Das Wort zum Sonntag, und so

Wenn es sogar kirchenfremden Menschen deutlich auffällt, dass der Kernauftrag der evangelische Kirche in Deutschland nach ihrer eigenen Aussendarstellung nur noch darin besteht „fett zu kassieren und dummes Zeug zu reden“ dann lässt es sich wirklich nicht mehr leugnen (Link).

Und kommt mir jetzt bitte nicht mit der altbewährten „Lehre vom verborgenen Kriterium“, derzufolge alle Kirchgänger (stets und erst) zu Hause auf die Knie fallen und ihr Christsein nach aussen „eben nicht so zeigen“. Diese Lehre ist nämlich eine üble Irrlehre :)

a.) Sie ist falsch;

b.) selbst wenn sie richtig wäre, würde sie nur zeigen und beweisen, dass die Kernbotschaft nicht mehr vorhanden ist.

Ich darf nochmals an den gestrigen Beitrag erinnern (Link). Vielleicht ist ja alles ganz anders, als wir es uns gemeinhin vorstellen.

Schönen Restsonntag allenthalben.

Was fürs Herz

Passend zum Winteranfang ein zugleich fröhlicher und tiefgründiger Film (grosses Dankeschön an Frau Lapplandblog, die den Streifen entdeckt hat).

Motto: Vielleicht ist ja alles ganz anders, als wir denken.

Der Kurzfilm ist die perfekte Mischung aus der „Truman Show“ und „Täglich grüßt das Murmeltier“ (falls diese Filme unter der werten Leserschaft noch bekannt sind ;).

Viel Spass beim Ansehen, Schmunzeln und Nachdenken!



Bitte Platz nehmen: Winteranfang

Bitte Platz nehmen: Winteranfang in Lappland 2019

Seit drei Wochen ist er wieder da. Wieder einmal völlig unerwartet; wie eine Influenza. Und mittlerweile hat er auch deutliche Spuren hinterlassen: ca. 20-30 cm Schnee und für die Jahreszeit unüblich kalt. Seit 10 Tagen sind die Temperaturen nicht über minus 10 gestiegen. Klimawandel eben. Sind wir mal gespannt, wie sich dieser Winter weiter entwickeln wird.

Winteridylle: Winteranfang in Lappland 2019

Gretas Gretchenfrage

Das Thema Greta Thunberg (alias die „Heilige Greta“) hält seit geraumer Zeit die ganze Welt in Atem. Auch wir hatten sie hier schon verschiedentlich im Blog (z.B. Link und Link) unsere Meinung zum Thema kundgetan.

Das Gretchen hat sich bekanntlich „klimaneutral“ (siehe dazu den ersten Link oben) per Hochsee-Segelyacht auf die Reise über den Atlantik in die „Neue Welt“ begeben, um den Klimagipfel in Santiago de Chile zu dominieren.

Mit der jetzt erfolgten Absage und Verlegung der Klimakonferenz nach Madrid hat sie ein kleines Problem (Zitat Focus (Link)):

„Es stellt sich heraus, dass ich um die halbe Welt gereist bin, in die falsche Richtung“, schrieb die 16-jährige Schwedin am Freitag auf Twitter.“

Nun sei sie auf der Suche nach einem Verkehrsmittel, um kurzfristig wieder über den Atlantik in die andere Richtung reisen zu können. Die Zeit ist knapp, denn der Klimagipfel soll vom 2. bis 13. Dezember stattfinden. Wir hätten ihr ja einen Flug vorgeschlagen, aber, hach ja, das geht ja nicht, ihr wisst schon.

Immerhin hat sie eingesehen, dass sie den falschen Weg eingeschlagen hat. Sollte so als Selbsterkenntnis den Weg für wahre Erkenntnis ebnen können.

Eine echte Gretchenfrage also. Wir erinnern uns. Eine Gretchenfrage bezeichnet als Gattungsbegriff eine direkte, an den Kern eines Problems gehende Frage, die die Absichten und die Gesinnung des Gefragten aufdecken soll. Sie ist dem Gefragten meistens unangenehm, da sie ihn zu einem Bekenntnis bewegen soll, das er bisher nicht abgegeben hat. Im engeren Sinne ist mit Gretchenfrage demnach die Frage nach dem Glauben der jeweils angesprochenen Person oder sozialen Gruppe gemeint.

