Minox DSC erklärt / Minox DSC explained

Anfang der Woche hatte ich über meine neue Minox DSC berichtet. Manche schiessen die ausdrucksstarken Momente des Alltags mit einem iPhone, andere eben mit einer Minox :)

Nun ist es an der Zeit, die Kleine etwas näher vorzustellen. Wie schon erwähnt, kommt der Name Minox vom „minimalistisch“. Und das trifft den Nagel auf den Kopf. Kein störendes Display. Keine Belichtungskorrektur, kein Weissabgleich. Fotografie minimalistisch. Wie bei den alten 8x11-Film Minox. Nur mit dem Unterschied, dass die Filmkosten hier entfallen :)

Die Spannung ist aber dieselbe wie in der alten Zeit, denn im Gehäuse der DSC ist ja kein Display enthalten. Ja, im ansteckbaren Blitz ist ein Display integriert, nur dann ist die Kombination nicht mehr minimalistisch.

A propos minimalistisch: Die letzten Tage hat mich die Minox in der Brusttasche begleitet. Und dabei ist sie so leicht und unauffällig, dass sie beinahe mit in die Waschmaschine gewandert wäre. Also bitte aufpassen!

Wie auf dem Foto zu sehen ist, habe ich die Kette durch eine kleine Handschlaufe aus dem Bestand ersetzt. Das ist einfach so Gewohnheit. Zudem ist die Handschlaufe für mich persönlich im Handling besser und sie ist „knautschbarer“ als die im Lieferumfang befindliche Metallkette.
Minox DSC
Nun zu den wichtigen Knöpfen und Funktionen. Wir fangen oben rechts an und gehen dann im Uhrzeigersinn an den Pfeilen entlang. Oben rechts ist der Ein-/Ausschalter. Er muss einen Augenblick gedrückt werden, um versehentliches Einschalten zu verhindern. Beim Einschalten leuchtet eine rote Diode im Sucher und sobald die Kamera eingeschaltet ist, leuchtet die Diode neben dem Ein-/Ausschalter blau. Zum Ausschalten genügt ein kurzer Klick.

Der nächste Pfeil zeigt auf den optischen Sucher (der das gleiche gute Gefühl wie bei den 8x11 Minox vermittelt).

Die nächste Position ist das Objektiv. Die Brennweite entspricht ca. 42mm bezogen auf Kleinbild. Da die DSC nicht ausziehbar ist (es muss schliesslich kein Film transportiert werden, was bei den 8x11ern der Auszug bewerkstelligt hat), liegt das Objektiv immer offen. Allerdings ist die Vorderlinse einige mm nach hinten ins Gehäuse hinein versetzt. Auch wenn man auf diese Stelle mit einem Finger gerät, ist noch genug „Luft“ bis zur Vorderlinse. Eine pragmatische Lösung.

Der nächste Pfeil zeigt auf den Auslöser und der letzte Pfeil schliesslich auf den Moduswahlschalter. Hier kann zwischen Fotoaufnahme, Videoaufnahme und Wiedergabe (bei Verwendung des Displays im mitgelieferten Ansteckblitz) gewählt werden. Das war fürs Erste alles.

Wie sieht das nun in der Praxis aus? Minox aus der Hemdtasche ziehen, einschalten, abdrücken. Das wars. Wie die Aufnahmen geworden sind, weiss der Fotograf erst später. Für mich beinahe ein richtig schönes Analoggefühl und auf alle Fälle weitaus stilvoller, als mit einem High-Tech-Mobiltelefon.

Ab dem Wochenende gibt es dann Bilder aus der neuen Kleinen - und einen mehrteiligen stilechten Minox-Krimi. Also: Stay tuned!

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