Lappland 2017 - Ein Rückblick in Bildern

Das Jahr neigt sich wieder im Rekordtempo seinem Ende zu. Zeit für einen fotografischen Rückblick.

Die Bilderserie ist nicht streng thematisch, sondern fasst Motive zusammen, die mich im Laufe des Jahres 2017 - aus verschiedenen Gründen - sehr bewegt haben.

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-> Viel Freude mit „Lappland 2017 in Bildern“


Zehn Jahre Lapplandblog - Das Original

Zehn Jahre Lapplandblog - Das Original - Ein Jubiläum zum Mitfeiern

Beginnen wir mit einem Rückblick: Die Blogsoftware weist das erste Posting am 5. Dezember 2007 aus.

Das stimmt - irgendwie aber auch nicht. Denn ganz am Anfang hatten wir - anstelle des seit dem verwendeten RapidWeaver - eine andere Blogsoftware (die seinerzeit auf den Namen iBlog gehört hat und kurze Zeit später eingestellt wurde) verwendet. Beim Importieren in die jetzige Software wurde das Datum aller älteren Beiträge auf den 5.12.2007 gesetzt. 

Das exakte Geburtsdatum des Lapplandblogs war also bereits im Juni 2007.

Aber egal, wir halten uns an das formell erhaltene und dokumentierte Datum.

5. Dezember 2007

Am Beginn des Blogschreibens ging es hier meist um Rentiere, Elche und Polarlichter; eben das "woran" man beim Thema Lappland so im Allgemeinen denkt. Mit der Zeit wurden die Beiträge ausführlicher, hin und wieder auch tiefgründiger. Und so ist über die Jahre ein richtiges Lappland-Kompendium entstanden. Die Suchfunktion oder einfach das Stöbern in alten Monaten (zu finden links unten in der Menüleiste) fördert mittlerweile fast alles zutage, was es über schwedisch Lappland zu schreiben und berichten gibt (weiters nicht verwunderlich bei mittlerweile tausenden von Blogeinträgen). Im Lapplandblog findet sich alles von Kochrezepten über Beiträge zum Hauskauf bis hin zum (berüchtigten) Sürströmming :)

Die Schwerpunkte im Blog haben sich öfters etwas verschoben, der Inhalt wurde quirliger, denn eine Zeitlang haben wir für verschiedene schwedische Tageszeitungen fotografiert und das hat sich selbstverständlich auch im Charakter der Blogeinträge niedergeschlagen. 

Oder über einige Jahre hinweg haben wir ausführlichere Fotostrecken veröffentlicht und oftmals rutschte der eine oder andere philosophische Text mit in den Blog hinein und teilte sein Dasein mit Beiträgen über fotografische Techniken. 

Aufgrund einer gewissen Inhaltsqualität des Lapplandblogs erhielten wir Anfragen von Medien aus aller Welt, sei es Radio- oder Fernsehstationen. Ja, bis heute war und ist es doch irgendwie aufregend, so ein Blog zu schreiben. 

Kurz gesagt: Das Blog hat im Laufe der Zeit seine eigene Persönlichkeit entwickelt (der Blogschreiber aber auch!).

Das ist auch den über Jahre hinweg treuen Mitleserinnen und Mitlesern, denen an dieser Stelle ein grosses Dankeschön vom hohen Norden zugeschickt wird, zu verdanken! 

Hin und wieder verging mir schon die Lust am Schreiben und somit an der  Weiterführung des Lapplandblogs. Doch Frau Lapplandblog drohte mir stets wenn ich den Blog und mich in Rente schicken wollte mit dem Nudelholz aus ihrer Küchenschublade und dieser Drohung wollte ich mich nun doch nicht völlig hingeben! : )

Wir, Sie meine treuen Mitleserinnen und Mitleser, der Lapplandblog, seine Bilder, seine Filme, die vielen Textbeiträge haben in all den Jahren gemeinsam viel erlebt. 

Daher möchten wir Euch allen an dieser Stelle eine Überraschung ankündigen!

Ab dem Jahr 2018 wird eine neue Kategorie eröffnet, die mit ganz persönlichen, (also wirklich ganz persönlichen Inhalten) aus unserem Leben gefüllt werden wird. 

Entstanden und gereift ist die grundsätzliche Idee schon seit Jahren und gerade Frau Lapplandblog ist in dem Punkt, was die vielen Notizen und was die kommende Veröffentlichung betrifft, eine treibende Kraft.

"Ei dann schreibs uff!" - das waren stets ihre Worte wenn uns das Leben hier in schwedisch Lappland so manches Mal nicht nur Rätsel aufgegeben hatte und ich kam selbstverständlich dem Rat von Frau Lapplandblog nach. 