„Wie hast Du es mit dem Fliegen, Greta?“


Dumm gelaufen haben wir da früher gesagt.

Die Revolution geht weiter: JPG ade - Der Siegeszug von HEIF schreitet voran

Vor zwei Jahren hatte ich einen Artikel zum neuen Bildformat HEIF geschrieben, welches Apple mit iOS 11 eingeführt hat. HEIF ist viel effizienter als das gute alte JPG und sollte nach Apples Vorstellung das alte JPG-Format ablösen.

Für den Artikel (Link), der auch andernorts als Gastbeitrag (Link) veröffentlicht worden war, hatte ich einiges an Kritik einstecken müssen. Die meisten Kommentare hatten den gemeinsamen Nenner, dass es nie gelingen würde ein so etabliertes Dateiformat wie JPG abzulösen und dass selbst Apple das nicht gelingen würde.

Ich habe mir im Laufe der Jahre der Zeit ein dickes Fell zugelegt und gedacht, was ich in solchen Fällen immer denke: Abwarten.

Nach zwei Jahren ist nun Bewegung in die Fotowelt gekommen, denn Canon hat gerade angekündigt, dass die kommende Canon 1D X Mark III das HEIF Format unterstützen wird (Link, Link).

Natürlich wird die Ankündigung begleitet von einem Statement, dass das JPG Format damit nicht abgeschafft werden solle. Aber so läuft es in der PR eben normalerweise. Die Ankündigungen revolutionärer und einschneidender Veränderungen werden parallel und zeitgleich „rhetorisch“ abgemildert, um den Markt nicht all zu sehr zu verunsichern. Gleichzeitig wird eine neue Nachfrage angekurbelt, denn wer will schon noch eine Kamera mit einem veralteten Dateiformat benutzen?

Die Ankündigung von Canons neuem Flaggschiff bedeutet also genau das: Der Abschied von JPG Format ist durch den grössten Kamerahersteller der Welt jetzt offiziell eingeleitet worden.

Kamerakauf bei MPB - ein Review

Als neulich mein jüngstes Projekt „Die letzte Wildnis“ (Link) bei Kwerfeldein vorgestellt wurde (Link), habe ich Kwerfeldein natürlich auch besucht um den Artikel zu begutachten (und er hat mir gut gefallen - Danke Katja!).

Bei dem Besuch auf der Seite ist mir ein Werbebanner von MPB.COM (Link) mit dem Slogan „Change gear“ ins Auge gefallen. Normalwerweise bin ich gegen Anzeigen- oder Bannerwerbung im Internet ziemlich immun. Aber aus Neugier, und weil ich mir unter MPB nichts vorstellen konnte, habe ich geklickt und bin in einem faszinierenden Webshop mit einem spannenden Angebot gelandet. MPB bietet zum einen gebrauchte Fotoausrüstung an, zum anderen auch den Ankauf gebrauchten Foto-Equipments. Interessant.

Schon seit geraumer Zeit waren mir die „DSLR-Backsteine“ etwas schwer um den Hals geworden und der Wunsch nach einem kleineren und handlicheren Kamerasystem aufgekeimt. Etwas aus dem Hause Fujifilm mit optischem oder elektronischem Sucher sollte es sein.

Also habe ich bei MPB etwas gestöbert und mir ob der Reichhaltigkeit der Angebote und der günstigen Preise die Augen gerieben. Mein Tipp: Wer sich bei MPB umschaut sollte sich zuerst mit den Zustandsbeschreibungen der Artikel vertraut machen (Link).

