Wintergewächse in Lappland: Das Unkraut wächst in Bodennähe

Schon als Kinder lehrten wir uns: Unkraut wächst am Boden. Wie wahr. Gestern war ich an einer Stelle, die mir landschaftlich sehr gut gefällt (oder zumindest vor 15 Jahren noch sehr gut gefiel).

Mittlerweile ist das Panorama dort von Unkraut getrübt. Die umweltschädlichen, inflationär wachsenden (Unkraut) Windparks, die auf Kosten der Natur den in Schweden gar nicht benötigten Exportstrom produzieren haben eine weitere touristisch interessante Region in Lappland sowohl visuell, als auch akustisch zerstört. Über die Risiken und Nebenwirkungen dieses Wahnsinns haben wir schon ausführlich geschrieben (z. B.: Link, Link, Link, Link).

Windkraft in Lappland: Das Unkraut wächst am Boden
Windkraft in Lappland: Das Unkraut wächst am Boden

Lappland-Wetter: Tendenz zunehmend

Die Schneehöhe über Grund liegt in unserer Region in Lappland bei mittlerweile 35-40 cm und die Tendenz ist stark zunehmend. Über die erste Kältewelle am Polarkreis hatten wir schon vor einigen Tagen berichtet (Link).

Die Gespräche mit älteren Einheimischen, die auf das Erfahrungswissen vieler Winter zurück blicken können, verheissen einen heftigen Winter mit einigen unerwarteten Wendungen. Zumindest heute passt das auch ganz gut zum Langzeitwetterbericht.

Wenn man aus den vergangenen Jahren eine (Mikro-)Trend heraus lesen möchte, dann ist eines klar: Zumindest in den nordischen Regionen Europas wird es kälter (und nicht wärmer).

Winter in Lappland 2019 - Schneehöhe zunehmend
Der Blick aus dem Bürofenster sagt eigentlich alles...

Das Wort zum Sonntag, und so [Nachtrag 2019-11-14: Es wird immer besser…]

Wenn es sogar kirchenfremden Menschen deutlich auffällt, dass der Kernauftrag der evangelische Kirche in Deutschland nach ihrer eigenen Aussendarstellung nur noch darin besteht „fett zu kassieren und dummes Zeug zu reden“ dann lässt es sich wirklich nicht mehr leugnen (Link).

Und kommt mir jetzt bitte nicht mit der altbewährten „Lehre vom verborgenen Kriterium“, derzufolge alle Kirchgänger (stets und erst) zu Hause auf die Knie fallen und ihr Christsein nach aussen „eben nicht so zeigen“. Diese Lehre ist nämlich eine üble Irrlehre :)

a.) Sie ist falsch;

b.) selbst wenn sie richtig wäre, würde sie nur zeigen und beweisen, dass die Kernbotschaft nicht mehr vorhanden ist.

Ich darf nochmals an den gestrigen Beitrag erinnern (Link). Vielleicht ist ja alles ganz anders, als wir es uns gemeinhin vorstellen.

Schönen Restsonntag allenthalben.


Nachtrag 2019-11-14: Es wird immer besser…

Soweit ich mich erinnern kann so war es in Kirchen früher einmal üblich zu beten. Auch hier scheinen sich die Zeiten geändert zu haben.

Da hat es ein Christ gewagt, in einer evangelischen Kirche - zudem in Bekenntnisabsicht (also in bester Tradition Martin Luthers) - das Vaterunser zu beten. Die Reaktion des Pfarrers: Der laut betende Christ wurde vom Pfarrer aus der Kirche hinaus geworfen. So geschehen zu Schwerte. Link (Verlinkten Artikel bitte ganz lesen).

Wenn es nicht so traurig wäre, würde mir dazu spontan ein (zugegebenermassen ziemlich betagter) Kalauer der Münchner Lach- und Schiessgesellschaft einfallen: Antreten zum Abtreten.

Was fürs Herz

Passend zum Winteranfang ein zugleich fröhlicher und tiefgründiger Film (grosses Dankeschön an Frau Lapplandblog, die den Streifen entdeckt hat).

Motto: Vielleicht ist ja alles ganz anders, als wir denken.

Der Kurzfilm ist die perfekte Mischung aus der „Truman Show“ und „Täglich grüßt das Murmeltier“ (falls diese Filme unter der werten Leserschaft noch bekannt sind ;).

Viel Spass beim Ansehen, Schmunzeln und Nachdenken!



Bitte Platz nehmen: Winteranfang

Bitte Platz nehmen: Winteranfang in Lappland 2019

Seit drei Wochen ist er wieder da. Wieder einmal völlig unerwartet; wie eine Influenza. Und mittlerweile hat er auch deutliche Spuren hinterlassen: ca. 20-30 cm Schnee und für die Jahreszeit unüblich kalt. Seit 10 Tagen sind die Temperaturen nicht über minus 10 gestiegen. Klimawandel eben. Sind wir mal gespannt, wie sich dieser Winter weiter entwickeln wird.

Winteridylle: Winteranfang in Lappland 2019

Gretas Gretchenfrage

Das Thema Greta Thunberg (alias die „Heilige Greta“) hält seit geraumer Zeit die ganze Welt in Atem. Auch wir hatten sie hier schon verschiedentlich im Blog (z.B. Link und Link) unsere Meinung zum Thema kundgetan.

Das Gretchen hat sich bekanntlich „klimaneutral“ (siehe dazu den ersten Link oben) per Hochsee-Segelyacht auf die Reise über den Atlantik in die „Neue Welt“ begeben, um den Klimagipfel in Santiago de Chile zu dominieren.

Mit der jetzt erfolgten Absage und Verlegung der Klimakonferenz nach Madrid hat sie ein kleines Problem (Zitat Focus (Link)):

„Es stellt sich heraus, dass ich um die halbe Welt gereist bin, in die falsche Richtung“, schrieb die 16-jährige Schwedin am Freitag auf Twitter.“

Nun sei sie auf der Suche nach einem Verkehrsmittel, um kurzfristig wieder über den Atlantik in die andere Richtung reisen zu können. Die Zeit ist knapp, denn der Klimagipfel soll vom 2. bis 13. Dezember stattfinden. Wir hätten ihr ja einen Flug vorgeschlagen, aber, hach ja, das geht ja nicht, ihr wisst schon.

Immerhin hat sie eingesehen, dass sie den falschen Weg eingeschlagen hat. Sollte so als Selbsterkenntnis den Weg für wahre Erkenntnis ebnen können.

Eine echte Gretchenfrage also. Wir erinnern uns. Eine Gretchenfrage bezeichnet als Gattungsbegriff eine direkte, an den Kern eines Problems gehende Frage, die die Absichten und die Gesinnung des Gefragten aufdecken soll. Sie ist dem Gefragten meistens unangenehm, da sie ihn zu einem Bekenntnis bewegen soll, das er bisher nicht abgegeben hat. Im engeren Sinne ist mit Gretchenfrage demnach die Frage nach dem Glauben der jeweils angesprochenen Person oder sozialen Gruppe gemeint.

„Wie hast Du es mit dem Fliegen, Greta?“


Dumm gelaufen haben wir da früher gesagt.