Waldbrände: G und G - Aus aktuellem Anlass


Mein Freund der Baum, Alexandra, 1968


G und G

Es dauerte lange, bis die schwedische Situation mit den Waldbränden in den Weltmedien erschien.

Da war die Gesamtsituation schon in einem erheblich desolaten Zustand.

Tortengleich legte irgendwie irgendwer die Geschehnisse übereinander. Erst den Boden, danach ein Teil Füllung, wieder eine Tortenbodenschicht, darauf eine gute Sahnefüllung, die mit einem Tortendeckel versiegelt wurde.

Die meisterliche Hand dekorierte geduldig für den Augenschmaus.

In jedem Bericht erschien der Boden namens Klimawandel. Darauf setzte die Schicht "Glaube ich sofort" sich obenauf, das Ganze wurde von meist selbst ernannten Klimaexperten mit einem Argumentationsboden verschlossen, damit der Nächste, nämlich ein von den Bränden betroffener Einwohner, den die Regierung im Zuge der Brände zwangsevakuierte, die Sahneschicht darstellen konnte.

Klimawandel

Nein, diese Brände hier gehören nicht nur in die Schublade "lieber Erdenbürger, du bist schuld am Klimawandel", sondern es bedarf einer näheren Betrachtung.

Hier in Schweden ist im Wesentlichen eine der grössten und börsennotierte Firma für den Wald zuständig.

Im heutigen neuen Glauben "Kapitalismus" muss natürlich jede aus der Natur stammende Resource der Erde entrissen werden -
egal wie, egal wo und vor allem egal, was danach geschieht.

So ist es auch mit dem Wald.

Wo früher Mischwälder standen, versuchen heute kläglich wachsende Nadelbäume ihre kurze Lebensdauer zu überstehen.

Die Wälder sehen hier so aus, als ob jemand ein Bündel dünner Bleistifte in der Hand hält. Dürre Baumstämme, die mit irgendetwas Flauschigem an den Stämmen und Ästen verwuchert sind. Flechten nennt der Mensch diese Hängegebilde.

Dort, wo am Bleistift die Spitze sichtbar, hängen ein paar grüne Nadelzweige am Baum herab. Vor Jahren noch krabbelte und kroch, flatterte, surrte und brummte es noch zwischen grünen Blättern und satten Nadeln.

Heute?
Heute ist da nichts mehr.


Wer sich die Mühe macht in einem heutigen Waldstück nieder zu beugen um die oberste Schicht Boden weg zu kratzen, stellt fest, da krabbelt es nur noch, wenn überhaupt, spärlich. Summen und Brummen? Kriechen und hoppeln?

Fehlanzeige!

Der komplette Biorythmus und die mikrobiologische Welt im Waldboden ist weg!
Oder extrem stark dezimiert -

hervor gerufen durch Monokulturen. Dem Nadelgehölz!

Eine Jahrtausend alte und fein aufeinander abgestimmte Waldkultur, gleich einer zarten, zerbrechlichen Melodie, welche aus wohl ausgewählten Einzeltönen bestand, wurde durch das heftige Schlagzeuggewitter G und G aus dem Erdensaal hinaus geworfen.

G und G. Gier und Geld = Gewalt

Riesige Erntemaschinen brummen Jahr für Jahr durch das Orchester des Mischwaldes und hinterlassen leere Flächen. Auf diesen werden Billiglohnarbeiter gehetzt, damit sie im Eiltempo kleine Nadelpflänzchen aussetzen. Pflänzchen, die nicht höher als 30 Zentimeter messen, und die im Eilverfahren künstlich angezogen wurden. Schon mit braun-rötlichen Nadeln und dürren hohlen Stämmchen im Lebensgepäck ausgestattet, sollen sie schnell für harte Taler heran wachsen.

Es stellt sich die Frage, woher die Samen eigentlich stammen, denn an den Bleistiftspitzentannen sind keine Zapfen mehr sichtbar.

Weder im Frühjahr, noch im Herbst.

Vielleicht sind diverse Labors schon so weit, dass sie die nächsten Generationen im Reagenzglas heran züchten können.

Wissen wir es?

Dort, wo rein gar nichts mehr ist, wo der Mensch nicht mehr von Natur, sondern nur noch von Börsenkursen auf Kosten unserer Kinder und Kindeskinder sprechen, leben kann, da gibt es auch tief in der Erde keine gut gefüllten Grundwasserblasen mehr.

Degenerierte Bleistifte können nicht mehr einfach aus der Hand gelegt werden. Sie würden einfach auf dem harten Etwas aufprallen und ihre innere Miene, die uns das sichtbar machen von Buchstaben ermöglicht, brechen.

Das Eine kann nicht ohne das andere gesehen werden.
Es kommt auf das Gesamtpaket an.
Nur wer das weiss, schaut das, was nicht für das Auge gleich erkennbar.


Ein in der Grosstadt lebender Schlipsträger, der sekündlich auf den Bildschirm schauen muss, damit er die Börsenpreise seines Naturproduktes ja nicht verpasst, weiss nichts von dem allem.

Er will es nicht wissen, da er seine Prioritäten anders gelagert sehen will.

Kranke Bleistifte, die unsichtbar Hilfe schreiben,
geflüchtete und vernichtete Käfer und Würmer, Bakterien und Vögel sind in einer Jahresbilanz nicht zu berücksichtigen, da mit ihnen kein Umsatz erreicht werden kann.

Traurig steht er da. Der schwedische G und G - Wald.

Wenn es heute brennt, im Wald, ist das nicht nur aus Expertenmunde gepredigte der Klimawandel!

Es ist der freiwillige Suizid von Lebewesen, damit der Mensch an dem Ergebnis verzweifelt.
Ein Signal aus der Natur, damit Mensch endlich inne hält und erkennt, was es zu erkennen gilt!

Das ist das Bild des heutigen schwedischen Waldes!
Die letzte Wildnis Europas?!

Kannst du noch zu hören?

Karl der Käfer, Gänsehaut, 1983

Zuhören geht nicht? Nie gelernt?
Aber des Lesens sind wir doch schon noch mächtig, oder?

Oh, nein! Der Artikel hier ist noch nicht beendet!
Hier geht es weiter: https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_der_K%C3%A4fer

Noch etwas zum Nachdenken:

Wie viel CO2 stösst nur ein Kampfjet oder nur ein einziger Panzer aus?
Wie viel Klimawandel verursacht eine Bombe, die auf unsere gemeinsame Erde abgeworfen wird und brennt?

Ach so, ja Entschuldigung. Alles nur eine Frage der Interessenlage.
Börsennotiert. Kapital. Wirtschaftswachstum. Und So.

Das alles am Sonntagmittag nur mal so angedacht.

Über die angeblich letzte Wildnis in Europa!

Ein Gastbeitrag von Frau Lapplandblog


Monokulturen - Kranker Wald in Schweden