Der Zustand der angebotenen Artikel reicht von „Wie neu“ über „Ausgezeichnet“ , „Gut“ zu „Gut gebraucht“ bis „Schwer gebraucht“, wobei sich die Zustandsbeschreibung in erster Linie auf den äusseren Zustand, die Zahl der Auslösungen und eventuelle Fehler bezieht (die in der individuellen Artikelbeschreibung auch stets angegeben werden). Wer ein neues System einfach mal ausprobieren möchte, dem sei der Zustand „Gut gebraucht“ ans Herz gelegt. In diesem Zustand sind die Artikel besonders günstig und haben in der Regel schon eine angenehme „Patina“.

Gesagt getan. MPB bietet auch die Inzahlungnahme gebrauchter Ausrüstung an. In meinem Fundus hatte ich da z. B. eine M4/3 Olympus mit einigen Objektiven, die ich so gut wie nicht genutzt hatte.

Über ein Angebotsformular kann man die Ausrüstung, die man verkaufen oder in Zahlung geben möchte mit einer Einschätzung des Zustandes auflisten, und bekommt dann umgehend ein Ankaufs- oder Inzahlungnahmeangebot. Ich war bei der Zustandsbeschreibung vorsichtig kritisch, was sich später dann ausgezahlt hat.

Will man seine Ausrüstung dann einsenden, bekommt man per Mail ein Retouretikett zugesendet, mit dem man das Paket bei einer Paketannahmestelle (ohne Kosten) abgeben kann. Hier in Schweden nutzt MPB dankenswerterweise die Annahmestellen von PostNord, die in unseren Breitengraden am weitesten verbreitet sind.

Ist das Paket mit der eigenen Ausrüstung bei MPB eingegangen bekommt man sofort eine Eingangsbestätigung und einige Stunden später ein Feedback mit einer eventuell abweichenden Zustandsbewertung und dem sich daraus ergebenden korrigierten Ankaufs- oder Inzahlungnahmeangebot. In meinem Fall hat MPB die Artikel deutlich besser bewertet, als ich es selbst getan hatte, was zu einem deutlich besseren Angebot geführt hat. Ein Grund zur Freude.

Für die ins Auge gefasste neue Fujifilm Ausrüstung hat das dann dazu geführt, dass ich fast nichts mehr „drauflegen“ musste.

Der Versand der gekauften Waren ging - natürlich mit Trackinglink - schnell und völlig problemlos (was bei Paketen in und nach Schweden alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist).

Um den Kundenservice zu überprüfen stellte ich im Laufe des Prozesses jeweils eine Frage über Chat und per Mail und erhielt umgehend eine sowohl sehr freundliche, als auch inhaltlich mehr als zufriedenstellende Antwort. Eins, setzen.

Nach ein paar Tagen konnte ich dann das Paket bei Post abholen und es kam mir etwas zu gross für den Inhalt an. Nach dem Öffnen löste sich das Rätsel: Viel Luft im Paket. Extrem gute Verpackung mit mehreren Lagen Luftpolsterfolie. „Wiedereintrittssichere Verpackung“ wie Frau Lapplandblog zu sagen pflegt.

Und die Ware? Entsprach in allen Punkten der Bewertung (ich hätte eigentlich einen deutlich abgenutzteren Zustand erwartet) und es war sogar noch eine Zugabe in Form eines zusätzlichen Akkus mit im Paket.

Nebenbei: Wer als Privatperson (juristisch genauer gesagt „Verbraucher“ i.S.v. § 13 BGB) kauft, bekommt auf die gekauften Gebrauchtartikel natürlich die gesetzliche Gewährleistung oben drauf.

Mein Fazit: MPB hat mich ehrlich begeistert (und das kommt im Versandhandel heutzutage nicht mehr häufig vor) und ich kann nur eine klare Empfehlung aussprechen. Würde ich dort wieder Kaufen oder Verkaufen? Vorbehaltlos ja.

Ach ja, und Fujifilm begeistert mich auch. Ein Systemwechsel steht vor der Tür.

Anmerkung: Dieses Review ist aus freien Stücken entstanden und ich habe - abgesehen von dem erwähnten Tausch-/Kaufgeschäft - keinerlei geschäftliche Beziehung zu MPB.

“Viel Luft im Paket“ - perfekt verpackte Lieferung von MPB
“Viel Luft im Paket“ - perfekt verpackte Lieferung von MPB