Antikes Mobiltelefon

Da wir gerade bei der Freude über die „analoge“ Welt waren. Vor ein paar Tagen haben wir einen besonders schönen Klassiker erspäht. Ein schwedisches „Mobiltelefon“ auf den 60er und 70er Jahren. Ganz ohne Text Messaging und Apps konnte man damals auch noch keine installieren. Es war nicht auch so ganz einfach, das Teil in die Jackentasche zu stopfen :)

Aber eines konnte man damit: Telefonieren! Und für akute Notfälle gab es sogar schon eine „SOS-Taste“ (damit konnte man die Polizei anrufen ohne Kleingeld).

antikes schwedisches mobiltelefon
Antikes schwedisches Mobiltelefon

Schwedisches Schaukelpferd

Also ich freue mich ja immer über jedes Stückchen „analoger Wirklichkeit“, das ich im Alltag entdecke. Heute war die Freunde besonders gross, als ich in einer Spielecke für Kinder dieses schwedische Schaukelpferd erspäht habe. Ach ja, dass es so etwas heute noch gibt. Neben dem Pferd stand in der Ecke eine Kinderküche mit Mikrowelle und Induktionsherd. Na ja. Aber das Pferd hat mich begeistert und Erinnerungen aus früher Kindheit geweckt.

Lange habe ich es betrachtet. Aber irgend etwas stimmt mit dem Pferd nicht...

Schwedischer Schaukelelch
Schwedisches Schaukelpferd mit einem „Fehler“... - schwedisch eben :-)

Kulturelle Veränderungen 3

Ein Nachtrag zu Teil 2.

Vergangene Woche war ich auf einem gesellschaftlichen Event zu Gast. Da der Rahmen (so ein „Incentive“ auf Neudeutsch) ganz interessant war, konnte ich mir einige Bilder nicht verkneifen. Liegt mit halt im Blut. Bilder ohne grosse DSLR, sondern nur mit einer schlichten Kompaktkamera, die immer in der Jackentasche mitreist. Ich habe da also einige Portraits geschossen und anschliessend den jeweils Portraitierten per Mail zukommen lassen. Man ist ja ein netter Mensch ;)

Heute, d.h. eine Woche später, spricht mich einer der portraitierten Empfänger an. Er bedankte sich sehr und meinte, das sei seit langem das Bild mit der grössten Schärfe und Detailgetreue, das er gesehen haben.

Mal davon abgesehen, dass das in fotografischen Kreisen (zu denen mein Gegenüber aber nicht gehört) ein vernichtendes Urteil wäre (Stichwort: ein wirklich scharfes Bild), ist die Aussage sehr bezeichnend. Die Krönung war dann die Frage, mit was für einem Handy ich denn das Bild aufgenommen hätte.

Womit wir wieder bei der Bildwahrnehmung angekommen wären. Für Otto-Normalverbraucher werden Bilder nur noch mit Mobiltelefonen gemacht. Manchen fällt der Qualitätsunterschied zur richtigen Kamera immerhin noch auf.

Auf meinen Hinweis, dass das Bild mit einer „richtigen“ Kamera gemacht worden ist, in die der Portraitierte auch direkt hinein geschaut habe, habe ich nur einen verwunderten Gesichtsausdruck geerntet. Was mich zur Frage führt, wie genau Mitmenschen eigentlich Ihre Umwelt beobachten. Also mir fällt es normalerweise auf, wenn jemand eine Kamera in meine Richtung richtet.

Die Zeiten ändern sich.

Kulturelle Veränderungen 2

Waren wir doch am Wochenende wieder mal eine Sportveranstaltung fotografieren. Kommt nicht mehr so häufig vor wie früher, macht aber noch genau so viel Spass und Freude. Bloss die fotografische Landschaft hat sich deutlich verändert. Noch vor einigen Jahren waren da viele Leute mit „richtigen“ Kameras unterwegs. Privatpersonen, Offizielle, Reporter und Fotografen. Das Gedrängel an den interessanten Spots war gross und der Umstand, eine grosse DSLR um den Hals zu haben hat einem keinen Vorzug verschafft. Mitunter wurden da sogar die Ellenbogen eingesetzt.

Am zurück liegenden Wochenende kamen wir uns wie Wesen aus einer anderen Welt vor. Wir haben keine (!) andere Person mit einer „richtigen“ Kamera gesehen. Jedermann und jederfrau „knipst“ nur noch mit Mobiltelefonen. Mit den grossen DSLRs um den Hals wurde uns geradezu ehrfürchtig und anstandslos Platz gemacht. Ein ungewohntes Erlebnis.

Die Welt hat sich binnen nur einiger weniger Jahre grundlegend verändert. Zwar sind Mobiltelefone (nebst der eingebauten Kameras) omnipräsent, die allgemeine Bildqualität ist seitdem aber im freien Fall. Ist ja auch verständlich, wenn die Bilder nur noch auf sozialen Medien und dort in Briefmarkengrösse hochgeladen und betrachtet werden. All das ändert die Sehgewohnheiten und die Qualitätswahrnehmung der Menschen, was Bilder angeht. Kurz gesagt: Die Bilder - auch in einst hochwertigen Medien - sind entweder sinnfreie Stockfotos ohne Bezug zum publizierten Inhalt, oder grottenschlechte Mobilbilder. Aber was solls, den Lesern und Betrachtern fällt das mittlerweile in der Regel gar nicht mehr auf.

Kulturelle Veränderungen 1

Psalm 90 Vers 12: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“

Vergangene Woche haben wir aus traurigem Anlass eine Kondolenzkarte gebraucht. Als wir die letzte Trauerkarte vor ca. 10 Jahren hier gekauft haben, gab es da noch eine grosse Auswahl. Und diese Art von Karten gab es früher hier in jedem Supermarkt.

Die Suche vergangene Woche ist eine grössere Aktion geworden. Nach mehreren Tagen der Suche in Malå und Arvidsjaur haben wir die Suche aufgegeben. Geburtstagskarten, Glückwunschkarten zur Geburt und zu allen möglichen anderen Anlässen, die gibt es in Hülle und Fülle. Aber Karten, die an die Vergänglichkeit erinnern könnten? Fehlanzeige.

Sagt viel über die Veränderung der Kultur aus.

Ist das in Deutschland mittlerweile genau so?

Tjamstanloppet in Malå 2019

Die Alpinabteilung des Sportverbundes in Malå hatte am gestrigen Samstag (30.03.2019) zu einigen Wettbewerben eingeladen, u. a. Skicross und Langlauf im Freistil. Die Teilnehmer kamen teilweise von weit her (z.B. Umeå, Vindeln, Skellefteå, usw.) und wurden mit wunderschönem Wetter auf dem Skihang und den Langlaufspuren in Malå begrüsst.

Wir waren für Euch vor Ort und haben einige Impressionen eingefangen. Wir wünschen Euch viel Freude beim Betrachten der Bildergalerie.

-> Link zur Bilderstrecke: Tjamstanloppet in Malå 2019