: Text- und Grafikwatermarks (die frei platziert werden können - mit PNGs auch transparent), Resizing und eine komfortable Sharing-Funktion, mit der die Bilder auf Wunsch auch gleich auf Instagram, Facebook, Twitter usw. verbreitet werden können.
 
Es gibt eine Freeware und eine - sehr günstige - Bezahlversion. Ich empfehle die Letztere, denn bei der Freeware ist das Skalieren auf eine feste Grösse begrenzt.
 

3. Energie!
 
Der neuralgische Punkt der allermeisten Smartphones liegt in den Elektronen. Zu schnell ist der Akku leer, wenn viel gearbeitet wird. Da es und ja vornehmlich ums Fotografieren geht, kann an anderen Stellen Energie gespart werden. Nichts ist ärgerlicher, als wenn der Akku gerade dann schlapp macht, wenn das Traummotiv vor das Smartphone kommt, oder?
 
Das ultimative Werkzeug zum Energiesparen hört auf den Namen Juice Defender. Eine kleine App, die dem Smartphone bei Nichtbenutzung den Datenverkehr ausdünnt, und dadurch jede Menge Energie spart. In der Standardeinstellung kommen eingehende Anrufe und SMSe immer durch. Lediglich der energiefressende Datenverkehr wird eingeschränkt. Klingt viel komplizierter als es in der Praxis ist. Mit Juice Defender lässt sich die Akkulaufzeit gut und gerne um mindestens die Hälfte verlängern.
 
Für die allermeisten Anwender genügt übrigens die Freeware, die mit vordefinierten Presets kommt.
 
Am Rande und auch zum Thema Energie: Speziell für den Winter habe ich neulich bereits einige Tipps für die Smartphone-Fotografie zusammen gestellt.