Kritzelte mir also handschriftlich so einiges an Erlebten, an Erkenntnissen, an ...(?)... aufs Papier und nun soll es veröffentlicht werden. 

So ist es eben das Leben. Wenige Kilometer südlich unterm Polarkreis und viele Kilometer weg von einem alten Leben, das Schritt für Schritt mehr und mehr in Vergessenheit gerät.

Doch der Lapplandblog, das Original, lebt!



Zehn Jahre Lapplandblog - Das Original
Rentier im Schein des Mondes und der Polarlichter
Vielen Dank an Frau Lapplandblog,
die das Jubiläumsbild zur Verfügung gestellt hat!


Minus 22 und Himmelsphänomene in Lappland

Da waren es also minus 22 auf dem Weg in die nächste kleinere Siedlung, als der abendliche Himmel ein gar merkwürdiges Phänomen preisgab. Ich lasse das unkommentiert und habe nur den Kontrast erhöht, damit es schöner zur Geltung kommt.

Wir wandern übrigens im Moment mit Riesenschritten auf ein für uns sehr bedeutsames Ereignis zu. Aufmerksame LeserInnen werden wissen, worum es geht.

Die dringende Empfehlung lautet deswegen: Unbedingt im Laufe der nächsten Woche wieder vorbeischauen :-)

Minus 22 und Himmelsphänomene in Lappland
Ohne Kommentar

Der Lappland-Rasenmäher nach Ylva

Die Schneehöhe steigt und steigt. Der heutige Ausflug zum Rasenmäher (alias: Lappland-Schneetiefenmesser-Rasenmäher) war anstrengend und schweisstreibend:

Mehrere Hundert Meter durch ca. 45-50 cm Schnee bei „warmen“ minus 3 Grad. Sogar der mich begleitende Vierbeiner (der ansonsten Schnee liebt) har kräftig gepustet :)

Immerhin: Das Sturmtief Ylva war artig und hat die Oberflächen - von Rasenmäher wie Bäumen - schön blank gepustet.

Der Lappland-Rasenmäher nach Ylva 2017-11-25, 12.30
Stand: 25. November 2017, 12 Uhr 30

Ylva

Da hätten wir also den ersten grossen Schneesturm der Saison in Lappland überstanden. Nebenbei bemerkt: zwei Monate zu früh. Normalerweise entstehen diese Extremwetterlagen erst im Januar.

Wir läuft das ab? In der zurückliegenden Woche sind die Temperauren richtig tief gefallen (bis auf minus 22). Am ersten Tag des Unwetters herrscht dann eine beunruhigende Ruhe. Die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm. Die Temperaturen steigen dann plötzlich und über Nacht kommen die Winde auf, die sich dann bis auf Orkanstärke steigern. Der aktuelle Sturm hat vom schwedischen Wetterdienst übrigens den Namen "Ylva" erhalten.

Vorgestern waren es dann bis zum 80 Km/h in der Spitze. Dazu kam heftiger Schneefall. Das gibt bei den sich am Boden ständig drehenden Windrichtungen eine extrem dicht gepackte Schneedecke mit teils meterhohen Verwehungen. Der feine Schnee kriecht durch alle Ritzen und hinter Türen und Fenstern bilden sich kleinere Schneehäufchen.

Nach dem Sturm Ylva- Ausblick durch den Türspalt
Immerhin: Die Tür lässt sich noch einen Spalt öffnen.
Die Aussicht hingegen lässt nichts Gutes ahnen.



Sobald sich der Sturm zu legen beginnt, geht es ans Schneeschaufeln. Das dauert dann normalerweise einige Stunden. Die Temperaturen steigen weiter und der Schnee fühlt sich plötzlich wie Beton an. Die Räumaktion wird zunehmend schweisstreibender.

Lappland nach Ylva: 46 cm Neuschnee binnen 12 Stunden
Ylva hat uns 46 cm dicht gepackten Neuschnee
binnen 12 Stunden beschert...


Die Temperaturen steigen nun weiter auf bis plus ein Grad und der Schnefall verwandelt sich in Regen. Der auf den noch gefrorenen Boden fallende Regen bildet auf den Strassen eine geschlossene Eisdecke.

Den gesamten Schnee(matsch) zu beseitigen dauert einige Tage...

Tipp: Die schwedischen Medien warnen üblicherweise einen Tag bevor ein Unwetter hereinbricht. Und da gibt es nur eine gute Alternative: Zu Hause bleiben!

Manchmal...

hoffe ich einfach nur inständig, dass der Name nicht Programm ist :-)

havfre_fras
Wer kann dazu schon nein sagen? :-)